Home / Forum / Liebe & Beziehung / Zusammengezogen und im Stich gelassen

Zusammengezogen und im Stich gelassen

19. Juli 2014 um 20:08

Hallo, ihr Lieben

Ich muss etwas ausholen, damit man die Situation versteht. Ich hoffe, es ist nicht zu viel.

Wir leben jetzt seit knapp einem Jahr in der Beziehung (Ich: 23, Sie: 21). Kenngelernt haben wir uns, als ich noch mit meiner Ex zusammen war (4,5 Jahre). Allerdings stand die Beziehung am Ende und das war sie dann auch recht zügig.

Dennoch lebte ich das erste halbe Jahr noch mit meiner Ex zusammen (wir waren vor 3 Jahren zum Studium hergezogen und immer noch verpflochten). Die Zimmer wurden aufgeteilt, ich hatte meins, mein Bett etc. Leider ging das aber nicht gut, denn meine Ex fasste einen geheimen Plan, wie sie mir ein Kind andrehen könnte (zur Erpressung) und freundete sich mit meiner jetzigen Freundin an, nur um ihre Schwachstellen zu finden und sie zu verletzen.

Kurz um... meine Ex drehte völlig durch (da kam eine psychische und medikamentiöse Sache oben drauf). Sie erzählte Lügen, hat mich für alles mögliche angezeigt und Rufmord begangen. Ich musste da raus, sofort.

Also bin ich zu meiner jetzigen Freundin gegangen, die zu dem Zeitpunkt bei ihrer Mutter wohnte. Sie gab mir Halt und war einfach da!! Von da suchte ich dann zuerst WGs, bis schließlich klar war, dass wir beide unbedingt zusammen ziehen wollen. Ich war erst zögerlich, weil ich zu dem Zeitpunkt auch ein psychisches Wrack war. Nach allem, was passiert war.

Meine Freundin wohnt in der Nachbarstadt, in der sie auch ihre Ausbildung macht. Jedoch hat sie 2 Tage die Woche Schule (und danach keine Abreit) in meiner Uni-Stadt. Und so war es naheligend, dass wir in eben meine Stadt ziehen, es war ein gemeinschaftlicher Entschluss. Und das kam auch so: Im Februar zogen wir zusammen.

Es brauchte eine Zeit, bis wir uns aneinander gewöhnten. Ein Problem war auch, dass sie vieles nicht kannte und konnte (teilwesie verwöhntes Einzelkind), da sie frisch aus dem Elternhaus kam und ich mich schon 3 Jahre allein rumgeschlagen habe. Insbesondere bei der Kostensache hatte sie wenig Kontrolle. Ich bezahlte zur halben Miete das gesamte Essen und den Strom und hatte nur noch Geld übrig, um Uni- und Handykosten zu decken - über Monate. Sie bezahlt eben die Miethälfte, ihren Sprit zur Arbeit (40 km) und behauptet, dass es sie vollkommen belastet, obwohl sie sogar etwas mehr Geld als ich zur Verfügung hat. Sie muss auch keine Versicherung fürs Auto zahlen. Es machte uns beide unglücklich, dass wir nicht mal mehr Geld für kleine Unternehmungen hatten. Darin lag vorher unsere Stärke. Aus jeder Unternehmung haben wir was gemacht...

Auch meine Ex hatte uns noch tief verwundet. Immerhin lief ein Verfahren gegen mich (die falschen Bahauptungen wurden halt geprüft), mit der alten Wohnung gab es irre Probleme und es traf uns beide immer wieder. Das ist inzwischen zum Glück Geschichte. Aber ein paar Narben bleiben.

Was jetzt das Problem ist... Es gab immer wieder Streit. Streit um nichts. Meine Freundin war unglücklich und immer aggressiv. Sie hat die Stadt hier hassen gelernt, sie hasst das Pendeln, die Leute hier, einfach alles. Und das hat sie immer an mir abgelassen, ohne Begründung anfangs. Sie war einfach aggressiv.

Es gab so viele Streitigkeiten. Irgendwann explodierte es. Wir sind beide impulsive Menschen, und ich kann mich durchaus zur Wehr setzen. Und es flogen die Fetzen. Sie war wieder so aggressiv. Ich vergleiche es mit Hulk. Der Mensch ist herrlich für mich, der Kern ist lieb, ich liebe sie über alles. Aber wenn sie abdreht, dann gibt es nur noch Attacke, Schmerz und Leid. Da wird sie zum Monster.

Schließlich war es so, dass aus einem Streit resultierend die Frage im Raum stand, ob es noch weiter gehen kann. Wir konnten beide nicht mehr. Sie hat mich an dem Tag verlassen, als sie im Hulk-Modus war, kam dann sofort zurück und nahm alles zurück und war reumütig. Am selben Tag hat sie mich noch mal verlassen. Ich fragte, ob dies endgültig wäre. Sie bejahte und fuhr. Sie flüchtete in ihre Heimatstadt in ihr altes Zuhause. Doch wieder Stunden später war sie reumütig und nahm alles zurück. Und ich verzieh ihr. Doch das hatte Spuren in mir hinterlassen.

Wir hatten danach gute Gespräche. Ihre Aggression liegen meist nicht in der Beziehung. Sie vermisst ihre Freunde, fühlt sich in der neuen Stadt isoliert, sie hasst das Pendeln, den Krach, die Menschen, den Geruch. Ich bin hier auch nicht super glücklich, also kündigten wir die Wohnung (zum 01. Oktober). Ich sagte, ich pendel dann von ihrer Heimatstadt bzw. Umgebung aus, das wäre für mich kein Problem. Und sie will unbedingt mit mir zusammen wohnen und wir haben viele Zukunftsvorstellungen. Es ist eigentlich ganz schön und unsere Gefühle füreinander sind irre stark.

Doch sie ist seit dem Streit mit der Trennung in der Nachbarstadt geblieben und wohnt in ihrem alten Zimmer. Im Haushalt, wo es auch große Probleme gibt. Die gemeinsame Wohnung hier wird nun bis Oktober von mir alleine bewohnt. Sie hat mich voll im Stich gelassen. Sie unternimmt, hat Spaß und stößt alle Verantwortung ab, die sie hier mit der Wohnung hat.

Ich finde es schrecklich, wenn der Partner auszieht. Ich bin hier auch völlig alleine (Pendler-Uni und meine Heimat ist 800 km entfernt) und mit der allgemeinen Wohnsituation total unglücklich. Hier drinne ist alles schön eingerichtet und ich will einfach nicht tagtäglich allein sein. Statt die Monate mit mir gemeinsam zu packen, muss ich hier nun alleine die Zeit absitzen. Das nagt sehr an mir. Ich finde, eine gemeinsame Wohnung hat gemeinsame Verantwortung. Und einfach wegrennen ist für mich unreif. Sie suchte die Wohnung aus und wollte es. Wie ich. Es gefällt ihr jetzt nicht und ich habe volle Kompromissbereitschaft gezeigt, eine neue Wohnung nach ihren Vorstellungen zu beziehen. Und nun stehe ich fast jeden Tag alleine auf und lebe allein.

Doch das ist nicht alles. Es sind die Kleinigkeiten, die mir blieben. Ich wollte zum Beispiel weiter ihre Wäsche waschen. Mir war das unglaublich wichtig, unseren Haushalt weiterzuführen. Sie versprach mir, dass es völlig okay sei, dass ich das mache. Sie wollte ihre Wäsche mitbringen, wenn sie hier zu Besuch ist. Doch das tat sie nie. Ich sprach sie an und sie sagte immer wieder, sie wirft alles rein. Aber das war über Wochen gelogen, direkt ins Gesicht. Kein einziges Mal respektierte sie meinen Wunsch und stand nicht zu ihrem Wort. Sie sagte letztlich nur, es wäre ihr zu anstrengend, Wäsche 40 km im Auto zu transportieren - das war die einzige Begründung.

Sie war teilweise wieder aggressiv. Meistens kommt sie nach der Schule vorbei. Einmal gab es dort einen üblen Streit und die ganze Wut traf dann mich. Sie drohte wieder mit der Beziehung. Obwohl ich ihr das untersagt hatte. In mir ging einiges zu Bruch, als sie zweimal an einem Tag weg war und mich verließ. Und das wusste sie. Sie hatte versprochen, das nie wieder zu machen. Und dann kam es wieder. Und nach der Sache mit der Schule kam es noch zweimal. Immer drohte sie mir mit der Beziehung, einfach so. Und sie sah, dass es mich fertig machte. Danach tat es ihr immer super leid und sie versprach, das nie wieder zu tun. Und trotzdem passierte es immer wieder, wenn der Hulk aktiv war.

Es machte mich zudem fertig, dass sie tagtäglich etwas mit ihren Leuten unternimmt, und ich gar nichts weiß. Sie macht das heimlich, erzählt mir nichts. Sie ist raus aus meinem Alltag. Ich weiß ja gar nicht, ob sie in der Stadt ist oder nicht. Ich bat sie, mir doch zu sagen, wenn sie wen trifft und etwas unternimmt. Mich wenigstens per Whatsapp teilhaben zu lassen. Aber nichts. Sie schweigt, erzählt mir nichts. Ich bekomme - wenn überhaupt - nur im Nachhinein mit, was sie erlebt. Ich weiß vom Alltag meiner Freundin gar nichts, das stört mich, und das weiß sie. Sie entfremdet mir total.

Und es ist so weit, dass sie hier nicht mehr schläft, wenn sie am nächsten Tag arbeiten muss. Hat sie hier in der Stadt Schule, ist es okay, da das ja auf dem Weg liegt. Müsste sie aber 40 km morgens fahren, müsste sie 45 Minuten früher aufstehen. Und das will sie nicht. Ich vermisse die Nächte wahnsinnig, sie auch. Aber sie ist sich so bequem geworden, ich erkenn sie gar nicht mehr wieder. Sie brüllt mich dafür an. Sie ist sauer, dass ich nicht verstehe, wie schrecklich es ist, morgens zur Arbeit zu fahren, wenn man pendelt. Und ich will nur die Nacht. Ich finde das einfach schwach.

Jede Regel, die ich stellte, wurde über den Haufen geworfen. Sie lügt, sie hält sich nicht an versprechen, dreht immer noch ab und ist für meine Begriffe bequem. Ich weiß einfach nicht weiter und bin mir völlig unschlüssig. Reagier ich über und muss mir das alles gefallen lassen, weil es im Rahmen ist? Oder wird da einfach nur eine faule Nummer mit mir abgezogen? Wie würdet ihr in meiner Position handeln?

Ich mein, ist es okay, wenn der Partner einfach auszieht, obwohl die Beziehung fortgeführt wird und der Auszug nichts mit der Beziehung am Hut hat? Der Partner nur noch sich sieht, allein lebt, mich ausschließt und immer wieder meine Regeln ignoriert? Ich weiß einfach nicht, wie ich die Lage bis Oktober aushalten soll. Ich fühle mich so irre verlassen, so alleine und irgendwie gedemütigt, von der Partnerin einfach in der gemeinsamen Wohnung liegen gelassen worden zu sein. Das sind halt meine Empfindungen, aber ich frag mich auch, ob ich mich einfach anstell und das alles auszuhalten hab, weil es ihr Recht ist? Darum frag ich jetzt mal...

