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Zwischen zwei Männern...

25. September 2009 um 20:50 Letzte Antwort: 10. Februar 2010 um 14:25

Hallo ihr Lieben,

ich habe mich jetzt hier angemeldet weil ich wirklich nicht mehr weiter weiß. Das hier wird eine längere Geschichte und ich hoffe auf ernst gemeinten guten Rat
Also, wer Lust hat...

Bis letzten Montag war ich fast 2 Jahre mit meinem Freund, Hannes, zusammen. Er ist 30, hat gerade sein Studium fertig; ein eher gothischer Typ, teilt so ziemlich alle meine Interessen. Dazu ist er sehr empfindlich und nachtragend.
Ich bin nach einem Jahr so ziemlich bei Hannes eingezogen, wie haben wirklich *alles* zusammen gemacht.
Wir waren eigentlich immer glücklich, haben schon Pläne entworfen, was nach meinem Abi passiert, dass wir ein Jahr nach Japan ziehen wollen, dass und wie wir heiraten, wann ungefähr, wie viele Kinder etc. Ich war mir immer sicher dass all das irgendwann passiert, wahrscheinlich nicht wie geplant, aber es passiert.

Bis vor ca 2 Wochen. Björn ist Hannes' bester Freund und sie arbeiten zusammen in einem Computerladen; Björn allerdings über Hannes. Wir haben immer viel zu dritt gemacht, Filme geschaut und so weiter.
Björn war immer relativ abweisend zu mir, weil er von natur aus eher ruhig ist. Er sieht gut aus, sehr sportlich, ganz anders als Hannes, so ziemlich das Gegenteil. Irgendwie hab ich es aber doch geschafft mich in ihn zu verlieben und dann von ihm erfahren, dass er mich liebt seit wir uns das erste mal gesehen haben; als Hannes mich ihm vorgestellt hat (vor ca 2 Jahren!)
Ich war nicht sicher was zu tun, das ist bisher meine längste und innigste Beziehung. Ich hab dann erst einmal Schluss gemacht, weil es noch einige andere Komplikationen gab in der Beziehung und weil ich die Gefühle für Hannes plötzlich nicht mehr wieder gefunden hab.
Dann war ich eine Woche mit Björn zusammen. Jetzt stehe ich zwischen den beiden:

Hannes und Björn sind jetzt verständlicherweise keine Freunde mehr. Nach mehreren Aussprachen mit beiden, mehreren Eskalationen usw haben wir uns jetzt geeinigt, dass ich Abstand nehme von beiden und überlege was ich will.
Beide würden sie mich zurücknehmen.
Ich dachte, wenn ich Abstand habe, merke ich doch bestimmt, wen ich mehr vermisse?
Falsch. Es wechselt immer ab! Ich bin verzweifelt.

Nach langem Nachdenken und langen schlaflosen Nächten ist mir Folgendes klar geworden:

1. Ich liebe Björn, aber nur offensiv. Ich fühle mich körperlich angezogen und bin glücklich wenn ich bei ihm bin. Was fehlt: Das Gefühl, dass er mir kennt, dass er mich auffangen kann, das Gefühl des Seelenverwandten.

2. Ich liebe auch Hannes, aber defensiv. Ich kann ohne ich einfach nicht, ich kriege einen Nervenzusammenbruch wenn ich daran denke, nicht mehr mit ihm reden zu können. Was allerdings fehlt: Das Verlangen, ihn zu umarmen, anzufassen, zu küssen, in seiner Nähe zu sein. Da ist nichts, ich mag ihn nicht mal anfassen...

Also stehe ich in einem wirklich blöden Zwiespalt.

Ich habe 3 Möglichkeiten:

a) Ich nehme keinen von beiden. So kann ich mit beiden ein wenig Kontakt halten, keine fehlt mir. Aber richtig glücklich ist keiner von uns.

b) Ich nehme Björn und warte dass die Gefühle für Hannes verschwinden.

c) Ich nehme Hannes und warte dass die Gefühle für Björn verschwinden.

Dazu kommt noch, dass Björn und ich nicht so recht zusammenpassen und mich auch einiges an ihm stört. Allerdings kann ich mir nicht mehr vorstellen Hannes nahe zu kommen!!!

Hannes hat mir vorgeworfen, dass ich alles was wir aufgebaut haben einfach für ein hormonelles Ding weggeworfen habe. Anfangs hab ich das abgestritten, aber mittlerweile weiß ich dass er recht hat. Ich hätte die Gefühle unterdrücken müssen und da bleiben müssen, wo ich war. Doch jetzt ist es zu spät

So, wer bist jetzt gelesen hat ist sehr fleißg. Wie wärs dann mit einer Antwort? Ich würde mich sehr freuen...

Danke im Vorraus!

LG Julia

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28. September 2009 um 21:07

So etwas egoistisches
liest man hier selten.
Es schockiert mich wirklich, soetwas hier lesen zu müssen!
Kann jemand so intelligentes wirklich so wenig Gewissen haben?

