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Worauf habe ich mich da nur eingelassen -Fernbeziehung

1. Juni 2004 um 19:21

Hallo,
zunächst wollte ich mal anmerken das ich nie gedacht hätte meine persönlichen Probleme in einem Forum zu veröffentlichen. Allerdings scheint mir das hier eine gute Alternative zu sein um seine Sorgen loszuwerden!?

Seit einigen Monaten führe ich nun eine Fernbeziehung. Zuvor hatte ich nicht geglaubt, dass mir das so sehr zu schaffen macht. Ich muß dazu sagen, es gibt solche und solche Fernbeziehungen. Die etwa 1300 Km sind dabei das kleinste Problem (ich würde glaube ich bis ans Ende der Welt fahren). Erschwerend kommt noch hinzu das es sich hier um ein Land mit Visapflicht handelt. Ein Besuch hier wie dort ist also nicht so eben gemacht. D.h. es können schon mal Monate verstreichen bevor man sich wieder sehen kann. Und für wie lange das jedesmal sein wird, ist ungewiss. Einzigste Möglichkeit dieser Situation zu entkommen wäre eine Heirat. Allerdings, trotz der Verliebtheit bemüht man sich einen kühlen Kopf zu bewahren, auf beiden Seiten. Für einen solchen Schritt wäre es leider noch viel zu früh.
Ich suche hier nun also weniger den Rat, ob ich diese Beziehung beenden soll. Vielmehr stellt sich mir die Frage wie Andere mit einer solchen Situation umgehen. Zu allem (Un)glück bin ich auch noch ein sehr emotionaler Mensch. Jede Ablenkung, sei es Arbeit oder Freizeit, stellt bei mir nicht den gewünschten Erfolg ein

Naja, vermutlich kann mir da eh niemand helfen. Auch wenn ich nicht zu große Hoffnung habe, vielleicht schreibt doch jemand ein paar Ratschläge dazu!?

Bye

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1. Juni 2004 um 20:50

Guten abend
wie lange seid ihr denn immer zusammen, wenn ihr euch seht? ich weiß wie schwer es ist den partner nicht so oft zu sehen wie man möchte.aber die zeit alleine kann auch was ganz positives haben.man hat viel zeit für sich und sein eigenes leben,macht sich nicht vom partner abhängig und die beziehung bleibt frisch.also wenn man sich wieder sieht,freut man sich doch eher darauf,als wenn man sich jeden tag trifft,oder?ich denke, wenn man sich liebt,übersteht man die zeit irgendwie,auch wenn es kaum zu ertragen ist.der zustand mit der fernbeziehung soll doch sicher nicht für immer sein?!wie siehts denn mit zusammen ziehen aus?

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1. Juni 2004 um 21:30
In Antwort auf brande_11978967

Guten abend
wie lange seid ihr denn immer zusammen, wenn ihr euch seht? ich weiß wie schwer es ist den partner nicht so oft zu sehen wie man möchte.aber die zeit alleine kann auch was ganz positives haben.man hat viel zeit für sich und sein eigenes leben,macht sich nicht vom partner abhängig und die beziehung bleibt frisch.also wenn man sich wieder sieht,freut man sich doch eher darauf,als wenn man sich jeden tag trifft,oder?ich denke, wenn man sich liebt,übersteht man die zeit irgendwie,auch wenn es kaum zu ertragen ist.der zustand mit der fernbeziehung soll doch sicher nicht für immer sein?!wie siehts denn mit zusammen ziehen aus?

Ist leider nicht vorhersehbar ...
wie lange man zusammen sein kann. "OB" und für "WELCHEN" Zeitraum sie ein Visum bekommt, ist Ermessen der deutschen Botschaft. Theoretisch sind maximal 3 Monate pro Visum, bzw. max. 90 Tage im Halbjahr möglich. Aber wer Theorie und Praxis mal miteinander verglichen hat ...
Nun, von meiner Seite dürften 3 Wochen - Besuche realistisch sein. Und genau genommen ist das wirklich ein großes Problem, ein noch größeres als mein Thema hier eigentlich darstellen sollte. Denn wie soll man sich im Alltag prüfen? Denn Ehe war durchaus schon ein Thema. Allerdings, unter diesen Umständen ist das jedesmal eher wie Urlaub zu verstehen. Zusammenziehen ist aus der oben beschriebenen Situation eben nicht möglich. Es sei denn man heiratet ... die Katze im Sack

ich weiß auch nicht, zur Zeit wirklich sehr durcheinander

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1. Juni 2004 um 23:33
In Antwort auf jower

