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Zwang zur ehe

23. August 2008 um 11:16 Letzte Antwort: 28. August 2008 um 10:24

hallo erstmal
hab da ein problem...
ich bin deutsche und mein (ex)freund ist kosovo-albaner.am donnerstag hat er aus heiterem himmel schluss gemacht was mich schwer gewundert hat.einfach so.er meinte das würde mit uns nicht funktionieren,wobei es sich die ganze zeit davor noch ganz anders angehört hat!er sagte sogar noch 2 tage zuvor,wie schön es doch wäre sein leben mit mir zu verbringen etc...doch gestern hab ich dann den wahren grund erfahren...er ist total fertig,seine eltern verlangen jetzt von ihm,dass er nächsten monat eine landsfrau im kosovo heiraten soll!!!er wollte mir das eigentlich gar nicht sagen,er konnte das nicht!ich habs durch eine gemeinsame freundin erfahren der er es erzählt hat.sie solle es mir dann sagen,er brachte es nicht fertig...ich weiß nicht was ich machen soll,wir haben jetzt im prinzip nur noch eine woche bis er heiraten muss!er kommt zwar danach erstmal alleine wieder,aber er ist dann ja immerhin verheiratet.er will mich aber weiterhin sehen,will sich nicht von mir abwenden.er kann seinen eltern leider nicht einfach sagen,dass er das nicht will,was seine eltern sagen ist für ihn gesetz!ich verstehe auch nicht warum die das jetzt unbedingt wollen,er war hier schonmal mit einer deutschen verheiratet!
wir wissen zur zeit nicht wo uns der kopf steht...
hat von euch sowas schonmal einer mitmachen müssen??wie seid ihr damit umgegangen???

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23. August 2008 um 11:28

Es gibt keinen Zwang
Ich kann mir vorstellen, daß du gerade etwas durch den Wind bist. Dennoch muß ich dir leider auch sagen, daß dein Freund wohl nicht ganz ehrlich ist.

Es wird kein Mann von heut auf morgen zu einer Heirat gezwungen. Er wusste davon sicherlich schon länger und hat seine Braut auch zuvor kennen gelernt.

Es ist immer wieder eine sehr beliebte Ausrede, daß man zur Ehe gezwungen wird. Das ist quatsch. Wenn jemand zur Ehe gezwungen wird, dann die Frau und das wirklich nur noch eher selten. Die Männer haben immer ein Mitspracherecht. Bloß ist es immer besser, wenn man als armer Tropf dasteht bei der deutschen Freundin/Frau, damit man eine gute Entschuldigung für die Trennung hat.

Er war für die Papiere mit der Deutschen verheiratet, oder?

Bitte suche keine weiteren Entschuldigungen für ihn. Er wußte es schon lange und es war seine freie Entscheidung.

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23. August 2008 um 12:30

Natürlich
wollen viele Eltern viel lieber, dass die Kinder einen Landsmann/frau heiraten. Ich kenne niemanden von dort, kann mir aber trotzdem nicht vorstellen, dass sie ihren Sohn zwingen. Kann mir auch nicht vorstellen, dass er es nicht will. Und wenn er sogar schon mal mit einer Deutschen verheiratet war klingt es noch merkwürdiger.
Warum war er eigentlich mit Dir zusammen? Habt Ihr jemals über Eure Zukunft/heiraten gesprochen? Ist erstaunlich wie oft hier über Zwangsheirat gesprochen wird und man dies dann auch prompt glaubt. Bin mir sicher, dass es so etwas gibt (bei Frauen wohl eher), aber ich möchte mal bei der einen oder anderen Hochzeitsfeier dabei sein um diese Zwangsparty zu sehen.

"er will mich aber weiterhin sehen"
Und Du? Möchtest Du mit einem verheirateten Mann zusammen sein? Für ihn ist es auf jeden Fall praktisch, so lange bis seine Frau denn auch hier ist und vielleicht auch danach.

Es gehören immer zwei dazu, also auch Du wenn Du es mit Dir machen läßt.

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23. August 2008 um 16:21
In Antwort auf nicole9123

Es gibt keinen Zwang
Ich kann mir vorstellen, daß du gerade etwas durch den Wind bist. Dennoch muß ich dir leider auch sagen, daß dein Freund wohl nicht ganz ehrlich ist.

Es wird kein Mann von heut auf morgen zu einer Heirat gezwungen. Er wusste davon sicherlich schon länger und hat seine Braut auch zuvor kennen gelernt.

Es ist immer wieder eine sehr beliebte Ausrede, daß man zur Ehe gezwungen wird. Das ist quatsch. Wenn jemand zur Ehe gezwungen wird, dann die Frau und das wirklich nur noch eher selten. Die Männer haben immer ein Mitspracherecht. Bloß ist es immer besser, wenn man als armer Tropf dasteht bei der deutschen Freundin/Frau, damit man eine gute Entschuldigung für die Trennung hat.

