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Zusammenhang Trauer, Enge & Gefühlsleere?

3. März 2007 um 16:01

Hallo Forum,

ich bin ratlos. Seit Mitte Dezember 2006 führen wir eine Beziehung voller Zufriedenheit und Gleichberechtigung. Mitte Januar 2007 wurde der Vater meiner Freundin schwerkrank und ist vor 2 Wochen gestorben. Seit Ende Januar höre ich kein "Ich liebe Dich" u.ä. mehr, seit dem Tod des Vaters ist die Gefühlsleere und Einengung verkundet. Wir haben die ganze letzte Nacht mit einander gesprochen und sind zu dem Ergebnis gekommen, das wir uns schon eine gemeinsame Zukunft wünschen, haben aber keinen Plan, wie es gefühlsmässig wieder werden soll.

Ich frage mich: Ist das Gefühl von Enge und Gefühlsleere das Erwachen nach der "rosaroten Zeit der ersten 4 Beziehungswochen" oder ist es Teil der Trauer um den Verstorbenden? Wir wissen es beide nicht, wie können wir das herausbekommen? Wie sollen wir weiter machen?

Danke und Gruss vom Tortenheber.

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3. März 2007 um 16:43

Gib ihr Zeit...
Hallo Tortenheber, das alles was jetzt mit Euch passiert hat etwas mit dem Todesfall zu tun und nichts mit Eurer Beziehung, Deine Freundin macht jetzt eine sehr schwere Zeit durch. Das sage ich Dir aus Erfahrung, vor anderthalb Jahren starb meine Mutter und ich weiß genau wie man sich dann fühlt, und da kann einem keiner rausholen, daß braucht einfach Zeit. Ich selbst habe erst seit einem viertel Jahr wieder das Gefühl, Raum für Gefühle für andere Menschen zu haben, bis dahin lag ein dicker schwerer Klumpen in meinem Herzen und ich habe nichts anderes mehr empfunden.....sei für sie da, zeig ihr das Du zu ihr hälst, sie kann Augenblicklich nicht anders.Gib ihr einfach Zeit. Alles Liebe für Euch und Kraft für Dich das Du es durchhälst zu ihr zu stehen,
Gruß Scarlett

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3. März 2007 um 17:08

Zusammenhang Trauer, Enge & Gefühlsleere? - Nachtrag
Erstmal Danke für die ersten schnellen Antworten und die lieben Grüsse. Das ist gut, von "Ex-betroffenen" eine Meinung zu lesen.

Ich muss nochmal zwei Sachen ergänzen, die eben einfach die Unsicherheit verstärken:

-Sie war 3 Jahre Single und ihre Beziehung gingen bisher immer in die Brüche, weil sie sich gefühlsleer gefühlt hat. Sagt selbst angstzuhaben gefühlsunfähig zu sein und fragt sich jetzt, ob trotz aller überzeugung zu mir es eben doch mal wieder so ist.

-Sie fühlt sich durch unsere Beziehung eingeengt, wünscht sicher aber so viel Zeit für ihre Freunde wir vor unserer Zeit, obwohl sie dazu alle Freiheiten der Welt von mir hat. Und ich mich frage, ob das Freiheiten geben nicht sogar eher schädlich ist, weil so keine Bindung wachsen kann.

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ich bin ratlos. Seit Mitte Dezember 2006 führen wir eine Beziehung voller Zufriedenheit und Gleichberechtigung. Mitte Januar 2007 wurde der Vater meiner Freundin schwerkrank und ist vor 2 Wochen gestorben. Seit Ende Januar höre ich kein "Ich liebe Dich" u.ä. mehr, seit dem Tod des Vaters ist die Gefühlsleere und Einengung verkundet. Wir haben die ganze letzte Nacht mit einander gesprochen und sind zu dem Ergebnis gekommen, das wir uns schon eine gemeinsame Zukunft wünschen, haben aber keinen Plan, wie es gefühlsmässig wieder werden soll.

