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Zusammenziehen wohl in weiter Ferne - wie hält man das aus?

2. November 2012 um 23:56 Letzte Antwort: 8. November 2012 um 17:22

Hallo zusammen, ich bin ganz neu hier und habe mich angemeldet, weil ich anfange zu leiden und nun eine Möglichkeit suche, mich mitzuteilen. Also Achtung, das wird etwas länger jetzt:
Ich habe viele Jahre (9 !!!) alleine mit meinen Kindern gelebt, hatte vielleicht mal kurze Bekanntschaften, aber keine Beziehung und es war kein Mann dabei, mit dem ich mir auch nur annähernd etwas anfangen hätte wollen. Hatte schon komplett damit abgeschlossen und mich gut eingerichtet als alleinerziehende Mami. Da ich selbst als Jugendliche "verstoßen" wurde und keinen Halt in meinem Elternhaus bekam, war und ist für mich immer klar, dass ich für meine Kinder da bin, solange sie mich brauchen. Das ist so und daran werde ich auch nicht rütteln. Mein Sohn ist schon 25 und kurz davor, auszuziehen, ich schätze mal, nächstes Jahr macht er ernst. Völlig ok, für ihn, für mich, für alle. Ich sag mal so: Wird langsam Zeit, dass er auf eigenen Füßen steht. Er verdient gut und hat eine Freundin... und ja, alles im grünen Bereich halt. Meine Tochter ist 17, wird vorraussichtlich noch 3 Jahre zur Schule gehen und will dann studieren. Sie ist sehr selbstständig und hat ein ausgeglichenes Wesen, hat mir schon manchmal "vorgeworfen", dass ich nie wegfahre und sie deshalb nie sturmfrei hat . Deshalb bin ich in letzter Zeit etwas aktiver geworden und bin auch schon mal über Nacht bei Freundinnen geblieben. Hat gut geklappt.
Nun hab ich im Sommer einen Mann kennengelernt. Er hat ähnliches durchgemacht wie ich, ist auch schon länger alleine, ist mein absoluter Traummann. Wir verstehen uns so gut und es ist alles so stimmig, er ist liebevoll und wir wollen einfach beide das gleiche. Übers zusammenziehen haben wir gesprochen und sind uns auch einig, dass wir nichts überstürzen wollen. Überstürzt wäre für ihn "in ein paar Monaten" oder "in einem halben Jahr". Sehe ich genauso. Ich würde vom Kopf her sagen, dass es nach einem Jahr gut wäre. Wir sind beide schon 50, wir sind nicht blauäugig und wissen schon, was wir wollen oder nicht wollen und wir reden auch Tacheles über alles.
Nun ist es aber so, dass ich genau genommen die nächsten drei Jahre nichts an meiner Wohnsituation ändern kann, ich habe zwar schon öfter gesagt, dass, wenn mein Sohn auszieht, ich mit meiner Tochter eine kleinere Wohnung suche, aber ich werde sie nicht im Stich lassen. Auch wenn sie mal studiert und dann unter der Woche vielleicht weg ist, soll sie doch am Wochenende jederzeit heimkehren können "zu ihren Wurzeln". Sie soll doch wissen, wo sie "daheim" ist, oder? Mach ich mir vielleicht zu sehr einen Kopf? Ich weiß nicht, wie ich mit all dem umgehen soll, mir tut das so weh. Jedesmal wieder diese Trennung von meinem Liebsten... Dieses Wochenende werden wir uns kaum sehen, weil er Nachtschicht hat, ich habe frei, muss außerdem mit meiner Tochter wohin fahren und wir müssen uns oft die Zeit stehlen, um zusammen sein zu können. Ich weiß nicht wie ich das so lange aushalten kann. Ein Jahr, ok. Aber drei Jahre? Oder vielleicht länger? Ok, es heißt, es wird mehr werden, automatisch. Das sagt mir jeder. Das sagt auch er. Aber ich werde krank dabei. Habe jetzt zwei Tage bei ihm verbracht, jetzt bin ich wieder zuhause. Wenn ich von ihm wegfahre, dann muss ich diese Haut wieder abstreifen, dieses Leben bei ihm, und zieh meine alte Haut über, muss umdenken, zurück zu dem Sche... Alltag...
Ach ja, natürlich, er ist dann auch bei mir da und schläft da, aber hier ist es viel enger und einfach nicht so schön für uns. Dann kommt dazu, dass wahrscheinlich sein Sohn, der bis jetzt bei seiner Mutter gelebt hat, demnächst zu ihm zieht. Der ist ein wenig jünger als meine Tochter, d.h. er ist dann auch zuhause angehängt.
Es tut so weh! Immer diese Trennung, jede Woche zwei bis drei mal. Wie kann ich das aushalten?
Danke für die Geduld und fürs Zuhören!

