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Zeitfaktor in Beziehung...benötigen Hilfe.

28. Dezember 2017 um 11:36 Letzte Antwort: 29. Dezember 2017 um 15:09

Hey.
Ich wollte mal ein paar Tipps einholen.

Mein Freund hat einen Job wo er unregelmäßige Arbeitszeiten und Schichtdienst hat. Er arbeitet jeweils 12 Stunden entweder von 6:00 - 18:00 Uhr oder eben von 18:00 - 6:00 Uhr.
Er arbeitet auch jedes zweite Wochenende. 

Das heißt im Alltag hat man wenig Zeit. Wenn ich arbeite von Montag bis Freitag sehen wir uns, wenn er z. B. Nachtschicht hat an den drei Tagen gar nicht. Bei Tagschicht geht er um acht ins Bett. Wenn ich also gegen sechs von der Arbeit komme, da hat man knappe zwei Stunden. 
So das an sich wäre schwierig, aber machbar. Hinzu kommt nun, dass er ein relativ zeitaufwendiges Hobby hat. 
Da hat er Dienstag und Donnerstag Abend Training. Und jeweils ein Spiel am we wo er den ganzen Tag unterwegs ist bis abends. 

Das heißt, da er alle zwei Wochenenden arbeitet UND am freien we einen von zwei Tagen nicht da ist, hat man quasi nur zwei freie gemeinsame Tage im Monat. 
Das finde ich zu wenig. Noch haben wir keine Kinder. Aber wenn ich mir vorstelle, dass diese dann da sind...dann sehen sie ihren Vater ja kaum. 
Ich weiß es gibt genug Leute die Hobbys und Familie haben oder Schicht- und Wochenendedienst und Familie haben...aber solche schwierigen Arbeitszeiten UND ein zeitaufwendiges Hobby finde ich recht grenzwertig. 

Mal eine Woche als Beispiel: Montag Tagschicht...gegen 19:00 Uhr zu Hause und 20:00 Uhr ins Bett. Dienstag Tagschicht...dann direkt bis 21:00 Uhr Training und ins Bett. 
Mittwochabend nach MEINER Arbeit wäre der einzige Tag an dem man abends Zeit hat füreinander hat. Und Donnerstag ist wieder Training. Und am we, also Freitag bis Sonntag arbeiten, in der Nachtschicht. 
Wenn ich mir vorstelle, dass da Kinder dabei sind, dann gibt es gerade mal ein einziges gemeinsames Abendessen in der Woche. Das finde ich sehr grenzwertig.
 Was sagt ihr denn dazu?

Ich will ihn ja nicht sein Hobby verbieten oder ähnliches. Aber ich finde es einfach in Anbetracht auch mit der Familienplanung zu wenig Zeit. 

Denn auf lange Sicht betrachte müsste ich mich ja in allem nach ihm richten...wisst ihr was ich meine? 
Klar ist man bereit so zu sagen Abstriche zu mache wenn man sich liebt aber in dem Ausmaß?

Ich denke mich persönlich würde das auf Dauer unglücklich machen...

Wie kann ich das Thema und meine Bedenken denn ansprechen, ohne, dass es wie Vorwürfe klingt und ohne, dass es so klingt, als wäre er an einem scheitern schuld?

Versteht ihr mich denn wie und was ich meine? 

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28. Dezember 2017 um 13:25

Hallo numito,

dein Problem kann ich soweit nachvollziehen. Durch die Schichtarbeit ist es aber wirklich schwer, auf Dauer viel Zeit miteinander zu haben. Kinder müssen in so einer Lage wirklich gut überlegt sein, da bleibt fast alles an dir "hängen".

Habt ihr schon mal darüber geredet, ob er sein Hobby tagsüber aufnehmen kann, wenn du eh nicht da bist? So wäre er zumindest abends daheim, wenn du auch daheim bist.

Gibt es alternativ noch die Möglichkeit, dass er seine Arbeitsstelle wechselt? Vielleicht lässt sich woanders eine feste Planung besser realsieren. 

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28. Dezember 2017 um 14:00
In Antwort auf numito20152

Hey.
Ich wollte mal ein paar Tipps einholen.

