Home / Forum / Liebe & Beziehung / Wo ist dieses Kribbeln im Bauch????

Wo ist dieses Kribbeln im Bauch????

13. September 2005 um 0:13 Letzte Antwort: 14. September 2005 um 15:44

Hallo!!
Ich wollte mal fragen, ob euch nichts fehlt in einer langen Partnerschaft. Ich bin jetzt 32 und seit 10 Jahren mit meinem Mann zusammen. Eigentlich haben sich alle meine Teenieträume erfüllt...mein Mann und ich kommen gut miteinander zurecht, wir haben zwei gesunde Kinder, leben auf einem Bauernhof,haben Hunde und Katzen...alles so, wie ich es mir früher erträumt hatte. Eigentlich sollte...könnte...müsste...ich doch rundum zufrieden sein. Eigentlich...wenn da nicht dieses blöde Gefühl wäre..."das war's, dein Leben ist vorbei". Es plätschert alles so vor sich hin und ich habe echt Angst davor, daß das schon alles war, was mir das Leben zu bieten hatte. Ich meine, in der Teenie- und Twenzeit, da passiert doch ständig was...Schulabschluß, Ausbildung,"richtig" arbeiten, Führerschein, 1.,2.,3.,...Liebe, usw. Jetzt scheint mir alles vorbei zu sein. Bleibt mir jetzt nur noch übrig, den Kindern beim leben zuzusehen?? Mein Mann und ich verstehen uns ja ganz gut aber es ist alles so...eingefahren. Ich kenne ihn mehr oder in- und auswendig. Da gibt es keine Überraschungen mehr. Ich vermisse das Gefühl des Verliebt seins, dieses Kribbeln im Bauch und wenn ich mir nun vorstelle, daß ich das nie wieder erleben werde...grauenhaft!!! Sind die Menschen doch nicht für Monogamie geschaffen?? Also, mir fehlt da wirklich was. Geht's noch jemandem so?? Wenn ja, wie geht ihr damit um???

Mehr lesen

13. September 2005 um 0:51

Naja...
hallo,
ich kann dich da irgendwie verstehn...
mir ging es vor einigen jahren genauso...
ich war zehn jahre mit einem mann zusamm,zwei kinder und ich hätte glücklich sein müssen...
ich dachte damals alle smuß so sein...
bis ich einen mann kennenlernte der mein ganzes leben veränden sollte.
plötzlich spürte ich etwas was so lang her war..
liebe ,kribbeln im bauch,begierde...neugierde...wie ein teeni
das was ich schon so lange nicht mehr bei meinen mann erlebt hatte...
ich legte alles aif eine karte...
verließ meinen mann
zog in eine neubau wohnung,
ubd war so glücklich wie ,eigendlich noch nie...
doch...
dieser mann verließ mich nach drei monaten...
mein mann wollte mich zurück haben ,dochich war zu tief drinn...
in dieser sucht nach diesem kribbeln,diesen anderen mann...
der vatermeiner kinder nahm sich eine andere frau...
und ich...
drogen ,alkohol,depressionen...rizzen ,suizid...
nun leb ich allein mit meinen kindern...
ich werde diese kurze zeit nie vegessen...es war irre schön!
doch ob es es wert war...
das weis ich nicht...
dennich habe etwas verloren...die geborgenheit,die wärme das vertraut sein...das ich bei dem vater meiner kinder hatte...
vielleicht solltet ihr mal weg gehen..zusammen ...oder auch allein...wieder spass haben und auch mal ganz verückte dinge machen...einfach verückt sein...
liebe grüsse yvonne

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !
13. September 2005 um 0:56

Freiheit!!
Ja grauenhafte Vorstellung, bin auch mit meinem Mann 8 Jahre zusammen haben auch ein Kind und ich wünsche mir auch mehr Pepp, habe auch kürzlich mit meinem Mann darüber gesprochen und er ist auch meiner Meinung, und wir wollen auch beide da was ändern, er gibt sich da auch Mühe erst gestern hat er mir Rosen mitgebracht aber so richtig in Schwung kommt da auch nichts. Ich habe jetzt beschlossen wieder Arbeiten zu gehen (egal was)um wieder unter andere Menschen zu kommen um wieder wie früher die Bestätigung zu bekommen: du wirst gebraucht, bewundert und das Gefühl zu bekommen daß ich nicht ganz auf dem Mond bin, es ist so öde nur Daheim zu sein, vor allem wenn man immer gearbeitet hat, und ich bin erst drei Jahre zu Hause. Du bestimmt etwas länger??! Vielleicht wenn es deine Kinder dir erlauben, weiß ja nicht wie alt diese sind, denkst du über diese Möglichkeit nach!
Liebe Grüße Sylvi

