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Forum / Liebe & Beziehung

Zwischen Trennungsfantasien und starken Gefühlen

Letzte Nachricht: 6. Februar 2018 um 18:52
F
freda_11929014
05.02.18 um 3:14

Ich kann keine Entscheidung für mich treffen...

wir sind jetzt 5 jahre zusammen.

Ich geh nur ungern mit ihm weg, weil es zu oft im Streit endet. Unter Alkoholeinfluss bekommt er alles in den falschen Hals und wird unberechenbar- ein komplett anderer Mensch. Ich versuch ihm dann alles Recht zu machen, um ihn möglichst ruhig zu halten. Mir ist sein bockiges Verhalten sehr peinlich vor Freunden. Zuhause haute er Löcher in Möbel und Türen. Er lässt mich dann auch nicht gehen , wenn es mir zu viel ist, sondern hält mich in der Wohnung fest. Vor ein paar Monaten hat er mich "ausversehen" mit einem Porzellan Teller im Gesicht getroffen , als er ihn gegen die Wand werfen wollte. Hatte eine ordentliche Platzwunde.

Vermutungen für seine Ausraster sind Häusliche Gewalt in seiner Kindheit, schwacher Selbstwert und Versagensängste. Er wiederholt dann immer, dass er eh immer der Idiot für alles & alle sei und reagiert ganz Selbstdestruktiv (verletzt sich selbst , macht sein Telefon kaputt, zerstört seine Beziehungen in dem Sinne & redet von Selbstmord).

Am nächsten Tag erinnert er sich meist nicht mehr und wenn ich ihm berichte, fängt er an bitter zu weinen und entschuldigt sich. 
 
Ich liebe ihn, kann mir aber (wenn ich so darüber reflektiere) weder vorstellen mit ihm  Kinder zu bekommen ; noch ihn jemals zu heiraten. Ich weine nachts sehr oft, weil er meine Erwartungen für eine gemeinsame Zukunft nicht erfüllt. Er selbst glaubt an eine gemeinsame Zukunft und bekommt nicht mit, wie unglücklich bin.

Warum sind meine Gefühle für diesen Mann trotzdem so unglaublich stark? Stehe seit über 3 Jahren an dem selben Punkt : zwischen Trennungsfantasien und dem Versuch, seine Art so zu akzeptieren und damit umgehen zu lernen.
Zwei Trennungsversuche im letzten Jahr  sind kläglich gescheitert (ich bin wieder zu ihm zurück als er sich mit anderen Frauen traf). Ich werd schon bei dem Gedanken, allein zu sein oder ihn an "eine Andere abzugeben" panisch und bekomme Herzrasen. 

meine Überlegung war sogar, mich auf die Suche nach jmd Anderes (via Chatportal) zu machen, um von ihm los zu kommen. Andererseits weiß ich, es ist so ein unehrlicher Weg und hätte ein sehr schlechtes Bauchgefühl dabei.
Weiß nicht, was ich noch versuchen soll.. seh ich ihn einen Tag nicht, vermiss ich ihn schon. Obwohl ich weiß, dass wir wahrscheinlich keine glückliche gemeinsame Zukunft haben.

Ich raube damit nicht nur mir, auch ihm wichtige Lebenszeit... wie schaffe ich es, für mich die richtige Entscheidung zu treffen? 

"Herz über Kopf"?

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F
freda_11929014
05.02.18 um 10:26

Schlimme Ausraster nur unter starkem Alkoholeinfluss, v.a. bei Schnaps. Früher vermehrt; nun tatsächlich seltener. Wir haben viel geredet: Mittlerweile trinkt er nämlich "mir zu Liebe" nur noch Bier und das aber regelmäßig, fast täglich sein besagtes "Feierabendbier" und 2x wöchentlich ist er betrunken und mir so extrem unsympathisch, unlustig und zum fremdschämen. Auf sein Bier wird er denke ich nie verzichten. Ich selber habe schon gar keine Lust mehr auf Alkohol oder auf Geburtstage gehen mit ihm, weil ich immer den "Überblick"  behalten muss, dass es in der Öffentlichkeit nicht eskaliert. (zuletzt: 05.Jan: hab ich bspw auf verstecktem Parkplatz im Auto geschlafen um ihn zuhause nicht zu erleben).

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F
freda_11929014
05.02.18 um 10:53

Danke für die ehrliche Antwort. Ohne Alkohol ist da viel Liebe. Wir haben uns darauf einigen können, dass er nur noch Bier (keinen Schnaps) trinkt. Seitdem er sich daran hält, rastet er nicht mehr aus & hat weniger blackouts. Dennoch wird er unsympathisch und unfair, fängt sinnlosen Streit an. Allerdings weniger körperlich-mehr verbal aggressiv.
Er ist generell eher negativ eingestellter Mensch, ständig schlecht gelaunt und vom Leben  gestresst - ohne Passion .

Was mich auch stört, er hat keine Relation zum Geld. Schafft es nicht am Ende des Monats etwas Über zu haben. Ich bin sehr sparsam, obwohl ich viel weniger verdiene. Schau immer wo ich mit Nebenjobs noch zuverdienen kann , für einen gewissen Standard.

Was mich bei ihm hält: seine weiche Seite.. so unfair wie er manchmal ist, so liebevoll und nähesuchend kann er auch sein. Er gibt sich sehr viel Mühe sich zu ändern. Aber frag mich ob sich ein Mensch überhaupt so grundlegend ändern kann und ob die Wunden der letzten 3 Jahre sich überhaupt wieder schließen lassen.

Wir haben beide großen Kinderwunsch, aber will mir einem solchen Entschluss doch sicher sein..

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F
freda_11929014
05.02.18 um 11:08

Wow, vielen Dank für den Beitrag!!  hilft so sehr. Denke auch oft.. eine Schwangerschaft unter den Umständen kann nicht stressfrei und gesund sein. So wie du berichtest, tut mir das sehr leid. Wie gut, dass du es für dich geschafft hast, einen Schlussstrich zu ziehen. 
Ich behalte deine Erfahrungen auf jeden Fall im Kopf und werde mit ihm reden. Denke, dass es Therapiemäßig ähnlich laufen würde; wenn er nur für mich aber nicht aus Eigenmotivation hingeht. 
.. 

