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Zwar immer noch kein Rosenkrieg - aber es doch anders als man denkt!

7. November 2007 um 14:07

Vor ein paar Wochen habe ich hier meinen ersten Bericht über die Trennung von meinem Mann geschrieben. Wir haben zwar immer noch keinen Rosenkrieg - aber so wie ich es be- schrieben habe (Freundschaft etc.), so ist es dann doch nicht. Ich bin nicht seine Freundin und er ist nicht mein Freund. Nein, er ist der Mann, der mich für eine andere verlassen hat. So sieht es aus! Von Freundschaft kann im moment bei mir keine Rede sein. Es wäre zwar einfacher, aber die Gefühle lassen es noch nicht zu. Von vielen Seiten hört man: schick ihn in die Wüste oder sei froh, dass du ihn los bist, du hast etwas besseres verdient oder diese tollen Aussagen: es gibt noch andere schöne Männer! Ja, ich weiß das alles doch. Nur sehen will man es noch nicht. Zu sehr ist man noch verletzt und traurig. Gut, die Abhängigkeit läßt nach, an das allein sein gewöhnt man sich, die Gewohnheit nimmt einen anderen Lauf. Die Kinder spielen mit und sind eigentlich ziemlich relaxt (wenn ich das mal von mir behaupten könnte). Die Wohnung ist neu eingerichtet und renoviert. Die Finanzen sind geklärt .... soooo und jetzt kann es doch eigentlich weiter gehen!!! Aber es geht nicht richtig voran. Weihnachten steht vor der Tür und ein Familienfest wird es diesmal nicht (wir sind ja keine mehr). Äh, das heißt zu dritt wird es eins werden. Sylvester kommt ja auch noch, was macht man da denn??? Und so geht es den ganzen Tag. Überlegungen an Überlegungen. Die andere Seite feiert seinen "Neuanfang" und läßt sich ordentlich verwöhnen (Komplimente, toller Mann, man kann so toll miteinander reden, was ganz anderes als das Alte (oder die Alte) etc). Dann kommt so etwas wie:"du hast mich schon vor lange Zeit verlassen, es war nur noch eine Frage der Zeit, wann ich gehe". Wie schlecht es mir ging, hat er zwar gemerkt, aber geholfen hat mir keiner. Als es mir am schlechtesten ging, ist er gegangen. Die einfachste Lösung. Irgendwo hier hab ich den schlauen Satz gelesen: wenn keine Neue im Spiel ist, verläßt ein Familienvater nicht so einfach seine Familie" wie wahr!! Die Chance sich zu ändern, ernsthaft zu ändern, habe ich nicht bekommen beim letzten Mal. Nein ganz im Gegenteil, es hieß: du änderst dich nie"!!! Jetzt habe ich mich verändert. Für mich und meine Kids. "Zu spät" hab ich auch schon gehört. Tja wie man es macht, man macht es verkehrt. Also versuche ich es in nächster Zeit richtig zu machen und zwar ohne ihn. Eine Freundschaft muss man sich verdienen, dazu gehört viel und dass muss erst einmal erfüllt werden. Insofern bleibt es bei dem Verlassenheitsgefühl und nicht bei Freundschaft. Es wird keine Rosenkrieg geben, aber Freundschaft wir es in nächster Zeit auch nicht geben. Eher ein Umgangsrecht wegen der Kinder. Einfach wäre es man sehe sich wirklich nicht mehr. So gewöhnt man sich warscheinlich schneller an die Situation, aber die Kinder stehen immer im Vordergrund und das ist auch gut so. Sie sollen sich nicht entscheiden, wen sie lieben, sie sollen beide lieben. Hoffen wir auf bessere Zeiten und lassen es auf uns zukommen. Die Zeit regelt alles, so oder so!

Liebe Grüße Christine

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7. November 2007 um 15:34

Hallo Christine...
Kannst du dich noch an deinen ersten Beitrag erinnern, als du fragtest: "Warum immer Rosenkrieg?" Du meintest, dein Mann, der dich wegen einer anderen Frau verlassen hatte, wäre nun dein Freund. Du hattest einiges an Gegenwind zu spüren bekommen, oder? Tja, nun siehst du es zum Glück selbst ein. Es geht so (normalerweise) nicht. Entweder man ist ein Paar oder eben nicht. Aber aus einem langjährigen Paar, dass sich liebt, kann unter solchen Umständen üblicherweise keine Freunde werden. Zu tief sind die Wunden, zu groß die Verletzungen. Ich denke, bestenfalls ist der Ex einem irgendwann egal, so das man nichts mehr empfindet, wenn er einem über den Weg läuft. Doch bis dahin ist es noch ein gewaltiger Weg...