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !
13. September 2005 um 1:39

Danke für eure Antworten!
Schön zu wissen, das ich nicht allein so fühle. Ich bin jetzt 32 und komme mir manchmal schon soooo uralt vor. Meine Jungs sind 8 und fast 4. Ich würde sehr gern arbeiten gehen, scheitere aber immer am Problem "Ferien" oder (Kinder-)Krankheit. Was mach ich dann?? Wohin mit den Beiden?? Ich habe immer sehr gern gearbeitet und ehrlich gesagt, fehlt mir das Gefühl der Unabhängigkeit. Seit 8 bzw. 9 Jahren habe ich ständig jemanden am Rockzipfel hängen...kann keinen Schritt mehr allein machen. Sicher, jetzt sind sie in Schule und Kiga und somit habe ich den Vormittag "frei" aber was mache ich in der Zeit?? Mir Gedanken was ich kochen soll, einkaufen und aufräumen. Nicht wirklich erfüllend das Ganze.
Die Sache mit den Rosen oder dem weggehen sind sicher nett, ändern aber doch nicht wirklich was, oder?! Es gibt sicher viele Dinge, die man ausprobieren kann, um der Beziehung neuen Schwung zu geben aber wie formulierte es einmal eine Freundin von mir so treffend:"Kannst machen was du willst...ist doch immer die gleiche Wurst." Schade, daß man das Gefühl vom Anfang nicht "einfrieren" kann...denn wiederherstellen läßt es sich meiner Meinung nach nicht.

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !
13. September 2005 um 7:35

Normal
Das ist völlig normal, dass das Kribbeln nicht ewig bleibt. Nach so vielen Jahren und Kindern, Alltag usw. Klar will man da Abwechslung. Ihr kennt ja meine Meinung zum Thema Monogamie, aber das its überhaupt nicht die Frage. Sondern wie kann man sich selber wieder Highlights setzen, damit das Leben nicht langweilig wird. Es muß ja nicht unbedingt ne Affäre sein.
Mal Urlaub ohne Kinder, ein neues Hobby. Mach mal was verrücktes, mach ne Städtereise mit ner Freundin, geh mit deinem Mann in die Disko und schlagt euch die Nacht um die Ohren.
Das reicht natürlich nicht, wenn du es einmal machst. Brecht einfach ab und zu mal aus dem Alltag aus, das hilft schon. Wie wärs mit Rollenspielen? Tut mal so, als würdet ihr euch ganz neu kennenlernen.

Der Alltag vermiest uns das Leben, aber eigentlich haben wir es selber in der Hand, es uns ein wenig bunter zu gestalten.

Viel Spaß!

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !
13. September 2005 um 7:52

Dein ursächliches Problem
ist das Du zuviel Zeit zum Grübeln hast da die Routineaufgaben im Laufe der Zeit immer weniger Denkarbeit erfordern und so zu sagen ein Automatismus einsetzt. Du bist nicht wirklich gefordert. Ein Seelentröster wie z.B. eine Affaire bringt nur vorübergehend eine Ablenkung und wird dich nach einiger Zeit noch tiefer ziehen da man mit einem Seitensprung seine Defizite stärkt. Ob es das Wert ist muß Du selber entscheiden.
Es gibt einige Möglichkeiten sich innere Befriedigung und Freude zu verschaffen , Sport, Kreativkurse usw.
Wenn wir Frust haben fahren wir für einige Tage in einen Steinbruch Mineralien suchen das ist teilweise harte körperliche Arbeit und die Freude wenn man etwas wirklich Schönes findet und diese dann mit dem Partner teilen kann das gibt eine enorme innerliche Befriedigung.
Veränderungen am Umfeld sind wichtig denn z.B. nur das Umstellen von Möbeln oder ein neuer Anstrich lockern diese Gleichförmigkeit auf.
Alles Gute.

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !
13. September 2005 um 9:52
In Antwort auf an0N_1251575299z

Danke für eure Antworten!
Schön zu wissen, das ich nicht allein so fühle. Ich bin jetzt 32 und komme mir manchmal schon soooo uralt vor. Meine Jungs sind 8 und fast 4. Ich würde sehr gern arbeiten gehen, scheitere aber immer am Problem "Ferien" oder (Kinder-)Krankheit. Was mach ich dann?? Wohin mit den Beiden?? Ich habe immer sehr gern gearbeitet und ehrlich gesagt, fehlt mir das Gefühl der Unabhängigkeit. Seit 8 bzw. 9 Jahren habe ich ständig jemanden am Rockzipfel hängen...kann keinen Schritt mehr allein machen. Sicher, jetzt sind sie in Schule und Kiga und somit habe ich den Vormittag "frei" aber was mache ich in der Zeit?? Mir Gedanken was ich kochen soll, einkaufen und aufräumen. Nicht wirklich erfüllend das Ganze.
Die Sache mit den Rosen oder dem weggehen sind sicher nett, ändern aber doch nicht wirklich was, oder?! Es gibt sicher viele Dinge, die man ausprobieren kann, um der Beziehung neuen Schwung zu geben aber wie formulierte es einmal eine Freundin von mir so treffend:"Kannst machen was du willst...ist doch immer die gleiche Wurst." Schade, daß man das Gefühl vom Anfang nicht "einfrieren" kann...denn wiederherstellen läßt es sich meiner Meinung nach nicht.

