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Zweifel ob ich ihn noch liebe, obwohl ich mir dessen immer sicher war.

19. April 2016 um 2:38

Bitte lest bis zum Ende durch, wenn ihr mir helfen wollt!!! Ansonsten versteht ihr meine Gefühlswelt vielleicht nicht richtig.
Ich habe ein gefühlsmäßiges Problem, das mich mittlerweile seit einer Weile beschäftigt. Nicht wirklich lange, also keine 2 Monate oder so, aber es hält lang genug an, dass es mich immer noch beschäftigt. Ich fange mal ein bisschen von vorne an. Vor etwa bald einem Jahr kam ich mit meinem ersten richtigen Freund zusammen. Ich bin über 20, trotzdem ist es meine erste Beziehung und ich habe daher davor noch keinerlei Erfahrungen mit dieser Situation sammeln können. Bevor unsere Beziehung begann, habe ich mich sehr angestrengt um sein Herz zu gewinnen (etwa 3-4 Monate lang), ich habe mein Bestes gegeben, jeden Tag war ich so motiviert und habe in jeden Satz Herzblut gelegt, ich wollte es unbedingt schaffen. Ich habe mich schon früh in ihn verknallt/verliebt und habe auch gleich das Gefühl gehabt, dass ich ihn für mich gewinnen sollte, weil es sich danach angefühlt hat, als täte ich das absolut richtige. Und das hat nicht so lange gedauert, weil ich ihn überzeugen oder überreden musste, sondern weil wir uns im Internet kennenlernten (keine Vorurteile bitte, es war ganz anders als man sich das vorstellt) und uns dann erst nach den 3-4 Monaten in real trafen. Schon im Internet verstanden wir uns super, nur das Kennenlernen lief zuerst nicht ganz so glimpflich ab und es gab immer mal wieder kleinere Missverständnisse, die sich aber schnell legten und die dafür sorgten, dass wir uns danach noch besser verstanden. Wir haben die meiste Zeit über jeden Tag gechattet. Der Gesprächsstoff ging nie wirklich aus.
Als wir dann zusammen waren, spürten wir beide sehr schnell, dass wir einfach zusammen gehören, dass er DER Richtige für mich ist und dass ich seine EINE bin, dass uns so viel verbindet und es sich so richtig anfühlt, dass man vor Freude weinen möchte (was ich auch oft getan habe). Wir sind beide die Liebe des Lebsns des anderen. Dieses erfüllende Gefühl dass man ihn gefunden hat, ihn nicht mehr loslassen will und soviel Liebe spürt. Unser Zusammekommen und unsere Beziehung war lange Zeit wie ein Liebesfilm oder ein Märchen.
Ich habe schon in der Anfangsphase Liebe gespürt. Ich denke zumindest dass es Liebe ist. Ich war nämlich noch nie so tief in Gefühlen drin, wenn ich jemanden mochte, wie bei ihm.. Wenn etwas mal nicht rund lief und es konnte schon eine Lappalie sein, dann war das für mich ganz schlimm. Ich habe so geweint und das habe ich vorher bei keinem anderen. Eine große Angst ihn zu verlieren habe ich auch immer gehabt. Dass es sich mit ihm richtig anfühlt, habe ich auch dadurch gemerkt, wie er sich mir gegenüber verhält. Anfangs war das noch nicht so da. Aber es entwickelte sich recht schnell, dass er mich behandelte als wäre ich etwas ganz besonderes. Er hat mich behandelt wie eine Prinzessin oder einen Engel. Wenn er mich ansieht, das könnt ihr euch nicht vorstellen, man sieht in seinen Augen wie sehr er mich liebt. Seine Augen leuchten einfach und er sieht mich an als wäre ich die Welt für ihn. Er hat mich wirklich auf Händen getragen, er tut so viel für mich, er ist so gut zu mir. Wir tun uns gegenseitig gut.
Bevor wir zusammen waren, war er zum Spaß öfters auch mal etwas gemein zu mir oder ich habe es nur zu ernst genommen, jedenfalls reduzierte sich das gemein sein in unserer Beziehung fast komplett. Er ist wirklich sehr lieb. Er wurde in unserer Beziehung immer mehr wieder er selbst und er sagte, er kann in meinem Beisein so sein, wie er wirklich ist. (Er hat sich eine zeitlang verstellt und war deswegen nicht so nett) Aber auch schon als er weniger nett war, mochte ich ihn. Ich habe einfach immer gemerkt, dass da mehr dahinter steckt, wusste dass er in Wahrheit lieb ist. Und als mir das irgendwann bestätigt wurde und er mir gesagt hat dass ich es geschafft habe seinen Panzer zu durchbrechen, war ich so unendlich glücklich und auch stolz auf mich. Ich hätte mir niemals vorstellen können, solch einen wunderbaren Freund zu bekommen. Ihr müsst wissen, ich halte eher weniger von mir, ich bin nicht selbstüberzeugt und abgehoben schon gar nicht. Ich kann zwar schon selbstbewusst usw. sein, aber was z.B. Männer angeht, da habe ich immer gedacht, ich bekomme bestimmt keinen sehr attraktiven Mann. Und dass seine Art dann auch noch so toll ist, davon wagt man doch nicht zu träumen.. dass es jetzt doch so gekommen ist, hat mich immer sprachlos gemacht. Ich konnte mein Glück nicht fassen. Er ist wirklich ein Traummann. Mehr kann man sich in einem Mann nicht wünschen, sowohl charakterlich als auch äußerlich. Ich bin ihm auch immer sehr dankbar gewesen und bin es immer noch, was er für mich tut, wie verständnisvoll er immer ist, wie viel Zeit er sich für mich nimmt, wie viel er opfert. Auch ich war von Anfang an bereit, alles für diese Beziehung zu opfern. Wenn ich sage dass ich ihn nicht verdient hätte, dann sagt er dass ich so viel gutes verdient hätte und dass er gerne noch mehr tun würde.
