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Zweifel nach 3 Jahren Beziehung, fehlt etwas? Sind wir zu verschieden? Wie viel kann Liebe geben?

7. Februar 2017 um 17:42

Liebe Community,
Mein Freund (26) und ich (26) sind seit etwa 3 Jahren in einer Beziehung, kennen uns aber seit 6. Seit einem halben Jahr wohnen wir nun auch zusammen.
Von Anfang an wussten wir beide, dass wir sehr verschieden sind, hatten aber immer das gefühl, uns eigtl ganz gut zu ergänzen. Doch in letzter Zeit komme ich ins Grübeln - denn ich möchte langsam DIE EINE beziehung haben, die für mein ganzes Leben und Heiraten und Kinder und das ganze Programm. Ich frage mich andauernd "ist er der eine?", "kann ich noch was besseres haben? (auch wenn ich diese Formulierung hasse...)", "werde ich es bereuene, mich damit zufrieden zu geben?". Ich bin generell ein sehr nachdenklicher Mensch, ich denke über alles nach, ich zweifel an Dingen die ich habe, ich bin selten zufrieden und will immer 'mehr'. Ich weiß auch, dass abgesehen davon, mein Freund einige meiner negativen Eigenschaften aushalten muss und ich selber nicht unbedingt der absolute Hauptgewinn bin. Ich war schon immer bei Männern sehr begehrt und beliebt, zwei meiner Exfreunde jammern mir noch heute hinterher, und das alles hat wohl dazu  beigetragen, dass ich immer denke, ich hätte das Beste verdient. So bin ich auch irgendwie aufgewachsen.
Nun ist unsere Beziehung gut, keine Frage! Wir gehen aufeinander ein, wir gleichen uns in unseren negativen Eigenschaften aus, wir haben Zukunftspläne, wir haben unser gemeinsames und unser eigenes Leben (Freiheit ist uns beiden enorm wichtig), wir vertrauen uns sehr, ich habe keine Angst mehr, verlassen zu werden, wir geben uns (glaub ich) beide das Gefühl uns zu begehren und wert zu schätzen. Nach Aussen hin, sagen alle wir hätten die perfekte Beziehung. Doch immer dieses Gefühl, dass mir was fehlt, dass ich mehr will?`Ich ärgere mich so, wieso zum Teufel kann ich nicht einfach genügsam sein und das toll finden, was ich habe? Einen Mann der mich vorbehaltlos liebt, mich begehrt, mir treu ist, der einen ordentlichen Job hat, super Freunde, eine tolle Familie, einen starken eigenen Willen und mir trotzdem Blumen miutbringt, Geschenke macht und Kontra gibt -  alles was ich je wollte!
Und dann fällt mir immer nur auf, was mir fehlt: ja, ich würde gerne mehr Abenteuer erleben, mehr Reisen, würde gerne mehr neues ausprobieren (Restaurants, Sportarten, Situationen; erleben erfahren fühlen schmecken riechen.......). Ich suche nach Tiefgründigkeit, nach philosophischen Gesprächen, nach Horizonterweiterungen! Ich habe Freundinen, mit denen ich einige dieser Leidenschaften ausleben kann, aber soll es denn so sein, dass ich all dies nicht in meinem Partner sehe? Reicht es aus, wenn man eine gute stabile Beziehung hat, in der man sich zuhört, füreinander da ist und Kinder großziehen kann? Erwarte ich wie immer zu viel?
Was sind dort eure Erfahrungen nach ein paar Jahren Beziehung? Seid ihr auch ans Zweifeln gekommen, wenn es darum ging, sich wirklich wahrhaftig für einen Partner zu entscheiden? Wie viel kann denn eurer Meinung nach eine Beziehung überhaupt 'leisten'? War jemand von euch an dem Punkt und hat sich dann getrennt? Oder war jemand von euch an dem Punkt und ist jetzt wieder glücklich in der selben Beziehung?
Ich hoffe sehr, ihr seid so lieb und teilt eure Erfahrungen mit mir. Es tut mir so weh, wie mein Freund leiden muss, denn er ist nicht blöd und kriegt mit, dass ich Zweifel habe...
Dank euch vielmals,
Sunny

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7. Februar 2017 um 17:50

Ja es wird immer etwas besseres geben aber entweder hörst du auf dem hinterher zu jagen- was ein häufiges Problem attraktiver Menschen ist die in ihrer Jugend umschwärmt werden- und nimmst einen wo du trotz der diversen Mängel die jeder Mensch so hat glücklich bist oder du jagst weiter und endest am Ende einsam, wenn dein Kapital, dein Äußeres, verbraucht ist bzw. die  Männer um dich herum reif genug geworden sind um zu erkennen dass es andere Eigenschaften sind die glücklich machen...

