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Zuviel um klar denken zu können

7. Februar 2015 um 23:32

Ein liebes Hallo an alle hier!
Ich hänge momentan in einer schwierigen Situation fest und finde einfach keinen Ausweg. Und ich mache wohl alles falsch, was man nur falsch machen kann...
Ich bin noch verheiratet, lebe in Trennung von meinem Mann - allerdings bis Oktober noch unter einem Dach - habe drei Kinder im Alter von 2 - 9, gehe arbeiten, allerdings nur Teilzeit, zum einen wegen der Kinder, zum anderen aber auch, weil mich die Krankheit MS ziemlich im Griff hat. Und als ob das nicht schon genügend Baustellen wären, habe ich mich auch noch unglaublich in einen anderen Mann verliebt. Wir kennen uns seit einem Jahr und hatten zunächst eine kurze aber für mich alles verändernde Beziehung. Die Ehe war zu diesem Zeitpunkt schon den Bach runter und der neue Mann ist nicht der Anlass der Trennung. Er ist etwas jünger wie ich, bisher der klassische Single mit dem Traum, einmal in die USA auszuwandern , ohne Kinder, ohne Verpflichtung. Und dann kam ich. Nach sechs Wochen hat er vor lauter Panik vor der Verantwortung erstmal alles hingeworfen und ich dachte allen ernstes ich würde es nicht überleben. Es hat mir einfach den Boden unter den Füßen weggezogen und ich war völlig am Ende. Irgendwann habe ich mir gesagt, nicht er ist es, an dem ich hänge, sondern meine Angst vor der Zukunft - ohne Ehemann, die Kinder im Wechsel mal bei mir, mal beim Vater, die Angst vor der MS und ihren Auswirkungen... Ich habe einfach versucht, mich mit mir auseinander zu setzen und meine Panik nicht auf eine gescheiterte Affäre zu projizieren. Nach sechs Wochen war er wieder da - mit der Bitte, ihn mit Scheidung, Kindern und Krankheit nicht komplett zu überrennen, sondern es langsam angehen zu lassen. Tja, und in diesem Zustand verharre ich gerade. Mit meinem Mann ist soweit alles geklärt, aber bis das neue Heim in unmittelbarer Nähe zum jetzigen Haus fertig ist, vergehen noch Monate, meine Beziehung darf ich nicht offen ausleben, weil wir den Kindern erst kurz vorher meinen Auszug mitteilen wollen. Die MS schafft mich derzeit und ich habe Angst vor einem Jobverlust. Und bei jeder Kleinigkeit habe ich Panik, mein Freund wird mich wieder verlassen, weil ich ihm zu anstrengend bin. Ich weiß, dass ich ihn erdrücke, dass ich zuviel auf ihm ablade, aber im Grunde fühle ich mich einsam. Ein Witz, oder? Ein Ehemann, von dem ich mich trennen will - nicht umgekehrt - ein neuer Freund, drei tolle Kinder, und ich fühle mich rund um die Uhr einsam und überfordert. Die Angst vor Verlust - Verlust der Kinder, zumindest zeitweise durch das Wechselmodell, meines gewohnten Lebens, meiner Gesundheit oder meiner wie ich glaube großen Liebe, tut nur noch weh.
Danke fürs Lesen - und vielleicht hat ja jemand eine Idee, wie ich mich selbst aus diesem Strudel aus Angst befreien kann

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8. Februar 2015 um 12:10

Es ist nicht so,
dass ich im Normalfall nicht im Leben klar komme. Aber es gab Phasen, wo ich aus gesundheitlichen Gründen nicht laufen konnte oder blind war oder zugedröhnt im Krankenhaus lag. Mein ganzes Umfeld macht mir Angst im Sinne von "hast Du sie noch alle, Deinen Mann zu verlassen, nur weil ihr euch nicht mehr liebt? Denk an die Sicherheit die Du aufgibst!" aber ich hoffe, dass es trotz allem die richtige Entscheidung ist und ich in ein paar Jahren rückblickend sagen kann, mich richtig entschieden zu haben. Danke für eure Worte und Anregungen

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