Mehr lesen

21. Juli 2014 um 9:50


In eine Neue Stadt zu ziehen ist nicht einfach. Man lässt Familie und Freunde "zurück"
Pendeln belastet einen schon stark - da man aufeinmal ehr aufstehen muss und auch sonst weniger "Freizeit" hat.

Gerade nach Euren etwas Unglücklichen Start in die Beziehung ist das alles nicht einfach.
Sie hat ihre Familie die sie immer wieder aufnimmt - und ihr das Leben wirklich einfach macht.
Vielleicht wart ihr bzw. die Beziehung einfach noch nicht reif genug für den Schritt zusammenziehen ?

Ich würde mich dort auch ziemlich alleine fühlen an deiner Stelle.
Ich glaube ich wäre auch ziemlich fertig wenn man Zusammenzieht und der Partner wieder "auszieht"
Es wären alles kleine Nadelstiche ins Herz :/
Vielleicht wäre wirklich das beste erstmal eure Zeit und Freizeit ohne Zusammenziehen zu genießen ?
Zu Prüfen ob auch der Alltag Platz in Eure Beziehung hat ?

Gefällt mir

21. Juli 2014 um 13:15

Vielen Dank
Das tut echt gut, mal unabhängige Meinugen zu hören. Danke sehr

Ich muss dazu sagen, dass sie vor dem Auszug bei mir 3x die Woche (Mo, Di, Do) in ihrer Heimatstadt arbeitete und 1x die Woche dazu dort schlief (Mo -> Di). Zusätzlich machte sie an einem Tag am Wochenende was mit Freunden und fuhr dazu in ihre Heimatstadt. Und wenn mal irgendwas wie Familienessen, Grillen... war, in der Regel Sonntag, gingen wir immer gemeinsam hin, also noch ein Tag mehr. Das "Zurücklassen" ist also vielleicht etwas überspitzt, da sie durchaus genug Zeit in ihrer alten Stadt verbrachte. Ich bin im Vergleich 2-3x im Jahr in meiner Heimatstadt, vielleicht sehe ich das deshalb auch als ausreichend? Geht bei mir halt nicht anders.

Nur nutzt sie die manchmal ihre Zeit nicht richtig. Statt nach Feierabend etwas mit Freunden zu machen, fährt sie oft gleich her. Früher war das anders: Da machte sie nach Feierabend noch was und kam dann trotzdem noch später zu mir. Sie isoliert sich irgendwie selbst etwas. Es gibt auch gar keine Anstalten, mal jemanden einzuladen, sich in der Mitte zu treffen (da ist auch eine kleine, schöne Stadt) oder eine Paar-Paar-Sache (alle sind vergeben!) zusätzlich zu machen. Einfach gar nichts, was ich auch sehr schade finde.

Zusätzlich ist ihre Schulklasse hier, und damit auch einige neue Kontakte. Hier in der Stadt und im direkten Umfeld. Und mit einigen von denen versteht sie sich ausgezeichnet (und ich mich genauso). Es kam aber nur ein einziges Mal (seit Februar) vor, dass sie etwas alleine mit einer Freundin vor Ort unternommen hat. Stattdessen einfach nur auf der Couch liegen und TV schauen. Sie sagt dann immer, dass sie eben viel Zeit mit mir verbringen wolle und die anderen ja arbeiten würden. Zum Ersteren: Oft bin ich aber dann zum Beispiel mit Lernen beschäftigt und habe gar keine Zeit, auch wenn ich zuhause bin. Letzteres stimmt, aber in ihrer Fantasie wohl 24h/Tag, wodurch niemals ein Treffen möglich wäre. Mir total unverständlich.

Es war damals abrupt: Ich hatte mein Zuhause verloren und dann kam ein spontaner Zusammenzug. Natürlich war das plötzlich, aber da wir ja wieder eine neue Wohnung zusammen möchten, war es anscheinend doch positiv, wenngleich verfrüht. Meine Freundin musste auch raus: Sie wurde nach Silvester übelst von ihrer Mutter rausgeschmissen und auch sonst gab es stetig Streit, sie war nie genug und musste sich für alles verantworten. Einmal hatte sie zum Beispiel nach einer kleinen Feier die Küche aufgeräumt und die dreckige Papiertischdecke mit dem Konfetti in den Müll geworfen. Die Mutter schlief bis nach Mittag und wollte dann später das Konfetti behalten. Also holte meine Freundin es zwischen den ganzen Essensresten im Müll sorgsam raus und machte es sauber, ging bestimmt eine halbe Stunde. Einfach untragbar und ohne Würde - ich konnte es mir nicht geben! Sie hat null Selbstwertgefühl und der Auszug war nur richtig und hat das Verhältnis zur Mutter spürbar verbessert. Die Mutter ist ein lieber Mensch, nur ein Zusammenwohnen geht wohl einfach nicht. Doch an genau diesem Ort ist meine Freundin jetzt geflohen. Sie hat sich geschworen, da nicht wieder einzuziehen, sich nie wieder ein zweites Mal rauswerfen zu lassen. Und doch ist ihr dieser Ort lieber als der an meiner Seite. Obwohl sie jetzt schon wieder Probleme dort hat...

Die Beziehung hinterfrage ich nicht. Ich liebe sie und es liegt viel an der Situation. Aber ich hiterfrage die Moral ihres Handeln. Ich bin mir zu schade, mir das weiter zu geben. Ich habe am Wochenende um eine 2,5-wöchige Beziehungspause gebeten. Ich halte das nicht mehr aus, einfach nur die Anlaufstation für nebenbei zu sein. Dann lieber gar keine Kommunikation. Ich kann einfach nicht mehr. Jeden Tag mit ansehen, wie der Alltag verschwindet und sie mir einfach entfremdet. Ich angelogen werde oder Vereinbarungen gebrochen werden. Sie fährt die Beziehung mit ihrem Verhalten voll gegen die Wand. Nur ich weiß nicht mehr, wie ich sie abbremsen soll? Ich fühle mich teilweise so, als könnte ich nur noch aussteigen. Darum ja jetzt auch die Pause.

@ sonnenfrei: Ein dauerhaftes Auseinanderziehen ohne berufliche Gründe oder Ähnliches wäre für mich ein derber Rückschritt in der Beziehung, käme mir persönlich einem Scheitern gleich und hätte eine Trennung zur Folge.

Es ist einfach so tot hier. Alleine wohnen kenne ich nicht, das ist eine Sache. Aber wenn man alleine in der gemeinsamen Wohnung lebt, das geht mir nur noch an die Substanz. Das parterschaftliche Bett leer, der Kühlschrank mit dem gemeinsamen Einkauf wochenlang noch voll...

Ich habe mir überlegt, nach der Pause in den Semesterferien für einen Monat in meine Heimat zu fahren. "Nach Hause", so wie sie. Eigentlich wollte ich sie mitnehmen, aber das liegt mir inzwischen so fern. Sie möchte so gerne mit und hat auch Urlaub zur selben Zeit (3 Wochen). Aber ich würde sie einfach gerne so allein hier lassen, wie sie es mir mir gemacht hat. In der Hoffnung, dass sie es mal checkt, dass es so nicht geht. Alternativ wäre sie dann mit und würde alles vielleicht toll finden, aber die Probleme werden mal wieder nur nach hinten verschoben, weil man dann irgendwann zurück fährt und es dann wieder heißt: Ich bin dann weg.
Und mir würde es in meiner Heimat sicherlich besser gehen, da ich nicht mehr alleine wäre. Ich weiß aber nicht, ob das zu hart wäre??? Ich bin aber an einem Punkt, an dem ich Konsequenzen ziehen möchte. Um ihr deutlichst zu zeigen, dass das zu viel war. Denn reden hat über Wochen nichts gebracht.

Reden bringt immer nur: "Ich musste weg, weil... zu teuer, zu isoliert." Nun pendelt sie halt zur Schule und zu mir und spart 0 Euro im Vergleich. Das ist also kein Argument. Und dass sie sich selbst isoliert hat, sieht sie auch nicht. Alles, was schlecht lief, ist die Schuld der Wohnung. Das ist so bitteres Schwarz-Weiß und ich komm da nicht ran. Ich weiß nur, dass die Beziehung in dem jetzigen Monat alleine sehr gelitten hat. Es gab Streit, Enttäuschung, Trauer. Eben auch darüber, dass sie mir nicht beisteht, wenn es "hart auf hart" kommt. Aber das verlange ich! Und ich fürchte, die Beziehung geht bis Oktober zu Grunde, wenn das so beibehalten wird, weil ich am Ende meiner Kraft bin.

Gefällt mir

21. Juli 2014 um 15:19
In Antwort auf adejavu

Vielen Dank
Das tut echt gut, mal unabhängige Meinugen zu hören. Danke sehr

Ich muss dazu sagen, dass sie vor dem Auszug bei mir 3x die Woche (Mo, Di, Do) in ihrer Heimatstadt arbeitete und 1x die Woche dazu dort schlief (Mo -> Di). Zusätzlich machte sie an einem Tag am Wochenende was mit Freunden und fuhr dazu in ihre Heimatstadt. Und wenn mal irgendwas wie Familienessen, Grillen... war, in der Regel Sonntag, gingen wir immer gemeinsam hin, also noch ein Tag mehr. Das "Zurücklassen" ist also vielleicht etwas überspitzt, da sie durchaus genug Zeit in ihrer alten Stadt verbrachte. Ich bin im Vergleich 2-3x im Jahr in meiner Heimatstadt, vielleicht sehe ich das deshalb auch als ausreichend? Geht bei mir halt nicht anders.

Nur nutzt sie die manchmal ihre Zeit nicht richtig. Statt nach Feierabend etwas mit Freunden zu machen, fährt sie oft gleich her. Früher war das anders: Da machte sie nach Feierabend noch was und kam dann trotzdem noch später zu mir. Sie isoliert sich irgendwie selbst etwas. Es gibt auch gar keine Anstalten, mal jemanden einzuladen, sich in der Mitte zu treffen (da ist auch eine kleine, schöne Stadt) oder eine Paar-Paar-Sache (alle sind vergeben!) zusätzlich zu machen. Einfach gar nichts, was ich auch sehr schade finde.

Zusätzlich ist ihre Schulklasse hier, und damit auch einige neue Kontakte. Hier in der Stadt und im direkten Umfeld. Und mit einigen von denen versteht sie sich ausgezeichnet (und ich mich genauso). Es kam aber nur ein einziges Mal (seit Februar) vor, dass sie etwas alleine mit einer Freundin vor Ort unternommen hat. Stattdessen einfach nur auf der Couch liegen und TV schauen. Sie sagt dann immer, dass sie eben viel Zeit mit mir verbringen wolle und die anderen ja arbeiten würden. Zum Ersteren: Oft bin ich aber dann zum Beispiel mit Lernen beschäftigt und habe gar keine Zeit, auch wenn ich zuhause bin. Letzteres stimmt, aber in ihrer Fantasie wohl 24h/Tag, wodurch niemals ein Treffen möglich wäre. Mir total unverständlich.