Beziehung am Ende??
Ja ich habe das ja auch gemerkt daß man mit Kindern schwierig eine Stelle bekommt, ich habe ja Krankenschwester gelernt und muß sagen die Arbeitszeiten in einem Krankenhaus sind mit Kindern nicht zu vereinbahren weil ich auch meine Tochter sehr ungern weggebe und auch alles mögliche suche das entweder ich od. mein Mann auf sie aufpaßt.Also, suche ich auch eine Arbeit mit flexiblen Arbeitszeiten, heutzutage fast unmöglich aber ich hoffe jemand hat noch ein Herz für Kinder und Familien! Und zu unserer Beziehung, also die Liebe ist schon noch da und deshalb denke ich wenn wir uns etwas Mühe geben und uns zeigen daß wir uns wichtig sind, denke ich schon daß das Kribbeln wieder zurück kommt. Bei dir höhrt sich alles so, wie soll ich sagen? Hast du die Hoffnung aufgegeben, ist die Liebe ganz verfogen od. nur eingefrohren??Dann kann man sie vielleicht doch auftauen!
An sonsten wenn du Angst hast dich zu Trennen wäre vielleicht eine Trennung auf Zeit die Lösung, jeder geht mal eine weile seine eigenen Wege und sieht ob er mit einer Trennung Glücklicher ist. Und entweder ihr Vermißt euch und findet zusammen od.nicht!
Und auf alle Fälle mußt du auch mehr Zeit für dich einräumen, geh doch mit Freunden weg od.such dir ein Hobby!Und ein bissi Flirten peppt auch das Selbswertgefühl wieder auf!Du mußt auf jeden Fall mit deinem Mann über deine Gefühle reden.Alles Liebe sylvi

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !
13. September 2005 um 10:24

Da passiert doch ständig was
liebe zappel.....

(viel zu lang der name)
du schreibst über die teenie und twen zeit. wie war das denn da? haben wir da nicht alle gedacht, "wenn du erst mal 30 bist ist sowieso alles gelaufen"? unvorstellbar ,dass danach noch etwas kommen soll.
jetzt bist du drüber und merkst irgendwie, dass das ja erst ein drittel deines lebens war.
während im ersten drittel alles nach vorne gerichtet ist, schule, ausbildung, beruf, familiengründung, haus - stehst du jetzt da und dir fehlen die ziele für das nächste drittel.
ich sehe diese phase als die der existenzsicherung und selbstfindung. für selbstfindung hast du bis jetzt noch gar keine zeit gehabt, es gab ja so viel zu tun und aufzubauen - zu zweit.
jetzt kommt die zeit wo du zur ruhe kommst - morgens wenn die kinder weg sind z.B. - aber du hast nicht gelernt, was du mit solcher zeit anfangen sollst, das verunsichert dich. jetzt denkst du verstärkt über den sinn deines lebens nach, über den sinn dessen, was du bis her getan hast, was du aufgebaut hast. du beschäftigst dich mehr mit dir als mit euch, auch das verunsichert dich. und weil du zur zeit eine gewisse leere empfindest denkst du voll wehmut an eine zeit zurück, als noch alles so klar war, so leicht zu überschauen.
hartibaby hat es gesagt, wenn du jetzt über seitensprünge und dergleichen nachdenkst wird das wieder pepp in dein leben bringen es wirft alles durcheinander und du hast endlich wieder was zum aufbauen, wie früher - nur, dass du dafür leider alles andere zuvor in scherben schmeißen wirst.
du bist eine andere geworden und du kennst dich noch nicht es ist vergleichbar mit der pubertät, nur viel ruhiger, die auflehnung gegen das bisherige findet im innern statt.
wenn du dich jetzt verstärkt mit dir selbst auseinander setzt, eigene ideen entwickelst dein leben sogar zeitweise in eine andere richtung läuft als das deines mannes, dann hat das nichts mit dem ende eurer beziehung zu tun. sie ist jetzt anders weil ihr anders seid. das musst du akzeptieren können.

manndel wünscht dir schöne erinnerungen an eine bewegte vergangene zeit und eine perspektive für die kommende.