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F
freda_11929014
05.02.18 um 11:12

Hätte vor dieser Beziehung nie gedacht, dass ich so etwas mitmachen würde. Habe das Gefühl, mein Fass ist einfach nie voll ..

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F
freda_11929014
05.02.18 um 11:25

Das gibt mir Mut! Darf ich fragen, wie du es nach 7 Jahren geschafft hast, den endgültigen Schlussstrich zu ziehen.. 
ich habe große Angst diese ständige Negativität und generell Kräftezehrende Beziehung haben mich als Mensch und v.a. in meinem Selbstbewusstsein!! so geschwächt, dass ich das nicht packe bzw durchhalte.. 

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G
gurkan_12766515
05.02.18 um 11:39

Das die Männer unter Alkoholeinfluss agressiv werden kenne ich schon, jedoch hört es sich bei dir ziemlich ernst an. Und das mit dem Porzelanteller wird vielleicht zur Regel. Ich weiß nicht wie er reagieren würde, aber ich würde mit Ihm auf jeden Fall erst mal darüber reden. Da er anscheindend in  seiner Vergangenheit schon einiges durchgemacht hat hilft es vielleicht mit jemanden professionellen darüber zu sprechen. Vielleicht kann er sich dann auch besser öffnen. Sollte es jedoch nicht besser werden rate ich dir auf jeden Fall zur Trennung. Es schmerzt aber nach einer gewissen Zeit kommt bestimmt die Einsicht!

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F
freda_11929014
05.02.18 um 15:43

Denke das könnte  bei mir ganz ähnlich ablaufen... sich dessen bewusst machen und darauf vorbereiten ist eine gute Sache. Das mit den Selbstmorddrohungen kenn ich auch.. wie du schon sagst, hart bleiben! Wie lang hat's gedauert bis du endgültig über dem Berg warst/von ihm los?
vielen vielen Dank für deine offene Antwort !! Man glaubt, gar nicht, wie sehr man das mal braucht.. die Meinung von Jmd, der Ähnliches durch hat.. 

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F
freda_11929014
05.02.18 um 15:47

Eben, wo du das grad ansprichst..könnte es mir auch nicht verzeihen , wenn ich Kinder mit ihm bekommen würde und die irgendeine solche Situation ausgesetzt wären.. es ist wirklich Zeit den Kopf einschalten.. 
Danke ♡ 

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J
julian_12675699
05.02.18 um 16:49

Sehr gute Beiträge von haesli3 und smitee, Kompliment!

Sie treffen den Nagel auf den Kopf. Da scheint ein wenig eine gegenseitige Abhängigkeit zu bestehen. Das finde ich, ist ein Punkt, wo Du für Dich andocken könntest. Warum bist Du so begeistert von diesem Mann? Was hat es auf sich, dass Du den Mut nicht hast, zu gehen?

Vielleicht können die beiden kompetenten Menschen noch dazu ein paar Worte verlieren?

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M
maile_12152338
05.02.18 um 17:22
In Antwort auf freda_11929014

Ich kann keine Entscheidung für mich treffen...

wir sind jetzt 5 jahre zusammen.

Ich geh nur ungern mit ihm weg, weil es zu oft im Streit endet. Unter Alkoholeinfluss bekommt er alles in den falschen Hals und wird unberechenbar- ein komplett anderer Mensch. Ich versuch ihm dann alles Recht zu machen, um ihn möglichst ruhig zu halten. Mir ist sein bockiges Verhalten sehr peinlich vor Freunden. Zuhause haute er Löcher in Möbel und Türen. Er lässt mich dann auch nicht gehen , wenn es mir zu viel ist, sondern hält mich in der Wohnung fest. Vor ein paar Monaten hat er mich "ausversehen" mit einem Porzellan Teller im Gesicht getroffen , als er ihn gegen die Wand werfen wollte. Hatte eine ordentliche Platzwunde.

Vermutungen für seine Ausraster sind Häusliche Gewalt in seiner Kindheit, schwacher Selbstwert und Versagensängste. Er wiederholt dann immer, dass er eh immer der Idiot für alles & alle sei und reagiert ganz Selbstdestruktiv (verletzt sich selbst , macht sein Telefon kaputt, zerstört seine Beziehungen in dem Sinne & redet von Selbstmord).

Am nächsten Tag erinnert er sich meist nicht mehr und wenn ich ihm berichte, fängt er an bitter zu weinen und entschuldigt sich. 
 
Ich liebe ihn, kann mir aber (wenn ich so darüber reflektiere) weder vorstellen mit ihm  Kinder zu bekommen ; noch ihn jemals zu heiraten. Ich weine nachts sehr oft, weil er meine Erwartungen für eine gemeinsame Zukunft nicht erfüllt. Er selbst glaubt an eine gemeinsame Zukunft und bekommt nicht mit, wie unglücklich bin.

Warum sind meine Gefühle für diesen Mann trotzdem so unglaublich stark? Stehe seit über 3 Jahren an dem selben Punkt : zwischen Trennungsfantasien und dem Versuch, seine Art so zu akzeptieren und damit umgehen zu lernen.
Zwei Trennungsversuche im letzten Jahr  sind kläglich gescheitert (ich bin wieder zu ihm zurück als er sich mit anderen Frauen traf). Ich werd schon bei dem Gedanken, allein zu sein oder ihn an "eine Andere abzugeben" panisch und bekomme Herzrasen. 

meine Überlegung war sogar, mich auf die Suche nach jmd Anderes (via Chatportal) zu machen, um von ihm los zu kommen. Andererseits weiß ich, es ist so ein unehrlicher Weg und hätte ein sehr schlechtes Bauchgefühl dabei.
Weiß nicht, was ich noch versuchen soll.. seh ich ihn einen Tag nicht, vermiss ich ihn schon. Obwohl ich weiß, dass wir wahrscheinlich keine glückliche gemeinsame Zukunft haben.

Ich raube damit nicht nur mir, auch ihm wichtige Lebenszeit... wie schaffe ich es, für mich die richtige Entscheidung zu treffen? 