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7. Februar 2017 um 18:12

"Und dann fällt mir immer nur auf, was mir fehlt: ja, ich würde gerne mehr Abenteuer erleben, mehr Reisen, würde gerne mehr neues ausprobieren (Restaurants, Sportarten, Situationen; erleben erfahren fühlen schmecken riechen.......)"

Das geht doch alles mit dem vorhandenen Partner, oder nicht?

Ich finde es aber sogar sinnvoll, einiges allein zu machen, wie zB die Sportart. Die muss ich nicht mit dem Partner teilen. Philosophieren kannst Du mit einer Freundin.

Klar kann es bessere geben, es gibt aber auch sicherlich jede Menge schlechtere. Nur wenn Du ihn verlässt, um das zu testen, ist er vielleicht für immer weg.

Du beschreibst einen guten Mann, der Dir nicht alle Tage über den Weg laufen wird.

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7. Februar 2017 um 18:14

Nachtrag:

Irgendwie scheinst Du mit Dir selbst nicht zufrieden.
Nur wenn Dir das gelingt, kannst Du auch eine gelungene Beziehung führen.

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7. Februar 2017 um 18:14
In Antwort auf herbstblume6

Ja es wird immer etwas besseres geben aber entweder hörst du auf dem hinterher zu jagen- was ein häufiges Problem attraktiver Menschen ist die in ihrer Jugend umschwärmt werden- und nimmst einen wo du trotz der diversen Mängel die jeder Mensch so hat glücklich bist oder du jagst weiter und endest am Ende einsam, wenn dein Kapital, dein Äußeres, verbraucht ist bzw. die  Männer um dich herum reif genug geworden sind um zu erkennen dass es andere Eigenschaften sind die glücklich machen...

danke für deine Antwort. vermutlich hast du ja Recht :/

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7. Februar 2017 um 18:17
In Antwort auf unbeleidigteleberwurst

"Und dann fällt mir immer nur auf, was mir fehlt: ja, ich würde gerne mehr Abenteuer erleben, mehr Reisen, würde gerne mehr neues ausprobieren (Restaurants, Sportarten, Situationen; erleben erfahren fühlen schmecken riechen.......)"

Das geht doch alles mit dem vorhandenen Partner, oder nicht?

Ich finde es aber sogar sinnvoll, einiges allein zu machen, wie zB die Sportart. Die muss ich nicht mit dem Partner teilen. Philosophieren kannst Du mit einer Freundin.

Klar kann es bessere geben, es gibt aber auch sicherlich jede Menge schlechtere. Nur wenn Du ihn verlässt, um das zu testen, ist er vielleicht für immer weg.

Du beschreibst einen guten Mann, der Dir nicht alle Tage über den Weg laufen wird.

Auch dir danke ich für deine Antwort!
Ja, zumindest versuchen kannich es mit meinem Partner, auch wnen er fast immer die 'null-Bock'-Schiene fährt, sobald ich was vorschlage.
Wenn ich ihn verließe, er wäre ganz sicher für immer weg. Und ja, er ist ein guter Mann.
Und ebenfalls ja, ich bin mit mir selbst nicht zufrieden. Daran haben auch 8 Jahre Psychotherapie nur bedingt etwas geändert -  aber ich sehe nicht ein, dass ich deswegen keine Beziehung ausprobieren kann Ich weiß dass ich mir sowohl selbst, als auch ihm das Leben schwer mache
 

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7. Februar 2017 um 18:22

Warum gehen denn die von dir genannten Dinge, die dir fehlen nicht mit deinem Partner?

Ich bin wohl ziemlich genau gleich lang mit meinem Partner zusammen wie du und um ehrlich zu sein, hab ich nicht erst heute entschieden/ gemerkt, dass er DER Mann für mich ist. Das war für mich bereits die Voraussetzung, um mit ihm zusammen zu ziehen. Die von dir genannten Zweifel habe ich nicht. Ich bin mir sicher, aber mein Partner und ich sind auch nur von unserem Wesen her verschieden. Interesse und Begeisterung können wir großteils teilen, da sie ident sind.

