Home / Forum / Liebe & Beziehung / Zwischen zwei Männern hilflos verloren

Zwischen zwei Männern hilflos verloren

10. Juli 2015 um 9:59

Hallo alle zusammen,

ich muss das jetzt hier posten da es mich sonst innerlich zerreisst.Zu meiner Person muss ich sagen, dass ich ein äußerst treuer Mensch bin und mir niemals im ganzen Leben gedacht hätte mich in so eine Situation hineinzumanövrieren und sehr lange habe ich mit mir selbst gehadert, ja mich sogar selbst gehasst, doch nun weiß ich dass das alles nichts bringt. Es ist wie es ist und nur ich kann es ändern wenn ich es wirklich ändern will bzw endlich weiß was ich will.

Seit nun 8 Jahren bin ich mit meinem festen Freund zusammen. Wir wohnen zusammen, haben Zukunftspläne zusammen etc. Bis vor genau 1 Jahr war auch alles in Butter, jedenfalls dachte ich das.

Mein Freund und ich waren in meinen Augen sehr glücklich, auch alle anderen nannten uns immer das perfekte Paar, da wir wirklich perfekt harmonierten, jedenfalls machte es den Anschein. Mein ganzer Freundeskreis bestand nur noch aus seinen Freunden, abgesehen von meinem besten Freund. Am Anfang störte mich das nie, aber ich merkte mit der Zeit wie ich immer mehr vereinsamte und keine richtigen Ansprechpartner hatte, denn seine Freunde waren mehr Bekannte als echte tiefgehende Freundschaften. Er und ich haben den gleichen Sinn von Humor und können hervorragend miteinander blödeln etc. Jedoch geht das nur wenn er gut drauf ist und es keine Probleme gibt. War ich gekränkt oder verletzt so wurde es ignoriert bis ich wieder normal war, es wurde nie darüber gesprochen was mich verletzte oder nicht. Auch hat er ein schweres Vertrauensproblem und mir all die Jahre immer wieder vorgeworfen ihn zu betrügen, was ich nie gemacht habe. Durch diese Vorwürfe blieb ich noch mehr zu Hause, konzentrierte mich nur noch auf ihn und irgendwo dazwischen habe ich mich verloren.
Ich bin ein Mensch der sehr viel Aufmerksamkeit von seinem Partner benötigt, das ist mir bewusst. Ich benötige viel Körperkontakt und viel Zugehörigkeitszeigen (Händchen halten, zwischendurch immer mal wieder einen Kuss usw), er dagegen empfindet dies als lästig. In der Öffentlichkeit ist allerhöchstens Händchenhalten für 5 Minuten drin oder zu Hause ist das höchste der Gefühle ein Kuss beim Verlassen und Betreten der Wohnung.

Er ist ein toller aufrichtiger Mensch mit einem Herz aus Gold, er hilft im Haushalt (wenn man es ihm 3 mal sagt haha), er kocht, er repariert ungefragt Sachen, er ist selbstständig, er hat einen sehr guten Backround, er ist finanziell mehr als nur abgesichert, er ist witzig und das Zusammenleben mit ihm ist kinderleicht. Er hat so viele gute Eigenschaften das ich gar nicht alles aufzählen kann. Deswegen macht es mich umso fertiger dass mich diese wenigen Dinge die er nicht hat so fertig und unglücklich machen. Er ist so gefühlskalt, ihm ist alles egal, wenn wir streiten was eh nicht oft vorkommt da er es einfach ignoriert wenn ich verletzt bin, dann ist es ihm egal dass ich aus der Wohnung stürme (was ich erst 2 mal getan habe) und woanders übernachte. Wir hatten eine Beziehungspause und in dieser bin ich ICH ihm nachgerannt weil ich seine Aufmerksamkeit wollte und das obwohl ich gegangen bin. Er hat es nicht der Mühe wert gefunden sich zu melden, ein Date zu organisieren, romantisch zu sein, usw obwohl ich ihm gesagt habe das ich genau DAS brauche. Er hat nicht mal eine SMS von selbst geschrieben. Er hat so viel Stolz in sich, dass er all das als Dackelverhalten bezeichnet und mir beinhart gesagt hat, dass er mir nie sagen würde dass er mich vermisst weil es Schwäche wäre. Als ich ihm gesagt habe, dass es vorbei ist, war ich diejenige die bitterlich geweint hat, er meinte nur ist OK er kanns ja eh nicht ändern. So groß ist sein Stolz.

