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Zurueck nach Deutschland - fuer die Liebe

27. April 2017 um 22:37

Da bin ich also, hin und her gerissen zwischen Herz und Kopf. Zur Geschichte, wir haben uns durch Zufall in Deutschland kennengelernt. Sie lebt in einer deutschen Grossstadt und ich etwa 7000km weit weg. Wir haben uns den ersten Abend verabschiedet mit den Worten: "Es macht ja keinen Sinn so ueber die Entfernung" - naja und dann dank Handy und Whatsapp sind wir dann doch in Kontakt geblieben.

Das sind jetzt schon fast 3 Jahre, alle paar Wochen ist sie bei mir und ich bin bei ihr. Richtigen Alltag hatten wir noch nie, aber wir haben uns zusammen gerauft. Irgendwann kam der Gedanke zusammen zu ziehen - worauf ich sagte, willst Du Kinder, weil ich will. Naja, da war dann grosse Unsicherheit - Monate spaeter gab es dann den Knall weil es irgendwie nicht vorwaerts ging.

Wir haben uns getrennt, und ich hab versucht mein Leben irgendwie weiter zu machen. Arbeit, Hund, Ablenkung gibts genug. Bei einem Besuch bei der Familie zurueck in Deutschland haben wir uns dann noch einmal gesehen, sind dann ueber die Wochen wieder ins Gespraech gekommen, sie meinte sie hat viel nachdenken koennen und wuerde so gerne eine Familie mit mir haben.

Die ganzen letzten Monate davor hab ich mir taeglich eingeredet, das es so besser war, weil es waren eh keine Kinder geplant. Jetzt merke ich das sie es wirklich aufrichtig meint und wir haben echt eine Art von Kommunikation und Respekt fuereinander, dass es schon klasse ist. Sie waehre eine super Mutter. Wenn es jetzt darum geht ueber den Umzug zu sprechen, dann merke ich, wie sich innerlich alles zusammenzieht. Das war vor einem Jahr - also vor dem Knall und der Trennung nicht so. Ich habe Angst was wird - in Deutschland habe ich die letzten 10-12 Jahre nur zum Urlaub verbracht, weder habe ich dort jemals gearbeitet, noch komme ich grossartig mit der Mentalitaet klar - vielleicht schon zu lange weg.

Ich hatte diese Aengste vorher nicht, die sind jetzt massiv gekommen. Denke ich habe mich in der Zeit die wir nicht "zusammen" wahren vielleicht emotional zu sehr geloest und finde jetzt den Anschluss nicht mehr?

Wenn ich darueber nachdenke, das wir auseinander sind, dann fuehle ich wirklich, dass sie die Richtige ist. Wenn ich darueber nachdenke, dass wir gemeinsam leben, dann habe ich Angst, dass die Beziehung darunter leidet, dass es so ein komplettes Ungleichgewicht ist (einer zieht zum anderen und gibt alles auf - ist ja nun nicht einfach in eine andere Stadt ziehen, und wenn Kinder da sind ist es ja auch gleich ausser Frage).

Meine Grosse befuerchtung ist, das egal wie ich mich entscheide - ich den Traum mir in einem anderen Land etwas aufzubauen (eigene Firma, Haus, etc.) aufgebe -- oder die Frau die mir unendlich viel bedeutet. Egal wie ich mich entscheide - irgendwie entscheidet man sich gegen etwas, das einen essentiellen Teil ausmacht.

Ich hab keine direkte Frage, bin aber fuer jede Unterhaltung und Denkanstoesse dankbar.

In dem Sinn, liebe Gruesse zurueck in die alte Heimat.

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28. April 2017 um 14:50

Ich lebe seit ueber 10 Jahren in den USA, bin damals gleich nach dem Studium, oder sagen wir waehrend des Studiums fuer einen Job rueber und arbeite seit 2009 Selbstaendig mit einem kleinen Buero in NY. Solange ich denken kann wollte ich in die USA - es ist auch nicht alles Gold was glaenzt aber immer wenn ich nach Deutschland komme, merke ich wie sehr ich Probleme mit der Gesellschaft habe. Da wird ueber das Arbeitsamt gemeckert und ueber Teilzeit, Krankenversicherung usw. Nicht falsch verstehen, ich kann das alles nachvollziehen. Gleichzeitig weiss ich aber, wie es anderen geht. Ich selber habe in meinem Leben noch nie Arbeitslosenunterstuetzung bekommen - das ist fuer Einwanderer in den USA alles ein wenig anders .

Also es war schon immer ein Traum und ich habe unendlich hart gearbeitet und etliche Jahre Versicht geuebt, damit ich mir hier etwas aufbauen kann. Jetzt steht die Entscheidung zurueck in ein Land zu gehen, dass ich seit 10 Jahren nur aus dem Urlaub her kenne - und in den letzten Jahren zunehmen nicht wieder erkenne.