"Herz über Kopf"?

vermuten lässt sich, dass Du co-abhängig bist und er ein Alkoholiker.

Wenn er aber nicht selbst auf die Idee kommt, wird es schwer sein, ihm das zu erklären.

Trinkt er weiterhin, wird es auch für Dich immer schwieriger, mit ihm eine gute Beziehung zu erreichen, da Du - sprich - Dein Verhalten, ihn sogar noch unterstützt.
Er agiert und Du reagierst - ein Teufelskreis.
Eine ''schwierige Kindheit'' gehabt zu haben, ist zwar schlimm - aber HEUTE ist er ERWACHSEN und für sich und sein Leben SELBST VERANTWORTLICH - so wie Du für Deins.

Wenn Du etwas ändern willst, gibt es auch für Dich Hilfe, indem Du mal zu einer Suchtberatung geehst, die Dich aufklären kann und Dir helfen kann. Wie diese Hilfe aussehen kann, das erfährst Du gleich dort und auch wohin Du gehen kannst (ambulant).
Erst wenn Du wieder stabil auf eigenen Füßen stehst, wird Dir bewusst werden, was diese Beziehung Dir bringt und eine Entscheidung leichter fallen.

Mach es für DICH - und wenn Du etwas für Dich tust, merkt das auch Dein Freund.
Und wer weiß, vielleicht hilfst Du IHM damit, sich selbst Hilfe suchen zu wollen - ohne dass Du ihn dazu erst ermuntern musst - das wäre optimal !

Alles Gute !

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F
freda_11929014
05.02.18 um 17:36
In Antwort auf julian_12675699

Sehr gute Beiträge von haesli3 und smitee, Kompliment!

Sie treffen den Nagel auf den Kopf. Da scheint ein wenig eine gegenseitige Abhängigkeit zu bestehen. Das finde ich, ist ein Punkt, wo Du für Dich andocken könntest. Warum bist Du so begeistert von diesem Mann? Was hat es auf sich, dass Du den Mut nicht hast, zu gehen?

Vielleicht können die beiden kompetenten Menschen noch dazu ein paar Worte verlieren?

Zum Einen: er hat jetzt im Januar seine Wohnung gekündigt und bezieht jetzt eine Größere in meinem Heimatort (in der Hoffnung, dass ich meine sehr kleine Wohnung ebenfalls kündige; ..das wollte ich aber nicht; dann stände ich nach einer Trennung ja ohne etwas da). 
Arbeitsplatz hat er ebenfalls gewechselt im Januar.
Ich weiß , er macht das alles, um mir zu zeigen, wie ernst es ihm ist  ... ihn jetzt so vor den Kopf zu stoßen mit der Trennung würde auch mir das Herz brechen  ; hatte ihm aber gesagt, er soll seine Heimat NICHT FÜR MICH aufgeben .. er ließ sich nicht von abbringen 😐 habe Angst vor seiner Enttäuschung aber auch (dann 100%igen Abwertung mir gegenüber durch seinen Familien-& Freundeskreis).. in einer Kleinstadt ist es schwer sich davon zu distanzieren. Gut, damit muss ich rechnen und mich darauf vorbereiten.

Zum Anderen: 
ich bin krankhaft eifersüchtig, weiß nicht ob das auch eine Rolle spielt  .. bekomme Herzrasen nahezu Panik wenn ich nicht weiß was er macht ; wenn ich mir nur vorstelle, er trifft eine Andere.. das klingt echt widersprüchlich. Eigentlich wäre das ja die Lösung all meiner Probleme !! Es ist mein geringes Selbstwert u irgendwo auch für mich ein Verlust , erstmal wieder allein zu sein.

An eine emotionale Abhängigkeit dachte ich auch schon , woher auch immer diese kommt (vor der Beziehung war ich auch als Single mehr als glücklich) .. Danke für den Einwand! 

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F
freda_11929014
05.02.18 um 17:44
In Antwort auf maile_12152338

vermuten lässt sich, dass Du co-abhängig bist und er ein Alkoholiker.

Wenn er aber nicht selbst auf die Idee kommt, wird es schwer sein, ihm das zu erklären.

Trinkt er weiterhin, wird es auch für Dich immer schwieriger, mit ihm eine gute Beziehung zu erreichen, da Du - sprich - Dein Verhalten, ihn sogar noch unterstützt.
Er agiert und Du reagierst - ein Teufelskreis.
Eine ''schwierige Kindheit'' gehabt zu haben, ist zwar schlimm - aber HEUTE ist er ERWACHSEN und für sich und sein Leben SELBST VERANTWORTLICH - so wie Du für Deins.

Wenn Du etwas ändern willst, gibt es auch für Dich Hilfe, indem Du mal zu einer Suchtberatung geehst, die Dich aufklären kann und Dir helfen kann. Wie diese Hilfe aussehen kann, das erfährst Du gleich dort und auch wohin Du gehen kannst (ambulant).
Erst wenn Du wieder stabil auf eigenen Füßen stehst, wird Dir bewusst werden, was diese Beziehung Dir bringt und eine Entscheidung leichter fallen.

Mach es für DICH - und wenn Du etwas für Dich tust, merkt das auch Dein Freund.
Und wer weiß, vielleicht hilfst Du IHM damit, sich selbst Hilfe suchen zu wollen - ohne dass Du ihn dazu erst ermuntern musst - das wäre optimal !

Alles Gute !

Danke, habe auch schon darüber nachgedacht mir professionelle Beratung zu holen. Denke, wenn sich nichts ändert , wird das der nächste Schritt sein.

bin übrigens ganz überrascht, wie viel Rat und Zuspruch man hier allein im Forum schon bekommt. 

