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Zusammengezogen - nur noch genervt

24. Februar 2016 um 19:39

Hey Leute,

ich brauche mal ein paar Meinungen, da ich zur Zeit nur noch genervt von meinem Freund bin.
Wir sind mittlerweile seit etwa 2,5 Jahren zusammen und seit etwa einem halben Jahr haben wir eine gemeinsame Wohnung.
Ich liebe ihn wirklich sehr, aber es gibt ein paar Dinge, die mich derzeit einfach unglaublich aufregen. Da wäre zum Einen das Thema Haushalt - mein Freund hat vorher noch bei seinen Eltern gewohnt und musste dort auch nicht viel mithelfen. Diesen "Lifestyle" lebt er jetzt genau so weiter. Es ist nicht so, dass er gar nichts im Haushalt macht, aber eigentlich immer nur wenn ich ihn darauf hinweise...z.B. "räumst du bitte schnell die Spülmaschine aus", "bitte räum deine Wäsche vom Ständer" usw...Wenn ich ihm konkrete Aufträge gebe, erledigt er sie auch meistens, aber langsam frage ich mich echt, ob ich seine Mutti bin oder seine Freundin?!
Von selber sieht er die Hausarbeit einfach nicht oder will sie nicht sehen...letztes WE haben wir Besuch bekommen und ich hab daher noch Großputz im Bad gemacht. Dabei habe ich vorsichtshalber einen Blick in das Pissoir (das nur von ihm benutzt wird) geworfen und ich war echt geschockt...so wie das ausgesehen hat, hat er das in dem halben Jahr, in dem wir jetzt hier wohnen noch nie sauber gemacht!
Ich war ziemlich sauer und hab ihn gleich zur Rede gestellt, meinte man müsse sich ja schämen vor den Gästen...da war er dann auch mehr oder weniger kleinlaut und hat es sauber gemacht. Aber sowas muss man doch auch mal von selber sehen, oder?
Was mich auch einfach zur Weißglut bringt, ist seine Faulheit...selbst wenn er an manchen Tagen vor mir von der Arbeit zuhause ist, kommt er nicht auf die Idee, vielleicht schon mal was zu essen zu machen...ich erwarte nicht, dass er mir ein Menü kocht, aber vielleicht einfach eine Kleinigkeit vorbereitet, weil ich auch Hunger habe, wenn ich nach Hause komme...aber auf sowas würde er von selber niemals kommen!
Das sind einfach so Kleinigkeiten, wo ich das Gefühl habe, dass er sich null bemüht...obwohl er eigentlich genau weiß, was ich mir in der Hinsicht von ihm wünsche...
Übertreibe ich??!

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24. Februar 2016 um 19:58

Du bist für ihn die unbezahlte Putzfrau.
Oder brauchst du als Ausgleich für deine Dienste keine Miete zahlen?

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24. Februar 2016 um 20:18

Es..
..ist nicht so, dass ich alles schön brav alleine erledige und seine Putze spiele. Ich beziehe ihn schon mit ein in die Hausarbeit, indem ich ihm wie gesagt konkrete Aufträge gebe.
Ich denke nicht mal, dass er es mit Absicht macht, aber ihn stört die Unordnung einfach nicht so sehr wie mich und er sieht es nicht...wenn man ihn darauf hinweist mach er es ja wie gesagt auch.
Aber langsam müsste er doch schon mal wissen, was in einem Haushalt alles getan werden muss und auch mal von selber drauf kommen, was noch an Arbeiten ansteht...

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24. Februar 2016 um 20:18
In Antwort auf stahltrasse

Du bist für ihn die unbezahlte Putzfrau.
Oder brauchst du als Ausgleich für deine Dienste keine Miete zahlen?

Nein.
Wir teilen uns die Miete 50:50...

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24. Februar 2016 um 20:21

Es...
...ist ja nicht so, als wüsste er nicht, dass es mich stört. Ich muss dazu sagen, am Anfang war es noch viel schlimmer. Da hat er einfach alles stehen und liegen gelassen. Mittlerweile bringt er es immerhin schon auf die Reihe, seine Sachen bei Zeiten da hin zu räumen wo sie hingehören
Ich rede ja mit ihm, aber ich habe es satt, ihn ständig auf alles hin zu weisen wie seine Mutti...ich bin doch mit einem erwachsenen Mann zusammen!