Fuer sie hier her zu kommen steht nicht zur Option - sie ist sehr eng mit ihrer Familie und das kann ich verstehen. Eine Familie zu gruenden ist in Deutschland auch einfacher - Mutterschutz, Krankenkasse etc.

Was ich vorgeschlagen habe ist, das wir es ertsmal hier gemeinsam versuchen, und dann zurueck gehen. Das war auch keine Option. Vom Kopf her macht es keinen Sinn, Ich habe einen super Job, kann meine eigenen Termine setzen, habe keinen Boss ausser mir und kann mich selbst versorgen. Von meinen ehemaligen Kommillitonen arbeitet kaum noch einer in dem Feld, da es hinten und vorne nicht reicht um nach Abzuegen eine Familie zu gruenden, oder sie stocken auf. Also wirtschaftlich kompletter Neuanfang. gesellschaftlich kompletter Neuanfang, emotional...

Egal wie ich mich entscheide, entweder gebe ich die Frau auf die ich liebe oder das Land, welches ich liebe.

Interessant ist, dass ich vor gut einem Jahr ganz anders gedacht habe. Monatelang hab ich gesagt ich komme, aber nur wenn unsere Ziele uebereinstimmen, und das wichtige fuer mich ist eine Familie zu gruenden, dafuer wuerde ich auch nach Deutschland gehen. Es kam anfangs die Antwort, wir muessen erstmal zusammen ziehen damit sie das beantworten kann, dann kam: I"ch weiss nicht ob ich Kinder will". Dabei dachte ich immer das fuehlt man doch, und wenn man das weiss, dann ist es einen Versuch wert, kann ja trotzdem nicht klappen bzw. man merkt das es dann doch nicht passt. Nun, nach Monaten des Hin und Her haben wir uns getrennt, jetzt will sie Kinder... und ich komm irgendwie nicht zu der Leichtigkeit zurueck, die ich vorher hatte.

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28. April 2017 um 17:14

Es ging ja immer darum, dass ich zu ihr ziehe, aber ich hab gesagt wenn dann muss ich wissen, das zumindest beiderseitiger Kinderwunsch ist. Das war aber super lange unklar von ihrer Seite aus, gleichzeitig hiess es "wir sollten mal darueber nachdenken zusammen zu ziehen". Das fand ich sehr ungerecht - sprich ich sollte eine Entscheidung treffen, waehrend sie keine bei der Grundlage trifft.

Jetzt haben wir die gemeinsame Grundlage und es fuehlt sich alles gut an, aber nach der Trennung hab ich alles versucht, um loszukommen, und nun ist es so, das ich da Probleme habe wieder mit dem Gefuehl anzuknuepfen.

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28. April 2017 um 20:45
In Antwort auf 777444333

Da bin ich also, hin und her gerissen zwischen Herz und Kopf. Zur Geschichte, wir haben uns durch Zufall in Deutschland kennengelernt. Sie lebt in einer deutschen Grossstadt und ich etwa 7000km weit weg. Wir haben uns den ersten Abend verabschiedet mit den Worten: "Es macht ja keinen Sinn so ueber die Entfernung" - naja und dann dank Handy und Whatsapp sind wir dann doch in Kontakt geblieben.

Das sind jetzt schon fast 3 Jahre, alle paar Wochen ist sie bei mir und ich bin bei ihr. Richtigen Alltag hatten wir noch nie, aber wir haben uns zusammen gerauft. Irgendwann kam der Gedanke zusammen zu ziehen - worauf ich sagte, willst Du Kinder, weil ich will. Naja, da war dann grosse Unsicherheit - Monate spaeter gab es dann den Knall weil es irgendwie nicht vorwaerts ging.

Wir haben uns getrennt, und ich hab versucht mein Leben irgendwie weiter zu machen. Arbeit, Hund, Ablenkung gibts genug. Bei einem Besuch bei der Familie zurueck in Deutschland haben wir uns dann noch einmal gesehen, sind dann ueber die Wochen wieder ins Gespraech gekommen, sie meinte sie hat viel nachdenken koennen und wuerde so gerne eine Familie mit mir haben.

Die ganzen letzten Monate davor hab ich mir taeglich eingeredet, das es so besser war, weil es waren eh keine Kinder geplant. Jetzt merke ich das sie es wirklich aufrichtig meint und wir haben echt eine Art von Kommunikation und Respekt fuereinander, dass es schon klasse ist. Sie waehre eine super Mutter. Wenn es jetzt darum geht ueber den Umzug zu sprechen, dann merke ich, wie sich innerlich alles zusammenzieht. Das war vor einem Jahr - also vor dem Knall und der Trennung nicht so. Ich habe Angst was wird - in Deutschland habe ich die letzten 10-12 Jahre nur zum Urlaub verbracht, weder habe ich dort jemals gearbeitet, noch komme ich grossartig mit der Mentalitaet klar - vielleicht schon zu lange weg.

Ich hatte diese Aengste vorher nicht, die sind jetzt massiv gekommen. Denke ich habe mich in der Zeit die wir nicht "zusammen" wahren vielleicht emotional zu sehr geloest und finde jetzt den Anschluss nicht mehr?

