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Zusammenziehen, jedoch unterschiedliche Voraussetzungen

25. Oktober 2013 um 20:37 Letzte Antwort: 2. Juli 2014 um 21:27

Hallo zusammen!
Ich muss hier jetzt mal einiges loswerden und möchte gerne wissen, wie Außenstehende über dies und jenes denken, da ich mir mittlerweile ziemlich unsicher bin.
Zur Vorgeschichte: ich bin 22 Jahre alt und habe im August eine Ausbildung begonnen. Davor habe ich hier und dort gejobbt, studiert, abgebrochen etc.
Mein Freund ist sieben Jahre älter und schon seit seinem 17. Lebensjahr berufstätig.
Wir sind nun zwei Jahre zusammen.
Er hat eine (bereits abbezahlte) Eigentumswohnung in München und wollte von Anfang an unbedingt, dass ich mit ihm zusammenziehe. Ich habe davor immer bei meinen Eltern gelebt und war anfangs dagegen, zu ihm zu ziehen, da ich mich nicht sonderlich beteiligen kann. Dennoch habe ich wegen meinem Freund meine Heimatstadt (100 km entfernt) verlassen und mir eine Ausbildung in München gesucht, damit wir eine gemeinsame Zukunft in München aufbauen können.
Nun war es so, dass wir uns Gedanken gemacht haben, wie ich mich an den Kosten beteiligen könnte. Er zahlt ja keine Miete mehr, hat aber Nebenkosten für Strom, Müll, Internet etc.
Nun meinte er, ich solle im Monat 300 an ihn zahlen, das wäre dann meine Miete. Essen und Öffentliche Verkehrsmittel und alles andere sei darin aber nicht enthalten.
Dazu muss ich noch sagen, dass mein Freund als Filialleiter arbeitet, demnach also nicht gerade schlecht verdient.
Jetzt fühle ich mich irgendwie ausgebeutet, vor allem ist es so, dass ich im Haushalt den Großteil erledige (mein Freund hat in seinem Leben noch nie Wäsche gewaschen und kochen kann er auch nicht) und selber ja auch Vollzeit arbeite, jedoch aber dafür im Monat nur 670 netto bekomme.
Ich sehe das halt so, dass ich extra wegen ihm überhaupt nach München gekommen bin, er wollte mich schließlich bei sich haben! Und jetzt meinte er so, dass er es nicht einsieht, dass ich von meinem Gehalt fast genauso viel am Monatsende zurücklegen kann wie er (etwa 100 bis 150 ) und außerdem hätte er die Nebenkosten sowieso, auch wenn ich nicht bei ihm wohnen würde und zudem ist es so, dass ich unglaublich sparsam bin, am Tag reichen mir ab und zu auch nur Wurstsemmeln.
Die Diskussion kam letztens eben auf, als ich meinen Freund um 5 gebeten hatte, da ich mir bei McDonalds etwas kaufen wollte. Dann meinte er eben, das sei in den 300 keinesfalls enthalten und das solle ich von meinem eigenen Geld bezahlen.
Wie gesagt, es kommt eigentlich nie vor, dass ich Geld für McDonalds oder so etwas verschwende (er dagegen ständig, außerdem verschwendet er meiner Meinung nach das Geld auch noch für Zigaretten, aber da kann ich ihm nicht reinreden). Ich kaufe so gut wie nie Klamotten für mich, leiste mir selten etwas und so etwas wie Kinobesuche oder mal Essen gehen machen wir auch nie, weil mein Freund immer sagt, dass wir dafür kein Geld hätten. Wenn ich dann einmal vorschlage, dass wir mal was unternehmen könnten, meint er immer "ach so, anscheinend hast du ja doch Geld zum aus dem Fenster werfen"...-.-
Was sagt ihr zu dem ganzen??
Natürlich erzähle ich hier nur meine Seite der Geschichte, aber ich denke nicht, dass ich irgendwo übertreibe.
Mein Freund sagt eben, für das Geld könnte ich froh sein, ne Wohnung zu haben und nirgendwo sonst käme ich so billig weg!
Ich weiß ja echt nicht...(