Willkommen in der Realität, Christine! Schön, dass du da bist!

Liebe Grüße,
Rudi

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7. November 2007 um 15:40

Ich auch!
Mir geht es ganz genauso wie dir! Dieser text hätte von mir sein können. Will er denn eine Freundschaft zu dir? Mein Ex schon, nur ich brauch alles andere als das im Moment. Ich will ihn einfach nicht sehen! Darum übergibt meine Mutter immer das Kind. Das passt ihm auch nicht, dass ich ihn nicht sehen will.
Mein Ex hat sogar gesagt, wenn diese "Neue", die ja jetzt die Richtige ist, nicht einfach so aufgetaucht wäre(denn er kann ja nix dafür, dass er sich verliebt hat, das hat er ja nicht geplant), dann hätte es mit uns wieder schön werden können.(nach ein paar Wolken am Beziehungshimmel)
Da frag ich mich, wieso er wegen diesen paar Schmetterlingen im Bauch alles zerstört hat, wenn es eh wieder hätte werden können.
Ich glaub, viele Männer geben sich immer dem angenehmsten hin, was sich gerade so bietet. Und dass is eindeutig eine neue Frau, mit der es absolut keine Probleme gibt!(noch!!)

Wegen den Familienfesten mach dir keine Sorgen, du hast ja immerhin Familie. Du und deine Kinder seid ja Familie! Macht euch eine lustige Silvesterparty zu Hasue!
Viel Kraft +LG

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7. November 2007 um 18:12
In Antwort auf damion_12360125

Hallo Christine...
Kannst du dich noch an deinen ersten Beitrag erinnern, als du fragtest: "Warum immer Rosenkrieg?" Du meintest, dein Mann, der dich wegen einer anderen Frau verlassen hatte, wäre nun dein Freund. Du hattest einiges an Gegenwind zu spüren bekommen, oder? Tja, nun siehst du es zum Glück selbst ein. Es geht so (normalerweise) nicht. Entweder man ist ein Paar oder eben nicht. Aber aus einem langjährigen Paar, dass sich liebt, kann unter solchen Umständen üblicherweise keine Freunde werden. Zu tief sind die Wunden, zu groß die Verletzungen. Ich denke, bestenfalls ist der Ex einem irgendwann egal, so das man nichts mehr empfindet, wenn er einem über den Weg läuft. Doch bis dahin ist es noch ein gewaltiger Weg...

Willkommen in der Realität, Christine! Schön, dass du da bist!

Liebe Grüße,
Rudi

Hoffnung würd ich sagen
hallo rudi, man hofft halt, dass es schnell eine Freundschaft wird. Aber soll es eigentlich eine Freundschaft werden, oder wollte man ihn einfach zurück. Ich denke das Letztere trifft eher zu. Ich hoffe, dass man wenigstens vernünftig miteinander umgehen kann. Die Liebe in mir wird noch schlummern bis sie jemand wieder weckt! Wer auch immer das sein mag. Ich lass mich überraschen. Vielleicht wird man ja irgendwann mal Freunde. Aber wie lange das dauern kann, weiß niemand. Momentan ist es jedenfalls nicht so. Zusehr ist man verletzt. Ich kämpfe weiter! Hat das nun was gutes zu bedeuten, dass ich in der Realität bin oder nicht? Fang ich an das ganze mit anderen Augen zu sehen? Realisiert man langsam seine Situation? Fragen über Fragen. Wie in meinem Blogg ich bin halt eine Verlassenheits- überlebende!

