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Wohin soll ich gehn?

5. Januar 2008 um 15:42

Ich versuche mich kurz zu fassen.

Eigentlich bin ich eine Kämpfernatur,
aber jetzt gehts nicht mehr.

Meine Mutter verlies uns als ich zwei Monate alt war,
ich wuchs bei Pflegefamilien auf und wurde da geschlagen.
Wegen dem ständigen Wechsel meiner Pflegeeltern besuchte ich immer wieder neue Schulen.
Mit 12 kam ich zu meinem Vater,der Aggressiv war und mich auch schlug.
Mit 17 verliebte ich mich und er schlief mit anderen.
Ich lenkte mich ab und besuchte Kurse ging meinem Hobby nach usw.da ging es etwas.
Mit 23 lernte ich meinen Exmann kennen,wir heirateten,aber seine Familie akzeptierte mich nicht,weil meine Familie nicht zu ihnen passte und sie mobbten mich über Jahre hinweg.
Ich bekam drei Kinder und mein Mann trank immer schon,(was ich aber nicht bemerkte zuerst)aber dann wurde es so schlimm,dass er meine Kinder und mich schlug.
Ich verlies ihn und bin seit einem Jahr geschieden.
Er macht mir das Leben zur Hölle und wiegelt die Kinder gegen mich auf.
Wegen seinen trinken,sind keine Freunde mehr da.
Ich habe wegen ihm auch große finanzielle Prob.
Ich lernte 2006 einen lieben netten Mann kennen.(dachte ich)
Ich hatte mein Leben im Griff trotz allem was passiert war.
Immerwieder stand ich auf und ging weiter,sah immer nach vorn.
Lachte und sagte alles ist ok.
War selbstbewusst und stark.
Doch nun zieht sich der Mann auch zurück und Chattet mit anderen Frauen.
Er scheint mich auch sexuell nur benutzt zu haben.
Ich verlor wegen Materialverschleiß zwei Autos,wohne auf dem Dorf.
Arbeit finde ich nicht,weil ich nicht alles aus Zeitgründen wegen der Kinder annehmen kann,es sollen ja keine Schlüsselkinder werden.
Habe kaum Geld,so das ich mich ablenken könnte.
Ich hatte versucht wieder Kurse zu belegen und eine Weiterbildung zu machen,sie wurden aber abgesagt,wegen zu geringer Teilnehmerzahl.
Für eine andere Weiterbildung sollte ich 290 Euro bezahlen,die habe ich nicht.
Jetzt kommt noch der Kummer mit dem Mann mit dem ich seit 1 1/2 Jahren befreundet bin dazu.
Freundschaften real ist schlecht wegen der Zeit halt und im Chat kam nie was zu stande.
Ich habe keine Kraft und auch keine Offensive mehr,alles scheint sich gegen mich verschworen zu haben.
Mein ganzes Leben habe ich den Kopf über Wasser gehalten,aber jetzt drohe ich zu ertrinken.
meine Kraft und Energie ist weg.Ich kann nicht mehr!!
Ich heule schon morgens wenn ich die Augen aufmache,kann mich kaum noch auf den Beinen halten und habe dauernd das Gefühl mich übergeben zu müssen.
Ich bin 36 und ein bodenständiger Mensch,der auch realist ist,aber wenn das bis an mein Lebensende weitergeht?
Schmerz ,kraftlos,Angst und krank.
Ich möchte mich in Behandlung begeben,aber die Listen sind so lang,dass ich erst von 10 Therapeuten einen gefunden habe aber Termine gibts erst in einem halben Jahr.
Egal wie ich kämpfe,egal was ich anpacke und versuche,es klappt nichts.
Ich bin fertig und will nicht leben und nicht sterben.
Ich habe das Gefühl,irgendwann so tief unten zu sein,dass mein Leiden nie ein Ende hat und ich auf meinen Tod warte.
Gibt es Licht gibt es Freude?
Auch für mich?
Komme ich je zur Ruhe?
Man sagt am Ende des Tunnels ist ein Licht,aber ich habe nicht die Kraft weiter zu gehen um das Licht je zu erreichen.

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5. Januar 2008 um 23:16

Scheint ja...
...ein einziger großer Trauersee zu sein, in dem Du da schwimmst. Jetzt komm mal an Land und mach mal eine - vielleicht kleine - List von positiven Dingen, die Dir passiert sind!

