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Zwangsstörung und Narzissmus?

1. September um 18:17

Hallo Forum,

mein Freund (47) und ich (29) sind seit etwa 7 Jahren zusammen und leben im gemeinsamen Haushalt.

Er hat eine Kontroll- und Waschstörung, was unser Zusammenleben sehr erschwert. Er ist vor unserer Beziehung bei Psychoterapeuten gewesen und ist redet sehr enttäuscht darüber - es hätte nichts gebracht.

Im Grunde ist es einerseits so, dass er Angst hat, sich mit etwas anzustecken, daher Hände waschen 100 mal am Tag, Duschen ist Allheilmittel, nichts "dreckiges" anfassen usw. Ganz schlimm ist es, wenn es um Nahrungsmittel geht (z.B. wir essen immer zuhause).

Andererseits hat er Kontrollzwang, daher werden Türe sehr häufig kontrolliert, Auto 10 mal umgeparkt, wenn wir Auto fahren, müssen wir häufig zurückfahren, um zu kontrollieren, das wir keinen unbemerkt überfahren haben usw. Ich möchte das hier alles aufschreiben, aber bisher ist es so gewesen, dass ich versucht habe, ihn zu helfen und zu unterstützen. Zum Beispiel kontrollieren wir Herd zusammen, oder ich gehe nie auf öffentliche Toiletten, oder wasche mir auch permanent die Hände...

Das Problem ist auch, dass es nichts beständiges ist: Das womit er gestern noch kein Problem hatte kann heute zur Katastrophe werden.


Manchmal ist es sehr sehr anstrengend und so unlogisch, dass ich wirklich mich dagegen strebe, seine Rituale zu machen. Es ist auch häufigste Grund wenn wir streiten.

An dieser Stelle kommen wir zum zweitem Punkt - Narzissmus. Ich habe viel darüber gelesen in den letzten Jahren und kann trotzdem nicht sagen. Hat mein Freund "nur" Zwangsstörung oder ist er dazu ein Narzisst.

Warum komme ich überhaupt auf diese Idee. Es ist schon so, dass man in unseren Beziehung einen "Teufelkreis" findet.

1. Gute Phase: Es ist wirklich sehr schön - mein Freund ist sehr aufmerksam, charmant, hilfsbereit, humorvoll usw. Wir unternehmen viel zusammen, haben viel Spaß.

2. Streit: Wie gesagt meistens, wenn ich nicht seine Rituale mitmachen möchte. Beispiel: Ich bin am öffentlichen Mülleimer zu nah (1 m) gegangen und muss sofort nach Hause und duschen.

Beim Streiten habe immer ich etwas falsch gemacht, selbst wenn sein Fehler offensichtlich ist. Und ich darf nicht diskutieren. Sonst wird er sehr aggressiv. Es ist auch schon häufig zur körperlicher Gewalt gekommen, aber in seinen Augen bin auch dafür ich alleine verantwortlich, weil ich ihn provoziere. Bei jeglicher Kritik droht er mit der Trennung. Deshalb kommt es am Ende so, dass ich mich bei ihm entschuldige. Dann nimmt er irgendwann die Entschuldigung an und ich darf ab diesem Moment nicht mehr irgendwie unzufrieden oder traurig sein.

Weitere Sachen, die mich dazu bewegen zu denken, dass es sich um Narzissmus handeln könnte:

1) Ich bin nahe zu isoliert: Krach mit der Familie, weil er meint, sie würden mir gegen ihn einreden. Keine Treffen mit Freunden, deshalb inzwischen auch kein Kontakt mehr. Er verbietet das nicht, aber ich weiß quasi, dass ich sonst einen Streit provoziere.

2) Wenn ich zur Arbeit gehe, kontrolliert was ich anziehe, wie ich mich schminke, wo genau ich mich aufhalte usw.

Kann es sein bzw. ist es häufig, dass Zwangsstörung und Narzissmus gleichzeitig auftreten? Und wie soll ich mich am besten verhalten?

Wie schon gesagt, den Weg der Therapie will er nicht nehmen.

Manchmal habe ich den Eindruck, ich würde selbst bald verrückt werden.