Ist leider nicht vorhersehbar ...
wie lange man zusammen sein kann. "OB" und für "WELCHEN" Zeitraum sie ein Visum bekommt, ist Ermessen der deutschen Botschaft. Theoretisch sind maximal 3 Monate pro Visum, bzw. max. 90 Tage im Halbjahr möglich. Aber wer Theorie und Praxis mal miteinander verglichen hat ...
Nun, von meiner Seite dürften 3 Wochen - Besuche realistisch sein. Und genau genommen ist das wirklich ein großes Problem, ein noch größeres als mein Thema hier eigentlich darstellen sollte. Denn wie soll man sich im Alltag prüfen? Denn Ehe war durchaus schon ein Thema. Allerdings, unter diesen Umständen ist das jedesmal eher wie Urlaub zu verstehen. Zusammenziehen ist aus der oben beschriebenen Situation eben nicht möglich. Es sei denn man heiratet ... die Katze im Sack

ich weiß auch nicht, zur Zeit wirklich sehr durcheinander

Hi j.,
darf ich Dich fragen,von welchem Land Du redest? USA;Canada, oder ein arabisches oder islamisches Land?

Ich denke nicht,dass eine Ehe eine echte Alternative wäre,nur um der FErnbeziehung zu umgehen; mein Eindruck ist,Du kennst ihn noch nicht so sehr gut und bist Dir auch nicht so klar,wie es weitergehen könnte?

Meine Ehe geht schon beinahe 20 J.,wir leben nicht permanent zusammen und sind beide glücklich damit,allerdings wollte es keiner von uns je anders und es war von Anfang an so,ich wusste,was mich erwartet.
Es hätte schlimmer kommen können,ich habe einen sehr liebevollen Partner und alle Freiheiten der Welt

Es geht schon,wenn nicht einer dauerhaft unter der Situation leidet.Wie sieht er das?
LG
B.

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2. Juni 2004 um 0:58
In Antwort auf BrunhildeP

Hi j.,
darf ich Dich fragen,von welchem Land Du redest? USA;Canada, oder ein arabisches oder islamisches Land?

Ich denke nicht,dass eine Ehe eine echte Alternative wäre,nur um der FErnbeziehung zu umgehen; mein Eindruck ist,Du kennst ihn noch nicht so sehr gut und bist Dir auch nicht so klar,wie es weitergehen könnte?

Meine Ehe geht schon beinahe 20 J.,wir leben nicht permanent zusammen und sind beide glücklich damit,allerdings wollte es keiner von uns je anders und es war von Anfang an so,ich wusste,was mich erwartet.
Es hätte schlimmer kommen können,ich habe einen sehr liebevollen Partner und alle Freiheiten der Welt

Es geht schon,wenn nicht einer dauerhaft unter der Situation leidet.Wie sieht er das?
LG
B.

Hallo B
Das Land aus dem sie stammt ist Weißrussland.
Der Wunsch auf "ständige Nähe" ist auf beiden Seiten vorhanden. Wir kennen uns gut genug als das wir über Ehe sprechen konnten. Und mal völlig unabhängig von dem Fernbeziehungsproblem könnten wir uns das "unter Umständen" auch vorstellen.
Wenn man sich sonst aber immer nur für kurze Zeiträume sieht ist eben alles super toll. Nur was wenn, angenommen es wird nun geheiratet, der Alltag einkehrt und dann plötzlich ein völlig anderer Mensch vor einem steht? Der normale Weg den man hier üblicherweise geht, ist nicht möglich.
Allerdings, wie es weitergehen soll habe ich wirklich nicht so recht eine Ahnung. Man kann sich besuchen, wochenweise. Man kann es drehen und wenden wie man will. Wirklich herausfinden ob eine Beziehung alltagstauglich ist, kann man so nicht. Nicht zuletzt, für Unwissende, zerren Visa, Reise, etc. gewaltig an den Finanzen. Letztendlich wird es wohl nur 2 Lösungen geben, der Sprung ins kalte Wasser oder ... nein, ich mag nicht dran denken.

Im Übrigen, sie ist auch sehr verliebt. Kann mit der Entfernung aber meiner Meinung nach besser umgehen als ich.
Aber ich mache mir wohl zu viele Gedanken über alles. Wenn alles glatt verläuft bin ich in eeeeiiineeeeemm Monat wieder bei ihr. Bis dahin muß ich mich irgendwie über Wasser halten.