Naja die Beziehung lief dann irgendwie doch weiter, es hat sich alles eingerenkt, nicht aber weil wir miteinander geredet haben, sondern weil alles wieder in den Alltagstrott überging. Der gleiche Trott der 8 Jahre lang funktioniert hat, der angenehm und bekannt ist, der Geborgenheit und Sicherheit gibt. Wir haben es auch lustig und lachen viel miteinander, aber etwas ist in mir gestorben. Seit dieser Zeit kann ich mir mit ihm keine Familie mehr vorstellen.

Vor ca einem Jahr begann ich aus Einsamkeit mir langsam einen eigenen Freundeskreis aufzubauen und ich sage euch es war herrlich. Anfangs habe ich die Beziehung zu Hause etwas vernachlässigt weil ich mit meinen 29 Jahren wieder in ein kurzes Teenagerloch gefallen bin und nur fort war, außerdem wars dem Herrn daheim auch sehr egal und er wollte trotz 100fachem Bitten und Betteln nie an diesem Leben teilhaben. Das hat aber nicht lange gedauert, mittlerweile habe ich die Balance wieder gefunden.
Vor ungefähr einem dreiviertel Jahr war ich dann mit diesen Freundinnen auf einer Geburtstagsfeier und ein guter Freund nahm seinerseits einen guten Freund mit. Mit diesem habe ich mich hervorragend verstanden. Ganz ohne Hintergedanken!! Er fragte mich ob wir uns nicht auf einen Cafe treffen wollten, nicht alleine sondern in der Gruppe. Daran konnte ich nichts Falsches sehen, wir waren ja in der Gruppe und man lernt halt neue Menschen kennen (alle außer ihn kannte ich ja schon) außerdem war da kein Interesse meinerseits. Wir trafen uns dann innerhalb von 3 Monaten immer öfter, aber immer in einer Gruppe von mindestens 4 Leuten, mein Freund war auch eingeladen, aber er wollte wie immer nicht mit. Eines Tages aber haben uns die zwei anderen versetzt und wir waren alleine unterwegs, ist ja nichts Böses dabei oder? Wir gingen also etwas trinken, am Anfang war es sehr verkrampft, aber bald tauten wir auf und hatte eine Menge Spaß. So blieb es dabei dass wir uns immer wieder alleine ohne die anderen trafen, immer noch ohne Hintergedanken meinerseits, auch wenn ich daheim langsam anfing nicht direkt zu sagen mit wem genau ich mich traf. Er tat mir so gut und die Zeit war immer so Problemlos, so frei und ungezwungen das wollte ich mir von meinem Freund zu Hause nicht nehmen lassen, vor allem da ich dort hinging um eine schöne Zeit zu haben und nicht um ihn zu betrügen.

Es kam irgendwann wie es kommen musste, er küsste mich. Ganz zaghaft, ich hätte nein sagen können, aber ich wollte es nicht. Nach 8 Jahren fühlte ich mich wieder begehrt. Er war so liebevoll und aufmerksam. Das Ganze ging eine Zeit lang so, er wusste dass ich einen Freund daheim hatte und ich wollte das Ganze beenden ..und doch konnte ich es nicht. Er war totunglücklich und bat mich zu bleiben, es sei ihm egal dass da ein Freund zu Hause sitze. Er wolle nur mich und alles was er bekommen könnte würde er nehmen. WOW. So etwas hatte noch jemand zu mir gesagt. NOCH NIE.
Jedoch hatte er immer die Hoffnung dass ich mich von meinem Freund trennen würde, ich selbst war felsenfest davon überzeugt mich von ihm zu trennen, habe es sogar zweimal richtig versucht und doch sind wir wieder in den Alltag gerutscht. Seit mein Freund aber gemerkt hat dass es mir ernst ist mit dem Gehen, bemüht er sich wieder. Er ist liebevoller geworden, aufmerksamer, das merke ich, aber wie soll ich es ausdrücken? Es reicht einfach nicht. Irgendwo in mir drinnen ist etwas gestorben seit dieser schwierigen Zeit.