LG Christine

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7. November 2007 um 18:20
In Antwort auf bryana_11920363

Ich auch!
Mir geht es ganz genauso wie dir! Dieser text hätte von mir sein können. Will er denn eine Freundschaft zu dir? Mein Ex schon, nur ich brauch alles andere als das im Moment. Ich will ihn einfach nicht sehen! Darum übergibt meine Mutter immer das Kind. Das passt ihm auch nicht, dass ich ihn nicht sehen will.
Mein Ex hat sogar gesagt, wenn diese "Neue", die ja jetzt die Richtige ist, nicht einfach so aufgetaucht wäre(denn er kann ja nix dafür, dass er sich verliebt hat, das hat er ja nicht geplant), dann hätte es mit uns wieder schön werden können.(nach ein paar Wolken am Beziehungshimmel)
Da frag ich mich, wieso er wegen diesen paar Schmetterlingen im Bauch alles zerstört hat, wenn es eh wieder hätte werden können.
Ich glaub, viele Männer geben sich immer dem angenehmsten hin, was sich gerade so bietet. Und dass is eindeutig eine neue Frau, mit der es absolut keine Probleme gibt!(noch!!)

Wegen den Familienfesten mach dir keine Sorgen, du hast ja immerhin Familie. Du und deine Kinder seid ja Familie! Macht euch eine lustige Silvesterparty zu Hasue!
Viel Kraft +LG

Ja er will eine Freundschaft!
hallo klitzestes,

ist doch auch das Einfachste. So hat man kein Streit, braucht kein schlechtes Gewissen zu haben (läuft doch alles prima, wenn man Freund ist). Und wenn es einem nicht paßt, Tür zu und gut. Man ist ja schließlich "nur" Freund. Nach den ganzen Erfahrungsberichten hier zu lesen, suchen sich die Männer immer den einfachsten Weg, also wenn sie die Frauen verlassen. Umgekehrt ist es bestimmt auch so. Wie oben schon geschrieben, gäbe es keine "Neue" wäre er nicht gegangen. Warum eigentlich hat er den Mut nicht zu gehen, ohne gleich in die nächste Beziehung zu stürzen. Können die nicht ohne Jemanden sein? Wir sind doch jetzt auch alleine! Da fragt sich doch, wer hat hier den größeren Schneid? Ich denke, dass sind doch wohl die, die verlassen wurden. Wir müssen alles neu aufbauen, bei der anderen Seite läuft es doch super. Neue Liebe, neues Glück, was will man mehr. Braucht man sich doch keine Gedanken mehr machen. Wir werden sehen, wer am Ende den größeren Mut bewiesen hat. Bis dahin werde ich tapfer meinen Kindern und mir gegenüber sein.

LG Christine

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8. November 2007 um 14:45

Tja Freundschaft?
Hallo Sandra,

ich weiß nicht, wann ich dazu bereit bin, aber im moment geht es mir wie dir es ergangen ist. Wenn er freundlich ist, macht man sich Hoffnungen und das will ich einfach nicht mehr. Hoffen auf etwas was vielleicht nicht kommt. Zu sehr verläßt man sich auf Gefühle die gar nicht mehr sein sollten. Wenn es einen Knopf geben würde, würde ich ihn im moment benutzen, damit ich mal einen klaren Kopf bekommen kann. Die Trennung ist noch zu kurz, um zu vergessen oder zu verzeichen (wenn man das überhaupt mal kann?) Egal ist er mir im moment noch nicht, zuviele Gedanken in zuvielen Minuten gehen durch den Kopf. Ständig wird man an etwas erinnert und wenn es nur das gemeinsame Aufbauen von Möbeln ist (hab einen neuen Schrank aufgebaut). Wie gern haben "wir" das immer gemacht. Konzentrieren wir uns auf etwas anderes, etwas wichtigeres! Der Egoismus der nach und nach an den Tag gelegt wird ist schon erschreckend! Die Windelangelegenheit ist ja super... er kennt sein Kind ja auch erst seit kurzem "ebenfalls kopfschütteln" naja was soll man machen, das Leben geht auch so weiter. Machen wir das beste daraus und konzentrieren wir uns auf unseren Nachwuchs und auf uns. So brauchen wenigstens wir kein schlechtes Gewissen zu haben.