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7. Februar 2017 um 18:25
In Antwort auf coquette164

Warum gehen denn die von dir genannten Dinge, die dir fehlen nicht mit deinem Partner?

Ich bin wohl ziemlich genau gleich lang mit meinem Partner zusammen wie du und um ehrlich zu sein, hab ich nicht erst heute entschieden/ gemerkt, dass er DER Mann für mich ist. Das war für mich bereits die Voraussetzung, um mit ihm zusammen zu ziehen. Die von dir genannten Zweifel habe ich nicht. Ich bin mir sicher, aber mein Partner und ich sind auch nur von unserem Wesen her verschieden. Interesse und Begeisterung können wir großteils teilen, da sie ident sind.

danke!
Also er ist eben nicht so abenteuerlustig wie ich und will eben nicht so viel erleben. er lebt sien leben vor sich hin und ist damit zufrieden. Neugierig ist er auch nicht. und philosophieren kann er schlichtweg nicht, immer wenn ich anfange, kommt nur eine kurze Antwort mit keinerlei Tiefgang
Klingt für mich generell so, als seien du und ich in unserer Art verschieden - manche Leute zweifeln, andere nehmen an, was sie haben.
 

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7. Februar 2017 um 18:27

versteh mich nicht falsch, das ist nicht negativ. Ich finde das bewundernswert, wenn man so ist. Wünschte mir oft, ich wäre auch so. Und das ist eine der Dinge, die ich an ihm liebe, dass er einfach genügsam ist und nicht immer nur grübelt grübelt grübelt
 

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7. Februar 2017 um 18:27
In Antwort auf sunnycowgirl

danke!
Also er ist eben nicht so abenteuerlustig wie ich und will eben nicht so viel erleben. er lebt sien leben vor sich hin und ist damit zufrieden. Neugierig ist er auch nicht. und philosophieren kann er schlichtweg nicht, immer wenn ich anfange, kommt nur eine kurze Antwort mit keinerlei Tiefgang
Klingt für mich generell so, als seien du und ich in unserer Art verschieden - manche Leute zweifeln, andere nehmen an, was sie haben.
 

versteh mich nicht falsch, das ist nicht negativ. Ich finde das bewundernswert, wenn man so ist. Wünschte mir oft, ich wäre auch so. Und das ist eine der Dinge, die ich an ihm liebe, dass er einfach genügsam ist und nicht immer nur grübelt grübelt grübelt

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7. Februar 2017 um 18:36

Ich glaub als allererstes solltest du mal den Wunsch nach DER EINEN BEZIEHUNG überdenken. Das kann passieren, muss aber nicht. Wieviele Menschen heiraten, bekommen Kinder und trennen sich? Sehr viele. Das Leben ist halt kein Disneyfilm. Ich bin zwar selbst verheiratet und geh sicher nicht davon aus, das wir uns jemals trennen, aber was weiß ich, was in 20 Jahren ist? Bin ja keine Hellseherin. Und es nicht Aufgabe deines Partners, dich glücklich zu machen, bzw dein Leben spannend. Das musst du selbst tun, für dich. Und vor allem, niemand ist zu 100% perfekt! So eine Person gibt es nicht. Und das wäre auch furchtbar langweilig. Du bist erst 26, du hast noch so viel Zeit, zergrübel dir doch nicht den Kopf und dein Leben, sondern genieß es einfach. Du gackerst da ein bisschen über ungelegten Eiern, was ich zwar zum Teil nachvollziehen kann, was aber nichtsdestotrotz völlig unnötig ist. Allerdings glaub ich, das fast jede Frau ( und Mann)sich zumindest kurz mal solche Gedanken macht, vor allem wenn eine Hochzeit ansteht. Ich glaub das ist ganz normal. Aber man sollte Dinge dann nicht zu sehr zergrübeln, sonst kommt man nie weiter.