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3. November 2012 um 0:38

...
Verstehe nicht ganz, weshalb du die nächsten drei Jahre nichts an deiner Wohnsituation ändern kannst. Wenn dein Filius auszieht, bietet es sich doch an, mit deinem Partner zusammenzuziehen. Oder kommt deine Tochter nicht mit ihm klar?


"Auch wenn sie mal studiert und dann unter der Woche vielleicht weg ist, soll sie doch am Wochenende jederzeit heimkehren können "zu ihren Wurzeln". Sie soll doch wissen, wo sie "daheim" ist, oder? Mach ich mir vielleicht zu sehr einen Kopf?"

Richte ein Gästezimmer ein und gut ist Meine Eltern haben sich auch ewig und drei Tage einen Kopf gemacht, ob es okay ist, wenn sie mein früheres Kinderzimmer für etwas anderes verwenden. Wozu braucht man ein extra Zimmer im Haus meiner Eltern, wenn der Lebensmittelpunkt doch ganz woanders liegt?

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3. November 2012 um 0:46
In Antwort auf kuon86

...
Verstehe nicht ganz, weshalb du die nächsten drei Jahre nichts an deiner Wohnsituation ändern kannst. Wenn dein Filius auszieht, bietet es sich doch an, mit deinem Partner zusammenzuziehen. Oder kommt deine Tochter nicht mit ihm klar?


"Auch wenn sie mal studiert und dann unter der Woche vielleicht weg ist, soll sie doch am Wochenende jederzeit heimkehren können "zu ihren Wurzeln". Sie soll doch wissen, wo sie "daheim" ist, oder? Mach ich mir vielleicht zu sehr einen Kopf?"

Richte ein Gästezimmer ein und gut ist Meine Eltern haben sich auch ewig und drei Tage einen Kopf gemacht, ob es okay ist, wenn sie mein früheres Kinderzimmer für etwas anderes verwenden. Wozu braucht man ein extra Zimmer im Haus meiner Eltern, wenn der Lebensmittelpunkt doch ganz woanders liegt?

@kuon86

Doch doch, sie kommt schon mit ihm klar. Es ist nur so, dass mein Freund sehr ländlich lebt und meine Tochter ist in der Stadt aufgewachsen... keine Großstadt, aber doch so, dass hier viel mehr geboten ist. Sie ist nicht mobil und ich werde ihr so schnell kein Auto oder Führerschein finanzieren können. Sie möchte dort unter gar keinen Umständen wohnen. Und das mit dem Gästezimmer... Wie willst Du wissen, dass ich da ein Gästezimmer für sie einrichten kann? Hab ich denn geschrieben, dass er ein Haus hat mit 5 Zimmer? Versteh jetzt ich nicht ganz. Aber trotzdem danke für Deine Antwort.

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3. November 2012 um 11:42
In Antwort auf edmi_12101190

@kuon86

Doch doch, sie kommt schon mit ihm klar. Es ist nur so, dass mein Freund sehr ländlich lebt und meine Tochter ist in der Stadt aufgewachsen... keine Großstadt, aber doch so, dass hier viel mehr geboten ist. Sie ist nicht mobil und ich werde ihr so schnell kein Auto oder Führerschein finanzieren können. Sie möchte dort unter gar keinen Umständen wohnen. Und das mit dem Gästezimmer... Wie willst Du wissen, dass ich da ein Gästezimmer für sie einrichten kann? Hab ich denn geschrieben, dass er ein Haus hat mit 5 Zimmer? Versteh jetzt ich nicht ganz. Aber trotzdem danke für Deine Antwort.