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24. Februar 2016 um 20:25
In Antwort auf sinan_12434117

Nein.
Wir teilen uns die Miete 50:50...

Vorschlag:
Entweder er beteiligt sich Halbe-Halbe an der Hausarbeit, OHNE dass du was sagen musst. (Putzplan hilft.)

Oder DU machst den Haushalt und erhältst von ihm einen Ausgleich in Form von ..(das Gewünschte hier einsetzen)

Falls das alles nicht klappt, wirst du wohl um eine Trennung nicht herum kommen.

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24. Februar 2016 um 20:26

*
Was genau meinst du damit?

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24. Februar 2016 um 20:27
In Antwort auf stahltrasse

Vorschlag:
Entweder er beteiligt sich Halbe-Halbe an der Hausarbeit, OHNE dass du was sagen musst. (Putzplan hilft.)

Oder DU machst den Haushalt und erhältst von ihm einen Ausgleich in Form von ..(das Gewünschte hier einsetzen)

Falls das alles nicht klappt, wirst du wohl um eine Trennung nicht herum kommen.

Putzplan
Daran habe ich auch schon gedacht, aber irgendwie finde ich es reichlich kindisch, wenn man in einer erwachsenen Beziehung einen Putzplan braucht...
Erinnert mich irgendwie so an meine Studenten-WG-Zeit

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24. Februar 2016 um 20:27

Ich verstehe dich
Das ist nicht einfach, wenn verschiedene Bedürfnisse aufeinander prallen.

Vielleicht würde es helfen, einen Putzplan zu erstellen? Und der, der sich nicht daran hält, muss einen Geldbetrag einzahlen von dem ihr etwas schönes unternehmt?

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24. Februar 2016 um 20:34
In Antwort auf agata_11856679

Ich verstehe dich
Das ist nicht einfach, wenn verschiedene Bedürfnisse aufeinander prallen.

Vielleicht würde es helfen, einen Putzplan zu erstellen? Und der, der sich nicht daran hält, muss einen Geldbetrag einzahlen von dem ihr etwas schönes unternehmt?

*
Ja daran habe ich schon gedacht - wollte ich allerdings vermeiden, weil ich einen Putzplan in einer Beziehung irgendwie albern finde...
Das Problem an der Sache ist auch, dass ich sehr pingelig bin und wenn er dann mal was im Haushalt macht, putze ich meistens doch noch hinterher, weil es meinen Sauberkeitsvorstellungen nicht entspricht

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24. Februar 2016 um 20:51

Seelzemiotiker hat sich mal wieder
selbst übertroffen.

Sieht man hier:

"Ausbildung ist mechanische Bewegungen der Atome in bestimmten Bahnen,"

Nicht immer, mein Lieber!

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24. Februar 2016 um 20:51

*
Was meinst du genau mit "ausbilden"?
Ich habe es am Anfang akzeptiert, dass ich ihm manche Dinge öfter sagen muss, weil er es von zuhause nicht kannte...
Aber mittlerweile sollte er es doch langsam "gelernt" haben, welche Aufgaben getan werden müssen, oder nicht? Ich kann mich ja schlecht daneben stellen und sagen "mach das so und mach das so"...

"Manchmal sind aber die Probleme woanders z.b alte liebe die jückt , Hoffnung auf was besseres, freiheitsbeschränkung sind Micro Reize für nörgeln und loslassen , daher musst wissen ob es tatsächlich so oder andere Gründe dafür gibt"
Wie meinst du das?

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24. Februar 2016 um 20:53
In Antwort auf sinan_12434117

*
Was meinst du genau mit "ausbilden"?
Ich habe es am Anfang akzeptiert, dass ich ihm manche Dinge öfter sagen muss, weil er es von zuhause nicht kannte...
Aber mittlerweile sollte er es doch langsam "gelernt" haben, welche Aufgaben getan werden müssen, oder nicht? Ich kann mich ja schlecht daneben stellen und sagen "mach das so und mach das so"...