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !
13. September 2005 um 10:38
In Antwort auf janna_12878655

Beziehung am Ende??
Ja ich habe das ja auch gemerkt daß man mit Kindern schwierig eine Stelle bekommt, ich habe ja Krankenschwester gelernt und muß sagen die Arbeitszeiten in einem Krankenhaus sind mit Kindern nicht zu vereinbahren weil ich auch meine Tochter sehr ungern weggebe und auch alles mögliche suche das entweder ich od. mein Mann auf sie aufpaßt.Also, suche ich auch eine Arbeit mit flexiblen Arbeitszeiten, heutzutage fast unmöglich aber ich hoffe jemand hat noch ein Herz für Kinder und Familien! Und zu unserer Beziehung, also die Liebe ist schon noch da und deshalb denke ich wenn wir uns etwas Mühe geben und uns zeigen daß wir uns wichtig sind, denke ich schon daß das Kribbeln wieder zurück kommt. Bei dir höhrt sich alles so, wie soll ich sagen? Hast du die Hoffnung aufgegeben, ist die Liebe ganz verfogen od. nur eingefrohren??Dann kann man sie vielleicht doch auftauen!
An sonsten wenn du Angst hast dich zu Trennen wäre vielleicht eine Trennung auf Zeit die Lösung, jeder geht mal eine weile seine eigenen Wege und sieht ob er mit einer Trennung Glücklicher ist. Und entweder ihr Vermißt euch und findet zusammen od.nicht!
Und auf alle Fälle mußt du auch mehr Zeit für dich einräumen, geh doch mit Freunden weg od.such dir ein Hobby!Und ein bissi Flirten peppt auch das Selbswertgefühl wieder auf!Du mußt auf jeden Fall mit deinem Mann über deine Gefühle reden.Alles Liebe sylvi

Da hab ich mich wohl missverständlich ausgedrückt...
Es läuft zwischen meinem Mann und mir nicht schlecht...war schonmal schlimmer. Ich finde ihn nach wie vor attraktiv und er ist ja auch ganz lieb und nett - was fehlt ist einfach das Aufregende...die Spannung...die Neugierde jemanden zu entdecken...vielleicht auch der Reiz des heimlichen. Ich will ihn ja gar nicht "richtig" betrügen (schließlich möchte ich ja auch nicht betrogen werden). So eine Art "geistiger Liebhaber" würd ja schon reichen. Also, quasi ein Mann, der mir zwar schon gefällt und wo's auch spürbar knistert aber wo auch klar ist, das es nie weitergeht. Ich weiß nicht genau wie ich das beschreiben soll. Vielleicht so ne Art Schwärmerei, die man als Kiddy vielleicht für irgendeinen Star hatte, nur das es jetzt eben um einen "realen",erreichbaren Menschen geht. Gott, ist das kompliziert
Mehr Zeit für mich wäre toll, ist aber nicht machbar. Mein Mann arbeitet von früh um 6 bis manchmal spät in die Nacht. Seitdem er seine Werkstatt hier bei uns auf dem Hof hat ist es mit uns bzw. mit meinen Gefühlen besser georden, denn nun ist er schon gegen halb fünf "zu Hause". Das macht schon was aus, auch wenn er trotzdem nicht wirklich zur Verfügung steht, da er dann noch bis 10,11,12 Uhr nachts in der Werkstatt arbeitet.
Und ob ich überhaupt aus "Liebe" mit ihm zusammenbin, kann ich nicht mal genau sagen. Als ich ihn kennenlernte sollte er nur als eine Art "Trostpflaster" dienen. Dachte, wenn ich mich auf eine neue Beziehung konzentriere käme ich leichter über den Verlust eines anderen hinweg (hab ich in einem anderen Beitrag schon erwähnt).Hat zwar nicht ganz so geklappt wie gedacht, aber irgendwie schien's wohl zu passen zwischen uns.

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !
13. September 2005 um 11:20
In Antwort auf kaleo_12490902

Da passiert doch ständig was
liebe zappel.....