Gruß
jower

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2. Juni 2004 um 6:12
In Antwort auf jower

Hallo B
Das Land aus dem sie stammt ist Weißrussland.
Der Wunsch auf "ständige Nähe" ist auf beiden Seiten vorhanden. Wir kennen uns gut genug als das wir über Ehe sprechen konnten. Und mal völlig unabhängig von dem Fernbeziehungsproblem könnten wir uns das "unter Umständen" auch vorstellen.
Wenn man sich sonst aber immer nur für kurze Zeiträume sieht ist eben alles super toll. Nur was wenn, angenommen es wird nun geheiratet, der Alltag einkehrt und dann plötzlich ein völlig anderer Mensch vor einem steht? Der normale Weg den man hier üblicherweise geht, ist nicht möglich.
Allerdings, wie es weitergehen soll habe ich wirklich nicht so recht eine Ahnung. Man kann sich besuchen, wochenweise. Man kann es drehen und wenden wie man will. Wirklich herausfinden ob eine Beziehung alltagstauglich ist, kann man so nicht. Nicht zuletzt, für Unwissende, zerren Visa, Reise, etc. gewaltig an den Finanzen. Letztendlich wird es wohl nur 2 Lösungen geben, der Sprung ins kalte Wasser oder ... nein, ich mag nicht dran denken.

Im Übrigen, sie ist auch sehr verliebt. Kann mit der Entfernung aber meiner Meinung nach besser umgehen als ich.
Aber ich mache mir wohl zu viele Gedanken über alles. Wenn alles glatt verläuft bin ich in eeeeiiineeeeemm Monat wieder bei ihr. Bis dahin muß ich mich irgendwie über Wasser halten.

Gruß
jower

Das weiß man nie
Hi Jower,

man kann doch nie wissen, wie es im Alltag einer Ehe aussehen wird. Das vorneweg. Selbst wenn man mit einem Menschen zusammenlebt und heiratet, kann es immer schief gehen.
Eine Garantie bekommt man nicht.

Ich bin seit 2,5 Jahren ca. in einer Fernbeziehung und wir sehen uns manchmal drei Monate gar nicht und dann immer nur für wenige Tage.
Denke aber, durch Beobachtung kann man viel vom Anderen sehen, auch in einer kurzen Zeit.
Abwarten heißt da die Devise. Fällt schwer. Aber Liebe wächst sowieso nicht an einem Tag und vielleicht nicht mal in einem Jahr.

Und ich kann in den Zeiten, in denen ich allein bin, über mich nachdenken und muss nicht gleichzeitig mich mit einem anderen Menschen auseinandersetzen, was ja auch oft zu unnötigen Konflikten führt. Man lernt sich selbst besser kennen.

Man kann sich übrigens, sofern man die richtigen Kontakte hat, ein Geschäftsvisum besorgen, zumindest ist das in Russland so. Da kann man jederzeit einreisen und muss nicht immer wieder durch diesen Botschaftskram.

Vielleicht können (Weiß)Russen mit der Entfernung besser umgehen, weil ihr Land so verdammt groß ist/war..... ?

Einen Ratschlag kann ich nicht geben, es ist Schmerz und Einsamkeit...... immer wieder .... wenn es Dir ein Trost ist, es wird Dir leichterfallen als mir, denn sie ist eine Frau und letztendlich wirst Du die Entscheidung treffen können.

Sei stark, sei mutig und glaube daran.
Vsyo budyet karasho.

Alles Gute


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2. Juni 2004 um 6:19
In Antwort auf jower

Ist leider nicht vorhersehbar ...
wie lange man zusammen sein kann. "OB" und für "WELCHEN" Zeitraum sie ein Visum bekommt, ist Ermessen der deutschen Botschaft. Theoretisch sind maximal 3 Monate pro Visum, bzw. max. 90 Tage im Halbjahr möglich. Aber wer Theorie und Praxis mal miteinander verglichen hat ...
Nun, von meiner Seite dürften 3 Wochen - Besuche realistisch sein. Und genau genommen ist das wirklich ein großes Problem, ein noch größeres als mein Thema hier eigentlich darstellen sollte. Denn wie soll man sich im Alltag prüfen? Denn Ehe war durchaus schon ein Thema. Allerdings, unter diesen Umständen ist das jedesmal eher wie Urlaub zu verstehen. Zusammenziehen ist aus der oben beschriebenen Situation eben nicht möglich. Es sei denn man heiratet ... die Katze im Sack

ich weiß auch nicht, zur Zeit wirklich sehr durcheinander

Noch was
Was ich noch sagen wollte..... zoffen kann man sich auch auf Entfernung sehr schön.....
Soviel zum Thema Alltag.... auch da kehrt eine gewisse Form der Regelmäßigkeit irgendwann ein und das anfängliche Verliebtsein geht über zu etwas anderem..... und wie Urlaub ist es dann auch nicht mehr.... viel eher wie ein Turbo-Prüfstand, wenn man nicht viel Zeit miteinander hat.

