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Zusammenziehen ins Haus seiner Eltern? Pro/Contra

6. Mai 2012 um 21:39 Letzte Antwort: 9. Mai 2012 um 10:59

Hey Mädels,
ich spiele seit einiger Zeit mit dem Gedanken auszuziehen.
Gründe dafür gibt es viele, die schlechte Beziehung zu meinem Vater, die kleine Wohnung, etc.
Da ich Studentin bin und noch ca. 5 Jahre bis zum Abschluss brauche (Lehramt), habe und werde ich wohl nicht soviel Geld in dieser Zeit verdienen können.

Nun hat mir mein Freund den Vorschlag gemacht bei ihm einzuziehen. Wir sind jetzt 2 Jahre zusammen und der Gedanke mit ihm zusammenzuleben reizt mich schon sehr.

Zu meinem Freund:
Er wohnt im Haus seiner Eltern. 3 Stöckig
Im EG + 1. Stock wohnen zur Zeit er und seine Eltern.
Im 2. Stock sind Mieter.
Im 3. würden wir dann einziehen.

Wir würden diese Wohnung quasi "geschenkt" kriegen. Also keine Miete, sondern nur NK zahlen müssen.

Das klingt natürlich super, doch habe ich bedenken, wie es mit den zukünftigen "Schwiegereltern" dann aussieht.
Mein Freund wird noch ziemlich bemuttert, kriegt die Wäsche gewaschen und das Brot für die Arbeit geschmiert. In dieser Hinnsicht müsste ich ihn erstmal zur Selbstständigkeit "erziehen"
Weiter mache ich mir Gedanken ob es wirklich das Richtige ist. "Was, wenn unsere Beziehung am Alltag zerbricht?..Wenn es streit mit seinen Eltern gibt? ..Wenn wir uns trennen und ich im Prinzip ohne irgendetwas da stehe?"

Hat vielleicht jemand von euch Erfahrung im Zusammenleben mit Freund + Schwiegereltern?
Habt ihr generell Tipps für ein erfolgreiches Zusammenleben?


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7. Mai 2012 um 14:41

Lass es lieber bleiben.....
"Mein Freund wird noch ziemlich bemuttert, kriegt die Wäsche gewaschen und das Brot für die Arbeit geschmiert.
In dieser Hinnsicht müsste ich ihn erstmal zur Selbstständigkeit "erziehen"."

Vergiss es. Mama wird sich da immer einmischen und dir vorhalten, das du ihren armen Sohn so vernachlässigst....

Grad in Hinsicht darauf, das sie keine Miete von dir wollen... Da wird dann meist unterwürfige Dankbarkeit bis in alle Ewigkeit erwartet und wehe du wagst es mal etwas zu kritisieren oder gar Kontra zu geben. Von Streitigkeiten zwischen dir und deinem Freund in die sich die Eltern dann einmischen will ich gar nicht erst anfangen.

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8. Mai 2012 um 10:20

Vorher drüber reden hilft
ich denke auch, dass du es wagen kannst, wenn ihr vorher über trennung, schwiegerelternhandling und haushaltsführung redet.
und ja, wahrscheinlich erwarten ich die schwiegereltern tatsächlich was von der kostenlosen überlassung von wohnraum. aber ist das nicht auch irgendwie natürlich, dass man sich über ein größeres danke freut als bei einer geborgten packung kaffee? doch wenn man das vorher weiß, kann man von dem gesparten geld ja einmal im monat blumen schenken oder so. ich finde, das ist eine nette geste.

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8. Mai 2012 um 11:58
In Antwort auf dottie_983290

Vorher drüber reden hilft
ich denke auch, dass du es wagen kannst, wenn ihr vorher über trennung, schwiegerelternhandling und haushaltsführung redet.
und ja, wahrscheinlich erwarten ich die schwiegereltern tatsächlich was von der kostenlosen überlassung von wohnraum. aber ist das nicht auch irgendwie natürlich, dass man sich über ein größeres danke freut als bei einer geborgten packung kaffee? doch wenn man das vorher weiß, kann man von dem gesparten geld ja einmal im monat blumen schenken oder so. ich finde, das ist eine nette geste.