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F
freda_11929014
05.02.18 um 18:48

Ja das stimmt, aber eben nicht zwangsläufig meinte haesli3 sicher damit.  Und das stimmt ja auch, erstmal sollte man alles Andere versuchen, was in der eigenen Macht steht , seh ich auch so. Das wäre dann schon einer der letzten Schritte. 
So schwere ungesunde Beziehungsmuster gehören ja nunmal zum Allgemeinen Lebensrisiko und da kann man sich am Ende nur selbst draus befreien. 
Für meinen Teil helfen mir die Meinungen aus dem Forum auch schon sehr zu erkennen, dass die Beziehung so keine Zukunft hat. Eine Zeit lang habe ich mir eingeredet & das sind auch die Worte meines Freundes: " Jede Beziehung hat ihre Ecken und Kanten & das ist vollkommen normal so. "

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F
freda_11929014
05.02.18 um 18:58

Eher um an meinem Selbstwert zu arbeiten .. habe durch die Beziehung auch immer mal wieder lang anhaltende stark depressive Phasen durchlebt. Aber denke grundsätzlich ist man schon selbst verantwortlich sich da wieder rauszuziehen. Bin kein Fan von "Hilfe holen" im Sinne von "Verantwortung für meine Lebensführung abgeben" ..Hilfe nur wenn man alles Andere versucht hätte
(Aber siehe unten: mein Kommentar zu verycherry2)

, aber bin kein Freund von "Therapeut regelt das", denn 1. gibt es Leute mit ernstahfteren psy. Schwierigkeiten und

2. früher waren für solchen Sorgen Freunden oder Familie da. Finde schade, wenn das so komplett verloren gehen würde und man nur noch über oberflächliche Themen redet, obwohl man so viel Anderes auf der Seele hat..oft ist es ja leider so

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F
freda_11929014
05.02.18 um 19:06

Therapie auf jeden Fall nicht eigeninitiativ.. waren schonmal so weit, dass ich ihn bewegt bekommen habe, sich eine Überweisung vom Arzt zu besorgen.  Da ihm die Wartezeiten aber zu lang waren u er der Meinung war, er schafft das so und bessert sich etc.... hat er es irgendwann auf Eis gelegt. 

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H
hewie_12494074
05.02.18 um 19:11

Sehr gute Hinweise. Co Abhängigkeit ist nicht zu unterschätzen.

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A
audividetace
05.02.18 um 21:06


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 Zwischen Trennungsfantasien und starken Gefühlen
">corinna247
3:14">Letzte Antwort: 20:51
Ich kann keine Entscheidung für mich treffen...

wir sind jetzt 5 jahre zusammen.

Ich geh nur ungern mit ihm weg, weil es zu oft im Streit endet. Unter Alkoholeinfluss bekommt er alles in den falschen Hals und wird unberechenbar- ein komplett anderer Mensch. Ich versuch ihm dann alles Recht zu machen, um ihn möglichst ruhig zu halten. Mir ist sein bockiges Verhalten sehr peinlich vor Freunden. Zuhause haute er Löcher in Möbel und Türen. Er lässt mich dann auch nicht gehen , wenn es mir zu viel ist, sondern hält mich in der Wohnung fest. Vor ein paar Monaten hat er mich "ausversehen" mit einem Porzellan Teller im Gesicht getroffen , als er ihn gegen die Wand werfen wollte. Hatte eine ordentliche Platzwunde.

Vermutungen für seine Ausraster sind Häusliche Gewalt in seiner Kindheit, schwacher Selbstwert und Versagensängste. Er wiederholt dann immer, dass er eh immer der Idiot für alles & alle sei und reagiert ganz Selbstdestruktiv (verletzt sich selbst , macht sein Telefon kaputt, zerstört seine Beziehungen in dem Sinne & redet von Selbstmord).

Am nächsten Tag erinnert er sich meist nicht mehr und wenn ich ihm berichte, fängt er an bitter zu weinen und entschuldigt sich. 
 
Ich liebe ihn, kann mir aber (wenn ich so darüber reflektiere) weder vorstellen mit ihm  Kinder zu bekommen ; noch ihn jemals zu heiraten. Ich weine nachts sehr oft, weil er meine Erwartungen für eine gemeinsame Zukunft nicht erfüllt. Er selbst glaubt an eine gemeinsame Zukunft und bekommt nicht mit, wie unglücklich bin.

Warum sind meine Gefühle für diesen Mann trotzdem so unglaublich stark? Stehe seit über 3 Jahren an dem selben Punkt : zwischen Trennungsfantasien und dem Versuch, seine Art so zu akzeptieren und damit umgehen zu lernen.
Zwei Trennungsversuche im letzten Jahr  sind kläglich gescheitert (ich bin wieder zu ihm zurück als er sich mit anderen Frauen traf). Ich werd schon bei dem Gedanken, allein zu sein oder ihn an "eine Andere abzugeben" panisch und bekomme Herzrasen. 

meine Überlegung war sogar, mich auf die Suche nach jmd Anderes (via Chatportal) zu machen, um von ihm los zu kommen. Andererseits weiß ich, es ist so ein unehrlicher Weg und hätte ein sehr schlechtes Bauchgefühl dabei.
Weiß nicht, was ich noch versuchen soll.. seh ich ihn einen Tag nicht, vermiss ich ihn schon. Obwohl ich weiß, dass wir wahrscheinlich keine glückliche gemeinsame Zukunft haben.

Ich raube damit nicht nur mir, auch ihm wichtige Lebenszeit... wie schaffe ich es, für mich die richtige Entscheidung zu treffen? 

"Herz über Kopf"?
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#Beziehung#Mann





">haesli3
5:35
Wenn ich es recht verstehe, hat er "nur" unter Alkohol diese schlimmen Ausraster? Da stelle sich mir die Frage, wie oft dies vorkommt; und ob Du nicht in nüchternem Zustand mit ihm darüber reden kannst, dass er den Alkoholkonsum zu kontrollieren lernen muss.

Dass Du Dir mit ihm keine Zukunft/Familie vorstellen kannst, ist klar und Du solltest unbedingt für eine absolut sichere Verhütung sorgen. 

Ich wäre weg - denn ich habe viel zu schlimme Erfahrungen gemacht beim aussichtslosen Kampf gegen den Alkohol.
 
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">warum001
9:11
In Antwort auf corinna247
Ich kann keine Entscheidung für mich treffen...

wir sind jetzt 5 jahre zusammen.