Bleib nicht blind.

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2. Juni 2004 um 8:16

Also, ...
... ich war vor Jahren in derselben Situation. Habe über einen Besuch in Weißrussland eine tolle Frau kennen- und lieben gelernt. Wir haben uns dann immer wieder von Zeit zu Zeit getroffen, auch wenn der Visum-Kram oft echt zermürbend und kostspielig war. Wir haben dann beschlossen, dass sie drei Monate zu mir kommt, um zu sehen, ob wir es auch länger gemeinsam aushalten. Kurzum: es ging nicht. Warum? Obwohl sie ganz gut Deutsch konnte, würde es für sie immer schwer sein, hier voll integriert zu werden, obwohl man sie vom Aussehen nicht als Ausländerin erkannte, aber gewisse Ausspracheformen würden wohl zeit ihres Lebens sie als Ausländerin erkennbar machen. Zudem, sie war nicht gewohnt, 'schnell' zu arbeiten. Sie brauchte irrsinnig lange für ganz gewöhnliche Hausarbeiten. Für zwei Hemden bügeln brauchte sie drei Stunden, eine einfache Mahlzeit zuzubereiten auch selten unter zwei Stunden. Dann fehlte ihr der Begriff von Geld vollkommen. Sie dachte, ich würde mir alles leiten können, teure Kleidung etc. etc., beinahe täglich führte sie halbstündige Telefonate mit der Mutter, was sich horrend auf meine Telefonrechnung auswirkte. Ihre Zukunftspläne waren egal, denn für einen Job hatte sie kein Interesse, am liebsten wollte sie irgendetwas studieren, ohne aber zu wissen, was genau und was danach damit zu tun. Fazit: ich war heilfroh über diese drei Probemonate. Wir haben uns nie mehr gesehen und auch keinen Kontakt mehr gehabt.

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2. Juni 2004 um 9:44
In Antwort auf trai_11856305

Also, ...
... ich war vor Jahren in derselben Situation. Habe über einen Besuch in Weißrussland eine tolle Frau kennen- und lieben gelernt. Wir haben uns dann immer wieder von Zeit zu Zeit getroffen, auch wenn der Visum-Kram oft echt zermürbend und kostspielig war. Wir haben dann beschlossen, dass sie drei Monate zu mir kommt, um zu sehen, ob wir es auch länger gemeinsam aushalten. Kurzum: es ging nicht. Warum? Obwohl sie ganz gut Deutsch konnte, würde es für sie immer schwer sein, hier voll integriert zu werden, obwohl man sie vom Aussehen nicht als Ausländerin erkannte, aber gewisse Ausspracheformen würden wohl zeit ihres Lebens sie als Ausländerin erkennbar machen. Zudem, sie war nicht gewohnt, 'schnell' zu arbeiten. Sie brauchte irrsinnig lange für ganz gewöhnliche Hausarbeiten. Für zwei Hemden bügeln brauchte sie drei Stunden, eine einfache Mahlzeit zuzubereiten auch selten unter zwei Stunden. Dann fehlte ihr der Begriff von Geld vollkommen. Sie dachte, ich würde mir alles leiten können, teure Kleidung etc. etc., beinahe täglich führte sie halbstündige Telefonate mit der Mutter, was sich horrend auf meine Telefonrechnung auswirkte. Ihre Zukunftspläne waren egal, denn für einen Job hatte sie kein Interesse, am liebsten wollte sie irgendetwas studieren, ohne aber zu wissen, was genau und was danach damit zu tun. Fazit: ich war heilfroh über diese drei Probemonate. Wir haben uns nie mehr gesehen und auch keinen Kontakt mehr gehabt.

Uff...
... na das sind in der Tat wichtige Kriterien, also dass sie so lange zum Putzen und kochen braucht...

(Au weia, fällt mir nix zu ein!!)

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2. Juni 2004 um 10:49
In Antwort auf biddy_12156480

Uff...
... na das sind in der Tat wichtige Kriterien, also dass sie so lange zum Putzen und kochen braucht...

(Au weia, fällt mir nix zu ein!!)

Sorry, aber ...
... wer keine Ahnung hat, soll lieber den Mund halten!