Schönen Dank!
Lili

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Beste hilfreiche Antwort

1. September um 21:43

Körperlich gewalttätig- sofortige Trennung!!!! 

Weigerung zur Therapie- dito!
 

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1. September um 19:07

Erste Regel im Umgang mit Neurotikern:
 - Lebe dein Leben nicht nach den Neurosen deines Partners! Richte dich nicht nach seinen Zwangsstörungen und bei Gott, lass dich nicht einschränken.
So förderst du nur seine Neurosen und vor allem leidest du selbst darunter!

Neurotiker müssen erkennen, dass sie mit ihren Neurosen etwas zu verlieren haben bzw. die Neurosen es schlimmer macht und nicht wie sie es sich einreden, dass ohne Neurosen etwas schlimmer wird.

Er beherrscht dich, weil du dich beherrschen lässt. Den Fehler machen viele, da sie die Konflikte vermeiden wollen, aber das ist vollkommener Blödsinn.
Du musst konstant GEGEN seine Neurosen arbeiten.

zB wenn er umparken will, dann steig einfach aus und geh vor.
wenn er meint, dass du "schmutzig" bist, sag einfach, dass du nun sicher nicht duschen/waschen gehst.
wenn er kontrollieren will wie du dich anziehst, sag einfach, dass das nicht er zu bestimmen hat..er dich nicht besitzt.

ich weiß Liebe macht blind und man erträgt einiges, weil man meint es aus Liebe zu tun, aber es wird dich kaputt machen, wenn er sich nicht ändert. 
Weil sei dir sicher..für ihn sind die Neurosen kein Problem, auch wenn es den Anschein hat.

....überleg dir das wirklich ob du mit ihm eine Beziehung eingehen willst, wenn du so unterdrückt wirst und er keine Einsicht zeigt :/

lg

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1. September um 21:43

Körperlich gewalttätig- sofortige Trennung!!!! 

Weigerung zur Therapie- dito!
 

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2. September um 0:17
In Antwort auf lili842

Hallo Forum,

mein Freund (47) und ich (29) sind seit etwa 7 Jahren zusammen und leben im gemeinsamen Haushalt.

Er hat eine Kontroll- und Waschstörung, was unser Zusammenleben sehr erschwert. Er ist vor unserer Beziehung bei Psychoterapeuten gewesen und ist redet sehr enttäuscht darüber - es hätte nichts gebracht.

Im Grunde ist es einerseits so, dass er Angst hat, sich mit etwas anzustecken, daher Hände waschen 100 mal am Tag, Duschen ist Allheilmittel, nichts "dreckiges" anfassen usw. Ganz schlimm ist es, wenn es um Nahrungsmittel geht (z.B. wir essen immer zuhause).

Andererseits hat er Kontrollzwang, daher werden Türe sehr häufig kontrolliert, Auto 10 mal umgeparkt, wenn wir Auto fahren, müssen wir häufig zurückfahren, um zu kontrollieren, das wir keinen unbemerkt überfahren haben usw. Ich möchte das hier alles aufschreiben, aber bisher ist es so gewesen, dass ich versucht habe, ihn zu helfen und zu unterstützen. Zum Beispiel kontrollieren wir Herd zusammen, oder ich gehe nie auf öffentliche Toiletten, oder wasche mir auch permanent die Hände...

Das Problem ist auch, dass es nichts beständiges ist: Das womit er gestern noch kein Problem hatte kann heute zur Katastrophe werden.


Manchmal ist es sehr sehr anstrengend und so unlogisch, dass ich wirklich mich dagegen strebe, seine Rituale zu machen. Es ist auch häufigste Grund wenn wir streiten.

An dieser Stelle kommen wir zum zweitem Punkt - Narzissmus. Ich habe viel darüber gelesen in den letzten Jahren und kann trotzdem nicht sagen. Hat mein Freund "nur" Zwangsstörung oder ist er dazu ein Narzisst.

Warum komme ich überhaupt auf diese Idee. Es ist schon so, dass man in unseren Beziehung einen "Teufelkreis" findet.