Er war für die Papiere mit der Deutschen verheiratet, oder?

Bitte suche keine weiteren Entschuldigungen für ihn. Er wußte es schon lange und es war seine freie Entscheidung.

...
Ich muß meiner Vorrednerin recht geben!
Heute wird auch in Kosovo keiner mehr zur Heirat gezwungen!
Es kann sein das die Frau von den Eltern ausgesucht worden ist, aber es läuft schon so das das paar sich kennenlernt und die dann entscheiden ob sie heiraten möchten. Und vorher sind sie auch ne Zeit verlobt.

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27. August 2008 um 16:47

Das kann dauern bis seine Frau nach Deutschland kommen wird..
sie muss erst deutsch lernen, sonst bekommst sie kein Visum....

Er wird dich behalten, auch wenn sie hier ist.... sie kann ja nicht gross raus, wenn sie hier niemanden kennt.... er wird dich also weiter besuchen kommen...



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27. August 2008 um 18:28
In Antwort auf naomh_12744558

Das kann dauern bis seine Frau nach Deutschland kommen wird..
sie muss erst deutsch lernen, sonst bekommst sie kein Visum....

Er wird dich behalten, auch wenn sie hier ist.... sie kann ja nicht gross raus, wenn sie hier niemanden kennt.... er wird dich also weiter besuchen kommen...



Aha
Sie kann nicht groß raus? Warum wohl nicht? Wird sie an die Heizung gekettet, oder wie? Die Albaner unter sich lernen sich recht schnell kennen.

Er wird sie vielleicht weiterhin besuchen, aber was ist das für eine Perspektive? Und was wird er von ihr denken?

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27. August 2008 um 21:05
In Antwort auf gigi_12325925

...
Ich muß meiner Vorrednerin recht geben!
Heute wird auch in Kosovo keiner mehr zur Heirat gezwungen!
Es kann sein das die Frau von den Eltern ausgesucht worden ist, aber es läuft schon so das das paar sich kennenlernt und die dann entscheiden ob sie heiraten möchten. Und vorher sind sie auch ne Zeit verlobt.

Es gibt...
... unterschiedliche Formen von Zwang. Was ist, wenn die Eltern ihrem Sohn das Gefühl geben, dass die "Ehre" der Familie von ihm abhängt, dass er z.B. einfach diese Frau heiraten muss, um bestimmte familiäre/freundschaftlichen, auf jeden Fall enge Beziehungen zu der Familie der zukünftigen Frau nicht zu gefährden? Kann sein, dass dem Sohn beigebracht wurde, dass er das Lebensglück der Eltern zerstören würde, wenn er keine kosovarische Frau heiratet - zumal er offensichtlich schon mal vorher mit einer Deutschen verheiratet war. Man weiß ja nicht, welches Theater das gegeben hat und ob der Sohn in der Lage ist, das Ganze nochmal mit einer weiteren deutschen Frau durchzusetzen und das ganze Theater nochmal mitzumachen und seine Eltern wieder zu enttäuschen...

Ich spreche hier nicht von offenem Zwang nach dem Motto: Wenn Du nicht das tust, was wir wollen, dann gibts Saures. Sondern vielmehr von subtilerem Zwang, dem Gefühl ein Versager zu sein, wenn man es der Familie nicht rechtmacht bzw. dem Gefühl, verantwortlich für das Glück/die Ehre der gesamten Familie, wie auch immer man es nennen mag, Ich denke, das spielt bei dieser Geschichte eine ziemlich große und nicht zu unterschätzende Rolle.

Da die Familien sich alle untereinander kennen und sozusagen jeder alles über jeden weiß, stelle ich es mir ziemlich schlimm vor, wenn alle Bekannten und Verwandten auf mich zeigen würden, weil ich derjenige bin, der seine Eltern "ins Unglück gestürzt hat", nur weil ich meinen eigenen Willen durchsetzen wollte.

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27. August 2008 um 21:37
In Antwort auf tyche26

Es gibt...
... unterschiedliche Formen von Zwang. Was ist, wenn die Eltern ihrem Sohn das Gefühl geben, dass die "Ehre" der Familie von ihm abhängt, dass er z.B. einfach diese Frau heiraten muss, um bestimmte familiäre/freundschaftlichen, auf jeden Fall enge Beziehungen zu der Familie der zukünftigen Frau nicht zu gefährden? Kann sein, dass dem Sohn beigebracht wurde, dass er das Lebensglück der Eltern zerstören würde, wenn er keine kosovarische Frau heiratet - zumal er offensichtlich schon mal vorher mit einer Deutschen verheiratet war. Man weiß ja nicht, welches Theater das gegeben hat und ob der Sohn in der Lage ist, das Ganze nochmal mit einer weiteren deutschen Frau durchzusetzen und das ganze Theater nochmal mitzumachen und seine Eltern wieder zu enttäuschen...

