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Zweierlei Unzufriedenheit

26. Mai um 10:47 Letzte Antwort: 27. Mai um 6:30

Hallo zusammen,

ich bin männlich, 52 Jahre alt und seit nunmehr 8 Jahren in zweiter Ehe mit meiner Frau verheiratet. Wir haben zwei tolle Kinder im Alter von 5 und 9 Jahren und führen ein nahezu sorgenfreies Leben.
Ich habe vor drei Jahren meine berufliche Heimat in die Nähe meines Wohnortes gelegt (war vorher unter der Woche 400 Kilometer entfernt) und bereue nahezu nichts. Ich kann dadurch viel mehr Zeit mit meinen Kindern und auch meiner Frau verbringen, bin wesentlich involvierter in die gesamten Abläufe des Tages ... und habe doch meine Probleme damit.

Es sind mehrere Punkte, die mich sukzessive auffressen.
Zum Einen ist es die Erziehung der Kinder. Meine Kinder waren in der Zeit, in der ich auswärts gearbeitet habe - bedingt durch die (zwar nur 10 Stunden pro Woche-) Berufstätigkeit meiner Frau - häufig bei Ihren Großeltern, die nur wenige Meter von uns entfernt wohnen. Mein Schwiegervater macht keine Fehler (seine offen vertretene Meinung). Er ist Rentner und hat natürlich viel Zeit für die Kinder.
Beide Kinder lieben Ihre Großeltern und sind nunmehr täglich bei ihren Großeltern. Oftmals komme ich abends nach Hause und weder meine Frau, noch die Kinder sind zu Hause. Spreche ich meine Frau darauf an, ändert sich die Situation für maximal eine Woche, danach ist wieder alles beim Alten. Zusätzlich bekomme ich unverhohlt von meinen Schwiegereltern gesagt, dass diese ja schließlich die Kinder erzogen haben. Ich werde hier in Erziehungsangelegenheiten komplett rausgelassen.

Zweiter Punkt ist die fehlende körperliche Zuneigung. Klar war die - alleine schon bedingt durch die beruflich bedingte Fernbeziehung - nie überdurchschnitlich. Die Zuneigung war jedoch spürbar, war es ein "In-den-Arm-Nehmen" oder ein kleines Küsschen. Seit nunmehr zwei Jahren schläft jedoch alles ein. Sämtliche körperliche Nähe ist wie weggeblasen. Keinerlei Berührung und auch Sex findet nur noch statt, wenn ich den Anlauf mache. Das beschränkt sich auf etwa 5 mal im Jahr und ist inzwischen auch nicht mehr richtig befriedigend. Es mag jetzt hart klingen, aber es entsteht in mir der Eindruck, dass meine Frau das "Pflichtprogramm" erfüllt und das wars. Ich zwinge sie nicht, würde das definitiv niemals tun, es fühlt sich aber für mich als Mann leider so an.

Ich habe mit meiner Frau mehrfach über die Situation gesprochen. Für sie erweckt es dann scheinbar immer den Eindruck, ich wolle mal wieder mit ihr schlafen. Auch wenn ich ihr sage, dass dies nicht der Grund für das Gespräch ist, bezieht sie es immer darauf. Ich komme da nicht an sie ran.

Ich habe eine tolle Frau, ich liebe sie über alles und komme doch in manchen Punkten nicht an sie ran. Es zermürbt mich und ich merke an mir selbst, dass die vielen "kleinen" Dinge inzwischen eine Brisanz erreichen, die mich sehr beschäftigt. War es früher 1 x im Monat, dass ich mich nicht wohlgefühlt habe, so ist es inzwischen täglich.

Was kann ich tun?


 

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26. Mai um 14:06

Hallo Blindfisch52,

es scheint mir so, als hättest du 2 Probleme, die du mit dem dritten lösen könntest.
Schicke deine Frau in die Wüste und suche dir was Neues.
Damit bist du deine Frau und deine Schwiegereltern los .... und hast eben ein neues Problem 

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26. Mai um 14:27

Also dafür, dass Du seit drei Jahren wieder vollständig zu Hause lebst haben sich einige Sachen aus der Zeit davor ja stark konserviert.Du sprichst allerdings mehrere Themenfelder an: Schwiegereltern die sehr dominant sind und Dich irgendwie auch abzulehnen scheinen.Die Frage ist, wann kommst Du aus der Arbeit, wann kommt denn die Familie denn mal heim? Musst Du sie holen, Essen sie auch bei den Schwiegereltern? Deine Frau scheint ja sehr stark an ihnen zu hängen wenn sie auch an den freien Tagen mit allen bei ihnen ist.Die körperliche Thematik betrifft Dich leider nicht allein sondern ist leider stark verbreitet. Zuviel Routine und zu wenig Paarzeit, ein Mann der nicht mehr begehrenswert erscheint, weniger Lust der Frau, ein Sicherheitsgefühl da zwei kinder da sind Haus gebaut ist und so die Existenz gesichert ist und sie sich nicht mehr anstrengen muss.
Sie erkennt es nicht als echte Not von Dir an, da sie nicht bereit ist darüber offen und ehrlich zu reden sondern Dich abperlen läßt.
Du kannst versuchen sie stärker zu umwerben, mehr Paarzeit zu schaffen und für mehr Schwung sorgen
Du kannst Dich selbst verändern, vom "netten" Familienvater wieder etwas mehr Pep reinbringen, mehr Dominanz und einfach auch mehr unternehmen
Du kannst Dich trennen weil sie Dich nicht mehr ernst nimmt und sich zum anderen gar nicht mehr ändern will, für Dich schon gleich gar nicht

