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Zusammengezogen, ehemalige Heimat meiner Freundin.

19. Dezember 2018 um 10:26

Liebe Community,
ich bin neu hier, habe auch schon ohne konkret Mitglied zu sein über das eine oder andere Thema hier gelesen und mich deswegen entschieden, mich mit meinem Thema einfach mal hier anzumelden.

Zu meinem Thema:

Ich bin 35 Jahre alt und habe im Mai 2017 meine Freundin (sie ist jetzt 31 Jahre alt) über das Internet kennengelernt. Wir haben in einer Distanz von 350 KM entfernt in unterschiedlichen Bundesländern gewohnt und recht genau 7 Monate eine Fernbeziehung geführt. Wir beide haben bereits Immobilien-Eigentum, wobei es so ist, dass meine Freundin finanziell gerade so gestellt ist, dass sie sich vor meiner Zeit gerade so den Abtrag leisten konnte und neben ihrem Full-Time-Job teilweise noch abends gejobbt hat, um sich mal einen Party- oder Disco-Besuch leisten zu können. Geld für Lifestyle war nie drin. Auch hat sie sich sonst nie etwas Nennenswertes leisten können und alles so ziemlich auf Sparflamme gehalten.

Bei mir ist das ein wenig anders: Ich bin unternehmerisch tätig, bin finanziell ziemlich gut aufgestellt und kann mir ein recht komfortables Leben leisten.

Nach einiger Zeit Beziehung kam natürlich die Frage nach der Zukunft auf. Sie ist sehr familiär, hat (zu der Zeit) ein recht cliquenhaftes Freundschaftsleben mit vielen Bekannten / Freunden, etc. geführt. Da war die Frage nach dem „wo denn dann“ zunächst nicht einfach, weil sie natürlich recht Heimat-verbunden war. Ich würde jetzt nicht sagen, dass ich nicht familiär bin (ich habe einen sehr guten Kontakt zu meiner Familie), aber bei uns in meiner Familie wird eben lange nicht so ein Kult betrieben, wie in ihrer Familie, wo man sich wegen jedem noch so kleinen Event irgendwie trifft und ne riesen Nummer draus macht. Mein echter Freundeskreis ist gar nicht sooo viel kleiner als ihr Freundeskreis, aber bei mir beschränkt sich das auf eine Hand voll Leute, die ich ab und an im Jahr mal sehe und gut ist. Da wird nicht so ein permanenter WhatsApp-Kult betrieben wie bei ihr, wo alle naselang eine Nachricht von irgendwem wegen irgendwas aus der (alten, schwindenden) Clique.

(Eigentlich) wollen wir beide auch mal Nachwuchs haben.

Da es so ist, dass ihre Immobilie recht klein ist und auch nur das EG ausgebaut ist (Dachgeschoss und Keller sind Rohbauten (bzw. sanierungsbedürftig, weil Haus aus den 1960ern)) - und ich eben eine recht große Immobilie, alles tip top, neuwertig und sehr familiengeeignet (alleine 3 Kinderzimmer), haben wir uns dann entschlossen, dass Sie zu mir zieht.

Also haben wir uns dann auf Jobsuche begeben und sie hat direkt bei der ersten Bewerbung 8KM von meinem Haus entfernt einen besser bezahlten Job gefunden, als sie ihn vorher hatte. Seit dem 01.01.2018 wohnen wir auch bei mir zusammen, sie hat ihren Hauptwohnsitz geändert und geht hier ihrem Job nach, wo man sie auch akzeptiert und wo sie wohl auch einen guten Eindruck hinterlassen hat.

Das war der Background für euch, nun kommt aber mein eigentliches Thema:

Wir hatten ursprünglich mal das Ziel, ihr Haus entweder als Ferienhaus oder als festvermietete Immobilie anzubieten, damit sie von ihren Kosten herunterkommt - da es aktuell einfach so unbewohnt herumsteht und keine Einnahmen erwirtschaftet. Ich muss dazu sagen, dass es anfangs eher so war, dass sie das Ding als Ferienhaus anbieten wollte, weil sie damals noch ziemliche „Trennungsängste“ von ihrer Heimat hatte und einfach so einen Rückzugsort haben wollte (sozusagen als Rückanker für den Fall, dass es bei uns nicht gut läuft). Das habe ich auch verstanden und ihr deswegen angeboten, dass sie ihr volles Gehalt wirklich zu 100% behalten kann und ich alles, aber wirklich alles für unser Leben in ihrer neuen Heimat bezahle (Essen, Trinken, Essen gehen, Party, Freizeit, einfach alles, was man zum Leben braucht). Da sie nicht wollte (was ich verstehe), dass ich ihr bei ihrer Immobilie bzgl. des Um- und Ausbaus finanziell unter die Arme greife, war mein Gedanke, dass sie ja dann schneller alleine vorankommt, wenn sie ihr volles Gehalt 1:1 in den Um- und Ausbau der Immobilie zwecks (wie auch immer gearteter) Vermietung investieren kann.
Seitdem ist 1 Jahr vergangen und wir haben eine neue Eingangstreppe sowie eine (eigentlich nicht notwendige) neue Auffahrt errichten lassen. Im Haus ist gar nichts passiert. Über das Jahr sind wir beide bis in den Juli hinein alle 14 Tage über das Wochenende von (meist) Freitag - Sonntag in ihre alte Heimat gefahren. Dann wurde mir das so langsam zu viel und ich habe mich dann soweit ausgeklinkt und dann „nur noch“ eine Taufe im August und an 2! aufeinanderfolgenden Wochenenden stattfindenden Hochzeiten teilgenommen.

Rund um ihren Geburtstag im November hat sie sich über eine Woche Urlaub genommen und war 10 Tage weg und nun über Weihnachten fährt Sie am 1. Weihnachtstag weg und kommt erst Neujahr abends wieder, weil sie bei Freunden Silvester feiert. Ich muss zwischen den Feiertagen Termine wahrnehmen, werde mich zwar bemühen, schnell nachzukommen, kann aber eben nicht die volle Zeit zwischen den Feiertagen dabei sein.

Nun ist es so, dass in der Zwischenzeit die eine oder andere alte Freundin oder Bekannte aus ihrem alten Kreis und auch welche aus meinem Kreis schwanger geworden sind. Da kam sie dann irgendwann auf mich zu und meinte, sie wolle allerspätestens Ende nächsten Jahres loslegen (das hat jobtechnische Gründe wegen Probezeit und so) und wie ich das dann sehen würde, wenn sie in Mutterschutz und Elternzeit so alle 2-3 Monate für 1-2 Wochen in ihre alte Heimat fahren würde. Sie würde mich natürlich gerne dabei haben, aber wenn das nicht ginge, wie ich das dann sehen würde. Ende nächsten Jahres ist für sie Ultimatum, wenn ich dann nicht will, ist Schluss und sie will wieder weg ziehen (sagt sie zumindest).

Das hat mich ganz schön geschockt und ich war nicht einverstanden.

Mal abgesehen davon, dass sie aktuell wegen der nicht vermieteten Bude, die sie immer noch komplett finanziert und nichts übrig hat von Ihrem für Ausbau und Sanierung, nicht mal Nennenswertes zum Leben (Ende nicht in Sicht), müsste man dann ja die Frage nach einer Bleibe klären:

Vermietet sich nicht, hat sie keine Einnahmen (und kann die Bude streng genommen wegen der reduzierten Bezüge dann auch nicht mal halten), aber theoretisch eine Bleibe. Vermietet Sie, wäre die finanzielle Thematik auf ihrer Seite entspannter, aber dann müsste sie für 1-2 Wochen!! eine Ferienunterkunft oder ein Hotel mieten oder versuchen, bei ihren Eltern auf dem Hof unterzukommen (Kompromiss und nicht schön, da keine Privatsphäre, wie sie selber sagt).

Ich verstehe, dass die Familie wichtig ist, aber auf die Distanz in der Häufigkeit und diesem Zwang (es ist bei ihr tatsächlich so, dass da ein gewisser familiärer Zwang herrscht, an bestimmten Ereignissen teilzunehmen und sie ein tierisch schlechtes Gewissen hat, wenn das mal nicht geht (z.B. weil sie keinen Urlaub bekommt)).

Sie sagt, sie will sich nicht einschränken lassen, wann sie wie lange zur Familie fährt. Ich kann das zwar so ganz grundsätzlich verstehen, sehe es aber so, dass sie ja ihre neue Heimat gewählt hat und wir beide uns schlussendlich einen neuen Kreis aufbauen müssen, mit dem wir durchs Leben gehen.

Und dafür brauchen wir Zeit. Ich habe dieses Jahr einige Ereignisse alleine mit Freunden und Familie durchlebt, weil sie wieder in ihrer alten Heimat war.

Ich sehe das so, dass man irgendwie eine Mitte finden muss und der eine auf den anderen ein Stück weit zugehen muss. Sie argumentiert jetzt so, dass sie ja schon das „Opfer gebracht hat“, zu mir zu ziehen und ja schon die meiste Zeit im Jahr nicht mehr in ihrer alten Heimat ist. Mich kränkt diese Aussage aus zwei Gründen:

Erstens ist es so, dass sie durch unseren Zusammenzug sicher ihre Freunde und Familie etwas in den Hintergrund stellen musste, aber sie a.) ein deutlich komfortableres Leben genießt und b.) einen Mann gefunden hat, der sie wirklich liebt und der auch grundsätzlich bereit ist, mit ihr eine Familie zu Gründen. Immerhin war das ja damals der Grund, warum es uns beide ins Internet auf Dating-Plattformen getrieben hat, um eben genau diesen Gegenpart zu finden. Deswegen finde es sehr kränkend, von einem „Opfer“ zu sprechen.
Ich habe ihr deswegen vorgeschlagen, wir könnten uns doch einen Zeitstrahl machen, der von Januar bis Dezember geht und dann mal schauen, welche Termine ihr da so wichtig sind, dass sie da gerne in ihrer alten Heimat sein möchte. Ich hatte z.B. an ganz grob definierte Ereignisse wie ein Osterfeuer, ein kleines Sommerfest, das ich für sie ausstatten würde und wo wir uns etwas mieten und alle dann kommen können sowie wenn es denn unbedingt sein muss, eben der Zeitraum rund um ihren Geburtstag im November.

Will sie nicht.

Jetzt ist es für nächstes Jahr auch schon wieder so: Ein paar Tage im April vor Ostern Urlaub genommen wegen Poleterabend und Hochzeit von Freunden da unten und 10 Tage im November rund um den Geburtstag. Das sind "erstmal" ihre vorläufigen fixen Termine. Und dann hat sie aktuell ja noch Freizeitkonto, was ja ihre Freizeit ist und nicht meine und da wolle sie dann eben auch des öfteren mal in die alte Heimat und ich könne schauen, ob es bei mir passt oder nicht (dann fährt sie auch alleine). Also voraussichtlich wieder X-Termine.

Es ist nicht so, dass ich immer an ihr dran hängen möchte oder will. Sie ist diverse Mal nach dem Juli diesem Jahres alleine in die alte Heimat gefahren und ich hatte kein Problem damit. Alles top.

Aber ich sehe auch, dass sie sich hier in der neuen Heimat kein neues Umfeld sucht. Sie singt gerne und würde gerne in eine Band. Danach sucht sie nicht. Sie würde gerne tanzen gehen mit mir. Geht aber nicht, weil sie oft Bereitschaft hat und ihr meist der Antrieb am Wochenende fehlt oder sie dann eben auch gerne mal weg ist. Und noch so viele weitere Beispiele.

Da ihre Mutter zwar grundsätzlich mobil ist, aber a.) nicht so gerne lange Strecken mit dem Auto fährt und b.) auf dem Bauernhof ihres Mannes (der Stiefvater von meiner Freundin) u.a. mitarbeitet (sie hat noch einen weiteren Job), konnten ihre Eltern und noch nie besuchen zusammen.

Ich habe deswegen einmal zur Mitte des Jahres heimlich Kontakt mit ihrer Mutter aufgenommen und dann vereinbart, dass ich sie an einem Freitag abhole und am darauffolgenden Dienstag wieder zurückbringe. Also bin ich an einem Freitag morgens losgefahren, habe sie geholt und meine Freundin dann überrascht, dass ihre Mutter über das Wochenende verlängert bei uns bleibt. Sie hat sich wahnsinnig gefreut.

Aber sonst hat uns niemand aus ihrer Familie besucht. Immer nur wir die da unten .

Klar, sowas mit Freundeskreis aufbauen dauert, aber ich habe vor folgenden Hintergründen große Sorgen mit dieser ständigen (und teils auch langen) Heim-Reiserei:

Es ist jetzt nicht so, dass ich ein Mensch bin, der keine sozialen Kontakte braucht oder hat (siehe oben), aber es ist bei mir eben so, dass, wenn ich meine Familie und oder Freunde viele Monate nicht sehe, mir dann nichts fehlt, WEIL ich ja meinen sozialen und emotionalen Gegenpol in meiner Freundin gefunden habe:

Ich könnte wochenlang mit ihr im Haus eingeschlossen sein und bräuchte nichts links und rechts neben mir (jetzt etwas abstrakt formuliert, aber ihr versteht sicher, was ich damit zum Ausdruck bringen will).

Ich frage mich, wie das laufen soll, wenn sie schwanger ist oder der Nachwuchs gerade frisch auf der Welt ist. Was macht sie bei Schwangerschaftsdepressionen, wenn ich grad mal nicht da bin? Oder bei sonst wie gelagerten Themen, wenn ich gerade mal nicht sofort einsatzbereit bin. Ich weiß wohl, dass meine Mutter (die nur knapp 10 Km entfernt wohnt) kein Ersatz sein kann für ihre Mutter. Aber dann hochschwanger oder frisch entbunden 350 Km fahren ? Und dann dauerhaft?

Vor allem, wie geht man damit um, wenn jemand scheinbar eine so starke familiäre Bringschuld zu haben meint? Ich meine ja sowieso, dass man in Mutterschutz und Elternzeit wohl andere Themen hat, als ewig zig Kilometer zu fahren, um die Familie zu bespaßen, aber nehmen wir mal von ihren Vorstellungen (siehe oben) den Best-Case, alle 3 Monate für 1 Woche.

Das wären 4 Wochen im Jahr da unten (neben den Zusatz-Events, die sie unbedingt haben muss). 4 Wochen wären so ziemlich mein ganzer Jahresurlaub. Und dann immer Sack, Pack und Kind(er) einpacken, Ferienwohnung beziehen, dort wieder Kühlschrank und Co. Einrichten, nur um da zu sein?


Bin auf eure Erfahrungen und Ratschläge gespannt.

Grüße,
euer AskMe

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19. Dezember 2018 um 17:49

Ich glaube vor allem, dass ihr in eurer beziehung noch so viele Baustellen habt, dass es viel zu früh ist, an kinder zu denken. 
ich finde es auch falsch, dass sie dir vorhält, dass sie für dich umgezogen ist. Wenn sie so denkt, War es offenbar falsch. Ich selbst Wohn auch ca. 360 km von meinem alten Heimatort entfernt wo ich aufgewachsen bin. So spätestens alle 3 monate zieht es mich stark für ein Wochenende zu meiner familie und da kommt mein Mann auch immer mit ohne je etwas dagegen gesagt zu haben. Zu geeigneten Gelegenheiten versuchen wir auch 1-2 × im Jahr ein paar Tage länger zu bleiben und 1-2x im Jahr besuchen sie uns. Ja, manchmal würd ich sie gern öfter sehen, aber dafür fehlt halt die Zeit und wir haben einen ganz guten Rythmus gefunden. Der fehlt euch noch! Offenbar ist sie bei dir noch nicht so recht angekommen. Das ist nach nur einem Jahr auch irgendwo verständlich, aber sie muss ankommen wollen und das seh ich nicht wenn sie sagt, sie will in der elternzeit so oft ohne dich dorthin. Damit schließt sie dich auch ein Stück weit aus und genau darin seh ich euer problem. Ihr müsst ein team sein und an einem strang ziehen und das tut ihr nicht. Ich zb würde nicht heim fahren, wenn mein Mann sagt, dass er am Wochenende x keine Zeit dafür hat. Dann fahren wir eben 2 wochen später. Davon geht die welt nicht unter.

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19. Dezember 2018 um 17:58

Puh...klingt als hätte deine Freundin ziemlich Heimweh. Ich befürchte, entweder ihr werdet irgendwann in ihre Heimat ziehen müssen, oder sie wird spätestens in der Elternzeit merken, wie sehr ihr alles (Gesellschaft, Unterstützung durch die Familie, Freunde mit Kindern) fehlt, so dass sie alleine mit dem Kind zurück geht.
Da dich scheinbar nicht so viel an eurem aktuellen Wohnort hält, wie sie in ihre Heimat zieht, würde ich mir an deiner Stelle überlegen, ob es eine Option wäre dorthin zu ziehen. Ist zwar wegen dem Haus unpraktisch, aber da es euch anscheinend finanziell nicht so schlecht geht, wird das auch zu wuppen sein. Nicht umsonst heißt es „Happy wife, happy life“. Langfristig glücklich wird sie an eurem derzeitigen Wohnort vermutlich nicht.

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19. Dezember 2018 um 21:50

Hahahaha "Happy wife, happy life" das habe ich auch noch nie gehört Genial
Zum Thema: Ich schließe mich da meinen Vorrednern an. Vermiete am besten dein Haus und schaut das ihr euren Lebensmittelpunkt zu ihr verlegt. Ich würde aber klar machen das du das aus Liebe zu ihr machst und dich nicht erpressen lässt (von wegen nächstes Jahr Kinder oder sie ist weg...).

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19. Dezember 2018 um 22:21
In Antwort auf askme

Liebe Community,
ich bin neu hier, habe auch schon ohne konkret Mitglied zu sein über das eine oder andere Thema hier gelesen und mich deswegen entschieden, mich mit meinem Thema einfach mal hier anzumelden.

Zu meinem Thema:

Ich bin 35 Jahre alt und habe im Mai 2017 meine Freundin (sie ist jetzt 31 Jahre alt) über das Internet kennengelernt. Wir haben in einer Distanz von 350 KM entfernt in unterschiedlichen Bundesländern gewohnt und recht genau 7 Monate eine Fernbeziehung geführt. Wir beide haben bereits Immobilien-Eigentum, wobei es so ist, dass meine Freundin finanziell gerade so gestellt ist, dass sie sich vor meiner Zeit gerade so den Abtrag leisten konnte und neben ihrem Full-Time-Job teilweise noch abends gejobbt hat, um sich mal einen Party- oder Disco-Besuch leisten zu können. Geld für Lifestyle war nie drin. Auch hat sie sich sonst nie etwas Nennenswertes leisten können und alles so ziemlich auf Sparflamme gehalten.

Bei mir ist das ein wenig anders: Ich bin unternehmerisch tätig, bin finanziell ziemlich gut aufgestellt und kann mir ein recht komfortables Leben leisten.

Nach einiger Zeit Beziehung kam natürlich die Frage nach der Zukunft auf. Sie ist sehr familiär, hat (zu der Zeit) ein recht cliquenhaftes Freundschaftsleben mit vielen Bekannten / Freunden, etc. geführt. Da war die Frage nach dem „wo denn dann“ zunächst nicht einfach, weil sie natürlich recht Heimat-verbunden war. Ich würde jetzt nicht sagen, dass ich nicht familiär bin (ich habe einen sehr guten Kontakt zu meiner Familie), aber bei uns in meiner Familie wird eben lange nicht so ein Kult betrieben, wie in ihrer Familie, wo man sich wegen jedem noch so kleinen Event irgendwie trifft und ne riesen Nummer draus macht. Mein echter Freundeskreis ist gar nicht sooo viel kleiner als ihr Freundeskreis, aber bei mir beschränkt sich das auf eine Hand voll Leute, die ich ab und an im Jahr mal sehe und gut ist. Da wird nicht so ein permanenter WhatsApp-Kult betrieben wie bei ihr, wo alle naselang eine Nachricht von irgendwem wegen irgendwas aus der (alten, schwindenden) Clique.

(Eigentlich) wollen wir beide auch mal Nachwuchs haben.

Da es so ist, dass ihre Immobilie recht klein ist und auch nur das EG ausgebaut ist (Dachgeschoss und Keller sind Rohbauten (bzw. sanierungsbedürftig, weil Haus aus den 1960ern)) – und ich eben eine recht große Immobilie, alles tip top, neuwertig und sehr familiengeeignet (alleine 3 Kinderzimmer), haben wir uns dann entschlossen, dass Sie zu mir zieht.

Also haben wir uns dann auf Jobsuche begeben und sie hat direkt bei der ersten Bewerbung 8KM von meinem Haus entfernt einen besser bezahlten Job gefunden, als sie ihn vorher hatte. Seit dem 01.01.2018 wohnen wir auch bei mir zusammen, sie hat ihren Hauptwohnsitz geändert und geht hier ihrem Job nach, wo man sie auch akzeptiert und wo sie wohl auch einen guten Eindruck hinterlassen hat.

Das war der Background für euch, nun kommt aber mein eigentliches Thema:

Wir hatten ursprünglich mal das Ziel, ihr Haus entweder als Ferienhaus oder als festvermietete Immobilie anzubieten, damit sie von ihren Kosten herunterkommt – da es aktuell einfach so unbewohnt herumsteht und keine Einnahmen erwirtschaftet. Ich muss dazu sagen, dass es anfangs eher so war, dass sie das Ding als Ferienhaus anbieten wollte, weil sie damals noch ziemliche „Trennungsängste“ von ihrer Heimat hatte und einfach so einen Rückzugsort haben wollte (sozusagen als Rückanker für den Fall, dass es bei uns nicht gut läuft). Das habe ich auch verstanden und ihr deswegen angeboten, dass sie ihr volles Gehalt wirklich zu 100% behalten kann und ich alles, aber wirklich alles für unser Leben in ihrer neuen Heimat bezahle (Essen, Trinken, Essen gehen, Party, Freizeit, einfach alles, was man zum Leben braucht). Da sie nicht wollte (was ich verstehe), dass ich ihr bei ihrer Immobilie bzgl. des Um- und Ausbaus finanziell unter die Arme greife, war mein Gedanke, dass sie ja dann schneller alleine vorankommt, wenn sie ihr volles Gehalt 1:1 in den Um- und Ausbau der Immobilie zwecks (wie auch immer gearteter) Vermietung investieren kann.
Seitdem ist 1 Jahr vergangen und wir haben eine neue Eingangstreppe sowie eine (eigentlich nicht notwendige) neue Auffahrt errichten lassen. Im Haus ist gar nichts passiert. Über das Jahr sind wir beide bis in den Juli hinein alle 14 Tage über das Wochenende von (meist) Freitag – Sonntag in ihre alte Heimat gefahren. Dann wurde mir das so langsam zu viel und ich habe mich dann soweit ausgeklinkt und dann „nur noch“ eine Taufe im August und an 2! aufeinanderfolgenden Wochenenden stattfindenden Hochzeiten teilgenommen.