Es war damals abrupt: Ich hatte mein Zuhause verloren und dann kam ein spontaner Zusammenzug. Natürlich war das plötzlich, aber da wir ja wieder eine neue Wohnung zusammen möchten, war es anscheinend doch positiv, wenngleich verfrüht. Meine Freundin musste auch raus: Sie wurde nach Silvester übelst von ihrer Mutter rausgeschmissen und auch sonst gab es stetig Streit, sie war nie genug und musste sich für alles verantworten. Einmal hatte sie zum Beispiel nach einer kleinen Feier die Küche aufgeräumt und die dreckige Papiertischdecke mit dem Konfetti in den Müll geworfen. Die Mutter schlief bis nach Mittag und wollte dann später das Konfetti behalten. Also holte meine Freundin es zwischen den ganzen Essensresten im Müll sorgsam raus und machte es sauber, ging bestimmt eine halbe Stunde. Einfach untragbar und ohne Würde - ich konnte es mir nicht geben! Sie hat null Selbstwertgefühl und der Auszug war nur richtig und hat das Verhältnis zur Mutter spürbar verbessert. Die Mutter ist ein lieber Mensch, nur ein Zusammenwohnen geht wohl einfach nicht. Doch an genau diesem Ort ist meine Freundin jetzt geflohen. Sie hat sich geschworen, da nicht wieder einzuziehen, sich nie wieder ein zweites Mal rauswerfen zu lassen. Und doch ist ihr dieser Ort lieber als der an meiner Seite. Obwohl sie jetzt schon wieder Probleme dort hat...

Die Beziehung hinterfrage ich nicht. Ich liebe sie und es liegt viel an der Situation. Aber ich hiterfrage die Moral ihres Handeln. Ich bin mir zu schade, mir das weiter zu geben. Ich habe am Wochenende um eine 2,5-wöchige Beziehungspause gebeten. Ich halte das nicht mehr aus, einfach nur die Anlaufstation für nebenbei zu sein. Dann lieber gar keine Kommunikation. Ich kann einfach nicht mehr. Jeden Tag mit ansehen, wie der Alltag verschwindet und sie mir einfach entfremdet. Ich angelogen werde oder Vereinbarungen gebrochen werden. Sie fährt die Beziehung mit ihrem Verhalten voll gegen die Wand. Nur ich weiß nicht mehr, wie ich sie abbremsen soll? Ich fühle mich teilweise so, als könnte ich nur noch aussteigen. Darum ja jetzt auch die Pause.

@ sonnenfrei: Ein dauerhaftes Auseinanderziehen ohne berufliche Gründe oder Ähnliches wäre für mich ein derber Rückschritt in der Beziehung, käme mir persönlich einem Scheitern gleich und hätte eine Trennung zur Folge.

Es ist einfach so tot hier. Alleine wohnen kenne ich nicht, das ist eine Sache. Aber wenn man alleine in der gemeinsamen Wohnung lebt, das geht mir nur noch an die Substanz. Das parterschaftliche Bett leer, der Kühlschrank mit dem gemeinsamen Einkauf wochenlang noch voll...

Ich habe mir überlegt, nach der Pause in den Semesterferien für einen Monat in meine Heimat zu fahren. "Nach Hause", so wie sie. Eigentlich wollte ich sie mitnehmen, aber das liegt mir inzwischen so fern. Sie möchte so gerne mit und hat auch Urlaub zur selben Zeit (3 Wochen). Aber ich würde sie einfach gerne so allein hier lassen, wie sie es mir mir gemacht hat. In der Hoffnung, dass sie es mal checkt, dass es so nicht geht. Alternativ wäre sie dann mit und würde alles vielleicht toll finden, aber die Probleme werden mal wieder nur nach hinten verschoben, weil man dann irgendwann zurück fährt und es dann wieder heißt: Ich bin dann weg.
Und mir würde es in meiner Heimat sicherlich besser gehen, da ich nicht mehr alleine wäre. Ich weiß aber nicht, ob das zu hart wäre??? Ich bin aber an einem Punkt, an dem ich Konsequenzen ziehen möchte. Um ihr deutlichst zu zeigen, dass das zu viel war. Denn reden hat über Wochen nichts gebracht.

Reden bringt immer nur: "Ich musste weg, weil... zu teuer, zu isoliert." Nun pendelt sie halt zur Schule und zu mir und spart 0 Euro im Vergleich. Das ist also kein Argument. Und dass sie sich selbst isoliert hat, sieht sie auch nicht. Alles, was schlecht lief, ist die Schuld der Wohnung. Das ist so bitteres Schwarz-Weiß und ich komm da nicht ran. Ich weiß nur, dass die Beziehung in dem jetzigen Monat alleine sehr gelitten hat. Es gab Streit, Enttäuschung, Trauer. Eben auch darüber, dass sie mir nicht beisteht, wenn es "hart auf hart" kommt. Aber das verlange ich! Und ich fürchte, die Beziehung geht bis Oktober zu Grunde, wenn das so beibehalten wird, weil ich am Ende meiner Kraft bin.


Ich habe ein paar Monate auch eine Fernbeziehung geführt und finde "Wer etwas will, findet Wege. Wer etwas nicht will, findet Gründe"

Ich weiß leider nicht ob das vielleicht mit dem Einzelkind zutun hat - aber immer wenns hart auf hart kommt - wird sie zurück zu den Eltern gehen.
Ich habe leider keine Erfahrung mit solch einen Typen Mensch.
Daher kann ich nicht sagen wie solche Menschen ticken.

Andersrum kennst auch du das "Alleine" sein nicht ?

Daher war vielleicht echt das Zusammenziehen für beide ein riesiger Donnerknall.
Alles negative wird auf die Wohnung bezogen.
Ehrlich gesagt wäre das auch passiert wenn ihr 5 Minuten von ihren Eltern "eingezogen" wärt.
Du verlangst von ihr vielleicht zu rennen obwohl sie nichtmal laufen kann ?

Gefällt mir

21. Juli 2014 um 15:19

Verzeihen ist wichtig
Ich könnte verzeihen, wenn sie anfangen würde, zu mir zu halten. Weißt du, bisher ist es so:

Ich: Ich fühle mich im Stich gelassen. Ich bin alleine
Sie: Ich weiß. Es tut mir leid. Es war ein Fehler zu gehen. Ich kann ihn aber nicht mehr rückgängig machen. Ich muss jetzt los.

Kannst du dem folgen? Ich nicht. Was bringt mir eine Entschuldigung und ein Einsehen, wenn sie weiter macht, wofür sie sich entschuldigt?

Ich möchte, dass sie hier die Nächte wieder verbringt. Und dann daran arbeitet, den Kontakt zu ihren Freunden trotzdem aufrecht zu erhalten und sich nicht isoliert. Beide Sachen möchte ich. Und genau so möchte ich auch eine neue Wohnug suchen, und nicht getrennt, in der Hoffnung, dass es dann in Wohnung 2 besser wird. Ich will jetzt mit den Problemen starten, nicht irgendwann. Doch blockt sie ab.

Und nachträglich bin ich nicht. Ich kann nur sagen, dass ich das so wie jetzt nicht kann. Ich kann es einfach nicht. Und wenn sie so weiter macht und keine zeitnahen Lösungen zulässt, ist neben einer Trennung für mich die zeitweilige Flucht in meine Heimat die einzige Option.

Gefällt mir

21. Juli 2014 um 15:24
In Antwort auf adejavu

Verzeihen ist wichtig
Ich könnte verzeihen, wenn sie anfangen würde, zu mir zu halten. Weißt du, bisher ist es so:

Ich: Ich fühle mich im Stich gelassen. Ich bin alleine
Sie: Ich weiß. Es tut mir leid. Es war ein Fehler zu gehen. Ich kann ihn aber nicht mehr rückgängig machen. Ich muss jetzt los.

Kannst du dem folgen? Ich nicht. Was bringt mir eine Entschuldigung und ein Einsehen, wenn sie weiter macht, wofür sie sich entschuldigt?

Ich möchte, dass sie hier die Nächte wieder verbringt. Und dann daran arbeitet, den Kontakt zu ihren Freunden trotzdem aufrecht zu erhalten und sich nicht isoliert. Beide Sachen möchte ich. Und genau so möchte ich auch eine neue Wohnug suchen, und nicht getrennt, in der Hoffnung, dass es dann in Wohnung 2 besser wird. Ich will jetzt mit den Problemen starten, nicht irgendwann. Doch blockt sie ab.

Und nachträglich bin ich nicht. Ich kann nur sagen, dass ich das so wie jetzt nicht kann. Ich kann es einfach nicht. Und wenn sie so weiter macht und keine zeitnahen Lösungen zulässt, ist neben einer Trennung für mich die zeitweilige Flucht in meine Heimat die einzige Option.


Sagen und verstehen sind zwei paar Sachen. Sie sagt sie versteht dich aber macht den Fehler wieder.

Mal blöde gefragt, warum ist es so wichtig für dich, dass sie Nachts bei dir schläft ?

Gefällt mir

21. Juli 2014 um 19:14
In Antwort auf sonnenfrei


Ich habe ein paar Monate auch eine Fernbeziehung geführt und finde "Wer etwas will, findet Wege. Wer etwas nicht will, findet Gründe"

Ich weiß leider nicht ob das vielleicht mit dem Einzelkind zutun hat - aber immer wenns hart auf hart kommt - wird sie zurück zu den Eltern gehen.
Ich habe leider keine Erfahrung mit solch einen Typen Mensch.
Daher kann ich nicht sagen wie solche Menschen ticken.

Andersrum kennst auch du das "Alleine" sein nicht ?

Daher war vielleicht echt das Zusammenziehen für beide ein riesiger Donnerknall.
Alles negative wird auf die Wohnung bezogen.
Ehrlich gesagt wäre das auch passiert wenn ihr 5 Minuten von ihren Eltern "eingezogen" wärt.
Du verlangst von ihr vielleicht zu rennen obwohl sie nichtmal laufen kann ?

Ich möchte gerne Wege finden, aber in der Wüste - wie?
Für mich ist die Nacht mit dem Partner einfach zentral. Ich gehe zuhause schlafen und stehe zuhause auf. Als Symbol. Es ist einfach der Ort, an dem ich immer wieder zurückkehre. Außerdem schlafen wir beide zusammen viel besser, wir kuscheln beim Einschlafen und im Schlaf viel. Zudem mag ich es, wenn mit meiner Freundin der Tag endet und anfängt. Es gibt mir viel.

Ich kenne das Wohnen alleine nicht, das ist auf's Wohnen bezogen, nicht auf "mal alleine sein". Bis 10 lebte ich bei meiner Mutter und Schwester, bis 20 bei meinem Vater und dann bin ich direkt mit meiner Ex zusammengezogen. Und von da direkt weiter. Es gab einfach keine Phase meines Lebens, in der ich auch nur 1 Monat allein lebte. Ich vermisse das auch nicht im Geringsten.

