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Zuerst zusammen wohnen dann separat

20. Oktober 2016 um 22:41 Letzte Antwort: 28. Oktober 2016 um 15:05

Hallo allerseits

Mein Freund (35) und ich (31) sind seit zwei Jahren zusammen und hatten wirklich eine sehr harmonische Beziehung. Er ist nach ca. 10 Monaten vorübergehend zu mir in die Wohnung gezogen, da er seine WG aufgelöst hatte. Da wir beide viel arbeiten und auch Dinge für uns machen, sind wir uns in der kleineren Wohnung eigentlich nie auf die Nerven gegangen. Als ich dann nach ca. 7 Monaten einen neuen Job hatte, war sogar er derjenige, der unbedingt gemeinsam in eine grössere Wohnung in der Mitte unserer beider Arbeitsplätze ziehen wollte. Das machten wir dann ein wenig später auch. Er hatte auch mega Freude am Einrichten etc. Die ersten drei Monate war alles super. Plötzlich im Juni bemerkte ich, dass er immer sehr gestresst von der Arbeit ist und leicht genervt. Er hatte auch wieder so Panikattacken im Schlaf, wie er bereits einmal vor Jahren hatte, als er ein Burnout hatte. Er hat dann in dieser Zeit seine Laune ziemlich an mir rausgelassen. Natürlich ging das an mir nicht spurlos vorbei und so nervten wir uns ein wenig gegenseitig. Irgendwann ging er dann ein zwei mal die Woche sinnlos lange mit seinen Jungs von der Arbeit Biere trinken und zwei drei mal schlief er sogar auf der Couch im Büro, da er zu betrunken war, um noch 30 min nach Hause zu fahren. Es war nicht eine sehr tolle Zeit für mich (habe mir zu Hause auch Sorgen gemacht, ob ihm etwas passiert ist). Er war ziemlich auf dem Egotrip und wir verbrachten nicht so viel gemeinsame Zeit die nächsten Wochen. Auf jeden Fall hat mich das so genervt wegen dem Trinken und nicht nach Hause kommen, da er sonst nie so destruktiv drauf war, dass ich zwei drei Mal gesagt habe, vielleicht gehe ich besser mal eine Weile zur Kollegin. Ich dachte ein wenig Abstand schadet nicht. Er wurde aber voll panisch und wollte nicht, dass ich irgendwo hingehe für paar Tage oder Wochen.Schlussendlich ein paar Wochen später sagte er mir dann, dass er halt seit über 10 Jahren nie alleine wohnte und das irgendwie im Moment braucht mit dem Arbeitsstress und um sich selbst zu finden, er habe wie ein Brett vor dem Kopf, was seine allgemeine Zukunft anbelangt. Und er mache sich halt schon seine Gedanken, was mit 35 dann so ein nächster Schritt wäre in der Beziehung etc. Alles in allem: es hat sich soviel in seinem Kopf abgespielt. Zukunftsängste, sehr schlechte Erfahrung mit der klammernden Ex-Verlobten usw. Nun wohne ich seit 3 Monaten in der WG bei meiner Kollegin. Ich wollte uns diesen Raum geben. Und es läuft wieder viel viel besser. Wir sehen und so 2 - 3x pro Woche. Man macht bewusster ab, schätzt den anderen mehr und kann auch mal vermissen und sich Zeit für sich nehmen. Das mit dem sinnlos trinken macht er eigentlich, bis mal auf eine Fete, auch nicht mehr. Wir waren kürzlich auch gemeinsam im Urlaub und haben seine Familie am Meer besucht (das war seine Idee). Das hat uns wirklich gut getan und auch wieder zusammen geschweisst. Er sagte mir auch, er weiss jetzt, dass wir zusammen gehören und er liebe mich wirklich sehr. Er brauche einfach ein wenig Zeit, um sich zu finden. Das sagte er, nachdem ich fragte, ob und wann ca. er denn wieder zusammen wohnen möchte.Ich weiss einfach nicht, was ich denken soll, da es eigentlich super läuft. Er meldet sich auch jeden Tag mehrmals von sich aus und ist wirklich super gelaunt und sehr herzig. Vor was hat er Angst? Wie soll ich mich verhalten? Im Moment stimmt es für mich so, wenn dies eine Chance für uns ist, aber ich denke eigentlich zukunftsorientiert und würde schon gerne wieder mit ihm wohnen.Als ich ausgezogen bin, meinte er auch, ich soll doch nicht alles packen, es sei ja einfach temporär und wir seien in einem super Flow.Er hat auch letzte Woche gesagt, er würde sehr gerne einen Wochenend-Trip mit mir machen und er möchte, dass ich Ende Jahr Mit ins Ausland zur Familie in die Ferien komme, er würde mir auch den Flug bezahlen etc.Ach, ich weiss einfach nicht, was ich denken soll. 
Hat ev. Jemand einen Tipp?
 