Er hat mir schon oft sehr tief weh getan, zwar nie absichtlich, aber das hat mich schon ganz, ganz schlimm erschüttert und mich bitterlich und lange weinen lassen. Das hat mich dann auch an unserer Beziehung zweifeln lassen, aber wir haben uns immer wieder gefangen und ich habe ihm verziehen/über seine Fehler/Ausrutscher hinweg gesehen, weil ich ihn einfach so liebe. Und ich mir nicht vorstellen kann, ihn gehen zu lassen. Gestritten haben wir in den ersten Monaten übrigens fast gar nicht, also wirklich nicht. Gab eher ein paar Missverständnisse, nix wildes. Die Streits kamen dann erst später und inzwischen ist es sogar so, dass wir echt verdammt oft streiten und manchmal weine ich jeden Tag als wäre jemand gestorben, weil ich tief verletzt bin.
Nebenbei sei noch erwähnt, dass wir von Anfang an eine Fernbeziehung führen und uns deshalb nicht so oft sehen konnten wie andere Paare. Schon früh kam der Gedanke ans zusammenziehen bei uns auf, aus mehreren Gründen. Weil wir für immer zusammen bleiben wollen, weil wir uns sicher sind, weil die Entfernung einfach nur zermürbend ist, weil wir uns immer häufiger und stärker vermissen.
Schon bevor ich ihn richtig getroffen hatte, befand ich mich in der Verliebtheitsphase. Insgesamt würde ich meinen, die Phase hielt bei mir, seitdem ich ihn kenne, etwa 8 Monate an (groß geschätzt). Vor ein paar Monaten war ich mir noch extrem sicher, ich würde nie oder erst sehr spät aus dieser ersten Phase herauskommen. Einfach weil meine Gefühle so stark gewesen sind. Mittlerweile bin ich mir da nicht mehr sicher. Ich liebe die Verliebtheitsphase, ich bin eine von denen die wünschten sie würde nie enden. Das klingt vielleicht naiv. Aber wie gesagt habe ich auch nicht die Erfahrung. Wenn ich die Wörter höre, wie andere Liebe beschreiben, stellen sich mir die Nackenhaare auf. Weil sich Vertrautheit, Geborgenheit und dieses leise Plätschern von Gefühlen für mich nicht nach Liebe anhört. Liebe ist für mich ein sehr starkes, alles überdauerndes Gefühl. Vor allem habe ich Vertrautheit, Geborgenheit auch schon in Phase 1 empfunden und nur diese zwei Punkte machen für mich keine Liebe aus. Denn diese Gefühle empfindet man auch Freunden gegenüber.. wo ist dann noch der Unterschied zu der Person die du liebst und einer Freundin? Ich kann mir nicht vorstellen, neben der Person zu sitzen die ich liebe und mich vollkommen ruhig in meinem Herz zu fühlen. Dass das Herz still ist und gar nicht zeigt, dass man diese Person liebt!
Als ich bei meinem Freund Anzeichen dafür bemerkte, dass bei ihm Phase 1 vorbei sei, nahm ich ihm das sehr übel. Ich fühlte mich weniger geliebt und konnte es auch nicht recht verstehen, gerade weil ich noch in der ersten Phase war und es bei ihm so schnell ging, dass ich dachte das kann doch gar nicht sein. Immerhin sahen wir uns sowieso schon sehr selten (Fernbeziehung) und daher dachte ich, dass sich das dann länger hinzieht, bis es soweit ist.
Inzwischen bin wohl auch ich in die zweite Phase übergegangen.. und ich komme damit überhaupt nicht klar. Ich bin so verwirrt, dass ich mir nicht sicher bin, ob ich ihn noch liebe, weil ich im Vergleich zu vorher nur noch so verdammt selten etwas fühle. Jetzt fieber ich nicht mehr so mit bis eine Nachricht von ihm kommt. Ich bin nicht mehr so stark aufgeregt wie früher. Ich gebe mir weniger Mühe beim schreiben mit den Nachrichten (ich achte nicht mehr so darauf, dass die Sätze gut klingen oder dass ich besonders schnell antworte). Ich mache auch schonmal öfters was anderes nebenher und bleibe daran hängen, anstatt ihm gleich zu antworten wie früher. Ich bin in seiner Anwesenheit auch weniger gehemmt als früher, ich achte nicht mehr so stark darauf besonders toll rüber zu kommen. Ich spüre keine Aufgeregheit mehr, wenn ich z.B. Ich liebe dich sage oder schreibe. Wenn ich ihn umarme, ertappe ich mich immer öfter dabei wie ich nicht bei der Sache bin und sogar in der Gegend herumschaue anstatt einfach die Augen zu schließen und zu genießen. Die Küsse fühlen sich schon nach Routine an, keine Schmetterlinge mehr. Manchmal war es so (nicht immer), dass wenn er wieder fuhr, ich nicht so fertig war wie sonst. Wenn ich seine Nachrichten lese, lese ich sie weniger aufmerksam und überfliege sie eher (bleibe nicht mehr lange an den romantischen Stellen hängen). Früher bin ich bei romantischen Dingen vor Freude auf und ab gehüpft und habe laut gequietscht, jetzt auch nicht mehr. Ich habe ständig gegrinst, wusste dass ich glücklich bin, jetzt nicht mehr. Seit kurzem frage ich mich sogar, ob er nicht ein bisschen weniger nett zu mir sein könnte (ich will nicht dass er fies ist, aber vielleicht ist das Nette einfach zu viel geworden, es wurde ja immer mehr). Für den letzten Gedanken fühle ich mich auch richtig schlecht.