Liebe Grüße Christine

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8. November 2007 um 17:25
In Antwort auf tonka_11986051

Tja Freundschaft?
Hallo Sandra,

ich weiß nicht, wann ich dazu bereit bin, aber im moment geht es mir wie dir es ergangen ist. Wenn er freundlich ist, macht man sich Hoffnungen und das will ich einfach nicht mehr. Hoffen auf etwas was vielleicht nicht kommt. Zu sehr verläßt man sich auf Gefühle die gar nicht mehr sein sollten. Wenn es einen Knopf geben würde, würde ich ihn im moment benutzen, damit ich mal einen klaren Kopf bekommen kann. Die Trennung ist noch zu kurz, um zu vergessen oder zu verzeichen (wenn man das überhaupt mal kann?) Egal ist er mir im moment noch nicht, zuviele Gedanken in zuvielen Minuten gehen durch den Kopf. Ständig wird man an etwas erinnert und wenn es nur das gemeinsame Aufbauen von Möbeln ist (hab einen neuen Schrank aufgebaut). Wie gern haben "wir" das immer gemacht. Konzentrieren wir uns auf etwas anderes, etwas wichtigeres! Der Egoismus der nach und nach an den Tag gelegt wird ist schon erschreckend! Die Windelangelegenheit ist ja super... er kennt sein Kind ja auch erst seit kurzem "ebenfalls kopfschütteln" naja was soll man machen, das Leben geht auch so weiter. Machen wir das beste daraus und konzentrieren wir uns auf unseren Nachwuchs und auf uns. So brauchen wenigstens wir kein schlechtes Gewissen zu haben.

Liebe Grüße Christine

Freundschaft geht gar nicht!
Ich weiß echt nicht, wie die Verlassenden sich das vorstellen: Sie lassen uns sitzen, gehen ihren neuen Weg, natürlich nicht alleine, denn es ist ja ein neuer /eine neue da, die einem das Leben leichter macht, und wir, die verlassenen, können sehen, wie wir mit dem Scherbenhaufen unserer Ehe klar kommen. Wie soll ich denn da bitte eine Freundschaft aufbauen? Ich meine, wir waren immer ein Paar, niemals Freunde! Wir gehörten zusammen! Ich glaube, diese abgedroschene Phrase mit der Freundschaft ist nur eine Taktik der Verlassenden, um sich ein gutes Gewissen zu machen. Getreu dem Motto, "Ich wollte ja keinen Krieg! Ich wollte Freundschaft..." Wie verlogen! Außerdem ist es den neuen Partnern ganz sicher auch ein Dorn im Auge, wenn freundschaftlicher Kontakt zu dem Menschen besteht, dem sie die Ehe zerstört haben. Wie soll das denn gehen?

So viele Fragen...

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8. November 2007 um 18:40
In Antwort auf damion_12360125

Freundschaft geht gar nicht!
Ich weiß echt nicht, wie die Verlassenden sich das vorstellen: Sie lassen uns sitzen, gehen ihren neuen Weg, natürlich nicht alleine, denn es ist ja ein neuer /eine neue da, die einem das Leben leichter macht, und wir, die verlassenen, können sehen, wie wir mit dem Scherbenhaufen unserer Ehe klar kommen. Wie soll ich denn da bitte eine Freundschaft aufbauen? Ich meine, wir waren immer ein Paar, niemals Freunde! Wir gehörten zusammen! Ich glaube, diese abgedroschene Phrase mit der Freundschaft ist nur eine Taktik der Verlassenden, um sich ein gutes Gewissen zu machen. Getreu dem Motto, "Ich wollte ja keinen Krieg! Ich wollte Freundschaft..." Wie verlogen! Außerdem ist es den neuen Partnern ganz sicher auch ein Dorn im Auge, wenn freundschaftlicher Kontakt zu dem Menschen besteht, dem sie die Ehe zerstört haben. Wie soll das denn gehen?

So viele Fragen...

