Home / Forum / Liebe & Beziehung / Zwischenmenschliche Beziehungen - ich bin hilflos

Zwischenmenschliche Beziehungen - ich bin hilflos

28. Dezember 2013 um 2:55

Hallo liebe Forengemeinde,

ich lebe zzt. ein Leben in Einsamkeit und (Selbst)hass. Der Grund dafür ist, dass mir im Leben immer nur Schlechtes widerfahren ist und ich mich innerlich gegen die Außenwelt abgeschottet habe. Zwar kann man argumentieren, dass es immer noch schlimmer kommen könnte, aber belassen wir es bitte erstmal dabei, dass es für mich die größte Hölle war.

Es gab nie einen Menschen, der mich so mochte, wie ich war und schon gar nicht, wie ich nun bin. Seit meiner Jugend war ich immer ein Außenseiter, für die Mädchen bzw. Frauen ein Loser (max. ein Trostpreis) und irgendwie für nichts und niemanden ansprechend. In der Schule wurde ich stets doof von der Seite angequatscht, gemobbt. Die Natur hat mich leider nicht besonders attraktiv gestaltet. Viele meiner Mitmenschen hatten bzw. haben zmd. daran ihre helle Freude daran, mich wegen meiner offensichtlich optischen Unzulänglichkeiten immer wieder aufs Korn zu nehmen. Mittlerweile tut es kaum noch weh, es ist nur noch ermüdend. Jetzt nähere ich mich langsam meinem 30. Lebensjahr, hatte nie eine Freundin, nie Sex oder ähnliches. Alle Frauen, die ich im Verlauf meines Lebens interessant fand, haben mich ignoriert, ausgelacht oder in Kombination mit vorherigem schlichtweg verarscht. Über die Jahre ist ein gewaltiger Zorn gepaart mit Bitterkeit herangewachsen.

Schon immer war ich mehr der Einzelgänger, kam aber mit mir und der Welt ganz gut klar. Erst als ich Menschen -insb. Frauen- näher sein wollte und immer wieder abgewiesen (das ist die harmloseste Formulierung) wurde, fühlte ich mich umso ungewollter auf dieser Welt. Mittlerweile habe ich mich in einem Zeitraum von ca. 12 Jahren durch einen Rückschlag nach dem nächsten von allem isoliert, was mir wehtun könnte. Leider fühle ich mich jetzt so leer und emotional erkaltet, dass ich mich kaum noch menschlich fühle. Es gibt nichts mehr, was mir Spaß oder mich zum Lachen bringt. Eine Therapie, die ich begonnen hatte, brachte mir nichts und ich habe diese nach einem Jahr abgebrochen.

Was soll ich tun? Ich bestehe nur noch aus Blockaden, Frust, Einsamkeit, kann niemanden vertrauen, bin des Lebens müde und ich glaube, dass mich niemand versteht. Hat es überhaupt einen Sinn noch weiterzumachen? Danke für eure Meinungen.

Mehr lesen

28. Dezember 2013 um 3:38

Scheitert an der Wirklichkeit
Hey Mathilda, danke für die Resonanz.

Bei den Frauen habe ich gewiss nicht nur Schönheiten toll gefunden. Es ist schon ein heterogenes Feld an Damen, denen ich näherkommen wollte. Leider war ich wohl nie gut genug... und das tut weh. Besonders, weil ich mich etwas besser gefühlt und vorallem mich gefühlt hatte. Allerdings war der Aufschlag in der harten Realität umso schmerzhafter. Dazu muss ich sagen, dass ich keine Frauen anspreche. Mein Mut ist weg und mein Vertrauen in mich und! andere Personen hat sich über die Jahre verflüchtigt. Ignoriert habe ich viel, leider wurde ich das Gefühl der Einsamkeit dabei nicht los.

Sicherlich gibt es Dinge, die ich gut kann. An der Uni war ich einer der besten Studenten und habe div. Tutorien geleitet. Allerdings findet sich die Quelle dieser Kompetenzen in meinem Verstand, welcher in meinem Kopf haust. Und mein Kopf macht mich nicht glücklich, im Gegenteil. Dinge und Energien, die aus ihm stammen sind rational, berechnend, kalt. Alles was ich gut kann hat mit meinem Verstand zu tun, aber der hilft mir nicht, die Lücke in meinem Herzen zu füllen. Diese Lücke überschattet alles, bevor da nichts passiert, kann ich anderes nicht richtig wertschätzen.

Die Idee mit der Chirugie ist per se nicht schlecht, sie kann bei mir nur nicht angewendet werden. Mein Körperbau ist sehr schmal, fast dürr, obwohl ich ausreichend esse. Dies erstreckt sich auf eine Länge von fast 2 Metern und schlechter Haltung (das kommt davon, wenn man immer nur eingeschüchtert und verspottet wurde). Zudem bin ich sehr blass, habe Augenränder und strahle nichts aus, gar nichts. Keines dieser Probleme lässt sich mit dem Skalpell lösen, außer man hackt mir die Beine ab...

Selbstmitleid ist nicht gut, das stimmt. Allerdings ist sie das einzige, was ich emotional noch habe. Und darf ich mir selbst nicht leid tun, wenn ich vom Schicksal schon so hart gebeutelt wurde?

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

Frühere Diskussionen
Diskussionen dieses Nutzers
Du willst nichts mehr verpassen?
facebook

Das könnte dir auch gefallen