Doch durch seine Bemühungen hat er mich soweit gefangen, dass ich nicht mehr gehen kann bzw will. Ich vergleiche beide Männer immer wieder und komme zu dem Schluss dass sie sich perfekt ergänzen. Der Eine ist selbstständig, mit dem gleichen Humor, mäkelt nicht rum an mir und mag die Gleichen Dinge (Filme, Unternehmungen,etc), der Andere ist liebevoll, warmherzig, meckert aber auch viel an mir herum bzw mir kommt es wie meckern vor, in Wirklichkeit ist es das was alle Paare tun bis sie am gleichen Strang ziehen nur bin ich das einfach nicht mehr gewohnt nach 8 Jahren Beziehung wo alles reibungslos funktioniert hat.

Nun stecke ich fest. Ich habe starke Gefühle für beide Männer. Es ist Liebe, aber auf eine andere Art und Weise. Einerseits möchte ich die ganze Zeit bei meiner Affäre verbringen, andererseits bin ich aber auch froh wenn ich dann wieder nach Hause komme, wo alles funktioniert und passt. Wäre ich 23, hätte ich schon längst beides beendet und wäre eine Zeit alleine geblieben, aber ich bin 29 und das macht mir zusätzlich panische Angst. Ich befinde mich in einer funktionierenden Beziehung in der ich nicht unglücklich bin und auch glückliche Momente erlebe, hauptsächlich kann ich aber nur behaupten nicht unglücklich zu sein. Die Affäre hat sich nach einem halben Jahr abgekühlt und erfährt langsam auch so etwas wie Beziehungsalltag. Allerdings merke ich wie er sich immer mehr zurückzieht, da ich ihm gesagt habe dass ich mich nicht von meinem Freund trennen werde. Es ist sein gutes Recht, nur merke ich wie ich einfach ein Leben ohne ihn darin nicht führen möchte. Allerdings habe ich auch nicht das Gefühl dass es mit uns in einer Beziehung klappen könnte, da man ihm anmerkt noch keinerlei richtige Beziehungserfahrung zu haben. Er ist jünger als ich (1,5 Jahre) und seine längste Beziehung hat 2 Jahre gedauert. Er lebt zum ersten Mal in seinem Leben alleine und doch kümmern sich immer alle anderen in seinem privaten Leben darum dass alles ohne Probleme rennt. Beruflich ist er top ausgebildet und hat einen Wahnsinnsjob. Finanziell steht er auch sehr gut da und seine Familie ist sehr liebevoll. Nur von Selbstständigkeit oder sich an andere anpassen und diese mit ihren Fehlern zu akzeptieren, das hat er nie gelernt. Ich fühle mich in seiner Gegenwart oft unzulänglich merke aber auch dass er Dinge die er sagt nicht so meint wie er sie sagt, er kennt es nur nicht anders, er weiß nicht was es heißt zu Zweit ein Leben zu führen.

Ach ich schreibe hier hipp und hopp durch die Gegend. Mich würde es wundern wenn ihr euch noch auskennt ich bin einfach verzweifelt und weiß nicht weiter, denn so kann es nicht weitergehen aber ich kann nicht ohne einen von Beiden

Ich weiß nicht inwiefern das interessant ist für euch, aber im Bett rennt es seit Jahren mies zwischen meinem Freund und mir. Ich bin eher neugierig und will neue Dinge ausprobieren, er ist mehr altbewährt. Es gibt kein Vorspiel und der Sex tut ausnahmslos immer weh. Für mich ist der Sex mit ihm mehr ein Gefallen den ich ihm tue als etwas das ich selbst will.