Es IST ein Kriterium, wenn jemand für eine Tätigkeit, wie einen Wäschekorb für zwei Personen zu bügeln stolze zwei Tage braucht, wofür andere bestenfalls zwei Stunden brauchen. Das IST ein Kriterium, wenn das Woche für Woche so ist, die angefangene Wäsche tagelang irgendwo herumliegt und herumstört, wenn keine Tätigkeit beendet wird, weil sie ach so anstrengend ist. Hast Du eine Ahnung, welcher Chef so eine Person auch nur irgendwo in seinem Betrieb einstellen würde, die das Temperament einer Schlaftablette hat???
Also, wer nur blöd daherredet, ohne zu wissen, wie es im Alltag mit so einer Person wirklich aussieht, der soll lieber seinen Mund halten.
Im Übrigen: in Weißrussland ist es durchaus üblich, wenn man etwa an einem Postschalter einen simplen Brief aufgeben möchte, der oder die Postbeamte/-in gerade in der Tageszeitung liest, sich dann den Brief in den Allerwertesten stecken kann, sofern man nicht in Kauf nimmt, darauf zu warten, bis die Zeitung ausgelesen wurde (und danach noch eine Zigarette geraucht wurde), ehe man vielleicht bedient wird. Das ist nur EIN einziges Beispiel, wie dort das Leben abläuft. Übrigens, eine Beschwerde, egal, bei wem auch immer, würde nur zu einem Gelächter führen. Andere Länder, andere Sitten. Wer's nicht erlebt hat, kann sich das kaum vorstellen. Darum: meine Erkenntnis ist die, dass Ostblockfrauen sich immer verbessern würden, wenn sie gen Westen gehen, doch sind die Vorstellungen über den Alltag hier dann doch oft sehr verschieden.
Im Übrigen, dies war MEINE Erfahrung, es müssen nicht alle gleich sein, aber Vorsicht ist grundsätzlich angebracht, da leider 'Liebe' oft auch mit Lebensqualitätverbesserung gleichgesetzt wird, noch dazu, wo fast alle Weißrussen saufen bis zum Umfallen und oft sehr brutal gegenüber ihren Frauen sind und gut bezahlte Arbeitsplätze so selten sind wie Wasser in der Wüste. Wer kann da einem Ostblockgirl böse sein, wenn sie die Möglichkeit hat, von einem reichen(?) Wessie erhört zu werden.

PS: an den Thread-Schreiber: ich wünsche Dir dennoch alles Glück, dass Du die richtige Entscheidung triffst, nur hüte Dich von sogenannten Rosa-Brille-Schreiberlingen, die Dir in etwa so schreiben: 'Es wird schon mit der Zeit besser werden' oder 'Wenn Eure Liebe groß genug ist, wird schon alles gut werden'. Falls Du heiratest und es geht schief, kannst Du Dir Dein ganzes Leben versauen (Unterhaltsverpflichtung der Gattin etc. etc.)
Bon Jour!

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2. Juni 2004 um 13:52
In Antwort auf trai_11856305

Also, ...
... ich war vor Jahren in derselben Situation. Habe über einen Besuch in Weißrussland eine tolle Frau kennen- und lieben gelernt. Wir haben uns dann immer wieder von Zeit zu Zeit getroffen, auch wenn der Visum-Kram oft echt zermürbend und kostspielig war. Wir haben dann beschlossen, dass sie drei Monate zu mir kommt, um zu sehen, ob wir es auch länger gemeinsam aushalten. Kurzum: es ging nicht. Warum? Obwohl sie ganz gut Deutsch konnte, würde es für sie immer schwer sein, hier voll integriert zu werden, obwohl man sie vom Aussehen nicht als Ausländerin erkannte, aber gewisse Ausspracheformen würden wohl zeit ihres Lebens sie als Ausländerin erkennbar machen. Zudem, sie war nicht gewohnt, 'schnell' zu arbeiten. Sie brauchte irrsinnig lange für ganz gewöhnliche Hausarbeiten. Für zwei Hemden bügeln brauchte sie drei Stunden, eine einfache Mahlzeit zuzubereiten auch selten unter zwei Stunden. Dann fehlte ihr der Begriff von Geld vollkommen. Sie dachte, ich würde mir alles leiten können, teure Kleidung etc. etc., beinahe täglich führte sie halbstündige Telefonate mit der Mutter, was sich horrend auf meine Telefonrechnung auswirkte. Ihre Zukunftspläne waren egal, denn für einen Job hatte sie kein Interesse, am liebsten wollte sie irgendetwas studieren, ohne aber zu wissen, was genau und was danach damit zu tun. Fazit: ich war heilfroh über diese drei Probemonate. Wir haben uns nie mehr gesehen und auch keinen Kontakt mehr gehabt.