Wenn ich darueber nachdenke, das wir auseinander sind, dann fuehle ich wirklich, dass sie die Richtige ist. Wenn ich darueber nachdenke, dass wir gemeinsam leben, dann habe ich Angst, dass die Beziehung darunter leidet, dass es so ein komplettes Ungleichgewicht ist (einer zieht zum anderen und gibt alles auf - ist ja nun nicht einfach in eine andere Stadt ziehen, und wenn Kinder da sind ist es ja auch gleich ausser Frage).

Meine Grosse befuerchtung ist, das egal wie ich mich entscheide - ich den Traum mir in einem anderen Land etwas aufzubauen (eigene Firma, Haus, etc.) aufgebe -- oder die Frau die mir unendlich viel bedeutet. Egal wie ich mich entscheide - irgendwie entscheidet man sich gegen etwas, das einen essentiellen Teil ausmacht.

Ich hab keine direkte Frage, bin aber fuer jede Unterhaltung und Denkanstoesse dankbar.

In dem Sinn, liebe Gruesse zurueck in die alte Heimat.

hi!
da ich selbst einen teil meines lebens auf einem anderen kontinent verbracht habe rate ich dir in den usa zu bleiben. ich glaube zu wissen, wie fremd dir die gesellschaft hier in europa ist, ging mir nach der rückkehr gleich.
du hast - wie du schreibst - schon sehr viel erreicht und ganz ehrlich: aus deinen nachrichten hier entnimmt man große begeisterung für dein leben in der fremde. es war dein traum, jetzt ist es deine realität, und die meisterst du sehr gut. (was sicher harte arbeit und tatsächliches "daran glauben" erfordert!). verbaue dir das nicht. nicht wegen einer frau. mag sein dass du dein leben lang wehmütig an "sie" denken wirst, wenn du dich gegen eine rückkehr nach deutschand entscheidest, aber der preis ist mmn zu hoch. zumal sie ja scheinbar auch später aufgrund ihrer engen verbindung zu ihrer familie nicht mit dir woanders hinziehen möchte.
warte lieber auf die, die in deinen lebensplan passt. meine meinung. alles gute!!

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29. April 2017 um 8:46

Bei deiner Erhöhung rate ich dir auch unbedingt in den USA zu bleiben. Du wirst es bereuen, denn sie wirkt auf mich eben nicht so als wenn sie Kompromisse eingehen will. 

Sie möchte eigentlich alles so haben wie jetzt und dich dazu. Das geht aber nicht.

du wirst dich neu verlieben. Du hast dich doch schon ein Stück weit gelöst. Dann kommt der Rest auch noch.

 

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29. April 2017 um 8:47

Erzählung*

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29. April 2017 um 9:07

Ich finde es auch etwas merkwürdig von ihr, dass sie da überhaupt keine Bereitschaft zeigt, in die USA zu gehen.
Wir hatten damals auch ein ähnliches Problem - ich in Österreich und er in Russland. Auch wenn Österreich die objektiv viel bessere Wahl war (eben wegen dem Gesundheitssystem, den viiiel höheren Löhnen, Lebensqualität, politische Situation, etc.), haben wir gemeinsam Pro und Contra abgewägt, sehr viel darüber gesprochen und ich war immer dazu bereit nach Russland zu ziehen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass ihre Liebe da wirklich stark genug ist, wenn sie allein schon ablehnt erst einmal das Leben in NY auf Zeit zu probieren.
Es klingt für mich nach keiner guten Partnerschaft, in der man nicht gemeinsam alle möglichen Lösungen eines essentiellen Problems in Ruhe durchbesprechen kann.

Hat sie denn eventuell Angst, zu sehr von dir abhängig zu sein, hat sie denn irgendwelche Ersparnisse? Da ich alle Zelte hinter mir abgebrochen hätte (ich hab keine so gute Beziehung zu meiner Familie und Freundschaften werden auch irgendwann vielleicht vergessen), hätte ich Sorgen gehabt, dass ich nach Russland gehe, die Beziehung nicht hält und dann stehe ich mit überhaupt nichts da und kann es mir nicht mehr leisten nach Österreich zurückzugehen - wann ich dort eine Arbeit mit meinen miesen Russischkenntnissen gefunden hätte, wüsste ich ja nicht. Darum hätten wir es in diesem Fall so gemacht, dass mein Mann mir Geld auf ein Sparbuch auf meinen Namen gegeben hätte,  das für einen Heimflug und einen Neustart in Österreich gereicht hätte. Eventuell ist das ja auch ihre Sorge.

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30. April 2017 um 4:18

Hi,

some tiny questions: You wrote you have trouble with the German mindset. Nevertheless you got stuck with a german girlfriend. Why in all hell? Honestly I don't get it. You run an office in NYC and there was no other girl around? You know what an AFC or oneitis is? Look it up and grow up.

 

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