Eltern ist nicht ganz korrekt. Es gibt nur die Mutter bei meiner Freundin. Der Vater ist wenige Jahre nach der Geburt abgehauen. Die genauen Gründe kenne ich aber nicht, aber er war sich zu fein, sich jemals um sein Kind zu kümmern.

Die Mutter spielt für mich aber eine zentrale Rolle. Sie lebt auch wieder in einer Beziehung, aber ihr Freund hats nicht wirklich leicht: Sie äußerte öfter, dass sie niemals mit ihm zusammen leben will oder irgendnem Mann (er unbedingt). Er wird einfach rausgeschmissen und traut sich nicht mal, seine Wäsche dort zu lassen. Er darf in der Woche nicht einfach anrufen und bekommt oft Tage keine Mail-Antwort. Und ich spüre, dass meine Freundin davon Eigenschaften hat, leider. Viele auch nicht, aber es gibt negative Überschneidungen. Ich weiß nur nicht, ob so etwas irreversibel ist? Die Mutter jedenfalls ist aus meiner Sicht wie gesagt ein lieber Mensch, aber "beziehungsunfähig". Und ihr Freund ist vor allen anderen Menschen nur noch am Lästern, weil er es nicht mehr aushält und alles ganz düster sieht, der ist am Ende. Ich finde sein Verhalten daneben, aber ich verstehe die Ursache sehr. Und zwischen drin lebt jetzt meine Freundin, die die Beziehung der beiden kaum noch aushält.

"Wer etwas nicht will, findet Gründe" ... Das ist ein sehr schöner Satz. Leider ist es der, nicht der andere mit den Wegen, der die Realität widerspiegelt.

sonnenfrei, ich verlange wohl, dass sie zumindest joggt. Aber wie würdest du handeln? Würdest du akzeptieren, dass sie nicht mal krabbelt und auch keine Versuche dazu startet? Wo bleibt da eine Beziehungsgrundlage?

Dieser "Typ" Mensch hat für mich einfach zwei Seiten. Es gibt den total lieben Modus, der tolle Eigenschaften verkörpert und dich teils vergöttert, und dann den nicht empathiefähigen Egoistenmodus, der dich wie Müll in die Tonne haut, es noch nicht mal in dem Moment merkt.

Ich lass die Beziehungspause auf jeden Fall bestehen. Sie schickt schon SMS, wie leid ihr alles tut (...), wie immer. Doch meine Gedanken sind so wirr, so kann ich mit ihr nicht sprechen. Es ist doch angebracht, wenn ich fordere: "Zuhause bei mir.", oder? Weil es meine Beziehungsgrundlage ist...

Gefällt mir

22. Juli 2014 um 9:00
In Antwort auf adejavu

Ich möchte gerne Wege finden, aber in der Wüste - wie?
Für mich ist die Nacht mit dem Partner einfach zentral. Ich gehe zuhause schlafen und stehe zuhause auf. Als Symbol. Es ist einfach der Ort, an dem ich immer wieder zurückkehre. Außerdem schlafen wir beide zusammen viel besser, wir kuscheln beim Einschlafen und im Schlaf viel. Zudem mag ich es, wenn mit meiner Freundin der Tag endet und anfängt. Es gibt mir viel.

Ich kenne das Wohnen alleine nicht, das ist auf's Wohnen bezogen, nicht auf "mal alleine sein". Bis 10 lebte ich bei meiner Mutter und Schwester, bis 20 bei meinem Vater und dann bin ich direkt mit meiner Ex zusammengezogen. Und von da direkt weiter. Es gab einfach keine Phase meines Lebens, in der ich auch nur 1 Monat allein lebte. Ich vermisse das auch nicht im Geringsten.

Eltern ist nicht ganz korrekt. Es gibt nur die Mutter bei meiner Freundin. Der Vater ist wenige Jahre nach der Geburt abgehauen. Die genauen Gründe kenne ich aber nicht, aber er war sich zu fein, sich jemals um sein Kind zu kümmern.

Die Mutter spielt für mich aber eine zentrale Rolle. Sie lebt auch wieder in einer Beziehung, aber ihr Freund hats nicht wirklich leicht: Sie äußerte öfter, dass sie niemals mit ihm zusammen leben will oder irgendnem Mann (er unbedingt). Er wird einfach rausgeschmissen und traut sich nicht mal, seine Wäsche dort zu lassen. Er darf in der Woche nicht einfach anrufen und bekommt oft Tage keine Mail-Antwort. Und ich spüre, dass meine Freundin davon Eigenschaften hat, leider. Viele auch nicht, aber es gibt negative Überschneidungen. Ich weiß nur nicht, ob so etwas irreversibel ist? Die Mutter jedenfalls ist aus meiner Sicht wie gesagt ein lieber Mensch, aber "beziehungsunfähig". Und ihr Freund ist vor allen anderen Menschen nur noch am Lästern, weil er es nicht mehr aushält und alles ganz düster sieht, der ist am Ende. Ich finde sein Verhalten daneben, aber ich verstehe die Ursache sehr. Und zwischen drin lebt jetzt meine Freundin, die die Beziehung der beiden kaum noch aushält.

"Wer etwas nicht will, findet Gründe" ... Das ist ein sehr schöner Satz. Leider ist es der, nicht der andere mit den Wegen, der die Realität widerspiegelt.

sonnenfrei, ich verlange wohl, dass sie zumindest joggt. Aber wie würdest du handeln? Würdest du akzeptieren, dass sie nicht mal krabbelt und auch keine Versuche dazu startet? Wo bleibt da eine Beziehungsgrundlage?

Dieser "Typ" Mensch hat für mich einfach zwei Seiten. Es gibt den total lieben Modus, der tolle Eigenschaften verkörpert und dich teils vergöttert, und dann den nicht empathiefähigen Egoistenmodus, der dich wie Müll in die Tonne haut, es noch nicht mal in dem Moment merkt.

Ich lass die Beziehungspause auf jeden Fall bestehen. Sie schickt schon SMS, wie leid ihr alles tut (...), wie immer. Doch meine Gedanken sind so wirr, so kann ich mit ihr nicht sprechen. Es ist doch angebracht, wenn ich fordere: "Zuhause bei mir.", oder? Weil es meine Beziehungsgrundlage ist...

Was ich machen würde ?
So hart es klingt - aber ich könnte so eine Beziehung auch nicht führen

Ich möchte auch mit jemanden auf kurz oder lang das Leben gemeinsam bestreiten.
Jemanden auf den ich mich verlassen kann der nicht auf sein Vorteil aus ist.
Manchmal sind die Lebenssituation halt schwierig aber manchmal muss man auch Entscheidungen fällen die das Leben ändern.
Ein Freund von mir - er wohnte eigentlich nur 15 Autominuten von mir weg. Leider wurde dann durch den Job 200km. Wochenendbeziehung !
DA er eigentlich nur zwei Jahre dort bleiben wollte und dann zurück zur Familie wollte - war auch ein Ziel gesetzt.
Zwei Jahre Fernbeziehung.
Als er jedoch mich immer öfter für seine Familie versetzte fühle ich mich unglücklich.
Eines Tages rief ich ihn wieder an. Wie so oft erreichte ich ihn mit unterdrückter Nummer. Er meinte er wäre inne Stunde hier müsse nur kurz was machen.
Eine Stunde....zwei Stunden..... die Gedanken kreisen...drei Stunden ...vier Stunden.
Ich saß vor dem Laptop und Handy ...ich war einfach fertig.
Unfall ?
WAs ist passiert ?
Irgentwann dann die Nachricht "Sorry - wollte gerade los aber meine Schwester wollte ins Kino"
Ab da war mir klar...ich bin nicht Teil seines Lebens.
Ich habe Schluss gemacht.

Irgentwann lernte ich einen netten Mann kennen ...aber 400km weit weg und mit Job und Familie und und und.
Eigentlich wieder aussichtslos.....
Für ihn war klar....er will zu mir ziehen !
Keine 5 Monate später wars soweit
Und wir leben nun über 1,5 Jahre zusammen <3

Meine Persönliche - halt Unprofessionelle Meinung :
Wenn deine Freundin von ihrer Mutter das "auf den Weg" bekommt, dass man mit Männern nicht zusammnenzieht und sie eh nix wert sind weil sie einen eh wieder verlassen und Wehtun...wundert mich ihr verhalten nicht.
Ich glaube nur - du bist nicht in der Lage ihr mehr zu geben als du zz von ihr bekommst - jedenfalls nicht auf Dauer - um ihr das Gegenteil der Mutter zu beweisen.
Teilweise wird sie halt das Gefühl haben - ihre Mutter "alleine" gelassen zu haben wie damals ihr Vater ...vielleicht ?
Auf den neuen Partner will die Mutter sich auch nicht fest einlassen und binden.
Ich finde in deinen Chaos spielt die Mutter wohl ne starke Rolle.
Gerade Rituale wie zu Bett gehen und Aufstehen sind in einer Partnerschaft wichtig - da gebe ich dir einfach recht.
Dir gehts auch nicht um Besitz wie ich finde - was ich so rauslese.
Sondern um die Basis der Beziehung.
Uns ist es zb. auch wichtig, dass wir als Partner gemeinsam schlafen gehen und nicht zu unterschiedlichen Zeiten.

Ich glaube nur nicht, dass diese "Beziehungspause" so ankommt wie es sein sollte.
Sie vermisst dich natürlich - ich denke auch liebt dich.
Und du machst "genau das gleiche "...lässt sie alleine. Und wer ist da und "fängt" sie auf ?
Ihre Mutter.
Selbst wenn alles geklärt ist und sie zu dir möchte - ist sie aber ihre Mutter Schuldig heim zu kommen - weil ihre Mutter ihr in dieser Situation beigestanden hat.
Ob das nun bewußt von einen der beiden ist ...k.A.
Ich für mein Teil glaube an diese meiner Theorie

Aktuell liebst du alleine.
Aktuell bist du unglücklich.
Ändere etwas !
Wenn du sie nicht ändern kannst - ändere dich oder geht getrennte Wege.

Gefällt mir

22. Juli 2014 um 12:09
In Antwort auf sonnenfrei

Was ich machen würde ?
So hart es klingt - aber ich könnte so eine Beziehung auch nicht führen

Ich möchte auch mit jemanden auf kurz oder lang das Leben gemeinsam bestreiten.
Jemanden auf den ich mich verlassen kann der nicht auf sein Vorteil aus ist.
Manchmal sind die Lebenssituation halt schwierig aber manchmal muss man auch Entscheidungen fällen die das Leben ändern.
Ein Freund von mir - er wohnte eigentlich nur 15 Autominuten von mir weg. Leider wurde dann durch den Job 200km. Wochenendbeziehung !
DA er eigentlich nur zwei Jahre dort bleiben wollte und dann zurück zur Familie wollte - war auch ein Ziel gesetzt.
Zwei Jahre Fernbeziehung.
Als er jedoch mich immer öfter für seine Familie versetzte fühle ich mich unglücklich.
Eines Tages rief ich ihn wieder an. Wie so oft erreichte ich ihn mit unterdrückter Nummer. Er meinte er wäre inne Stunde hier müsse nur kurz was machen.
Eine Stunde....zwei Stunden..... die Gedanken kreisen...drei Stunden ...vier Stunden.
Ich saß vor dem Laptop und Handy ...ich war einfach fertig.
Unfall ?
WAs ist passiert ?
Irgentwann dann die Nachricht "Sorry - wollte gerade los aber meine Schwester wollte ins Kino"
Ab da war mir klar...ich bin nicht Teil seines Lebens.
Ich habe Schluss gemacht.