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26. Mai um 15:31
In Antwort auf sophos75

Also dafür, dass Du seit drei Jahren wieder vollständig zu Hause lebst haben sich einige Sachen aus der Zeit davor ja stark konserviert.Du sprichst allerdings mehrere Themenfelder an: Schwiegereltern die sehr dominant sind und Dich irgendwie auch abzulehnen scheinen.Die Frage ist, wann kommst Du aus der Arbeit, wann kommt denn die Familie denn mal heim? Musst Du sie holen, Essen sie auch bei den Schwiegereltern? Deine Frau scheint ja sehr stark an ihnen zu hängen wenn sie auch an den freien Tagen mit allen bei ihnen ist.Die körperliche Thematik betrifft Dich leider nicht allein sondern ist leider stark verbreitet. Zuviel Routine und zu wenig Paarzeit, ein Mann der nicht mehr begehrenswert erscheint, weniger Lust der Frau, ein Sicherheitsgefühl da zwei kinder da sind Haus gebaut ist und so die Existenz gesichert ist und sie sich nicht mehr anstrengen muss.
Sie erkennt es nicht als echte Not von Dir an, da sie nicht bereit ist darüber offen und ehrlich zu reden sondern Dich abperlen läßt.
Du kannst versuchen sie stärker zu umwerben, mehr Paarzeit zu schaffen und für mehr Schwung sorgen
Du kannst Dich selbst verändern, vom "netten" Familienvater wieder etwas mehr Pep reinbringen, mehr Dominanz und einfach auch mehr unternehmen
Du kannst Dich trennen weil sie Dich nicht mehr ernst nimmt und sich zum anderen gar nicht mehr ändern will, für Dich schon gleich gar nicht

Hallo Sophos 75,
ich versuche mal Deine Fragen zu beantworten. Ich bin von 07:00 Uhr bis etwa 17:30 Uhr aus dem Haus, verbringe also somit den Abend eigentlich mit der Familie. Aufgrund der jetzigen Situation (Corona, kein Kindergarten und nur 1,5 x Schule pro Woche) verbringt meine Frau und die Kinder nahezu jede freie Minute bei meinen Schwiegereltern. Sie essen dort auch. Wenn ich um 17:30 Uhr zu Hause bin, kann es passieren, dass ich zwei Stunden auf meine Familie warte. Ich muss sie nicht holen, mache das auch extrem ungern, die Situation mit meinen Schwiegereltern bedingt dies. Selbst am Wochenende plant uns meine Frau zum Grillen oder Mittagessen bei meinen Schwiegereltern ein. Eine für mich inzwischen untragbare Situation, der ich des öfteren mit Unlust bzw. Vorgaukeln von irgendwelchen gesundheitlichen Einschränkungen versuche entgegenzuwirken. Wenn ich dann mal dabei sein muss, verhalte ich mich unauffällig, rede nichts und freue mich, wenn der Spuk vorbei ist. Es ist somit kein Unterschied, ob ich da bin oder nicht. 
Meine Frau versteht das nicht, argumentiert mit den Kindern, die ja gerne bei Oma und Opa sind, jedoch meines Erachtens mehr und mehr die "normalen" Sozialkontakte verlieren. Klar mus man wegen Corona etwas zurückfahren, aber gar keinen Kontakt außer den zu meinen Schwiegereltern ist schon etwas besorgniserregend.

Zu,m zweiten Thema gebe ich Dir recht, hier ist es die alltägliche Tristesse, die vieles einschlafen lässt. Resultierend aus Punkt 1 sind natürlich auch die "Ich-unternehme-etwas-mit-meiner-Familie-Momente" oder gar die Zeiten, in denen ich etwas nur mit meiner Frau zusammen nahezu nicht vorhanden. Somit beißt sich die Katze in den Schwanz . Es fehlt schon, mal eine körperliche "Anerkennung" zu bekommen. Das Thema "Dominanz" ist weniger meins, bin zwar als Führungskraft eher dominant, zu Hause aber genau das Gegenteil. Sehr auf Harmonie bedacht, lieber die Klappe halten und machen .
Es ist wohl eher davon auszugehen, dass es irgendwann in einer Trennung enden wird ... oder ich den Arsch in der Hose habe, mir eine Affaire zu suchen...