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25. Oktober 2013 um 20:56

Bisschen..
..egoistisch hört sich das an. Ich muss sagen, ich wohne auch bei meinem Freund. Und der zahlt auch nur Nebenkosten weil die Wohnung seinen Eltern gehört. Wir beide studieren (auch in München BTW) und er hat einen Werksstudentenjob bei dem er 14 die Stunde bekommt. Ich bekomm Taschengeld und mein Kindergeld ,also insgesamt 330. Er würde NIEMALS auf die Idee kommen, Geld von mir zu verlangen. Geld für Essen etc teilen wir uns, mal zahlt der eine mal zahlt der Andere. Sowas wie "Ich zahl viel mehr wie du" würde es bei uns niemals geben, weil wir beide dafür viel zu ummaterialistisch sind. Geld interessiert uns nicht, solang wir unseren Spaß haben und damit leben können. Ich würde es aber auch niemals akzeptieren, nur von ihm eingeladen zu werden. Die Frau kann ihren Mann schließlich auch einladen! Allerdings lässt er es selten zu, da er eben viel mehr Geld verdient. Ich bin leider erst im 1. Semester und würde mir das studieren gerne erstmal anschauen bevor ich nebenbei arbeite. Ich muss sagen, ich kann deinen Freund absolut nicht verstehen. Gerade wenn ER unbedingt wollte, dass du zu ihm ziehst. Ich würde da echt mit ihm drüber reden..

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25. Oktober 2013 um 22:00

Wenn....
er von seinem Gehalt schon eine Eigentumswohnung in München bezahlt kann, kann er so wenig nicht verdienen.

Es sei denn er hat die Wohnung nicht bezahlt, sondern geerbt, Geld geerbt oder von den Eltern bekommen.

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25. Oktober 2013 um 22:32


Sehr gute Frage. Hab ich mir auch schon gestellt.

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26. Oktober 2013 um 7:01

"habgierig" ist das wort, welches mir dazu einfällt.
die nebenkosten gehören geteilt, schliesslich enstehen durch deinen einzug höhere kosten in bezug auf den wasser-und stromverbrauch.
von jemandem mit einem so geringen einkommen dann aber ca 46% des verdienstes als miete zu verlangen ist schäbig.

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26. Oktober 2013 um 7:58

Wer so einen Freund hat,braucht keine Feinde mehr!
Er knüpft dir fast dein ganzes Geld ab und hat dazu eine Köchin und Putzfrau umsonst,die mit ihm das Bett teilt.
Rede mal Tacheles mit ihm,sag ihn ganz deutlich,daß du dich gerne an den Nebenkosten dich beleidigst,aber mehr auch nicht!
Lebensmittelkosten werden gerecht geteilt und das wars dann auch!
Sollte er immernoch auf die 300 Euro Miete bestehen,verlange im Gegenzug 500 Euro für deine Tätigkeiten als Haushaltshilfe(dies ist noch wenig,du könntest deutlich mehr verlangen)!
Die Mieten sind teuer,aber du bist keine Mieterin,sondern seine Lebensgefährtin,deshalb zählt sein Argument überhaupt nichts.
Wenn du Miete bezahlst,also zur Untermiete bist,steht dir ein eigenes Zimmer zu!
Suche dir lieber eine WG,beende diese Beziehung und schließe deine Ausbildung ab.
Der Mann geht ja gar nicht!

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26. Oktober 2013 um 8:14

WTF??!
Bist du sicher, dass du mir so einem Mann ne Zukunft willst??

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26. Oktober 2013 um 9:11

...
danke für eure vielen Antworten! Ich bin auf der einen Seite wahnsinnig erleichtert, dass ihr das auch alle so seht, auf der anderen Seite aber nun noch wütender auf ihn, da ihr mir schon auch die Augen geöffnet habt...

Also ne Pommesbude betreibt er nicht
Er arbeitet für eine international bekannte Bekleidungsfirma in einer relativ großen Filiale.