Ich geh nur ungern mit ihm weg, weil es zu oft im Streit endet. Unter Alkoholeinfluss bekommt er alles in den falschen Hals und wird unberechenbar- ein komplett anderer Mensch. Ich versuch ihm dann alles Recht zu machen, um ihn möglichst ruhig zu halten. Mir ist sein bockiges Verhalten sehr peinlich vor Freunden. Zuhause haute er Löcher in Möbel und Türen. Er lässt mich dann auch nicht gehen , wenn es mir zu viel ist, sondern hält mich in der Wohnung fest. Vor ein paar Monaten hat er mich "ausversehen" mit einem Porzellan Teller im Gesicht getroffen , als er ihn gegen die Wand werfen wollte. Hatte eine ordentliche Platzwunde.

Vermutungen für seine Ausraster sind Häusliche Gewalt in seiner Kindheit, schwacher Selbstwert und Versagensängste. Er wiederholt dann immer, dass er eh immer der Idiot für alles & alle sei und reagiert ganz Selbstdestruktiv (verletzt sich selbst , macht sein Telefon kaputt, zerstört seine Beziehungen in dem Sinne & redet von Selbstmord).

Am nächsten Tag erinnert er sich meist nicht mehr und wenn ich ihm berichte, fängt er an bitter zu weinen und entschuldigt sich. 
 
Ich liebe ihn, kann mir aber (wenn ich so darüber reflektiere) weder vorstellen mit ihm  Kinder zu bekommen ; noch ihn jemals zu heiraten. Ich weine nachts sehr oft, weil er meine Erwartungen für eine gemeinsame Zukunft nicht erfüllt. Er selbst glaubt an eine gemeinsame Zukunft und bekommt nicht mit, wie unglücklich bin.

Warum sind meine Gefühle für diesen Mann trotzdem so unglaublich stark? Stehe seit über 3 Jahren an dem selben Punkt : zwischen Trennungsfantasien und dem Versuch, seine Art so zu akzeptieren und damit umgehen zu lernen.
Zwei Trennungsversuche im letzten Jahr  sind kläglich gescheitert (ich bin wieder zu ihm zurück als er sich mit anderen Frauen traf). Ich werd schon bei dem Gedanken, allein zu sein oder ihn an "eine Andere abzugeben" panisch und bekomme Herzrasen. 

meine Überlegung war sogar, mich auf die Suche nach jmd Anderes (via Chatportal) zu machen, um von ihm los zu kommen. Andererseits weiß ich, es ist so ein unehrlicher Weg und hätte ein sehr schlechtes Bauchgefühl dabei.
Weiß nicht, was ich noch versuchen soll.. seh ich ihn einen Tag nicht, vermiss ich ihn schon. Obwohl ich weiß, dass wir wahrscheinlich keine glückliche gemeinsame Zukunft haben.

Ich raube damit nicht nur mir, auch ihm wichtige Lebenszeit... wie schaffe ich es, für mich die richtige Entscheidung zu treffen? 

"Herz über Kopf"?
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ohne Alkohol ist er nicht aggressiv?  
wie oft trinkt er?  
wäre er bereit sich Hilfe zu suchen?  

so jemand wäre für mich definitiv kein Partner mit Zukunft....
vor allem nicht wenn Kinder geplant sind!!!!

Und sorry aber wenn du dich trennen willst dann trenne dich ohne dir vorher einen anderen an zu lachen.
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">christianos
9:33
es ist keine liebe.

er hat keinerlei respekt und sein verhalten ist niemals zu akzeptieren.

​ich rate ganz klar zur trennung und du solltest sämtlichen kontakt zu diesem typen abbrechen.
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">corinna247
10:26
In Antwort auf haesli3
Wenn ich es recht verstehe, hat er "nur" unter Alkohol diese schlimmen Ausraster? Da stelle sich mir die Frage, wie oft dies vorkommt; und ob Du nicht in nüchternem Zustand mit ihm darüber reden kannst, dass er den Alkoholkonsum zu kontrollieren lernen muss.

Dass Du Dir mit ihm keine Zukunft/Familie vorstellen kannst, ist klar und Du solltest unbedingt für eine absolut sichere Verhütung sorgen. 

Ich wäre weg - denn ich habe viel zu schlimme Erfahrungen gemacht beim aussichtslosen Kampf gegen den Alkohol.
 
