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Zweifel an Beziehung: Er hat sich für mich getrennt

15. Juni um 12:38 Letzte Antwort: 15. Juni um 19:40

Hallo liebes Forum,

ich weiß momentan nicht weiter und hoffe, dass Ihr mir einige Anregungen /Tipps geben könnt. Vor etwa einem dreiviertel Jahr habe ich (33)einen Mann (43)kennengelernt, der verheiratet ist und ein Kind hat, das allerdings schon 16 ist. Wie es so kommen musste, er sagte, er sei jahrelang schon unglücklich in seiner Ehe und so fingen wir etwas miteinander an. Es war wunderschön und leicht und wir waren uns beide sicher, dass wir zusammen sein wollen, weil wir uns lieben. Er hat das auch recht schnell seiner Frau gesagt, dass es da jemanden gibt. In der Zwischenzeit gab es ein Auf und Ab. Er fühlte sich schuldig und wollte es noch einmal mit seiner Frau versuchen, er schaffte es aber nicht einmal, sie zu küssen. Dennoch war die Zwischenzeit ein Auf und Ab. Mal schrieben und sahen wir uns und er sagte, dass er mich über alles liebt. Ich kämpfte fast ein halbes Jahr für unsere Liebe, bis ich eigentlich schon resignierte und mir sicher war, dass er über seine Schuldgefühle, die Familie nicht zusammen halten zu können, nicht hinweg kommt. Doch dann - für mich plötzlich und nicht mehr erwartet - stand er vor meiner Tür. Er hatte sich endgültig getrennt (ich bin mir sicher, dass seine Frau ihn nicht rausgeworfen hat) und ja ich weiß, das war unvernünftig, ist direkt bei mir eingezogen. Das war anfangs die ersten Wochen auch schön, aber mehr und mehr merke ich, dass mir das alles viel zu schnell gegangen ist. Ich fühle mich erdrückt und "vor vollendete Tatsachen gestellt" Dabei hatte ich uns fast schon abgeschlossen. Ich liebe ihn auf der einen Seite und auf der andern Seite fange ich an, ihn schlecht zu behandeln, weil mir die plötzliche Nähe nach den vielen Verletzungen in der Zwischenzeit zu viel ist. Ich würde mir mehr Zeit und etwas Abstand wünschen, es langsam angehen lassen wollen, schauen ob es mit uns passt.. Aber ich kann ihn doch auch nicht einfach vor die Tür setzen? Wie kann ich ihm klarmachen, dass mir alles zu final und zu schnell geht ohne ihn zu verlieren oder zu verletzen? 

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15. Juni um 12:55
Beste Antwort

Hast du mal hinterfragt, weshalb es dir auf einmal zu schnell geht? Macht dir irgendwas Angst? Hattest du vor seiner Zeit mal schlechte Erfahrungen? Setzt er dich mit irgendwas unter Druck, weil er irgendwas will, was du nicht leisten kannst? Machst du dir selbst irgendeinen Druck, der gar nicht sein müsst? Hast du die Sorge, dass es scheitert bzw warum meinst du, ihr könntest scheitern?


Wenn du herausgefunden hast, woher deine Angst vor der aktuellen Nähe kommt und weshalb du wirklich zweifelst, solltest du wohl das Gespräch mit ihm suchen. Klar, nicht rausschmeissen. Aber reden. Er kann ja auch nichts tun oder für dich da sein, wenn er nicht weiß, was mit dir los ist. Damit verunsicherst du ihn nur und sorgst erstrecht für schlechte Stimmung in der Beziehung. Offen reden ist immer das Beste. So könnt ihr euch gemeinsam überlegen, was ihr machen wollt. Vielleicht ist ihm gar nicht klar, dass es dir zu schnell ging. Und vielleicht ist es gar kein Problem für ihn, mal etwas auf die Bremse zu gehen. Aber versuch einfach immer zu reden. Und vorher mal etwas zu reflektieren.
 

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15. Juni um 19:40
In Antwort auf vikki_20440292

Hallo liebes Forum,

ich weiß momentan nicht weiter und hoffe, dass Ihr mir einige Anregungen /Tipps geben könnt. Vor etwa einem dreiviertel Jahr habe ich (33)einen Mann (43)kennengelernt, der verheiratet ist und ein Kind hat, das allerdings schon 16 ist. Wie es so kommen musste, er sagte, er sei jahrelang schon unglücklich in seiner Ehe und so fingen wir etwas miteinander an. Es war wunderschön und leicht und wir waren uns beide sicher, dass wir zusammen sein wollen, weil wir uns lieben. Er hat das auch recht schnell seiner Frau gesagt, dass es da jemanden gibt. In der Zwischenzeit gab es ein Auf und Ab. Er fühlte sich schuldig und wollte es noch einmal mit seiner Frau versuchen, er schaffte es aber nicht einmal, sie zu küssen. Dennoch war die Zwischenzeit ein Auf und Ab. Mal schrieben und sahen wir uns und er sagte, dass er mich über alles liebt. Ich kämpfte fast ein halbes Jahr für unsere Liebe, bis ich eigentlich schon resignierte und mir sicher war, dass er über seine Schuldgefühle, die Familie nicht zusammen halten zu können, nicht hinweg kommt. Doch dann - für mich plötzlich und nicht mehr erwartet - stand er vor meiner Tür. Er hatte sich endgültig getrennt (ich bin mir sicher, dass seine Frau ihn nicht rausgeworfen hat) und ja ich weiß, das war unvernünftig, ist direkt bei mir eingezogen. Das war anfangs die ersten Wochen auch schön, aber mehr und mehr merke ich, dass mir das alles viel zu schnell gegangen ist. Ich fühle mich erdrückt und "vor vollendete Tatsachen gestellt" Dabei hatte ich uns fast schon abgeschlossen. Ich liebe ihn auf der einen Seite und auf der andern Seite fange ich an, ihn schlecht zu behandeln, weil mir die plötzliche Nähe nach den vielen Verletzungen in der Zwischenzeit zu viel ist. Ich würde mir mehr Zeit und etwas Abstand wünschen, es langsam angehen lassen wollen, schauen ob es mit uns passt.. Aber ich kann ihn doch auch nicht einfach vor die Tür setzen? Wie kann ich ihm klarmachen, dass mir alles zu final und zu schnell geht ohne ihn zu verlieren oder zu verletzen? 

Meine Meinung: Doch, du solltest ihn vor die Tür setzen - gut, vielleicht nicht ganz so drastisch. Aber vom Zusammenleben rate ich euch derzeit ab. Es wäre besser und einfacher für euch, wenn ihr einander druckfrei kennenlernen könntet und für deinen Freund wäre es besser, wenn er Rückzugsmöglichkeiten hätte, um mit seiner Beziehung abzuschließen. Ich stelle mir vor, dass er diesen Prozess brauchen wird. 

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