Rund um ihren Geburtstag im November hat sie sich über eine Woche Urlaub genommen und war 10 Tage weg und nun über Weihnachten fährt Sie am 1. Weihnachtstag weg und kommt erst Neujahr abends wieder, weil sie bei Freunden Silvester feiert. Ich muss zwischen den Feiertagen Termine wahrnehmen, werde mich zwar bemühen, schnell nachzukommen, kann aber eben nicht die volle Zeit zwischen den Feiertagen dabei sein.

Nun ist es so, dass in der Zwischenzeit die eine oder andere alte Freundin oder Bekannte aus ihrem alten Kreis und auch welche aus meinem Kreis schwanger geworden sind. Da kam sie dann irgendwann auf mich zu und meinte, sie wolle allerspätestens Ende nächsten Jahres loslegen (das hat jobtechnische Gründe wegen Probezeit und so) und wie ich das dann sehen würde, wenn sie in Mutterschutz und Elternzeit so alle 2-3 Monate für 1-2 Wochen in ihre alte Heimat fahren würde. Sie würde mich natürlich gerne dabei haben, aber wenn das nicht ginge, wie ich das dann sehen würde. Ende nächsten Jahres ist für sie Ultimatum, wenn ich dann nicht will, ist Schluss und sie will wieder weg ziehen (sagt sie zumindest).

Das hat mich ganz schön geschockt und ich war nicht einverstanden.

Mal abgesehen davon, dass sie aktuell wegen der nicht vermieteten Bude, die sie immer noch komplett finanziert und nichts übrig hat von Ihrem für Ausbau und Sanierung, nicht mal Nennenswertes zum Leben (Ende nicht in Sicht), müsste man dann ja die Frage nach einer Bleibe klären:

Vermietet sich nicht, hat sie keine Einnahmen (und kann die Bude streng genommen wegen der reduzierten Bezüge dann auch nicht mal halten), aber theoretisch eine Bleibe. Vermietet Sie, wäre die finanzielle Thematik auf ihrer Seite entspannter, aber dann müsste sie für 1-2 Wochen!! eine Ferienunterkunft oder ein Hotel mieten oder versuchen, bei ihren Eltern auf dem Hof unterzukommen (Kompromiss und nicht schön, da keine Privatsphäre, wie sie selber sagt).

Ich verstehe, dass die Familie wichtig ist, aber auf die Distanz in der Häufigkeit und diesem Zwang (es ist bei ihr tatsächlich so, dass da ein gewisser familiärer Zwang herrscht, an bestimmten Ereignissen teilzunehmen und sie ein tierisch schlechtes Gewissen hat, wenn das mal nicht geht (z.B. weil sie keinen Urlaub bekommt)).

Sie sagt, sie will sich nicht einschränken lassen, wann sie wie lange zur Familie fährt. Ich kann das zwar so ganz grundsätzlich verstehen, sehe es aber so, dass sie ja ihre neue Heimat gewählt hat und wir beide uns schlussendlich einen neuen Kreis aufbauen müssen, mit dem wir durchs Leben gehen.

Und dafür brauchen wir Zeit. Ich habe dieses Jahr einige Ereignisse alleine mit Freunden und Familie durchlebt, weil sie wieder in ihrer alten Heimat war.
 
Ich sehe das so, dass man irgendwie eine Mitte finden muss und der eine auf den anderen ein Stück weit zugehen muss. Sie argumentiert jetzt so, dass sie ja schon das „Opfer gebracht hat“, zu mir zu ziehen und ja schon die meiste Zeit im Jahr nicht mehr in ihrer alten Heimat ist. Mich kränkt diese Aussage aus zwei Gründen:

Erstens ist es so, dass sie durch unseren Zusammenzug sicher ihre Freunde und Familie etwas in den Hintergrund stellen musste, aber sie a.) ein deutlich komfortableres Leben genießt und b.) einen Mann gefunden hat, der sie wirklich liebt und der auch grundsätzlich bereit ist, mit ihr eine Familie zu Gründen. Immerhin war das ja damals der Grund, warum es uns beide ins Internet auf Dating-Plattformen getrieben hat, um eben genau diesen Gegenpart zu finden. Deswegen finde es sehr kränkend, von einem „Opfer“ zu sprechen.
Ich habe ihr deswegen vorgeschlagen, wir könnten uns doch einen Zeitstrahl machen, der von Januar bis Dezember geht und dann mal schauen, welche Termine ihr da so wichtig sind, dass sie da gerne in ihrer alten Heimat sein möchte. Ich hatte z.B. an ganz grob definierte Ereignisse wie ein Osterfeuer, ein kleines Sommerfest, das ich für sie ausstatten würde und wo wir uns etwas mieten und alle dann kommen können sowie wenn es denn unbedingt sein muss, eben der Zeitraum rund um ihren Geburtstag im November.

Will sie nicht.

Jetzt ist es für nächstes Jahr auch schon wieder so: Ein paar Tage im April vor Ostern Urlaub genommen wegen Poleterabend und Hochzeit von Freunden da unten und 10 Tage im November rund um den Geburtstag. Das sind "erstmal" ihre vorläufigen fixen Termine. Und dann hat sie aktuell ja noch Freizeitkonto, was ja ihre Freizeit ist und nicht meine und da wolle sie dann eben auch des öfteren mal in die alte Heimat und ich könne schauen, ob es bei mir passt oder nicht (dann fährt sie auch alleine). Also voraussichtlich wieder X-Termine.

Es ist nicht so, dass ich immer an ihr dran hängen möchte oder will. Sie ist diverse Mal nach dem Juli diesem Jahres alleine in die alte Heimat gefahren und ich hatte kein Problem damit. Alles top.

Aber ich sehe auch, dass sie sich hier in der neuen Heimat kein neues Umfeld sucht. Sie singt gerne und würde gerne in eine Band. Danach sucht sie nicht. Sie würde gerne tanzen gehen mit mir. Geht aber nicht, weil sie oft Bereitschaft hat und ihr meist der Antrieb am Wochenende fehlt oder sie dann eben auch gerne mal weg ist. Und noch so viele weitere Beispiele.

Da ihre Mutter zwar grundsätzlich mobil ist, aber a.) nicht so gerne lange Strecken mit dem Auto fährt und b.) auf dem Bauernhof ihres Mannes (der Stiefvater von meiner Freundin) u.a. mitarbeitet (sie hat noch einen weiteren Job), konnten ihre Eltern und noch nie besuchen zusammen.

Ich habe deswegen einmal zur Mitte des Jahres heimlich Kontakt mit ihrer Mutter aufgenommen und dann vereinbart, dass ich sie an einem Freitag abhole und am darauffolgenden Dienstag wieder zurückbringe. Also bin ich an einem Freitag morgens losgefahren, habe sie geholt und meine Freundin dann überrascht, dass ihre Mutter über das Wochenende verlängert bei uns bleibt. Sie hat sich wahnsinnig gefreut.

Aber sonst hat uns niemand aus ihrer Familie besucht. Immer nur wir die da unten .

Klar, sowas mit Freundeskreis aufbauen dauert, aber ich habe vor folgenden Hintergründen große Sorgen mit dieser ständigen (und teils auch langen) Heim-Reiserei:

Es ist jetzt nicht so, dass ich ein Mensch bin, der keine sozialen Kontakte braucht oder hat (siehe oben), aber es ist bei mir eben so, dass, wenn ich meine Familie und oder Freunde viele Monate nicht sehe, mir dann nichts fehlt, WEIL ich ja meinen sozialen und emotionalen Gegenpol in meiner Freundin gefunden habe:

Ich könnte wochenlang mit ihr im Haus eingeschlossen sein und bräuchte nichts links und rechts neben mir (jetzt etwas abstrakt formuliert, aber ihr versteht sicher, was ich damit zum Ausdruck bringen will).

Ich frage mich, wie das laufen soll, wenn sie schwanger ist oder der Nachwuchs gerade frisch auf der Welt ist. Was macht sie bei Schwangerschaftsdepressionen, wenn ich grad mal nicht da bin? Oder bei sonst wie gelagerten Themen, wenn ich gerade mal nicht sofort einsatzbereit bin. Ich weiß wohl, dass meine Mutter (die nur knapp 10 Km entfernt wohnt) kein Ersatz sein kann für ihre Mutter. Aber dann hochschwanger oder frisch entbunden 350 Km fahren ? Und dann dauerhaft?

Vor allem, wie geht man damit um, wenn jemand scheinbar eine so starke familiäre Bringschuld zu haben meint? Ich meine ja sowieso, dass man in Mutterschutz und Elternzeit wohl andere Themen hat, als ewig zig Kilometer zu fahren, um die Familie zu bespaßen, aber nehmen wir mal von ihren Vorstellungen (siehe oben) den Best-Case, alle 3 Monate für 1 Woche.

Das wären 4 Wochen im Jahr da unten (neben den Zusatz-Events, die sie unbedingt haben muss). 4 Wochen wären so ziemlich mein ganzer Jahresurlaub. Und dann immer Sack, Pack und Kind(er) einpacken, Ferienwohnung beziehen, dort wieder Kühlschrank und Co. Einrichten, nur um da zu sein?


Bin auf eure Erfahrungen und Ratschläge gespannt.

Grüße,
euer AskMe
 
 

Lass es bleiben mit ihr. Dein Text ist so negativ. Es passt wirklich gar nichts. Das Mädel kann sich gar nichts leisten und eure Leben sind so so so unterschiedlich. Es wird nicht funktionieren. Gibt nur ein Kind, Haufen Ärger und eine Trennung. 

sei klug! Erpressen tut sie dich auch! 

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20. Dezember 2018 um 7:49

Unabhängig davon, dass sie dich erpresst - aber was macht sie mit ihrem ganzen Gehalt - wenn du für sie aufkommst und offensichtlich kein Ende ins Sicht ist, damit sie ihre Immobilie mal fertig stellt und endlich mal etwas reinkommt, anstatt nur Kosten verursacht ?

Ich nehme an, sie kommt nicht für sich selbst auf - das nimmt sie gerne in Anspruch . 

Da sollte man tatsächlich "weiter" denken . Was passiert dann, wenn das Kind sein Umfeld dort hat wo ihr wohnt und vor allem seine Freunde, wird es dann genötigt ständig und permanent auf Grund von Egoismus in ihre alte Heimat zu fahren und zu verzichten ?
Kinder sollten dann ja mal eine Struktur haben, von Kindergarten angefangen usw. Wie stellt sie sich das dann vor ?

Für mich liest sich das so, da hat jemand nur Vorteile in einer Beziehung und notfalls drückt er durch was er möchte, ohne Rücksicht udgl.  Offensichtlich fällt ihr die Abnabelung in einem gesunden Maße schwer, bzw. sie möchte das gar nicht . Jeder normale Mensch würde sich Freunde in seinem neuen Umfeld suchen und bestimmt nicht ständig und immerwährend zig Hundert Kilometer karren, um einen Freundes- und Familienkreis zu besuchen, der eigentlich keine Lust hat, diese Fahrten auch mal auf sich zu nehmen .

Mir wäre das zu anstrengend !

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20. Dezember 2018 um 8:04

Dass ich offensichtlich nicht unter normalen Menschen wohne, war mir schon länger klar 😂🙈 Aber hier (Dorf) ist es durchaus üblich, dass man nicht weg will - und dann auch nicht weg geht. Ich kenne hier viele, die schon ein Umzug 2 Dörfer weiter (=5-10 km) große Überwindung kostet, weil die Clique ja dann so weit weg ist. Oder weil man nicht mehr in der freiwilligen Feuerwehr wäre...ich glaube beim Schützenverein spielt der Wohnort keine Rolle 🤔

Meins ist so ein Leben auch nicht, ich war lange weg und wäre es am liebsten wohl auch wieder. Aber ich habe dennoch genug Verständnis dafür, dass andere Menschen ihre Prioritäten anders setzen als ich.

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20. Dezember 2018 um 9:08
In Antwort auf askme

Liebe Community,
ich bin neu hier, habe auch schon ohne konkret Mitglied zu sein über das eine oder andere Thema hier gelesen und mich deswegen entschieden, mich mit meinem Thema einfach mal hier anzumelden.

Zu meinem Thema:

Ich bin 35 Jahre alt und habe im Mai 2017 meine Freundin (sie ist jetzt 31 Jahre alt) über das Internet kennengelernt. Wir haben in einer Distanz von 350 KM entfernt in unterschiedlichen Bundesländern gewohnt und recht genau 7 Monate eine Fernbeziehung geführt. Wir beide haben bereits Immobilien-Eigentum, wobei es so ist, dass meine Freundin finanziell gerade so gestellt ist, dass sie sich vor meiner Zeit gerade so den Abtrag leisten konnte und neben ihrem Full-Time-Job teilweise noch abends gejobbt hat, um sich mal einen Party- oder Disco-Besuch leisten zu können. Geld für Lifestyle war nie drin. Auch hat sie sich sonst nie etwas Nennenswertes leisten können und alles so ziemlich auf Sparflamme gehalten.

Bei mir ist das ein wenig anders: Ich bin unternehmerisch tätig, bin finanziell ziemlich gut aufgestellt und kann mir ein recht komfortables Leben leisten.

Nach einiger Zeit Beziehung kam natürlich die Frage nach der Zukunft auf. Sie ist sehr familiär, hat (zu der Zeit) ein recht cliquenhaftes Freundschaftsleben mit vielen Bekannten / Freunden, etc. geführt. Da war die Frage nach dem „wo denn dann“ zunächst nicht einfach, weil sie natürlich recht Heimat-verbunden war. Ich würde jetzt nicht sagen, dass ich nicht familiär bin (ich habe einen sehr guten Kontakt zu meiner Familie), aber bei uns in meiner Familie wird eben lange nicht so ein Kult betrieben, wie in ihrer Familie, wo man sich wegen jedem noch so kleinen Event irgendwie trifft und ne riesen Nummer draus macht. Mein echter Freundeskreis ist gar nicht sooo viel kleiner als ihr Freundeskreis, aber bei mir beschränkt sich das auf eine Hand voll Leute, die ich ab und an im Jahr mal sehe und gut ist. Da wird nicht so ein permanenter WhatsApp-Kult betrieben wie bei ihr, wo alle naselang eine Nachricht von irgendwem wegen irgendwas aus der (alten, schwindenden) Clique.

(Eigentlich) wollen wir beide auch mal Nachwuchs haben.

Da es so ist, dass ihre Immobilie recht klein ist und auch nur das EG ausgebaut ist (Dachgeschoss und Keller sind Rohbauten (bzw. sanierungsbedürftig, weil Haus aus den 1960ern)) – und ich eben eine recht große Immobilie, alles tip top, neuwertig und sehr familiengeeignet (alleine 3 Kinderzimmer), haben wir uns dann entschlossen, dass Sie zu mir zieht.

Also haben wir uns dann auf Jobsuche begeben und sie hat direkt bei der ersten Bewerbung 8KM von meinem Haus entfernt einen besser bezahlten Job gefunden, als sie ihn vorher hatte. Seit dem 01.01.2018 wohnen wir auch bei mir zusammen, sie hat ihren Hauptwohnsitz geändert und geht hier ihrem Job nach, wo man sie auch akzeptiert und wo sie wohl auch einen guten Eindruck hinterlassen hat.

Das war der Background für euch, nun kommt aber mein eigentliches Thema:

Wir hatten ursprünglich mal das Ziel, ihr Haus entweder als Ferienhaus oder als festvermietete Immobilie anzubieten, damit sie von ihren Kosten herunterkommt – da es aktuell einfach so unbewohnt herumsteht und keine Einnahmen erwirtschaftet. Ich muss dazu sagen, dass es anfangs eher so war, dass sie das Ding als Ferienhaus anbieten wollte, weil sie damals noch ziemliche „Trennungsängste“ von ihrer Heimat hatte und einfach so einen Rückzugsort haben wollte (sozusagen als Rückanker für den Fall, dass es bei uns nicht gut läuft). Das habe ich auch verstanden und ihr deswegen angeboten, dass sie ihr volles Gehalt wirklich zu 100% behalten kann und ich alles, aber wirklich alles für unser Leben in ihrer neuen Heimat bezahle (Essen, Trinken, Essen gehen, Party, Freizeit, einfach alles, was man zum Leben braucht). Da sie nicht wollte (was ich verstehe), dass ich ihr bei ihrer Immobilie bzgl. des Um- und Ausbaus finanziell unter die Arme greife, war mein Gedanke, dass sie ja dann schneller alleine vorankommt, wenn sie ihr volles Gehalt 1:1 in den Um- und Ausbau der Immobilie zwecks (wie auch immer gearteter) Vermietung investieren kann.
Seitdem ist 1 Jahr vergangen und wir haben eine neue Eingangstreppe sowie eine (eigentlich nicht notwendige) neue Auffahrt errichten lassen. Im Haus ist gar nichts passiert. Über das Jahr sind wir beide bis in den Juli hinein alle 14 Tage über das Wochenende von (meist) Freitag – Sonntag in ihre alte Heimat gefahren. Dann wurde mir das so langsam zu viel und ich habe mich dann soweit ausgeklinkt und dann „nur noch“ eine Taufe im August und an 2! aufeinanderfolgenden Wochenenden stattfindenden Hochzeiten teilgenommen.

Rund um ihren Geburtstag im November hat sie sich über eine Woche Urlaub genommen und war 10 Tage weg und nun über Weihnachten fährt Sie am 1. Weihnachtstag weg und kommt erst Neujahr abends wieder, weil sie bei Freunden Silvester feiert. Ich muss zwischen den Feiertagen Termine wahrnehmen, werde mich zwar bemühen, schnell nachzukommen, kann aber eben nicht die volle Zeit zwischen den Feiertagen dabei sein.

Nun ist es so, dass in der Zwischenzeit die eine oder andere alte Freundin oder Bekannte aus ihrem alten Kreis und auch welche aus meinem Kreis schwanger geworden sind. Da kam sie dann irgendwann auf mich zu und meinte, sie wolle allerspätestens Ende nächsten Jahres loslegen (das hat jobtechnische Gründe wegen Probezeit und so) und wie ich das dann sehen würde, wenn sie in Mutterschutz und Elternzeit so alle 2-3 Monate für 1-2 Wochen in ihre alte Heimat fahren würde. Sie würde mich natürlich gerne dabei haben, aber wenn das nicht ginge, wie ich das dann sehen würde. Ende nächsten Jahres ist für sie Ultimatum, wenn ich dann nicht will, ist Schluss und sie will wieder weg ziehen (sagt sie zumindest).

Das hat mich ganz schön geschockt und ich war nicht einverstanden.

Mal abgesehen davon, dass sie aktuell wegen der nicht vermieteten Bude, die sie immer noch komplett finanziert und nichts übrig hat von Ihrem für Ausbau und Sanierung, nicht mal Nennenswertes zum Leben (Ende nicht in Sicht), müsste man dann ja die Frage nach einer Bleibe klären:

Vermietet sich nicht, hat sie keine Einnahmen (und kann die Bude streng genommen wegen der reduzierten Bezüge dann auch nicht mal halten), aber theoretisch eine Bleibe. Vermietet Sie, wäre die finanzielle Thematik auf ihrer Seite entspannter, aber dann müsste sie für 1-2 Wochen!! eine Ferienunterkunft oder ein Hotel mieten oder versuchen, bei ihren Eltern auf dem Hof unterzukommen (Kompromiss und nicht schön, da keine Privatsphäre, wie sie selber sagt).

Ich verstehe, dass die Familie wichtig ist, aber auf die Distanz in der Häufigkeit und diesem Zwang (es ist bei ihr tatsächlich so, dass da ein gewisser familiärer Zwang herrscht, an bestimmten Ereignissen teilzunehmen und sie ein tierisch schlechtes Gewissen hat, wenn das mal nicht geht (z.B. weil sie keinen Urlaub bekommt)).

Sie sagt, sie will sich nicht einschränken lassen, wann sie wie lange zur Familie fährt. Ich kann das zwar so ganz grundsätzlich verstehen, sehe es aber so, dass sie ja ihre neue Heimat gewählt hat und wir beide uns schlussendlich einen neuen Kreis aufbauen müssen, mit dem wir durchs Leben gehen.

Und dafür brauchen wir Zeit. Ich habe dieses Jahr einige Ereignisse alleine mit Freunden und Familie durchlebt, weil sie wieder in ihrer alten Heimat war.
 
Ich sehe das so, dass man irgendwie eine Mitte finden muss und der eine auf den anderen ein Stück weit zugehen muss. Sie argumentiert jetzt so, dass sie ja schon das „Opfer gebracht hat“, zu mir zu ziehen und ja schon die meiste Zeit im Jahr nicht mehr in ihrer alten Heimat ist. Mich kränkt diese Aussage aus zwei Gründen:

Erstens ist es so, dass sie durch unseren Zusammenzug sicher ihre Freunde und Familie etwas in den Hintergrund stellen musste, aber sie a.) ein deutlich komfortableres Leben genießt und b.) einen Mann gefunden hat, der sie wirklich liebt und der auch grundsätzlich bereit ist, mit ihr eine Familie zu Gründen. Immerhin war das ja damals der Grund, warum es uns beide ins Internet auf Dating-Plattformen getrieben hat, um eben genau diesen Gegenpart zu finden. Deswegen finde es sehr kränkend, von einem „Opfer“ zu sprechen.
Ich habe ihr deswegen vorgeschlagen, wir könnten uns doch einen Zeitstrahl machen, der von Januar bis Dezember geht und dann mal schauen, welche Termine ihr da so wichtig sind, dass sie da gerne in ihrer alten Heimat sein möchte. Ich hatte z.B. an ganz grob definierte Ereignisse wie ein Osterfeuer, ein kleines Sommerfest, das ich für sie ausstatten würde und wo wir uns etwas mieten und alle dann kommen können sowie wenn es denn unbedingt sein muss, eben der Zeitraum rund um ihren Geburtstag im November.

Will sie nicht.

Jetzt ist es für nächstes Jahr auch schon wieder so: Ein paar Tage im April vor Ostern Urlaub genommen wegen Poleterabend und Hochzeit von Freunden da unten und 10 Tage im November rund um den Geburtstag. Das sind "erstmal" ihre vorläufigen fixen Termine. Und dann hat sie aktuell ja noch Freizeitkonto, was ja ihre Freizeit ist und nicht meine und da wolle sie dann eben auch des öfteren mal in die alte Heimat und ich könne schauen, ob es bei mir passt oder nicht (dann fährt sie auch alleine). Also voraussichtlich wieder X-Termine.

Es ist nicht so, dass ich immer an ihr dran hängen möchte oder will. Sie ist diverse Mal nach dem Juli diesem Jahres alleine in die alte Heimat gefahren und ich hatte kein Problem damit. Alles top.

Aber ich sehe auch, dass sie sich hier in der neuen Heimat kein neues Umfeld sucht. Sie singt gerne und würde gerne in eine Band. Danach sucht sie nicht. Sie würde gerne tanzen gehen mit mir. Geht aber nicht, weil sie oft Bereitschaft hat und ihr meist der Antrieb am Wochenende fehlt oder sie dann eben auch gerne mal weg ist. Und noch so viele weitere Beispiele.

Da ihre Mutter zwar grundsätzlich mobil ist, aber a.) nicht so gerne lange Strecken mit dem Auto fährt und b.) auf dem Bauernhof ihres Mannes (der Stiefvater von meiner Freundin) u.a. mitarbeitet (sie hat noch einen weiteren Job), konnten ihre Eltern und noch nie besuchen zusammen.