Irgentwann lernte ich einen netten Mann kennen ...aber 400km weit weg und mit Job und Familie und und und.
Eigentlich wieder aussichtslos.....
Für ihn war klar....er will zu mir ziehen !
Keine 5 Monate später wars soweit
Und wir leben nun über 1,5 Jahre zusammen <3

Meine Persönliche - halt Unprofessionelle Meinung :
Wenn deine Freundin von ihrer Mutter das "auf den Weg" bekommt, dass man mit Männern nicht zusammnenzieht und sie eh nix wert sind weil sie einen eh wieder verlassen und Wehtun...wundert mich ihr verhalten nicht.
Ich glaube nur - du bist nicht in der Lage ihr mehr zu geben als du zz von ihr bekommst - jedenfalls nicht auf Dauer - um ihr das Gegenteil der Mutter zu beweisen.
Teilweise wird sie halt das Gefühl haben - ihre Mutter "alleine" gelassen zu haben wie damals ihr Vater ...vielleicht ?
Auf den neuen Partner will die Mutter sich auch nicht fest einlassen und binden.
Ich finde in deinen Chaos spielt die Mutter wohl ne starke Rolle.
Gerade Rituale wie zu Bett gehen und Aufstehen sind in einer Partnerschaft wichtig - da gebe ich dir einfach recht.
Dir gehts auch nicht um Besitz wie ich finde - was ich so rauslese.
Sondern um die Basis der Beziehung.
Uns ist es zb. auch wichtig, dass wir als Partner gemeinsam schlafen gehen und nicht zu unterschiedlichen Zeiten.

Ich glaube nur nicht, dass diese "Beziehungspause" so ankommt wie es sein sollte.
Sie vermisst dich natürlich - ich denke auch liebt dich.
Und du machst "genau das gleiche "...lässt sie alleine. Und wer ist da und "fängt" sie auf ?
Ihre Mutter.
Selbst wenn alles geklärt ist und sie zu dir möchte - ist sie aber ihre Mutter Schuldig heim zu kommen - weil ihre Mutter ihr in dieser Situation beigestanden hat.
Ob das nun bewußt von einen der beiden ist ...k.A.
Ich für mein Teil glaube an diese meiner Theorie

Aktuell liebst du alleine.
Aktuell bist du unglücklich.
Ändere etwas !
Wenn du sie nicht ändern kannst - ändere dich oder geht getrennte Wege.


Danke. Mit "ändere was" hast du einfach recht. Ich arbeite auch an mir. Dazu gehört es zum Beispiel, mit ihrem teils aufbrausenden und aggressiven Verhalten klarzukommen, was gar nicht leicht ist ... sich da im Griff zu haben. Aber das ist eben ihre Person. Doch ist es ihre Entscheidung, ob sie zu mir stehen will, aufrichtig sein möchte. Ich hoffe es, denn nur so kann ich mir etwas Langfristiges vorstellen. Ich will meine Basis mit ihr oder die Beziehung ist eben kaputt - traurig aber wahr!

Die Beziehungspause war natürlich eine Notbremse. Ein Instrument, auf das ich wenig stolz bin. Und ich gebe dir völlig recht, die Mutter ist nun da, fängt vielleicht auf. Im Grunde weiß ich nicht, was da vor sich geht, aber die Mutter ist definitiv in der Konkurrenzrolle. Sie wollte auch immer ihre Tochter zurück und hat stets prophezeit, dass dies auch geschehen wird.
Doch ist das Verhältnis zwischen denen auch nicht wirklich extremst normal (ohne Bewertung). Wie auch: Die Mutter war die ganze Kindheit immer arbeiten. Sie machte ein Jahrzehnt keinen Urlaub, laufend Überstunden. Meine Freundin kennt bis heute kaum Orte abseits der Haustür. Ich war der erste Mensch, der ihr eine Gute-Nacht-Geschichte vorgelesen hat, zum Beispiel. Ich könnte so weiter machen... die Kindheit weist einfach üble Lücken auf.

Die Sache ist aber die: Wenn ein Gespräch heute nichts bringt, bringt es vielleicht die Pause als Konsequenz, mit einem Gespräch morgen. Gebe ich jetzt nach, verliere ich doch meine eigenen Grenzen und Aussagen. Wie soll meine Freundin mich dann ernst nehmen?

Aber da kommt noch mehr dazu: Ich habe meine Besonderheit bei ihr eingebüßt. Ich bin halt meist zuhause und der "Abruffreund". Sie kann machen, was sie will, wenn sie Bock auf ich hat, kommt sie halt. Und das nimmt mir spürbar den Wert. Und es stört mich. Ich will, dass sie fühlt, dass sie durch ihr egoistisches Handeln auch meine Anwesenheit verliert.

Und noch was: Es ist so, dass sie damals unbedingt "da raus" (Heimat) wollte. Früher machte sie oft über Tage nichts mit Freunden, da es eigentlich auch "nur" 3 in ihrer Heimatstadt selbst sind, die eben alle viel Zeit für die Partner aufwenden und weiß ich was. Jedenfalls wird sie nun vielleicht 30-50% der Zeit alleine sein. Diese Zeit fiel sonst für mich an, nun spürt sie die Alternative: Einsamkeit. Dadurch bekomme ich eine Umkehr: Sie hat ihre Heimat vermisst, nun vermisst sie mich, bestenfalls natürlich die Wohnung. Was ich meine: Die Zeit wird es richten, irgendwann ist die Heimat nicht mehr der Himmel und alles andere nicht mehr die Hölle. Gegen ein solch extremes Denken hast du nämlich keine Chance. Das bietet dir keine Gesprächsgrundlage.

Das ist natürlich idealtypisch gedacht, aber dieses Risiko gehe ich ein. Letztlich habe ich auch keine Wahl: Ich habe für die Dauer der Beziehungspause 7 Prüfungen. Ich bin bis 2-3 Uhr nachts beschäftigt und stehe morgens trotzdem um 7 Uhr auf. Tagsüber habe ich auch kaum Zeit. So hart am Limit eine Beziehung zu ... das halte ich für schwer möglich. Stell dir vor: Sie kommt zurück und ist dann alleine, weil ich einfach keine Zeit habe. Allein deshalb sitze ich nun die Pause ab, weil die Pause mit der letzten Prüfung endet und mir damit mein Handicap nimmt.

Dass sich dein Ex einfach nicht meldete ist echt frech. Das tut mir echt leid für dich. Bei meiner Ex hatte ich eine sehr ähnliche Situation, die schließlich den Anfang vom Ende einleitete. Ich finde so etwas echt mies, wenn man den Partner in Sorge lässt! Es freut mich, dass es jetzt bei dir geklappt hat. Ein Happy End wünsche ich mir auch.

Also, ich weiß, dass sie wegen des Vaters (und der Mutter?) viele Komplexe hat, aber immer auf sich selbst und nicht auf die Mutter bezogen. Auch dadurch ist das Verhältnis zu Männern gestört. Ich bin ihr erster "fester" Freund. Alle anderen hat sie nicht an sich ran gelassen. Andere Männer findet sie nach eigenen Angaben eklig und abstoßend. Warum ich nun die große Ausnahme bin? Vielleicht bin ich ihr Deckel. Es mir jedenfalls gelungen, sie soweit zu öffnen, dass jeder überrascht war. Im Freundeskreis galt sie immer als Eisblock, der immer Single bleibt etc. Ich weiß nur nicht, ab wann du recht hast und die Erziehung chronisch die Oberhand behält. Es ist mir schon wichtig, dass sich meine Freundin dahingehend entwickeln "kann", eine stabile Partnerschaft zu führen. Ich fürchte einfach, dass du sehr recht damit hast, dass es an der Mutter scheitern und zerbrechen wird, bzw. an dem Verhalten der Mutter, was sich die Tochter abgeschaut hat und laufend abschaut.

Ich bin inzwischen so weit, dass ich meine Freundin nach der Pause an ihre Pflichten in der Beziehung erinnern werde. Es macht wohl keinen Sinn, in eine neue Wohnung zusammenzuziehen, wenn sie nicht in die alte zurück kommt. Die Aussagen haben mir hier echt geholfen, mal etwas zu überlegen: Ich will eine Partnerin, die zu mir steht! Und keine, die mich - aus welchen Gründen auch immer - im Stich lässt oder verleugnet.

Und zuletzt: Es freut mich sehr, dass es mit deinem Freund jetzt so gut klappt! Das ist glaube echt selten, dass 400 km so schnell und einfach funktionieren, wobei es sicherlich auch "kleinere" Schwierigkeiten gab?

Gefällt mir

22. Juli 2014 um 15:05
In Antwort auf adejavu


Danke. Mit "ändere was" hast du einfach recht. Ich arbeite auch an mir. Dazu gehört es zum Beispiel, mit ihrem teils aufbrausenden und aggressiven Verhalten klarzukommen, was gar nicht leicht ist ... sich da im Griff zu haben. Aber das ist eben ihre Person. Doch ist es ihre Entscheidung, ob sie zu mir stehen will, aufrichtig sein möchte. Ich hoffe es, denn nur so kann ich mir etwas Langfristiges vorstellen. Ich will meine Basis mit ihr oder die Beziehung ist eben kaputt - traurig aber wahr!

Die Beziehungspause war natürlich eine Notbremse. Ein Instrument, auf das ich wenig stolz bin. Und ich gebe dir völlig recht, die Mutter ist nun da, fängt vielleicht auf. Im Grunde weiß ich nicht, was da vor sich geht, aber die Mutter ist definitiv in der Konkurrenzrolle. Sie wollte auch immer ihre Tochter zurück und hat stets prophezeit, dass dies auch geschehen wird.
Doch ist das Verhältnis zwischen denen auch nicht wirklich extremst normal (ohne Bewertung). Wie auch: Die Mutter war die ganze Kindheit immer arbeiten. Sie machte ein Jahrzehnt keinen Urlaub, laufend Überstunden. Meine Freundin kennt bis heute kaum Orte abseits der Haustür. Ich war der erste Mensch, der ihr eine Gute-Nacht-Geschichte vorgelesen hat, zum Beispiel. Ich könnte so weiter machen... die Kindheit weist einfach üble Lücken auf.

Die Sache ist aber die: Wenn ein Gespräch heute nichts bringt, bringt es vielleicht die Pause als Konsequenz, mit einem Gespräch morgen. Gebe ich jetzt nach, verliere ich doch meine eigenen Grenzen und Aussagen. Wie soll meine Freundin mich dann ernst nehmen?