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7. Februar 2017 um 18:50
In Antwort auf hawedere

Ich glaub als allererstes solltest du mal den Wunsch nach DER EINEN BEZIEHUNG überdenken. Das kann passieren, muss aber nicht. Wieviele Menschen heiraten, bekommen Kinder und trennen sich? Sehr viele. Das Leben ist halt kein Disneyfilm. Ich bin zwar selbst verheiratet und geh sicher nicht davon aus, das wir uns jemals trennen, aber was weiß ich, was in 20 Jahren ist? Bin ja keine Hellseherin. Und es nicht Aufgabe deines Partners, dich glücklich zu machen, bzw dein Leben spannend. Das musst du selbst tun, für dich. Und vor allem, niemand ist zu 100% perfekt! So eine Person gibt es nicht. Und das wäre auch furchtbar langweilig. Du bist erst 26, du hast noch so viel Zeit, zergrübel dir doch nicht den Kopf und dein Leben, sondern genieß es einfach. Du gackerst da ein bisschen über ungelegten Eiern, was ich zwar zum Teil nachvollziehen kann, was aber nichtsdestotrotz völlig unnötig ist. Allerdings glaub ich, das fast jede Frau ( und Mann)sich zumindest kurz mal solche Gedanken macht, vor allem wenn eine Hochzeit ansteht. Ich glaub das ist ganz normal. Aber man sollte Dinge dann nicht zu sehr zergrübeln, sonst kommt man nie weiter.

danke für deine Worte.
Ich bin selber Scheidungskind und möchte das einfach meinen Kindern nicht antun... Habe Angst davor, in 15 oder 20 Jahren da zu stehen und mich selbst im Spiegel nicht mehr ansehen zu können, weil ich meine Kinder traumatisiert habe. Aber klar, das sind wirklich wie du sagst alles ungelegte Eier! Ich zergrübel mir wirklich immer etwas den Kopf, es fiel mir schon immer schwer, das unter Kontrolle zu halten. Ich glaube das Thema Hochzeit ist auch das Problem, weswegen ich angefangen habe. In meinem Freundeskreis geht es grade so richtig los und das macht mir ebenfalls Angst. Obwohl ich sehr gerne heiraten möchte und mir das auch mit meinem Freund vorstellen kann.
Ich versuche mir deine Worte zu Herzen zu nehmen!
 

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7. Februar 2017 um 19:02
In Antwort auf sunnycowgirl

danke für deine Worte.
Ich bin selber Scheidungskind und möchte das einfach meinen Kindern nicht antun... Habe Angst davor, in 15 oder 20 Jahren da zu stehen und mich selbst im Spiegel nicht mehr ansehen zu können, weil ich meine Kinder traumatisiert habe. Aber klar, das sind wirklich wie du sagst alles ungelegte Eier! Ich zergrübel mir wirklich immer etwas den Kopf, es fiel mir schon immer schwer, das unter Kontrolle zu halten. Ich glaube das Thema Hochzeit ist auch das Problem, weswegen ich angefangen habe. In meinem Freundeskreis geht es grade so richtig los und das macht mir ebenfalls Angst. Obwohl ich sehr gerne heiraten möchte und mir das auch mit meinem Freund vorstellen kann.
Ich versuche mir deine Worte zu Herzen zu nehmen!
 

Das freut mich, wenn du über meine Worte nachdenkst. Ich kenn das sehr gut mit dem zu viel grübeln, damit macht man sich großteils das Leben schwer und es bringt nix. Ausserdem, wenn du deine Freundinnen, die jetzt heiraten fragst, kann ich mir gut vorstellen, das sie zumindest eine Sekunde drüber nachgedacht haben, ob sie das richtige tun. Das bindet man aber klarerweise niemand auf die Nase! Jetzt genieß dein Leben,100% Sicherheit kann dir niemand geben und was in 15-20 Jahren passiert sowieso nicht. Alles Gute!

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7. Februar 2017 um 19:13

Und was mir gerade wieder eingefallen ist, als ich meinen Mann kennengelernt hab, bin ich zur Therapeutin und meinte, ich weiß nicht, wie ich nochmal eine Trennung verkraften soll. Sie sagte, ob es nicht besser wäre, mir darüber Gedanken zu machen, wenn soweit kommen sollte und nicht aufgrund meiner damaligen Ängste von vorherein meine Beziehung schrotten. Wie recht sie hatte. Das waren schon sehr ungelegte Eier über die ich damals gegackert hab

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7. Februar 2017 um 19:29
In Antwort auf hawedere

Und was mir gerade wieder eingefallen ist, als ich meinen Mann kennengelernt hab, bin ich zur Therapeutin und meinte, ich weiß nicht, wie ich nochmal eine Trennung verkraften soll. Sie sagte, ob es nicht besser wäre, mir darüber Gedanken zu machen, wenn soweit kommen sollte und nicht aufgrund meiner damaligen Ängste von vorherein meine Beziehung schrotten. Wie recht sie hatte. Das waren schon sehr ungelegte Eier über die ich damals gegackert hab

dazu fällt mir ein Sprichwort ein, was in Australien oft gesagt wurde als ich da war; we cross that bridge when we get to to. So oft ich es mir auch sage, wirklich umsetzen kann ich es doch nicht