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Schlimme Ausraster nur unter starkem Alkoholeinfluss, v.a. bei Schnaps. Früher vermehrt; nun tatsächlich seltener. Wir haben viel geredet: Mittlerweile trinkt er nämlich "mir zu Liebe" nur noch Bier und das aber regelmäßig, fast täglich sein besagtes "Feierabendbier" und 2x wöchentlich ist er betrunken und mir so extrem unsympathisch, unlustig und zum fremdschämen. Auf sein Bier wird er denke ich nie verzichten. Ich selber habe schon gar keine Lust mehr auf Alkohol oder auf Geburtstage gehen mit ihm, weil ich immer den "Überblick"  behalten muss, dass es in der Öffentlichkeit nicht eskaliert. (zuletzt: 05.Jan: hab ich bspw auf verstecktem Parkplatz im Auto geschlafen um ihn zuhause nicht zu erleben).
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">warum001
10:34
In Antwort auf corinna247
Schlimme Ausraster nur unter starkem Alkoholeinfluss, v.a. bei Schnaps. Früher vermehrt; nun tatsächlich seltener. Wir haben viel geredet: Mittlerweile trinkt er nämlich "mir zu Liebe" nur noch Bier und das aber regelmäßig, fast täglich sein besagtes "Feierabendbier" und 2x wöchentlich ist er betrunken und mir so extrem unsympathisch, unlustig und zum fremdschämen. Auf sein Bier wird er denke ich nie verzichten. Ich selber habe schon gar keine Lust mehr auf Alkohol oder auf Geburtstage gehen mit ihm, weil ich immer den "Überblick"  behalten muss, dass es in der Öffentlichkeit nicht eskaliert. (zuletzt: 05.Jan: hab ich bspw auf verstecktem Parkplatz im Auto geschlafen um ihn zuhause nicht zu erleben).
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krass was man alles freiwillig mitmacht...
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">christianos
10:38
In Antwort auf corinna247
Schlimme Ausraster nur unter starkem Alkoholeinfluss, v.a. bei Schnaps. Früher vermehrt; nun tatsächlich seltener. Wir haben viel geredet: Mittlerweile trinkt er nämlich "mir zu Liebe" nur noch Bier und das aber regelmäßig, fast täglich sein besagtes "Feierabendbier" und 2x wöchentlich ist er betrunken und mir so extrem unsympathisch, unlustig und zum fremdschämen. Auf sein Bier wird er denke ich nie verzichten. Ich selber habe schon gar keine Lust mehr auf Alkohol oder auf Geburtstage gehen mit ihm, weil ich immer den "Überblick"  behalten muss, dass es in der Öffentlichkeit nicht eskaliert. (zuletzt: 05.Jan: hab ich bspw auf verstecktem Parkplatz im Auto geschlafen um ihn zuhause nicht zu erleben).
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und dann redest du noch von liebe ?
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">haesli3
10:53
In Antwort auf corinna247
Schlimme Ausraster nur unter starkem Alkoholeinfluss, v.a. bei Schnaps. Früher vermehrt; nun tatsächlich seltener. Wir haben viel geredet: Mittlerweile trinkt er nämlich "mir zu Liebe" nur noch Bier und das aber regelmäßig, fast täglich sein besagtes "Feierabendbier" und 2x wöchentlich ist er betrunken und mir so extrem unsympathisch, unlustig und zum fremdschämen. Auf sein Bier wird er denke ich nie verzichten. Ich selber habe schon gar keine Lust mehr auf Alkohol oder auf Geburtstage gehen mit ihm, weil ich immer den "Überblick"  behalten muss, dass es in der Öffentlichkeit nicht eskaliert. (zuletzt: 05.Jan: hab ich bspw auf verstecktem Parkplatz im Auto geschlafen um ihn zuhause nicht zu erleben).
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Also ganz eindeutig Alkoholiker. Und an alle, die nun aufschreien und sagen man sei erst dann Alkoholiker, wenn man sich tagtäglich die Birne leersäuft: Nein, es gibt die unterschiedlichsten Formen von Alkoholismus. Und die beschriebene hat verschiedene deutliche Merkmale wie zum Beispiel das Riskieren der Beziehung zugunsten des Alkohols, die Blackouts, due Aggressionen. Und nicht zuletzt ist auch der Umstand bezeichnend, dass Du liebe TE vor ihm regelrecht flüchtest und inzwischen eine ausgeprägte Abneigung selbst gegen mässigen Alkoholkonsum, insbesondere aber auch gegen gesellige und "feuchtfröhliche" Anlässe hast. Ich kann Dir sooooo gut nachempfinden! Und ich könnte Dir sogar voraussagen, wie es weitergehen wird, wenn Du nach einem letzten Ultimatum, sich therapieren zu lassen oder Dich zu verlieren (falls Du ihm denn überhaupt noch eins stellen willst) nicht ernst machst und bei ihm bleibst, obschon er keine Therapie macht (oder diese - gerne auch heimlich - abbricht). 

Was ich Dir rate? Falls Du noch nicht aufgeben willst - oder auch nur schon für den Fall, dass Du Dir dann nicht anhören möchtest "warum hast du mir nie klipp und klar gesagt was Sache ist?", stell ihm ein deutliches Ultimatum: Der Alkohol oder Du. Er wird sich therapieren müssen. Bestehe darauf! Bedenke jedoch vorher: Das Leben mit einem Alkoholiker ist weit davon entfernt, unbeschwert zu sein. Das fängt dabei an, dass man selber nie Alkohol im Haus haben darf, geht über das alkoholfreie Kochen hinaus bis hin zum Vermeiden der erwähnten feuchtfröhlichen Anlässe... Und last but not least besteht da immer auch eine sehr grosse Rückfallgefahr, da Alkohol in unserem Alltag allgegenwärtig und jederzeit verfügbar ist... Ob Du es schaffen würdest, ihm jemals wieder zu vertrauen? Nun, ich könnte Dir zum Beispiel erzählen, wie es sich anfühlte, im 6. Schwangerschaftsmonat in Jackenärmeln versteckte, geleerte Weinflaschen aufzufinden... oder welche Wut ich hatte, als ich nach einem Telefonat der Psychotherapeutin erfuhr, dass mein Mann (Ex!) schon Monate zuvor die Therapie abgebrochen hatte... obschon er sich 2x wöchentlich "zur Therapie" verabschiedete von mir... Ich könnte Dir noch sehr viel mehr über bodenlose Verzweiflung sagen, die dich so lange kaputtmachen wird, bis du dann den endgültigen befreienden Schlussstrich ziehst...
 
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">corinna247
10:53
In Antwort auf warum001
ohne Alkohol ist er nicht aggressiv?  
wie oft trinkt er?  
wäre er bereit sich Hilfe zu suchen?  

so jemand wäre für mich definitiv kein Partner mit Zukunft....
vor allem nicht wenn Kinder geplant sind!!!!

Und sorry aber wenn du dich trennen willst dann trenne dich ohne dir vorher einen anderen an zu lachen.
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Danke für die ehrliche Antwort. Ohne Alkohol ist da viel Liebe. Wir haben uns darauf einigen können, dass er nur noch Bier (keinen Schnaps) trinkt. Seitdem er sich daran hält, rastet er nicht mehr aus & hat weniger blackouts. Dennoch wird er unsympathisch und unfair, fängt sinnlosen Streit an. Allerdings weniger körperlich-mehr verbal aggressiv.
Er ist generell eher negativ eingestellter Mensch, ständig schlecht gelaunt und vom Leben  gestresst - ohne Passion .

Was mich auch stört, er hat keine Relation zum Geld. Schafft es nicht am Ende des Monats etwas Über zu haben. Ich bin sehr sparsam, obwohl ich viel weniger verdiene. Schau immer wo ich mit Nebenjobs noch zuverdienen kann , für einen gewissen Standard.