Nun ...
>aber gewisse Ausspracheformen würden wohl zeit ihres Lebens sie als Ausländerin erkennbar machen

Wo ist denn da bitte das Problem, ich habe hier selbst auch ausländische Freunde. Und ich komme mit denen trotz gewisser sprachlicher Mängel sehr gut aus. Der Mensch zählt!

Und was Arbeit betrifft, sie hat mir schon zu verstehen gegeben, dass sie nicht Zeit ihres Lebens in unserer Wohnung hocken würde, im eigenen Interesse. Sie ist da sogar sehr realistisch, sie weiß das sie hier selbst mit einer höheren Ausbildung keinen Traumjob erwarten kann.
Und wenn sie hier eine Mahlzeit gezaubert hat, lief das immer in einem normalen Zeitrahmen ab.

Was ich allerdings bestätigen kann, ist die hohe Telefonrechnung. Da liegt das Verschulden allerdings eher bei mir wenn Du verstehst

Und leider hast Du recht was diverse Vorgänge in Weißrussland angeht. Mal eben einen wichtigen Brief an meine Freundin schicken ist eine spannende Geschichte. Ob und wann der Brief ankommt steht in den Sternen.

Aber, ich habe ja nicht umsonst Bedenken geäußert. Bei relativ kurzen Treffen gibt man sich vielleicht mehr Mühe? Das muß man nicht unbedingt nur auf sie beziehen. Ich sollte mich da selbst wohl auch prüfen.

Gruß Jower

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2. Juni 2004 um 18:34
In Antwort auf orpah_12047178

Das weiß man nie
Hi Jower,

man kann doch nie wissen, wie es im Alltag einer Ehe aussehen wird. Das vorneweg. Selbst wenn man mit einem Menschen zusammenlebt und heiratet, kann es immer schief gehen.
Eine Garantie bekommt man nicht.

Ich bin seit 2,5 Jahren ca. in einer Fernbeziehung und wir sehen uns manchmal drei Monate gar nicht und dann immer nur für wenige Tage.
Denke aber, durch Beobachtung kann man viel vom Anderen sehen, auch in einer kurzen Zeit.
Abwarten heißt da die Devise. Fällt schwer. Aber Liebe wächst sowieso nicht an einem Tag und vielleicht nicht mal in einem Jahr.

Und ich kann in den Zeiten, in denen ich allein bin, über mich nachdenken und muss nicht gleichzeitig mich mit einem anderen Menschen auseinandersetzen, was ja auch oft zu unnötigen Konflikten führt. Man lernt sich selbst besser kennen.

Man kann sich übrigens, sofern man die richtigen Kontakte hat, ein Geschäftsvisum besorgen, zumindest ist das in Russland so. Da kann man jederzeit einreisen und muss nicht immer wieder durch diesen Botschaftskram.

Vielleicht können (Weiß)Russen mit der Entfernung besser umgehen, weil ihr Land so verdammt groß ist/war..... ?

Einen Ratschlag kann ich nicht geben, es ist Schmerz und Einsamkeit...... immer wieder .... wenn es Dir ein Trost ist, es wird Dir leichterfallen als mir, denn sie ist eine Frau und letztendlich wirst Du die Entscheidung treffen können.

Sei stark, sei mutig und glaube daran.
Vsyo budyet karasho.

Alles Gute


Stimmt schon
>Eine Garantie bekommt man nicht.

Aber wenn ich eine Garantie bräuchte, würde ich Single bleiben. Und eine solche Garantie habe ich wegen vergangener Geschichten schon zu lange in Anspruch genommen. Damit werde zumindest ich nicht glücklich.

Ohje, 2,5 Jahre glücklich und unglücklich zugleich? Ok, in Deinem Fall trifft das ja scheinbar nicht zu. Aber ich hoffe nicht das wir noch 2, 3 Jahre Zeit benötigen. Oder aber, ich schaffe es doch noch irgendwie mich an diesen Zustand zu gewöhnen. Momentan habe ich da aber doch noch große Bedenken.

Und der Tip mit dem Geschäftsvisum ist sicher zu überdenken. Allerdings fehlen mir da noch die entsprechenden Kontakte.