Ich habe deswegen einmal zur Mitte des Jahres heimlich Kontakt mit ihrer Mutter aufgenommen und dann vereinbart, dass ich sie an einem Freitag abhole und am darauffolgenden Dienstag wieder zurückbringe. Also bin ich an einem Freitag morgens losgefahren, habe sie geholt und meine Freundin dann überrascht, dass ihre Mutter über das Wochenende verlängert bei uns bleibt. Sie hat sich wahnsinnig gefreut.

Aber sonst hat uns niemand aus ihrer Familie besucht. Immer nur wir die da unten .

Klar, sowas mit Freundeskreis aufbauen dauert, aber ich habe vor folgenden Hintergründen große Sorgen mit dieser ständigen (und teils auch langen) Heim-Reiserei:

Es ist jetzt nicht so, dass ich ein Mensch bin, der keine sozialen Kontakte braucht oder hat (siehe oben), aber es ist bei mir eben so, dass, wenn ich meine Familie und oder Freunde viele Monate nicht sehe, mir dann nichts fehlt, WEIL ich ja meinen sozialen und emotionalen Gegenpol in meiner Freundin gefunden habe:

Ich könnte wochenlang mit ihr im Haus eingeschlossen sein und bräuchte nichts links und rechts neben mir (jetzt etwas abstrakt formuliert, aber ihr versteht sicher, was ich damit zum Ausdruck bringen will).

Ich frage mich, wie das laufen soll, wenn sie schwanger ist oder der Nachwuchs gerade frisch auf der Welt ist. Was macht sie bei Schwangerschaftsdepressionen, wenn ich grad mal nicht da bin? Oder bei sonst wie gelagerten Themen, wenn ich gerade mal nicht sofort einsatzbereit bin. Ich weiß wohl, dass meine Mutter (die nur knapp 10 Km entfernt wohnt) kein Ersatz sein kann für ihre Mutter. Aber dann hochschwanger oder frisch entbunden 350 Km fahren ? Und dann dauerhaft?

Vor allem, wie geht man damit um, wenn jemand scheinbar eine so starke familiäre Bringschuld zu haben meint? Ich meine ja sowieso, dass man in Mutterschutz und Elternzeit wohl andere Themen hat, als ewig zig Kilometer zu fahren, um die Familie zu bespaßen, aber nehmen wir mal von ihren Vorstellungen (siehe oben) den Best-Case, alle 3 Monate für 1 Woche.

Das wären 4 Wochen im Jahr da unten (neben den Zusatz-Events, die sie unbedingt haben muss). 4 Wochen wären so ziemlich mein ganzer Jahresurlaub. Und dann immer Sack, Pack und Kind(er) einpacken, Ferienwohnung beziehen, dort wieder Kühlschrank und Co. Einrichten, nur um da zu sein?


Bin auf eure Erfahrungen und Ratschläge gespannt.

Grüße,
euer AskMe
 
 

Ihr lebt in zwei unterschiedlichen Welten.

Du in Deiner - Du hast einen guten Beruf (nicht nur Job zum Geldverdienen, sondern eine Arbeit, die Dir Spaß und Freude bereitet und die Du als Berufung ansiehst), ein gutes Einkommen, ein neues Haus, kannst Dir ein Leben in Luxus leisten. Deine Heimat ist dort, wo Du glücklich bist! Dir geht es gut, wenn es Deiner Freundin gut geht!

Deine Freundin lebt in ihrer Welt! "Nur" einen Job (die Arbeit ist für sie ein Job und dient lediglich dazu, Geld zu verdienen, um über die Runden zu kommen), als Bleibe eine Bruchbude und leisten kann und will sie sich keinen Luxus. Anstatt mit Dir glücklich zu sein ist es ihr wichtig, die enge Beziehung zu ihrem Dorf nicht abzubrechen. Sie wird sich Deinem Lebensstil auch nicht anpassen wollen/werden!

Sie wird es vorziehen, mit Eurem Kind alleine ohne Dich in einer Bruchbude zu Hause, um weiterhin ihrer Heimat nah zu sein.

Du wirst mit ihr nicht glücklich werden, weil sie nicht mit Dir glücklich werden will! Du bist sogar bereit, kompromisse einzugehen und zu hr zu ziehen.

Aber - das wird Dich auf Dauer nicht glücklich machen!

Wenn Deine Freundin nicht bereit dazu ist, sich ein Leben mit Dir aufzubauen und nicht bereit ist, sich von ihrer alten Heimat zu trennen (es spricht ja nichts dagegen, zu Weihnachten und zu den Geburtstagen zu ihren Eltern zu fahren; aber doch nicht jedes Osterfeuer, Schützenfest etc. zu besuchen), dann solltest Du vielleicht für Dich entscheiden, Dich von ihr zu trennen. Denn auf Dauer wirst Du mit ihr nicht glücklich, da hr kaum Zeit füreiander haben werdet. Bleibt ihr bei Dir wohnen, wird sie die meiste Zeit in ihrer alten Heimat bei ihren Freunden verbringen. Ziehst Du zu ihr, wird sie die meiste Zeit mit ihren Freunden verbringen!

Ich an Deiner Stelle würde die Beziehung beenden, wenn sich Deine Freundin sich nicht für ein Leben mit Dir entscheidet.

Oder kannst Du Dein jetziges Leben so einfach hinter Dir lassen und das Leben Deiner Freundin ohne viel Luxus, Leben in einer Bruchbude und "die Freunde sind mir wichtiger als mein Partner" annehmen? Falls ja, dann geh auf ihre Forderungen ein und verabschiede Dich vom Luxus!

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20. Dezember 2018 um 10:10

Hallo zusammen,

erstmal ganz vielen lieben Dank für eure klaren Worte. Ich habe natürlich unabhängig von meiner Freundin schon mit meinen engsten Freunden und meinen Eltern viel über die Thematik geredet - aber jeder hat mir im Grunde dieselben Antworten gegeben.

Und das sind Antworten, die so ziemlich zu dem passen, wie ich empfinde. Ich meine, mal zur Klarstellung:

Es ist nicht so, dass sie "ohne mich fahren" will / das bevorzugen würde, wenn sie mal mit den Kindern rüber wollen würde (also Ego-mäßig). Sie sagt schon, dass sie mich gerne dabei hätte, allerdings habe ich mich erstrangig auch um meine beiden Unternehmen zu kümmern und wenn es halt mal nicht drin ist, 2 Wochen rauszukommen (was ich unglaublich viel finde so zwischendrin und außerhalb von Urlaub), dann hätte ich definitiv Theater.

Das mit der "Bruchbude" muss ich auch etwas schmälern: Sie hat halt damals vor meiner Zeit mit ihrem schmalen Geld das EG ausbauen und dies einigermaßen einrichten können. Mehr aber auch nicht. Ich habe Resepekt vor ihr, dass sie das alleine geschafft hat, aber das bringt uns am Ende nicht weiter. Ich wollte nur diesen doch eher negativ behauchten Begriff "Bruchbude" etwas abdämpfen.

Ich habe auch schon viel darüber nachgedacht, wegen dieser Geschichte in ihre Heimat umzuziehen, sehe es dann aber schlussendlich so: Warum soll ich mein Haus vermieten / verkaufen, dort ein neues Haus kaufen (wieder Makler, Grunderwerbssteuer, Gericht, Notar, usw.) bezahlen und vor allem mir dort einen neuen Firmenstandort mit Mitarbeitern aufbauen (wo ich doch eine Niederlassung schon hier in der Nähe meines aktuellen Wohnortes habe - mit nicht wenigen Mitarbeitern), nur damit meine Dame dichter bei Mami, ihrer Familie und ihren Freunden dran ist.

Ich finde das unverhältnismäßig. Es ging runter wie Honig bei mir, als coquette164 geschrieben hat, dass ihr alle 3 Monate für ein Wochenende in ihre alte Heimat fahrt! Würde ich direkt unterzeichnen und sofort mitmachen! Und noch ein paar Schippen drauf legen. Ich finde, das ist normal und ein gesundes Maß.

Kein Mensch (auch ich nicht) sagt, dass sie jetzt "ihre Familie oder Freunde" vernachlässigen soll, aber durch die Wahl des Partners und damit der neuen Heimat hat sie sich doch dazu entschlossen, mit DIESEM MANN GENAU DORT sich etwas aufzubauen. Ich sehe es als meine partnerschaftliche Pflicht, ihr etwas dafür wiederzugeben (neben Liebe, Geborgenheit, Sicherheit und Lebensstil), dass ich mit ihr dort runterfahre und auch mitkomme - in einem gesunden Maß.

Und wie coquette164 geschrieben hat (und andere letztlich ja bestätigt haben) finde ich es partnerschaftlich fair, wenn der eine auf den anderen Rücksicht nimmt und man dann eben Alternativtermine findet, wo man da runter fährt - auch wenn die einige Zeit von dem Wunschtermin weg liegen. Letzlich geht es doch in erster Linie auch darum, zu schauen, wo und wie die Flocken reinkommen.

Aber mein Bauchgefühl sagt mir auch, dass es wohl so kommen wird, wie saskia81007 es geschrieben hat. Gerade der Stolz, ein Kind zu haben, die ersten Erlebnisse und sowas zu erleben, wird sie immer mit ihrer Heimat teilen wollen - und damit verbunden wird auch diese krasse Frequenz sein, immer wieder darüber zu fahren (wie auch immer sie sich das vorstellt, es zu finanzieren (denn ich werde es außerhalb des gesunden Maßes nicht machen)).

Und übrigens war das auch eine Sache, die ich zu ihr gesagt habe (Stichwort Zeitstrahl mit Eriegnissen im Jahr, wo wir da runter fahren (auch gerne für "etwas" länger), damit die dort alle wissen: "Die beiden sind da, wir können uns alle in der großen Runde sehen". Da hatte ich gesagt, dass dies unser Commitment für ihre Familie (und ein Stück weit für uns auch) ist, aber im Gegenzug erwarte ich dann auch, dass sich ihre Familie dann mal in die Autos bequemt, um uns zu besuchen und uns ein wenig Last abzunehmen, wenn man denn dann die Lieben Kindlein (oder / und uns) mal wieder sehen will. Dazu sagt sie aber nur: "Wieso, ich bin doch weg gezogen, da kann ich doch nicht ewarten, dass meine Familie mir hinterherfährt". .

Ich sehe da auch keine sonderlich positive Tendenz, wenn da nicht bald eine Erkenntnis und Kehrtwende auf ihrer Seite kommt.

Danke auf jeden Fall euch allen für eure Mühe, eure Zeit und eure ehrlichen Meinungen. Ich bin euch wirklich sehr dankbar! Freue mich auf weitere Nachrichten / Ideen oder Anregungen.

Liebe Grüße,
weiterhin eine schöne Weihnachtszeit,
AskMe

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20. Dezember 2018 um 10:18

Vielleicht eine Sache noch:

Ich wollte mit diesem Thread so ein bisschen die "Hubschrauberperspektive" einnehmen, um einfach mal aus anderen Brillen zu schauen und zu sehen, ob ich denn mit meinen Gedanken so falsch liege.

Manchmal ist das ja so, dass man so lange diskutiert und dann den sachslichen Blick verliert (und dann vielleicht sogar unfair argumentiert). Das möchte ich gerne bei mir vermeiden.

Eine Tendenz kann ich ja aber glücklicherweise schon erkennen, auch wenn ich schon das eine oder andere Mal schlucken musste bei so viel untermauernden Ausführungen von euch, die recht genau zu dem passen, wie es in mir (in Wahrheit) aussieht.

Nochmals viele Grüße.

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20. Dezember 2018 um 10:31

"Manchmal ist das ja so, dass man so lange diskutiert und dann den sachslichen Blick verliert (und dann vielleicht sogar unfair argumentiert)."

Das wird Dir hier aber auch schnell (nach der 20. oder 30. Antwort) passieren.
Wenn Du am Wochenende die letzten 10 Antworten zu Deinem Beitrag liest, kann es sein, dass Dein eigentliches Thema dann nur noch Nebensache ist!!!!

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20. Dezember 2018 um 10:43

Hey Saskia,

ja klar, aber es ist ja schon so, dass man einen Grundgedanken / ein Bauchgefühl hat und eben schauen möchte ob man so vollkommen daneben liegt, oder nicht. Das Bild ist durch diese ersten Posts ganz klar geworden (jeder sagte im Grunde dasselbe).

Und wenn das dann aus dem Ruder läuft und nicht mehr an der Sache ist, macht man den Thread eben zu.

Beste Grüße

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20. Dezember 2018 um 10:43
In Antwort auf askme

Vielleicht eine Sache noch:

Ich wollte mit diesem Thread so ein bisschen die "Hubschrauberperspektive" einnehmen, um einfach mal aus anderen Brillen zu schauen und zu sehen, ob ich denn mit meinen Gedanken so falsch liege.

Manchmal ist das ja so, dass man so lange diskutiert und dann den sachslichen Blick verliert (und dann vielleicht sogar unfair argumentiert). Das möchte ich gerne bei mir vermeiden.

Eine Tendenz kann ich ja aber glücklicherweise schon erkennen, auch wenn ich schon das eine oder andere Mal schlucken musste bei so viel untermauernden Ausführungen von euch, die recht genau zu dem passen, wie es in mir (in Wahrheit) aussieht.

Nochmals viele Grüße.

Ich finde das Verhalten deiner Freundin egoistisch und auch noch sehr unreif. Für mich sind es Aussagen wie "Wenn du nächstes Jahr kein Kind willst gehe ich." oder "Wieso sollte mich meine Familie besuchen, wenn ich weggezogen bin?", die mich daran zweifeln lassen, ob sie schon wirklich bereit ist sich mit dir ein eigenes Leben aufzubauen.

Ich denke ihr müsst erst noch an eurer Basis arbeiten, bevor ihr an Kinder denkt. So wie das derzeit läuft wird sie irgendwann so unzufrieden sein, sich wohlmöglich trennen und dann zurück zu ihrer Familie ziehen, was es für dich dann auch wieder schwieriger macht deine Kinder zu sehen.

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20. Dezember 2018 um 12:03

Du schreibst, euch hätte bisher -mit Ausnahme ihrer Mutter- noch niemand besucht, während sie alle zwei Wochen (!) in die alte Heimat fährt. Und selbst die Mutter musste von dir höchstpersönlich hin und her kutschiert werden. 

Ebenso müsste deine Freundin, im Falle, dass ihr Haus doch irgendwann vermietet wird, jedes Mal auf ein Hotel ausweichen, wenn sie -mit Sack und Pack und kleinem Baby- zu Besuch käme. 

Ich finde, das passt irgendwie nicht zusammen. Auf der einen Seite scheint sie so enge Bindungen an Familie und Freunde zu haben, dass sie bei jedem Geburtstag und jedem Mädelsabend unbedingt dabei sein muss. Auf der anderen Seite hat sie niemanden, der sie 1. in der Zeit ihrer Besuche bei sich aufnehmen würde und 2. überhaupt mal auf die Idee kommt, ihr einen Besuch abzustatten.  
Kann es sein, dass diese Kontakte hauptsächlich von ihr gepflegt werden und von den Leuten in der alten Heimat sehr viel weniger kommt?


Was würde denn z.B. dagegen sprechen, dass man sich abwechselt? Mal fährt sie, dann kommt wieder eine Freundin, dann ihre Mutter (die sich übrigens auch in den Zug setzen könnte, anstatt dir 1.400 km (!) Fahrt zuzumuten), dann die Tante, eine andere Freundin, dann fährt wieder sie usw. 






 

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20. Dezember 2018 um 12:17
In Antwort auf valieee

Du schreibst, euch hätte bisher -mit Ausnahme ihrer Mutter- noch niemand besucht, während sie alle zwei Wochen (!) in die alte Heimat fährt. Und selbst die Mutter musste von dir höchstpersönlich hin und her kutschiert werden. 

Ebenso müsste deine Freundin, im Falle, dass ihr Haus doch irgendwann vermietet wird, jedes Mal auf ein Hotel ausweichen, wenn sie -mit Sack und Pack und kleinem Baby- zu Besuch käme. 

Ich finde, das passt irgendwie nicht zusammen. Auf der einen Seite scheint sie so enge Bindungen an Familie und Freunde zu haben, dass sie bei jedem Geburtstag und jedem Mädelsabend unbedingt dabei sein muss. Auf der anderen Seite hat sie niemanden, der sie 1. in der Zeit ihrer Besuche bei sich aufnehmen würde und 2. überhaupt mal auf die Idee kommt, ihr einen Besuch abzustatten.  
Kann es sein, dass diese Kontakte hauptsächlich von ihr gepflegt werden und von den Leuten in der alten Heimat sehr viel weniger kommt?


Was würde denn z.B. dagegen sprechen, dass man sich abwechselt? Mal fährt sie, dann kommt wieder eine Freundin, dann ihre Mutter (die sich übrigens auch in den Zug setzen könnte, anstatt dir 1.400 km (!) Fahrt zuzumuten), dann die Tante, eine andere Freundin, dann fährt wieder sie usw. 






 

Hey valieee,

danke für deinen Beitrag.

Na ja, es ist schon so, dass ihre beste Freundin 2x bei uns war und ein weiteres befreundetes Päärchen von ihr (das war aber zu einer Sportveranstaltung, wo wir im Grunde mehr ein kostenloses Hotel gespielt haben ). Mehr aber auch nicht (und Wiederholung aktuell nicht in Sicht). 

Aus meiner Sicht spräche gar nichts gegen das, was du schreibst und ich ja auch schon mehrfach geäußert habe, ABER:

Die machen es halt nicht. Zu weit weg, zu wenig Zeit, etc.. Und bei ihrer Mutter argumentiert sie halt so, dass die a.) einen Job hat und b.) auf dem Bauernhof ihres Stiefvater aushilft und sich ja auch um Familie vor Ort kümmert. Deswegen könne sie nicht oder nur ganz, ganz selten kommen. An Tante und so brauche ich gar nicht erst zu denken, das wird nichts. Niemand wird sich da die Mühe machen, um regelmäßig hier hoch zu kommen. Und sie weiß das.

Ja, und es stimmt, die Kontakte werden hauptsächlich von ihr gepfelgt. Als sie im November dort in ihrer alten Heimat war, war sie es, die durch die Gegend gefahren ist und alle besucht hat. Sie war ganz erschrocken, dass sie zu ihrem Geburtstag nur eine Hand voll Leute besucht hat (hatte ich ihr im Vorfeld gesagt. Stichwort: Aus den Augen, aus dem Sinn). Es haben ihr nichtmal mehr viele Leute (wie vorher üblich) gratuliert.

Ich denke, das ist auch eines der Probleme: Weil sie so oft (mittlerweile ja nicht mehr alle 2 Wochen, aber aktuell immer noch auf jeden Fall einmal im Monat (und jetzt so wie November und jetzt zwischen den Festtagen gleich für einmal 10 und jetzt 7 Tage). Deswegen brauchen die Leute von dort ja auch nicht hochkommen, weil das ja so schön bequem ist.

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20. Dezember 2018 um 12:20

derspieltdochblos

Exakt so scheint es zu sein, siehe meinen letzten Post.

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20. Dezember 2018 um 13:07

Ja, und es stimmt, die Kontakte werden hauptsächlich von ihr gepfelgt. Als sie im November dort in ihrer alten Heimat war, war sie es, die durch die Gegend gefahren ist und alle besucht hat. Sie war ganz erschrocken, dass sie zu ihrem Geburtstag nur eine Hand voll Leute besucht hat (hatte ich ihr im Vorfeld gesagt. Stichwort: Aus den Augen, aus dem Sinn). Es haben ihr nichtmal mehr viele Leute (wie vorher üblich) gratuliert.

Ich denke, das ist auch eines der Probleme: Weil sie so oft (mittlerweile ja nicht mehr alle 2 Wochen, aber aktuell immer noch auf jeden Fall einmal im Monat (und jetzt so wie November und jetzt zwischen den Festtagen gleich für einmal 10 und jetzt 7 Tage). Deswegen brauchen die Leute von dort ja auch nicht hochkommen, weil das ja so schön bequem ist.



So etwas in der Art habe ich vermutet. Deine Freundin befindet sich in einer emotionalen Zwickmühle.

Durch den Umzug musste sie feststellen, dass ihre Freundschaften nicht im Ansatz so viel wert sind wie sie gedacht hatte - kann sich diesen Umstand jedoch vielleicht (noch) nicht eingestehen. Also versucht sie krampfhaft diese Kontakte aufrechtzuerhalten, indem sie immer präsent ist. 

Weil sie ständig in der alten Heimat ist, kann sie sich natürlich keinen neuen Kreis aufbauen. Um jedoch einen neuen Kreis aufzubauen, müsste sie seltener fahren. Und vor diesem Schritt hat sie womöglich Angst, weil sie im Grunde weiß, dass ihre Freundschaften/Bekanntschaften dann komplett einschlafen werden. Ein Teufelskreis.

Wahrscheinlich würde es schon ausreichen, wenn sie eine Person kennenlernen würde, mit der sie sich wirklich gut versteht. Das würde ihr zeigen, dass sie sich nicht abhängig machen muss von Leuten, die sich nicht mal die Mühe machen, sie zu besuchen, wenn sie dort ist - geschweige denn eine Reise in ein anderes Bundesland auf sich nehmen würden. Ich würde sie an deiner Stelle deshalb noch mal ermutigen, sich eine Band oder einen Chor zu suchen. Sie braucht eine Bindung zu diesem "neuen" Ort, die nur ihr gehört. 


Ich glaube übrigens, dass der Prozess der Ernüchterung für deine Freundin bereits begonnen hat. Spätestens seit ihrem Geburtstag. Deshalb verplant sie wahrscheinlich auch jetzt schon ihren Jahresurlaub für 2019. Wie schon gesagt: Sie hält krampfhaft an etwas fest, was nicht aufzuhalten ist. Sie ist gerade mal zwölf Monate bei dir und die Kontakte schlafen bereits ein. Sie braucht einfach noch ein wenig Zeit (und noch ein paar Enttäuschungen, die zu 100% kommen werden), bevor sie loslassen kann. 



 

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20. Dezember 2018 um 13:12
In Antwort auf valieee

Ja, und es stimmt, die Kontakte werden hauptsächlich von ihr gepfelgt. Als sie im November dort in ihrer alten Heimat war, war sie es, die durch die Gegend gefahren ist und alle besucht hat. Sie war ganz erschrocken, dass sie zu ihrem Geburtstag nur eine Hand voll Leute besucht hat (hatte ich ihr im Vorfeld gesagt. Stichwort: Aus den Augen, aus dem Sinn). Es haben ihr nichtmal mehr viele Leute (wie vorher üblich) gratuliert.

Ich denke, das ist auch eines der Probleme: Weil sie so oft (mittlerweile ja nicht mehr alle 2 Wochen, aber aktuell immer noch auf jeden Fall einmal im Monat (und jetzt so wie November und jetzt zwischen den Festtagen gleich für einmal 10 und jetzt 7 Tage). Deswegen brauchen die Leute von dort ja auch nicht hochkommen, weil das ja so schön bequem ist.



