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Zusammenziehen? (finanzielle Frage)

4. Mai 2017 um 11:15 Letzte Antwort: 4. Mai 2017 um 14:40

Hallo, 

lese schon länger hier still mit, habe jetzt aber eine Situation wo ich nicht so recht weiter weiß und würde gern hier um Meinungen/Rat bitten. 
Mein Freund äußert mehrmals seinen Wunsch, mit mir zusammen ziehen zu wollen. Grundsätzlich ein schöner Gedanke, sind bald 2 Jahre zusammen, ich bin Anfang dreißig, er Mitte vierzig. Jedoch mache ich mir um folgende Aspekte Sorgen bzw. bereiten mir Kopfschmerzen: 
Er ist selbständig, sein Unternehmen lauft noch nicht so richtig gut und er muss immer zusehen, wie er seine geschäftlichen und privaten Zahlungen (teils nach der ersten Mahnung) bedienen kann. 
Die Beziehung ist recht kompliziert. (Ich versuche es kurz zu fassen): Er hat mehrmals gedroht bzw. gesagt, es würde keinen Sinn mehr machen, es wäre aus. Nach Diskussionen haben wir uns aber immer drauf geeinigt, dass wir an uns arbeiten würden. Habe jetzt halt Sorgen, dass die Beziehung zu instabil fürs Zusammenziehen ist bzw. was, wenn ich meine Wohnung aufgebe, dann in der gemeinsamen monatlich mehr zahlen muss und dann ev. die Beziehung in die Brüche geht? Oder er seinen Mietanteil nicht zahlen kann? 

wie kann ich das auch liebevoll äußern? 
Habe jetzt meine Sorge geäußert betreffend Finanzen und er ist schwer beleidigt.. Er würde ja jetzt auch die Miete zahlen... (Anm. aber halt oft erst nach der ersten Mahnung - weil er die Zahlungen im Unternehmen zuerst bedienen muss...)

Wäre so dankbar für eure Meinungen und euren Rat. 

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4. Mai 2017 um 12:07

Ich finde ja, dass zu einer richtigen Partnerschaft auch gegenseitige finanzielle Unterstützung gehört. Solange es nicht darum geht, dass ein Partner das Geld aus dem Fenster rauswirft, finde ich, dass es normal ist, dass der andere Partner in Notsituationen aushilft.
Wenn du das größere Einkommen hast (ich gehe mal davon aus, dass du ein normales Gehalt bekommst und keine finanziellen Probleme hast), würde ich persönlich es als korrekt empfinden, wenn du mehr Anteil von der Miete übernimmst, sodass er finanziell entlastet wird bzw. es ihm auch nachzusehen, wenn er seinen Anteil nicht pünktlich zahlen kann. Ich halte halt aber auch nichts von dieser ewigen 50-50-Aufteilung, wie es viele Paare betreiben und würde auch nicht in so einer Partnerschaft leben wollen, weil es für mich das Gefühl aufbringt, dass jeder nur auf sich selbst bedacht ist.

Eine andere Sache ist natürlich, dass du an der Beziehung zweifelst - wenn ihr mal zusammenwohnt, werden Probleme meist nur intensiver, weil man auch weniger Raum für sich selbst hat und mehr an den Anderen gebunden ist. Wenn ihr schon so viel Krach habt, bevor ihr überhaupt eine "richtige" Beziehung habt, klingt das nicht sonderlich vielversprechend.

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4. Mai 2017 um 12:27
In Antwort auf himbeere222

Hallo, 

lese schon länger hier still mit, habe jetzt aber eine Situation wo ich nicht so recht weiter weiß und würde gern hier um Meinungen/Rat bitten. 
Mein Freund äußert mehrmals seinen Wunsch, mit mir zusammen ziehen zu wollen. Grundsätzlich ein schöner Gedanke, sind bald 2 Jahre zusammen, ich bin Anfang dreißig, er Mitte vierzig. Jedoch mache ich mir um folgende Aspekte Sorgen bzw. bereiten mir Kopfschmerzen: 
Er ist selbständig, sein Unternehmen lauft noch nicht so richtig gut und er muss immer zusehen, wie er seine geschäftlichen und privaten Zahlungen (teils nach der ersten Mahnung) bedienen kann. 
Die Beziehung ist recht kompliziert. (Ich versuche es kurz zu fassen): Er hat mehrmals gedroht bzw. gesagt, es würde keinen Sinn mehr machen, es wäre aus. Nach Diskussionen haben wir uns aber immer drauf geeinigt, dass wir an uns arbeiten würden. Habe jetzt halt Sorgen, dass die Beziehung zu instabil fürs Zusammenziehen ist bzw. was, wenn ich meine Wohnung aufgebe, dann in der gemeinsamen monatlich mehr zahlen muss und dann ev. die Beziehung in die Brüche geht? Oder er seinen Mietanteil nicht zahlen kann? 