Ich spreche hier nicht von offenem Zwang nach dem Motto: Wenn Du nicht das tust, was wir wollen, dann gibts Saures. Sondern vielmehr von subtilerem Zwang, dem Gefühl ein Versager zu sein, wenn man es der Familie nicht rechtmacht bzw. dem Gefühl, verantwortlich für das Glück/die Ehre der gesamten Familie, wie auch immer man es nennen mag, Ich denke, das spielt bei dieser Geschichte eine ziemlich große und nicht zu unterschätzende Rolle.

Da die Familien sich alle untereinander kennen und sozusagen jeder alles über jeden weiß, stelle ich es mir ziemlich schlimm vor, wenn alle Bekannten und Verwandten auf mich zeigen würden, weil ich derjenige bin, der seine Eltern "ins Unglück gestürzt hat", nur weil ich meinen eigenen Willen durchsetzen wollte.

Der Wille
NUR weil man den eigenen Willen durchsetzen wollte? Gerade in dieser Sache sollte man seinen eigenen Willen durchsetzen. Und die, die eine Frau wirklich lieben, setzen diesen Willen durch. Alles andere ist Augenwischerei.

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27. August 2008 um 22:10
In Antwort auf nicole9123

Der Wille
NUR weil man den eigenen Willen durchsetzen wollte? Gerade in dieser Sache sollte man seinen eigenen Willen durchsetzen. Und die, die eine Frau wirklich lieben, setzen diesen Willen durch. Alles andere ist Augenwischerei.

Ich will...
... diesen Mann nicht verteidigen, ich kenne ihn ja nicht. Aber es gibt eben Kulturen, da spielt der eigene Wille eine geringe Rolle bzw. ist negativ besetzt. Es ist nicht überall so, dass Selbstständigkeit und Unabhängigkeit so positiv und als erstrebenswert angesehen werden. Wenn man das von klein auf so lernt, dann ist es nicht so einfach, den eigenen Willen über den der gesamten Familie zu stellen, dann könnte es sein, dass manche sogar ihre große Liebe opfern, weil sie es einfach nicht schaffen, sich gegen die Familie zu stellen.

Keine Ahnung, ob das hier auf den vorliegenden Fall zutrifft. Ich gebe es einfach mal zu bedenken. Manche Dinge lassen sich eben nicht pauschal in weiß oder schwarz, gut oder schlecht, richtig oder falsch einteilen. Die Grenzen sind oft nicht eindeutig und verschwimmen.

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27. August 2008 um 22:30
In Antwort auf tyche26

Ich will...
... diesen Mann nicht verteidigen, ich kenne ihn ja nicht. Aber es gibt eben Kulturen, da spielt der eigene Wille eine geringe Rolle bzw. ist negativ besetzt. Es ist nicht überall so, dass Selbstständigkeit und Unabhängigkeit so positiv und als erstrebenswert angesehen werden. Wenn man das von klein auf so lernt, dann ist es nicht so einfach, den eigenen Willen über den der gesamten Familie zu stellen, dann könnte es sein, dass manche sogar ihre große Liebe opfern, weil sie es einfach nicht schaffen, sich gegen die Familie zu stellen.

Keine Ahnung, ob das hier auf den vorliegenden Fall zutrifft. Ich gebe es einfach mal zu bedenken. Manche Dinge lassen sich eben nicht pauschal in weiß oder schwarz, gut oder schlecht, richtig oder falsch einteilen. Die Grenzen sind oft nicht eindeutig und verschwimmen.

Stimmt
Da hast du ganz sicher Recht.

Dann sollte man als fünftes Rad am Wagen (was die Geliebte ja zwangsläufig immer ist) diese Männer in ihrem Handeln aber nicht noch bestärken, sondern ihnen ihre Grenzen aufzeigen. Niemand hat es nötig, nur zweite Wahl sein zu müssen.

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28. August 2008 um 10:24

Hi
ich war auch schon in dieser Situation. Ich habe damals einfach abgewartet. Denn ich fand die Sache an sich schon spannend, wie sich der Mann entscheidet. Und ich bin der Meinung, wenn der Mann sich für eine vollkommene fremde Frau entscheidet um nur dem Willen seiner Eltern entgegen zu kommen, dann ist er es einfach nicht wert.
Oder ganz im Ernst: Möchtest du einen Mann, der immer unter dem Pantoffel der Eltern steht? Der nie in der Lage ist, eigene Entscheidungen zu fällen? Wenn man weiter schaut, dann gibt es nämlich noch viel mehr Probleme, wenn die Eltern soviel Einfluss haben, z.B. später in der Kinder-Erziehung...

Meirin

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