Ich frage mich: Ist das Gefühl von Enge und Gefühlsleere das Erwachen nach der "rosaroten Zeit der ersten 4 Beziehungswochen" oder ist es Teil der Trauer um den Verstorbenden? Wir wissen es beide nicht, wie können wir das herausbekommen? Wie sollen wir weiter machen?

Danke und Gruss vom Tortenheber.

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3. März 2007 um 17:50

Adäquater Beistand
ok ok, verstanden . Sollte ich denn deiner Meinung total auf standby gehen und in -allen dingen- ihr die zeitliche und inhaltige Gestaltung überlassen (über die Trauer sprechen, Freizeitgestaltung, Zärtlichkeiten,...) ? Macht es nicht Sinn, kreativ dabei zu sein, um abzulenken und zu verdeutlichen, das man(n) die Zweisamkeit schätzt?

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3. März 2007 um 18:03
In Antwort auf zeke_12050672

Adäquater Beistand
ok ok, verstanden . Sollte ich denn deiner Meinung total auf standby gehen und in -allen dingen- ihr die zeitliche und inhaltige Gestaltung überlassen (über die Trauer sprechen, Freizeitgestaltung, Zärtlichkeiten,...) ? Macht es nicht Sinn, kreativ dabei zu sein, um abzulenken und zu verdeutlichen, das man(n) die Zweisamkeit schätzt?

Hmm
Nein, ich denke, das wäre nicht gut für Dich, wenn Du nur sie in den Vordergrund stellst. Denk auch an Dich, d.h. richte Dich nicht völlig an ihr aus. Sie braucht die Trauerphase, aber d.h. nicht daß Du Dich völlig vergessen darfst und solltest.

Du willst Dich doch nicht selbst aufs Abstellgleis manövrieren, Mensch

Munter sie auf, denk an euch beide und mach ihr deutlich, daß ihr zu zweit seid!

Aber auch nicht als Pausenclown mit Grimassen oder so.
Es sei denn, sie lacht dann

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3. März 2007 um 18:05
In Antwort auf zeke_12050672

Zusammenhang Trauer, Enge & Gefühlsleere? - Nachtrag
Erstmal Danke für die ersten schnellen Antworten und die lieben Grüsse. Das ist gut, von "Ex-betroffenen" eine Meinung zu lesen.

Ich muss nochmal zwei Sachen ergänzen, die eben einfach die Unsicherheit verstärken:

-Sie war 3 Jahre Single und ihre Beziehung gingen bisher immer in die Brüche, weil sie sich gefühlsleer gefühlt hat. Sagt selbst angstzuhaben gefühlsunfähig zu sein und fragt sich jetzt, ob trotz aller überzeugung zu mir es eben doch mal wieder so ist.

-Sie fühlt sich durch unsere Beziehung eingeengt, wünscht sicher aber so viel Zeit für ihre Freunde wir vor unserer Zeit, obwohl sie dazu alle Freiheiten der Welt von mir hat. Und ich mich frage, ob das Freiheiten geben nicht sogar eher schädlich ist, weil so keine Bindung wachsen kann.

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ich bin ratlos. Seit Mitte Dezember 2006 führen wir eine Beziehung voller Zufriedenheit und Gleichberechtigung. Mitte Januar 2007 wurde der Vater meiner Freundin schwerkrank und ist vor 2 Wochen gestorben. Seit Ende Januar höre ich kein "Ich liebe Dich" u.ä. mehr, seit dem Tod des Vaters ist die Gefühlsleere und Einengung verkundet. Wir haben die ganze letzte Nacht mit einander gesprochen und sind zu dem Ergebnis gekommen, das wir uns schon eine gemeinsame Zukunft wünschen, haben aber keinen Plan, wie es gefühlsmässig wieder werden soll.