(viel zu lang der name)
du schreibst über die teenie und twen zeit. wie war das denn da? haben wir da nicht alle gedacht, "wenn du erst mal 30 bist ist sowieso alles gelaufen"? unvorstellbar ,dass danach noch etwas kommen soll.
jetzt bist du drüber und merkst irgendwie, dass das ja erst ein drittel deines lebens war.
während im ersten drittel alles nach vorne gerichtet ist, schule, ausbildung, beruf, familiengründung, haus - stehst du jetzt da und dir fehlen die ziele für das nächste drittel.
ich sehe diese phase als die der existenzsicherung und selbstfindung. für selbstfindung hast du bis jetzt noch gar keine zeit gehabt, es gab ja so viel zu tun und aufzubauen - zu zweit.
jetzt kommt die zeit wo du zur ruhe kommst - morgens wenn die kinder weg sind z.B. - aber du hast nicht gelernt, was du mit solcher zeit anfangen sollst, das verunsichert dich. jetzt denkst du verstärkt über den sinn deines lebens nach, über den sinn dessen, was du bis her getan hast, was du aufgebaut hast. du beschäftigst dich mehr mit dir als mit euch, auch das verunsichert dich. und weil du zur zeit eine gewisse leere empfindest denkst du voll wehmut an eine zeit zurück, als noch alles so klar war, so leicht zu überschauen.
hartibaby hat es gesagt, wenn du jetzt über seitensprünge und dergleichen nachdenkst wird das wieder pepp in dein leben bringen es wirft alles durcheinander und du hast endlich wieder was zum aufbauen, wie früher - nur, dass du dafür leider alles andere zuvor in scherben schmeißen wirst.
du bist eine andere geworden und du kennst dich noch nicht es ist vergleichbar mit der pubertät, nur viel ruhiger, die auflehnung gegen das bisherige findet im innern statt.
wenn du dich jetzt verstärkt mit dir selbst auseinander setzt, eigene ideen entwickelst dein leben sogar zeitweise in eine andere richtung läuft als das deines mannes, dann hat das nichts mit dem ende eurer beziehung zu tun. sie ist jetzt anders weil ihr anders seid. das musst du akzeptieren können.

manndel wünscht dir schöne erinnerungen an eine bewegte vergangene zeit und eine perspektive für die kommende.

Bist du Therapeut oder so??
Das ist fast unheimlich...du hast es so exakt getroffen. Das war mir selbst nicht so klar, aber da ich beim lesen deiner Zeilen spontan in Tränen ausgebrochen bin, muß es das wohl sein. Es stimmt...ich vermisse "mich"...so wie ich mal war. Klar bin ich nicht mehr wie früher, das ist sicher normal aber mir gefällt nicht was ich geworden bin. Es fehlt mir unsagbar, mal mit mir allein zu sein. Nicht für andere (mit-)denken zu müssen, nicht ständig "präsent" sein zu müssen...einfach mal wieder stundenlang und ungestört meinen Gedanken nachhängen...sie sortieren. Das vermisse ich wirklich. Ich weiß nicht was ich will...oder wo ich mit meinem Leben hin soll...welche Richtung ich dem Ganzen geben soll...deshalb versinke ich in Lethargie und sage mir das ich ohnehin keine Möglichkeit habe irgendetwas zu unternehmen...zumindest bis die Jungs alt genug sind um nicht mehr ständig auf mich angewiesen zu sein. Ich fühle mich mitunter so eingeengt...überfordert von der Verantwortung und leide gleichzeitig an geistiger Unterforderung. Will etwas erreichen...bewirken...und weiß nicht was.
Wie stellt man es denn an sich selbst zu finden??? Wie gerne wäre ich wieder ein ausgeglichener, fröhlicher Mensch...aber dabei scheine ich mir selbst am meisten im Weg zu stehen.

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !
13. September 2005 um 12:01
In Antwort auf an0N_1251575299z

Bist du Therapeut oder so??
Das ist fast unheimlich...du hast es so exakt getroffen. Das war mir selbst nicht so klar, aber da ich beim lesen deiner Zeilen spontan in Tränen ausgebrochen bin, muß es das wohl sein. Es stimmt...ich vermisse "mich"...so wie ich mal war. Klar bin ich nicht mehr wie früher, das ist sicher normal aber mir gefällt nicht was ich geworden bin. Es fehlt mir unsagbar, mal mit mir allein zu sein. Nicht für andere (mit-)denken zu müssen, nicht ständig "präsent" sein zu müssen...einfach mal wieder stundenlang und ungestört meinen Gedanken nachhängen...sie sortieren. Das vermisse ich wirklich. Ich weiß nicht was ich will...oder wo ich mit meinem Leben hin soll...welche Richtung ich dem Ganzen geben soll...deshalb versinke ich in Lethargie und sage mir das ich ohnehin keine Möglichkeit habe irgendetwas zu unternehmen...zumindest bis die Jungs alt genug sind um nicht mehr ständig auf mich angewiesen zu sein. Ich fühle mich mitunter so eingeengt...überfordert von der Verantwortung und leide gleichzeitig an geistiger Unterforderung. Will etwas erreichen...bewirken...und weiß nicht was.
Wie stellt man es denn an sich selbst zu finden??? Wie gerne wäre ich wieder ein ausgeglichener, fröhlicher Mensch...aber dabei scheine ich mir selbst am meisten im Weg zu stehen.