Dinge die wir jetzt schon eine Weile machen, empfinde ich mittlerweile als langweilig. Ich möchte dann immer etwas neues erleben, z.B. dass er mich mal mit einer neuen Zärtlichkeit überrascht oder so, die es vorher bei uns nicht gab. Wenn wir etwas machen, was wir vorher schon getan haben, spüre ich einfach nichts mehr oder nur ganz wenig.
Ich merke auch, dass das einzige, was ich momentan noch fühle, etwas sexuelles ist. Wenn er mich endlich nach längerem wieder richtig küsst und mir nicht nur ein kleines Küsschen gibt, spüre ich unten rum etwas. Aber eben nicht im Bauch.
Ein anderer Mann kommt für mich aber nicht in Frage.
Das einzige was mir vielleicht zeigt, dass ich ihn liebe, dass ich sofort weinen muss, wenn sich eine Trennung in meine Gedanken schleicht oder wenn ich allgemein fürchte, ihn wegen irgendwas zu verlieren. Und beim letzten Mal, als wir uns drei Wochen nicht gesehen haben, war das sehr schlimm für mich und ich wollte ihn unbedingt sehen. In der Zeit war am Ende das sexuelle Verlangen auch wieder hoch. Als dann geplant war, dass wir uns sehen, und es im letzten Moment doch nicht klappte, bin ich weinend zusammen gebrochen. Bei der vorletzten Abfahrt seinerseits zurück nach Hause bin ich auch heulend zusammen gebrochen.
Und weil ich so wenig fühle, fehlt mir von meinem Gefühl her und von meinen Kopf die Bestätigung, die mir zeigt, dass ich diesen Mensch liebe. Wie soll ich es wissen, wenn ich nichts fühle? Ich bin sehr verzweifelt und weiß nicht mehr weiter. Ich möchte nicht an uns zweifeln, aber es ist momentan nicht anders möglich. Ich möchte mir endlich wieder über meine Gefühle sicher sein. Mache ich etwas falsch? Bitte helft mir.
Ich habe Angst mit ihm darüber zu reden, denn das haben wir schon mal. Da habe ich ihm erzählt, dass ich nichts spüre und das war auch für ihn ganz und gar nicht schön. Ich habe dann zwei Tage gebraucht, bis ich wieder etwas fühlte, aber irgendwann kam die Gefühlslosigkeit erneut. Beim ersten Mal musste ich ihn davon überzeugen, dass ich wirklich etwas fühle, weil es ihn so verunsichert hat. Und jetzt habe ich das Problem wieder. Ich kann ihm doch nicht noch mal davon erzählen, dann wird er auch zweifeln und ich würde ihn so verletzen.. Ich habe schon überlegt, ob ich ihn darum bitten soll, dass wir mal ein paar Tage keinen oder nur wenig Kontakt haben sollten, damit ich merke ob sich gefühlsmäßig irgendwas bei mir tut. Doch dann müsste ich ihm davon ja erzählen und das geht wirklich nicht. Er merkt auch immer, wenn etwas bei mir nicht stimmt, er spürt es. Wenn er was merkt, wird er fragen und nicht locker lassen, bis ich es ihm sage.
Zudem würde es ihm schon sehr weh tun, Tage lang keinen Kontakt zu mir zu haben. Wir sind den ständigen Kontakt gewohnt und schätzen ihn sehr. Wenn wir Streit haben und ich mal kurz nicht antworte, leidet er sehr und telefoniert mir nach. Mir geht es genauso. Um rauszufinden ob ich dann etwas fühle, hätte ich es aber kurzzeitig gemacht. Wie gesagt, ist es aber keine Option.
Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass ich ihn nicht mehr liebe. Man findet doch nicht die Liebe seines Lebens und liebt ihn dann nach weniger als einem Jahr plötzlich nicht mehr ...