wie kann ich das auch liebevoll äußern? 
Habe jetzt meine Sorge geäußert betreffend Finanzen und er ist schwer beleidigt.. Er würde ja jetzt auch die Miete zahlen... (Anm. aber halt oft erst nach der ersten Mahnung - weil er die Zahlungen im Unternehmen zuerst bedienen muss...)

Wäre so dankbar für eure Meinungen und euren Rat. 

Naja, sag es ihm doch so, wie es ist. Dass du durch die Streitereien und die Schluss-mach-Drohungen ziemlich verunsichert bist.
Brauchst du denn einfach erst noch mehr Zeit? Im Sinne von, sich sicherer werden, dass es von Bestand ist und er nicht 8 Wochen nach dem Zusammenzug erneut nen Anfall kriegt und dir wieder mit Trennung droht? Ich glaube, das wäre mir sehr wichtig. Erstmal wirklich merken und vor allem spüren, dass ich mich sicher fühlen kann. Ich will ja nicht auf jedes Wort, das ich sage, aufpassen, ob es ihm passt oder nicht. 
Wenn ich mir bzgl. der Beziehung sicherer wäre, wäre auch die finanzielle Situation ein weniger dramatisches Thema. Ich hätte definitiv keine Lust, jemanden durchzufüttern, von dem ich annehmen muss, dass er ständig auf dem Sprung ist oder vielleicht auch die finanzielle Sicherheit ausnutzen könnte. Wenn ich mir sicherer wäre, dann wäre ich auch bereit, einen größeren Teil beizutragen zur Miete und bei Engpässen seinen Anteil auch vorzustrecken. Aber drauf ausruhen dürfte er sich natürlich nicht.

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4. Mai 2017 um 13:06
In Antwort auf lumusi_12929047

Ich finde ja, dass zu einer richtigen Partnerschaft auch gegenseitige finanzielle Unterstützung gehört. Solange es nicht darum geht, dass ein Partner das Geld aus dem Fenster rauswirft, finde ich, dass es normal ist, dass der andere Partner in Notsituationen aushilft.
Wenn du das größere Einkommen hast (ich gehe mal davon aus, dass du ein normales Gehalt bekommst und keine finanziellen Probleme hast), würde ich persönlich es als korrekt empfinden, wenn du mehr Anteil von der Miete übernimmst, sodass er finanziell entlastet wird bzw. es ihm auch nachzusehen, wenn er seinen Anteil nicht pünktlich zahlen kann. Ich halte halt aber auch nichts von dieser ewigen 50-50-Aufteilung, wie es viele Paare betreiben und würde auch nicht in so einer Partnerschaft leben wollen, weil es für mich das Gefühl aufbringt, dass jeder nur auf sich selbst bedacht ist.

Eine andere Sache ist natürlich, dass du an der Beziehung zweifelst - wenn ihr mal zusammenwohnt, werden Probleme meist nur intensiver, weil man auch weniger Raum für sich selbst hat und mehr an den Anderen gebunden ist. Wenn ihr schon so viel Krach habt, bevor ihr überhaupt eine "richtige" Beziehung habt, klingt das nicht sonderlich vielversprechend.