Ihr habt recht! Wo kommt SEIN Geld denn monatlich hin?? Ich muss anfragen, seine ganzen Kommentare zu hinterfragen und nachzuhaken, ob er nicht denkt, dass er selber zu verschenderisch ist. Was er meiner Meinung nach aber tatsächlich nicht ist... Also keine Ahnung, was er damit macht!
Er hat eben schon konkrete Pläne für die Zukunft, träumt seit jeher von einem Haus, in dem er seine Familie gründen will.
Die Eigentumswohnung hat er tatsächlich jahrelang größtenteils selber abbezahlt, bisschen Unterstützung von den Eltern war wohl aber auch dabei.

Und zu dem Thema, wer denn davor seine Wäsche gewaschen hat... das war seine Mutter. Klischee hoch 10.

Danke euch für die Antworten, jetzt hab ich viel mehr Selbstvertrauen, meine Standpunkte zu vertreten und werde knallhart "verhandeln"

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26. Oktober 2013 um 11:23

Bin da etwas zwiegespalten...
und wie du schon schriebst, wir kennen jetzt nur deine seite. fraglich ist hier doch, wie viel verdient dein freund denn nun und wie hoch sind seine monatlichen fixkosten?

aber zu eurem/deinem kernproblem: eure beziehung ist am a****! ihr habt euch längst für's geld und gegen die liebe entschieden. warum ziehst du nicht wieder nach hause? oder beantragst eine ausbildungsbeihilfe und suchst dir ein zimmer?

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26. Oktober 2013 um 11:24

Das ist doch echt...
das Letzte!

Ich wohne mit meinem Freund auch in meiner Wohnung zusammen ("meine" weil sie meinen Eltern gehört, und ich keine Miete zahle). Da ich Studentin bin, bezahlen meine Eltern die Nebenkosten, "seinen" Anteil tragen sie mit, da es keinen großen Unterschied macht (wir leben Recht sparsam) Für Lebensmittel steht mir ein gewisser Betrag zur Verfügung, zu dem er etwas beisteuert, damit es "halbwegs fair ist". Von seinen Eltern bekommt er - obwohl er kaum noch zu Hause ist - nichts zum Essensgeld dazu.

Und das ist vollkommen okay so! Sollte ich jetzt - an der Stelle deines Freundes - anfangen, Miete von ihm zu nehmen, obwohl ich selbst keine zahle? Genauso mit den Nebenkosten.

Er hat die Wohnung für sich gekauft, nicht dafür, später einen Untermieter einzuquartieren.. Wenn mein Freund solche Töne anschlagen würde, hätte ich eine einfache Lösung: Entweder, er überdenkt das ganze mal ganz rational, oder du suchst dir für das Geld lieber eine WG. Und wenn er dann mal zu dir zu Besuch kommt, kannst du ihn ja gerne auf den Mehrverbrauch an Nebenkosten hinweisen, und das du ihm das Zimmer extra heizt...

Grauenvoll sowas! Da frage ich mich wirklich, wo die Liebe und der gegenseitige Respekt auf der Strecke geblieben ist...

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2. Juli 2014 um 18:24

Kaltesherz... der Name passt
Was hast du überhaupt zu melden, mir irgendwas zu wünschen?? Gib nen anständigen Tipp, aber werd nicht unverschämt. Er verdient 3500 Euro brutto und ich bekomm 670 raus. So viel dazu, wie wenig er doch verdient.
Und trotzdem wird mir ab und an von ihm verboten, warm zu duschen, weil man ja Geld sparen muss. Geiz is eben gar nicht geil.

