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Zukunft - mit oder ohne Familie?

24. Februar 2012 um 20:36

Hallo zusammen,

Mich beschäftigt seit einiger Zeit etwas, das ich gerne loswerden möchte. Und ich würde gerne eure Meinung hören!!

Ich bin jetzt seit etwas mehr als 3 Jahren mit meinem Freund zusammen, seit 1,5 Jahren wohnen wir zusammen. Die erste große Liebe, ich kann mir mit ihm wirklich die perfekte Zukunft vorstellen. Aber in einer Sache sind wir uns absolut nicht einig ...

Klar will man nicht das ganze Leben in einer kleinen Altbauwohnung verbringen. Wir haben schon oft darüber gesprochen, später mal ein eigenes Haus zu haben und eine kleine Familie zu gründen. Mein Freund versteht sich nun mit seinen Brüdern ziemlich gut. Wenn wir bei ihm zu Hause sind, ziehe ich mich meist zurück, während er die ganze nacht mit den beiden redet, PC oder Skat spielt. Im Grunde beneidenswert. Nun, mein Freund würde dann gerne mit seinen Brüdern zusammen ein Haus kaufen und jede "Familie" hat in diesem Haus eine eigene Wohnung. Außerdem plant er, zusammen mit seinem Vater und seinem Bruder eine eigene Kanzlei zu eröffnen (sein Vater ist Jurist, mein Freund studiert Jura, sein Bruder will im Oktober mit Jura beginnen).

Für mich ist das einfach zu viel Nähe. Gerade mit seinen Eltern hat er sich früher oft gestritten, deshalb weiß ich einfach nicht, ob er mit seinem Vater als Vorgesetzten oder auch Geschäftspartner klar kommen würde. Was für mich aber noch wesentlich schlimmer ist, ist einfach die Vorstellung, immer die Familie um mich zu haben. Es klingt total dramatisch, aber ich habe die Erfahrung gemacht, dass sowas nur zu Streit und Unfriede führt. Meine Eltern haben sich damals entschieden, mit meinen Großeltern (den Eltern meines Vaters) in ein Haus zu ziehen und es war und ist die Hölle. Meine Mutter wird seit 25 Jahren schikaniert, mein Vater ist mit über 50 immer noch ein absolutes Mama-Kind und ich selbst wurde jahrelang von Oma kontrolliert, wer kommt zu Besuch, wo gehst du hin usw... Ich habe wirklich 3 xxx gemacht, als ich damals weggezogen bin. Mein Freund kennt diese Geschichten alle und meint, es wäre was ganz anderes mit seiner Familie.

Aber kann man wirklich garantieren, dass man sich auf ewig versteht? Der Vater meines Freundes ist mit seinen beiden Brüdern auch total zerstritten. Ich weiß, dass ich mich dabei schlecht fühlen würde. Ich mag die Familie meines Freundes sehr, aber ich will meine Unabhängigkeit bewahren und auf keinen Fall, dass sich das , was bei meinen Eltern abläuft, wiederholt. Ich weiß aber auch einfach nicht, wie ich meinem Freund diese Sichtweise darlegen soll. Und ich will auch auf keinen Fall, dass er sich mit seiner Familie zerstreitet - um Gottes willen! Ich möchte einfach eine eigene kleine Familie haben mein eigenes Leben aufbauen...

Kompliziert... ich hoffe, der ein oder andere hat bis hierher gelesen und kann mir einen Rat geben? Sehe ich das alles zu dramatisch? Ich würde mich freuen