Wenn man sich jeden Tag aufzählt, was alles Schlimmes passiert ist, naja, dann braucht man sich nicht zu wundern, wenn man in Selbstmitleid und Depressionen ertrinkt.

Deine Kinder werden übrigens nicht zu Schlüsselkindern, wenn Du arbeiten gehst. Meine Mutter hat auch immer gearbeitet - aber es hat mir nicht geschadet, im Gegenteil, wurde früher selbständig als andere, genauso wie meine jüngeren Geschwister.

Davon ab: Was haben die Kinder von einer Mutter, die bloß depressiv zu Hause rumhängt? Also geh raus und such Dir einen Job, selbst wenn es nur ne Putzstelle ist. Es ist ein Anfang, und es kann ja eigentlich nur besser werden, wenn Du jetzt tatsächlich ganz unten bist, wie Du es beschreibst.

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6. Januar 2008 um 12:57
In Antwort auf tyche26

Scheint ja...
...ein einziger großer Trauersee zu sein, in dem Du da schwimmst. Jetzt komm mal an Land und mach mal eine - vielleicht kleine - List von positiven Dingen, die Dir passiert sind!

Wenn man sich jeden Tag aufzählt, was alles Schlimmes passiert ist, naja, dann braucht man sich nicht zu wundern, wenn man in Selbstmitleid und Depressionen ertrinkt.

Deine Kinder werden übrigens nicht zu Schlüsselkindern, wenn Du arbeiten gehst. Meine Mutter hat auch immer gearbeitet - aber es hat mir nicht geschadet, im Gegenteil, wurde früher selbständig als andere, genauso wie meine jüngeren Geschwister.

Davon ab: Was haben die Kinder von einer Mutter, die bloß depressiv zu Hause rumhängt? Also geh raus und such Dir einen Job, selbst wenn es nur ne Putzstelle ist. Es ist ein Anfang, und es kann ja eigentlich nur besser werden, wenn Du jetzt tatsächlich ganz unten bist, wie Du es beschreibst.

Hast Recht
Es kann nur besser werden (zumindest dachte ich das auch immer).
Meine Söhne sind sehr schwierigSeit der Trennung und musste deshalb schon des öfteren in die Schule kommen.
Wenn ich ausser Haus bin machen sie nur Unsinn,was dazu führt,dass mein Ex Mann mir einen Strick drehen kann.
Warum ich das sage?
Ich habe mir Stellen gesucht auch Putzstellen,aber ich bin nicht mobil,was eine lange Fahrzeit in Anspruch nimmt,da hier Im Umkreis von zehn Km nichts zu finden ist,oder die Leute nöchten jemanden ohne Kinder oder mit Fahrzeug,da wäre man zuverlässiger als mit Kinder oder wenn man mit dem Bus fahren muss.
Bescheuert,ist aber so.
Ich wäre entweder nicht da wenn sie zur Schule gingen oder nach Hause kommen,da ich Grundschulkinder habe und sie oft schon früh zu Hause sind.
Kann sein,dass mir auch langsam der Antrieb
,weil keine Bemühung bisher Erfolg hatte.
Zum Thema positives aufschreiben.
Ich habe mich in positives denken geübt,auch aufgeschrieben,Affirmationen gemacht,Meditation usw.
Aber genau das ist ja was ich meine.
Du schwimmst im offenen Meer und denkt irgendwann muss doch Land kommen,es kommt bestimmt,aber was ist wenn man bis dahin schon ertrunken ist.
Was ich damit meine ist,dass man wirklich irgendwann aus dem Tief nicht mehr heraus kommt.
Ich will keine Depressiva nehmen müssen,ich will nicht in die Klinik,aber ich habe keine Kraft mehr lange.
Wie viele leben ein Lebenlang in Angst und mit Medikamenten ohne große Bessrung und das ist was mir so Angst macht.
Es geht weiter immer,aber mit welcher Lebensqualität?
Ich brauche nicht viel Geld keinen Luxus,was ich mir wünsche ist einfach nur,ein Leben ohne Seelisches Leid,gegen das man Tag ein Tag aus kämpfen muss.
Das Akku muss irgendwann mal aufgeladen werden.
Ich habe mich an eine gemeinnützige Gesellschaft gewand,vielleicht finde ich da Halt und festen Tritt.
Es ist ja nicht so als wenn ich mich hängen lasse.
Der Fokus war,dass nichts klappen möchte,was ich anfasse.

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