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26. Mai um 15:42
In Antwort auf zdenka_20391460

Hallo Sophos 75,
ich versuche mal Deine Fragen zu beantworten. Ich bin von 07:00 Uhr bis etwa 17:30 Uhr aus dem Haus, verbringe also somit den Abend eigentlich mit der Familie. Aufgrund der jetzigen Situation (Corona, kein Kindergarten und nur 1,5 x Schule pro Woche) verbringt meine Frau und die Kinder nahezu jede freie Minute bei meinen Schwiegereltern. Sie essen dort auch. Wenn ich um 17:30 Uhr zu Hause bin, kann es passieren, dass ich zwei Stunden auf meine Familie warte. Ich muss sie nicht holen, mache das auch extrem ungern, die Situation mit meinen Schwiegereltern bedingt dies. Selbst am Wochenende plant uns meine Frau zum Grillen oder Mittagessen bei meinen Schwiegereltern ein. Eine für mich inzwischen untragbare Situation, der ich des öfteren mit Unlust bzw. Vorgaukeln von irgendwelchen gesundheitlichen Einschränkungen versuche entgegenzuwirken. Wenn ich dann mal dabei sein muss, verhalte ich mich unauffällig, rede nichts und freue mich, wenn der Spuk vorbei ist. Es ist somit kein Unterschied, ob ich da bin oder nicht. 
Meine Frau versteht das nicht, argumentiert mit den Kindern, die ja gerne bei Oma und Opa sind, jedoch meines Erachtens mehr und mehr die "normalen" Sozialkontakte verlieren. Klar mus man wegen Corona etwas zurückfahren, aber gar keinen Kontakt außer den zu meinen Schwiegereltern ist schon etwas besorgniserregend.

Zu,m zweiten Thema gebe ich Dir recht, hier ist es die alltägliche Tristesse, die vieles einschlafen lässt. Resultierend aus Punkt 1 sind natürlich auch die "Ich-unternehme-etwas-mit-meiner-Familie-Momente" oder gar die Zeiten, in denen ich etwas nur mit meiner Frau zusammen nahezu nicht vorhanden. Somit beißt sich die Katze in den Schwanz . Es fehlt schon, mal eine körperliche "Anerkennung" zu bekommen. Das Thema "Dominanz" ist weniger meins, bin zwar als Führungskraft eher dominant, zu Hause aber genau das Gegenteil. Sehr auf Harmonie bedacht, lieber die Klappe halten und machen .
Es ist wohl eher davon auszugehen, dass es irgendwann in einer Trennung enden wird ... oder ich den Arsch in der Hose habe, mir eine Affaire zu suchen...

Am besten erst dir Trennung und dann die Affäre... Bei so dominanten Schwiegereltern hast du sonst die schlechtesten Karten bzgl deiner Kinder.

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26. Mai um 15:49

Könnt ihr die Nähe der Schwiegereltern nicht so nutzen, dass du und deine Frau mehr Zweisamkeit habt? 

Einigt euch darauf, dass ihr für den kommenden Monat das Thema Sex komplett ausblendet, um den Druck rauszunehmen. Aber kommt euch anderweitig näher. Kuschelt abends auf der Couch, macht einen Spaziergang mit Händchenhalten. Denkst du, sie wäre dazu bereit?
 

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26. Mai um 15:55

Ich sehe jetzt erst, dass der TE unter dem Nick blindfisch52 den Thread erstellt, sich dann selbst mit zdenka_20391460 um 14:06 Uhr geantwortet und dann vergessen hat, auf blindfisch52 zurückzuloggen und als TE mit zdenka_203912460 um 15:31 Uhr weitergeschrieben hat. 🙄🙄🙄🙄

Hat man nichts Besseres zu tun, als Fake-Threads zu erstellen?

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27. Mai um 0:48
In Antwort auf valieee

Ich sehe jetzt erst, dass der TE unter dem Nick blindfisch52 den Thread erstellt, sich dann selbst mit zdenka_20391460 um 14:06 Uhr geantwortet und dann vergessen hat, auf blindfisch52 zurückzuloggen und als TE mit zdenka_203912460 um 15:31 Uhr weitergeschrieben hat. 🙄🙄🙄🙄

Hat man nichts Besseres zu tun, als Fake-Threads zu erstellen?

treffer versenkt!

und ich hab mir glatt noch überlegt, was hilfreiches für den depp zu verfassen...

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27. Mai um 6:30
In Antwort auf valieee

Ich sehe jetzt erst, dass der TE unter dem Nick blindfisch52 den Thread erstellt, sich dann selbst mit zdenka_20391460 um 14:06 Uhr geantwortet und dann vergessen hat, auf blindfisch52 zurückzuloggen und als TE mit zdenka_203912460 um 15:31 Uhr weitergeschrieben hat. 🙄🙄🙄🙄

Hat man nichts Besseres zu tun, als Fake-Threads zu erstellen?

Wäre mir jetzt gar nicht aufgefallen, danke für den Hinweis. 
Corona und diese komische Zeit vernebelt anscheinend bei vielen das Denken und führt zu merkwürdigen Aktionen 

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