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Zusammenziehen

18. April 2016 um 13:16

Hallo zusammen,
ich habe folgendes Problem und wollte Euch mal nach einer Einschätzung fragen: Mein Freund und ich sind seit knapp 3 Jahren zusammen - und überlegen jetzt, zusammen zu ziehen. Die Frage ist: Wo. Ich wohne in meinem Einfamilienhaus, das für uns beide aber irgendwie ein bisschen klein ist. Da ich noch ein bisschen Geld von meiner Erbschaft habe, habe ich angeboten, das Haus erweitern zu lassen - und ihm angeboten, bei mir zu wohnen. Ich habe in diesem Haus noch nie mit einem anderen Mann gelebt, es gäbe also durchaus die Möglichkeit, dass man es gemeinsam zu "unserem eigenen" werden lässt. Mein Freund ziert sich sehr. Ihm gefällt das Haus nicht wirklich, er findet, es hätte soviel mit mir und meiner Geschichte zu tun (im Haus finden sich noch einige Sachen meiner Großeltern). Ich hatte nunmehr, nachdem wir auch lange darüber gesprochen hatten, einen Termin mit einem Architekten vereinbart, mit dem ich sprechen wollte über die Ideen, die wir schon hatten. NATÜRLICH habe ich meinen Freund gefragt, ob er bei diesem Termin dabei sein mag - ich habe allerdings nicht vorab mit ihm den Termin abgesprochen und DANN mit dem Architekten gesprochen. Er hat mir das nun total sauer vorgeworfen - ich würde ihn übergehen, er solle alles aufgeben etc (aktuell wohnt er 15 km von mir entfernt, sein Arbeitsplatz, bei dem er 3 Tage die Woche vor Ort sein muss, wäre dann nicht mehr fußläufig entfernt, sondern eben auch: 15 km).
Was meint Ihr: Ist sowas auch verständlich? Ich finde das alles sehr, sehr undankbar: Ich lade ihn (als ersten Mann in meinem Leben überhaupt!) ein, kostenfrei bei mir zu wohnen, das Haus für uns umbauen zu lassen, ich organisiere die Architektennummer - und er meckert nur.

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18. April 2016 um 15:54

Ich glaube,
in deinem letzten Absatz beginnt das Problem: Du möchtest von ihm Dankbarkeit, dass du ihm dieses Angebot gemacht hast und das ist ein schlechter Anfang für ein gemeinsames zu Hause. Es muss eine Lösung her, bei der niemand hinterher das Gefühl hat, dem anderen jetzt einen riesen Gefallen getan, zu haben oder ihm auf ewig dankbar sein zu müssen. Du willst diese Dankbarkeit schon vorher und das, obwohl du eigentlich in der ganzen Aktion diejenige bist, die sich nicht anpassen muss: Du willst in deinem Haus bleiben und er soll umziehen und die dafür dankbar sein. Weißt du, wenn ihm das Haus nicht gefällt, gibt es nichts wofür er dankbar sein muss. Dann stellt sich eher die Frage, ob es Möglichkeiten gibt, ihm dieses Haus schmackhaft zu machen. Können die Sachen deiner Großeltern raus?
Die Idee, bereits vorhandenes Eigentum zu nutzen, ist ja eine gute Idee, aber du solltest dir bewusst sein, dass er derjenige ist, den du davon überzeugen musst.

Und wenn er es sich unter keinen Umständen vorstellen kann, müsstet ihr euch überlegen, ob du das Haus vermietest und ihr einen Neuanfang zusammen macht.

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18. April 2016 um 16:10
In Antwort auf coquette164

Ich glaube,
in deinem letzten Absatz beginnt das Problem: Du möchtest von ihm Dankbarkeit, dass du ihm dieses Angebot gemacht hast und das ist ein schlechter Anfang für ein gemeinsames zu Hause. Es muss eine Lösung her, bei der niemand hinterher das Gefühl hat, dem anderen jetzt einen riesen Gefallen getan, zu haben oder ihm auf ewig dankbar sein zu müssen. Du willst diese Dankbarkeit schon vorher und das, obwohl du eigentlich in der ganzen Aktion diejenige bist, die sich nicht anpassen muss: Du willst in deinem Haus bleiben und er soll umziehen und die dafür dankbar sein. Weißt du, wenn ihm das Haus nicht gefällt, gibt es nichts wofür er dankbar sein muss. Dann stellt sich eher die Frage, ob es Möglichkeiten gibt, ihm dieses Haus schmackhaft zu machen. Können die Sachen deiner Großeltern raus?
Die Idee, bereits vorhandenes Eigentum zu nutzen, ist ja eine gute Idee, aber du solltest dir bewusst sein, dass er derjenige ist, den du davon überzeugen musst.

Und wenn er es sich unter keinen Umständen vorstellen kann, müsstet ihr euch überlegen, ob du das Haus vermietest und ihr einen Neuanfang zusammen macht.