Aber da kommt noch mehr dazu: Ich habe meine Besonderheit bei ihr eingebüßt. Ich bin halt meist zuhause und der "Abruffreund". Sie kann machen, was sie will, wenn sie Bock auf ich hat, kommt sie halt. Und das nimmt mir spürbar den Wert. Und es stört mich. Ich will, dass sie fühlt, dass sie durch ihr egoistisches Handeln auch meine Anwesenheit verliert.

Und noch was: Es ist so, dass sie damals unbedingt "da raus" (Heimat) wollte. Früher machte sie oft über Tage nichts mit Freunden, da es eigentlich auch "nur" 3 in ihrer Heimatstadt selbst sind, die eben alle viel Zeit für die Partner aufwenden und weiß ich was. Jedenfalls wird sie nun vielleicht 30-50% der Zeit alleine sein. Diese Zeit fiel sonst für mich an, nun spürt sie die Alternative: Einsamkeit. Dadurch bekomme ich eine Umkehr: Sie hat ihre Heimat vermisst, nun vermisst sie mich, bestenfalls natürlich die Wohnung. Was ich meine: Die Zeit wird es richten, irgendwann ist die Heimat nicht mehr der Himmel und alles andere nicht mehr die Hölle. Gegen ein solch extremes Denken hast du nämlich keine Chance. Das bietet dir keine Gesprächsgrundlage.

Das ist natürlich idealtypisch gedacht, aber dieses Risiko gehe ich ein. Letztlich habe ich auch keine Wahl: Ich habe für die Dauer der Beziehungspause 7 Prüfungen. Ich bin bis 2-3 Uhr nachts beschäftigt und stehe morgens trotzdem um 7 Uhr auf. Tagsüber habe ich auch kaum Zeit. So hart am Limit eine Beziehung zu ... das halte ich für schwer möglich. Stell dir vor: Sie kommt zurück und ist dann alleine, weil ich einfach keine Zeit habe. Allein deshalb sitze ich nun die Pause ab, weil die Pause mit der letzten Prüfung endet und mir damit mein Handicap nimmt.

Dass sich dein Ex einfach nicht meldete ist echt frech. Das tut mir echt leid für dich. Bei meiner Ex hatte ich eine sehr ähnliche Situation, die schließlich den Anfang vom Ende einleitete. Ich finde so etwas echt mies, wenn man den Partner in Sorge lässt! Es freut mich, dass es jetzt bei dir geklappt hat. Ein Happy End wünsche ich mir auch.

Also, ich weiß, dass sie wegen des Vaters (und der Mutter?) viele Komplexe hat, aber immer auf sich selbst und nicht auf die Mutter bezogen. Auch dadurch ist das Verhältnis zu Männern gestört. Ich bin ihr erster "fester" Freund. Alle anderen hat sie nicht an sich ran gelassen. Andere Männer findet sie nach eigenen Angaben eklig und abstoßend. Warum ich nun die große Ausnahme bin? Vielleicht bin ich ihr Deckel. Es mir jedenfalls gelungen, sie soweit zu öffnen, dass jeder überrascht war. Im Freundeskreis galt sie immer als Eisblock, der immer Single bleibt etc. Ich weiß nur nicht, ab wann du recht hast und die Erziehung chronisch die Oberhand behält. Es ist mir schon wichtig, dass sich meine Freundin dahingehend entwickeln "kann", eine stabile Partnerschaft zu führen. Ich fürchte einfach, dass du sehr recht damit hast, dass es an der Mutter scheitern und zerbrechen wird, bzw. an dem Verhalten der Mutter, was sich die Tochter abgeschaut hat und laufend abschaut.

Ich bin inzwischen so weit, dass ich meine Freundin nach der Pause an ihre Pflichten in der Beziehung erinnern werde. Es macht wohl keinen Sinn, in eine neue Wohnung zusammenzuziehen, wenn sie nicht in die alte zurück kommt. Die Aussagen haben mir hier echt geholfen, mal etwas zu überlegen: Ich will eine Partnerin, die zu mir steht! Und keine, die mich - aus welchen Gründen auch immer - im Stich lässt oder verleugnet.

Und zuletzt: Es freut mich sehr, dass es mit deinem Freund jetzt so gut klappt! Das ist glaube echt selten, dass 400 km so schnell und einfach funktionieren, wobei es sicherlich auch "kleinere" Schwierigkeiten gab?


Schön zu lesen, dass du dich selbst nicht aufgeben willst !
Das ist das wichtigste hier
Kleine Kompromisse eingehen muss man immer - aber für dich ist es die Basis.

Ich will auch nicht behaupten, dass deine Freundin ihr handeln bewußt macht. Oder das die Mutter bewußt ihre Tochter festgebunden hat. Ich unterstelle keine Böswilligkeit
Klar will sie "da raus"
Aber die Emotionale Bindung ist einfach sehr stark...auch WENN die Mutter vielleicht nicht die Perfekte Mutter war.
Böse Zungen könnten ja behaupten, dass die Tochter zu 50% aus dem Vater besteht
Mir fällt auch wirklich keine Lösung ein - auch kein Tip wie du an sie rankommst.
Ich glaube manche Menschen öffnen sich erst bei einer besonderen Person

Eine Partnerschaft ist nicht immer nur schön. Sie hat auch oft Ecken an dennen man sich verletzten kann.
Wichtig ist halt zu lernen.
Und irgentwie will sie nicht lernen - vielleicht "noch" nicht.

Sie hat vielleicht auch die Bindung zur Mutter unterschätz ?
Ich glaube Kinder übernehmen in manche Situationen die Rolle des Partners. Sie hören bei Problemen zu - versuchen zu helfen.
Das kann sie bei "euch" zuhause ja nicht - ihre Mutter ist so weit weg
Am Anfang ist es vielleicht neu und aufregend...fast wie Urlaub.
Doch irgentwann kriegt man Heimweh.
Blut ist stärker als Wasser.........Freunde kann man sich aussuchen - Familie nicht.
Ich wünsche dir sehr viel Kraft und hoffe, dass Ihre Gefühle stärker sind als jedes Kopfkino von ihr.

Ich muss ehrlich sein - dass die 400km für meinen Freund kein Problem war. Klar vermisst er seinen "kleinen" Bruder . Seine Eltern nun weniger ^^ er war halt früher schon oft durch Sport und Hobbies unterwegs.
Er stammt sogar Ursprünglich aus Meck-pomm und dort wohnt auch noch sein älterer Bruder + Oma + rest der Familie.
Nur seine Mutter + Stiefvater + kleiner Bruder wohnen halt die 400km von uns weg.
Doch war unser Start in die Beziehung sehr ungewöhnlich und sehr "spontan" -wenn das überhaupt das richtige Wort ist.
Seine Erste Große Liebe ist durch ein Autounfall vor über 10 Jahren verstorben. Beziehungen danach waren zwar da aber nicht so Intensiv.
Er hatte ein paar Monate vor uns ein Date gehabt und die Frau hat ihn an der Tür begrüßt - sich wieder an den PC gesetzt und ihm mit ihrer Tochter TV schauen lassen.
Ich bin eigentlich ein sehr lebensfroher Mensch und habe eigentlich nie Probleme gehabt einen Partner zu finden.
Habe viele Frösche geküsst
Ich bin "anders" - ich habe einen hang zum Sarkasmuss mit ne Prise Selbstironie und er auch
Bei mir fühle er sich auch direkt "zuhause"
Ich kann mich an das Bild erinnern - wo er das erste mal über Nacht hier war und er meine Katze als Schal um den Hals hatte im Bett xD
Der Kater hat ihn direkt angenommen.
Sagen wir mal - sein Opfer für mich waren nicht die Kilometer zur Familie sondern eine 4 Jährige Freundschaft.
Und er bereut es nicht !

Gefällt mir

22. Juli 2014 um 16:37
In Antwort auf sonnenfrei


Schön zu lesen, dass du dich selbst nicht aufgeben willst !
Das ist das wichtigste hier
Kleine Kompromisse eingehen muss man immer - aber für dich ist es die Basis.

Ich will auch nicht behaupten, dass deine Freundin ihr handeln bewußt macht. Oder das die Mutter bewußt ihre Tochter festgebunden hat. Ich unterstelle keine Böswilligkeit
Klar will sie "da raus"
Aber die Emotionale Bindung ist einfach sehr stark...auch WENN die Mutter vielleicht nicht die Perfekte Mutter war.
Böse Zungen könnten ja behaupten, dass die Tochter zu 50% aus dem Vater besteht
Mir fällt auch wirklich keine Lösung ein - auch kein Tip wie du an sie rankommst.
Ich glaube manche Menschen öffnen sich erst bei einer besonderen Person

Eine Partnerschaft ist nicht immer nur schön. Sie hat auch oft Ecken an dennen man sich verletzten kann.
Wichtig ist halt zu lernen.
Und irgentwie will sie nicht lernen - vielleicht "noch" nicht.

Sie hat vielleicht auch die Bindung zur Mutter unterschätz ?
Ich glaube Kinder übernehmen in manche Situationen die Rolle des Partners. Sie hören bei Problemen zu - versuchen zu helfen.
Das kann sie bei "euch" zuhause ja nicht - ihre Mutter ist so weit weg
Am Anfang ist es vielleicht neu und aufregend...fast wie Urlaub.
Doch irgentwann kriegt man Heimweh.
Blut ist stärker als Wasser.........Freunde kann man sich aussuchen - Familie nicht.
Ich wünsche dir sehr viel Kraft und hoffe, dass Ihre Gefühle stärker sind als jedes Kopfkino von ihr.

Ich muss ehrlich sein - dass die 400km für meinen Freund kein Problem war. Klar vermisst er seinen "kleinen" Bruder . Seine Eltern nun weniger ^^ er war halt früher schon oft durch Sport und Hobbies unterwegs.
Er stammt sogar Ursprünglich aus Meck-pomm und dort wohnt auch noch sein älterer Bruder + Oma + rest der Familie.
Nur seine Mutter + Stiefvater + kleiner Bruder wohnen halt die 400km von uns weg.
Doch war unser Start in die Beziehung sehr ungewöhnlich und sehr "spontan" -wenn das überhaupt das richtige Wort ist.
Seine Erste Große Liebe ist durch ein Autounfall vor über 10 Jahren verstorben. Beziehungen danach waren zwar da aber nicht so Intensiv.
Er hatte ein paar Monate vor uns ein Date gehabt und die Frau hat ihn an der Tür begrüßt - sich wieder an den PC gesetzt und ihm mit ihrer Tochter TV schauen lassen.
Ich bin eigentlich ein sehr lebensfroher Mensch und habe eigentlich nie Probleme gehabt einen Partner zu finden.
Habe viele Frösche geküsst
Ich bin "anders" - ich habe einen hang zum Sarkasmuss mit ne Prise Selbstironie und er auch
Bei mir fühle er sich auch direkt "zuhause"
Ich kann mich an das Bild erinnern - wo er das erste mal über Nacht hier war und er meine Katze als Schal um den Hals hatte im Bett xD
Der Kater hat ihn direkt angenommen.
Sagen wir mal - sein Opfer für mich waren nicht die Kilometer zur Familie sondern eine 4 Jährige Freundschaft.
Und er bereut es nicht !