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Tut mir Leid, meine Kristallkugel war gestern Abend zur Reparatur. In deinem Startpost hast du mit keiner Silbe erwähnt, dass er ein Haus in ländlicher Lage hat.

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3. November 2012 um 13:18
In Antwort auf kuon86

...
Tut mir Leid, meine Kristallkugel war gestern Abend zur Reparatur. In deinem Startpost hast du mit keiner Silbe erwähnt, dass er ein Haus in ländlicher Lage hat.

@kuon86
" In deinem Startpost hast du mit keiner Silbe erwähnt, dass er ein Haus in ländlicher Lage hat."

Ähm... ja eben... hab ich nicht erwähnt...wo ist der Fehler? Ich habe eben NICHT geschrieben, dass er ein Haus hat. Deshalb einfach zu sagen, ich soll ein Gästezimmer einrichten ist eben einfach so dahergeträumt, finde ich. Was wenn er eine Drei - Zimmer - Wohnung hat? Dann ist nix mit Gästezimmer... oder? Und man braucht ja schließlich keine Kristallkugel zum Lesen, nur zum Wahrsagen. Ich will mir ja hier nicht Wahrsagen lassen... da hast du mich vielleicht falsch verstanden.

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3. November 2012 um 13:24

@lana
Da wir - ich sag mal - in dem nächsten halben Jahr auf jeden Fall noch nicht zusammenziehen wollen, hab ich auch noch nicht so intensiv mit ihr darüber geredet, aber die erste Reaktion von ihr war halt: Mama, bitte tu mir das nicht an...
Sie kann es noch nicht so sehen, weil ich noch nicht so intensiv mit ihr darüber geredet habe, und ich verstehe sie und will ich auch nichts antun, was ihr sehr weh tut. Ist halt so: Ich bin die Mutter, sie ist mein Kind. Ist auch nicht so, dass sie mir meine Zukunft verbaut, um Gottes Willen! Und sie geht vor. Für mich geht sie einfach noch vor. Ich liebe meine Kinder und sie sind - noch - an erster Stelle.
Vielleicht bin ich hier am falschen Ort mit meinem Problem.. oder vielleicht gibts hier auch Mütter in meinem Alter, die mich verstehen können? Die verstehen, wie hin und hergerissen ich bin?

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3. November 2012 um 13:55
In Antwort auf edmi_12101190

@kuon86
" In deinem Startpost hast du mit keiner Silbe erwähnt, dass er ein Haus in ländlicher Lage hat."

Ähm... ja eben... hab ich nicht erwähnt...wo ist der Fehler? Ich habe eben NICHT geschrieben, dass er ein Haus hat. Deshalb einfach zu sagen, ich soll ein Gästezimmer einrichten ist eben einfach so dahergeträumt, finde ich. Was wenn er eine Drei - Zimmer - Wohnung hat? Dann ist nix mit Gästezimmer... oder? Und man braucht ja schließlich keine Kristallkugel zum Lesen, nur zum Wahrsagen. Ich will mir ja hier nicht Wahrsagen lassen... da hast du mich vielleicht falsch verstanden.

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Ich bin davon ausgegangen, dass du dir mit ihm etwas neues suchst, wenn ihr zusammenzieht (eben weil du nicht erwähnt hast, dass er Eigentum hat/örtlich gebunden ist).

Das mit dem Gästezimmer war lediglich ein Vorschlag, weil du meintest, dass deine Tochter auch später noch einen Platz in deiner Bleibe haben soll. Hab ja nicht geschrieben, dass du unter allen Umständen eins einrichten musst

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4. November 2012 um 2:43

@lana
Ähm.. ist das jetzt deine Meinung? Dann kannst du mir auch erklären, wie du zu dieser Meinung kommst? Wäre nett von dir... danke