Ich bezweifle stark, dass du weißt, was du angerichtet hast, da du deine eigenen Gefühle viel höher bewertest als die von anderen.
Tu den beiden, vor allem Hannes, den Gefallen und verschwinde aus deren Leben!
Dein zerstörerisches Wesen, das sich hier abzeichnet und dessen du dir wahrscheinlich nicht einmal bewusst bist, wird den beiden, vor allem aber Hannes, noch viel Schmerzen bereiten. Wenn du ernsthaft in Betracht ziehst, mit den beiden noch Kontakt haben zu wollen, ist das entweder naiv oder sadistisch.

Du solltest sowieso erstmal lernen, mit dir selbst klarzukommen, bevor du andere Menschen kaputt machst.

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29. September 2009 um 7:32
In Antwort auf lean_12240789

So etwas egoistisches
liest man hier selten.
Es schockiert mich wirklich, soetwas hier lesen zu müssen!
Kann jemand so intelligentes wirklich so wenig Gewissen haben?

Ich bezweifle stark, dass du weißt, was du angerichtet hast, da du deine eigenen Gefühle viel höher bewertest als die von anderen.
Tu den beiden, vor allem Hannes, den Gefallen und verschwinde aus deren Leben!
Dein zerstörerisches Wesen, das sich hier abzeichnet und dessen du dir wahrscheinlich nicht einmal bewusst bist, wird den beiden, vor allem aber Hannes, noch viel Schmerzen bereiten. Wenn du ernsthaft in Betracht ziehst, mit den beiden noch Kontakt haben zu wollen, ist das entweder naiv oder sadistisch.

Du solltest sowieso erstmal lernen, mit dir selbst klarzukommen, bevor du andere Menschen kaputt machst.

Ich
nehme Antwort a

Also ich sehe das nicht so krass, eine hübsche Frau und 2 Männer, für sowas gehören immer 3 dazu, und wäre ich Björn oder Hannes, wäre meine Entscheidung klar: Du hättest keinen Mann und auch keine Wahl
So sindse eben die Kerle.....hauptsache nicht alleine, wa?

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10. Februar 2010 um 10:14

Das kenne ich
Mit diesem Problem bist du nicht alleine!
Mir geht es seit 5 Monaten ganz genauso. Ich bin seit 17 Jahren mit meinem Mann ein Paar; verheiratet mit ihm seit 9 Jahren.

Unsere Ehe war immer schwierig. Wir hatten viel Streit wegen der Kinder (die sind inzwischen aber erwachsen) und wegen der Finanzen. Aber im Kern haben waren wir uns immer sehr nah. Wir hatten haben irgendwie die gleiche Denkweise und die gleiche Sicht der Dinge. Wir sind uns seelisch sehr verbunden. Aber die sexuelle Anziehung fehlt leider. Ich fand meinen Mann noch nie sonderlich attraktiv. Er ist ein interessanter, vielseitiger Mensch. Das hat für mich mehr gezählt. Aber er hat sich in den Jahren immer mehr gehen lassen. Ist dick geworden u.a. Dann hat er im letzten Jahr plötzlich angefangen abzuspecken und im August hat er mir gebeichtet er hätte eine andere. Die Sache lief nur 2 Wochen, dann kam er reumütig zurück.

Mehr aus "Rache" als aus wirklichem Interesse, hatte ich mich in der Zeit des Treuebruchs in einer Partnerschaftsbörse angemeldet. Ich habe nicht ernsthaft gesucht. Aber dann kam es spontan doch zu einer Verabredung...und ich habe mich hals- über kopf verliebt. Mit diesem Mann bin ich nun seit 5 Monaten zusammen

...allerdings liebe ich nach wie vor meinen Mann und habe zu ihm auch weiterhin Kontakt. Mein Mann will an der Ehe festhalten. Er fehlt mir sehr. Letzten Monat habe ich dann aus Verzweiflung mit meinem Freund Schluss gemacht und bin zu meinem Mann zurück gekehrt. Es hat nur eine Woche gehalten. Ich konnte mich körperlich überhaupt nicht mit ihm einlassen. Ich hatte eine regelrechte Abneigung gegen ihn.

Nun bin ich wieder bei meinem Freund...und leide schrecklich weil mir mein Mann fehlt.

Es ist zum Verzweifeln. Ich renne von A nach B und von B nach A und alles fühlt sich unvollständig und verkehrt an. Immer bleibt eine schreckliche Trauer und Sehnsucht für den jeweils anderen Mann zurück.

Ich habe keine Ahnung wie ich jemals diesen Teufelskreis durchbrechen soll. Irgendwann macht dem vermutlich einer der Männer ein Ende. Aber ist das dann die richtige Entscheidung und wie werde ich dann mit dieser riesigen Traurigkeit fertig? Ich weiß es leider auch nicht.

Ich bin inzwischen in Therapie und mein Therapeut meint, ich soll erstmal alleine bleiben und zu mir selber finden. Aber wenn ich ein Mensch wäre, der das könnte, dann hätte ich vermutlich dieses Problem gar nicht.