Mehr lesen

10. Juli 2015 um 13:55

Kenne ich bestens...
Hallo blumentopf9000

oh, ich weiss bestens wie du dich fühlst. Ich war ebenfalls in einer sehr sehr ähnlichen Lage...
Ich war in einer >7-jährigen Beziehung, wir wohnten zusammen und der Alltag längst eingekehrt und ich merkte nicht, dass ich eigentlich gar nicht glücklich war.
Er war doch lieb, stand auf eigenen Beinen, wir hatten einen schönen Freundeskreis etc., genau wie du auch beschrieben hast.
Bist eines Tages ein anderer auftauchte in meinem geliebten Hobby. Dadurch verbrachten wir viel Zeit miteinander und verstanden uns immer schon sehr gut. Er war aber bereits verheiratet und als seine Frau für einen kurzen Moment auszog, weil sie nicht wusste was sie wollte, kam es wie es kommen musste: er sprach mit mir über seine Sorgen und wir gingen zu zweit weg und verliebten uns schliesslich blöderweise. (Passiert ist aber nie etwas!)
Schliesslich trennte er sich von ihr und ich mich nicht. Ich machte mir noch mehr als ein halbes Jahr etwas vor, dass schon alles so richtig ist und ich zum damaligen Freund gehöre und wollte mich nicht trennen und auf etwas neues einlassen. Ich flüchtete aber immer mehr von zuhause, steigerte mich in Arbeit, unternahm Dinge mit meinen Freundinnen und auch mit dem anderen.
Ich quälte mich so lange damit herum bis ich nicht mehr konnte... ich ging am *24h-darüber-Gedanken-Machen* kaputt... (mein damaliger Freund hat noch nicht mal etwas mitbekommen... so sehr habe ich ihn also interessiert )
Übrigens war auch der Sex so wie du beschrieben hast. Ein Muss um Streit aus dem Weg zugehen, schön ist anders (weiss ich jetzt^^). Dazu kam noch vieles anderes wie Zukunftsvorstellungen, Moral, Sexuelle Vorstellungen etc.

Schliesslich trennte ich mich, gab alles auf (inkl. viele Freundschaften), musste alles neu organisieren, Wohnung, Inventar, Versicherungen, Geld, Familie und so vieles mehr. Alles wovor ich so viel Angst hatte, war auf einmal doch ganz einfach und befreiend!
Ich bereue es keine Sekunde und bin nun seit einer Weile mit "dem anderen" so richtig glücklich. Ich erfahre und fühle Dinge, die ich nicht mehr kannte resp. noch nie gekannt habe. Ich sehe, was mir gefehlt hat und warum die alte Beziehung auf Dauer nicht funktionieren konnte. Es war das Beste was ich je habe tun können! Und es tut mir unendlich Leid, was ich meinem Freund während dieser Zeit angetan habe. Aber jetzt, wir leben in der Gegenwart und geniessen es.

Ich weiss nicht ob dir das hilft, aber mir zeigt meine Erfahrung, dass es vielleicht manchmal doch nötig ist, ein Risiko einzugehen und neue Wege zu gehen um glücklich zu sein. Dafür sind wir selber verantwortlich.

Aus deinem Beitrag habe ich das Gefühl, dass du zu viel Angst hast, nach einer Trennung ohne etwas/jemanden dazustehen und du lieber bei dem Altbekannten bleibst.
Ganz nach dem Sprichwort "Lieber einsam als allein".

Wenn du mehr wissen möchtest, kannst du mir gerne schreiben, ich weiss wie beschissen die Situation sich anfühlt.

Ich wünsche dir alles Gute, wie auch immer du dich entscheidest.

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

11. Juli 2015 um 9:44

Was soll das
Ich finde deinen beitrag unnötig. Man sieht dass sich die betroffene selbst zerfleischt und nur versucht alle aspekte des lebens wieder zu geben. Ausserdem sprach sie davon dass der zweite sehr wohl weis das es ihren freund daheim gibt sowie sie nie von einer sexuellen beziehung der affäre sprach lediglich von küssen. Das spricht eher für als gegen die posterin. Ist es wichtig dass der partner finanziell auf eigenen beinen steht? Ja verdammt! Ich bin 27 und wünsche mir kinder, ich würde nie auf die idee kommen einen partner zu haben der es nicht schafft für sich selbst zu sorgen, wie soll er dann in der karenz bitte für 3 sorgen? Es ist nun mal so. Hier geht es nicht darum einen reichen mann zu haben sondern einen partner der sich nicht von der freundin aushalten lässt. Deswegen ist dieser aspekt sehr wohl wichtig. Familie? Auch sehr wichtig! Man benötigt familiären rückhalt. Ich hab in einer beziehung gelebt in der mein damaliger partner jahrelang arbeitslos war und seine familie mich gehasst hat. Kannst dir also vorstellen wie toll das war. Ich verstehe blumentops argumente sehr gut

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

11. Juli 2015 um 13:05

!!!
Ich kann dich voll und ganz verstehen. Ich habe das Gleiche. Hör nicht auf die anderen, die dich beschuldigen. Es kann jedem treffen.