Ich frage mich: Ist das Gefühl von Enge und Gefühlsleere das Erwachen nach der "rosaroten Zeit der ersten 4 Beziehungswochen" oder ist es Teil der Trauer um den Verstorbenden? Wir wissen es beide nicht, wie können wir das herausbekommen? Wie sollen wir weiter machen?

Danke und Gruss vom Tortenheber.

Nur ein Teil davon
Freiheit schädlich, weil die Bindung nicht wachsen kann?
Öhm, wirklich?

*Patex rüberreich*

Macht nur Sinn, wenn beide diese Freiheiten nicht wollen oder nur in selten Fällen mal.

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3. März 2007 um 18:28
In Antwort auf zeke_12050672

Adäquater Beistand
ok ok, verstanden . Sollte ich denn deiner Meinung total auf standby gehen und in -allen dingen- ihr die zeitliche und inhaltige Gestaltung überlassen (über die Trauer sprechen, Freizeitgestaltung, Zärtlichkeiten,...) ? Macht es nicht Sinn, kreativ dabei zu sein, um abzulenken und zu verdeutlichen, das man(n) die Zweisamkeit schätzt?

Aus eigenem Empfinden
Sei da wenn sie sich an dich wendet, aber geh auch, wenn Du merkst sie braucht Zeit für sich und will alleinsein, üb keinen Druck auf sie aus, sie wird sich nur abschotten und dicht machen, gib ihr sanftes Zärtlichkeit, in den Arm nehmen, streicheln aber bedräng sie nicht weiter, ihr wird nicht nach Sex sein im Moment und sie wird es Dir negativ anlasten und sich vor Dir verschließen wenn sie das Gefühl hat, der Sinn Deiner Zärtlchkeit ist auf dieses Ziel gerichtet.
Gib ihr die Zeit mit ihren alten Freunden, sie wird sich da viel besser aufgehoben fühlen als bei Dir, das klingt zwar hart aber es ist so, (auch das weiß ich aus Erfahrung). Das ist so, weil diese Leute keine emotionalen Ansprüche stellen. Lass sie so sein wie sie ist, auch wenn es Dir ungerecht vorkommt, mach ihr keine Vorwürfe. Versuch nicht,sie mit kreativen Vorschlägen aus ihrem Tal der Trauer zu holen, sie kann es nicht ertragen, Trauer braucht Zeit.
Es wird nicht einfach für Dich, aber wenn Deine Gefühle stark genug sind wirst Du es schaffen, stell ihre Bedürfnisse uber Deine, dann habt ihr eine Chance. Achja, und setzt keine zeitlichen Grenzen, Worte wie "nun starrst Du schon ein halbes Jahr nur Löcher in die Luft, lass uns rausgehen und auf andere Gedanken kommen" gehen gar nicht. Sie kommt schon von allein irgendwann auf den Dreh was zu machen und rauszugehen. Aber danach wird sie wohl wieder in dieses Loch zurückfallen. Dann keine Vorwürfe von Dir bitte.
Ihre Welt ist Chaos und Zusammenbruch, lass sie sein wie sie ist und das ohne Bedrängung und Vorwurf, vielleicht habt ihr dann eine Chance.

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3. März 2007 um 18:38
In Antwort auf even_12753298