"Manchmal sind aber die Probleme woanders z.b alte liebe die jückt , Hoffnung auf was besseres, freiheitsbeschränkung sind Micro Reize für nörgeln und loslassen , daher musst wissen ob es tatsächlich so oder andere Gründe dafür gibt"
Wie meinst du das?

Den Seelzemiotiker brauchst du nicht ernst zu nehmen.
Der spinnt hier öfter mal rum.

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24. Februar 2016 um 20:53
In Antwort auf sinan_12434117

*
Ja daran habe ich schon gedacht - wollte ich allerdings vermeiden, weil ich einen Putzplan in einer Beziehung irgendwie albern finde...
Das Problem an der Sache ist auch, dass ich sehr pingelig bin und wenn er dann mal was im Haushalt macht, putze ich meistens doch noch hinterher, weil es meinen Sauberkeitsvorstellungen nicht entspricht

Also..
sieht er, dass, wenn er nicht ordentlich sauber macht, du eh nochmal drüber wischst? Würde ihn das nicht anspornen, aus Prinzip schlampig beim aufräumen/ sauber machen zu sein, damit du irgendwann einsiehst, dass "er dazu ungeignet ist" und du einfach alles allein erledigst? So wie es scheint, machst du ja eh schon alles allein...

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24. Februar 2016 um 20:58
In Antwort auf ayaka0

Also..
sieht er, dass, wenn er nicht ordentlich sauber macht, du eh nochmal drüber wischst? Würde ihn das nicht anspornen, aus Prinzip schlampig beim aufräumen/ sauber machen zu sein, damit du irgendwann einsiehst, dass "er dazu ungeignet ist" und du einfach alles allein erledigst? So wie es scheint, machst du ja eh schon alles allein...

*
Nein, so ist es auch wieder nicht. Ich glaube auch wirklich nicht, dass er das alles mit Absicht macht. Ihn stört es einfach nicht und ich war schon immer ein großer Fan von Sauberkeit und Ordnung, von daher prallen da einfach zwei Extreme aufeinander...

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24. Februar 2016 um 21:14
In Antwort auf sinan_12434117

*
Nein, so ist es auch wieder nicht. Ich glaube auch wirklich nicht, dass er das alles mit Absicht macht. Ihn stört es einfach nicht und ich war schon immer ein großer Fan von Sauberkeit und Ordnung, von daher prallen da einfach zwei Extreme aufeinander...

Wir wissen ja nicht,
WIE unsauber dein Freund ist, daher schwierig zu beurteilen, ob du diejenige bist, die unnötiger weise Stunk macht oder ob dein Freund tatsächlich lebt wie Sau. Ich kann nur sagen, ich lebe Dank Wohnheim mit 18 Leuten auf einem Stockwerk und die meisten sind echt unterstes Niveau, was Sauberkeit angeht, was mit ein Grund für mich ist, auszuziehen. Da hilft kein Diskutieren, solche Leute sehen da einfach kein Problem, wenn die Herdplatte schon eine Woche angebrannt vor sich hingammelt.
Ich schließ mich den anderen an, ein Putzplan mit echten Konsequenzen bei Nichteinhaltung muss her. Und was vielleicht auch hilft: zeig deinem Freund, wie man RICHTIG putzt. Meine Mutter hats mir mal beigebracht und seine Mutter wirds wohl einfach verpennt haben, selbes zu tun.
Er soll dir dabei zusehen, wie du sauber machst und er soll dann direkt anpacken, damit er in den Schädel bekommt, was Sauberkeit bedeutet. Niemand will Schmutz im Waschbecken oder Krümel auf der Küchentheke.
Und ein fairer Putzplan kann dir unter Umständen viel Stress ersparen. Ich zu meinem Teil würde nie ohne Putzplan mit jemanden zusammenziehen...Sonst endet man als Frau ziemlich schnell wieder allein mit dem ganzen Haushalt.