Danke
Dank Dir für Deine Anmerkung...
Deine Mail zeigt mir, dass es da offenbar wirklich etwas gibt, dass ich nicht verstehe - und ich da vielleicht noch mehr auf ihn zugehen müsste... EIGENTLICH bin ich aber schon der Meinung, dass das wirklich ein Angebot von mir ist, für das ich mir wirklich Dankbarkeit gewünscht hätte: Ich biete mein Haus an, ich biete in der Tat auch an, es nach gemeinsamen Wünschen einzurichten UND umzubauen, auf meine Kosten noch dazu; was die Sachen meiner Großeltern betrifft, so hatte ich da schon um ein bisschen logistische Hilfe beim Entrümpeln gebeten, aber auch das schien bisher eher ein Problem zu sein als dessen Lösung...
Wenn ich das alles so schreibe, denke ich irgendwie auch: Was soll der ganze Scheiß - das einfachste und am wenigsten konfliktreichste ist einfach, dass jeder dort wohnen bleibt, wo er ist....

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18. April 2016 um 16:11

Wie wäre
es denn, wenn Ihr gemeinsam das Haus "umgestaltet" sodass es auch Ihm gefällt? Mir würde das großen Spaß machen. Ich bin hier Deiner Meinung. Dein Freund scheint sehr anspruchsvoll zu sein und auf seiner Meinung beharren. Na ja, wenn er was dagegen hat, ich kann`s leider nicht ändern.

Liebe Grüße,

lib

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18. April 2016 um 16:21
In Antwort auf lightinblack

Wie wäre
es denn, wenn Ihr gemeinsam das Haus "umgestaltet" sodass es auch Ihm gefällt? Mir würde das großen Spaß machen. Ich bin hier Deiner Meinung. Dein Freund scheint sehr anspruchsvoll zu sein und auf seiner Meinung beharren. Na ja, wenn er was dagegen hat, ich kann`s leider nicht ändern.

Liebe Grüße,

lib

Danke..
Danke Dir für die Rückmeldung...

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18. April 2016 um 16:37

Irgendwie....
....kann auch das sein, scheint mir. Ja....

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18. April 2016 um 17:25
In Antwort auf ove_12282190

Danke
Dank Dir für Deine Anmerkung...
Deine Mail zeigt mir, dass es da offenbar wirklich etwas gibt, dass ich nicht verstehe - und ich da vielleicht noch mehr auf ihn zugehen müsste... EIGENTLICH bin ich aber schon der Meinung, dass das wirklich ein Angebot von mir ist, für das ich mir wirklich Dankbarkeit gewünscht hätte: Ich biete mein Haus an, ich biete in der Tat auch an, es nach gemeinsamen Wünschen einzurichten UND umzubauen, auf meine Kosten noch dazu; was die Sachen meiner Großeltern betrifft, so hatte ich da schon um ein bisschen logistische Hilfe beim Entrümpeln gebeten, aber auch das schien bisher eher ein Problem zu sein als dessen Lösung...
Wenn ich das alles so schreibe, denke ich irgendwie auch: Was soll der ganze Scheiß - das einfachste und am wenigsten konfliktreichste ist einfach, dass jeder dort wohnen bleibt, wo er ist....

Okay,
das wusste ich natürlich nicht, dass du ihm das mit dem Entrümpeln bereits angeboten hast. Dass er dich dabei dann unterstützt, wäre für mich klar, denn es soll ja euer gemeinsames Werk werden. Da hilft man zusammen....

Was sagt er denn? Also außer dass er zu deinem Vorschlag "nein" sagt? Nein sagen ist immer leicht, aber was genau will er denn?

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18. April 2016 um 18:13
In Antwort auf ove_12282190

Danke..
Danke Dir für die Rückmeldung...

Habe ich
sehr gerne getan. Vielleicht sollen WIR zusammenziehen ...

Liebe Grüße,

lib

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18. April 2016 um 18:31
In Antwort auf ove_12282190

Danke
Dank Dir für Deine Anmerkung...
Deine Mail zeigt mir, dass es da offenbar wirklich etwas gibt, dass ich nicht verstehe - und ich da vielleicht noch mehr auf ihn zugehen müsste... EIGENTLICH bin ich aber schon der Meinung, dass das wirklich ein Angebot von mir ist, für das ich mir wirklich Dankbarkeit gewünscht hätte: Ich biete mein Haus an, ich biete in der Tat auch an, es nach gemeinsamen Wünschen einzurichten UND umzubauen, auf meine Kosten noch dazu; was die Sachen meiner Großeltern betrifft, so hatte ich da schon um ein bisschen logistische Hilfe beim Entrümpeln gebeten, aber auch das schien bisher eher ein Problem zu sein als dessen Lösung...
Wenn ich das alles so schreibe, denke ich irgendwie auch: Was soll der ganze Scheiß - das einfachste und am wenigsten konfliktreichste ist einfach, dass jeder dort wohnen bleibt, wo er ist....

Ach,
Ursel ... Mach mich nicht schwach. Ich verliebe mich immer so schnell. Aber nein, ich bin ein alter Mann.


LG.,

lib

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