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19. April 2016 um 2:49

Ich habe so geweint und das habe ich vorher bei keinem anderen.
....da hab ich aufgehoehrt zu lesen...einfach zu viele widersprueche

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19. April 2016 um 3:16

Liebe Hannah!
Würdest Du bitte so nett sein, Dich etwas kürzer zu fassen und Deine Frage stellen? Darüber würde ich mich sehr freuen.
Vielen Dank im Voraus!

Liebe Grüße,

lib

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19. April 2016 um 3:59
In Antwort auf lightinblack

Liebe Hannah!
Würdest Du bitte so nett sein, Dich etwas kürzer zu fassen und Deine Frage stellen? Darüber würde ich mich sehr freuen.
Vielen Dank im Voraus!

Liebe Grüße,

lib


Tut mir leid ... es ist einfach sehr schwierig, die eigenen Gefühle aufzuschreiben und erklärlich zu machen, in so wenigen Worten wie möglich. Das verselbstständigt sich.
Ich möchte einfach nur wissen, wie ich merken kann ob ich meinen Freund noch liebe, wenn ich aus Phase 1 raus bin und kaum noch etwas von meinen eigenen Gefühlen spüre.

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19. April 2016 um 4:13
In Antwort auf tadhg_12899492


Tut mir leid ... es ist einfach sehr schwierig, die eigenen Gefühle aufzuschreiben und erklärlich zu machen, in so wenigen Worten wie möglich. Das verselbstständigt sich.
Ich möchte einfach nur wissen, wie ich merken kann ob ich meinen Freund noch liebe, wenn ich aus Phase 1 raus bin und kaum noch etwas von meinen eigenen Gefühlen spüre.

Liebe Hannah!
Schon gut.

Deinen Zeilen entnehme ich, dass Du sehr nahe am Wasser gebaut bist. Welcher Meinung bist Du? Welches Gefühl hast Du gerade? Schließe Deine Augen und denke darüber nach., stelle Dir Deine Situation vor. Anschließend gibst Du mir Bescheid, ja? Dafür in Voraus, ein großes Dankeschön!

Liebe Grüße,

lib

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19. April 2016 um 4:20
In Antwort auf lightinblack

Liebe Hannah!
Schon gut.

Deinen Zeilen entnehme ich, dass Du sehr nahe am Wasser gebaut bist. Welcher Meinung bist Du? Welches Gefühl hast Du gerade? Schließe Deine Augen und denke darüber nach., stelle Dir Deine Situation vor. Anschließend gibst Du mir Bescheid, ja? Dafür in Voraus, ein großes Dankeschön!

Liebe Grüße,

lib

Das stimmt.
Ja, momentan bin ich wirklich sehr nah am Wasser gebaut.
Meinst du damit, dass ich in mich gehen soll und versuchen soll, mir meine Frage selbst zu beantworten? das habe ich ja schon mehrmals probiert, gebracht hat es nicht wirklich was. Ich bin viel zu aufgewühlt und durcheinander.

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