Mein Freund hat einen Job wo er unregelmäßige Arbeitszeiten und Schichtdienst hat. Er arbeitet jeweils 12 Stunden entweder von 6:00 - 18:00 Uhr oder eben von 18:00 - 6:00 Uhr.
Er arbeitet auch jedes zweite Wochenende. 

Das heißt im Alltag hat man wenig Zeit. Wenn ich arbeite von Montag bis Freitag sehen wir uns, wenn er z. B. Nachtschicht hat an den drei Tagen gar nicht. Bei Tagschicht geht er um acht ins Bett. Wenn ich also gegen sechs von der Arbeit komme, da hat man knappe zwei Stunden. 
So das an sich wäre schwierig, aber machbar. Hinzu kommt nun, dass er ein relativ zeitaufwendiges Hobby hat. 
Da hat er Dienstag und Donnerstag Abend Training. Und jeweils ein Spiel am we wo er den ganzen Tag unterwegs ist bis abends. 

Das heißt, da er alle zwei Wochenenden arbeitet UND am freien we einen von zwei Tagen nicht da ist, hat man quasi nur zwei freie gemeinsame Tage im Monat. 
Das finde ich zu wenig. Noch haben wir keine Kinder. Aber wenn ich mir vorstelle, dass diese dann da sind...dann sehen sie ihren Vater ja kaum. 
Ich weiß es gibt genug Leute die Hobbys und Familie haben oder Schicht- und Wochenendedienst und Familie haben...aber solche schwierigen Arbeitszeiten UND ein zeitaufwendiges Hobby finde ich recht grenzwertig. 

Mal eine Woche als Beispiel: Montag Tagschicht...gegen 19:00 Uhr zu Hause und 20:00 Uhr ins Bett. Dienstag Tagschicht...dann direkt bis 21:00 Uhr Training und ins Bett. 
Mittwochabend nach MEINER Arbeit wäre der einzige Tag an dem man abends Zeit hat füreinander hat. Und Donnerstag ist wieder Training. Und am we, also Freitag bis Sonntag arbeiten, in der Nachtschicht. 
Wenn ich mir vorstelle, dass da Kinder dabei sind, dann gibt es gerade mal ein einziges gemeinsames Abendessen in der Woche. Das finde ich sehr grenzwertig.
 Was sagt ihr denn dazu?

Ich will ihn ja nicht sein Hobby verbieten oder ähnliches. Aber ich finde es einfach in Anbetracht auch mit der Familienplanung zu wenig Zeit. 

Denn auf lange Sicht betrachte müsste ich mich ja in allem nach ihm richten...wisst ihr was ich meine? 
Klar ist man bereit so zu sagen Abstriche zu mache wenn man sich liebt aber in dem Ausmaß?

Ich denke mich persönlich würde das auf Dauer unglücklich machen...

Wie kann ich das Thema und meine Bedenken denn ansprechen, ohne, dass es wie Vorwürfe klingt und ohne, dass es so klingt, als wäre er an einem scheitern schuld?

Versteht ihr mich denn wie und was ich meine? 

und Du traust ihm nicht zu, allein darauf zu kommen, dass er mit Kind/ern an seinem Leben etwas ändern müsste, weil es so nicht mehr geht? ^^

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28. Dezember 2017 um 14:35

keine Ahnung, aber ich habe mit Kind auch weniger Zeit für mich, als ich ohne Kind hatte. Stimmt schon. Das hat in meinem Leben so einiges geändert. Mein Mann hat auch weniger Zeit als er ohne Kind hatte und auch in seinem Leben hat sich damit viel geändert.
Nur habe ich ihm zu jeder Zeit zugetraut, dass ich ihn nicht erst darauf hinweisen und ihm das erklären muss, sein IQ liegt doch schon erkennbar oberhalb einer Banane und wenn wir nicht grundsätzlich als TEAM funktionieren würden, hätten wir auch keine Kinder.

Deswegen geht mir irgendwie nicht auf, wie man darauf kommt, dem Partner erklären zu müssen, dass sich mit Kindern ggf. das Leben von beiden ändern würde.