Alle meine Freundinen, die bisher heiratspläne haben, sind in Beziehungen die ich ehrlich gesagt ziemlich kacke finde, (keine eigenständigen Personen mehr, sehr viel Eifersucht, sich geneseitig blockieren etc etc) deswegen frage ich sie garnicht erst. Kenne ehrlich gesagt nur wenige Leute, die für mein Verständnis eine gute Beziehung führen. Und bisher gehörte ich selbst dazu. Blöde Zweiflerei.

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7. Februar 2017 um 20:09
In Antwort auf sunnycowgirl

Liebe Community,
Mein Freund (26) und ich (26) sind seit etwa 3 Jahren in einer Beziehung, kennen uns aber seit 6. Seit einem halben Jahr wohnen wir nun auch zusammen.
Von Anfang an wussten wir beide, dass wir sehr verschieden sind, hatten aber immer das gefühl, uns eigtl ganz gut zu ergänzen. Doch in letzter Zeit komme ich ins Grübeln - denn ich möchte langsam DIE EINE beziehung haben, die für mein ganzes Leben und Heiraten und Kinder und das ganze Programm. Ich frage mich andauernd "ist er der eine?", "kann ich noch was besseres haben? (auch wenn ich diese Formulierung hasse...)", "werde ich es bereuene, mich damit zufrieden zu geben?". Ich bin generell ein sehr nachdenklicher Mensch, ich denke über alles nach, ich zweifel an Dingen die ich habe, ich bin selten zufrieden und will immer 'mehr'. Ich weiß auch, dass abgesehen davon, mein Freund einige meiner negativen Eigenschaften aushalten muss und ich selber nicht unbedingt der absolute Hauptgewinn bin. Ich war schon immer bei Männern sehr begehrt und beliebt, zwei meiner Exfreunde jammern mir noch heute hinterher, und das alles hat wohl dazu  beigetragen, dass ich immer denke, ich hätte das Beste verdient. So bin ich auch irgendwie aufgewachsen.
Nun ist unsere Beziehung gut, keine Frage! Wir gehen aufeinander ein, wir gleichen uns in unseren negativen Eigenschaften aus, wir haben Zukunftspläne, wir haben unser gemeinsames und unser eigenes Leben (Freiheit ist uns beiden enorm wichtig), wir vertrauen uns sehr, ich habe keine Angst mehr, verlassen zu werden, wir geben uns (glaub ich) beide das Gefühl uns zu begehren und wert zu schätzen. Nach Aussen hin, sagen alle wir hätten die perfekte Beziehung. Doch immer dieses Gefühl, dass mir was fehlt, dass ich mehr will?`Ich ärgere mich so, wieso zum Teufel kann ich nicht einfach genügsam sein und das toll finden, was ich habe? Einen Mann der mich vorbehaltlos liebt, mich begehrt, mir treu ist, der einen ordentlichen Job hat, super Freunde, eine tolle Familie, einen starken eigenen Willen und mir trotzdem Blumen miutbringt, Geschenke macht und Kontra gibt -  alles was ich je wollte!
Und dann fällt mir immer nur auf, was mir fehlt: ja, ich würde gerne mehr Abenteuer erleben, mehr Reisen, würde gerne mehr neues ausprobieren (Restaurants, Sportarten, Situationen; erleben erfahren fühlen schmecken riechen.......). Ich suche nach Tiefgründigkeit, nach philosophischen Gesprächen, nach Horizonterweiterungen! Ich habe Freundinen, mit denen ich einige dieser Leidenschaften ausleben kann, aber soll es denn so sein, dass ich all dies nicht in meinem Partner sehe? Reicht es aus, wenn man eine gute stabile Beziehung hat, in der man sich zuhört, füreinander da ist und Kinder großziehen kann? Erwarte ich wie immer zu viel?
Was sind dort eure Erfahrungen nach ein paar Jahren Beziehung? Seid ihr auch ans Zweifeln gekommen, wenn es darum ging, sich wirklich wahrhaftig für einen Partner zu entscheiden? Wie viel kann denn eurer Meinung nach eine Beziehung überhaupt 'leisten'? War jemand von euch an dem Punkt und hat sich dann getrennt? Oder war jemand von euch an dem Punkt und ist jetzt wieder glücklich in der selben Beziehung?
Ich hoffe sehr, ihr seid so lieb und teilt eure Erfahrungen mit mir. Es tut mir so weh, wie mein Freund leiden muss, denn er ist nicht blöd und kriegt mit, dass ich Zweifel habe...
Dank euch vielmals,
Sunny