So etwas in der Art habe ich vermutet. Deine Freundin befindet sich in einer emotionalen Zwickmühle.

Durch den Umzug musste sie feststellen, dass ihre Freundschaften nicht im Ansatz so viel wert sind wie sie gedacht hatte - kann sich diesen Umstand jedoch vielleicht (noch) nicht eingestehen. Also versucht sie krampfhaft diese Kontakte aufrechtzuerhalten, indem sie immer präsent ist. 

Weil sie ständig in der alten Heimat ist, kann sie sich natürlich keinen neuen Kreis aufbauen. Um jedoch einen neuen Kreis aufzubauen, müsste sie seltener fahren. Und vor diesem Schritt hat sie womöglich Angst, weil sie im Grunde weiß, dass ihre Freundschaften/Bekanntschaften dann komplett einschlafen werden. Ein Teufelskreis.

Wahrscheinlich würde es schon ausreichen, wenn sie eine Person kennenlernen würde, mit der sie sich wirklich gut versteht. Das würde ihr zeigen, dass sie sich nicht abhängig machen muss von Leuten, die sich nicht mal die Mühe machen, sie zu besuchen, wenn sie dort ist - geschweige denn eine Reise in ein anderes Bundesland auf sich nehmen würden. Ich würde sie an deiner Stelle deshalb noch mal ermutigen, sich eine Band oder einen Chor zu suchen. Sie braucht eine Bindung zu diesem "neuen" Ort, die nur ihr gehört. 


Ich glaube übrigens, dass der Prozess der Ernüchterung für deine Freundin bereits begonnen hat. Spätestens seit ihrem Geburtstag. Deshalb verplant sie wahrscheinlich auch jetzt schon ihren Jahresurlaub für 2019. Wie schon gesagt: Sie hält krampfhaft an etwas fest, was nicht aufzuhalten ist. Sie ist gerade mal zwölf Monate bei dir und die Kontakte schlafen bereits ein. Sie braucht einfach noch ein wenig Zeit (und noch ein paar Enttäuschungen, die zu 100% kommen werden), bevor sie loslassen kann. 



 

"Deshalb verplant sie wahrscheinlich auch jetzt schon ihren Jahresurlaub für 2019."

Das stimmt! Genau darüber haben wir gestern gesprochen!

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20. Dezember 2018 um 13:40

Du solltest Dir aber generell Gedanken machen, ob es mit Euch beiden passt!

Denn eigentlich seid ihr zu verschieden.

Selbst wenn Deine Freundin sich nächste Jahr entscheidet, nicht mehr so oft nach Hause zu fahren, bleibt die Frage offen, ob sie mit Deinem Lebensstil klar kommt.

Vielleicht zieht sie zu Dir und ihr bekommt ein Kind. Sie wird bei Dir aber irgendwie nicht glücklich. Schuld daran wird sein, dass sie ihre Freunde nicht mehr sieht. Ihre Freunde sieht sie nicht mehr, weil sie weggezogen ist.
Also entschließt sie sich, ganz wieder in ihre Heimat zu ziehen - mit Eurem Kind......

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20. Dezember 2018 um 14:11

glaub mir,mit Kindern wird sie es nicht schaffen jede Woche oder alle 2 Wochenenden in ihr Heimatort zu fahren.
ich war recht ähnlich. 300km zu meinem Mann gezogen und hatte extrem Heimweh, konnte oder wollte hier keine Kontakte knüpfen. Wir fuhren jedes (!!!) Wochenende zu meiner Familie. 
dann wurde ich schwanger, das Heimweh weniger und mittlerweile fahren wir einmal im Monat übers Wochenende zu meiner Familie. Das reicht mir aber auch

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20. Dezember 2018 um 14:29
In Antwort auf lilaweisskariert

glaub mir,mit Kindern wird sie es nicht schaffen jede Woche oder alle 2 Wochenenden in ihr Heimatort zu fahren.
ich war recht ähnlich. 300km zu meinem Mann gezogen und hatte extrem Heimweh, konnte oder wollte hier keine Kontakte knüpfen. Wir fuhren jedes (!!!) Wochenende zu meiner Familie. 
dann wurde ich schwanger, das Heimweh weniger und mittlerweile fahren wir einmal im Monat übers Wochenende zu meiner Familie. Das reicht mir aber auch

Hey lilaweisskariert,

Respekt, das ihr so ein Pensum fahrt, aber ich finde selbst einmal im Monat und das sozusagen als festgesetzte Regel für viel zu hoch. Ich stelle mir vor, dass ich an einen neuen Wohnort dann ziehe, wenn ich mir vorstellen kann, dass alles passt, ich mich wohlfühle und mir die Gegend genug Möglichkeiten für intellektuellen, kulturellen und sozialen Austausch bietet.

Und dann muss ich nicht -zwanghaft- x-mal im Monat / Quartal / Jahr für so und so lange in die Heimat - eben weil ich mich doch wohl fühle und alles habe.

Wenn man das ein paar mal im Jahr von mir aus für ein verlängertes Wochenende macht, ok! Bedenke, bei uns wäre ja auch immer ein Ferienhaus / Hotelaufenthalt nötig. Und das einmal im Monat? Plus Fahrt? Äh, nö, I don't think so.

Jedenfalls wäre das meine Erwartung an meine Partnerin. Was passiert denn, wenn es einfach mal nicht geht? (Kopf nicht frei, im Betrieb zu tun oder einfach mal platt und Ruhe tanken wollend) Gibt es dann Stress?

Ich halte das für eher kritisch, ein so hohes Besuchs-Pensum auf Dauer zu halten. 

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20. Dezember 2018 um 21:12

Alle 2-3 Monate für 1-2 Wochen zu den Eltern fahren?
Familienverbunden hin oder her!
Sie hat sich für ihren Freund entschieden und ist aus ihrem Dorf weggezogen.
Wenn sie ihre Eltern 2 -3 mal im Jahr für ein Wochenende besucht, sollte das reichen.
Wenn sie alle 2-3 Monate für 1-2 Wochen zu ihren Eltern fährt, dann ist ihr Jahresurlaub weg. Da ihr Freund wegen seiner Arbeit nicht auch so oft mit zu den Eltern fahren kann, sind sie zwar zusammen, aber leben quasi nicht miteinander. Denn wenn der Freund mal Urlaub machen will, dann muss er alleine fahren, weil seine Freundin dann ja keinen Urlaub mehr hat.
Und ich kann mir nicht vorstellen, dass ihr Freund es als erholsamen Urlaub ansieht, wenn er mit seiner Freundin zu ihren Eltern und ihren Freunden ins Dorf fährt.
Zumal sich ja ihre Freunde nicht gerade großartig bemühen, damit die Freundschaft bestehen bleibt. Oder - wo waren denn die ganzen Freunde an ihrem Geburtstag?

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20. Dezember 2018 um 21:18
In Antwort auf saskia81007

Alle 2-3 Monate für 1-2 Wochen zu den Eltern fahren?
Familienverbunden hin oder her!
Sie hat sich für ihren Freund entschieden und ist aus ihrem Dorf weggezogen.
Wenn sie ihre Eltern 2 -3 mal im Jahr für ein Wochenende besucht, sollte das reichen.
Wenn sie alle 2-3 Monate für 1-2 Wochen zu ihren Eltern fährt, dann ist ihr Jahresurlaub weg. Da ihr Freund wegen seiner Arbeit nicht auch so oft mit zu den Eltern fahren kann, sind sie zwar zusammen, aber leben quasi nicht miteinander. Denn wenn der Freund mal Urlaub machen will, dann muss er alleine fahren, weil seine Freundin dann ja keinen Urlaub mehr hat.
Und ich kann mir nicht vorstellen, dass ihr Freund es als erholsamen Urlaub ansieht, wenn er mit seiner Freundin zu ihren Eltern und ihren Freunden ins Dorf fährt.
Zumal sich ja ihre Freunde nicht gerade großartig bemühen, damit die Freundschaft bestehen bleibt. Oder - wo waren denn die ganzen Freunde an ihrem Geburtstag?

Und wenn iher Freunde/Eltern auch 2 - 3 Mal am Wochenende zu Besuch kommen, dann sieht man sich auch öfter .

Das ist eine Bringschuld genau so . Kann ja nicht angehen, dass immer nur der Eine diese Strecken auf sich nimmt .

Den Jahresurlaub im Herzen des Dorfes bei Freunden zu verbringen, die keinen Schritt in meine Richtung machen, würde ich sowieso nicht tun .

Allerdings wird das unfertige Haus eine gute Ausrede für die Zukunft sein, nehme ich an !

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20. Dezember 2018 um 21:39
In Antwort auf beulah_12891185

Und wenn iher Freunde/Eltern auch 2 - 3 Mal am Wochenende zu Besuch kommen, dann sieht man sich auch öfter .

Das ist eine Bringschuld genau so . Kann ja nicht angehen, dass immer nur der Eine diese Strecken auf sich nimmt .

Den Jahresurlaub im Herzen des Dorfes bei Freunden zu verbringen, die keinen Schritt in meine Richtung machen, würde ich sowieso nicht tun .

Allerdings wird das unfertige Haus eine gute Ausrede für die Zukunft sein, nehme ich an !

@Saskia und GeistUndSinn:

Eben, das ist es ja, nach ihren Vorstellungen sind das im Best-Case 4 Wochen im Jahr und im Worst-Case 12 Wochen im Jahr. Und schon beim Best-Case ist im Grunde der Jahresurlaub weg.

Wie ich schon geschrieben habe, würde ich schon gerne auch das eine oder andere verlängerte Wochenende oder - wenn überschaubar - auch MAL eine Woche dort verbringen, aber wie ihr schon geschrieben habt: Da ist halt nichts und die Gegend gibt auch nicht viel her. Allein schon dort hin zu fahren mit der Perspektive ist keine Erholung.

Meist war es sogar so die letzten Male, wenn wir dann Freitags abends hingefahren und um 22/23 Uhr angekommen sind, dass man halb tot ins Bett fällt, damit es am nächsten Tag gleich weiter geht und man am Sonntag völlig unentspannt wieder zurückkommt und dann streng genommen noch mal 1-2 Tage zur Erholung haben könnte.

Und das mit den Freunden / der Familie stimmt, wie GeistUndSinn mich zitierte: Von dort bemüht sich niemand: Die, die hier waren, waren hier, weil es sowieso Events hier gab, die man mal mitnehmen wollte und es sich anbot, dass wir hier extra dafür (habe ich für sie ganz kurzfristig und sehr feudal eingerichtet) ein Gästezimmer haben, das man dann nutzen kann und sich kein (teures) Hotel nehmen muss. 

Sonst kam nie etwas. Ich höre es oft, wie sie zu dem einen und anderen sagt: "Ja, also wenn ihr mal Zeit habtm, kommt gerne mal zu uns, wir würden uns sehr freuen". Dann kommt immer so ein "Ja ja, klar, gerne."  Und das war es dann.

Ich vermute, in 2019 wird sich das auch nicht ändern.

@Saskia:

Ich finde das auch, wenn man 2-3 mal im Jahr einplant und dann von mir aus jeweils für ein verlängertes Wochenende und damit ein paar Tage mehr, hätte ich gar kein Problem damit und würde mich sogar darauf freuen. Oder 2-3 fixe Termine im Jahr (Ostern, Sommer/Herbst und abwechselnd Weihnachten oder so irgendwie) würde ich das auch toll finden. 

Geht aber nicht bei ihr. Stell auf Stur und wenn wir drüber reden - ach wenn ich es mit Kompromissen und Sachlichkeit versuche - knallt das und es wird wieder die alte Spur gefahren (ich bin ja schon zu dir gekommen, ich bin weg gezogen, warum sollten die mir hinzterherfahren, usw.)

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20. Dezember 2018 um 21:47
In Antwort auf askme

Liebe Community,
ich bin neu hier, habe auch schon ohne konkret Mitglied zu sein über das eine oder andere Thema hier gelesen und mich deswegen entschieden, mich mit meinem Thema einfach mal hier anzumelden.

Zu meinem Thema:

Ich bin 35 Jahre alt und habe im Mai 2017 meine Freundin (sie ist jetzt 31 Jahre alt) über das Internet kennengelernt. Wir haben in einer Distanz von 350 KM entfernt in unterschiedlichen Bundesländern gewohnt und recht genau 7 Monate eine Fernbeziehung geführt. Wir beide haben bereits Immobilien-Eigentum, wobei es so ist, dass meine Freundin finanziell gerade so gestellt ist, dass sie sich vor meiner Zeit gerade so den Abtrag leisten konnte und neben ihrem Full-Time-Job teilweise noch abends gejobbt hat, um sich mal einen Party- oder Disco-Besuch leisten zu können. Geld für Lifestyle war nie drin. Auch hat sie sich sonst nie etwas Nennenswertes leisten können und alles so ziemlich auf Sparflamme gehalten.

Bei mir ist das ein wenig anders: Ich bin unternehmerisch tätig, bin finanziell ziemlich gut aufgestellt und kann mir ein recht komfortables Leben leisten.

Nach einiger Zeit Beziehung kam natürlich die Frage nach der Zukunft auf. Sie ist sehr familiär, hat (zu der Zeit) ein recht cliquenhaftes Freundschaftsleben mit vielen Bekannten / Freunden, etc. geführt. Da war die Frage nach dem „wo denn dann“ zunächst nicht einfach, weil sie natürlich recht Heimat-verbunden war. Ich würde jetzt nicht sagen, dass ich nicht familiär bin (ich habe einen sehr guten Kontakt zu meiner Familie), aber bei uns in meiner Familie wird eben lange nicht so ein Kult betrieben, wie in ihrer Familie, wo man sich wegen jedem noch so kleinen Event irgendwie trifft und ne riesen Nummer draus macht. Mein echter Freundeskreis ist gar nicht sooo viel kleiner als ihr Freundeskreis, aber bei mir beschränkt sich das auf eine Hand voll Leute, die ich ab und an im Jahr mal sehe und gut ist. Da wird nicht so ein permanenter WhatsApp-Kult betrieben wie bei ihr, wo alle naselang eine Nachricht von irgendwem wegen irgendwas aus der (alten, schwindenden) Clique.

(Eigentlich) wollen wir beide auch mal Nachwuchs haben.

Da es so ist, dass ihre Immobilie recht klein ist und auch nur das EG ausgebaut ist (Dachgeschoss und Keller sind Rohbauten (bzw. sanierungsbedürftig, weil Haus aus den 1960ern)) – und ich eben eine recht große Immobilie, alles tip top, neuwertig und sehr familiengeeignet (alleine 3 Kinderzimmer), haben wir uns dann entschlossen, dass Sie zu mir zieht.

Also haben wir uns dann auf Jobsuche begeben und sie hat direkt bei der ersten Bewerbung 8KM von meinem Haus entfernt einen besser bezahlten Job gefunden, als sie ihn vorher hatte. Seit dem 01.01.2018 wohnen wir auch bei mir zusammen, sie hat ihren Hauptwohnsitz geändert und geht hier ihrem Job nach, wo man sie auch akzeptiert und wo sie wohl auch einen guten Eindruck hinterlassen hat.

Das war der Background für euch, nun kommt aber mein eigentliches Thema:

Wir hatten ursprünglich mal das Ziel, ihr Haus entweder als Ferienhaus oder als festvermietete Immobilie anzubieten, damit sie von ihren Kosten herunterkommt – da es aktuell einfach so unbewohnt herumsteht und keine Einnahmen erwirtschaftet. Ich muss dazu sagen, dass es anfangs eher so war, dass sie das Ding als Ferienhaus anbieten wollte, weil sie damals noch ziemliche „Trennungsängste“ von ihrer Heimat hatte und einfach so einen Rückzugsort haben wollte (sozusagen als Rückanker für den Fall, dass es bei uns nicht gut läuft). Das habe ich auch verstanden und ihr deswegen angeboten, dass sie ihr volles Gehalt wirklich zu 100% behalten kann und ich alles, aber wirklich alles für unser Leben in ihrer neuen Heimat bezahle (Essen, Trinken, Essen gehen, Party, Freizeit, einfach alles, was man zum Leben braucht). Da sie nicht wollte (was ich verstehe), dass ich ihr bei ihrer Immobilie bzgl. des Um- und Ausbaus finanziell unter die Arme greife, war mein Gedanke, dass sie ja dann schneller alleine vorankommt, wenn sie ihr volles Gehalt 1:1 in den Um- und Ausbau der Immobilie zwecks (wie auch immer gearteter) Vermietung investieren kann.
Seitdem ist 1 Jahr vergangen und wir haben eine neue Eingangstreppe sowie eine (eigentlich nicht notwendige) neue Auffahrt errichten lassen. Im Haus ist gar nichts passiert. Über das Jahr sind wir beide bis in den Juli hinein alle 14 Tage über das Wochenende von (meist) Freitag – Sonntag in ihre alte Heimat gefahren. Dann wurde mir das so langsam zu viel und ich habe mich dann soweit ausgeklinkt und dann „nur noch“ eine Taufe im August und an 2! aufeinanderfolgenden Wochenenden stattfindenden Hochzeiten teilgenommen.

Rund um ihren Geburtstag im November hat sie sich über eine Woche Urlaub genommen und war 10 Tage weg und nun über Weihnachten fährt Sie am 1. Weihnachtstag weg und kommt erst Neujahr abends wieder, weil sie bei Freunden Silvester feiert. Ich muss zwischen den Feiertagen Termine wahrnehmen, werde mich zwar bemühen, schnell nachzukommen, kann aber eben nicht die volle Zeit zwischen den Feiertagen dabei sein.

Nun ist es so, dass in der Zwischenzeit die eine oder andere alte Freundin oder Bekannte aus ihrem alten Kreis und auch welche aus meinem Kreis schwanger geworden sind. Da kam sie dann irgendwann auf mich zu und meinte, sie wolle allerspätestens Ende nächsten Jahres loslegen (das hat jobtechnische Gründe wegen Probezeit und so) und wie ich das dann sehen würde, wenn sie in Mutterschutz und Elternzeit so alle 2-3 Monate für 1-2 Wochen in ihre alte Heimat fahren würde. Sie würde mich natürlich gerne dabei haben, aber wenn das nicht ginge, wie ich das dann sehen würde. Ende nächsten Jahres ist für sie Ultimatum, wenn ich dann nicht will, ist Schluss und sie will wieder weg ziehen (sagt sie zumindest).

Das hat mich ganz schön geschockt und ich war nicht einverstanden.

Mal abgesehen davon, dass sie aktuell wegen der nicht vermieteten Bude, die sie immer noch komplett finanziert und nichts übrig hat von Ihrem für Ausbau und Sanierung, nicht mal Nennenswertes zum Leben (Ende nicht in Sicht), müsste man dann ja die Frage nach einer Bleibe klären:

Vermietet sich nicht, hat sie keine Einnahmen (und kann die Bude streng genommen wegen der reduzierten Bezüge dann auch nicht mal halten), aber theoretisch eine Bleibe. Vermietet Sie, wäre die finanzielle Thematik auf ihrer Seite entspannter, aber dann müsste sie für 1-2 Wochen!! eine Ferienunterkunft oder ein Hotel mieten oder versuchen, bei ihren Eltern auf dem Hof unterzukommen (Kompromiss und nicht schön, da keine Privatsphäre, wie sie selber sagt).

Ich verstehe, dass die Familie wichtig ist, aber auf die Distanz in der Häufigkeit und diesem Zwang (es ist bei ihr tatsächlich so, dass da ein gewisser familiärer Zwang herrscht, an bestimmten Ereignissen teilzunehmen und sie ein tierisch schlechtes Gewissen hat, wenn das mal nicht geht (z.B. weil sie keinen Urlaub bekommt)).

Sie sagt, sie will sich nicht einschränken lassen, wann sie wie lange zur Familie fährt. Ich kann das zwar so ganz grundsätzlich verstehen, sehe es aber so, dass sie ja ihre neue Heimat gewählt hat und wir beide uns schlussendlich einen neuen Kreis aufbauen müssen, mit dem wir durchs Leben gehen.

Und dafür brauchen wir Zeit. Ich habe dieses Jahr einige Ereignisse alleine mit Freunden und Familie durchlebt, weil sie wieder in ihrer alten Heimat war.
 
Ich sehe das so, dass man irgendwie eine Mitte finden muss und der eine auf den anderen ein Stück weit zugehen muss. Sie argumentiert jetzt so, dass sie ja schon das „Opfer gebracht hat“, zu mir zu ziehen und ja schon die meiste Zeit im Jahr nicht mehr in ihrer alten Heimat ist. Mich kränkt diese Aussage aus zwei Gründen:

Erstens ist es so, dass sie durch unseren Zusammenzug sicher ihre Freunde und Familie etwas in den Hintergrund stellen musste, aber sie a.) ein deutlich komfortableres Leben genießt und b.) einen Mann gefunden hat, der sie wirklich liebt und der auch grundsätzlich bereit ist, mit ihr eine Familie zu Gründen. Immerhin war das ja damals der Grund, warum es uns beide ins Internet auf Dating-Plattformen getrieben hat, um eben genau diesen Gegenpart zu finden. Deswegen finde es sehr kränkend, von einem „Opfer“ zu sprechen.
Ich habe ihr deswegen vorgeschlagen, wir könnten uns doch einen Zeitstrahl machen, der von Januar bis Dezember geht und dann mal schauen, welche Termine ihr da so wichtig sind, dass sie da gerne in ihrer alten Heimat sein möchte. Ich hatte z.B. an ganz grob definierte Ereignisse wie ein Osterfeuer, ein kleines Sommerfest, das ich für sie ausstatten würde und wo wir uns etwas mieten und alle dann kommen können sowie wenn es denn unbedingt sein muss, eben der Zeitraum rund um ihren Geburtstag im November.

Will sie nicht.

Jetzt ist es für nächstes Jahr auch schon wieder so: Ein paar Tage im April vor Ostern Urlaub genommen wegen Poleterabend und Hochzeit von Freunden da unten und 10 Tage im November rund um den Geburtstag. Das sind "erstmal" ihre vorläufigen fixen Termine. Und dann hat sie aktuell ja noch Freizeitkonto, was ja ihre Freizeit ist und nicht meine und da wolle sie dann eben auch des öfteren mal in die alte Heimat und ich könne schauen, ob es bei mir passt oder nicht (dann fährt sie auch alleine). Also voraussichtlich wieder X-Termine.

Es ist nicht so, dass ich immer an ihr dran hängen möchte oder will. Sie ist diverse Mal nach dem Juli diesem Jahres alleine in die alte Heimat gefahren und ich hatte kein Problem damit. Alles top.

Aber ich sehe auch, dass sie sich hier in der neuen Heimat kein neues Umfeld sucht. Sie singt gerne und würde gerne in eine Band. Danach sucht sie nicht. Sie würde gerne tanzen gehen mit mir. Geht aber nicht, weil sie oft Bereitschaft hat und ihr meist der Antrieb am Wochenende fehlt oder sie dann eben auch gerne mal weg ist. Und noch so viele weitere Beispiele.

Da ihre Mutter zwar grundsätzlich mobil ist, aber a.) nicht so gerne lange Strecken mit dem Auto fährt und b.) auf dem Bauernhof ihres Mannes (der Stiefvater von meiner Freundin) u.a. mitarbeitet (sie hat noch einen weiteren Job), konnten ihre Eltern und noch nie besuchen zusammen.