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21. Oktober 2016 um 12:04

Ich würde deinem Freund zu einer Therapie raten. Burn out und das trinken, mehr Zeit für sich, Zukunftsängste, er sollte sich wirklich Hilfe holen.

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27. Oktober 2016 um 13:49

Haha, grandiose Antwort!
Du hast ja keine Ahnung, wie es zwischen uns wirklich ist.
Vertrauen, Ehrlichkeit und Respekt sind die Grundpfeiler. Würden die nicht stimmen, würde ich mich sicherlich auch nicht auf eine temporäre Kompromisslösung einlasen.

Es geht ihm auch schon viel besser und er kann mittlerweile auch über seine "Baustellen" sprechen und wir haben es wieder sehr sehr gut. Manchmal heisst es einfach auch etwas Geduld und Vertrauen in die Situation zu haben und nicht immer nur schwarz und weiss zu sehen. Das ist so typisch für sehr viele Menschen.

Keine Ahnung wie alt du bist, aber deine Antwort ist so etwas von kindisch und unreif! Dann wünsche ich dir viel Spass beim Lachen und das nächste Mal kannst du dir so eine unnötige Antwort echt sparen!

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27. Oktober 2016 um 13:50

Entweder schwarz oder weiss!

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27. Oktober 2016 um 14:16

Es gibt Phasen im Leben, da ändert sich alles. Vielleicht kam nach dem Zusammenzug ja das große Loch. Ich hatte selbst schon einen Burnout vor 10 Jahren und hab es auch mit einer Therapie gut geschafft. Trotz alledem bin ich eher ein ängstlicher Mensch, der immer mal wieder auch (zu?)viel grübelt. 

Gib Euch einfach noch etwas Zeit, lass ihn auf Dich zukommen. Ich denke schon, dass ihr ein glückliches Leben führen könnt. Lass ihn einfach auch an Deinen Sorgen und Gedanken teilhaben. Manchmal lenkt das von den eigenen Befindlichkeiten ab und bringt einen weiter. Das kann ich zumindest aus eigener Erfahrung sagen. 

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27. Oktober 2016 um 14:33

Schöne Formulierung von dir! Richtig Niveauvoll!

Nein, Probleme lösen sich nicht einfach in Luft auf und sicherlich nicht in einer Woche.

Wir sehen uns 1-2 Mal unter der Woche, gehen zusammen zum Sport, kochen zusammen und schauen unsere Serien oder machen gemeinsam Musik. Am Wochenden sind wir sicher auch zwei Tage zusammen und machen tolle Ausflüge in die Berge oder treffen uns mit Freunden oder gehen auch mal die Familie besuchen oder machen einen Wochenend-Trip irgendwo hin. Und ja, wir haben tollen Sex und wir harmonieren sehr gut. Aber es dreht sich ganz sicher nicht um Sex. Und unsere Kommunikation ist auch sehr gut. Er ruft mich täglich 1-2 Mal an und wir reden über unsere Arbeit, Gott und die Welt, Ferienpläne usw.