Kleinerstern

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24. Februar 2012 um 20:53

Seh ich genauso
Ich könnte mir das auch nicht vorstellen. Ich bin zeitweise in einer Umgebung aufgewachsen wo es noch völlig normal ist, dass 3 Generationen unter einem Dach wohnen.
Persönlich bin ich, dank etwas eigenwilliger Familienverhältnisse, von solchen Aktionen verschont geblieben.
Was ich aber in der Zeit bei Freunden und Bekannten mitbekommen habe hat gereicht.
Nie im Leben würde ich mich auf sowas einlassen, schon gar nicht als Schwiegertochter. Sei sicher, Schwiemu ist die Herrin im Haus, über alle Parteien und Personen und du stehst alleine da weil dein Kerl ganz sicher die Partei seiner Ma ergreift.
Kaum ein Mann hat die Eier in der Hose seiner Mutter mal ein paar Takte zu sagen, am Ende bist du die Blöde, sie will doch nur euer Bestes und blablablabla....
Ich kenne wirklich viele solcher Mehrgenerationenhaushalte und keinen in dem es anders wäre, wenn frau als Schwiegertochter in die Familie kommt.
Umgekehrt ist seltener, funtioniert aber meines Wissens nach besser. Also wenn Schwiegersohn bei Frau und Schwiegereltern einzieht.
Ich vermute es liegt daran, dass Mütter ihre Töchter besser loslassen können als ihre Söhne und Väter zwar mehr an ihren Töchtern hängen aber selten solche Giftnattern sind wie Frauen es eben sein können...

Mein Rat: lass das bleiben, du machst dich unglücklich oder nimmst zumindest ein immenses Risiko auf dich unglücklich zu werden.

Grüße,
eineUserin

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24. Februar 2012 um 20:55
In Antwort auf ganiya_12863444

Seh ich genauso
Ich könnte mir das auch nicht vorstellen. Ich bin zeitweise in einer Umgebung aufgewachsen wo es noch völlig normal ist, dass 3 Generationen unter einem Dach wohnen.
Persönlich bin ich, dank etwas eigenwilliger Familienverhältnisse, von solchen Aktionen verschont geblieben.
Was ich aber in der Zeit bei Freunden und Bekannten mitbekommen habe hat gereicht.
Nie im Leben würde ich mich auf sowas einlassen, schon gar nicht als Schwiegertochter. Sei sicher, Schwiemu ist die Herrin im Haus, über alle Parteien und Personen und du stehst alleine da weil dein Kerl ganz sicher die Partei seiner Ma ergreift.
Kaum ein Mann hat die Eier in der Hose seiner Mutter mal ein paar Takte zu sagen, am Ende bist du die Blöde, sie will doch nur euer Bestes und blablablabla....
Ich kenne wirklich viele solcher Mehrgenerationenhaushalte und keinen in dem es anders wäre, wenn frau als Schwiegertochter in die Familie kommt.
Umgekehrt ist seltener, funtioniert aber meines Wissens nach besser. Also wenn Schwiegersohn bei Frau und Schwiegereltern einzieht.
Ich vermute es liegt daran, dass Mütter ihre Töchter besser loslassen können als ihre Söhne und Väter zwar mehr an ihren Töchtern hängen aber selten solche Giftnattern sind wie Frauen es eben sein können...

Mein Rat: lass das bleiben, du machst dich unglücklich oder nimmst zumindest ein immenses Risiko auf dich unglücklich zu werden.

Grüße,
eineUserin

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für mein "fun(k)tioniert.

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24. Februar 2012 um 21:14


schön, dass ihr 2 das genauso seht.

Zu seinen Eltern zu ziehen, steht auch erstmal - glücklicherweise - nicht zur Debatte. Vorerst geht es nur darum, mit den Brüdern im gleichen Haus zu leben. Das ist sicherlich was anderes, aber trotzdem habe ich starke Bedenken, wie gesagt...

Und iwie fehlt meinem Freund ein bisschen der Blick aufs echte Leben. Ich meine, er ist mit Jura aufgewachsen, sein Vater hilft ihm beim Lernen, mit den Hausarbeiten, er macht das Praktikum bei seinem Vater am Gericht. Ich wünschte, er könnte was alleine durchziehen. Ich meine, ich hab mich auch immer iwie durchgebissen. Muss es da ein Job beim Vater sein? Ein Haus mit den Brüdern? Aber wie mache ich ihm das klar? Ohne verletztend zu sein oder nicht ernst genommen zu werden? Mir macht die Sache grade echt kopfzerbrechen (auch wenn es noch ne Weile dauert, bis wir uns tatsächlich ein Haus leisten können oder er mit dem Studium durch ist)...

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