Was mich bei ihm hält: seine weiche Seite.. so unfair wie er manchmal ist, so liebevoll und nähesuchend kann er auch sein. Er gibt sich sehr viel Mühe sich zu ändern. Aber frag mich ob sich ein Mensch überhaupt so grundlegend ändern kann und ob die Wunden der letzten 3 Jahre sich überhaupt wieder schließen lassen.

Wir haben beide großen Kinderwunsch, aber will mir einem solchen Entschluss doch sicher sein..
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haesli3
10:55
Fehlt "Ex": Das Leben mit einem EX-Alkoholiker ist weit davon entfernt....
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">corinna247
11:08
In Antwort auf haesli3
Also ganz eindeutig Alkoholiker. Und an alle, die nun aufschreien und sagen man sei erst dann Alkoholiker, wenn man sich tagtäglich die Birne leersäuft: Nein, es gibt die unterschiedlichsten Formen von Alkoholismus. Und die beschriebene hat verschiedene deutliche Merkmale wie zum Beispiel das Riskieren der Beziehung zugunsten des Alkohols, die Blackouts, due Aggressionen. Und nicht zuletzt ist auch der Umstand bezeichnend, dass Du liebe TE vor ihm regelrecht flüchtest und inzwischen eine ausgeprägte Abneigung selbst gegen mässigen Alkoholkonsum, insbesondere aber auch gegen gesellige und "feuchtfröhliche" Anlässe hast. Ich kann Dir sooooo gut nachempfinden! Und ich könnte Dir sogar voraussagen, wie es weitergehen wird, wenn Du nach einem letzten Ultimatum, sich therapieren zu lassen oder Dich zu verlieren (falls Du ihm denn überhaupt noch eins stellen willst) nicht ernst machst und bei ihm bleibst, obschon er keine Therapie macht (oder diese - gerne auch heimlich - abbricht). 

Was ich Dir rate? Falls Du noch nicht aufgeben willst - oder auch nur schon für den Fall, dass Du Dir dann nicht anhören möchtest "warum hast du mir nie klipp und klar gesagt was Sache ist?", stell ihm ein deutliches Ultimatum: Der Alkohol oder Du. Er wird sich therapieren müssen. Bestehe darauf! Bedenke jedoch vorher: Das Leben mit einem Alkoholiker ist weit davon entfernt, unbeschwert zu sein. Das fängt dabei an, dass man selber nie Alkohol im Haus haben darf, geht über das alkoholfreie Kochen hinaus bis hin zum Vermeiden der erwähnten feuchtfröhlichen Anlässe... Und last but not least besteht da immer auch eine sehr grosse Rückfallgefahr, da Alkohol in unserem Alltag allgegenwärtig und jederzeit verfügbar ist... Ob Du es schaffen würdest, ihm jemals wieder zu vertrauen? Nun, ich könnte Dir zum Beispiel erzählen, wie es sich anfühlte, im 6. Schwangerschaftsmonat in Jackenärmeln versteckte, geleerte Weinflaschen aufzufinden... oder welche Wut ich hatte, als ich nach einem Telefonat der Psychotherapeutin erfuhr, dass mein Mann (Ex!) schon Monate zuvor die Therapie abgebrochen hatte... obschon er sich 2x wöchentlich "zur Therapie" verabschiedete von mir... Ich könnte Dir noch sehr viel mehr über bodenlose Verzweiflung sagen, die dich so lange kaputtmachen wird, bis du dann den endgültigen befreienden Schlussstrich ziehst...
 
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Wow, vielen Dank für den Beitrag!!  hilft so sehr. Denke auch oft.. eine Schwangerschaft unter den Umständen kann nicht stressfrei und gesund sein. So wie du berichtest, tut mir das sehr leid. Wie gut, dass du es für dich geschafft hast, einen Schlussstrich zu ziehen. 
Ich behalte deine Erfahrungen auf jeden Fall im Kopf und werde mit ihm reden. Denke, dass es Therapiemäßig ähnlich laufen würde; wenn er nur für mich aber nicht aus Eigenmotivation hingeht. 
.. 
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">smitee
11:10
Ich kann dir nur raten, einen zutiefst negativen Partner hatte ich auch schon und an ihn 7 Jahre meines Lebens verschwendet, trenn dich! Ja es tut weh, ja man kann sich das Leben ohne schwer vorstellen, ja man möchte kämpfen und schreien und weinen gleichzeitig aber es ist notwendig um später Glück zu erfahren. In ein paar Jahren wirst du mit einem Partner zusammen sein der gut für dich ist und der dich glücklich macht und du wirst so wie ich zurück blicken und dich ärgern nicht früher die Notbremse gezogen zu haben. Aber das gehört zum Leben und lernen dazu.


Ich bin so froh dass mein Ex mich damals aus Eifersucht verlassen hat, er war auch zutiefst negativ und ich hätte den Absprung niemals geschafft! Jetzt ist alles viel besser als früher. und Alkoholiker? bitte, das geht gar nicht. Trenn dich bitte!



 

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maile_12152338
06.02.18 um 1:02

darum erwähnte ich die ''Suchtberatung'' - die verpflichtet zu gar nichts und die gibt es gratis (zum Beispiel bei der Caritas oder einfach mal im Internet nachsehen wo am eigenen Ort Möglichkeiten geboten sind.

Und mir ging es hier erst einmal um Corinna, da sie für sich um Mithilfe bat. Für den Freund kann man nur Hinweise geben, entscheiden muss er selber, wie jeder, der was ändern will.

Auch geht es nicht darum Hilfe für ''die Verkraftung einer Beziehung'' zu leisten - was eh niemand kann.
Es wird lediglich Hilfe zur Selbsthilfe geboten - genau wie für Alkoholiker, die ja auch nicht zwangläufig ALLE in Therapie gehen müssen. Viele schaffen es inzwischen allein mit AA-Selbsthilfegruppen / Meetings, trocken zu werden und zu bleiben.
Ist ja auch eine Frage des körperlichen Gesundheitszustandes, nicht wahr?
Wenn z.B. die Leber schon stark angegriffen ist, wird stationäre Aufnahme kaum zu vermeiden sein. Und wenn ein Alkoholiker neurologische Defizite aufweist, muss da auch genauer untersucht werden. Wohl dem, der ''nur'' mit einer Therapie auskommt!