Aus eigenem Empfinden
Sei da wenn sie sich an dich wendet, aber geh auch, wenn Du merkst sie braucht Zeit für sich und will alleinsein, üb keinen Druck auf sie aus, sie wird sich nur abschotten und dicht machen, gib ihr sanftes Zärtlichkeit, in den Arm nehmen, streicheln aber bedräng sie nicht weiter, ihr wird nicht nach Sex sein im Moment und sie wird es Dir negativ anlasten und sich vor Dir verschließen wenn sie das Gefühl hat, der Sinn Deiner Zärtlchkeit ist auf dieses Ziel gerichtet.
Gib ihr die Zeit mit ihren alten Freunden, sie wird sich da viel besser aufgehoben fühlen als bei Dir, das klingt zwar hart aber es ist so, (auch das weiß ich aus Erfahrung). Das ist so, weil diese Leute keine emotionalen Ansprüche stellen. Lass sie so sein wie sie ist, auch wenn es Dir ungerecht vorkommt, mach ihr keine Vorwürfe. Versuch nicht,sie mit kreativen Vorschlägen aus ihrem Tal der Trauer zu holen, sie kann es nicht ertragen, Trauer braucht Zeit.
Es wird nicht einfach für Dich, aber wenn Deine Gefühle stark genug sind wirst Du es schaffen, stell ihre Bedürfnisse uber Deine, dann habt ihr eine Chance. Achja, und setzt keine zeitlichen Grenzen, Worte wie "nun starrst Du schon ein halbes Jahr nur Löcher in die Luft, lass uns rausgehen und auf andere Gedanken kommen" gehen gar nicht. Sie kommt schon von allein irgendwann auf den Dreh was zu machen und rauszugehen. Aber danach wird sie wohl wieder in dieses Loch zurückfallen. Dann keine Vorwürfe von Dir bitte.
Ihre Welt ist Chaos und Zusammenbruch, lass sie sein wie sie ist und das ohne Bedrängung und Vorwurf, vielleicht habt ihr dann eine Chance.

Was Du da beschreibst
nennt sich bedingungslose Liebe.
Ist nicht unmöglich, aber auch nicht sehr leicht zu lernen bzw. zu erreichen. Du müßtest mit Dir selbst so im Reinen sein, daß Du keine Ansprüche an Deinen Partner hast, keine Erwartungen oder sonst etwas, das etwas mit etwas verlangen zu tun hat.
Dann liebst Du wirklich und bist frei.

Ein schönes Ziel ...

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3. März 2007 um 18:57

Hallo tortenheberhh,
habe alle anderen und deinen Beitrag gelesen. Ihr kennt euch seit vier Wochen und das ist nicht so superlange. Ich verstehe sie, wenn sie sich mit Leuten aus ihrem Freundeskreis und die sie länger kennen treffen möchte. Da kann sie sich "ausheulen", ohne mit Ablehnung rechnen zu müssen. Immerhin habt ihr eine ganze Nacht miteinander gesproche, was ja schon ein Zeichen für gegenseitige Achtsamkeit und auch Zusammenhalt ist.
Da sie ihren Vater verloren hat, kann ich verstehen, dass sie jetzt nicht in der Lage sich zu überlegen, wie eine gemeinsame Zukunft aussehen könnte. An deiner Stelle würd ich einfach wie vorher da sein für sie. Sie wenn sie weint in den Arm nehmen ohne Fragen zu stellen. Evtl. auch dich etwas zurücknehmen, doch auch auf den Befinden achten, so dass wenigstenes einer relativ stabil ist.
Die Mutter meines Freundes starb ebenfalls vor zwei Wochen und das ist schon insofern eine merkwürdige Situation, als man gleichzeitig trauert und auf der anderen Seite die ganze Bürokratie einer Beerdigung und des Nachlassen des Verstorbenen erledigen muss.
Liebe Grüße

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3. März 2007 um 19:09
In Antwort auf andreasv

Was Du da beschreibst
nennt sich bedingungslose Liebe.
Ist nicht unmöglich, aber auch nicht sehr leicht zu lernen bzw. zu erreichen. Du müßtest mit Dir selbst so im Reinen sein, daß Du keine Ansprüche an Deinen Partner hast, keine Erwartungen oder sonst etwas, das etwas mit etwas verlangen zu tun hat.
Dann liebst Du wirklich und bist frei.

Ein schönes Ziel ...

Re.ein schünes Ziel
Ich schreibe allein aus der Sicht seiner Freundin, ihren Gefühlen und ihren Bedürfnissen. Ob er das leisten kann und will steht auf einem ganz anderen Blatt. Der Anspruch ist hoch und nur selten und schwer zu erreichen, es kommt auch drauf an ob er es unter diesen Vorzeichen überhaupt will und kann. Ich zeige nur auf, was ich in ihrer Lage gebraucht habe und selbst in einer langjährigen Beziehung nur teilweise erhalten habe.