Nein, ich habe mich einmal im Leben selbst aufgegeben. Das passiert mir niemals wieder!

Man spürt da schon eine "besondere" Bindung zwischen den Beiden. Es sprechen aber auch viele Sachen dagegen:

1) Meine Freundin hat vor dem Auszug Telefonterror der Mutter gehabt, sie wurde sogar teils mit dem Auto verfolgt. Meine Freundin hat sie immer ignoriert, ist fast nie und wenn genervt rangegangen. Klingelton war, wenn die Mutter anrief der Darth-Vader-Sound mit einem Zombiebild. Auch nach dem Auszug bestand kein telefonischer Kontakt, lediglich Mail. Aber das wurde gepflegt die letzte Zeit.

2) Wenn sie von Montag auf Dienstag übernachtet hat, war sie abends oft weg. Es gab anscheinend den Wunsch der Mutter, dass sie Tochter abends dann für sie da ist. Doch sie ist fast immer mit Freunden weg, das war wichtiger.

3) Waren wir nach Auszug gemeinsam bei der Mutter, wollte meine Freundin seltenst bei ihrer Mutter übernachten, sondern ausschließlich bei uns zuhause. Nur bei Trunkenheit nahm sie es in Kauf, da man nicht mehr heim kam.

4) Bevor wir zusammen zogen, wollte meine Freundin unbedingt mit einer Freundin zusammen ziehen. Sie wollte raus, unabhängig vom Partner. Auch ganz interessant.

5) Ein paar Monate vor Auszug kaufte sie sich heimlich einen Router, da die Mutter extra nur ein Modem mit Lan-Kabel hatte, damit die Tochter kein Internet im eigenen Zimmer hatte. Meine Freundin wollte endlich ihre Ruhe.

6) Meine Freundin selbst bezeichnet das jetzige Wohnen bei der Mutter nicht als schön, sondern als "Sparmaßnahme" und ist offensichtlich des öfteren genervt.

7) Meine Freundin hat damals immer versucht, mich von der Mutter fern zu halten. So extrem war es: Denn ich hab mit ihr gesprochen und hatte keine Probleme. Meine Freundin wollte aber keine 5 Minuten Zeit mit ihr verschwenden - nie. Sie ist zwischen uns fahren und hat mich weggezogen. Oder es besser gesagt versucht.

8) Es war damals Terror, wenn die Mutter doch mal kurz Urlaub hatte und meine Freundin zeitgleich (war vor knapp einem Jahr). Für meine Freundin war das ein !Weltuntergang!

Ich kann mir kaum vorstellen, dass sie auf Dauer dort glücklich wird. Und ehrlich gesagt weiß ich auch nicht, ob ein Mutter-Kind-Verantwortungsgefühl diese 8 Punkte (es gibt aber viel mehr) einfach ignorieren kann?

Das Verhältnis der beiden wurde seit dem Auszug spürbar besser. Meine Freundin war nicht mehr erdrückt und konnte ein neues Verhältnis aufbauen. Ich bin mir sicher, dass diese Art von Verhältnis sich im jetzigen Augenblick eher verschlechtert, da sie jetzt 7 Tage die Woche dort ist und mich nicht mehr als Fluchtpunkt hat. Es würde mich auch nicht wundern, wenn meine Freundin plötzlich vor der Tür steht, weil es bei der Mutter nicht mehr klappt. Es ist nur die Frage, wie viele Tage, Wochen das dauert.

Ich behalte da eher vom Heimweh her die Freunde im Fokus. Und die Mutter als Konkurrenz, dies auszunutzen (wenn auch unterbewusst, ich will keine Hassabsicht unterstellen).

Um vielleicht auch noch mal auf das "verwöhnt" zurückzukommen: Die Mutter macht zwar wenig für das Kind (zeitlich), aber steckt es mit Geld bis über alle Ohren voll. Zudem musste meine Freundin so etwas wie Haushalt oder so nie richtig machen. Und diese Art spiegelt auch das Verhältnis wider. Vielleicht klammert die Mutter heute deshalb so, weil sie die Zeit mit dem Kind vermisst, da sie damals nur arbeiten war?

Zu den "50% Vater": Ich will ihn nicht schützen für sein Verhalten, aber ich frage mich ehrlich, ob er nur schlecht war/ist. Und ich frage mich, was den Menschen dazu bewogen hat, die Familie zu verlassen. Das kommt ja nicht von nichts, außer, man hat einen an der Marmel.

Meine Freundin denkt leider meist sehr extrem. Kompromisse im Kopf sind echt eine Seltenheit. Wie man eine Freundschaft über 40 km top pflegt und gleichzeitig die Partnerschaft, ist für sie wohl etwas sich Ausschließendes. Ich werde denke auch da ansetzen und ihr Lösungswege präsentieren, weil sie einfach immer nur eine Option sieht. Sage ich einfach zu ihr: "Wohn bitte wieder hier!" macht ihr Kopf draus: "Ich verliere meine Freunde wieder." Das ist ein ziemlich gefährliches Spiel, wenn man in dieses Denkmuster nicht eingreift oder es sie total beherrscht und auf kein anderes Argument hört.

Du wohnst also im guten Norddeutschland - ich vermisse es. ^^ Wenn er eh verpflochten war mit deiner Heimat, war das sicherlich eine große Hilfe. Kein Kulturschock, wie ich es erleben durfte. Da sag mir noch mal jemand, dass nur Männer vor dem PC sitzen würden. Aber das war wohl der Weg zu deinem Glück, ausgezeichnet. ^^

Gefällt mir

23. Juli 2014 um 8:39
In Antwort auf adejavu


Nein, ich habe mich einmal im Leben selbst aufgegeben. Das passiert mir niemals wieder!

Man spürt da schon eine "besondere" Bindung zwischen den Beiden. Es sprechen aber auch viele Sachen dagegen:

1) Meine Freundin hat vor dem Auszug Telefonterror der Mutter gehabt, sie wurde sogar teils mit dem Auto verfolgt. Meine Freundin hat sie immer ignoriert, ist fast nie und wenn genervt rangegangen. Klingelton war, wenn die Mutter anrief der Darth-Vader-Sound mit einem Zombiebild. Auch nach dem Auszug bestand kein telefonischer Kontakt, lediglich Mail. Aber das wurde gepflegt die letzte Zeit.

2) Wenn sie von Montag auf Dienstag übernachtet hat, war sie abends oft weg. Es gab anscheinend den Wunsch der Mutter, dass sie Tochter abends dann für sie da ist. Doch sie ist fast immer mit Freunden weg, das war wichtiger.

3) Waren wir nach Auszug gemeinsam bei der Mutter, wollte meine Freundin seltenst bei ihrer Mutter übernachten, sondern ausschließlich bei uns zuhause. Nur bei Trunkenheit nahm sie es in Kauf, da man nicht mehr heim kam.

4) Bevor wir zusammen zogen, wollte meine Freundin unbedingt mit einer Freundin zusammen ziehen. Sie wollte raus, unabhängig vom Partner. Auch ganz interessant.

5) Ein paar Monate vor Auszug kaufte sie sich heimlich einen Router, da die Mutter extra nur ein Modem mit Lan-Kabel hatte, damit die Tochter kein Internet im eigenen Zimmer hatte. Meine Freundin wollte endlich ihre Ruhe.

6) Meine Freundin selbst bezeichnet das jetzige Wohnen bei der Mutter nicht als schön, sondern als "Sparmaßnahme" und ist offensichtlich des öfteren genervt.

7) Meine Freundin hat damals immer versucht, mich von der Mutter fern zu halten. So extrem war es: Denn ich hab mit ihr gesprochen und hatte keine Probleme. Meine Freundin wollte aber keine 5 Minuten Zeit mit ihr verschwenden - nie. Sie ist zwischen uns fahren und hat mich weggezogen. Oder es besser gesagt versucht.

8) Es war damals Terror, wenn die Mutter doch mal kurz Urlaub hatte und meine Freundin zeitgleich (war vor knapp einem Jahr). Für meine Freundin war das ein !Weltuntergang!

Ich kann mir kaum vorstellen, dass sie auf Dauer dort glücklich wird. Und ehrlich gesagt weiß ich auch nicht, ob ein Mutter-Kind-Verantwortungsgefühl diese 8 Punkte (es gibt aber viel mehr) einfach ignorieren kann?

Das Verhältnis der beiden wurde seit dem Auszug spürbar besser. Meine Freundin war nicht mehr erdrückt und konnte ein neues Verhältnis aufbauen. Ich bin mir sicher, dass diese Art von Verhältnis sich im jetzigen Augenblick eher verschlechtert, da sie jetzt 7 Tage die Woche dort ist und mich nicht mehr als Fluchtpunkt hat. Es würde mich auch nicht wundern, wenn meine Freundin plötzlich vor der Tür steht, weil es bei der Mutter nicht mehr klappt. Es ist nur die Frage, wie viele Tage, Wochen das dauert.

Ich behalte da eher vom Heimweh her die Freunde im Fokus. Und die Mutter als Konkurrenz, dies auszunutzen (wenn auch unterbewusst, ich will keine Hassabsicht unterstellen).

Um vielleicht auch noch mal auf das "verwöhnt" zurückzukommen: Die Mutter macht zwar wenig für das Kind (zeitlich), aber steckt es mit Geld bis über alle Ohren voll. Zudem musste meine Freundin so etwas wie Haushalt oder so nie richtig machen. Und diese Art spiegelt auch das Verhältnis wider. Vielleicht klammert die Mutter heute deshalb so, weil sie die Zeit mit dem Kind vermisst, da sie damals nur arbeiten war?

Zu den "50% Vater": Ich will ihn nicht schützen für sein Verhalten, aber ich frage mich ehrlich, ob er nur schlecht war/ist. Und ich frage mich, was den Menschen dazu bewogen hat, die Familie zu verlassen. Das kommt ja nicht von nichts, außer, man hat einen an der Marmel.

Meine Freundin denkt leider meist sehr extrem. Kompromisse im Kopf sind echt eine Seltenheit. Wie man eine Freundschaft über 40 km top pflegt und gleichzeitig die Partnerschaft, ist für sie wohl etwas sich Ausschließendes. Ich werde denke auch da ansetzen und ihr Lösungswege präsentieren, weil sie einfach immer nur eine Option sieht. Sage ich einfach zu ihr: "Wohn bitte wieder hier!" macht ihr Kopf draus: "Ich verliere meine Freunde wieder." Das ist ein ziemlich gefährliches Spiel, wenn man in dieses Denkmuster nicht eingreift oder es sie total beherrscht und auf kein anderes Argument hört.

