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Zweckbeziehungen effizient?

22. Mai 2005 um 12:49

Hallo zusammen,
ich habe mal eine ganz allgemeine Frage zu stellen. Können Zweckbeziehungen vielleicht zufriedenstellender als sogenannte Liebesbeziehungen sein? Ich komme darauf, weil es in meinem Falle mit der `Liebe nicht geklappt hat und ich keine Lust mehr habe, ein Luftschloss aufrecht zu erhalten. Ich werde dieses Jahr 30 und sehe, dass sich die meisten meiner Freundinnen mittlerweile in zweckmäßige Beziehungen begeben haben. Vor 5 Jahren waren die noch voller Flausen. So und so müsse der Mann sein, das und das Verhalten wünschten sie sich von dem, der sie abstauben sollte. Heute reden sie ganz abgebrüht über ihre Kerls. Es hat sich bei denen halt alles eingespielt, und wenn z. B. im Bett tote Hose ist, dann ist das halt o. k., weil es bei den meisten anderen auch nicht anders ist. Und nun frage ich mich, ob das nicht vielleicht doch besser als das Alleinsein ist. Ich bin nämlich schon ewig Single, und das Ganze kotzt mich nur noch an. Ist vielleicht ein Mann, den man nur ganz o. k. findet, der einen also nicht wirklich begeistert, eventuell nicht einmal interessiert, besser als gar nichts? Ich könnte mir zumindest vorstellen, dass dann im Fall der Fälle kaum Trennungsschmerz vorliegt. Das wäre ja schon mal was.
Versteht mich nicht falsch. Ich bin kein kalter Fisch. Ich habe nur keine Lust mehr, auf etwas zu warten, was womöglich nie eintreffen wird. Ich denke halt nur an den Satz: "Der Spatz in der Hand ist besser als die Taube auf dem Dach." Was meint ihr dazu?
Viele Grüße
Shaffer1

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23. Mai 2005 um 10:58

Der Spatz in der Hand...
...kann manchmal zur Taube werden.

Nur nicht den Kopf hängen lassen. Ich war mit 30 auch noch Single. Und dachte nicht im Traum daran, jemals etwas anderes zu machen als Karriere. Es kam ganz anders.

Heute bin ich (fast) 37, bin auf Jobsuche und weiss, wenn ich einen neuen Job habe, werde ich mit meinem Freund zusammenziehen. Komisch. Kam alles anders, als ich es erwartet hatte.

Denn eigentlich wollte ich in dem Moment, als ich meinen Freund kennenlernte, keine Beziehung mehr. Hatte genug davon, mich klein zu machen, damit ich das Ego meines männlichen Anhängsels nicht verletzte.

Mein Rat: sei offen und lass Dich vom Leben überraschen. Dann kommt es schon gut.

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23. Mai 2005 um 11:57

Lass den Spatz fliegen...
und lass dir vor allem von niemandem einreden, das es besser ist sich mit etwas zufrieden zu geben als alleine zu sein!!!

Ich weiss wie frustrierend es sein kann Singel zu sein. Ich war nach einer 6jährigen Beziehung 2 1/2 Jahre alleine. Ich weiss das ist nicht gerade eine sehr lange Zeit, aber mir schien es am Anfang wie eine Ewigkeit.

Ich dachte ich sei ohne einen Partner nur ein halber Mensch.

Aber irgendwann wurde mir klar, dass ich mich nicht darin deffinierte, ob ich nun einen Partner habe oder nicht, sondern was ich aus meinem Leben mache.

Von da an habe ich mein Leben und vor allem mein Singeldasein voll ausgekostet.
Ich habe es genossen auf Partys zu gehen und Spass zu haben.
Ich habe Dinge getan, die ich nicht missen möchte und Dinge die ich heute vielleicht anders machen würde. Und trotzdem bereue ich nichts.

Du sprichst davon dass in einer Zweckbeziehung der Trennungsschmerz nicht allzugross wäre.
Aber wenn du wirkliche Leidenschaft und Gefühl erleben willst, solltest du (eventuelle darausfolgende) Schmerzen nicht scheuen.
Man lebt nur dann wirklich, wenn man manchmal spürt wie schmerzlich das Leben sein kann.
Höhen und Tiefen gehören da einfach dazu. ( ich weiss das klingt abgedroschen, ist aber so)

Irgendwann wird dir eine Mann über den Weg laufen, für den du noch so gerne bereit bist das Risiko auf dich zu nehem, verletzt zu werden.
Wenn du das Risiko nie eingehst, wirst du auch nie herausfinden was Leidenschaft ist.