Im großen und ganzen richtig!
Hallo Rudi,

teilweise geb ich dir recht, von wegen schlechtem gewissen. aber auch das wird irgendwann weg sein. verlogenheit? ja, es hat mit verlogenheit zu tun, aber nur mit dem der verlassen hat. wenn er nicht verlogen wäre, hätte er ein reines gewissen und gesagt wird doch immer: ich hab so ein schlechtes gewissen dir gegenüber, dass ich dir so etwas angetan habe. was die andere angeht ist es mir echt scheiß egal, was die trulla denkt (wie schon mal erwähnt, die kann auch den unfalltot sterben, ich würd nicht mal mit der wimper zucken!) oder ob ich ihr ein dorn im auge bin. schließlich ist er der vater meiner kinder und hat genauso verantwortung zu tragen wie ich. er hat sich ja schließlich von einem teil der verantwortung schon entzogen. denn "ich" bin diejenige, die jeden tag mit den kids zusammen ist, ich weiß wie gut oder schlecht es ihnen geht und ich habe jetzt die große aufgabe sie erfolgreich und wissbegierig ins leben zu schicken. ein paar besuche machen das nicht wett. da ich mich dieser aufgabe freiwillig gestellt habe, werde ich hier niemandem einen vorwurf machen, sollte er die kids bei dem oder der ex gelassen haben. aber es ist schon anders, da kids bei den schmetterlingen im bauch auch stören können. so sehe ich das zumindestens. man(n) hat ja jetzt viel mehr freiheiten als mit familie, oder? bequem halt! irgendwann möchte ich eine freundschaft, aber über diesen punkt, der verlassenen, muss ich erst einmal hinweg kommen. und niemand weiß, wie lange das dauern wird. ich auch nicht.

LG Christine

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8. November 2007 um 19:02

Diejenigen, die verlassen, ...
... sind weit weniger originell, als sie meinen. Es läuft doch bei fast jeder Trennung ähnlich ab:
Wer einen neuen Partner hat, wer Ehe und Familie verlässt, will meist freundschaftlich mit dem/der Ex sein und (!)schiebt dem/der Ex den schwarzen Peter für die Trennung zu.

Klar, eine Freundschaft mit Dir brächte Deinem Mann ein weniger schlechtes Gewissen und er müsste nicht auf alle Deine menschlichen Qualitäten verzichten!

Als nächstes wird er Dir vielleicht Deinen Schmerz oder Deine Wut vorwerfen, weil Du nicht so funktionierst, wie es in sein neues Leben passt - oder er wird zur Unterstützung seiner Wünsche noch die Kinder und ihre Bedürfnisse vorschieben.

Das erlebe ich selber so und viele andere auch.

Ehe hat eine ganz andere Qualität als Freundschaft. Ein Übergang scheint mir nicht möglich, weil es zu sehr schmerzt.

Mag sein, dass es irgendwann anders aussieht, aber das kann ich mir momentan nicht vorstellen.

Zeit wird es sowieso brauchen, ein Jahr mindestens (sagen zumindest viele, die sich mit solchen Trauer- und Trennungsprozessen auskennen).
Lass Dich nicht unter Druck setzen.

Alles Gute, viel Kraft und echte Freunde
wünscht
Frank

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8. November 2007 um 19:18
In Antwort auf tonka_11986051

Im großen und ganzen richtig!
Hallo Rudi,

teilweise geb ich dir recht, von wegen schlechtem gewissen. aber auch das wird irgendwann weg sein. verlogenheit? ja, es hat mit verlogenheit zu tun, aber nur mit dem der verlassen hat. wenn er nicht verlogen wäre, hätte er ein reines gewissen und gesagt wird doch immer: ich hab so ein schlechtes gewissen dir gegenüber, dass ich dir so etwas angetan habe. was die andere angeht ist es mir echt scheiß egal, was die trulla denkt (wie schon mal erwähnt, die kann auch den unfalltot sterben, ich würd nicht mal mit der wimper zucken!) oder ob ich ihr ein dorn im auge bin. schließlich ist er der vater meiner kinder und hat genauso verantwortung zu tragen wie ich. er hat sich ja schließlich von einem teil der verantwortung schon entzogen. denn "ich" bin diejenige, die jeden tag mit den kids zusammen ist, ich weiß wie gut oder schlecht es ihnen geht und ich habe jetzt die große aufgabe sie erfolgreich und wissbegierig ins leben zu schicken. ein paar besuche machen das nicht wett. da ich mich dieser aufgabe freiwillig gestellt habe, werde ich hier niemandem einen vorwurf machen, sollte er die kids bei dem oder der ex gelassen haben. aber es ist schon anders, da kids bei den schmetterlingen im bauch auch stören können. so sehe ich das zumindestens. man(n) hat ja jetzt viel mehr freiheiten als mit familie, oder? bequem halt! irgendwann möchte ich eine freundschaft, aber über diesen punkt, der verlassenen, muss ich erst einmal hinweg kommen. und niemand weiß, wie lange das dauern wird. ich auch nicht.

LG Christine

Hi Christine,
Ja, wie die Geschichten sich gleichen... mein Mann wollte / will natürlich auch "Freundschaft"... klar, ist ja auch einfach.