Du wohnst also im guten Norddeutschland - ich vermisse es. ^^ Wenn er eh verpflochten war mit deiner Heimat, war das sicherlich eine große Hilfe. Kein Kulturschock, wie ich es erleben durfte. Da sag mir noch mal jemand, dass nur Männer vor dem PC sitzen würden. Aber das war wohl der Weg zu deinem Glück, ausgezeichnet. ^^


Nein nein ich wohne nicht in "Norddeutschland" sondern halt genau im dicken Ruhrpott - genau im Herzen sozusagen.
Ich mags aber
Mein Freund ist ehr das Dorfkind aber wie gesagt - er findet es Beruflich eh hier besser.
Wo es uns mal hintreibt wird man sehen
Ich kann mir schwer vorstellen woanders hinzuziehen - höchstens Berlin würde mich "reizen"

Also deine Freundin leidet unter der Mutter. Aber wie gesagt - er ist ihre Mutter und sie haben eine Bindung.
Und wenn deine Freundin früher eh nie "Haushalten" musste a la "Taschengeld" sonst nix - ist auch das Problem klar, dass sie nun etwas zahlen muss.
Eine Beziehung ist ein geben und nehmen. Du bist ihre erste "FESTE" Beziehung.
Ich denk mir manchmal - das "alleine" wohnen manchen Menschen gut tut. Sie lernen etwas über Organisation etc.
Gibt hier im Forum auch diverse Threads über Männer die noch zuhause wohnen. Im Prinzip findet sich das verhalten nun in der Freundin wieder.
Scheint wohl ein ganz normaler Prozess zu sein und alltägliche Probleme wie Haushaltführung - Geld und Zeit.


Zum Vater.
Weiß er überhaupt das er Vater ist ?
Zahlt bzw. zahlte er Unterhalt ?
Ein Kind ist und sollte keine Garantie sein, dass der Partner bei einen bleibt.
Warum sie sich trennten - wissen wir nicht - bzw. kennen nur die Sichtweise der Mutter.
Normal fängt man an mit Kontaktabbrüche. Kommen neue Beziehungen dazu ist es oft schwer. Und zack sind ein paar Jahre um und dann....wie macht man den Anfang wieder zur Frau Kontakt zu bekommen ?
Der aktuelle Freund einer Freundin kämpft gerade um das umgangsrecht des Kindes. Aber nicht jeder hat die müße dazu.
Und vor 20 Jahren sah die Welt für unverheirate noch anders aus.
Aber auch hier - wenn er den Wunsch hätte könnte er jetzt noch immer Kontakt suchen. SIE genauso !
Ganz schwieriges Thema !

Und Freunde.
Freunde sind wie Sterne. Zwar nicht immer sichtbar - aber immer da.
Egal ob 1 oder 1000 km
Ich habe "kaum" Freunde in der gleiche Stadt. Als Jugendliche war ich sehr viel unterwegs auf Konzerte in ganz Deutschland. Freunde verteilen sich auch so durch Heirat/Partnerschaften oder Beruflich.
Ich habe ne Freundin die nun in der USA lebt
Facebook ist ne tolle Erfindung :P
Ebenso das Handy.
Wenn ich da Jahre zurück denke blieb nur das sau teure Telefon oder Briefe.
Ich weiß genau wie ich früher mein Taschengeld in Telefonkarten steckte xD

Fakt ist aber auch, dass der Kontakt "weniger" wird.
Spontan mal "vorbeikommen" ist dann nicht mehr so einfach.
Das Leben ändert sich und deine Freundin war nicht bereit dazu es zu ändern.
Ob es sich Positiv ändert hat nur sie in der Hand

Gefällt mir

23. Juli 2014 um 10:22
In Antwort auf sonnenfrei


Nein nein ich wohne nicht in "Norddeutschland" sondern halt genau im dicken Ruhrpott - genau im Herzen sozusagen.
Ich mags aber
Mein Freund ist ehr das Dorfkind aber wie gesagt - er findet es Beruflich eh hier besser.
Wo es uns mal hintreibt wird man sehen
Ich kann mir schwer vorstellen woanders hinzuziehen - höchstens Berlin würde mich "reizen"

Also deine Freundin leidet unter der Mutter. Aber wie gesagt - er ist ihre Mutter und sie haben eine Bindung.
Und wenn deine Freundin früher eh nie "Haushalten" musste a la "Taschengeld" sonst nix - ist auch das Problem klar, dass sie nun etwas zahlen muss.
Eine Beziehung ist ein geben und nehmen. Du bist ihre erste "FESTE" Beziehung.
Ich denk mir manchmal - das "alleine" wohnen manchen Menschen gut tut. Sie lernen etwas über Organisation etc.
Gibt hier im Forum auch diverse Threads über Männer die noch zuhause wohnen. Im Prinzip findet sich das verhalten nun in der Freundin wieder.
Scheint wohl ein ganz normaler Prozess zu sein und alltägliche Probleme wie Haushaltführung - Geld und Zeit.


Zum Vater.
Weiß er überhaupt das er Vater ist ?
Zahlt bzw. zahlte er Unterhalt ?
Ein Kind ist und sollte keine Garantie sein, dass der Partner bei einen bleibt.
Warum sie sich trennten - wissen wir nicht - bzw. kennen nur die Sichtweise der Mutter.
Normal fängt man an mit Kontaktabbrüche. Kommen neue Beziehungen dazu ist es oft schwer. Und zack sind ein paar Jahre um und dann....wie macht man den Anfang wieder zur Frau Kontakt zu bekommen ?
Der aktuelle Freund einer Freundin kämpft gerade um das umgangsrecht des Kindes. Aber nicht jeder hat die müße dazu.
Und vor 20 Jahren sah die Welt für unverheirate noch anders aus.
Aber auch hier - wenn er den Wunsch hätte könnte er jetzt noch immer Kontakt suchen. SIE genauso !
Ganz schwieriges Thema !

Und Freunde.
Freunde sind wie Sterne. Zwar nicht immer sichtbar - aber immer da.
Egal ob 1 oder 1000 km
Ich habe "kaum" Freunde in der gleiche Stadt. Als Jugendliche war ich sehr viel unterwegs auf Konzerte in ganz Deutschland. Freunde verteilen sich auch so durch Heirat/Partnerschaften oder Beruflich.
Ich habe ne Freundin die nun in der USA lebt
Facebook ist ne tolle Erfindung :P
Ebenso das Handy.
Wenn ich da Jahre zurück denke blieb nur das sau teure Telefon oder Briefe.
Ich weiß genau wie ich früher mein Taschengeld in Telefonkarten steckte xD

Fakt ist aber auch, dass der Kontakt "weniger" wird.
Spontan mal "vorbeikommen" ist dann nicht mehr so einfach.
Das Leben ändert sich und deine Freundin war nicht bereit dazu es zu ändern.
Ob es sich Positiv ändert hat nur sie in der Hand


NRW kenne ich nicht. Aber Norddeutschland ist besser, das weiß ich so.

Der Vater war mit der Mutter verheiratet. Als sie sich trennten, war meine Freundin vielleicht 3-4 Jahre alt. Daraufhin ließ er mehrere Treffen mit der Tochter platzen und hat sie stehen gelassen. Seitdem gab es nie wieder ein Treffen. Unterhalt zahlte er nach meiner Kenntnis nie. Zum 18. Geburtstag schickte er einmalig eine Karte.

Das mit dem Haushalten lernt sie glücklicherweise seit Monaten. Ich hatte jüngst für uns ausgerechnet, was ein Umzug insgesamt monatlich sparen würde. Derzeit ist es so, dass wir -50 bis +50 im Monat übrig haben. Bei billigerer Miete (die bei ihr definitiv anfällt), geringeren Pendelkosten und mehr Gehalt ab September wären das dann ca. 150 Euro pro Nase mehr. Ihre Reaktion: Enttäuschung. Ich finde es viel, gemeinsam 300 Euro mehr zu haben. Und sie will wohl ihre vollen 650 Euro + Kindergeld nutzen können, bis sie zufrieden ist. Diese Denkart ist schon nervig und mir einfach zu unreif, an der Realität vorbei.
Ähnlicher Punkt ist Haushaltsführung. Hat sie mir doch tatsächlich gesagt, wie unmöglich es sei, nach 8 Stunden Arbeit und Heimfahrt noch irgendwas im Haushalt zu machen. Wie schlimm es wäre, wenn wir! dann einkaufen oder kochen müssten (...). Ab und an denke ich echt: "Kind, sei still!!"

Welche Threads meinst du genau? Wenn du so einen grad parat hast, lese ich gerne nach, wenn du mir den Link hinterlässt.

Ich glaube, den "Wandel" der Kontakte macht sie fertig. Das ist ja auch lange nicht nur durch mich. Die kannten sich damals in der Schulzeit, da gab es viel Zeit. Das ist vorbei. Ihre beste Freundin ist nun auch oft beim Freund. Ich hoffe sehr, sie springt auf den Wandelexpress mal auf.

Weißt du, was erschreckend ist? Die Pause fällt mir irgendwie leichter als gedacht. Ist nämlich irgendwie alles gleich geblieben. Ich bin alleine hier, vorher schrieb sie eh kaum. Nur während der Arbeitszeit, aber fast nie nach Feierabend. Lediglich dann zum Schlafengehen wieder. Jetzt ist halt gar nichts. Es ist wahnsinnig erschreckend, wie der letzte Monat eigentlich einem Single-Monat glich.

Warum auch umziehen, wenn alles klappt?

Gefällt mir

23. Juli 2014 um 12:49

Liebe macht manchmal nicht nur Blind sondern auch Dumm
Ein Umzug aus dem "NEST" ist für viele mit eine Flut Probleme belastet.
Wo früher Zeit für Hobbies & Freunde war - rückt nun aufeinmal auch Hausarbeit an.
Dazu - wenn man vorher alles Geld für sich hatte und nun für Sachen bezahlen muss - die Selbstverständlich waren ?
Miete - Strom - Internet ?

Die Threads finde ich leider nicht mehr - bzw. nicht auf die Schnelle ^^
Eine Freundin wollte auch mit ihren Partner zusammenziehen - sie Studentin - er normal Arbeitend - wohnt aber noch in Hotel Mama
Kurzum wollte er das Hotel Mama nicht verlassen. Die Beziehung ist dann auch irgentwann gescheitert - weil zu unterschiedliche Ansichten im Leben.
Ich glaube auch hier leider nicht an ein Happy End - auch wenn ich es wirklich hoffe.

Habt ihr jetzt in der Beziehungspause ein Kontaktverbot ?
Ich wunder mich - ich kriege immer am Tag mindestens eine SMS - auch wenn wir zusammen wohnen.
Sei es nur ein "<3"
Es lässt einen ein Lächeln über die Lippen fahren
Ist sie denn in ihrer Freizeit so eingeplant ?
Was macht sie nun ?
Lenkt sie sich ab weil sie denkt es ist vorbei ?
Zahlt sie jetzt noch weiter "miete" ? Oder drückt sie sich vor der Verantwortung ?

Naja und zu mir und Umzug : Er ist in 1,5 Jahren mit der Umschuldung fertig. Dann werden wir sehen was wir machen

Gefällt mir

Frühere Diskussionen
Wie soll es nur weitergehen...
Von: user4690
neu
23. Juli 2014 um 8:29

Beliebte Diskussionen

Noch mehr Inspiration?
pinterest

Hydro Boost

Teilen

Das könnte dir auch gefallen