Hohl dir die Liebe und Geborgenheit bei deinen Freuden und Bekannten und geniesse alles was das Leben mit sich bringt.

Alles ist besser als sich zufrieden zu geben!!!!

Liebe Grüsse
mj25

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23. Mai 2005 um 12:29

Ich wäre mir zu schade...
Also ich könnte so eine Zweck-Beziehung nioxht führen.

1. Nutzt man den Partner aus. Außerdem ist es verletzend für den anderen ,wenn er raus bekommt, dass man nur mit ihm zusammen ist, um überhaupt jemandenzu haben. Wenn ein bessere ist, ist man weg.

2. Ist das LEben zu lang, um mit dem falchen Partner zusammen zu sein. Und ein Zweck-Partner ist der falsche Partner. Ich wäre mir dafür zu schade. Echt.

3. Was fürhren Deine Freundinnen für ein Leben.? Im Bett läuft es nicht - ok! Nix ist ok. Was soll das? Ist das ein erfühlltes Lebèn? Nee, mit Sicherheit nicht.
Dann lieber alleine glücklich leben, als mit jemanden aus Zweckgründen zusammen zu sein. Irgendwann geht Dir diese Person auf den Zeiger, Dir platz der A5sch und er weiß nicht was er falsch gemacht hat. Nix, er ist nur nicht der Richtige..... Also... Tze tze tze


LG Pluster

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23. Mai 2005 um 13:21

Hallo kleine Ente...
Ich bin deiner Meinung wenn es darum geht, das die grosse Verliebtheit mit den Jahren nachlässt. Aber wieso soll ich denn von Anfang an darauf verzichten?
Natürlich gibt es Menschen, die die Erwartungen an ihren "Traumpartner" ziemlich hoch stecken.
Aber was wäre das für ein trauriges Leben wenn ich jeden Morgen neben einem Mann aufwachen würde und denken würde; ach, besser er als keiner!!???
Nein, nein, ich glaube das ist auch ein Grund warum so viele Beziehungen nach einiger Zeit kaputt gehen.
Wenn ich mich mit dem Spatz zufrieden geben würde, würde ich die Taube trotzdem nicht vergessen. Und wenn es der Taube irgendwann in den Sinn käme mal einen kurzen Ausflug auf meine Hand zu machen, so würde ich den Spatz wohl schnell von meiner Hand runterschieben. Nicht?

Wenn ich mir vorstelle, das ich für meinen Partner "nur" der Spatz bin, da er nichts besseres kriegen konnte... Schrecklich!

Natürlich sind die Schmetterlinge nicht für die Ewigkeit. Aber seien wir ehrlich, sie sind ein wunderschönes Gefühl.
Ach ja und ich glaube nicht an DEN Traummann. Es wäre sehr deprimierend wenn es nur EINEN Traummann geben würde.
Von diesen Märchenvorstellungen halte ich nichts.
Trotzdem bin ich der Meinung dass man durchaus einen Mann finden kann der einem ein berauschendes Glücksgefühl beschehren kann und der sich dann auch im Alltag "bewährt".

Liebe Grüsse
mj25

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23. Mai 2005 um 13:46

Ja, ja ...
das was du meinst hat definitv nichts mit Schmetterlingen zu tun.
Aber ich bin mir nicht sicher, ob du oder ich das Thema missverstanden haben.
Na ja es geht doch darum ob man auf den "Richtigen" warten soll oder ob man sich "zufrieden" geben soll mit Typen die man gerade noch ok findet, oder!?
Na, und wenn's nur um geilen Sex geht, bin ich der Meinung, brauch ich mich doch erst recht nicht nur "zufrieden" zu geben. Dann häng ich mich aber auch nicht an den Erstbesten Typen, nur um nicht mehr allein zu sein, sondern geniesse mein Singelleben in allen Zügen.

So war das eigendlich gemeint.

Wenn man sich aber auf eine Beziehung einlässt ist jeder selbst dafür verantwortlich wie sein Sexualleben aussieht.

Aber ich glaube nicht das das Sexleben in einer Zweckbeziehung in der man einander gerade mal "ok" findet, allzu berauschend sein kann.