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4. November 2012 um 11:23

@lana
Ok... dann muss ich jetzt fragen... was hast du mir denn geraten? Wo steht dein Rat? Ich find ihn nicht... ...
Naja, ich hatte halt gehofft, dass ich verschiedene Antworten bekomme, ist aber nicht so, deshalb denke ich, ich bin hier falsch. Verstehst? Und ich hätte mir eben gewünscht, dass mir jemand antwortet, der... so in meinem Alter... so mit mehr Lebenserfahrung .. einfach versteht, wovon ich schreibe.
Ich hab halt leider nur zwei Antworten bekommen von viel jüngeren Frauen, und ohne dass ich dir jetzt da nahetreten möchte - sorry - aber damit kann ich einfach nicht so viel anfangen. Danke aber trotzdem für deine Bemühungen, mir was raten zu wollen...

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4. November 2012 um 16:51

@nanacara
Entschuldigung, dass ich so aggressive Antworten geschrieben habe.
Alles was du schreibst ist richtig.
Kannst du mir einen Rat geben?
Danke schon im Voraus.

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4. November 2012 um 21:04

Tja
schade.....

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4. November 2012 um 21:33

@kasta
Wir wohnen grad mal 10 km auseinander, das ist nicht so tragisch. Er zu mir, das wäre irgendwie langfristig nicht sinnvoll, er hat ein Haus, das er selbst gebaut hat und an dem er verständlicherweise hängt. Es ist auch sehr schön bei ihm, und ich kann mir gut vorstellen, dort mein zukünftiges Zuhause zu haben. Zur Arbeit hab ich ein paar Kilometer weiter, aber das ist kein Thema. Ach ja, ich muss mich einfach damit abfinden, dass das alles nicht so schnell geht. Muss sich alles langsam entwickeln, damit es für jeden passt. Ich hatte nur einfach das Bedürfnis, hier zu schreiben, weil unter dem Thema "Feste Bindung - Zusammenziehen - etc." erhoffte ich mir halt, evtl. auf Leidensgenossinnen zu treffen, die mir sagen: " Zeit vergeht, du packst das schon" oder sowas....
Naja, morgen seh ich ihn ja wieder und dann gleich drei Abende hintereinander.... da gehts mir wieder gut und muss mich nicht hier ausheulen...
Danke fürs Zu"hören"...

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6. November 2012 um 20:34

Du schaffst das
Ich verstehe dich sehr gut. Habe seit 5 Jahren eine Beziehung in der wir uns nur am WE sehen.
Im Urlaub fahren wir zusammen weg oder verbringen schon mal ein verlängertes WE zusammen.
Für mich war damals klar das ich nach meiner Scheidung erst mal mit meinem Sohn allein bleibe. Der brauchte nämlich keinen Ersatzvater, weil er schon einen Vater hat.
Und ich mußte erst mal den Schock der Scheidung verkraften.
Mein Partner hat meine Entscheidung verstanden und so sind bis heute 5 Jahr vergangen. Dieses Jahr ist mein Sohn 18 geworden, hat seine Ausbildung angefangen und in 3 Jahren steht er auf eigenen Beinen. Dann fängt für meinen Partner und mich unser neues Leben an, worauf wir uns schon freuen.
Dann sind 8 Jahre vergangen und die Vorfreude ist doch die schönste Freude oder nicht
Was sind da schon 3 Jahre , die vergehen wie im Fluge , wirst schon sehen.
Viel Glück und alles Gute

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8. November 2012 um 17:22

Nichts vorwegdenken!
Du denkst zeitlich schon weit vorweg. Lass es doch auf Dich zukommen. Genieße die Stunden und Tage mit Deinem Freund, und wenn er spürt, dass es Dir und ihm gut tut, wird er es als gutes Zeichen werten und offener für ein evtl. Zusammenziehen sein. Drängst Du ihn aber, riskierst Du, dass er sich zurückzieht. Wenn Du ihn erst im letzten Sommer kennengelernt hast, ist der von Dir angedachte Schritt m. E. viel zu früh. Die 9 Jahre, die Du nur für Deine Kinder gelebt hast, kannst Du nicht in die Waagschale werfen - seine Kriterien sind wahrscheinlich andere, und er kann für die 9 "lieblosen" Jahre nichts.

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