Ich stolper auch immer über Formulierungen wie "ich will ihm ja sein Hobby nicht verbieten" (was auch eher wenig Sinn hat, insbesondere wenn es das Hobby länger gibt als den Partner / die Partnerin), was aber dicht gefolgt wird von etwas wie "nur soll er es halt nicht mehr machen!"

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28. Dezember 2017 um 14:46

nun das würde alle Probleme lösen, die sie angesprochen hat, oder?

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28. Dezember 2017 um 14:54

Ich versteh nicht wieso ihr so polemisch werden müsst. Wer sagt denn, dass ich zu Hause bleiben will?

Ich finde beide Elternteile sollten arbeiten wie es in einer modernen Gesellschaft Gang und Gebe ist. 

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28. Dezember 2017 um 14:59

Mit Sicherheit nicht. Auch er fände Frauen die nur zu Hause sind unattraktiv. 

Des Weiteren verdiene ich mehr als er.

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28. Dezember 2017 um 15:04
In Antwort auf numito20152

Ich versteh nicht wieso ihr so polemisch werden müsst. Wer sagt denn, dass ich zu Hause bleiben will?

Ich finde beide Elternteile sollten arbeiten wie es in einer modernen Gesellschaft Gang und Gebe ist. 

weil ich mir nicht erklären kann, wieso Du Deinem Partner nicht zutraust, auch ohne Deine Hilfe und Deine Erklärung herauszufinden, dass Kind/er einfach alles im Leben ändern, die Zeit, die jeder für sich selbst hat, allem voran, sagte ich doch.

Aber immerhin gibt es auf Polemik eine Antwort von Dir. Meine Frage bekam keine. Der Beitrag von @knuffl auch nicht. Das sagt jetzt auch viel.

Noch eine Frage, die sich da aufdrängt: möchtet Ihr überhaupt beide Kinder oder möchtest Du Kinder?

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28. Dezember 2017 um 15:09

Also er macht einen Mannschaftssport und ist somit an Zeiten gebunden. Seine Arbeitsstelle kann er auch nicht einfach so wechseln, da er Beamter ist und in dem bundesland die gleichen Regelungen gelten.

und ganz ehrlich: ich glaube nicht, dass er jetzt schon so weit denkt.

wir wollen beide Kinder. Aber ich möchte ja jetz schon abstecken auf was ich mich einlasse. 

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28. Dezember 2017 um 15:21

Auf was du dich einlässt, siehst du ja bereits. 

Den Beruf wird er aber von Anfang an schon gehabt haben, darum kann man ihm das kaum zum Vorwurf machen. Rede mit ihm über deine Bedenken, alles andere hilft nicht. 

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28. Dezember 2017 um 15:25
In Antwort auf numito20152

Also er macht einen Mannschaftssport und ist somit an Zeiten gebunden. Seine Arbeitsstelle kann er auch nicht einfach so wechseln, da er Beamter ist und in dem bundesland die gleichen Regelungen gelten.

und ganz ehrlich: ich glaube nicht, dass er jetzt schon so weit denkt.

wir wollen beide Kinder. Aber ich möchte ja jetz schon abstecken auf was ich mich einlasse. 

ist wahrscheinlich, dass er jetzt noch nicht darüber nachdenkt (und darüber nachdenken will). Auch klar, dass Du das jetzt schon "abstecken" willst. Aber bei dem "Abstecken" gehst Du irgendwie nicht von einer gemeinsamen Lösung aus sondern davon, dass Du den kürzeren ziehst auf der ganzen Linie und das wundert mich. Bei Deinem Partner? Bei dem Mann, mit dem Du Kinder haben möchtest, gehst Du (im Moment) davon aus, dass es mit Kind/ern kein "Team" gibt sondern sich mehr oder minder alles auf Deinen Schultern abspielt? Im Ernst? Mit einem Mann, von dem Du so denkst, möchtest Du Kinder?

Auch als Beamter (Polizist Deiner Beschreibung nach?) kann man - gerade mit Kind/ern ja auf Teilzeit gehen. Wenn Du auch auf Teilzeit gehst und Ihr Euch die Elternzeit teilt, wäre das zeitliche Thema schon vom Tisch.
Oder der "Mannschaftssport" ist eher etwas, was man mit 20 intensiver macht als mit 30, solche Spiele / Turniere haben ja nicht von ungefähr meist einen Altersdurchschnitt der nicht gerade bei 40 liegt, oder?
Oder bis dahin ist er im Beamtengrad so weit hoch geklettert, dass es nicht mehr so schlimm mit Schichten ist.
Oder...