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

12. Juli 2015 um 22:59

Eine affäre
Hat man schon wenn man einen anderen nur trifft ohne küssen. Sobald etwas heimlich wird ist es eine affäre. Sag gehts noch? Du vergleichst hier mord mit einem seitensprung? Ich denke sie weiss selbst gut genug dass sie scheisse baut sonst würde sie hier nicht um rat fragen. Es kostet schon viel mut es vor anderen zuzugeben und sich rat zu holen. Oft ist es einfacher diesen von fremden zu holen statt von bekannten da diese befangen sind.

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

13. Juli 2015 um 9:03

Hallo
danke einmal für eure Antworten.

Zu den Dingen die aufgekommen sind: Ja ich bezeichne den anderen als Affäre, jedoch schlafen wir nicht miteinander, es ging nie über Küssen hinaus.

Ja ich hasse mich nicht mehr selbst, ich denke auch nicht dass das etwas bringt, es heißt noch lange nicht dass ich kein schlechtes Gewissen mehr habe. Allerdings habe ich das schlechte Gewissen gegenüber der Affäre weil ich bei ihm merke dass es ihn zutiefst kränkt dass ich mich nicht für ihn entscheide

Natürlich bin ich ein treuer und loyaler Mensch, ich war meine 29 Jahre lang nicht einmal untreu oder sonst etwas und habe auf mir rumtrampeln lassen, habe immer zurückgesteckt, alles für die anderen getan und was hat es mir gebracht? Eine Lebenssituation in der ich nicht glücklich bin. Und ja es ist passiert, jeder der noch nie in der Lage war in der ich mich befinde hat kein Recht darüber zu urteilen und mich als schlechten Menschen hinzustellen nur weil ich nicht den Moralvorstellungen der Gesellschaft entspreche in dem ich nicht das brave devote Hausfrauchen bin das ihrem Mann alles nachträgt.
Es ist sicher nicht toll was hier passiert ist bzw wofür ich mich unbewusst vl auch bewusst entschieden habe aber es ist nun mal so.

Ich will nicht Schluss machen mit meinem Freund wenn ich mir nicht sicher bin, denn seit der Affäre rennt unsere Beziehung weit aus besser, da ich glücklicher bin. Die Affäre gibt mir was ich brauche, was mir fehlt, was er mir nicht gibt bzw nicht geben will, denn er war nicht immer so kalt und gleichgültig. zu behaupten ich hätte ihn so kennengelernt ist also sehr weit aus dem Fenster gelehnt. Er war mal liebevoll und warm und aufmerksam und hat gerne gekuschelt. Es geht hier auch nicht um 24/7 Aufmerksamkeit aber wenn ich keine Küsse bekomme, 3 mal im Jahr Sex der noch dazu nur auf seine Bedürfnisse abzielt, wenn ich Abends alleine bin obwohl wir zu zweit sind, es ihn nicht interessiert mit mir etwas zu unternehmen dass nicht mit seinen Freunden zu tun hat und er zusätzlich meinen Geburtstag vergisst bzw nicht vergessen hat, aber es ihm zu viel Arbeit war einen Tisch zu reservieren in einem Lokal das ich ihm sogar vorgeschlagen habe und darum gebeten habe (1 Woche VOR meinem Geb) dann darf ich zu Recht behaupten dass ich keine Aufmerksamkeit bekomme.



Glaubt mir, bevor ich mich in diese Situation hineinmanövriert habe, dachte ich auch immer, wieso betrügen Leute? Macht doch einfach Schluss und gut ist. Nur so einfach ist es nicht. Man möchte nicht etwas das so lange läuft einfach aufgeben, man möchte ja dass es funktioniert. Würde ich nicht wollen das es wieder etwas wird, würde ich Schluss machen. Ich möchte ihm die Chance geben, ich möchte dass er sich bemüht aber ihm fällt nicht mal auf dass ich kaum daheim bin und nur noch arbeite oder mit Freunden unterwegs bin.