Konni hat in einem seiner Postings gesagt, ein freundschaftliches Verhalten macht es dem, der verläßt, einfacher, sich nicht mehr als Buhmann zu fühlen. Recht hat er...
Und warum sollen wir es ihnen einfacher machen? Sie nehmen doch auch keine Rücksicht und leben den Ego-Trip voll und ganz aus!

Von daher machen wir es schon richtig, wenn wir erstmal eine wirkliche "Trennung" unsererseits praktizieren, ich habe festgestellt, für mich macht es die Sache einfacher. Nicht mehr denken, was der andere macht, wie er arbeiten muß, was er in seiner Freizeit wohl anstellt... sondern nur nach dem Motto "Wieder ein Tag, an dem ich nicht viele Gedanken an ihn verschwendet habe". Nach einem sehr schweren Wochenende geht es jetzt langsam wieder aufwärts....

Dafür hat mein Mann diese Woche schon dreimal angerufen... "kratz am Kopf" - es ist die erste Woche, in der er seinen Sohn NICHT sieht, erst am Samstag holt er ihn für einen Tag ab. Montag wollte er wissen, wie es dem Kleinen geht, gestern hat er zweimal angerufen (habe mein Handy nach dem ersten Anruf absichtlich zu Hause gelassen) und dann eine SMS geschickt, wie es dem Kleinen geht. Darauf habe ich dann geantwortet "Uns geht es gut und schönen Abend noch!", tja, heute nachmittag hat er dann angerufen gefragt, wie es so geht, ob es mit dem Kleinen bei Samstag bleibt und mir gesagt, er hätte heute Spätschicht anstelle von Nachtschicht... wen interessiert das? Klar, wir wollten heute noch Dinge für den Anwalt besprechen, aber ich habe sowieso nicht damit gerechnet, daß er dran denkt - und am Telefon hat er auch nichts davon gesagt. Meinte dann nur, ob noch was wäre und wir würden uns ja Samstag morgen sehen... klar, ich werden den Lütten rausbringen und gut ist!

Trotzdem ist die Hoffnung da... keine Frage! Aber ich werde es durchziehen und auch du machst es richtig! Zeigen wir ihnen die Zähne..

Liebe Grüße

Anke

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8. November 2007 um 19:54

Hi Tanita
Ja, wie gesagt, der Abstand tut mir gut!!!

Ich sehe ein, daß ich mir vermutlich zu viele Gedanken um ihn gemacht habe - ihn da nicht so oft zu sehen - oder zu hören - ist da natürlich das Beste. Sicher, ich weiß auch, daß es Tage geben wird, wo ich nicht aufhören kann, an ihn zu denken, ich möchte es aber versuchen... bleibt mir ja auch nichts anderes übrig!

Ich habe schon so viele Listen gemacht - Vorteile / Nachteile, Positiv / Negativ, Was kann ich an dieser Situation ändern, was nicht... - auch schon Briefe geschrieben, Mails... Teilweise habe ich sie ihm geschickt oder gegeben, teilweise nur für mich. Meine Tante meinte, wenn ich mich besser fühle, soll ich ihm 10 Mails jeden Tag schreiben Aber ganz so schlimm ist es dann doch nicht... ich möchte es mit MIR ausmachen. Er hat schon genug zu der Lage beigetragen!

Vergeben möchte ich auch - irgendwann. Ich weiß, zur Zeit ist es nicht möglich. Und solange die Hoffnung lebt, daß er wieder zurückkommt, klappt das sowieso nicht... daher erstmal Abstand.

Allerdings muß ich ehrlich sagen, daß es mir Angst macht, wie lange sich so eine "Geschichte" hinziehen kann... hast du eigentlich wieder eine neue Beziehung oder fühlst du dich bereit dazu?

Liebe Grüße

Anke

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8. November 2007 um 20:34

Ja,
das verstehe ich... nur allzu gut. Wohnst du direkt bei deinen Eltern? Meine wohnen ca. 2 km weit weg, mein Papa ist Rentner, meine Mutter arbeitet stundenweise am späten Nachmittag. Und da ich ja wieder ganztags von 7.30 bis 16.00 Uhr arbeite, haben sie den Kleinen den ganzen Tag - am Wochenende möchte ich dann nicht noch fragen, ob er dort schlafen kann. Sie machen es zwar gerne, aber der Lütte ist ja auch anstrengend...