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3. März 2007 um 19:57
In Antwort auf andreasv

Hmm
Nein, ich denke, das wäre nicht gut für Dich, wenn Du nur sie in den Vordergrund stellst. Denk auch an Dich, d.h. richte Dich nicht völlig an ihr aus. Sie braucht die Trauerphase, aber d.h. nicht daß Du Dich völlig vergessen darfst und solltest.

Du willst Dich doch nicht selbst aufs Abstellgleis manövrieren, Mensch

Munter sie auf, denk an euch beide und mach ihr deutlich, daß ihr zu zweit seid!

Aber auch nicht als Pausenclown mit Grimassen oder so.
Es sei denn, sie lacht dann

Die eigene rolle...
ja, es kommen da einfach so viele faktoren zusammen. Zum einen, dass wir uns erst 10 Wochen kennen und so noch eine gewisse anonymität vorhanden ist, man sich eben in jeder neuen situation neu entdecken und finden muss. zum anderen schon das eigene "ego retten". Sie mag mich, weil ich ihr den Mix aus Feingefühl und Stärke gebe, wie sie es mag, wenn ich nun auf meine Ego-Stärke verzichte, bricht dort ja ein wesentlicher bestandteil der Basis weg. Und da genau da liegt das nächste Problem, auf der einen seite schätzt sie die zugkraft, die klare linie und die ansprache von auch unangenehmen dingen, auf der anderen seite ist damit natürlich das risiko, dass ich als trampeltier auf sie wirke. Was zudem noch schwierig für mich ist, ich kenne ihren verstorbenen Vater null-komma-null, fühle mich mit meinem Mitgefühl in gewisserweise etwas fremd und bin daher einfach deutlich mehr verliebt als traurig.

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3. März 2007 um 20:50
In Antwort auf even_12753298

Re.ein schünes Ziel
Ich schreibe allein aus der Sicht seiner Freundin, ihren Gefühlen und ihren Bedürfnissen. Ob er das leisten kann und will steht auf einem ganz anderen Blatt. Der Anspruch ist hoch und nur selten und schwer zu erreichen, es kommt auch drauf an ob er es unter diesen Vorzeichen überhaupt will und kann. Ich zeige nur auf, was ich in ihrer Lage gebraucht habe und selbst in einer langjährigen Beziehung nur teilweise erhalten habe.

Anspruch ist in dem Zusammenhang
dann fast schon wieder das falsche Wort
Man muß sich dann wirklich mit sich im Reinen sein, um das zu schaffen, weil Du nämlich gibst ohne eine Gegenleistung dafür zu verlangen.
Du bist für den anderen da, wenn er Dich braucht, hilfst ihm auf seinem Weg als Begleitung ohne Druck und Drängeln und erwartest einfach gar nichts.
Als erstes gehört wohl dazu, sich selbst von Verlangen, Wünschen und Erwartungen frei zu sprechen.

Der andere (dem man hilft) sollte dann aber auch "aushalten", daß Du dann nicht immer so verfügbar bist, wie er es braucht, sondern auch mal selbst was macht - etwas für Dich.
Das ändert ja nichts daran, trotzdem da zu sein.

In der heutigen Zeit der Handys sollte es kein Problem mehr sein, jemanden zu erreichen

Ich weiß, daß es möglich ist, weil ich jemanden kenne, der das so kann.

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3. März 2007 um 22:04
In Antwort auf even_12753298

Re.ein schünes Ziel
Ich schreibe allein aus der Sicht seiner Freundin, ihren Gefühlen und ihren Bedürfnissen. Ob er das leisten kann und will steht auf einem ganz anderen Blatt. Der Anspruch ist hoch und nur selten und schwer zu erreichen, es kommt auch drauf an ob er es unter diesen Vorzeichen überhaupt will und kann. Ich zeige nur auf, was ich in ihrer Lage gebraucht habe und selbst in einer langjährigen Beziehung nur teilweise erhalten habe.