Man sollte auch registrieren, dass selbst was die Krankheiten und Schäden eines Alkoholikers betrifft, lässt sich nicht einfach alles verallgemeinern. Was einer erleidet muss ein anderer noch lange nicht haben. Meine Leber war z.B. noch völlig ok. und auch sonst waren meine inneren Organe völlig gesund damals als ich zur Entgiftung in die Klinik ging. Psychisch war ich gestört - dafür habe ich einige Wochen gebraucht. Man weiß heute, dass Alkohol ein Nervengift ist. Wahrscheinlich bin ich noch rechtzeitig einem Korsakoff entgangen. Der zeigt sich ähnlich wie Demenz. Das Kurzzeitgedächtnis funktioniert nicht mehr, u.a. .

Ich hatte mich damals für die Langzeit-Therapie entschlossen, da ich wissen wollte, was das ist, so eine Alkoholentwöhnungs-Therapie - mir war jede Hilfe recht und das war für mich gut so.
Wer was wissen will, muss sich nur erkundigen oder einfach mal so eine SHG aufsuchen. Die Termine kann man auch alle im Internet nachgucken - noch einfacher geht ja schon gar nicht mehr. Da musst ich mich damals schon mehr bewegen und persönlich alles abklappern.
Aber ... ich habe nicht geklagt und fand das goldrichtig für mich. Es hat mir vom ersten Tag an geholfen. Darum macht es ja auch nur Sinn, wenn man die Bereitschaft hat, für sich was zu ändern - und zwar zunächst  NUR für SICH !

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maile_12152338
06.02.18 um 3:08
In Antwort auf hewie_12494074

Sehr gute Hinweise. Co Abhängigkeit ist nicht zu unterschätzen.

da wird man noch eine Weile dran arbeiten müssen, aufgrund von familiärer Vorbelastungen (Opa Alkoholiker, Mutter Alkoholikerin)

Mutter war von Alkoholikern umgeben und ich der Zuschauer als Kind, das eh nichts zu sagen hatte, in einer viel zu kleinen Wohnung auch noch. Ja, da ''erlebt man'' was.
Meine Saufkarriere fing relativ spät an und ganz langsam, unauffällig - trinken ja nahezu alle was an Wochenenden. Am Anfang war es ja auch noch nicht schlimm mit mir und ich hielt mich nicht für ''süchtig''.
Seit ich in die Meetings gehe, mache ich mir schon Sorgen um mein ''Kontrollverhalten''. Einige von uns gehen inzwischen sogar noch zusätzlich in die Meetings von Angehörigen (Nichttrinker). Das habe ich nach ca. 3 Jahren Trockenheit auch mal gemacht - insgesamt 3 oder 4 mal. Und mich hat das überfordert und es verwirrte mich. Gefühlt war ich Täter und Opfer - stark oder? Da entschied ich für mich, dass nur bei AA ''mein'' Platz ist, wo ich hingehöre.

Wer noch nicht weiß, ob er Co-Abhängiger ist, wird es schnell herausfinden, indem er sich sein Kontrollverhalten bewusst macht. Corinna hat es ja eigentlich sehr gut beschrieben. Man kommt einfach nicht los vom Partner und man glaubt ihn ändern zu müssen. Ich habe noch gar nicht gefragt Corinna, ob Du seinen Geruch auch schon prüfst, indem Du seine Fahne meilenweit erschnuppern kannst - ja, das wird zum Training für den Co. Man bemerkt die veränderte Stimme, man erkennt es an seiner Mimik... will sagen, es muss durchaus nicht mehr nur laut zugehen, das geht auch leise und sogar ohne Worte. Das ist das totale Kontrollverhalten. Die Stimmungen werden schärfstens beobachtet, entsprechend versucht man zu reagieren oder zumindest keine Regungen zu zeigen.
Das sind die Abläufe in einer Beziehung, die an den Nerven von BEIDEN zerren.

Ich lasse es mal genug sein - wollte ja nur aufzeigen, dass ich auch weiß, wovon ich schreibe - obwohl ich noch immer sehr zurückhaltend bin. Wer sowas erleben muss, der könnte ROMANE schreiben. Vielen tun es sogar und sagen, es hat ihnen geholfen bei der Aufarbeitung.
Nicht alle Ehen gehen zu Bruch! Könnte auch daran liegen, dass nicht jeder Alkoholiker auch rabiat wird. Bei geschilderten Kandidaten hier, wäre ich aber auch ganz vorsichtig - da weiß man nie. Corinna das machst Du ganz richtig, dass Du Deine Wohnung nicht aufgibst - vorerst. Ich wünsche Euch, dass Ihr es gemeinsam schafft, von ganzem Herzen

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maile_12152338
06.02.18 um 5:32

haesli, das Problem ist nur, dass einem als Co-Abhängiger die Abhängigkeit immer erhalten bleibt, was leider auch für andere Partner, die vielleicht kein Alkoholproblem (mehr) haben, erhalten bleibt. Diese Problematik verschwindet ja nicht einfach so und Beziehungs-Kontrolleure sind für keinen ein reines Vergnügen. Ebenso wenig wie die Süchtigen.
Ich würde Angehörigen immer dazu raten, in SHG für Angehörige zu gehen - das hilft heilen - gut für die Seele und steigert die Lebensqualität.
Du gehst immer davon aus, dass lediglich der trinkende Partner ''DAS Problem'' ist und wenn der Partner weg ist, ist auch das Problem weg ... ja, wenn das man so einfach wäre ...

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M
maile_12152338
06.02.18 um 18:52

..wohl wahr..

trotzdem gibt es Lebenslagen, aus die man es ohne Hilfe leider nicht schafft und wo ausgerechnet die Familie/ Angehörigen die denkbar untauglichsten ''Helfer'' sind, da sie ja genauso hilflos dastehen, wie man selbst.

Und was man auch nicht vergessen darf - wer hört denn schon auf die Familie??

ICH habe es jedenfalls nicht getan .. heute sage ich - zu meinem Glück!

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