Bin ich schwach geworden? Ja definitiv, aber ehrlich ich habe 8 Jahre gekämpft ok sagen wir 7 Jahre weil im ersten Jahr war er ein anderer Mensch zu mir, und was hat es mir gebracht? Das ich etwas habe das läuft aber mich nicht glücklich macht, jedoch auch nicht unglücklich. Ich stelle mir die Frage ob es das ist was das Leben bereit hält? Ein monotones Dahinplätschern das einfach ohne Reibung funktioniert. Eine Maschine die läuft. Keine Hochgefühle, keine Tiefen, einfach ein immer gleichbleibendes monotones Gefühl des Alltags. Ich erwarte mir nach 8 Jahren keine Schmetterlinge oder aufreiben actiongeladene Dinge, aber gibt es da nicht mehr? Geht jegliche Leidenschaft verloren? Ist das das Leben? Leidenschaftlos? Gefühllos?

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

13. Juli 2015 um 11:10

Ich kann Dir sagen
dass Du unfair beiden gegenüber bist. Und Dir selber gegenüber. Du hälst Dir beide warm und das ist doch nicht der Sinn der Sache. Wenn es einmal so ist, dass Du einem anderen gegenüber solche Gefühle entgegen bringst, ist Deine Beziehung am Arsch.

Du hast nur ein Leben, denk dran.

Damit meine ich jetzt nicht, Du sollst Dich trennen um mit dem anderen eine Beziehung einzugehen. Das sollte zweitrangig sein.

Ich sag Dir, wie es bei mir war. Nach 12 Jahren Beziehung und Ehe hab ich mich knall auf Fall verliebt, samstags. Montags bin ich ausgezogen. Unwiderruflich. Meine Ehe war auch so, wie Du Deine jetzige Beziehung beschreibst. Unproblematisch, wir haben gut funktioniert. Aber das war es auch schon. Ich hab mich immer gefragt, ob das alles war. Auch sexuell. Der Bruch kam von einer Minute auf die andere und hättest Du mir mittags gesagt, dass ich ein paar Stunden später alles beende, hätte ich es nicht geglaubt. Doch wenn ich einem anderen plötzlich solche Gefühle entgegenbringe, ist die alte Beziehung vorbei. Ich bin da sehr gradlinig, aber es ist fair allen anderen gegenüber. Das war unabhängig vom neuen Mann, mit dem ich aber mittlerweile seit 5 Jahren glücklich bin. Aber warmhalten und das, was Du tust, macht alles kaputt. Auch die neue Beziehung hat denke ich bei Dir keine Chance, weil Du ihm mit Deinem Gezaudere viel zu sehr verletzt hast. Mein neuer Partner weiß, was ich mit ihm als Auslöser aufgegeben habe und dass ich direkt bereit war, neu anzufangen. Alles andere hätten wir auf lange Sicht nicht überlebt.

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

13. Juli 2015 um 14:11

Du hast
einfach Angst was zu verändern und dafür ziehst du euch alle drei mit in den Dreck. Du bist rein aus Bequemlichkeit mit deinem Freund zusammen, auch weil du nicht sicher bist ob es mit deiner Affäre klappt. Ganz ehrlich, du solltest dir bewusst werden was du möchtest. Die Affäre wird wohl nicht ewig dasein und deine eh schon langweilige Beziehung ausgleichen. Nur schon was du über den Sex schreibst, lässt mir alle Haare zu Berge stehen... Du wirst nie glücklich sein mit deinem Freund. 1 Jahr von 8 warst du glücklich. Da würden bei mir alle Alarmglocken leuten. Vor allem erwähnst du nie was du genau an deinem Freund noch magst ausser das es einen gewohnten Alltag hat, vielleicht noch den selben Humor und das er dir auch mal im Haushalt hilft... Naja auch nicht das gelbe vom Ei.

Nimm den Finger zum Arsch raus wie man so schön sagt und wage den Sprung ins Unbekannte... Eine Single Zeit würde dir gut tun weil du dich meiner Meinung nach selbst gar nicht kennst.

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

Frühere Diskussionen
Verheiratet, und doch liebe ich auch einen anderen Mann
Von: goldie_12657355
neu
13. Juli 2015 um 9:55
Noch mehr Inspiration?
pinterest