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25. Februar 2016 um 15:26

*
Natürlich haben wir im Vorhinein schon mal darüber gesprochen, aber in der Praxis sieht das Ganze natürlich wieder ganz anders aus.
Ich glaube nicht mal, dass es ihm überhaupt auffällt, dass ich wesentlich mehr im Haushalt mache als er.
Ja ich glaube du hast Recht, ich übertrage meine Sauberkeits- und Ordnungsvorstellungen extrem auf ihn. Das liegt aber auch daran, dass ich mich einfach nicht wohlfühle, wenn überall Sachen herum liegen, die da nicht hin gehören und dann räum ich es letztendlich doch wieder weg, wenn es mich stört...
Ich nehme es halt auch immer persönlich, wenn er sein Zeug wieder mal nicht wegräumt, weil ich mir denke, er weiß ja theoretisch, dass es mich stört...und da kann man doch auch ein bisschen auf die Bedürfnisse des Partners achten, denke ich mir zumindest...es kostet ja nicht mal 10 Minuten täglich, seine Sachen kurz aufzuräumen...

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25. Februar 2016 um 15:29
In Antwort auf ayaka0

Wir wissen ja nicht,
WIE unsauber dein Freund ist, daher schwierig zu beurteilen, ob du diejenige bist, die unnötiger weise Stunk macht oder ob dein Freund tatsächlich lebt wie Sau. Ich kann nur sagen, ich lebe Dank Wohnheim mit 18 Leuten auf einem Stockwerk und die meisten sind echt unterstes Niveau, was Sauberkeit angeht, was mit ein Grund für mich ist, auszuziehen. Da hilft kein Diskutieren, solche Leute sehen da einfach kein Problem, wenn die Herdplatte schon eine Woche angebrannt vor sich hingammelt.
Ich schließ mich den anderen an, ein Putzplan mit echten Konsequenzen bei Nichteinhaltung muss her. Und was vielleicht auch hilft: zeig deinem Freund, wie man RICHTIG putzt. Meine Mutter hats mir mal beigebracht und seine Mutter wirds wohl einfach verpennt haben, selbes zu tun.
Er soll dir dabei zusehen, wie du sauber machst und er soll dann direkt anpacken, damit er in den Schädel bekommt, was Sauberkeit bedeutet. Niemand will Schmutz im Waschbecken oder Krümel auf der Küchentheke.
Und ein fairer Putzplan kann dir unter Umständen viel Stress ersparen. Ich zu meinem Teil würde nie ohne Putzplan mit jemanden zusammenziehen...Sonst endet man als Frau ziemlich schnell wieder allein mit dem ganzen Haushalt.

Ich...
..denke schon, dass es noch wesentlich schlimmere Exemplare gibt, als meinen Freund. Ich müsste es halt auch mal wirklich darauf ankommen lassen und das Ganze aussitzen, bis er von selber mal was macht. Aber ich glaube, so lange würde ich nicht durchhalten, weil es mich irgendwann so stören würde, dass ich doch wieder selber den Putzlappen in die Hand nehme...
Ist halt schwierig, wenn man so unterschiedliche Vorstellungen von Sauberkeit und Ordnung hat...
Ich denke, ich werde wirklich über einen Putzplan nachdenken. Wie würdest du sowas am Besten ansprechen? Ich glaube, wenn ich ihm das sage, hält er mich erst mal für komplett verrückt

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26. Februar 2016 um 9:56
In Antwort auf sinan_12434117

Ich...
..denke schon, dass es noch wesentlich schlimmere Exemplare gibt, als meinen Freund. Ich müsste es halt auch mal wirklich darauf ankommen lassen und das Ganze aussitzen, bis er von selber mal was macht. Aber ich glaube, so lange würde ich nicht durchhalten, weil es mich irgendwann so stören würde, dass ich doch wieder selber den Putzlappen in die Hand nehme...
Ist halt schwierig, wenn man so unterschiedliche Vorstellungen von Sauberkeit und Ordnung hat...
Ich denke, ich werde wirklich über einen Putzplan nachdenken. Wie würdest du sowas am Besten ansprechen? Ich glaube, wenn ich ihm das sage, hält er mich erst mal für komplett verrückt

Einfach drauf los sprechen
Ich würd einfach mir eine ruhige Minute schnappen und das Thema ansprechen, dass ich gerne einen Putzplan hätte. Da könnt ihr auch die Aufgaben so verteilen, dass er durchaus machbare Dinge zu erledigen hat. Müll rausbringen z.B.
So was wie Badezimmer blitz blank putzen müsstest du dann eben übernehmen, wenn du stressfrei leben willst.
Tja und wenn er sich quer stellt...dann Happy Birthday

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