Ich habe deswegen einmal zur Mitte des Jahres heimlich Kontakt mit ihrer Mutter aufgenommen und dann vereinbart, dass ich sie an einem Freitag abhole und am darauffolgenden Dienstag wieder zurückbringe. Also bin ich an einem Freitag morgens losgefahren, habe sie geholt und meine Freundin dann überrascht, dass ihre Mutter über das Wochenende verlängert bei uns bleibt. Sie hat sich wahnsinnig gefreut.

Aber sonst hat uns niemand aus ihrer Familie besucht. Immer nur wir die da unten .

Klar, sowas mit Freundeskreis aufbauen dauert, aber ich habe vor folgenden Hintergründen große Sorgen mit dieser ständigen (und teils auch langen) Heim-Reiserei:

Es ist jetzt nicht so, dass ich ein Mensch bin, der keine sozialen Kontakte braucht oder hat (siehe oben), aber es ist bei mir eben so, dass, wenn ich meine Familie und oder Freunde viele Monate nicht sehe, mir dann nichts fehlt, WEIL ich ja meinen sozialen und emotionalen Gegenpol in meiner Freundin gefunden habe:

Ich könnte wochenlang mit ihr im Haus eingeschlossen sein und bräuchte nichts links und rechts neben mir (jetzt etwas abstrakt formuliert, aber ihr versteht sicher, was ich damit zum Ausdruck bringen will).

Ich frage mich, wie das laufen soll, wenn sie schwanger ist oder der Nachwuchs gerade frisch auf der Welt ist. Was macht sie bei Schwangerschaftsdepressionen, wenn ich grad mal nicht da bin? Oder bei sonst wie gelagerten Themen, wenn ich gerade mal nicht sofort einsatzbereit bin. Ich weiß wohl, dass meine Mutter (die nur knapp 10 Km entfernt wohnt) kein Ersatz sein kann für ihre Mutter. Aber dann hochschwanger oder frisch entbunden 350 Km fahren ? Und dann dauerhaft?

Vor allem, wie geht man damit um, wenn jemand scheinbar eine so starke familiäre Bringschuld zu haben meint? Ich meine ja sowieso, dass man in Mutterschutz und Elternzeit wohl andere Themen hat, als ewig zig Kilometer zu fahren, um die Familie zu bespaßen, aber nehmen wir mal von ihren Vorstellungen (siehe oben) den Best-Case, alle 3 Monate für 1 Woche.

Das wären 4 Wochen im Jahr da unten (neben den Zusatz-Events, die sie unbedingt haben muss). 4 Wochen wären so ziemlich mein ganzer Jahresurlaub. Und dann immer Sack, Pack und Kind(er) einpacken, Ferienwohnung beziehen, dort wieder Kühlschrank und Co. Einrichten, nur um da zu sein?


Bin auf eure Erfahrungen und Ratschläge gespannt.

Grüße,
euer AskMe
 
 

Familiengebunden hin oder her. Ich finde deine Partnerin ist geistig ganz weit davon entfernt Verantwortung für ein Kind übernehmen zu können. Diese emotionale Abhängigkeit gegenüber ihren Freunden und ihrer Familie nimmt wirklich ungesunde Maße an, die sich sogar auf dein Leben auswirken. Vor allem, da diese angeblich so tollen Menschen nicht einen Finger krumm machen, um deiner Partnerin entgegen zu kommen. Das ist doch niemals gesund, so heftig an anderen Menschen zu kletten und sein Leben komplett davon abhängig zu machen.
Sie soll mal besser anfangen eigenständig zu werden, denn alles was du über sie schreibst impliziert nur, dass sie ihr eigenes Leben nichtmal auf die Kette kriegt und DU permanent für ihre Unfähigkeit einbüßen musst. 
Mit 31 so drauf zu sein ist wirklich sehr besorgniserregend.

Mal ganz von dem Problem ihres Geisteszustandes abgesehen, scheint ihr völlig verschiedene Lebensstile zu pflegen und völlig unterschiedliche Vorstellungen zu haben. Das kann überhaupt nicht funktionieren. Vor allem nicht, weil sie es ja auch gar nicht einsieht und ihre Wünsche/Vorstellungen schon beinahe unrealistisch/unfair sind.
 

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20. Dezember 2018 um 21:52
In Antwort auf askme

@Saskia und GeistUndSinn:

Eben, das ist es ja, nach ihren Vorstellungen sind das im Best-Case 4 Wochen im Jahr und im Worst-Case 12 Wochen im Jahr. Und schon beim Best-Case ist im Grunde der Jahresurlaub weg.

Wie ich schon geschrieben habe, würde ich schon gerne auch das eine oder andere verlängerte Wochenende oder - wenn überschaubar - auch MAL eine Woche dort verbringen, aber wie ihr schon geschrieben habt: Da ist halt nichts und die Gegend gibt auch nicht viel her. Allein schon dort hin zu fahren mit der Perspektive ist keine Erholung.

Meist war es sogar so die letzten Male, wenn wir dann Freitags abends hingefahren und um 22/23 Uhr angekommen sind, dass man halb tot ins Bett fällt, damit es am nächsten Tag gleich weiter geht und man am Sonntag völlig unentspannt wieder zurückkommt und dann streng genommen noch mal 1-2 Tage zur Erholung haben könnte.

Und das mit den Freunden / der Familie stimmt, wie GeistUndSinn mich zitierte: Von dort bemüht sich niemand: Die, die hier waren, waren hier, weil es sowieso Events hier gab, die man mal mitnehmen wollte und es sich anbot, dass wir hier extra dafür (habe ich für sie ganz kurzfristig und sehr feudal eingerichtet) ein Gästezimmer haben, das man dann nutzen kann und sich kein (teures) Hotel nehmen muss. 

Sonst kam nie etwas. Ich höre es oft, wie sie zu dem einen und anderen sagt: "Ja, also wenn ihr mal Zeit habtm, kommt gerne mal zu uns, wir würden uns sehr freuen". Dann kommt immer so ein "Ja ja, klar, gerne."  Und das war es dann.

Ich vermute, in 2019 wird sich das auch nicht ändern.

@Saskia:

Ich finde das auch, wenn man 2-3 mal im Jahr einplant und dann von mir aus jeweils für ein verlängertes Wochenende und damit ein paar Tage mehr, hätte ich gar kein Problem damit und würde mich sogar darauf freuen. Oder 2-3 fixe Termine im Jahr (Ostern, Sommer/Herbst und abwechselnd Weihnachten oder so irgendwie) würde ich das auch toll finden. 

Geht aber nicht bei ihr. Stell auf Stur und wenn wir drüber reden - ach wenn ich es mit Kompromissen und Sachlichkeit versuche - knallt das und es wird wieder die alte Spur gefahren (ich bin ja schon zu dir gekommen, ich bin weg gezogen, warum sollten die mir hinzterherfahren, usw.)

Man merkt eben, wenn sich im eigenen Leben "etwas" verändert, wer mitzieht und wo der Eigenwert dann tatsächlich liegt . Das sind schmerzhafte Erfahrungen die bestimmt hier einige gemacht haben, dass die Freundschaft aus Kindertagen plötzlich durch eine Veränderung des eigenen Lebens plötzlich nicht mehr das war - was es schien .

Bleiben tun im Endeffekt diejenigen, welche sich, wie so schön von dir beschrieben sind, jene die sich einen Vorteil erhoffen - bei einem Event sich das Hotel sparen usw.

Ich denke das ist ein Prozess bis man selbst mal tatsächlich seinen Stellenwert bei sog. Freunden und Bekannten merkt und ihn auch durchsetzt .

Die einzige für die ich hier in dem ganzen Verlauf Verständnis aufbringe ist ihre Mutter, wenn sie auf dem Hof mitarbeiten muss, wo man auch nicht immer schnell mal weg kann, weil die Arbeit sich nicht von alleine machen lässt .

Den Rest verstehe ich nicht - ehrlich gesagt, allerdings kann ich dir getrost aus Erfahrung sagen, sie wird irgendwann daran nicht mehr festhalten - es ist ein Prozess und der geht nicht von Heute auf Morgen . Und es ist auch eine schmerzhafte Erfahrung, wenn man bemerkt, im Prinzip kann man auf solche Freunde getrost verzichten .

Ich hatte früher auch sehr viele Freundschaften, aber als sich in meinem Leben etwas verändert hat, sind schon die ersten abgesprungen . Der Rest folgte kurz und nach einer Trennung von meinem Ex (es war eine sehr lange Beziehung) .
Für meine Freunde habe ich alles möglich gemacht - ich war diejenige welche IMMER flexibel war und die einzige mit 2 Kindern .

Es gab dann keine Parties mehr, Übernachtungen umsonst, weil ich nach der Trennung gar nicht mehr den Platz gehabt hätte . Andere nahmen sich nicht mal die Zeit für 20 Minuten ins Auto zu steigen usw. Ist ja schön, wenn man sich an den gemachten Tisch setzen kann, keine Arbeit hat und man seinen Geburtstag ausgerichtet bekommt, weil "andere" wie ich doch vielmehr Zeit haben usw.

Irgendwie tut mir deine Freundin da leid, weil man an etwas festhält, das für die anderen gar nicht so "wichtig" ist .

Sie wird es über kurz oder lang bemerken, noch meint sie - wenn sie dorthin karrt, bleiben ihr total wichtige Menschen erhalten . Wenn sich ihr Leben noch einmal ändert, dann läuft sie an die Wand, wenn sie es nicht vorher schon bemerkt . 
 

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20. Dezember 2018 um 22:05
In Antwort auf askme

@Saskia und GeistUndSinn:

Eben, das ist es ja, nach ihren Vorstellungen sind das im Best-Case 4 Wochen im Jahr und im Worst-Case 12 Wochen im Jahr. Und schon beim Best-Case ist im Grunde der Jahresurlaub weg.

Wie ich schon geschrieben habe, würde ich schon gerne auch das eine oder andere verlängerte Wochenende oder - wenn überschaubar - auch MAL eine Woche dort verbringen, aber wie ihr schon geschrieben habt: Da ist halt nichts und die Gegend gibt auch nicht viel her. Allein schon dort hin zu fahren mit der Perspektive ist keine Erholung.

Meist war es sogar so die letzten Male, wenn wir dann Freitags abends hingefahren und um 22/23 Uhr angekommen sind, dass man halb tot ins Bett fällt, damit es am nächsten Tag gleich weiter geht und man am Sonntag völlig unentspannt wieder zurückkommt und dann streng genommen noch mal 1-2 Tage zur Erholung haben könnte.

Und das mit den Freunden / der Familie stimmt, wie GeistUndSinn mich zitierte: Von dort bemüht sich niemand: Die, die hier waren, waren hier, weil es sowieso Events hier gab, die man mal mitnehmen wollte und es sich anbot, dass wir hier extra dafür (habe ich für sie ganz kurzfristig und sehr feudal eingerichtet) ein Gästezimmer haben, das man dann nutzen kann und sich kein (teures) Hotel nehmen muss. 

Sonst kam nie etwas. Ich höre es oft, wie sie zu dem einen und anderen sagt: "Ja, also wenn ihr mal Zeit habtm, kommt gerne mal zu uns, wir würden uns sehr freuen". Dann kommt immer so ein "Ja ja, klar, gerne."  Und das war es dann.

Ich vermute, in 2019 wird sich das auch nicht ändern.

@Saskia:

Ich finde das auch, wenn man 2-3 mal im Jahr einplant und dann von mir aus jeweils für ein verlängertes Wochenende und damit ein paar Tage mehr, hätte ich gar kein Problem damit und würde mich sogar darauf freuen. Oder 2-3 fixe Termine im Jahr (Ostern, Sommer/Herbst und abwechselnd Weihnachten oder so irgendwie) würde ich das auch toll finden. 

Geht aber nicht bei ihr. Stell auf Stur und wenn wir drüber reden - ach wenn ich es mit Kompromissen und Sachlichkeit versuche - knallt das und es wird wieder die alte Spur gefahren (ich bin ja schon zu dir gekommen, ich bin weg gezogen, warum sollten die mir hinzterherfahren, usw.)

Wenn Deine Freundin argumentiert "warum sollten sie mir hinterherfahren? Ich bin doch diejenige, die weggezogen ist!" dann argumentiere Du mit folgenden Worten: Warum sie Dir hinterherfahren sollen? Sie sollen Dir ja gar nicht hinterher fahren! Aber wenn Du denen genauso viel bedeuten würdest, wie sie dir, dann würden sie freiwillig mal für ein verlängertes Wochenende vorbeikommen, um mit Dir Zeit zu verbringen!"

Ich habe eine sehr gute Freundin, die von einem anderen Koninent kommt. Ich freue mich jedes Mal, wenn sie bei mir zu besuch ist. Und sie freut sich jedes Mal, wenn ich sie besuche. Wir sehen uns ein paar mal im Jahr.
Es gibt aber auch Bekannte von mir, die kommen ein paar Mal im Jahr bei mir zu Besuch. Ein mal ist ja ok. Zwei mal ist auch noch ok. Aber irgendwann gehen sie mir dann auch auf den Wecker. Auch, weil wir uns unterschiedlich entwickelt haben. Der Kontakt ist auch weniger geworden. Und wenn wir uns dann tatsächlich mal sehen wollen, dann verabreden wir uns in der Stadt. Wenn sie dann übernachten wollen, nehmen sie sich ein Hotel.
Vielleicht ist das bei den Freunden Deiner Freundin ja genauso. Vielleicht fühlen sie sich auch schon genervt durch die ständigen Besuche Deiner Freundin. Sie sollte sich einmal überlegen, warum so wenige ihrer Freundinnen zu ihrem Geburtstag gratuleirt haben. Vielleicht fühlen sich die Freunde von Deiner Freundin auch genervt und kommen deswegen nicht zu ihr, um sie zu besuchen!!! Nur so ein kleiner Tipp!

Ich hoffe, Du wirst die richtige Entscheidung treffen!
Ich kenne Dich zwar nicht - aber durch das, was Du von Dir geschrieben hast, schätze ich Dich so ein, dass Du stolz auf das bist, was Du erreicht hast. Stolz auf Deinen Wohlstand und ein Leben in Luxus.
Ich kann mir schwer vorstellen, dass Du dauerhaftauf das jetzige Leben verzichten willst!
Du arbeitest bestimmt nicht so hart für Dein Geld, um es dann für Reisen auszugeben in eine Gegend zu fahren, wo die Menschen eher wegziehen als leben wollen. Um dann nach dem Wochenende total gestresst zur Arbeit zu gehen, ohne sich richtig zu erholen.
 

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21. Dezember 2018 um 8:57

Warum fällt das Urlaubsding raus? Sie ist dann vielleicht in Elternzeit, aber ich ja dann nicht (zumindest nicht die ganze Zeit). Und das ist ja genau der Knackpunkt: Ich will das ja gemeinsam mit ihr durch ziehen und nicht das Gefühl haben, dass ihr die Decke auf den Kopf fällt, wenn sie zu Hause ist und ich gerade auf der Arbeit bin.

Und dann kommt ja genau das, was andere hier auch schon geschrieben hat: Wenn Sie sich hier (ggf. zusammen mit mir) keinen neuen Kreis aufbaut, hockt sie alleine zu Hause und hat niemanden und weil meine Familie kein Ersatz für ihre Familie ist, geht der Teufelskreis dann los.

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21. Dezember 2018 um 10:23
In Antwort auf askme

Warum fällt das Urlaubsding raus? Sie ist dann vielleicht in Elternzeit, aber ich ja dann nicht (zumindest nicht die ganze Zeit). Und das ist ja genau der Knackpunkt: Ich will das ja gemeinsam mit ihr durch ziehen und nicht das Gefühl haben, dass ihr die Decke auf den Kopf fällt, wenn sie zu Hause ist und ich gerade auf der Arbeit bin.

Und dann kommt ja genau das, was andere hier auch schon geschrieben hat: Wenn Sie sich hier (ggf. zusammen mit mir) keinen neuen Kreis aufbaut, hockt sie alleine zu Hause und hat niemanden und weil meine Familie kein Ersatz für ihre Familie ist, geht der Teufelskreis dann los.

und nicht das Gefühl haben, dass ihr die Decke auf den Kopf fällt, wenn sie zu Hause ist und ich gerade auf der Arbeit bin.


Wenn deine Freundin eine ganze Dorfgemeinschaft um sich braucht, damit ihr während der Elternzeit nicht die Decke auf den Kopf fällt, sollte sie bloß nicht schwanger werden. 

Mal davon abgesehen, stelle ich mir die Frage, ob ihr plötzlicher Kinderwunsch nicht auch damit zusammenhängt, dass einige ihrer Freundinnen aus der alten Heimat momentan schwanger sind. Es liegt nun mal in der Natur, dass frischgebackene Mütter erst mal ganz andere Sorgen und Prioritäten haben, vielleicht eher die Nähe anderer Mütter suchen, mit denen man Gemeinsamkeiten teilen und sich austauschen kann, und kinderlose Freundinnen "zurückstecken" müssen. 

Ich schließe mich anderen Usern an, die dir dringend davon abraten, mit ihr ein Kind zu bekommen. 


--------

Deine Freundin muss einfach noch ein paar Mal von ihrem Freundeskreis enttäuscht werden, damit es dämmert. Das hört sich jetzt hart und böse an, aber anders wird sie sich nicht abnabeln können. 

Eine andere Frage: Wie hat deine Freundin nach der Geburtstagsenttäuschung reagiert, als du die Situation mit "aus den Augen, aus dem Sinn" kommentiert hast? Weist du sie darauf hin, dass ihre Freundschaft sehr einseitig sind? 

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21. Dezember 2018 um 10:42
In Antwort auf valieee

und nicht das Gefühl haben, dass ihr die Decke auf den Kopf fällt, wenn sie zu Hause ist und ich gerade auf der Arbeit bin.


Wenn deine Freundin eine ganze Dorfgemeinschaft um sich braucht, damit ihr während der Elternzeit nicht die Decke auf den Kopf fällt, sollte sie bloß nicht schwanger werden. 

Mal davon abgesehen, stelle ich mir die Frage, ob ihr plötzlicher Kinderwunsch nicht auch damit zusammenhängt, dass einige ihrer Freundinnen aus der alten Heimat momentan schwanger sind. Es liegt nun mal in der Natur, dass frischgebackene Mütter erst mal ganz andere Sorgen und Prioritäten haben, vielleicht eher die Nähe anderer Mütter suchen, mit denen man Gemeinsamkeiten teilen und sich austauschen kann, und kinderlose Freundinnen "zurückstecken" müssen. 

Ich schließe mich anderen Usern an, die dir dringend davon abraten, mit ihr ein Kind zu bekommen. 


--------

Deine Freundin muss einfach noch ein paar Mal von ihrem Freundeskreis enttäuscht werden, damit es dämmert. Das hört sich jetzt hart und böse an, aber anders wird sie sich nicht abnabeln können. 

Eine andere Frage: Wie hat deine Freundin nach der Geburtstagsenttäuschung reagiert, als du die Situation mit "aus den Augen, aus dem Sinn" kommentiert hast? Weist du sie darauf hin, dass ihre Freundschaft sehr einseitig sind? 

Hallo valieee,

zu der Frage, wie sie reagiert hat wegen des Geburtstages:

Sie war enttäuscht, aber weiß, dass ich Recht damit habe, will es sich aber nicht eingestehen. Sie lebt eine Bringschuld (siehe meine obigen Ausführungen: "Ich bin dich weggezogen, warum sollten die mir hinterherreisen", obwohl sie weiß, dass das ganze einseitig ist und sie kaum noch Leute sehen würde, wenn sie erwarten würden, dass auch die mal zu uns kommen. Ich glaube, das ist so eine Art Bindungs-/ Trennungsangst vom alten Leben.

Ja klar weise ich sie darauf hin, dass es immer von ihrer Seite aus kommen muss, aber du ahnst sicher, wie jemand reagiert, der diese Bringschuld so krass im Kopf hat und der so gerne in seinem alten Umfeld ist. Die Konsequenz wäre ja zu sagen: "Ok, das habe ich erkannt, dann drehe ich mal ein paar Stufen zurück und warte, wer sich meldet (Familie eingeschlossen)". Das würde aber eben auch bedeuten, dass sie erheblich weniger da runter kommen würde. Wahrscheinlich so in der Häufigkeit, die Saskia als normal tituliert hat. Aber damit hat sie ein panikhaftes Problem, weil sie sich dann eingesperrt fühlt

@Saskia:

Genau diese Worte habe ich schon gefunden (und viiieeellee weitere), deswegen binde ich deinen Kommentar an dieser Stelle ein. Es sollte ja eine gegenseitige Wertschätzung sein. Ist sie aber nicht. Und weil das so ist, muss sie sich bemühen, sonst sieht sie die Leute nicht mehr oder eben nur noch ganz, ganz selten. Und davor hat sie Angst / will es (noch) nicht zulassen.
 

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21. Dezember 2018 um 10:53

Wie ist denn das Selbstbewusstsein deiner Freundin? So wie du ihr Verhalten beschreibst, geht das meines Erachtens über eine normale Trennungsangst hinaus.

Sie sucht ja krampfhaft die Nähe von Menschen, die ihr viel wichtiger sind als sie ihnen und ist dafür sogar bereit, euer gemeinsames Leben zu gefährden. Selbst wenn ihr jetzt eure Zelte komplett abbrechen und in ihre alte Heimat ziehen würdet, wären ja diese Freundschaften immer noch einseitig - nur dass dieser Umstand dann weniger auffallen würde. Und dennoch hält sie an ihnen fest und würde auch an ihnen festhalten, wenn sie jemals zurückkehren sollte. 

Kann es sein, dass ihr Selbstwertgefühl so miserabel ist, dass sie vielleicht Angst hat oder es ihr zumindest sehr schwer fällt, neue Kontakte zu knüpfen?

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21. Dezember 2018 um 10:53
In Antwort auf askme

Liebe Community,
ich bin neu hier, habe auch schon ohne konkret Mitglied zu sein über das eine oder andere Thema hier gelesen und mich deswegen entschieden, mich mit meinem Thema einfach mal hier anzumelden.

Zu meinem Thema:

Ich bin 35 Jahre alt und habe im Mai 2017 meine Freundin (sie ist jetzt 31 Jahre alt) über das Internet kennengelernt. Wir haben in einer Distanz von 350 KM entfernt in unterschiedlichen Bundesländern gewohnt und recht genau 7 Monate eine Fernbeziehung geführt. Wir beide haben bereits Immobilien-Eigentum, wobei es so ist, dass meine Freundin finanziell gerade so gestellt ist, dass sie sich vor meiner Zeit gerade so den Abtrag leisten konnte und neben ihrem Full-Time-Job teilweise noch abends gejobbt hat, um sich mal einen Party- oder Disco-Besuch leisten zu können. Geld für Lifestyle war nie drin. Auch hat sie sich sonst nie etwas Nennenswertes leisten können und alles so ziemlich auf Sparflamme gehalten.