Kein Mensch kann übrigens alle Bedürfnisse erfüllen und für alles da sein... mein Mann mag einige meiner bevorzugten Dinge überhaupt nicht oder kann sie nicht- zB klettern... So what? Dann gehe ich eben mit einem Freund klettern. Schaue eine Sendung die er blöd findet wenn er nicht da ist und esse dazu noch das Essen das ich lecker finde und wo er Würgereiz von bekommt. Fahre wenn er nicht kann auch mal ein paar Tage alleine weg.
Dafür habe ich aber viel Freude an schönen Dingen die wir teilen und gemeinsam erleben dürfen. Unterm Strich ist es eine Frage der Perspektive, ich könnte jammern über das was ich bei ihm nicht bekomme. Ich bevorzuge aber mich an dem zu erfreuen was wir gemeinsam haben..Für mein Glück bin ich selbst verantwortlich .

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7. Februar 2017 um 22:15
In Antwort auf sunnycowgirl

danke!
Also er ist eben nicht so abenteuerlustig wie ich und will eben nicht so viel erleben. er lebt sien leben vor sich hin und ist damit zufrieden. Neugierig ist er auch nicht. und philosophieren kann er schlichtweg nicht, immer wenn ich anfange, kommt nur eine kurze Antwort mit keinerlei Tiefgang
Klingt für mich generell so, als seien du und ich in unserer Art verschieden - manche Leute zweifeln, andere nehmen an, was sie haben.
 

Keine Ahnung ob es typsache ist. Ich bin eigentlich kein genügsamer Mensch und hab in der Vergangenheit schon mit männern Schluß gemacht, weil Es bei mir einfach nicht genug bumm gemacht hat. Mein jetziger partner hat mich hingegen von Anfang an fasziniert

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8. Februar 2017 um 0:08

Nachtrag: ich glaube, du machst es dir zu leicht, wenn du davon ausgehst, dass Menschen die nicht zweifeln automatisch genügsam sind. 
Hab sogar neulich irgendwo ggelesen, dass die scheidungsrate bei leuten mit den typischen kalten Füßen vor der Hochzeit höher ist, aber ob die Quelle seriös war, kann ich dir nicht mehr sagen.

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8. Februar 2017 um 8:07

Nur so am Rande, mach dir bitte nur Gedanken um dich und deinen Partner und was wirkliche Probleme für dich sind und nicht um eine mögliche Traumatisierung von Kindern, die noch nicht geboren sind.
Es gibt auch Trennungen und Scheidungen, die einigermaßen fair sind und das bekommt man hin, wenn es soweit ist. Wahrscheinlich machst du dir jetzt diese Gedanken, weil du über deine Eltern kein positives Bild von einer Ehe mitbekommen hast. Vieles von dem was dir fehlt, kannst du in einer Ehe verwirklichen, auch notfalls ohne den Partner. Doch du kannst ihm auch sagen, dass dich deine Null Bock Haltung stört und was du dir konkret von ihm wünschst. Er wird wohl dir zuliebe auch mal etwas neues Wagen, ihr seid doch noch zu jung um gesetzt zu sein.

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8. Februar 2017 um 8:09
In Antwort auf toffifee111

Nur so am Rande, mach dir bitte nur Gedanken um dich und deinen Partner und was wirkliche Probleme für dich sind und nicht um eine mögliche Traumatisierung von Kindern, die noch nicht geboren sind.
Es gibt auch Trennungen und Scheidungen, die einigermaßen fair sind und das bekommt man hin, wenn es soweit ist. Wahrscheinlich machst du dir jetzt diese Gedanken, weil du über deine Eltern kein positives Bild von einer Ehe mitbekommen hast. Vieles von dem was dir fehlt, kannst du in einer Ehe verwirklichen, auch notfalls ohne den Partner. Doch du kannst ihm auch sagen, dass dich deine Null Bock Haltung stört und was du dir konkret von ihm wünschst. Er wird wohl dir zuliebe auch mal etwas neues Wagen, ihr seid doch noch zu jung um gesetzt zu sein.

Vertippt: Seine null Bock Haltung meine ich nicht deine ...

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