Wie stellt man es an sich selbst zu finden
hi zappel..

zu nächst freue ich mich, dass ich dich mit meinem beitrag erreichen konnte. und nein, ich bin kein therapeut jedenfalls nicht von beruf aber man ist ja auch nicht koch wenn einem mal ein gericht gelingt *smile*.
zurück zu dir.
ich bin beeindruckt, wie gut du dich beschreiben kannst. du bist mitten drin in der selbstfindung.
es gibt da ein paar dinge in deinem leben, die du so wie du sie gerne hättest und zu diesem zeitpunkt nicht haben kannst - weißt du auch - frage, wie gehst du damit um, leidest du unter dem was nicht geht oder freust du dich an dem was geht. (wahrscheinlich ist es ein mix, mal so und mal so, ist ja nicht so einfach etwas als gegeben hinnehmen zu müssen)
ich will mal an deinen text anknüpfen:"es fehlt mir unsagbar, mal mit mir allein zu sein ..."
nimm dir den raum dafür, sprich dich mit deinem mann ab, wann er sich um die burschen kümmert, damit du diesen freiraum nutzen kannst, erkläre ihm aber auch wozu und rechne damit, dass in ihm ähnliche bedürfnisse geweckt werden wenn er sie nicht schon hat.
nachteil gegenüber früher und auch nicht auszuräumen: du musst die auszeit planen und wahrscheinlich auch zeitlich begrenzen.
geistige unterforderung:
du hast jetzt überwiegend mit den knirpsen zu tun, außer ihnen gibt es "nur" andere mütter mit dem gleichen thema und deinen mann.
suche dir eine mit deinem derzeitigen job, familienfrau, vereinbare herausforderung auf einem gebiet was dir liegt. wahrscheinlich kommt nur ehrenamtliche tätigkeit in frage, schau dich um.
viele organisationen die mit menschen arbeiten machen auch ausbildungen bei denen du eine menge über dich erfahren kannst.

es gibt kein rezept - so finde ich mich selbst - oder so, ich sehe dass du bereits auf dem weg bist. es ist auch nicht vergleichbar mit dem bau eines hauses oder dem anlegen eines gartens, wo das ergebnis irgendwann für jeden hauptsächlich dich selbst, sichtbar ist.
es ist ein prozess, den deine umgebung eher wahrnimmt als du selbst.

und wenn du auf dem weg mal wieder an dir selbst vorbei must, tus es lohnt sich

manndel

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !
13. September 2005 um 12:20
In Antwort auf kaleo_12490902

Wie stellt man es an sich selbst zu finden
hi zappel..

zu nächst freue ich mich, dass ich dich mit meinem beitrag erreichen konnte. und nein, ich bin kein therapeut jedenfalls nicht von beruf aber man ist ja auch nicht koch wenn einem mal ein gericht gelingt *smile*.
zurück zu dir.
ich bin beeindruckt, wie gut du dich beschreiben kannst. du bist mitten drin in der selbstfindung.
es gibt da ein paar dinge in deinem leben, die du so wie du sie gerne hättest und zu diesem zeitpunkt nicht haben kannst - weißt du auch - frage, wie gehst du damit um, leidest du unter dem was nicht geht oder freust du dich an dem was geht. (wahrscheinlich ist es ein mix, mal so und mal so, ist ja nicht so einfach etwas als gegeben hinnehmen zu müssen)
ich will mal an deinen text anknüpfen:"es fehlt mir unsagbar, mal mit mir allein zu sein ..."
nimm dir den raum dafür, sprich dich mit deinem mann ab, wann er sich um die burschen kümmert, damit du diesen freiraum nutzen kannst, erkläre ihm aber auch wozu und rechne damit, dass in ihm ähnliche bedürfnisse geweckt werden wenn er sie nicht schon hat.
nachteil gegenüber früher und auch nicht auszuräumen: du musst die auszeit planen und wahrscheinlich auch zeitlich begrenzen.
geistige unterforderung:
du hast jetzt überwiegend mit den knirpsen zu tun, außer ihnen gibt es "nur" andere mütter mit dem gleichen thema und deinen mann.
suche dir eine mit deinem derzeitigen job, familienfrau, vereinbare herausforderung auf einem gebiet was dir liegt. wahrscheinlich kommt nur ehrenamtliche tätigkeit in frage, schau dich um.
viele organisationen die mit menschen arbeiten machen auch ausbildungen bei denen du eine menge über dich erfahren kannst.