Bei mir ist das ein wenig anders: Ich bin unternehmerisch tätig, bin finanziell ziemlich gut aufgestellt und kann mir ein recht komfortables Leben leisten.

Nach einiger Zeit Beziehung kam natürlich die Frage nach der Zukunft auf. Sie ist sehr familiär, hat (zu der Zeit) ein recht cliquenhaftes Freundschaftsleben mit vielen Bekannten / Freunden, etc. geführt. Da war die Frage nach dem „wo denn dann“ zunächst nicht einfach, weil sie natürlich recht Heimat-verbunden war. Ich würde jetzt nicht sagen, dass ich nicht familiär bin (ich habe einen sehr guten Kontakt zu meiner Familie), aber bei uns in meiner Familie wird eben lange nicht so ein Kult betrieben, wie in ihrer Familie, wo man sich wegen jedem noch so kleinen Event irgendwie trifft und ne riesen Nummer draus macht. Mein echter Freundeskreis ist gar nicht sooo viel kleiner als ihr Freundeskreis, aber bei mir beschränkt sich das auf eine Hand voll Leute, die ich ab und an im Jahr mal sehe und gut ist. Da wird nicht so ein permanenter WhatsApp-Kult betrieben wie bei ihr, wo alle naselang eine Nachricht von irgendwem wegen irgendwas aus der (alten, schwindenden) Clique.

(Eigentlich) wollen wir beide auch mal Nachwuchs haben.

Da es so ist, dass ihre Immobilie recht klein ist und auch nur das EG ausgebaut ist (Dachgeschoss und Keller sind Rohbauten (bzw. sanierungsbedürftig, weil Haus aus den 1960ern)) – und ich eben eine recht große Immobilie, alles tip top, neuwertig und sehr familiengeeignet (alleine 3 Kinderzimmer), haben wir uns dann entschlossen, dass Sie zu mir zieht.

Also haben wir uns dann auf Jobsuche begeben und sie hat direkt bei der ersten Bewerbung 8KM von meinem Haus entfernt einen besser bezahlten Job gefunden, als sie ihn vorher hatte. Seit dem 01.01.2018 wohnen wir auch bei mir zusammen, sie hat ihren Hauptwohnsitz geändert und geht hier ihrem Job nach, wo man sie auch akzeptiert und wo sie wohl auch einen guten Eindruck hinterlassen hat.

Das war der Background für euch, nun kommt aber mein eigentliches Thema:

Wir hatten ursprünglich mal das Ziel, ihr Haus entweder als Ferienhaus oder als festvermietete Immobilie anzubieten, damit sie von ihren Kosten herunterkommt – da es aktuell einfach so unbewohnt herumsteht und keine Einnahmen erwirtschaftet. Ich muss dazu sagen, dass es anfangs eher so war, dass sie das Ding als Ferienhaus anbieten wollte, weil sie damals noch ziemliche „Trennungsängste“ von ihrer Heimat hatte und einfach so einen Rückzugsort haben wollte (sozusagen als Rückanker für den Fall, dass es bei uns nicht gut läuft). Das habe ich auch verstanden und ihr deswegen angeboten, dass sie ihr volles Gehalt wirklich zu 100% behalten kann und ich alles, aber wirklich alles für unser Leben in ihrer neuen Heimat bezahle (Essen, Trinken, Essen gehen, Party, Freizeit, einfach alles, was man zum Leben braucht). Da sie nicht wollte (was ich verstehe), dass ich ihr bei ihrer Immobilie bzgl. des Um- und Ausbaus finanziell unter die Arme greife, war mein Gedanke, dass sie ja dann schneller alleine vorankommt, wenn sie ihr volles Gehalt 1:1 in den Um- und Ausbau der Immobilie zwecks (wie auch immer gearteter) Vermietung investieren kann.
Seitdem ist 1 Jahr vergangen und wir haben eine neue Eingangstreppe sowie eine (eigentlich nicht notwendige) neue Auffahrt errichten lassen. Im Haus ist gar nichts passiert. Über das Jahr sind wir beide bis in den Juli hinein alle 14 Tage über das Wochenende von (meist) Freitag – Sonntag in ihre alte Heimat gefahren. Dann wurde mir das so langsam zu viel und ich habe mich dann soweit ausgeklinkt und dann „nur noch“ eine Taufe im August und an 2! aufeinanderfolgenden Wochenenden stattfindenden Hochzeiten teilgenommen.

Rund um ihren Geburtstag im November hat sie sich über eine Woche Urlaub genommen und war 10 Tage weg und nun über Weihnachten fährt Sie am 1. Weihnachtstag weg und kommt erst Neujahr abends wieder, weil sie bei Freunden Silvester feiert. Ich muss zwischen den Feiertagen Termine wahrnehmen, werde mich zwar bemühen, schnell nachzukommen, kann aber eben nicht die volle Zeit zwischen den Feiertagen dabei sein.

Nun ist es so, dass in der Zwischenzeit die eine oder andere alte Freundin oder Bekannte aus ihrem alten Kreis und auch welche aus meinem Kreis schwanger geworden sind. Da kam sie dann irgendwann auf mich zu und meinte, sie wolle allerspätestens Ende nächsten Jahres loslegen (das hat jobtechnische Gründe wegen Probezeit und so) und wie ich das dann sehen würde, wenn sie in Mutterschutz und Elternzeit so alle 2-3 Monate für 1-2 Wochen in ihre alte Heimat fahren würde. Sie würde mich natürlich gerne dabei haben, aber wenn das nicht ginge, wie ich das dann sehen würde. Ende nächsten Jahres ist für sie Ultimatum, wenn ich dann nicht will, ist Schluss und sie will wieder weg ziehen (sagt sie zumindest).

Das hat mich ganz schön geschockt und ich war nicht einverstanden.

Mal abgesehen davon, dass sie aktuell wegen der nicht vermieteten Bude, die sie immer noch komplett finanziert und nichts übrig hat von Ihrem für Ausbau und Sanierung, nicht mal Nennenswertes zum Leben (Ende nicht in Sicht), müsste man dann ja die Frage nach einer Bleibe klären:

Vermietet sich nicht, hat sie keine Einnahmen (und kann die Bude streng genommen wegen der reduzierten Bezüge dann auch nicht mal halten), aber theoretisch eine Bleibe. Vermietet Sie, wäre die finanzielle Thematik auf ihrer Seite entspannter, aber dann müsste sie für 1-2 Wochen!! eine Ferienunterkunft oder ein Hotel mieten oder versuchen, bei ihren Eltern auf dem Hof unterzukommen (Kompromiss und nicht schön, da keine Privatsphäre, wie sie selber sagt).

Ich verstehe, dass die Familie wichtig ist, aber auf die Distanz in der Häufigkeit und diesem Zwang (es ist bei ihr tatsächlich so, dass da ein gewisser familiärer Zwang herrscht, an bestimmten Ereignissen teilzunehmen und sie ein tierisch schlechtes Gewissen hat, wenn das mal nicht geht (z.B. weil sie keinen Urlaub bekommt)).

Sie sagt, sie will sich nicht einschränken lassen, wann sie wie lange zur Familie fährt. Ich kann das zwar so ganz grundsätzlich verstehen, sehe es aber so, dass sie ja ihre neue Heimat gewählt hat und wir beide uns schlussendlich einen neuen Kreis aufbauen müssen, mit dem wir durchs Leben gehen.

Und dafür brauchen wir Zeit. Ich habe dieses Jahr einige Ereignisse alleine mit Freunden und Familie durchlebt, weil sie wieder in ihrer alten Heimat war.
 
Ich sehe das so, dass man irgendwie eine Mitte finden muss und der eine auf den anderen ein Stück weit zugehen muss. Sie argumentiert jetzt so, dass sie ja schon das „Opfer gebracht hat“, zu mir zu ziehen und ja schon die meiste Zeit im Jahr nicht mehr in ihrer alten Heimat ist. Mich kränkt diese Aussage aus zwei Gründen:

Erstens ist es so, dass sie durch unseren Zusammenzug sicher ihre Freunde und Familie etwas in den Hintergrund stellen musste, aber sie a.) ein deutlich komfortableres Leben genießt und b.) einen Mann gefunden hat, der sie wirklich liebt und der auch grundsätzlich bereit ist, mit ihr eine Familie zu Gründen. Immerhin war das ja damals der Grund, warum es uns beide ins Internet auf Dating-Plattformen getrieben hat, um eben genau diesen Gegenpart zu finden. Deswegen finde es sehr kränkend, von einem „Opfer“ zu sprechen.
Ich habe ihr deswegen vorgeschlagen, wir könnten uns doch einen Zeitstrahl machen, der von Januar bis Dezember geht und dann mal schauen, welche Termine ihr da so wichtig sind, dass sie da gerne in ihrer alten Heimat sein möchte. Ich hatte z.B. an ganz grob definierte Ereignisse wie ein Osterfeuer, ein kleines Sommerfest, das ich für sie ausstatten würde und wo wir uns etwas mieten und alle dann kommen können sowie wenn es denn unbedingt sein muss, eben der Zeitraum rund um ihren Geburtstag im November.

Will sie nicht.

Jetzt ist es für nächstes Jahr auch schon wieder so: Ein paar Tage im April vor Ostern Urlaub genommen wegen Poleterabend und Hochzeit von Freunden da unten und 10 Tage im November rund um den Geburtstag. Das sind "erstmal" ihre vorläufigen fixen Termine. Und dann hat sie aktuell ja noch Freizeitkonto, was ja ihre Freizeit ist und nicht meine und da wolle sie dann eben auch des öfteren mal in die alte Heimat und ich könne schauen, ob es bei mir passt oder nicht (dann fährt sie auch alleine). Also voraussichtlich wieder X-Termine.

Es ist nicht so, dass ich immer an ihr dran hängen möchte oder will. Sie ist diverse Mal nach dem Juli diesem Jahres alleine in die alte Heimat gefahren und ich hatte kein Problem damit. Alles top.

Aber ich sehe auch, dass sie sich hier in der neuen Heimat kein neues Umfeld sucht. Sie singt gerne und würde gerne in eine Band. Danach sucht sie nicht. Sie würde gerne tanzen gehen mit mir. Geht aber nicht, weil sie oft Bereitschaft hat und ihr meist der Antrieb am Wochenende fehlt oder sie dann eben auch gerne mal weg ist. Und noch so viele weitere Beispiele.

Da ihre Mutter zwar grundsätzlich mobil ist, aber a.) nicht so gerne lange Strecken mit dem Auto fährt und b.) auf dem Bauernhof ihres Mannes (der Stiefvater von meiner Freundin) u.a. mitarbeitet (sie hat noch einen weiteren Job), konnten ihre Eltern und noch nie besuchen zusammen.

Ich habe deswegen einmal zur Mitte des Jahres heimlich Kontakt mit ihrer Mutter aufgenommen und dann vereinbart, dass ich sie an einem Freitag abhole und am darauffolgenden Dienstag wieder zurückbringe. Also bin ich an einem Freitag morgens losgefahren, habe sie geholt und meine Freundin dann überrascht, dass ihre Mutter über das Wochenende verlängert bei uns bleibt. Sie hat sich wahnsinnig gefreut.

Aber sonst hat uns niemand aus ihrer Familie besucht. Immer nur wir die da unten .

Klar, sowas mit Freundeskreis aufbauen dauert, aber ich habe vor folgenden Hintergründen große Sorgen mit dieser ständigen (und teils auch langen) Heim-Reiserei:

Es ist jetzt nicht so, dass ich ein Mensch bin, der keine sozialen Kontakte braucht oder hat (siehe oben), aber es ist bei mir eben so, dass, wenn ich meine Familie und oder Freunde viele Monate nicht sehe, mir dann nichts fehlt, WEIL ich ja meinen sozialen und emotionalen Gegenpol in meiner Freundin gefunden habe:

Ich könnte wochenlang mit ihr im Haus eingeschlossen sein und bräuchte nichts links und rechts neben mir (jetzt etwas abstrakt formuliert, aber ihr versteht sicher, was ich damit zum Ausdruck bringen will).

Ich frage mich, wie das laufen soll, wenn sie schwanger ist oder der Nachwuchs gerade frisch auf der Welt ist. Was macht sie bei Schwangerschaftsdepressionen, wenn ich grad mal nicht da bin? Oder bei sonst wie gelagerten Themen, wenn ich gerade mal nicht sofort einsatzbereit bin. Ich weiß wohl, dass meine Mutter (die nur knapp 10 Km entfernt wohnt) kein Ersatz sein kann für ihre Mutter. Aber dann hochschwanger oder frisch entbunden 350 Km fahren ? Und dann dauerhaft?

Vor allem, wie geht man damit um, wenn jemand scheinbar eine so starke familiäre Bringschuld zu haben meint? Ich meine ja sowieso, dass man in Mutterschutz und Elternzeit wohl andere Themen hat, als ewig zig Kilometer zu fahren, um die Familie zu bespaßen, aber nehmen wir mal von ihren Vorstellungen (siehe oben) den Best-Case, alle 3 Monate für 1 Woche.

Das wären 4 Wochen im Jahr da unten (neben den Zusatz-Events, die sie unbedingt haben muss). 4 Wochen wären so ziemlich mein ganzer Jahresurlaub. Und dann immer Sack, Pack und Kind(er) einpacken, Ferienwohnung beziehen, dort wieder Kühlschrank und Co. Einrichten, nur um da zu sein?


Bin auf eure Erfahrungen und Ratschläge gespannt.

Grüße,
euer AskMe
 
 

Du bist der reiche Märchenprinz und sie ist das arme aber undankbare Aschenputtel, das sich von ihrer gewohnten Umgebung einfach nicht lösen will, warum auch immer?
Ich sehe da keine Zukunft, weil du zuviel investieren musst, dass sie damit einigermaßen zufrieden ist.
Willst du für den Rest deines Lebens so eine schwierige Freundin an deiner Seite haben?
Sollten Kinder in die Welt gesetzt werden, wird es noch viel mehr Einschränkungen geben, als jetzt schon, die Kinder werden dann für ihre Wünsche vorgeschoben, da bleibt dir
kein Spielraum mehr übrig und sie tanzt dir auf der Nase rum.
Ich würde sie jetzt verlassen, weil mir das zu umständlich ist.

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21. Dezember 2018 um 11:00
In Antwort auf askme

Liebe Community,
ich bin neu hier, habe auch schon ohne konkret Mitglied zu sein über das eine oder andere Thema hier gelesen und mich deswegen entschieden, mich mit meinem Thema einfach mal hier anzumelden.

Zu meinem Thema:

Ich bin 35 Jahre alt und habe im Mai 2017 meine Freundin (sie ist jetzt 31 Jahre alt) über das Internet kennengelernt. Wir haben in einer Distanz von 350 KM entfernt in unterschiedlichen Bundesländern gewohnt und recht genau 7 Monate eine Fernbeziehung geführt. Wir beide haben bereits Immobilien-Eigentum, wobei es so ist, dass meine Freundin finanziell gerade so gestellt ist, dass sie sich vor meiner Zeit gerade so den Abtrag leisten konnte und neben ihrem Full-Time-Job teilweise noch abends gejobbt hat, um sich mal einen Party- oder Disco-Besuch leisten zu können. Geld für Lifestyle war nie drin. Auch hat sie sich sonst nie etwas Nennenswertes leisten können und alles so ziemlich auf Sparflamme gehalten.

Bei mir ist das ein wenig anders: Ich bin unternehmerisch tätig, bin finanziell ziemlich gut aufgestellt und kann mir ein recht komfortables Leben leisten.

Nach einiger Zeit Beziehung kam natürlich die Frage nach der Zukunft auf. Sie ist sehr familiär, hat (zu der Zeit) ein recht cliquenhaftes Freundschaftsleben mit vielen Bekannten / Freunden, etc. geführt. Da war die Frage nach dem „wo denn dann“ zunächst nicht einfach, weil sie natürlich recht Heimat-verbunden war. Ich würde jetzt nicht sagen, dass ich nicht familiär bin (ich habe einen sehr guten Kontakt zu meiner Familie), aber bei uns in meiner Familie wird eben lange nicht so ein Kult betrieben, wie in ihrer Familie, wo man sich wegen jedem noch so kleinen Event irgendwie trifft und ne riesen Nummer draus macht. Mein echter Freundeskreis ist gar nicht sooo viel kleiner als ihr Freundeskreis, aber bei mir beschränkt sich das auf eine Hand voll Leute, die ich ab und an im Jahr mal sehe und gut ist. Da wird nicht so ein permanenter WhatsApp-Kult betrieben wie bei ihr, wo alle naselang eine Nachricht von irgendwem wegen irgendwas aus der (alten, schwindenden) Clique.

(Eigentlich) wollen wir beide auch mal Nachwuchs haben.

Da es so ist, dass ihre Immobilie recht klein ist und auch nur das EG ausgebaut ist (Dachgeschoss und Keller sind Rohbauten (bzw. sanierungsbedürftig, weil Haus aus den 1960ern)) – und ich eben eine recht große Immobilie, alles tip top, neuwertig und sehr familiengeeignet (alleine 3 Kinderzimmer), haben wir uns dann entschlossen, dass Sie zu mir zieht.

Also haben wir uns dann auf Jobsuche begeben und sie hat direkt bei der ersten Bewerbung 8KM von meinem Haus entfernt einen besser bezahlten Job gefunden, als sie ihn vorher hatte. Seit dem 01.01.2018 wohnen wir auch bei mir zusammen, sie hat ihren Hauptwohnsitz geändert und geht hier ihrem Job nach, wo man sie auch akzeptiert und wo sie wohl auch einen guten Eindruck hinterlassen hat.

Das war der Background für euch, nun kommt aber mein eigentliches Thema:

Wir hatten ursprünglich mal das Ziel, ihr Haus entweder als Ferienhaus oder als festvermietete Immobilie anzubieten, damit sie von ihren Kosten herunterkommt – da es aktuell einfach so unbewohnt herumsteht und keine Einnahmen erwirtschaftet. Ich muss dazu sagen, dass es anfangs eher so war, dass sie das Ding als Ferienhaus anbieten wollte, weil sie damals noch ziemliche „Trennungsängste“ von ihrer Heimat hatte und einfach so einen Rückzugsort haben wollte (sozusagen als Rückanker für den Fall, dass es bei uns nicht gut läuft). Das habe ich auch verstanden und ihr deswegen angeboten, dass sie ihr volles Gehalt wirklich zu 100% behalten kann und ich alles, aber wirklich alles für unser Leben in ihrer neuen Heimat bezahle (Essen, Trinken, Essen gehen, Party, Freizeit, einfach alles, was man zum Leben braucht). Da sie nicht wollte (was ich verstehe), dass ich ihr bei ihrer Immobilie bzgl. des Um- und Ausbaus finanziell unter die Arme greife, war mein Gedanke, dass sie ja dann schneller alleine vorankommt, wenn sie ihr volles Gehalt 1:1 in den Um- und Ausbau der Immobilie zwecks (wie auch immer gearteter) Vermietung investieren kann.
Seitdem ist 1 Jahr vergangen und wir haben eine neue Eingangstreppe sowie eine (eigentlich nicht notwendige) neue Auffahrt errichten lassen. Im Haus ist gar nichts passiert. Über das Jahr sind wir beide bis in den Juli hinein alle 14 Tage über das Wochenende von (meist) Freitag – Sonntag in ihre alte Heimat gefahren. Dann wurde mir das so langsam zu viel und ich habe mich dann soweit ausgeklinkt und dann „nur noch“ eine Taufe im August und an 2! aufeinanderfolgenden Wochenenden stattfindenden Hochzeiten teilgenommen.

Rund um ihren Geburtstag im November hat sie sich über eine Woche Urlaub genommen und war 10 Tage weg und nun über Weihnachten fährt Sie am 1. Weihnachtstag weg und kommt erst Neujahr abends wieder, weil sie bei Freunden Silvester feiert. Ich muss zwischen den Feiertagen Termine wahrnehmen, werde mich zwar bemühen, schnell nachzukommen, kann aber eben nicht die volle Zeit zwischen den Feiertagen dabei sein.

Nun ist es so, dass in der Zwischenzeit die eine oder andere alte Freundin oder Bekannte aus ihrem alten Kreis und auch welche aus meinem Kreis schwanger geworden sind. Da kam sie dann irgendwann auf mich zu und meinte, sie wolle allerspätestens Ende nächsten Jahres loslegen (das hat jobtechnische Gründe wegen Probezeit und so) und wie ich das dann sehen würde, wenn sie in Mutterschutz und Elternzeit so alle 2-3 Monate für 1-2 Wochen in ihre alte Heimat fahren würde. Sie würde mich natürlich gerne dabei haben, aber wenn das nicht ginge, wie ich das dann sehen würde. Ende nächsten Jahres ist für sie Ultimatum, wenn ich dann nicht will, ist Schluss und sie will wieder weg ziehen (sagt sie zumindest).

Das hat mich ganz schön geschockt und ich war nicht einverstanden.

Mal abgesehen davon, dass sie aktuell wegen der nicht vermieteten Bude, die sie immer noch komplett finanziert und nichts übrig hat von Ihrem für Ausbau und Sanierung, nicht mal Nennenswertes zum Leben (Ende nicht in Sicht), müsste man dann ja die Frage nach einer Bleibe klären:

Vermietet sich nicht, hat sie keine Einnahmen (und kann die Bude streng genommen wegen der reduzierten Bezüge dann auch nicht mal halten), aber theoretisch eine Bleibe. Vermietet Sie, wäre die finanzielle Thematik auf ihrer Seite entspannter, aber dann müsste sie für 1-2 Wochen!! eine Ferienunterkunft oder ein Hotel mieten oder versuchen, bei ihren Eltern auf dem Hof unterzukommen (Kompromiss und nicht schön, da keine Privatsphäre, wie sie selber sagt).

Ich verstehe, dass die Familie wichtig ist, aber auf die Distanz in der Häufigkeit und diesem Zwang (es ist bei ihr tatsächlich so, dass da ein gewisser familiärer Zwang herrscht, an bestimmten Ereignissen teilzunehmen und sie ein tierisch schlechtes Gewissen hat, wenn das mal nicht geht (z.B. weil sie keinen Urlaub bekommt)).

Sie sagt, sie will sich nicht einschränken lassen, wann sie wie lange zur Familie fährt. Ich kann das zwar so ganz grundsätzlich verstehen, sehe es aber so, dass sie ja ihre neue Heimat gewählt hat und wir beide uns schlussendlich einen neuen Kreis aufbauen müssen, mit dem wir durchs Leben gehen.

Und dafür brauchen wir Zeit. Ich habe dieses Jahr einige Ereignisse alleine mit Freunden und Familie durchlebt, weil sie wieder in ihrer alten Heimat war.
 
