Forum / Liebe & Beziehung

Zukunft unserer Fernbeziehung: Wir oder ich?

5. Oktober um 22:42

Meine Freundin und ich (beide mitte 20) führen seit knapp 2 Jahren eine (Fern)Beziehung. Was locker begann und auch lange gut lief, ist nun am Scheideweg angelangt. Wir beide sind nach einem tränenreichen, gemeinsamen Urlaub zu dem Schluss gekommen, dass wir so nicht mehr weiter machen wollen/können. Sie studiert etwa 400 km entfernt und ist bald fertig, ich habe noch 2 Jahre vor mir. Während sie sich aus Job- und Interessensgründen nicht vorstellen kann, in die Region meines Studienorts zu ziehen (was ich vollkommen verstehen kann), gibt es mein Studium leider nur noch in ähnlicher Form in Köln. Ich komme von dort, sie hat einen großen Freundeskreis vor Ort, wir könnten es uns also durchaus vorstellen. Ach fühle ich mich in der momentanen dörflichen Umgebung eigentlich nicht besonders wohl. Wenn wir uns sehen, ist fast alles perfekt doch die Zeiten dazwischen fühlen sich sehr distanziert, manchmal fast fremd an.
Mein Studium gefällt mir sehr und ein Hochschulwechsel wäre unvermeidbar mit einem Zeitverlust verbunden. Zudem ist der Studiengang in Köln leider nicht komplett identisch, gerade die Studienstruktur und Anerkennung der Universität weichen deutlich ab. Ich habe große Angst, dass ich an der neuen Uni nicht zurecht komme oder durch abweichende Lehre mit einem anderen Wissensstand einsteige und einen Wechsel bereuen könnte. Außerdem habe ich hier einen wirklich tollen Job gefunden.

Ich kann wahnsinnig gut mit ihr. Wir stützen einander, streiten praktisch nie und haben tolle Erlebnisse gehabt und Erfahrungen gesammelt. Ich kann mir eine weitere gemeinsame Zukunft sehr gut vorstellen. nur weiß ich leider noch überhaupt nicht, wohin mich meine berufliche Laufbahn einmal verschlagen wird. Sie hat ungefähre Vorstellungen aber auch keinen definitiven Plan. Ich habe in meinem Leben leider schon zu oft Dinge nicht durchgezogen und würde dieses Studium wirklich gerne packen. Ein eventueller Wechsel fühlt sich, wie ein erneutes Abbrechen an. Dahinter steckt (für meinen Geschmack) zu viel Risiko. Und doch plagen mich schreckliche Schuldgefühle, es nicht wenigsten zu probieren und unser Zweisamkeit eine faire Chance zu geben. 

Über Meinungen und Denkanstöße würde ich mich sehr freuen

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