es gibt kein rezept - so finde ich mich selbst - oder so, ich sehe dass du bereits auf dem weg bist. es ist auch nicht vergleichbar mit dem bau eines hauses oder dem anlegen eines gartens, wo das ergebnis irgendwann für jeden hauptsächlich dich selbst, sichtbar ist.
es ist ein prozess, den deine umgebung eher wahrnimmt als du selbst.

und wenn du auf dem weg mal wieder an dir selbst vorbei must, tus es lohnt sich

manndel

Hallo Manndel
meiner Meinung nach denkst Du in die selbe Richtung wie ich. Zappel fehlen einfach die kleinen Freuden im Leben die etwas Abwechslung in die gleichförmige Tristesse bringen. Letztendlich kennt jeder Berufstätige auch diese Phasen wo man denkt das kann und darf es doch nicht gewesen sein jeden Tag der selbe Trott. Und wenn man sich dann auch noch in der gemeinsamen Zeit mit dem Partner dessen Gewohnheiten anpasst gibt man sich letztendlich auf bis die Seele schreit "Und wo bleibe ich mit meinen Wünschen und Bedürfnissen ?".
Tun kann man viel aber man muß es auch wollen. Ich gehe z.B. einmal die Woche alleine für mehrere Stunden in die Sauna das ist Lab für Körper und Seele. Man kann entspannen und über sich und die Welt nachdenken.
Alles Gute

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !
13. September 2005 um 12:33
In Antwort auf cornel_12240864

Hallo Manndel
meiner Meinung nach denkst Du in die selbe Richtung wie ich. Zappel fehlen einfach die kleinen Freuden im Leben die etwas Abwechslung in die gleichförmige Tristesse bringen. Letztendlich kennt jeder Berufstätige auch diese Phasen wo man denkt das kann und darf es doch nicht gewesen sein jeden Tag der selbe Trott. Und wenn man sich dann auch noch in der gemeinsamen Zeit mit dem Partner dessen Gewohnheiten anpasst gibt man sich letztendlich auf bis die Seele schreit "Und wo bleibe ich mit meinen Wünschen und Bedürfnissen ?".
Tun kann man viel aber man muß es auch wollen. Ich gehe z.B. einmal die Woche alleine für mehrere Stunden in die Sauna das ist Lab für Körper und Seele. Man kann entspannen und über sich und die Welt nachdenken.
Alles Gute

Wollen
hi, harti

es freut mich, dass du gut für dich sorgen kannst.

manndel

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !
13. September 2005 um 12:40
In Antwort auf kaleo_12490902

Wollen
hi, harti

es freut mich, dass du gut für dich sorgen kannst.

manndel

Hallo Manndel
indem ich etwas für mich tue tue ich auch was für meine Liebste. Sie nutzt auch ihren Freiraum um etwas für sich zu tun und das ist gut so denn unsere Beziehung ist alles andere als langweilig.
Ich hoffe für Dich das Du auch genügend Freiraum hast.
Alles Gute.

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !
13. September 2005 um 15:49

Huhu ich möchte auch was dazu sagen
Also...wenn du familie hast..dh. mann und kinder , dann brauchst du dich nicht vergessen. Es geht alles zusammen und nebenbei))

Hast du denn keine freundinen mit denen du weggehen kannst? Kino, aus essen...was trinken...?

Such dir ein hobby....malen, walken, geh in VHS kurse...
Nimm DIR zeit für DICH !!!!!
Wieso warten frauen immer drauf bis alles zu hause erledigt ist?? Heeeeee ich hab auch all das was du hast...UND?? ICH LEBE hier udn jetzt AUCH für MICH ...


FANG AN ZU LEBEN ES IST DEIN RECHT !!!!!

GRUSS mrsx

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !
13. September 2005 um 16:41

Gelesen...
Hallo...

Habe gerade deinen Beitrag und die bisherigen Antworten mit grossem Interesse gelesen.
Ich denke sehr viele werden sich in deinen Ausführungen wiederfinden. Es ist halt ein recht typischer Lebenslauf... eine typische Altersphase.