Ich sehe das so, dass man irgendwie eine Mitte finden muss und der eine auf den anderen ein Stück weit zugehen muss. Sie argumentiert jetzt so, dass sie ja schon das „Opfer gebracht hat“, zu mir zu ziehen und ja schon die meiste Zeit im Jahr nicht mehr in ihrer alten Heimat ist. Mich kränkt diese Aussage aus zwei Gründen:

Erstens ist es so, dass sie durch unseren Zusammenzug sicher ihre Freunde und Familie etwas in den Hintergrund stellen musste, aber sie a.) ein deutlich komfortableres Leben genießt und b.) einen Mann gefunden hat, der sie wirklich liebt und der auch grundsätzlich bereit ist, mit ihr eine Familie zu Gründen. Immerhin war das ja damals der Grund, warum es uns beide ins Internet auf Dating-Plattformen getrieben hat, um eben genau diesen Gegenpart zu finden. Deswegen finde es sehr kränkend, von einem „Opfer“ zu sprechen.
Ich habe ihr deswegen vorgeschlagen, wir könnten uns doch einen Zeitstrahl machen, der von Januar bis Dezember geht und dann mal schauen, welche Termine ihr da so wichtig sind, dass sie da gerne in ihrer alten Heimat sein möchte. Ich hatte z.B. an ganz grob definierte Ereignisse wie ein Osterfeuer, ein kleines Sommerfest, das ich für sie ausstatten würde und wo wir uns etwas mieten und alle dann kommen können sowie wenn es denn unbedingt sein muss, eben der Zeitraum rund um ihren Geburtstag im November.

Will sie nicht.

Jetzt ist es für nächstes Jahr auch schon wieder so: Ein paar Tage im April vor Ostern Urlaub genommen wegen Poleterabend und Hochzeit von Freunden da unten und 10 Tage im November rund um den Geburtstag. Das sind "erstmal" ihre vorläufigen fixen Termine. Und dann hat sie aktuell ja noch Freizeitkonto, was ja ihre Freizeit ist und nicht meine und da wolle sie dann eben auch des öfteren mal in die alte Heimat und ich könne schauen, ob es bei mir passt oder nicht (dann fährt sie auch alleine). Also voraussichtlich wieder X-Termine.

Es ist nicht so, dass ich immer an ihr dran hängen möchte oder will. Sie ist diverse Mal nach dem Juli diesem Jahres alleine in die alte Heimat gefahren und ich hatte kein Problem damit. Alles top.

Aber ich sehe auch, dass sie sich hier in der neuen Heimat kein neues Umfeld sucht. Sie singt gerne und würde gerne in eine Band. Danach sucht sie nicht. Sie würde gerne tanzen gehen mit mir. Geht aber nicht, weil sie oft Bereitschaft hat und ihr meist der Antrieb am Wochenende fehlt oder sie dann eben auch gerne mal weg ist. Und noch so viele weitere Beispiele.

Da ihre Mutter zwar grundsätzlich mobil ist, aber a.) nicht so gerne lange Strecken mit dem Auto fährt und b.) auf dem Bauernhof ihres Mannes (der Stiefvater von meiner Freundin) u.a. mitarbeitet (sie hat noch einen weiteren Job), konnten ihre Eltern und noch nie besuchen zusammen.

Ich habe deswegen einmal zur Mitte des Jahres heimlich Kontakt mit ihrer Mutter aufgenommen und dann vereinbart, dass ich sie an einem Freitag abhole und am darauffolgenden Dienstag wieder zurückbringe. Also bin ich an einem Freitag morgens losgefahren, habe sie geholt und meine Freundin dann überrascht, dass ihre Mutter über das Wochenende verlängert bei uns bleibt. Sie hat sich wahnsinnig gefreut.

Aber sonst hat uns niemand aus ihrer Familie besucht. Immer nur wir die da unten .

Klar, sowas mit Freundeskreis aufbauen dauert, aber ich habe vor folgenden Hintergründen große Sorgen mit dieser ständigen (und teils auch langen) Heim-Reiserei:

Es ist jetzt nicht so, dass ich ein Mensch bin, der keine sozialen Kontakte braucht oder hat (siehe oben), aber es ist bei mir eben so, dass, wenn ich meine Familie und oder Freunde viele Monate nicht sehe, mir dann nichts fehlt, WEIL ich ja meinen sozialen und emotionalen Gegenpol in meiner Freundin gefunden habe:

Ich könnte wochenlang mit ihr im Haus eingeschlossen sein und bräuchte nichts links und rechts neben mir (jetzt etwas abstrakt formuliert, aber ihr versteht sicher, was ich damit zum Ausdruck bringen will).

Ich frage mich, wie das laufen soll, wenn sie schwanger ist oder der Nachwuchs gerade frisch auf der Welt ist. Was macht sie bei Schwangerschaftsdepressionen, wenn ich grad mal nicht da bin? Oder bei sonst wie gelagerten Themen, wenn ich gerade mal nicht sofort einsatzbereit bin. Ich weiß wohl, dass meine Mutter (die nur knapp 10 Km entfernt wohnt) kein Ersatz sein kann für ihre Mutter. Aber dann hochschwanger oder frisch entbunden 350 Km fahren ? Und dann dauerhaft?

Vor allem, wie geht man damit um, wenn jemand scheinbar eine so starke familiäre Bringschuld zu haben meint? Ich meine ja sowieso, dass man in Mutterschutz und Elternzeit wohl andere Themen hat, als ewig zig Kilometer zu fahren, um die Familie zu bespaßen, aber nehmen wir mal von ihren Vorstellungen (siehe oben) den Best-Case, alle 3 Monate für 1 Woche.

Das wären 4 Wochen im Jahr da unten (neben den Zusatz-Events, die sie unbedingt haben muss). 4 Wochen wären so ziemlich mein ganzer Jahresurlaub. Und dann immer Sack, Pack und Kind(er) einpacken, Ferienwohnung beziehen, dort wieder Kühlschrank und Co. Einrichten, nur um da zu sein?


Bin auf eure Erfahrungen und Ratschläge gespannt.

Grüße,
euer AskMe
 
 

AskMe, ich war auch einmal mit jemandem zusammen, der freiwillig 350 km von zuhause weggezogen ist. Er ist damals nicht wegen mir umgezogen, wir haben uns erst nach seinem Umzug kennengelernt. 
Ich bin froh, dass mein Mann hier fest verwurzelt ist.
Mein Ex hat auch alle Feste und viele Ereignisse in seiner Heimat mitnehmen müssen und war alle drei Wochen zuhause, manchmal auch jede Woche. 
Es war immer gefühlt hektisch, wir könnten hier nicht wirklich was planen, weil wir immer auf dem Sprung waren. Hier hat er sich nie integriert, wie denn auch, wenn er nie in seiner Wahlheimat war.
Ihn hat hier auch nie jemand besucht, dafür war ja er immer dort.
Ich bin froh, dass ich mit ihm damals kein Kind bekommen habe, ein Kind braucht Beständigkeit.
Auch wenn es schwer ist, trenn dich. Auf lange Sicht wirst du glücklicher.

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21. Dezember 2018 um 11:04
In Antwort auf valieee

Wie ist denn das Selbstbewusstsein deiner Freundin? So wie du ihr Verhalten beschreibst, geht das meines Erachtens über eine normale Trennungsangst hinaus.

Sie sucht ja krampfhaft die Nähe von Menschen, die ihr viel wichtiger sind als sie ihnen und ist dafür sogar bereit, euer gemeinsames Leben zu gefährden. Selbst wenn ihr jetzt eure Zelte komplett abbrechen und in ihre alte Heimat ziehen würdet, wären ja diese Freundschaften immer noch einseitig - nur dass dieser Umstand dann weniger auffallen würde. Und dennoch hält sie an ihnen fest und würde auch an ihnen festhalten, wenn sie jemals zurückkehren sollte. 

Kann es sein, dass ihr Selbstwertgefühl so miserabel ist, dass sie vielleicht Angst hat oder es ihr zumindest sehr schwer fällt, neue Kontakte zu knüpfen?

Das mit dem Selbstwertgefühl vermag ich nur soweit zu beurteilen (an dieser Stelle), dass sie sich schon sehr für andere den Hintern aufreist und weniger an sich denkt. Hauptsache Gesellschaft um sich herum.

Sie ist sehr kommunikativ, wird von allen (auch hier in meinem Umgebung) sehr gemoch, ist eloquent und auch sehr kontaktfreudig. Nur da ergeben sich natürlich nicht am Fließband neue Kontakte. Und schon gar nicht, wenn man recht oft weg ist.

Jetzt zu Silvester zum Beispiel: Ich wäre mit ihr (weil sie das so gerne möchte) zum 2. Weihnachtstag zu ihrer Oma gefahren, weil die da immer eine große Familienfeier zu Weihnachten macht und die ganze Familie da ist. Dann wäre ich mit ihr wieder zurück in unsere Heimat gefahren und wir hätten z.B. was mit Freunden hier machen können ODER auf ne coole Silvesterparty gehen können.

Will sie aber nicht, weil wir von Freunden in ihrer Heimat eingeladen wurden und sie das vorzieht. Für mich wäre das ein Kompromiss gewesen (ich fahre mit ihr zu ihrer Oma und Silvester sind wir hier). Klappt aber nicht.

 

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21. Dezember 2018 um 11:06
In Antwort auf xxxxx12345

AskMe, ich war auch einmal mit jemandem zusammen, der freiwillig 350 km von zuhause weggezogen ist. Er ist damals nicht wegen mir umgezogen, wir haben uns erst nach seinem Umzug kennengelernt. 
Ich bin froh, dass mein Mann hier fest verwurzelt ist.
Mein Ex hat auch alle Feste und viele Ereignisse in seiner Heimat mitnehmen müssen und war alle drei Wochen zuhause, manchmal auch jede Woche. 
Es war immer gefühlt hektisch, wir könnten hier nicht wirklich was planen, weil wir immer auf dem Sprung waren. Hier hat er sich nie integriert, wie denn auch, wenn er nie in seiner Wahlheimat war.
Ihn hat hier auch nie jemand besucht, dafür war ja er immer dort.
Ich bin froh, dass ich mit ihm damals kein Kind bekommen habe, ein Kind braucht Beständigkeit.
Auch wenn es schwer ist, trenn dich. Auf lange Sicht wirst du glücklicher.

@xxxxx12345:

Danke für deine Worte. Ist immer shcön von Leuten zu lesen, die in einer ähnlichen Situation waren. Das hilft schon etwas, sein Gefühl entwickeln und eine Entscheidung zu treffen.

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21. Dezember 2018 um 11:41

Warum geht sie auf deine Wünsche denn überhaupt niemals ein?
Sie ist echt ein Riesenegoist. Und wickelt dich um den Finger.
Und du gibst nach, weil du weiterem Ärger aus dem Weg gehen willst.
Super Verhältnisse.

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21. Dezember 2018 um 11:48
In Antwort auf askme

@xxxxx12345:

Danke für deine Worte. Ist immer shcön von Leuten zu lesen, die in einer ähnlichen Situation waren. Das hilft schon etwas, sein Gefühl entwickeln und eine Entscheidung zu treffen.

Du wirst die richtige Entscheidung treffen. Da bin ich mir sicher. Wir wissen beide, was das Richtige ist. Gib deinen Gefühlen Zeit. Die Zeit wird es richten. 
Sei dankbar für ihr Verhalten bzgl Silvester. Dies beschleunigt die Findung deiner Entscheidung. 

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21. Dezember 2018 um 12:32
In Antwort auf askme

Hallo zusammen,

erstmal ganz vielen lieben Dank für eure klaren Worte. Ich habe natürlich unabhängig von meiner Freundin schon mit meinen engsten Freunden und meinen Eltern viel über die Thematik geredet - aber jeder hat mir im Grunde dieselben Antworten gegeben.

Und das sind Antworten, die so ziemlich zu dem passen, wie ich empfinde. Ich meine, mal zur Klarstellung:

Es ist nicht so, dass sie "ohne mich fahren" will / das bevorzugen würde, wenn sie mal mit den Kindern rüber wollen würde (also Ego-mäßig). Sie sagt schon, dass sie mich gerne dabei hätte, allerdings habe ich mich erstrangig auch um meine beiden Unternehmen zu kümmern und wenn es halt mal nicht drin ist, 2 Wochen rauszukommen (was ich unglaublich viel finde so zwischendrin und außerhalb von Urlaub), dann hätte ich definitiv Theater.

Das mit der "Bruchbude" muss ich auch etwas schmälern: Sie hat halt damals vor meiner Zeit mit ihrem schmalen Geld das EG ausbauen und dies einigermaßen einrichten können. Mehr aber auch nicht. Ich habe Resepekt vor ihr, dass sie das alleine geschafft hat, aber das bringt uns am Ende nicht weiter. Ich wollte nur diesen doch eher negativ behauchten Begriff "Bruchbude" etwas abdämpfen.

Ich habe auch schon viel darüber nachgedacht, wegen dieser Geschichte in ihre Heimat umzuziehen, sehe es dann aber schlussendlich so: Warum soll ich mein Haus vermieten / verkaufen, dort ein neues Haus kaufen (wieder Makler, Grunderwerbssteuer, Gericht, Notar, usw.) bezahlen und vor allem mir dort einen neuen Firmenstandort mit Mitarbeitern aufbauen (wo ich doch eine Niederlassung schon hier in der Nähe meines aktuellen Wohnortes habe - mit nicht wenigen Mitarbeitern), nur damit meine Dame dichter bei Mami, ihrer Familie und ihren Freunden dran ist.

Ich finde das unverhältnismäßig. Es ging runter wie Honig bei mir, als coquette164 geschrieben hat, dass ihr alle 3 Monate für ein Wochenende in ihre alte Heimat fahrt! Würde ich direkt unterzeichnen und sofort mitmachen! Und noch ein paar Schippen drauf legen. Ich finde, das ist normal und ein gesundes Maß.

Kein Mensch (auch ich nicht) sagt, dass sie jetzt "ihre Familie oder Freunde" vernachlässigen soll, aber durch die Wahl des Partners und damit der neuen Heimat hat sie sich doch dazu entschlossen, mit DIESEM MANN GENAU DORT sich etwas aufzubauen. Ich sehe es als meine partnerschaftliche Pflicht, ihr etwas dafür wiederzugeben (neben Liebe, Geborgenheit, Sicherheit und Lebensstil), dass ich mit ihr dort runterfahre und auch mitkomme - in einem gesunden Maß.

Und wie coquette164 geschrieben hat (und andere letztlich ja bestätigt haben) finde ich es partnerschaftlich fair, wenn der eine auf den anderen Rücksicht nimmt und man dann eben Alternativtermine findet, wo man da runter fährt - auch wenn die einige Zeit von dem Wunschtermin weg liegen. Letzlich geht es doch in erster Linie auch darum, zu schauen, wo und wie die Flocken reinkommen.

Aber mein Bauchgefühl sagt mir auch, dass es wohl so kommen wird, wie saskia81007 es geschrieben hat. Gerade der Stolz, ein Kind zu haben, die ersten Erlebnisse und sowas zu erleben, wird sie immer mit ihrer Heimat teilen wollen - und damit verbunden wird auch diese krasse Frequenz sein, immer wieder darüber zu fahren (wie auch immer sie sich das vorstellt, es zu finanzieren (denn ich werde es außerhalb des gesunden Maßes nicht machen)).

Und übrigens war das auch eine Sache, die ich zu ihr gesagt habe (Stichwort Zeitstrahl mit Eriegnissen im Jahr, wo wir da runter fahren (auch gerne für "etwas" länger), damit die dort alle wissen: "Die beiden sind da, wir können uns alle in der großen Runde sehen". Da hatte ich gesagt, dass dies unser Commitment für ihre Familie (und ein Stück weit für uns auch) ist, aber im Gegenzug erwarte ich dann auch, dass sich ihre Familie dann mal in die Autos bequemt, um uns zu besuchen und uns ein wenig Last abzunehmen, wenn man denn dann die Lieben Kindlein (oder / und uns) mal wieder sehen will. Dazu sagt sie aber nur: "Wieso, ich bin doch weg gezogen, da kann ich doch nicht ewarten, dass meine Familie mir hinterherfährt". .

Ich sehe da auch keine sonderlich positive Tendenz, wenn da nicht bald eine Erkenntnis und Kehrtwende auf ihrer Seite kommt.

Danke auf jeden Fall euch allen für eure Mühe, eure Zeit und eure ehrlichen Meinungen. Ich bin euch wirklich sehr dankbar! Freue mich auf weitere Nachrichten / Ideen oder Anregungen.

Liebe Grüße,
weiterhin eine schöne Weihnachtszeit,
AskMe

Du kannst es drehen und wenden, wie du willst. Du verlangst von ihr eine Risikofreude, die eigentlich Männersache ist.
Das wird sie meinen, wenn sie sagt "Opfer gebracht".

Dieser Absatz erzählt: Ihr Schwerpunkt ist die Familie. Deiner ist der Job.
Es ist nicht so, dass sie "ohne mich fahren" will / das bevorzugen würde, wenn sie mal mit den Kindern rüber wollen würde (also Ego-mäßig). Sie sagt schon, dass sie mich gerne dabei hätte, allerdings habe ich mich erstrangig auch um meine beiden Unternehmen zu kümmern und wenn es halt mal nicht drin ist, 2 Wochen rauszukommen (was ich unglaublich viel finde so zwischendrin und außerhalb von Urlaub), dann hätte ich definitiv Theater.
Trotzdem erwartest du, dass sie ihre Familie quasi aufgibt. Du drückst es anders aus, hast es vielleicht auch nicht wirklich so gemeint, aber du weißt, dass es schwer fällt, die Beziehungen aus der Ferne zu pflegen.

Zum Risiko ein Beispiel. Das Kind kommt, wächst heran, geht zur Schule. Aber euer Verhältnis verschlechtert sich. Ihr heiratet auch nicht, man kann ja nie wissen, was das Leben noch so bietet. Was glaubst du und was glaubt sie, wo das Kind dann leben wird?

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21. Dezember 2018 um 14:02
In Antwort auf askme

Das mit dem Selbstwertgefühl vermag ich nur soweit zu beurteilen (an dieser Stelle), dass sie sich schon sehr für andere den Hintern aufreist und weniger an sich denkt. Hauptsache Gesellschaft um sich herum.

Sie ist sehr kommunikativ, wird von allen (auch hier in meinem Umgebung) sehr gemoch, ist eloquent und auch sehr kontaktfreudig. Nur da ergeben sich natürlich nicht am Fließband neue Kontakte. Und schon gar nicht, wenn man recht oft weg ist.

Jetzt zu Silvester zum Beispiel: Ich wäre mit ihr (weil sie das so gerne möchte) zum 2. Weihnachtstag zu ihrer Oma gefahren, weil die da immer eine große Familienfeier zu Weihnachten macht und die ganze Familie da ist. Dann wäre ich mit ihr wieder zurück in unsere Heimat gefahren und wir hätten z.B. was mit Freunden hier machen können ODER auf ne coole Silvesterparty gehen können.

Will sie aber nicht, weil wir von Freunden in ihrer Heimat eingeladen wurden und sie das vorzieht. Für mich wäre das ein Kompromiss gewesen (ich fahre mit ihr zu ihrer Oma und Silvester sind wir hier). Klappt aber nicht.

 

Sie mag kontaktfreudig sein, aber letztendlich bleibt es bei ihr doch eigentlich immer oberflächlich: 

Ihre alten Freundschaften sind oberflächlich und könnten vielleicht auch eher als "Bekanntschaften" bezeichnet werden. 
Ihre neuen Kontakte sind oberflächlich.
Und eigentlich ist auch eure Beziehung oberflächlich. Da ist kein echtes Miteinander, zumindest nicht von ihrer Seite:
Sie schmettert jeden Versuch ab, euch ein gemeinsames Leben aufzubauen, indem sie sich weigert, Wurzeln zu schlagen. Sie geht keine Kompromisse ein. Sie stellt dir ein Ultimatum. Sie verhält sich dir gegenüber egoistisch, obwohl du sagst, sie sei der Typ, der sich für andere den Hintern aufreißt und sich selbst hinten anstellt. 


Je mehr du schreibst, umso merkwürdiger finde ich deine Freundin. Wie will man mit so einer Person eine gemeinsame Zukunft aufbauen? 
 

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22. Dezember 2018 um 3:56
In Antwort auf askme

Hallo valieee,

zu der Frage, wie sie reagiert hat wegen des Geburtstages:

Sie war enttäuscht, aber weiß, dass ich Recht damit habe, will es sich aber nicht eingestehen. Sie lebt eine Bringschuld (siehe meine obigen Ausführungen: "Ich bin dich weggezogen, warum sollten die mir hinterherreisen", obwohl sie weiß, dass das ganze einseitig ist und sie kaum noch Leute sehen würde, wenn sie erwarten würden, dass auch die mal zu uns kommen. Ich glaube, das ist so eine Art Bindungs-/ Trennungsangst vom alten Leben.

Ja klar weise ich sie darauf hin, dass es immer von ihrer Seite aus kommen muss, aber du ahnst sicher, wie jemand reagiert, der diese Bringschuld so krass im Kopf hat und der so gerne in seinem alten Umfeld ist. Die Konsequenz wäre ja zu sagen: "Ok, das habe ich erkannt, dann drehe ich mal ein paar Stufen zurück und warte, wer sich meldet (Familie eingeschlossen)". Das würde aber eben auch bedeuten, dass sie erheblich weniger da runter kommen würde. Wahrscheinlich so in der Häufigkeit, die Saskia als normal tituliert hat. Aber damit hat sie ein panikhaftes Problem, weil sie sich dann eingesperrt fühlt

@Saskia:

Genau diese Worte habe ich schon gefunden (und viiieeellee weitere), deswegen binde ich deinen Kommentar an dieser Stelle ein. Es sollte ja eine gegenseitige Wertschätzung sein. Ist sie aber nicht. Und weil das so ist, muss sie sich bemühen, sonst sieht sie die Leute nicht mehr oder eben nur noch ganz, ganz selten. Und davor hat sie Angst / will es (noch) nicht zulassen.
 

Ganz ehrlich deine Partnerin ist einfach schwerst gestört. Anders kann man das nicht ausdrücken.

Zu dir zu ziehen war IHRE Entscheidung, egal wie sehr sie das dir zurliebe getan hat. Du bist ihr gar nichts schuldig. Lass dir bloß nicht einreden, dass ihre Situation deine Schuld wäre, nur weil sie nicht in der Lage ist sich neue Freunde zu suchen.

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22. Dezember 2018 um 8:45
In Antwort auf askme

Liebe Community,
ich bin neu hier, habe auch schon ohne konkret Mitglied zu sein über das eine oder andere Thema hier gelesen und mich deswegen entschieden, mich mit meinem Thema einfach mal hier anzumelden.

Zu meinem Thema:

Ich bin 35 Jahre alt und habe im Mai 2017 meine Freundin (sie ist jetzt 31 Jahre alt) über das Internet kennengelernt. Wir haben in einer Distanz von 350 KM entfernt in unterschiedlichen Bundesländern gewohnt und recht genau 7 Monate eine Fernbeziehung geführt. Wir beide haben bereits Immobilien-Eigentum, wobei es so ist, dass meine Freundin finanziell gerade so gestellt ist, dass sie sich vor meiner Zeit gerade so den Abtrag leisten konnte und neben ihrem Full-Time-Job teilweise noch abends gejobbt hat, um sich mal einen Party- oder Disco-Besuch leisten zu können. Geld für Lifestyle war nie drin. Auch hat sie sich sonst nie etwas Nennenswertes leisten können und alles so ziemlich auf Sparflamme gehalten.

