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Zu unterschiedliche Weltanschauungen?

2. Januar 2009 um 11:30

hi alle zusammen,
kennen einige von euch diese gravierenden Unterschiede zwischen einander, die einen an der ganzen Beziehung zweifeln lassen?
bei uns ist es in erster Linie die Religion. Mein Freund ist vor einigen Jahren zum Islam konvertiert. Vorher war er unreligiös. Ich habe ihn vor einigen Monaten kennengelernt und es hat direkt "gefunkt" zwischen uns, ich bin auch glücklich mit ihm, mag ihn als Menschen mit all seinen Macken. Aber jetzt - wo ich seit einigen Tagen erfahren habe, dass er Muslime ist - habe ich doch ein gewaltiges Problem damit. Er hat es mir leider nicht von Anfang an gesagt und ich habe auch nichts gemerkt. Er sagt, er lebt den Glauben eher für sich aus, nicht öffentlich. Ich würde von mir behaupt, das ich sehr weltoffen bin, ich bin selber eine "Deutschland-Osteuropa-Orient- Mischung" wir sind eine unreligiöse Familie. Ich habe mich auch schon viel mit dem Islam und dem Christentum auseinandergesetzt. Bin aber der Meinung, dass man - wenn man auf seinen Gesunden Menschenverstand und auf sein Herz hört - auch ohne Religion ein glückliches und erfülltes Leben führen KANN. Mir zumindest ist es so gelungen. Natürlich könnte ich das Moslem-Dasein meines Freundes hinnehmen und akzeptieren. Nur ich denke dabei an die Zukunft... Ich erhoffe mir nämlich eines Tages eine eigene kleine Familie, also mit Kindern. Und ich möchte meine Kinder nicht von Anfang eine in eine Religion "pressen". Ich denke allerdings, dass mein Freund - auch wenn er das jetzt beneint - mehr oder weniger tun würde.
Was meint ihr? Sehe ich das zu eng? Oder ist unsere verschiedene Weltanschauung doch ein zu starkere Unterschied für eine gemeinsame Zukunft? Vielleicht gibt es auch Gleichgesinnte?
Für jede Anregung bin ich sehr dankbar!
Kate

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2. Januar 2009 um 11:43

Zusatz
Hallo Coleen,
ich verstehe was du meinst. Es ist wirklich schwierig zu beurteilen.
Ich muss allerdings dazu noch sagen, dass er mir jetzt versichert hat, dass er von mir nie irgendwas verlangen würde. Also für ihn ist es - wie er sagt - absolut ok, dass ich damit nichts am Hut habe und auch in Zukunft haben will. Er übt dann seine religiösen Handlungen für sich aus. Er sagt, ich brauche mich für ihn weder damit zu beschäftigen noch irgendwas auszuüben.
Nur das Familienleben wäre denke ich auch schwierig, wenn die Mutter unreligös ist und der Vater z.b. dann 1 Monat fastet ...

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2. Januar 2009 um 13:11

Bis
zu dieser "beichte" warst du glücklich mit ihm?

na dann ändert sich doch nichts *schulterzuck
ich hab nach einem jahr immer noch keinen plan..is mein freund nu kath. oder evangelisch oder sonst was..wenns passt, passt es, und es spielte bis dato keine rolle bei euch, du hast es nicht bemerkt, wieso sollte sich was ändern

das einzige, was ich an deiner stelle machen würde, hinterfrag wieso er sich so entschieden hat, was es für ihn bedeutet und sprech offen über deine zukunftswünsche und bedenken

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2. Januar 2009 um 14:35

...
"Labern kann man viel,aber warum möchte er diesen Glauben leben,
...wenn es angeblich für die ihm am nächsten stehenden keine Bedeutung haben sollte..."

Ist ja nicht jeder religiöse Mensch gleich ein Missionar oder Fanatiker. Ich bin Atheistin, meine beste Freundin ist Christin, die Kirche, Glaube etc. spielen eine wichtige Rolle in ihrem Leben, aber sie hat deswegen nie versucht mich zu bekehren.

Ich würde einfach abwarten, wie es sich entwickelt. Man merkt ja recht schnell, ob jemand seinen Glauben als private Sache ansieht und vielleicht hier und da mal anderen Einblick gewährt oder gleich mal missionarisch tätig wird.

Und Kinder können ja zum Glück irgendwann mal selbst entscheiden, welcher Religion sie (nicht) angehören. Gerade wenn die Eltern unterschiedliche religiöse Auffassungen haben.

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2. Januar 2009 um 14:53

Hat er alleine diesen Glauben,
von wo stammt er , wie kommt er denn auf diesen Glauben, was
fasziniert ihn daran? Wie stellt er es sich denn vor, solltet ihr zusammen bleiben. Was wird mit den Kindern? Das sind Dinge, die wollte ich genau wissen.
Gruß Melike

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2. Januar 2009 um 16:18

...
"Aber nicht im Islam.
Das Kind eines Moslems gilt grundsätzlich als Moslem"

Religionsfreiheit ist in Deutschland ein Grund- und Menschenrecht. Wär mir ziemlich egal, wie das in Hintersonstwo gehand habt wird.