Ich bin nur froh, dass ich nicht der einzige Mensch mit einem solchen Problem ist. Und wer hier schreibt, dass Menschen die zwischen 2 Stühlen sitzen gefühlskalt oder egoistisch sind, denen wünsche ich gerne mal mit mir zu tauschen. Ich genieße diesen Zustand keinesfalls, sondern leide sehr darunter. Wenn ich es so angenehm finden würde, dann würde ich mich nicht in Therapie begeben. Es ist sehr anstrengend auf Dauer 2 Männer in seinem Herzen zu haben. Es wird irgendwann zu eng darin für 2.

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10. Februar 2010 um 14:25
In Antwort auf avril_12683344

Das kenne ich
Mit diesem Problem bist du nicht alleine!
Mir geht es seit 5 Monaten ganz genauso. Ich bin seit 17 Jahren mit meinem Mann ein Paar; verheiratet mit ihm seit 9 Jahren.

Unsere Ehe war immer schwierig. Wir hatten viel Streit wegen der Kinder (die sind inzwischen aber erwachsen) und wegen der Finanzen. Aber im Kern haben waren wir uns immer sehr nah. Wir hatten haben irgendwie die gleiche Denkweise und die gleiche Sicht der Dinge. Wir sind uns seelisch sehr verbunden. Aber die sexuelle Anziehung fehlt leider. Ich fand meinen Mann noch nie sonderlich attraktiv. Er ist ein interessanter, vielseitiger Mensch. Das hat für mich mehr gezählt. Aber er hat sich in den Jahren immer mehr gehen lassen. Ist dick geworden u.a. Dann hat er im letzten Jahr plötzlich angefangen abzuspecken und im August hat er mir gebeichtet er hätte eine andere. Die Sache lief nur 2 Wochen, dann kam er reumütig zurück.

Mehr aus "Rache" als aus wirklichem Interesse, hatte ich mich in der Zeit des Treuebruchs in einer Partnerschaftsbörse angemeldet. Ich habe nicht ernsthaft gesucht. Aber dann kam es spontan doch zu einer Verabredung...und ich habe mich hals- über kopf verliebt. Mit diesem Mann bin ich nun seit 5 Monaten zusammen

...allerdings liebe ich nach wie vor meinen Mann und habe zu ihm auch weiterhin Kontakt. Mein Mann will an der Ehe festhalten. Er fehlt mir sehr. Letzten Monat habe ich dann aus Verzweiflung mit meinem Freund Schluss gemacht und bin zu meinem Mann zurück gekehrt. Es hat nur eine Woche gehalten. Ich konnte mich körperlich überhaupt nicht mit ihm einlassen. Ich hatte eine regelrechte Abneigung gegen ihn.

Nun bin ich wieder bei meinem Freund...und leide schrecklich weil mir mein Mann fehlt.

Es ist zum Verzweifeln. Ich renne von A nach B und von B nach A und alles fühlt sich unvollständig und verkehrt an. Immer bleibt eine schreckliche Trauer und Sehnsucht für den jeweils anderen Mann zurück.

Ich habe keine Ahnung wie ich jemals diesen Teufelskreis durchbrechen soll. Irgendwann macht dem vermutlich einer der Männer ein Ende. Aber ist das dann die richtige Entscheidung und wie werde ich dann mit dieser riesigen Traurigkeit fertig? Ich weiß es leider auch nicht.

Ich bin inzwischen in Therapie und mein Therapeut meint, ich soll erstmal alleine bleiben und zu mir selber finden. Aber wenn ich ein Mensch wäre, der das könnte, dann hätte ich vermutlich dieses Problem gar nicht.

Ich bin nur froh, dass ich nicht der einzige Mensch mit einem solchen Problem ist. Und wer hier schreibt, dass Menschen die zwischen 2 Stühlen sitzen gefühlskalt oder egoistisch sind, denen wünsche ich gerne mal mit mir zu tauschen. Ich genieße diesen Zustand keinesfalls, sondern leide sehr darunter. Wenn ich es so angenehm finden würde, dann würde ich mich nicht in Therapie begeben. Es ist sehr anstrengend auf Dauer 2 Männer in seinem Herzen zu haben. Es wird irgendwann zu eng darin für 2.

Hallo kayscha1!
Mit deinem Mail sprichst du mir aus der Seele! Auch ich bin seit mittlerweile 3 Jahren in einer ähnlichen Situation! Hab die Beziehung zu meinem Exfreund wegen eines anderen Mannes beendet und kenne dieses Gefühl der Sehnsucht und Trauer nur zu gut. Auch ich versuche seit Monaten alles, um diesen Teufelskreis zu durchbrechen (war auch schon bei versch. Therapien) und komme da einfach nicht raus. Finde diesen Zustand einfach nur noch unerträglich, denn wie du schreibst, es ist wahnsinnig anstrengend 2 Männer in seinem Herzen zu haben. Aber das kann man wohl nur dann verstehen, wenn man mal in einer derartigen Situation war.
Würd emich freuen, wieder von die zu hören. Tut gut, Leidensgenossen zu haben!

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