Hallo dubravushka, 

danke für deine Antwort. Ich sehe es grundsätzlich ähnlich wie du, dass ich (auch finanziell) für meinen Partner da bin, wenns dem nicht so gut geht. Meine Sorge in punkto Finanzen ist einfach: Ich sehe seit mittlerweilen fast zwei Jahren, dass er die Miete meist nach der ersten Mahnung zahlt. Aus dem Familienkreis hat schon jemand Geld in sein Unternehmen reingesteckt, er kann schätzungsweise 50% der Alimente pro Jahr für seinen Sohn nicht zahlen. Ich habe einfach große Sorge, dass sich das nicht bessert bzw. stabilisiert und damit verbunden Angst. Ich bezahle auch jetzt schon mehr von den täglichen Einkäufen, bei Zugfahrten etc. Wie gesagt - ich bin für meinen Partner auch finanziell da. Aber es geht halt mittlerweile seit mehr als einem Jahr so und ich habe Angst, dass es finanziell nicht besser wird in nächster Zeit. Müsste ich die ganzen Fixkosten alleine stemmen, dann würden mir pro Monat, bliebe kaum noch was für Lebensmittel/Freizeit/Sparen/etc. 

Ich fühle mich leider derzeit nicht sicher in der Beziehung, wahrscheinlich ist das auch mein Hauptproblem, weswegen das finanzielle sich auch größer macht.. 

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4. Mai 2017 um 13:08

den Gedanken hatte ich auch schon. Hier stehe ich aber vor dem Problem: Wenn das flöten geht - wie soll er ausziehen bzw. wie "könnte ich ihm das antun", wenn er sich möglicherweise keine eigene Wohnung leisten könnte (falls das Unternehmen nicht besser läuft?)? 

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4. Mai 2017 um 13:15
In Antwort auf orchideenblatt

Naja, sag es ihm doch so, wie es ist. Dass du durch die Streitereien und die Schluss-mach-Drohungen ziemlich verunsichert bist.
Brauchst du denn einfach erst noch mehr Zeit? Im Sinne von, sich sicherer werden, dass es von Bestand ist und er nicht 8 Wochen nach dem Zusammenzug erneut nen Anfall kriegt und dir wieder mit Trennung droht? Ich glaube, das wäre mir sehr wichtig. Erstmal wirklich merken und vor allem spüren, dass ich mich sicher fühlen kann. Ich will ja nicht auf jedes Wort, das ich sage, aufpassen, ob es ihm passt oder nicht. 
Wenn ich mir bzgl. der Beziehung sicherer wäre, wäre auch die finanzielle Situation ein weniger dramatisches Thema. Ich hätte definitiv keine Lust, jemanden durchzufüttern, von dem ich annehmen muss, dass er ständig auf dem Sprung ist oder vielleicht auch die finanzielle Sicherheit ausnutzen könnte. Wenn ich mir sicherer wäre, dann wäre ich auch bereit, einen größeren Teil beizutragen zur Miete und bei Engpässen seinen Anteil auch vorzustrecken. Aber drauf ausruhen dürfte er sich natürlich nicht.

danke.. 
Das deckt sich ziemlich mit meiner Einstellung. Ich hab das auch bereits gesagt, dass ich sehr verunsichert bin und ich mich sicherer und geborgen fühlen möchte. Dass die Streitereien und Drohungen mir den Boden unter den Füßen wegziehen und es schwierig für mich machen, an gemeinsame Wohnung etc. zu denken. 

Meist ist dann für 1-2 Wochen wirklich so, dass er sich Mühe gibt und versucht (genauso wie ich), dran zu arbeiten und dann bei einer Meinungsverschiedenheit bzw. wenn ich eben zB sage, ich mache mir (betreffend Zusammenziehen) Sorgen wegen der Instabilität der Beziehung und ich mache mir Sorgen, dass ich auf Dauer nicht die gesamten Kosten alleine stemmen könnte, kommt - "wenn du so denkst, hat das eh überhaupt keine Zukunft".

Ich möchte halt auch meine Sorgen äußern dürfen, meine Ängste, ohne gleich Angst haben zu müssen, dass dann gleich die gesamte Beziehung in Frage gestellt wird bzw. kein Sinn mehr drin gesehen wird.. Ich mach doch auch nicht gleich Schluss, wenns mal Streit gibt oder Meinungsverschiedenheit.

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4. Mai 2017 um 14:40

Finde sie hat Recht,würde es so angehen!Du musst auch mal an deine Sicherheit denken!
Und ihr könntet so zusammen Wohnen wie er es wollte!

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