Es ist wirklich sehr schön
wenn eine person so etwas kann.
lieben bedeutet loslassen und doch dableiben.
sei froh,daß du wenigstens ein paar momente hattest,in denen du dies erleben durftest.andere werden dies womöglich niemals spüren.

"Wenn Du einen besonders schönen Vogel findest und Du willst ihn behalten, dann laß ihn fortfliegen, wenn er zurückkommt, dann gehört er Dir, wenn er fort bleibt, wäre er nie Dein Vogel gewesen."
Christian Morgenstern

... und er kam immer wieder ...

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4. März 2007 um 21:22

Umgangsform finden...
naja, sie ist seit samstag morgen bis noch morgen (montag) mittag bei ihrer mutter. Ich habe mich, nach dem sie heute morgen gesimst hat, per sms für den diskussionsanstoß von freitagnacht entschuldigt. Bin mal gespannt, wann sie sich wieder meldet und wie (inhaltlich).
Ich denke mitlerweile auch, die beste taktik ist ihr "ping" abzuwarten und dann aber recht zeitnah ein "pong" zurückzugeben. So dürfte am besten der eindruck entstehen "ich gebe dir freiheit, aber bin auf anfrage sofort da". Ich habe viel zum thema "trauer" gegoogelt, nachgedacht und mir woanders wieder kraft gesucht. Jetzt muss man mal gucken, wie die Woche damit wird.
Vielen Dank erstmal für die aktive Diskussion hier, ich glaube, soetwas anonym im netz zu besprechen, ist ein guter weg der bewältigung.

lg vom tortenheber.

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7. März 2007 um 13:35
In Antwort auf even_12753298

Gib ihr Zeit...
Hallo Tortenheber, das alles was jetzt mit Euch passiert hat etwas mit dem Todesfall zu tun und nichts mit Eurer Beziehung, Deine Freundin macht jetzt eine sehr schwere Zeit durch. Das sage ich Dir aus Erfahrung, vor anderthalb Jahren starb meine Mutter und ich weiß genau wie man sich dann fühlt, und da kann einem keiner rausholen, daß braucht einfach Zeit. Ich selbst habe erst seit einem viertel Jahr wieder das Gefühl, Raum für Gefühle für andere Menschen zu haben, bis dahin lag ein dicker schwerer Klumpen in meinem Herzen und ich habe nichts anderes mehr empfunden.....sei für sie da, zeig ihr das Du zu ihr hälst, sie kann Augenblicklich nicht anders.Gib ihr einfach Zeit. Alles Liebe für Euch und Kraft für Dich das Du es durchhälst zu ihr zu stehen,
Gruß Scarlett

Freiraum bringt seltsames verhalten...
...nach einigen recht vernünftigen Tagen stand eben in einer ohnehin nicht besonders persönlichen email von ihr: "Ich lass ab jetzt die Verabschiedung in meinen Mails weg, weil man dort nur hineininterpretiert". Soll man das auch noch als "Trauerzustand" hinnehmen? Fängt sie jetzt ran herumzutrampeln, weil sie merkt, dass ich ihr freiraum gebe?

Fühle mich mit meiner Toleranz ausgenutzt und habe zunehmend eine innere "Leck mich am A****"-Stimmung.

Gruss vom tortenheber.

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7. März 2007 um 14:09

Es geht nicht ums ego...
sorry, aber es geht nun wirklich nicht um mein ego, sondern um die sorge, dass sich unser kontakt (ich will noch nichtmal von beziehung sprechen) durch ihre lage, die ich sehr wohl verstehen kann, in luft auflöst. Es ist eben leider auch schmerzend von einem Menschen, den ich mag und resprektiere, auf das Abstellgleis geschoben zu werden. Ich denke, das ist doch wohl normal.

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