Ich habe btw auch ein eigenes Leben und er auch, das war immer schon so. Ich gehe auch gerne für mich oder mit einer Freundin Sport machen oder ins Kino oder mal ein Wochenende Weg. Auch er macht das. Man muss ja nicht 24/7 aneinander kleben.

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27. Oktober 2016 um 14:51

Wir waren eigentlich auch nicht unglücklich als wir zusammengelebt haben. 

Mein Freund hatte einfach einen riesen Druck bei der Arbeit, Schlafprobleme wegen dem Stress und war wegen allem gereizt und etwas überfordert und hat seine Laune dann leider über einige Wochen hinweg ziemlich an mir herausgelassen. Irgendwann wurde also seine Krise zu unserer Krise. Klar habe ich vielleicht auch zu viel nachgeborrt, wenn er komisch drauf war und es hat mich frustriert und dann war ich wohl auch nicht immer super toll drauf und so entwickelte sich wohl auch eine kleine Abwärtsspirale. 
Er meinte letzte Woche dann auch, dass es ihm wirklich schon viel besser geht und er auch weiss, dass er weiterhin an sich arbeiten will und dass er sich auch bewusst geworden ist, dass er im Leben nicht immer vor Problemen davon rennen soll und dass er wie eigentlich auch im Berufsleben, im Privatleben mehr Verantwortung übernehmen muss.
Das finde ich eigentlich noch eine vernünftige Erkenntnis.

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27. Oktober 2016 um 15:08

Weil ich gerne allenfalls von jemandem, der einmal in einer ähnlichen Situation bezüglich wieder getrennte Wohnungen haben war, eine Erfahrungsgeschichte. Eben nicht eine schwarz und weiss Story, sondern eine Einschätzung aufgrund einer ähnlich erlebten Story.

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27. Oktober 2016 um 22:22
In Antwort auf kaelee_11977066

Schöne Formulierung von dir! Richtig Niveauvoll!

Nein, Probleme lösen sich nicht einfach in Luft auf und sicherlich nicht in einer Woche.

Wir sehen uns 1-2 Mal unter der Woche, gehen zusammen zum Sport, kochen zusammen und schauen unsere Serien oder machen gemeinsam Musik. Am Wochenden sind wir sicher auch zwei Tage zusammen und machen tolle Ausflüge in die Berge oder treffen uns mit Freunden oder gehen auch mal die Familie besuchen oder machen einen Wochenend-Trip irgendwo hin. Und ja, wir haben tollen Sex und wir harmonieren sehr gut. Aber es dreht sich ganz sicher nicht um Sex. Und unsere Kommunikation ist auch sehr gut. Er ruft mich täglich 1-2 Mal an und wir reden über unsere Arbeit, Gott und die Welt, Ferienpläne usw.

Ich habe btw auch ein eigenes Leben und er auch, das war immer schon so. Ich gehe auch gerne für mich oder mit einer Freundin Sport machen oder ins Kino oder mal ein Wochenende Weg. Auch er macht das. Man muss ja nicht 24/7 aneinander kleben.

Also für mich klingt das eher nach Freundschaft plus, als nach einer Partnerschaft. Das wirkliche Leben klammert ihr bewusst aus der Partnerschaft aus und lebt bzw liebt eher an der Oberfäche entlang.

Wäre für mich viiieeel zu wenig aber ich kann mir vorstellen, dass anders gestrickte  Menschen mit dieser Unverbindlichkeit sehr gut leben können.

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28. Oktober 2016 um 15:05

In unserer heutigen Wegwerfgesellschaft finde ich es toll, zu überlegen,  wie es weitergehen kann wenn es mal nicht ganz rund läuft. Statt den Partner zu entsorgen,  zu schauen,  welche Option sonst noch möglich  ist. 
Menschen verändern sich und die Partnerschaft auch. Nicht in einem Haus zu wohnen, heißt ja nicht unbedingt, dass man nicht gemeinsam durchs Leben geht. Manchmal kann Abstand gut tun, um wieder besser aufeinander zuzugehen.
Niemand hat gesagt dass es leicht ist....klar wegwerfen ist leichter.

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