....
Du hast nicht ganz verstanden was ich mit "unterwürfiger Dankbarkeit" meine. Keine Dankbarkeit im Sinne von 'nem Geschenk. Sondern sie darf sich bei Streitigkeiten vorhalten lassen, das sie ja ach so "undankbar" ist, weil sie es wagt, eine andere Meinung als die Schwiegereltern zu haben. Kennst du den Spruch "Solange du unter meinem Dach wohnst, tust du was ich sage!" ?
In die Richtung geht das.

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8. Mai 2012 um 13:11

Ist leider so....
Goolge mal "mit schwiegereltern in einem haus", dann wirst du sehen das das nicht sonderlich weit her geholt und auch alles andere als selten ist. Das läuft immer gleich ab:
Das Angebot an die Schwiegertochter, mit im Haus zu wohnen kommt immer in bester Absicht und völlig gut gemeint, da gibt es maximal den Hintergedanken "dann zieht unser Sohn nicht weg". Nach und nach schleicht sich dann dieses oder jenes ein und alles zusammen wird dann unerträglich für die Schwiegertochter. Klar muss es nicht zwangsläufig bei allen Schwiegereltern so kommen, aber die Wahrscheinlichkeit dafür ist sehr hoch und wenn sie dann nirgends hin kann... in fünf Jahren kann sie sich vlt. zumindest ne eigene Wohnung leisten.

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8. Mai 2012 um 15:17

Hat sich wohl doch erledigt!
Habe mit meinem Lieben gestern über diese Idee geredet und über meine Ängste und Wünsche, vor allem in Sachen Haushaltsführung. Da hat er doch tatsächlich gemeint er sehe es nicht ein selber zu putzen usw weil er arbeiten geht. Ausserdem könne ja seine Mutter das für ihn erledigen, wie sonst auch. Bei dieser Aussage bin ich fast explodiert! Der Mann ist alt genug!!
Solange er nicht seine Einstellung dazu ändert, kann ich nicht mit ihm unter einem Dach leben, wo gibts denn noch diese alte Rollenverteilung, mann geht Arbeiten und Frau soll Putzen??

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9. Mai 2012 um 10:59
In Antwort auf tamia_12118587

Ist leider so....
Goolge mal "mit schwiegereltern in einem haus", dann wirst du sehen das das nicht sonderlich weit her geholt und auch alles andere als selten ist. Das läuft immer gleich ab:
Das Angebot an die Schwiegertochter, mit im Haus zu wohnen kommt immer in bester Absicht und völlig gut gemeint, da gibt es maximal den Hintergedanken "dann zieht unser Sohn nicht weg". Nach und nach schleicht sich dann dieses oder jenes ein und alles zusammen wird dann unerträglich für die Schwiegertochter. Klar muss es nicht zwangsläufig bei allen Schwiegereltern so kommen, aber die Wahrscheinlichkeit dafür ist sehr hoch und wenn sie dann nirgends hin kann... in fünf Jahren kann sie sich vlt. zumindest ne eigene Wohnung leisten.

Richtig so
"wo gibts denn noch diese alte Rollenverteilung, mann geht Arbeiten und Frau soll Putzen"
Oooch die gibts durchaus noch und ist auch nicht verwerflich.
Wenn zB. er arbeiten geht und sie grad arbeitslos ist, würd ich an seiner Stelle auch sagen, der Haushalt ist ihre Sache. Andersrum allerdings genauso, also wenn sie arbeitet und er zuhause hängt, hat er sich gefälligst darum zu kümmern. Gehen beide arbeiten, machen beide zu gleichen Teilen den Haushalt. Geht einer in Teilzeit und der andere in Vollzeit, macht der in Teilzeit halt 2/3 vom Haushalt.
Manche Paare einigen sich halt darauf, weil er genug für beide verdient und keine Lust auf Haushalt hat und sie eh viel lieber zuhause ist, als arbeiten zu gehen und ihr das bisschen Haushalt nix ausmacht.
Verwerflich wird das erst dann wenn er nach 'nem Arbeitstag die Füße hochlegt, sich bekochen lässt und dann sagt "Putzen ist Frauensache, das geht mich nix an. Übrigens- da is dreckig, räum das mal weg." - während sie sich nach dem arbeiten um alles kümmern muss.

"Ausserdem könne ja seine Mutter das für ihn erledigen"
Das da bringt dann genau die Probleme mit sich, die rockige schon beschrieben hat, seine Mutter würde euch und vor allem dir ständig und überall reinreden. Entsprechend tust du ganz gut daran nicht mit ihm zusammen zu ziehen, solange er so denkt ^_^

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