Bei mir ist das ein wenig anders: Ich bin unternehmerisch tätig, bin finanziell ziemlich gut aufgestellt und kann mir ein recht komfortables Leben leisten.

Nach einiger Zeit Beziehung kam natürlich die Frage nach der Zukunft auf. Sie ist sehr familiär, hat (zu der Zeit) ein recht cliquenhaftes Freundschaftsleben mit vielen Bekannten / Freunden, etc. geführt. Da war die Frage nach dem „wo denn dann“ zunächst nicht einfach, weil sie natürlich recht Heimat-verbunden war. Ich würde jetzt nicht sagen, dass ich nicht familiär bin (ich habe einen sehr guten Kontakt zu meiner Familie), aber bei uns in meiner Familie wird eben lange nicht so ein Kult betrieben, wie in ihrer Familie, wo man sich wegen jedem noch so kleinen Event irgendwie trifft und ne riesen Nummer draus macht. Mein echter Freundeskreis ist gar nicht sooo viel kleiner als ihr Freundeskreis, aber bei mir beschränkt sich das auf eine Hand voll Leute, die ich ab und an im Jahr mal sehe und gut ist. Da wird nicht so ein permanenter WhatsApp-Kult betrieben wie bei ihr, wo alle naselang eine Nachricht von irgendwem wegen irgendwas aus der (alten, schwindenden) Clique.

(Eigentlich) wollen wir beide auch mal Nachwuchs haben.

Da es so ist, dass ihre Immobilie recht klein ist und auch nur das EG ausgebaut ist (Dachgeschoss und Keller sind Rohbauten (bzw. sanierungsbedürftig, weil Haus aus den 1960ern)) – und ich eben eine recht große Immobilie, alles tip top, neuwertig und sehr familiengeeignet (alleine 3 Kinderzimmer), haben wir uns dann entschlossen, dass Sie zu mir zieht.

Also haben wir uns dann auf Jobsuche begeben und sie hat direkt bei der ersten Bewerbung 8KM von meinem Haus entfernt einen besser bezahlten Job gefunden, als sie ihn vorher hatte. Seit dem 01.01.2018 wohnen wir auch bei mir zusammen, sie hat ihren Hauptwohnsitz geändert und geht hier ihrem Job nach, wo man sie auch akzeptiert und wo sie wohl auch einen guten Eindruck hinterlassen hat.

Das war der Background für euch, nun kommt aber mein eigentliches Thema:

Wir hatten ursprünglich mal das Ziel, ihr Haus entweder als Ferienhaus oder als festvermietete Immobilie anzubieten, damit sie von ihren Kosten herunterkommt – da es aktuell einfach so unbewohnt herumsteht und keine Einnahmen erwirtschaftet. Ich muss dazu sagen, dass es anfangs eher so war, dass sie das Ding als Ferienhaus anbieten wollte, weil sie damals noch ziemliche „Trennungsängste“ von ihrer Heimat hatte und einfach so einen Rückzugsort haben wollte (sozusagen als Rückanker für den Fall, dass es bei uns nicht gut läuft). Das habe ich auch verstanden und ihr deswegen angeboten, dass sie ihr volles Gehalt wirklich zu 100% behalten kann und ich alles, aber wirklich alles für unser Leben in ihrer neuen Heimat bezahle (Essen, Trinken, Essen gehen, Party, Freizeit, einfach alles, was man zum Leben braucht). Da sie nicht wollte (was ich verstehe), dass ich ihr bei ihrer Immobilie bzgl. des Um- und Ausbaus finanziell unter die Arme greife, war mein Gedanke, dass sie ja dann schneller alleine vorankommt, wenn sie ihr volles Gehalt 1:1 in den Um- und Ausbau der Immobilie zwecks (wie auch immer gearteter) Vermietung investieren kann.
Seitdem ist 1 Jahr vergangen und wir haben eine neue Eingangstreppe sowie eine (eigentlich nicht notwendige) neue Auffahrt errichten lassen. Im Haus ist gar nichts passiert. Über das Jahr sind wir beide bis in den Juli hinein alle 14 Tage über das Wochenende von (meist) Freitag – Sonntag in ihre alte Heimat gefahren. Dann wurde mir das so langsam zu viel und ich habe mich dann soweit ausgeklinkt und dann „nur noch“ eine Taufe im August und an 2! aufeinanderfolgenden Wochenenden stattfindenden Hochzeiten teilgenommen.

Rund um ihren Geburtstag im November hat sie sich über eine Woche Urlaub genommen und war 10 Tage weg und nun über Weihnachten fährt Sie am 1. Weihnachtstag weg und kommt erst Neujahr abends wieder, weil sie bei Freunden Silvester feiert. Ich muss zwischen den Feiertagen Termine wahrnehmen, werde mich zwar bemühen, schnell nachzukommen, kann aber eben nicht die volle Zeit zwischen den Feiertagen dabei sein.

Nun ist es so, dass in der Zwischenzeit die eine oder andere alte Freundin oder Bekannte aus ihrem alten Kreis und auch welche aus meinem Kreis schwanger geworden sind. Da kam sie dann irgendwann auf mich zu und meinte, sie wolle allerspätestens Ende nächsten Jahres loslegen (das hat jobtechnische Gründe wegen Probezeit und so) und wie ich das dann sehen würde, wenn sie in Mutterschutz und Elternzeit so alle 2-3 Monate für 1-2 Wochen in ihre alte Heimat fahren würde. Sie würde mich natürlich gerne dabei haben, aber wenn das nicht ginge, wie ich das dann sehen würde. Ende nächsten Jahres ist für sie Ultimatum, wenn ich dann nicht will, ist Schluss und sie will wieder weg ziehen (sagt sie zumindest).

Das hat mich ganz schön geschockt und ich war nicht einverstanden.

Mal abgesehen davon, dass sie aktuell wegen der nicht vermieteten Bude, die sie immer noch komplett finanziert und nichts übrig hat von Ihrem für Ausbau und Sanierung, nicht mal Nennenswertes zum Leben (Ende nicht in Sicht), müsste man dann ja die Frage nach einer Bleibe klären:

Vermietet sich nicht, hat sie keine Einnahmen (und kann die Bude streng genommen wegen der reduzierten Bezüge dann auch nicht mal halten), aber theoretisch eine Bleibe. Vermietet Sie, wäre die finanzielle Thematik auf ihrer Seite entspannter, aber dann müsste sie für 1-2 Wochen!! eine Ferienunterkunft oder ein Hotel mieten oder versuchen, bei ihren Eltern auf dem Hof unterzukommen (Kompromiss und nicht schön, da keine Privatsphäre, wie sie selber sagt).

Ich verstehe, dass die Familie wichtig ist, aber auf die Distanz in der Häufigkeit und diesem Zwang (es ist bei ihr tatsächlich so, dass da ein gewisser familiärer Zwang herrscht, an bestimmten Ereignissen teilzunehmen und sie ein tierisch schlechtes Gewissen hat, wenn das mal nicht geht (z.B. weil sie keinen Urlaub bekommt)).

Sie sagt, sie will sich nicht einschränken lassen, wann sie wie lange zur Familie fährt. Ich kann das zwar so ganz grundsätzlich verstehen, sehe es aber so, dass sie ja ihre neue Heimat gewählt hat und wir beide uns schlussendlich einen neuen Kreis aufbauen müssen, mit dem wir durchs Leben gehen.

Und dafür brauchen wir Zeit. Ich habe dieses Jahr einige Ereignisse alleine mit Freunden und Familie durchlebt, weil sie wieder in ihrer alten Heimat war.
 
Ich sehe das so, dass man irgendwie eine Mitte finden muss und der eine auf den anderen ein Stück weit zugehen muss. Sie argumentiert jetzt so, dass sie ja schon das „Opfer gebracht hat“, zu mir zu ziehen und ja schon die meiste Zeit im Jahr nicht mehr in ihrer alten Heimat ist. Mich kränkt diese Aussage aus zwei Gründen:

Erstens ist es so, dass sie durch unseren Zusammenzug sicher ihre Freunde und Familie etwas in den Hintergrund stellen musste, aber sie a.) ein deutlich komfortableres Leben genießt und b.) einen Mann gefunden hat, der sie wirklich liebt und der auch grundsätzlich bereit ist, mit ihr eine Familie zu Gründen. Immerhin war das ja damals der Grund, warum es uns beide ins Internet auf Dating-Plattformen getrieben hat, um eben genau diesen Gegenpart zu finden. Deswegen finde es sehr kränkend, von einem „Opfer“ zu sprechen.
Ich habe ihr deswegen vorgeschlagen, wir könnten uns doch einen Zeitstrahl machen, der von Januar bis Dezember geht und dann mal schauen, welche Termine ihr da so wichtig sind, dass sie da gerne in ihrer alten Heimat sein möchte. Ich hatte z.B. an ganz grob definierte Ereignisse wie ein Osterfeuer, ein kleines Sommerfest, das ich für sie ausstatten würde und wo wir uns etwas mieten und alle dann kommen können sowie wenn es denn unbedingt sein muss, eben der Zeitraum rund um ihren Geburtstag im November.

Will sie nicht.

Jetzt ist es für nächstes Jahr auch schon wieder so: Ein paar Tage im April vor Ostern Urlaub genommen wegen Poleterabend und Hochzeit von Freunden da unten und 10 Tage im November rund um den Geburtstag. Das sind "erstmal" ihre vorläufigen fixen Termine. Und dann hat sie aktuell ja noch Freizeitkonto, was ja ihre Freizeit ist und nicht meine und da wolle sie dann eben auch des öfteren mal in die alte Heimat und ich könne schauen, ob es bei mir passt oder nicht (dann fährt sie auch alleine). Also voraussichtlich wieder X-Termine.

Es ist nicht so, dass ich immer an ihr dran hängen möchte oder will. Sie ist diverse Mal nach dem Juli diesem Jahres alleine in die alte Heimat gefahren und ich hatte kein Problem damit. Alles top.

Aber ich sehe auch, dass sie sich hier in der neuen Heimat kein neues Umfeld sucht. Sie singt gerne und würde gerne in eine Band. Danach sucht sie nicht. Sie würde gerne tanzen gehen mit mir. Geht aber nicht, weil sie oft Bereitschaft hat und ihr meist der Antrieb am Wochenende fehlt oder sie dann eben auch gerne mal weg ist. Und noch so viele weitere Beispiele.

Da ihre Mutter zwar grundsätzlich mobil ist, aber a.) nicht so gerne lange Strecken mit dem Auto fährt und b.) auf dem Bauernhof ihres Mannes (der Stiefvater von meiner Freundin) u.a. mitarbeitet (sie hat noch einen weiteren Job), konnten ihre Eltern und noch nie besuchen zusammen.

Ich habe deswegen einmal zur Mitte des Jahres heimlich Kontakt mit ihrer Mutter aufgenommen und dann vereinbart, dass ich sie an einem Freitag abhole und am darauffolgenden Dienstag wieder zurückbringe. Also bin ich an einem Freitag morgens losgefahren, habe sie geholt und meine Freundin dann überrascht, dass ihre Mutter über das Wochenende verlängert bei uns bleibt. Sie hat sich wahnsinnig gefreut.

Aber sonst hat uns niemand aus ihrer Familie besucht. Immer nur wir die da unten .

Klar, sowas mit Freundeskreis aufbauen dauert, aber ich habe vor folgenden Hintergründen große Sorgen mit dieser ständigen (und teils auch langen) Heim-Reiserei:

Es ist jetzt nicht so, dass ich ein Mensch bin, der keine sozialen Kontakte braucht oder hat (siehe oben), aber es ist bei mir eben so, dass, wenn ich meine Familie und oder Freunde viele Monate nicht sehe, mir dann nichts fehlt, WEIL ich ja meinen sozialen und emotionalen Gegenpol in meiner Freundin gefunden habe:

Ich könnte wochenlang mit ihr im Haus eingeschlossen sein und bräuchte nichts links und rechts neben mir (jetzt etwas abstrakt formuliert, aber ihr versteht sicher, was ich damit zum Ausdruck bringen will).

Ich frage mich, wie das laufen soll, wenn sie schwanger ist oder der Nachwuchs gerade frisch auf der Welt ist. Was macht sie bei Schwangerschaftsdepressionen, wenn ich grad mal nicht da bin? Oder bei sonst wie gelagerten Themen, wenn ich gerade mal nicht sofort einsatzbereit bin. Ich weiß wohl, dass meine Mutter (die nur knapp 10 Km entfernt wohnt) kein Ersatz sein kann für ihre Mutter. Aber dann hochschwanger oder frisch entbunden 350 Km fahren ? Und dann dauerhaft?

Vor allem, wie geht man damit um, wenn jemand scheinbar eine so starke familiäre Bringschuld zu haben meint? Ich meine ja sowieso, dass man in Mutterschutz und Elternzeit wohl andere Themen hat, als ewig zig Kilometer zu fahren, um die Familie zu bespaßen, aber nehmen wir mal von ihren Vorstellungen (siehe oben) den Best-Case, alle 3 Monate für 1 Woche.

Das wären 4 Wochen im Jahr da unten (neben den Zusatz-Events, die sie unbedingt haben muss). 4 Wochen wären so ziemlich mein ganzer Jahresurlaub. Und dann immer Sack, Pack und Kind(er) einpacken, Ferienwohnung beziehen, dort wieder Kühlschrank und Co. Einrichten, nur um da zu sein?


Bin auf eure Erfahrungen und Ratschläge gespannt.

Grüße,
euer AskMe
 
 

Ich habe mir heute schon eine Geschichte für dich ausgedacht und traue dir zu, dass du sie verstehst. 

Vor langer, langer Zeit zog eine Gruppe von Männern aus in die Welt. Sie fanden einen Platz, der ihnen geeignet erschien zur Gründung einer neuen Siedlung. Sie waren fleißig und bauten schöne Häuser aus Holz. Dann erkannten sie, dass es gut sei, auch Frauen zu haben, die für den Hausputz, das Essen, die Kleidung, die Kinder und die Belustigung sorgen konnten. Sie veranstalteten ein Fest und nutzten die Gelegenheit, alle unverheirateten weiblichen Gäste einzufangen. Der Chef der damaligen Zeit sprach sehr überzeugend mit ihnen. Sie möchten ihren Zorn besänftigen und denen, denen die Fügung ihre Personen geschenkt habe, auch ihre Herzen schenken. Nun, das taten sie dann auch, fanden die fleißigen Männer ganz sympathisch und baten ihre Väter und Brüder, sich mit den sympathischen Männern zu verbrüdern. Auch das ging gut aus, die Familien erhielten die Namen ihrer Mütter und einige Zeit später die Namen ihrer Väter, so dass Frauen ihre Namen etwas umständlich wieder rückübersetzen mussten. Aber das fanden sie nicht schlimm, denn sie wussten ihre Namen ja selber.
Damit sie ihren Kindern und ihren Gatten etwas Warmes kochen konnten, baten sie die fleißigen Männer, ein Haus in der Mitte der Siedlung zu errichten. Denn die kannten bisher nur wilde Lagerfeuer, um sich zu wärmen. Wenn es regnete, verlosch das Feuer ständig, und sie froren in ihren zerschlissenen und nassen Kleidern, bis sie das Feuer mühsam wieder entfacht hatten. Also wurde das Haus errichtet.
In der Mitte des Hauses gab es einen Herd, darin ein Feuer. Der einstimmige Beschluss lautete: Dieses Feuer darf nie verlöschen. Es war schlimm für die Familien, wenn ein heimisches Herdfeuer erloschen war, weil die Hausfrau Waschtag am Fluss hatte, der Gatte von der Arbeit heimkam und kein warmes Essen bekam.
Die Chefin dieses Hauses war die mit der Idee, das Haus zu errichten. Sie half den Frauen aus ihrer Not, denn sie konnten sich nun jederzeit neues Feuer bei ihr holen. Weil das nun öfter geschah, beschäftigte sie dort junge Frauen, die dafür zu sorgen hatten. Alle Hausfrauen dankten der Chefin dieses Hauses auch für den Frieden, den sie ihnen schenkte. Mit den Geschenken konnte sie das Haus schmücken, und es wurde ein wunderschöner Tempel daraus. Weil es eine große Ehre war, das Feuer zu erhalten, beauftragte man damit dann sehr wohlerzogene junge Frauen aus guten Häusern mit der Unterhaltung des Feuers. Aber sie empfingen nicht nur Ehre. Wenn das Feuer erlosch, und das geschah tatsächlich einige Male, wurden sie hart bestraft.
Diese Chefin des Herdfeuers hieß Hestia, in Rom dann Vesta, die Feuererhalterinnen hießen Vestalinnen, und aus diesem Kult ging später die römisch-katholische Kirche hervor.

Noch immer bietet sie neben dem Feuer vielen alleinerziehenden Müttern mit Kindern Schutz und Obdach. Je mehr Kinder, desto prächtiger gedeiht sie. Auch dann noch, wenn sich längst alle fleißigen Männer ihre Tempel auf den Rücken geschnallt haben, ausgewandert sind und ihre Schlösser in der neuen Heimat errichtet haben, in denen es mindestens 24 Feuerzeuge gibt und wenn nicht, dann an der nächsten Tankstelle, glauben sie daran, dass Frauen es ihnen gleichtun, ihre Herdfeuer nebst Kindern und Sack und Pack auf ihre Rücken schnallen, ihnen nachrennen und natürlich ihre Söhne nach getaner Arbeit in dem ehrwürdigen Schloss lassen und Unterhalt bezahlen alternativ gezwungenermaßen weiter darin wohnen.
Aber es soll tatsächlich schon so vorgekommen sein bei einigen Selbstverleugnerinnen, die dann wiederum Gelegenheit fanden, hier und da oder einem Gott ihr Leid zu klagen. ...

askme, wenn du es nicht verstanden hast, bekommst du noch ein paar ganz konkrete Tipps. Reiße dein Schloss ab, alternativ verkauft beide eure Schlösser. Zieht in die Nähe ihrer Verwandtschaft, baut ein gemeinsames Schloss und gründet ein neues Unternehmen. Einfach so, aus Liebe.

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23. Dezember 2018 um 9:03
In Antwort auf anne234

Ich habe mir heute schon eine Geschichte für dich ausgedacht und traue dir zu, dass du sie verstehst. 

Vor langer, langer Zeit zog eine Gruppe von Männern aus in die Welt. Sie fanden einen Platz, der ihnen geeignet erschien zur Gründung einer neuen Siedlung. Sie waren fleißig und bauten schöne Häuser aus Holz. Dann erkannten sie, dass es gut sei, auch Frauen zu haben, die für den Hausputz, das Essen, die Kleidung, die Kinder und die Belustigung sorgen konnten. Sie veranstalteten ein Fest und nutzten die Gelegenheit, alle unverheirateten weiblichen Gäste einzufangen. Der Chef der damaligen Zeit sprach sehr überzeugend mit ihnen. Sie möchten ihren Zorn besänftigen und denen, denen die Fügung ihre Personen geschenkt habe, auch ihre Herzen schenken. Nun, das taten sie dann auch, fanden die fleißigen Männer ganz sympathisch und baten ihre Väter und Brüder, sich mit den sympathischen Männern zu verbrüdern. Auch das ging gut aus, die Familien erhielten die Namen ihrer Mütter und einige Zeit später die Namen ihrer Väter, so dass Frauen ihre Namen etwas umständlich wieder rückübersetzen mussten. Aber das fanden sie nicht schlimm, denn sie wussten ihre Namen ja selber.
Damit sie ihren Kindern und ihren Gatten etwas Warmes kochen konnten, baten sie die fleißigen Männer, ein Haus in der Mitte der Siedlung zu errichten. Denn die kannten bisher nur wilde Lagerfeuer, um sich zu wärmen. Wenn es regnete, verlosch das Feuer ständig, und sie froren in ihren zerschlissenen und nassen Kleidern, bis sie das Feuer mühsam wieder entfacht hatten. Also wurde das Haus errichtet.
In der Mitte des Hauses gab es einen Herd, darin ein Feuer. Der einstimmige Beschluss lautete: Dieses Feuer darf nie verlöschen. Es war schlimm für die Familien, wenn ein heimisches Herdfeuer erloschen war, weil die Hausfrau Waschtag am Fluss hatte, der Gatte von der Arbeit heimkam und kein warmes Essen bekam.
Die Chefin dieses Hauses war die mit der Idee, das Haus zu errichten. Sie half den Frauen aus ihrer Not, denn sie konnten sich nun jederzeit neues Feuer bei ihr holen. Weil das nun öfter geschah, beschäftigte sie dort junge Frauen, die dafür zu sorgen hatten. Alle Hausfrauen dankten der Chefin dieses Hauses auch für den Frieden, den sie ihnen schenkte. Mit den Geschenken konnte sie das Haus schmücken, und es wurde ein wunderschöner Tempel daraus. Weil es eine große Ehre war, das Feuer zu erhalten, beauftragte man damit dann sehr wohlerzogene junge Frauen aus guten Häusern mit der Unterhaltung des Feuers. Aber sie empfingen nicht nur Ehre. Wenn das Feuer erlosch, und das geschah tatsächlich einige Male, wurden sie hart bestraft.
Diese Chefin des Herdfeuers hieß Hestia, in Rom dann Vesta, die Feuererhalterinnen hießen Vestalinnen, und aus diesem Kult ging später die römisch-katholische Kirche hervor.

Noch immer bietet sie neben dem Feuer vielen alleinerziehenden Müttern mit Kindern Schutz und Obdach. Je mehr Kinder, desto prächtiger gedeiht sie. Auch dann noch, wenn sich längst alle fleißigen Männer ihre Tempel auf den Rücken geschnallt haben, ausgewandert sind und ihre Schlösser in der neuen Heimat errichtet haben, in denen es mindestens 24 Feuerzeuge gibt und wenn nicht, dann an der nächsten Tankstelle, glauben sie daran, dass Frauen es ihnen gleichtun, ihre Herdfeuer nebst Kindern und Sack und Pack auf ihre Rücken schnallen, ihnen nachrennen und natürlich ihre Söhne nach getaner Arbeit in dem ehrwürdigen Schloss lassen und Unterhalt bezahlen alternativ gezwungenermaßen weiter darin wohnen.
Aber es soll tatsächlich schon so vorgekommen sein bei einigen Selbstverleugnerinnen, die dann wiederum Gelegenheit fanden, hier und da oder einem Gott ihr Leid zu klagen. ...

askme, wenn du es nicht verstanden hast, bekommst du noch ein paar ganz konkrete Tipps. Reiße dein Schloss ab, alternativ verkauft beide eure Schlösser. Zieht in die Nähe ihrer Verwandtschaft, baut ein gemeinsames Schloss und gründet ein neues Unternehmen. Einfach so, aus Liebe.

Hallo zusammen,

ich möchte euch für euren Input und eure Worte danken, die ja in der Summe eine ganz klare Sprache sprechen.

Es ist, denke ich, an der Zeit, sich die nötige Ruhe zu nehmen, in sich zu gehen, nachzudenken, um dann daraus gestärkt - wie auch immer - hervorzugehen.

Danke nochmals an alle, eine wirklich tolle Community,
ich wünsche euch frohe Weihnachten, eine besinnliche Zeit und alles Gute für das kommende Jahr 2019,

AskMe.

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