1. Gute Phase: Es ist wirklich sehr schön - mein Freund ist sehr aufmerksam, charmant, hilfsbereit, humorvoll usw. Wir unternehmen viel zusammen, haben viel Spaß.

2. Streit: Wie gesagt meistens, wenn ich nicht seine Rituale mitmachen möchte. Beispiel: Ich bin am öffentlichen Mülleimer zu nah (1 m) gegangen und muss sofort nach Hause und duschen.

Beim Streiten habe immer ich etwas falsch gemacht, selbst wenn sein Fehler offensichtlich ist. Und ich darf nicht diskutieren. Sonst wird er sehr aggressiv. Es ist auch schon häufig zur körperlicher Gewalt gekommen, aber in seinen Augen bin auch dafür ich alleine verantwortlich, weil ich ihn provoziere. Bei jeglicher Kritik droht er mit der Trennung. Deshalb kommt es am Ende so, dass ich mich bei ihm entschuldige. Dann nimmt er irgendwann die Entschuldigung an und ich darf ab diesem Moment nicht mehr irgendwie unzufrieden oder traurig sein.

Weitere Sachen, die mich dazu bewegen zu denken, dass es sich um Narzissmus handeln könnte:

1) Ich bin nahe zu isoliert: Krach mit der Familie, weil er meint, sie würden mir gegen ihn einreden. Keine Treffen mit Freunden, deshalb inzwischen auch kein Kontakt mehr. Er verbietet das nicht, aber ich weiß quasi, dass ich sonst einen Streit provoziere.

2) Wenn ich zur Arbeit gehe, kontrolliert was ich anziehe, wie ich mich schminke, wo genau ich mich aufhalte usw.

Kann es sein bzw. ist es häufig, dass Zwangsstörung und Narzissmus gleichzeitig auftreten? Und wie soll ich mich am besten verhalten?

Wie schon gesagt, den Weg der Therapie will er nicht nehmen.

Manchmal habe ich den Eindruck, ich würde selbst bald verrückt werden.

Schönen Dank!
Lili

Warum kommt eine Trennung nicht in Frage??

Du bist Jung, er hat dir bereits 7 Jahre geraubt.. hat dich als juges Haschrl verführt und so geformt, wie es seine Frau haben will.. eine Frau mit mehr Lebenserfahrung hätte dies nicjt mitgemacht.. Widerlich solche Typen.. 


Was du tun kannst? Dich trennen, wieder du selbst werden und glücklich sein.. 

Jegliche Investion in diese Beziehung ist vergeudete Zeit.. 

Was würde er denn tun, wenn er wüsste, dass du hier so über ihn "petzt"?

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2. September um 0:50

Ich möchte meinen Vorrednern hinzufügen.
Du bist quasi in der Rolle eines Co-Alkoholikers.

Dringend solltest Du - mithilfe einer Therapie - herausfinden, was Dich dazu bringt, in so einer toxischen Beziehung zu verharren.
 

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2. September um 6:42

Seine Krankheit rechtfertigt nicht sein Verhalten dir gegenüber! Gewalt geht gar nicht - Verlass ihn und werde glücklich. Du hast etwas besseres verdient! Lg

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2. September um 9:55
In Antwort auf haesli4

Körperlich gewalttätig- sofortige Trennung!!!! 

Weigerung zur Therapie- dito!
 

sie wird nicht gehen...

sie gibt sich sogar die schuld in ihrem alten beitrag:

">Gewalt in der Beziehung. Bin ich an allem Schuld?



 

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2. September um 15:22
In Antwort auf ai_18454549

sie wird nicht gehen...

sie gibt sich sogar die schuld in ihrem alten beitrag:

">Gewalt in der Beziehung. Bin ich an allem Schuld?



 

Ach du Schande... 


Das ist sie... 

Ja... da wird nichts auszurichten sein. 

Vermutlich werden wir noch die nächsten paar Jahre immer mal wieder was "Neues" von ihr zu lesen kriegen. 

Liebe TE: Nimm Dir unsere Ratschläge zu Herzen und trenne Dich sofort. Bevor er Dir nach der Nase auch noch das Genick bricht.

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