Es gibt so viele Möglichkeiten für gemeinsame Lösungen.

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29. Dezember 2017 um 14:31

Habe mit ihm geredet. Erstmal hat er ewig nichts gesagt...auf Rückfrage kam dann, was er denn dazu sagen solle. Er war sichtlich genervt. Woraufhin ich meinte, dass man das Zusammenziehen überdenken sollte, wenn wir nicht mal in der Lage sind über die Zukunftsvorstellungen zu reden. Er war wegen der Aussage ziemlich sauer...Er sieht das alles gar nicht so. Er ist der Meinung, dass das alles funktioniert und, dass sein Hobby gar nicht Zeit auf wendig sei.

Außerdem müsste man ja jetzt nicht darüber sprechen, da es noch nicht soweit ist.

Das sehe ich aber anders. Denn ich ziehe ja nicht mit ihm zusammen wenn er völlig andere Vorstellung von Familie hat

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29. Dezember 2017 um 14:47
In Antwort auf numito20152

Also er macht einen Mannschaftssport und ist somit an Zeiten gebunden. Seine Arbeitsstelle kann er auch nicht einfach so wechseln, da er Beamter ist und in dem bundesland die gleichen Regelungen gelten.

und ganz ehrlich: ich glaube nicht, dass er jetzt schon so weit denkt.

wir wollen beide Kinder. Aber ich möchte ja jetz schon abstecken auf was ich mich einlasse. 

Na wenn er Beamter ist kann er doch wenigstens einen Teil der Eltern/ Erziehungszeit übernehmen und bestimmt auch seine Stunden runtersetzen. Aber wenn das Thema Kinder ansteht sollte er dich schon mit einem guten Konzept überzeugen dich auf ihn diesbezüglich einzulassen... solltest du ihm auch deutlich sagen wie dein Zeitplan aussieht und was du von ihm erwartest. Ansonsten noch mal gut überlegen ob du in ihm deinen künftigen  Kindesvater siehst...

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29. Dezember 2017 um 14:54

Nein, so habe ich das gewiss nicht kommuniziert, keine Sorge.
Ich habe auch immer betont, dass ich ihm keine Vorwürfe mache etc. und, dass es hier kein richtig oder falsch bzw. ich habe recht, du nicht gibt, sondern, dass es, wenn es nicht funktioniert, es sich lediglich um unterschiedliche Vorstellungen handelt. Dies macht weder ihn noch mich zum schlechteren Menschen.

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29. Dezember 2017 um 14:55

Aber das Thema Zusammenziehen und Kinder kam von ihm, nicht von mir...Ich habe ihm gesagt, dass ich nicht mit ihm zusammenziehen werde, bevor wir nicht abgesteckt haben, ob wir kompatibel sind was Familie etc. angeht.Ist das voreilig von mir? Ich bin halt keine 21 mehr, sondern 29.

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29. Dezember 2017 um 15:09

Naja, gesund werden ist bei Depressionen ein etwas schwieirges Thema.VOn chronishcen Erkrankungen kann man nicht genesen.

Mein Dilemma rührt daher, dass ich Angst habe, jetzt mit jemandem eine Beziehung aufzubauen, mit dem es von vornherein sinnlos wäre, weil die Ansichten zu verschieden sind. Nur weil ich das Thema anspreche heißt das ja nicht, dass ich jetzt sofort Kinder will. Aber ich fände es in meinem Alter fahrlässig Kraft in eine Beziehung zu investieren, die eventuell eh keinen Sinn macht. Das würde mich nicht nur beziehungstechnisch sondern auch psychisch wieder um einiges zurpück werfen. Darum stecke ich nun einfach die Perspektiven ab. Wann soll man das sonst machen?

Und ich denke nciht, dass meine Bedenken was Familienplanung betrifft und auf Fakten beruhen, was mit der Depression zu tun hat.
 

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