>Vielleicht können (Weiß)Russen mit der Entfernung besser umgehen, weil ihr Land so verdammt groß ist/war..... ?

Möglich, oder aber dort sind viele Dinge nicht so selbstverständlich wie hier. Warmes Wasser nachts um 12, Fehlanzeige. Man muß dort öfter mal auf etwas verzichten.

Andere Moeglichkeit, sie gibt das nicht so recht zu. Dazu faellt mir ein, wie ein Besuch bei der Botschaft verlaufen ist. "Ich wollte nicht. Aber ich konnte nicht anders und mußte weinen"
Das berühmt, berüchtigte Interview muß mitunter eine harte Nuß sein. Was ich damit sagen will? Das sie nicht so gerne zeigt wenn sie unglücklich ist.
Aber ich denke, ich drifte in meiner Euphorie ein wenig vom eigentlichen Thema ab.

>wenn es Dir ein Trost ist, es wird Dir leichterfallen als mir, denn sie ist eine Frau und letztendlich wirst Du die Entscheidung treffen können.

Diesen Satz oder Deine Einstellung verstehe ich nicht so recht. Vielleicht bin ich in der überlegenen Position. Aber zu einer Entscheidung gehören doch in diesem Fall wohl zwei. Oder aber, kann man als Frau nichts entscheiden?

Sei stark - ich weiß noch nicht wie lange.
sei mutig - Schon in Weißrussland gewesen ohne Russisch sprechen zu können?
und glaube daran - !

Poka,
jower

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4. Juni 2004 um 6:10
In Antwort auf jower

Stimmt schon
>Eine Garantie bekommt man nicht.

Aber wenn ich eine Garantie bräuchte, würde ich Single bleiben. Und eine solche Garantie habe ich wegen vergangener Geschichten schon zu lange in Anspruch genommen. Damit werde zumindest ich nicht glücklich.

Ohje, 2,5 Jahre glücklich und unglücklich zugleich? Ok, in Deinem Fall trifft das ja scheinbar nicht zu. Aber ich hoffe nicht das wir noch 2, 3 Jahre Zeit benötigen. Oder aber, ich schaffe es doch noch irgendwie mich an diesen Zustand zu gewöhnen. Momentan habe ich da aber doch noch große Bedenken.

Und der Tip mit dem Geschäftsvisum ist sicher zu überdenken. Allerdings fehlen mir da noch die entsprechenden Kontakte.

>Vielleicht können (Weiß)Russen mit der Entfernung besser umgehen, weil ihr Land so verdammt groß ist/war..... ?

Möglich, oder aber dort sind viele Dinge nicht so selbstverständlich wie hier. Warmes Wasser nachts um 12, Fehlanzeige. Man muß dort öfter mal auf etwas verzichten.

Andere Moeglichkeit, sie gibt das nicht so recht zu. Dazu faellt mir ein, wie ein Besuch bei der Botschaft verlaufen ist. "Ich wollte nicht. Aber ich konnte nicht anders und mußte weinen"
Das berühmt, berüchtigte Interview muß mitunter eine harte Nuß sein. Was ich damit sagen will? Das sie nicht so gerne zeigt wenn sie unglücklich ist.
Aber ich denke, ich drifte in meiner Euphorie ein wenig vom eigentlichen Thema ab.

>wenn es Dir ein Trost ist, es wird Dir leichterfallen als mir, denn sie ist eine Frau und letztendlich wirst Du die Entscheidung treffen können.

Diesen Satz oder Deine Einstellung verstehe ich nicht so recht. Vielleicht bin ich in der überlegenen Position. Aber zu einer Entscheidung gehören doch in diesem Fall wohl zwei. Oder aber, kann man als Frau nichts entscheiden?

Sei stark - ich weiß noch nicht wie lange.
sei mutig - Schon in Weißrussland gewesen ohne Russisch sprechen zu können?
und glaube daran - !

Poka,
jower

Habe keinen, zu früh
Privet Jower,

na klar, glücklich und unglücklich zugleich, was denn sonst?

Ja, Weißrussland ist um einiges schlimmer als Russland, das gebe ich zu. Habe eine Freundin dort und ab und an erzählt sie schon mal was.

Was meine Einstellung zu den Entscheidungen Männer/Frauen betrifft, so wollte ich damit nur sagen, dass es sicherlich einer Frau leichter fällt, erst einmal ohne Arbeit zu sein, sich zu integrieren, Kontakte aufzubauen usw. Meine Meinung zum Mann in dieser Hinsicht ist, dass ein Mann ohne Arbeit, der sich eine Zeitlang von einer Frau ernähren lässt, nicht glücklich ist. Und, was Weißrussland anbelangt, steht ja wohl außer Frage, dass sie nach D käme und nicht Du dorthin oder?