Im grossen und ganzen bin ich aber dann schon deiner Meinung. Ich hoffe auch das mein Sexleben mit meinem Partner auch noch in 10 Jahren so ( wie du es nennst) rattig scharf ist


Liebe grüsse
mj25


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23. Mai 2005 um 14:05

Kann ich verstehen,
was Du meinst. Vielleicht waren Deine Ansprüche bisher ja auch immer ZU hoch aus Gründen des Selbstschutzes?
Das was Du oben beschreibst, muß sich nicht furchtbar anfühlen, es kann sich sehr vertraut anfühlen - es ist eben der Alltag!
Das heißt weder, dass es nicht schön sein muß noch, dass man das Ganze so absolut sehen muß, nein, man kann es ja auch aufpeppen, das liegt ganz an einem selbst!

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23. Mai 2005 um 14:23

Falsch verstanden...
ups, na ja, so wie's aussieht, hab ich da was falsch verstanden.
Ich dachte es geht darum, dass du dich jetzt in irgendeine Beziehung stürzen willst, bei der du nicht das geringste empfindest.
Wenns aber darum geht, dass eine Beziehung nicht ein ewiges Hoch sein kann, bin ich ein wenig anderer Meinung.
Selbstverständlich bleibt in einer Beziehung alles wie am ersten Tag.
Klar wird das Kribbeln mit der Zeit weniger. Die Schmetterlinge melden sich nur noch selten und vieles wirkt eingerostet.
Dann muss man sich aber selbst an der Nase nehmen und etwas für seine Beziehung tun.
Ich glaube nicht das man eine längere Beziehung als Zweckbeziehung ansehen kann.
Eine Zweckbeziehung ist es aus meiner Sicht, wenn man eine Beziehung mit dem Gedanken eingeht, dass zur Zeit halt nichts Besseres zur Verfügung steht.

Ich finde, das hat eines mit dem anderen nichts zu tun.

Also an dieser Stelle - Sorry kleine Ente - hab die Frage sogesehen missverstanden.
Bin auch der Meinung, dass das Wachsen einer Beziehung nichts verkehrtes ist.
Bin aber strickt dagegen sich von Anfang an mit etwas zufrieden zu geben.

Also sorry nochmals

Gruss
mj25

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23. Mai 2005 um 14:28

Absolut
Ich glaube auch, dass sex ein absolut wichtiger Punkt in einer Beziehung ist.
Die Frage ist, ob man zwangsweise in eine Zweckbeziehung driftet, wen man länger zusammen ist... Ich habe die Hoffnung noch nicht aufgegeben und bin der Meinung das jeder selbst sein Liebesleben so interessant wie möglich gestalten muss.

Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt!!!!

Grüsse
mj25

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23. Mai 2005 um 20:39

Danke!
Guten Abend, Ihrs!
Erst mal vielen Dank für eure Antworten! Gestern bewegte sich wie beim Eurovision Song Contest erst gar nichts, nachdem ich meinen Text hier reingestellt hatte. Und da dachte ich schon: "Uuuups, entweder schwimmen hier alle komplett auf der Romantik-Welle oder keiner traut sich, sich auf die Gegenseite zu stellen."
Ich möchte noch kurz klar stellen, dass das Gedankengut, das ich derzeit mit mir herumschleppe, echt nicht das Dollste ist. Politisch korrekt ist es sicherlich nicht, aber es spiegelt eine übliche Praxis wider.
Im Thread klang schon an, dass es durchaus üblich ist, den Spatz in der Hand ganz flott wieder auf die Reise zu schicken, sobald sich eine Taube dort niederlassen will. Tja, selbst das habe ich schon erwogen. Echt, ich würde anderes anvisieren, wenn denn anderes klappte. Meine Ansprüche sind nicht megahoch. Ich bin halt nur mehrmals hintereinander an ungeeignete, teilweise richtig fiese Kerls geraten, habe dann ordentlich Liebeskummer geschoben und schließlich befunden, dass es nix bringt, z. B. aufrichtig und - was Männer angeblich sehr gerne mögen - natürlich zu sein. Nö, genau das sollte man scheinbar nicht sein. Lieber Prinzessin spielen und immer schön eifersüchtig machen. So, und nun hab ich so langsam wirklich keinen Nerv mehr auf diese Spielchen bzw. auf das ewige Hoffen und Warten und ziehe eine saubere, rational begründete Beziehung wie zu Omas und Opas Zeiten in Erwägung. Vielleicht tun uns modernen Menschen die Wahlmöglichkeiten gar nicht so gut. Schließlich brachen mit ihrem Aufstieg auch die alten Umgangsregeln zusammen, und genau die vermisse ich. Ich will wissen, woran ich bin, wenn ich jemanden kennen lernen. Ich will nicht mehr verletzt werden.
LG

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