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2. Juli 2014 um 20:47

...
Ich denke tatsächlich oft drüber nach, den Schritt zu wagen und eine eigene Wohnung zu suchen oder zur Not vorübergehend wieder zurück zu den Eltern zu gehen. Aber es scheint irgendwie keine richtig guten (von perfekt kann man ja eh nur träumen) Beziehungen zu geben und ich will nicht behaupten, dass ich perfekt wäre, da ich ja auch meine Macken hab... Nur heißt es doch immer, man soll den Mensch nicht trotz Macken, sondern wegen der Macken lieben, aber das schaffe ich beim besten Willen nicht!
Oder wenn er mal zur Abwechslung kocht (bei ihm bedeutet das ne Pizza in den Ofen zu schieben) und er dann damit "angibt", dass danach die Küche wunderbar sauber ist und er nicht so ein "Chaos" veranstaltet wie ich, nachdem ich eben ein mega Menü gemacht hab mit allerlei Zutaten und zig verschiedenen Töpfen, die ich dazu brauche. Jedes Mal bringt er mich auf die Palme, wenn er mir derartige Haushaltstipps gibt, die ich beim besten Willen nciht ernst nehmen kann, weil ers eben nicht drauf hat und meiner Meinung nach das Maul nicht so weit aufreißen sollte. Und das Geldthema kommt eben auch immer wieder zur Sprache. Wir machen nen Großeinkauf im Lebensmittelladen und er kauft seine ganzen Süßigkeiten, teuren Fleischsorten, unnötig teure Getränke, die ich für mich so niemals kaufen würde. Und dann an der Kasse meint er, ich solle den Einkauf übernehmen.
Aber gibt es nicht überall solche Streitereien? Außerdem meint er, er plant ja ne Zukunft mit mir und sehe deswegen keine so große Trennung beim Geld, weil letztendlich ja alles in einen Topf wandert, wenn wir denn wie geplant für immer zusammen bleiben würden. Ich frag mich, ob das dann immer so ne Sache ist mit dem Geld und ob ich als Mutter dann mal teilzeit arbeiten sollte und jedes Mal wieder um Geld betteln müsste, oder ob in der Ehe so etwas doch anders gelöst wird und man doch zusammenwächst und sich diese Probleme in Luft auflösen. Meine Horrorvorstellung wäre ja, dass wir Kinder hätten und ich als Mutter zuhause bleiben würde und den ganzen Haushalt und die Kinder hätte und er kommt heim und nimmt meine "Arbeit" nicht ernst und dann fängts wieder an mit dem Thema Geld und dass ich ja eigentlich, wenn ich nix verdien, nix wert bin (was er so nie gesagt hat, aber ich fühl mich dabei eben so.) Dabei gibt es doch viel wichtigere Dinge, z.B. Zeit, die man für den anderen aufwendet. Ich bin immer für ihn da und helf ihm bei allem möglichen Papierkram und verlang dafür schließlich auch kein Geld.
Ich weiß es einfach nicht. Und höre von allen (Familie und Freunde und Co), dass man sich einfach mal mit dem zufrieden geben soll, was man hat. Es wird nie alles perfekt sein. Stört dich beim einen dies, dann stört dich beim anderen wieder was anderes. Hätt ich zum Beispiel nen wahnsinnig großzügigen Freund, der aber ein Weiberheld ist, wär ich ja auch wieder nicht zufrieden.
Ich frag mich nur oft, ob ich nen Fehler mach, dran festzuhalten... Aber auch wenns nicht so klingt, ich glaube, er liebt mich wirklich... Er hat nur einfach diese Macken... Aber kann man ein Leben lang das aushalten?

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2. Juli 2014 um 21:27

Ihr seit für mich
Kein paar, also Freund und Freundin okay aber so wie ein paar das eine gemeinsame Zukunft mit heiraten usw will scheint ihr nicht zu sein. Eigentlich lebt man aus einer Kasse, natürlich kommt es drauf und was man ausmacht ob man noch etwas für sich alleine hat, aber grundsätzlich sollte er für dich sorgen auch wenn das sehr klassisch klingt. Weißt du warum eine Hausfrau Geld von ihrem Mann nach der Scheidung für die gemeinsamen Jahre bekommt? Weil sie den Haushalt und die Familie versorgt hat, das wird im recht als Arbeit angesehen. Und das ist auch gut so sonst wäre das Modell so kaum zu halten. Er würde eine Putzfrau ja auch bezahlen...es geht auch nicht darum das man in jedem Punkt gleiches mit gleichem bezahlt, es sollte ein geben und nehmen sein. Ihr könntet die Ausgaben prozentual aufteilen aber niemals mit dem gleichen Wert und schon garnicht auf jeden Pfennig gucken. Aber ihn scheint ja auch etwas zu stören wenn er drauf rumreitet, ich denke da ist ein Gespräch fällig.

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