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Zusammenziehen=die Luft geht raus?

28. August 2010 um 12:54

hey
ist es nicht so das wenn man lange zeit mit seinem partner zusammen ist und irgendwann der zeitpunkt kommt, wo man dann zusammenzieht, dass dann im laufe der zeit die liebe "verblasst"?
ich meine man sieht sich dann jeden tag, der alltag wird immer mehr sichtbar und die gefühle füreinander werden doch auch immer weniger. findet ihr es nicht auch so oder seid ihr ganz anderer meinung?
PS: ich selbst wohne noch nicht mit jemandem zusammen

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30. August 2010 um 11:27

*rechtgeb*
ich bin seit über 3 jahren mit meinem freund zusammen und seit knapp nem jahr wohnen wir zusammen...und ich kann deine Aussage bestätigen... der Alltag ist eben da, das Gute ist aber natürlich, man verschwendet die zeit nciht, um sich zu treffen oder so, sondern kann auch mal seine Dinge, die man zu erledigen hat, machen, ohne sich Sorgen zu machen, dass der Partner sich vernachlässigt fühlt oder so... ich hoffe, du verstehst wie ich es meine.

LG Kathi

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12. September 2010 um 18:44

Hmm- die "Liebe verblasst" kann ich nicht unterschreiben...
Aber was ich schon finde, ist: Mit dem Zusammenziehen geht eine Beziehung unweigerlich in einen anderen Aggregatzustand über- das hat positive und negative Seiten.

Man "lebt miteinander" und das bedeutet nicht nur, dass man sich nicht mehr nur als glamourös aufgerüschtes Liebespaar begegnet, sondern auch krank, genervt, schluffig > Alltag eben; sondern auch, dass man plötzlich gemeinsame Aufgaben als Team bewältigen muss und sowas wie eine gemeinsame Identität finden muss (was nicht bedeutet, dass es keine getrennten Egos mehr gibt- im Idealfall ).
Das ist nicht besonders romantisch, aber es gibt unglaublich Kraft, wenn man's -oft nach 'ner Menge Kampf- miteinander hinbekommt- und "weniger" werden die Gefühle nicht; sie werden andere. Man respektiert sich anders, man wertschätzt sich anders, man ist auch gnädiger miteinander in manchen Belangen. Man kennt immer noch Schmetterlingsmomente, wenn man seinen Liebsten quer durch den Raum beobachtet, wenn man es richtig gemacht hat, aber der 24-7-Liebestaumel der romantischen Datingphase ist vorbei. Der lässt sich nicht konservieren.
Für mich war das ein harter Schnitt damals, als ich mit meinem Partner zusammengezogen bin- es war meine erste meinerseits richtig ernsthaft gemeinte Beziehung und so ein bißchen mehr Taumeln hätte mir gut gefallen. Wir waren damals "erst" 1 1/4 Jahre zusammen und noch bombastisch über beide Ohren verknallt- heute würde ich mir da einen Tick mehr Zeit geben; das hätte uns sicher den einen oder anderen Grabenkampf in den ersten 2 Jahren Zusammmenleben (wobei- das erste halbe Jahr ist ja immer noch plüschig... ) erspart.
Verknallt sein ist eine angenehme Droge- ich würd' sie noch mehr auskosten im nächsten Leben.
Aber tauschen wollen mit einem frisch verliebten Paar, bei dem alles noch aufregend ist? MEINEN Mann?! Nää, nie und nimmer.
Das ist einfach eine andere Liga, so ein geteiltes Leben... mit allen Höhen und Tiefen.

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17. September 2010 um 2:06


Also einerseits hast du schon recht...der Alltag kehrt ein und es wird vielleicht etwas langweiliger. Aber im Endeffekt liegt es an einem selbst, was man daraus macht.

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19. September 2010 um 0:23
In Antwort auf miran_12177138

Hmm- die "Liebe verblasst" kann ich nicht unterschreiben...
Aber was ich schon finde, ist: Mit dem Zusammenziehen geht eine Beziehung unweigerlich in einen anderen Aggregatzustand über- das hat positive und negative Seiten.

Man "lebt miteinander" und das bedeutet nicht nur, dass man sich nicht mehr nur als glamourös aufgerüschtes Liebespaar begegnet, sondern auch krank, genervt, schluffig > Alltag eben; sondern auch, dass man plötzlich gemeinsame Aufgaben als Team bewältigen muss und sowas wie eine gemeinsame Identität finden muss (was nicht bedeutet, dass es keine getrennten Egos mehr gibt- im Idealfall ).
Das ist nicht besonders romantisch, aber es gibt unglaublich Kraft, wenn man's -oft nach 'ner Menge Kampf- miteinander hinbekommt- und "weniger" werden die Gefühle nicht; sie werden andere. Man respektiert sich anders, man wertschätzt sich anders, man ist auch gnädiger miteinander in manchen Belangen. Man kennt immer noch Schmetterlingsmomente, wenn man seinen Liebsten quer durch den Raum beobachtet, wenn man es richtig gemacht hat, aber der 24-7-Liebestaumel der romantischen Datingphase ist vorbei. Der lässt sich nicht konservieren.
Für mich war das ein harter Schnitt damals, als ich mit meinem Partner zusammengezogen bin- es war meine erste meinerseits richtig ernsthaft gemeinte Beziehung und so ein bißchen mehr Taumeln hätte mir gut gefallen. Wir waren damals "erst" 1 1/4 Jahre zusammen und noch bombastisch über beide Ohren verknallt- heute würde ich mir da einen Tick mehr Zeit geben; das hätte uns sicher den einen oder anderen Grabenkampf in den ersten 2 Jahren Zusammmenleben (wobei- das erste halbe Jahr ist ja immer noch plüschig... ) erspart.
Verknallt sein ist eine angenehme Droge- ich würd' sie noch mehr auskosten im nächsten Leben.
Aber tauschen wollen mit einem frisch verliebten Paar, bei dem alles noch aufregend ist? MEINEN Mann?! Nää, nie und nimmer.
Das ist einfach eine andere Liga, so ein geteiltes Leben... mit allen Höhen und Tiefen.

Schön...
...daß es sowas gibt! Ich will auch irgendwann mit meiner Freundin zusammenziehen und vielleicht auch heiraten. Ich hoffe, daß es diesmal hält und so wird, wie bei Dir und Deinem Schatz. Das zeigt mir, daß die Liebe nicht weniger werden muß, wenn man zusammenzieht und es passt. Sie verändert sich nur und wird vielleicht eher noch stärker, weil man weiß, was man hat. Herzlichen Glückwunsch und viele viele schöne gemeinsame Jahre wünsche ich Euch.

LG Wolterman

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