Stärke - das macht doch nichts, wenn es nicht geht, dann geht es nicht..... dann ist es nicht Dein Weg
Mut - nö, Weißrussland nicht, aber paar Mal in Russland und kann ebenso kein Russisch, nur paar Wörter, zu faul?
Glaube - kommt und geht, bei mir jedenfalls täglich

Brigitte Lämmle hat da mal was schönes gesagt: Das Leben ist schön, aber keiner hat behauptet, dass es einfach wäre.

Was den Mann mit dem Bügeln anbelangt, meine liebe weißrussische Freundin hat mir auch mal Wäsche gebügelt, als ich krank darnieder lag. Sie war nun um etliches schneller als meine ehemalige Putzfrau, Deutsche übrigens.

Er hat aber nicht ganz unrecht, man sollte tatsächlich ein wenig aufpassen, dass man nicht aus "Versehen" jemandem einen Freifahrtschein ausstellt, der nur darauf aus ist. Man darf halt nicht blind bleiben.

Schönen Tag


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4. Juni 2004 um 22:37
In Antwort auf trai_11856305

Sorry, aber ...
... wer keine Ahnung hat, soll lieber den Mund halten!

Es IST ein Kriterium, wenn jemand für eine Tätigkeit, wie einen Wäschekorb für zwei Personen zu bügeln stolze zwei Tage braucht, wofür andere bestenfalls zwei Stunden brauchen. Das IST ein Kriterium, wenn das Woche für Woche so ist, die angefangene Wäsche tagelang irgendwo herumliegt und herumstört, wenn keine Tätigkeit beendet wird, weil sie ach so anstrengend ist. Hast Du eine Ahnung, welcher Chef so eine Person auch nur irgendwo in seinem Betrieb einstellen würde, die das Temperament einer Schlaftablette hat???
Also, wer nur blöd daherredet, ohne zu wissen, wie es im Alltag mit so einer Person wirklich aussieht, der soll lieber seinen Mund halten.
Im Übrigen: in Weißrussland ist es durchaus üblich, wenn man etwa an einem Postschalter einen simplen Brief aufgeben möchte, der oder die Postbeamte/-in gerade in der Tageszeitung liest, sich dann den Brief in den Allerwertesten stecken kann, sofern man nicht in Kauf nimmt, darauf zu warten, bis die Zeitung ausgelesen wurde (und danach noch eine Zigarette geraucht wurde), ehe man vielleicht bedient wird. Das ist nur EIN einziges Beispiel, wie dort das Leben abläuft. Übrigens, eine Beschwerde, egal, bei wem auch immer, würde nur zu einem Gelächter führen. Andere Länder, andere Sitten. Wer's nicht erlebt hat, kann sich das kaum vorstellen. Darum: meine Erkenntnis ist die, dass Ostblockfrauen sich immer verbessern würden, wenn sie gen Westen gehen, doch sind die Vorstellungen über den Alltag hier dann doch oft sehr verschieden.
Im Übrigen, dies war MEINE Erfahrung, es müssen nicht alle gleich sein, aber Vorsicht ist grundsätzlich angebracht, da leider 'Liebe' oft auch mit Lebensqualitätverbesserung gleichgesetzt wird, noch dazu, wo fast alle Weißrussen saufen bis zum Umfallen und oft sehr brutal gegenüber ihren Frauen sind und gut bezahlte Arbeitsplätze so selten sind wie Wasser in der Wüste. Wer kann da einem Ostblockgirl böse sein, wenn sie die Möglichkeit hat, von einem reichen(?) Wessie erhört zu werden.

PS: an den Thread-Schreiber: ich wünsche Dir dennoch alles Glück, dass Du die richtige Entscheidung triffst, nur hüte Dich von sogenannten Rosa-Brille-Schreiberlingen, die Dir in etwa so schreiben: 'Es wird schon mit der Zeit besser werden' oder 'Wenn Eure Liebe groß genug ist, wird schon alles gut werden'. Falls Du heiratest und es geht schief, kannst Du Dir Dein ganzes Leben versauen (Unterhaltsverpflichtung der Gattin etc. etc.)
Bon Jour!

Pefekt gekontert
Hast vollkommen recht.

Mit einer lebensuntüchtigen Schlaftablette würde ich auch nicht zusammenleben wollen. Schon gar nicht auf meine Kosten.

Karino

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