Hinzu kommt, daß alle meine Freundinnen verheiratet sind und Familie haben, ca.50 km weit weg wohnen und auch ziemlich viel um die Ohren haben. Telefonieren ist da meist der einzige Weg... schon Käse!

Mein Kleiner ist in den letzten Wochen auch kaum von meiner Seite gewichen. Das mit dem mit auf's Klo gehen, kann ich also auch nachfühlen. Wenn ich nur mal im ersten Stock bin, während er unten im Wohnzimmer spielt, dann ruft er nach 10 Sekunden schon "Mama?". Soviel dazu, daß die Kleinen von der Situation nichs mitbekommen...

Auch das mit den männlichen Kollegen kann ich verstehen... gutaussehend und ... natürlich verheiratet! Oder in einer festen Beziehung! Einer von ihnen baggert mich gerade ziemlich an - wir hatten bevor ich mit meinem Mann zusammengekommen bin, mal ein Techtelmechtel (ist schon fast übertrieben!), ich hatte meinen damaligen Freund verlassen, weil ich mich in diesen besagten Kollegen verknallt hatte. Tja, und seitdem sind wir immer gut befreundet gewesen - mehr aber auch nicht. Seitdem ich jetzt getrennt bin, versucht er mich aufzumuntern, allerdings auch schon in eine Richtung, die eigentlich nur einen Schluß zuläßt... aber, wie gesagt, ich habe ja auch ein Gewissen. Und wenn ich dem Teufelchen auf der Schulter nachgeben würde, wäre ich nicht besser, als die Frauen, die ich so verteufele. Man hat eben immer die Wahl, kommt drauf an, was man daraus macht! Mal ganz davon abgesehen, daß eine neue Beziehung für mich momentan überhaupt nicht in Frage kommen würde - es wäre einfach nur Ablenkung. Ob ich das in diesem Zusammenhang dann überhaupt könnte, weiß ich nicht - einen One-Night-Stand habe ich noch nie ausprobiert. Allerdings kann ich mir Sex ohne Liebe kaum vorstellen... Ablenkung hin oder her!

Ich vermute auch, daß es schwierig wird, Männer zu finden, die nicht in einer Beziehung sind, verheiratet - oder neurotisch ('tschuldigung!). Ich weiß, das ist überzogen dargestellt, aber ich weiß auch nicht. Wie soll man jemanden kennen lernen, wenn man gar keine Möglichkeit hat, auszugehen??? Jnd, wer geht schon ALLEIN auf die Piste? Mal ganz davon abgesehen, daß ich gar nicht mehr weiß, wie man "richtig" flirtet? Vielleicht sehe ich es einfach nur zu schwarz,ist vermutlich wie Fahrrad fahren, man verlernt es nicht...

Falls du also mal einen guten Mann findest, frag ihn einfach, ob er noch einen ähnlich gearteten Bruder hat

Liebe Grüße

Anke

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9. November 2007 um 17:48

Tja das schlechte Gewissen am Anfang...
ich seh es genauso, wir sind das Normale und der Papa ist etwas besonderes. Und wieder hat er es geschafft uns zu verletzen. Denn das verletzt mich unheimlich, das er wieder den Sonderstatus hat. Wieder auf der sicheren Seite ist, genau das Richtige getan zu haben. Und wir dürfen nur das Normale sein. Wie ungerecht ist das eigentlich alles. Leiden wir nicht schon genug? Ich hoffe auch, dass es mir irgendwann (besser gesagt so schnell wie möglich) egal ist. Aber momentan bin ich so traurig und verletzt, das man es kaum in Worte fassen kann. Aber das kennst du ja auch.

LG Christine

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2. Juli 2010 um 23:24

Besserung?
Hallo Christine,

es sind zwei Jahre vergangen und mich interessiert, wie es dir heute geht?

Denn ich bin grad in einer ähnlichen Situation, wie du damals...
Mein Schmerz ist noch ganz frisch...
LG

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2. Juli 2010 um 23:33

Um die Uhrzeit kann ich nimmer rechnen
Verzeihung, es sind ja schon drei Jahre...

Freue mich über deine Antwort, habe dir auch privat geschrieben... LG

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