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2. Januar 2009 um 20:27

...
Ich schätze mal, es gibt auch Moslems, die eine gemäßigtere, westlich-orientierte Auffassung von sowas haben?! Können ja nicht alles Fanatiker sein.

Und da man im Normalfall nicht nach 2 Tagen mit dem Kinder machen anfängt, wird man ja wohl rausbekommen, mit wem man es zu tun hat und kann dann immernoch die Notbremse ziehen.

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3. Januar 2009 um 0:44
In Antwort auf sri_11955996

Bis
zu dieser "beichte" warst du glücklich mit ihm?

na dann ändert sich doch nichts *schulterzuck
ich hab nach einem jahr immer noch keinen plan..is mein freund nu kath. oder evangelisch oder sonst was..wenns passt, passt es, und es spielte bis dato keine rolle bei euch, du hast es nicht bemerkt, wieso sollte sich was ändern

das einzige, was ich an deiner stelle machen würde, hinterfrag wieso er sich so entschieden hat, was es für ihn bedeutet und sprech offen über deine zukunftswünsche und bedenken

Ja ....
hallo bunnyhase,
danke für die anregung!
es stimmt schon, ich war bis dahin schon ziemlich glücklich, bin es jetzt auch, was die bez. sonst angeht.
nur ich bin so ein "grübler" eine lästige eigenschaft von mir...
ich werde jetzt auch in jedemfall weiter über unsere zukunft - in familierer hinsicht - mit ihm sprechen.

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3. Januar 2009 um 0:52
In Antwort auf melike13

Hat er alleine diesen Glauben,
von wo stammt er , wie kommt er denn auf diesen Glauben, was
fasziniert ihn daran? Wie stellt er es sich denn vor, solltet ihr zusammen bleiben. Was wird mit den Kindern? Das sind Dinge, die wollte ich genau wissen.
Gruß Melike

Genau...
er stammt aus einer unreligiösen ehm. kommunistischen familie (ähnlich wie ich selber auch).
direkt stammt er aus bosnien / serbien. in seiner familie wird religion nicht ausgeübt. was ich auch selber mitbekommen habe, da ich die familie schon kennengelernt habe.
er ist zu diesem glauben gekommen nach einer wohl etwas "schwierigen" zeit, die er hatte. er hatte u.a. ein großes alkoholproblem vor einigen jahren. seit dem er dann den islam für sich entdeckt hat hat er nach seiner aussage "den inneren frieden" gefunden.
zu der anderen frage: er sagt es wäre kein problem mit zukünftiger familie etc. das sollte den kindern selbst überlassen werden.
Gruß
Kate

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3. Januar 2009 um 0:59
In Antwort auf melike13

Hat er alleine diesen Glauben,
von wo stammt er , wie kommt er denn auf diesen Glauben, was
fasziniert ihn daran? Wie stellt er es sich denn vor, solltet ihr zusammen bleiben. Was wird mit den Kindern? Das sind Dinge, die wollte ich genau wissen.
Gruß Melike

Genau...
er stammt aus einer unreligiösen ehm. kommunistischen familie (ähnlich wie ich selber auch).
direkt stammt er aus bosnien / serbien. in seiner familie wird religion nicht ausgeübt. was ich auch selber mitbekommen habe, da ich die familie schon kennengelernt habe. obwohl auch katholiken im verwandtenkreis bei denen vertreten sind. seine familie direkt aber nicht.
er ist zu diesem glauben gekommen nach einer wohl etwas "schwierigen" zeit, die er hatte. er hatte u.a. ein großes alkoholproblem vor einigen jahren. seit dem er dann den islam für sich entdeckt hat, hat er nach seiner aussage "den inneren frieden" gefunden.
zu der anderen frage, wie er sich es vorstelt:
er sagt, er übt diese muslimischen dinge für sich selbst aus, er zeigt es auch nicht offen. geht auch nicht in die moschee. also er betet und hält sich an die grundlegenden dinge, also versucht sein bestes um nach dem islam zu leben. also wie er sich das beziehungsmäßig vorstellt, ist dass er das so weiterhin ausübt und ich im grunde machen kann was ich will. ihn auszufragen zw. dinge zu hinterfragen, die er mir dann auch beantwortet oder wenn es mich interessiert, erzählt auch nichts. also im grunde - sagt er zumindest - würde er nie von mir irgendwas verlangen. dass in auch konvertiere z.b.
er hat auch einen kinderwunsch in zukunft sagt er und dann solle es den kindern selbst überlassen werden...
Gruß
Kateig

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