Noch mehr als ich mich selber darin wiedergespiegelt habe, hat dein Thread mich über meine Frau grübeln lassen. Ich weis, dass sie nicht zufrieden ist... Wie sagtest du irgendwo... "Wieder der lustige unbeschwerte Mensch von früher sein will..." (Sorry, wenn das Zitat nicht so 100% ist.) Alles sehr interessant.. Werde den Thread wohl gleich nochmal lesen und etwas auf mich wirken lassen.
Ich für meinen Teil muss gestehen, dass ich die Kurve mit eine Stück Egoismus genommen habe. Fahre seit ein paar Jahren Motorrad. Ein Hobby das neben einem Stück Dynamik auch Ruhe bringt. Da gibts kein Radio. Niemanden der während der Fahrt mit dir redet. Man ist alleine mit seinen Gedanken. Dann habe ich vor einem Jahr ein altes Hobby wieder aufgenommen. Spiele jetzt wieder in einer Band. (Habe den Beruf verfehlt... Späte Erkenntnis, dass ich eigentlich irgendetwas musikalisches hätte machen sollen... mich aber als Jugendlicher von diesem Weg habe abbringen lassen.) Na ja ... Und zuguterletzt... wer meine anderen Threads kennt... Ich gehe fremd. Wer das so liest wird wahrscheinlich sagen... na typisch... Midlifecrisis... alle Symtome... Mag sein. Für mich funktioniert es... Aus all dem kommen auch neue Impulse in meine Ehe... Nur ... Ich fürchte nicht die richtigen... oder nicht ausreichende. Ich bin sicher, dass z.B. ein Wochenende, dass meine Frau und ich gemeinsam mit dem Motorrad verbringen eine echte Abwechslung wäre. Aber angesichts von zwei Kindern fehlt ihr die Traute. "Wir können uns ja nicht zu zweit todfahren..." Auch sexuelle "Spannungen" die sich übertragen haben, hatten leider nur immer kurzzeitige Auswirkungen. Sicher ist allerdings, dass ich seitdem meiner Frau alle erdenklichen Freiräume einräume. Alles andere wäre ja auch sehr inkonsequent.

Was deine Frage nach der Monogamie angeht... An die glaube ich nicht. Aber nicht jeder kann bei einem Seitensprung unbeschwert bleiben. Lies dich durchs Forum. Wie viele hier leiden darunter. Ausserdem besteht immer die Gefahr, das man sich emotional verstrickt.... Oder, dass man "so lange zum Brunnen geht bis der Krug bricht". Weil man einfach nicht genug bekommt.

Einen "geistigen Liebhaber"....?? Nur so für das fehlende Kribbeln. Gibts aus meiner Erfahrung nicht. So bin ich nämlich auch reingeschlittert... Klassisch... Über Internet... Erst nette Gespräche... Dann erotische Gespräche... erotische Telefonate... und irgendwann kam die Chatpartnerin halt nicht aus dem 650 km entfernten Berlin... sondern von um die Ecke... Und dann... Hängste am Fliegenfänger. Bisher habe ich das Glück es noch nicht bereut haben zu müssen...

Jeder ist seines Glückes Schmid...

Ich drücke dir jedenfalls die Daumen... Sei ruhig ein Stückweit egoistisch... wieder Frau... nicht Hausfrau, nicht Ehefrau, nicht Mutter. Auf welche Art und Weise... Hmmm.. Das musst du wohl oder über für dich selber herauskriegen....

Gruss

Jerome

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !
14. September 2005 um 7:52

Das ist wohl ein typisches Frauenproblem
Wenn ich den Beitrag von Herrn Jerome mal hernehme, er nimmt sich die Freiheiten die er braucht. Wieso tun Frauen das nicht auch? Klar brauchen die Kinder einen, aber ab einem gewissen Alter nicht permanent und der Haushalt kann verdammt nochmal auch liegenbleiben. Was ist wichtiger? Die gewischte Treppe oder das Gefühl zu leben? Ich meine natürlich nicht, man soll alles verdrecken lassen. Aber diese Dinge mal etwas weniger wichtig nehmen.
Ich könnte nie nur Hausfrau sein, schreckliche Vorstellung. Der Mensch (ja auch die Frau) braucht täglich geistige Herausforderungen und auch mal ne Stunde nur für sich allein. So egoistisch sollte man einfach sein. Denn wenn die Frau zufrieden ist, ist es die ganze Familie.

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !
14. September 2005 um 14:23

Vielen,vielen Dank euch allen!!!
Ich finde es toll, das ich soviele ernstgemeinte Antworten von euch erhalten habe. Du hast recht, mietnomadin, ich fühlte mich verstanden.
Es war wirklich ein (positiver) Schock als ich mandell's Zeilen las. Da beschrieb ein Mensch, der nichts außer diesem Beitrag über mich wußte, was mit mir los ist...und zwar besser, als ich es mir selber hätte erklären können.
Auch harti's "bis die Seele aufschreit..." war so zutreffend.
Und auch du, mietnomadin, hast mich zum weinen gebracht, denn auch du hast genau erkannt was mich beschäftigt.
Ich möchte gerne meinen TB-Eintrag vom 1.Januar dieses Jahres aufschreiben, denn da habe ich sehr gut beschrieben was (leider immer häufiger) in mir vorgeht:
>> Eigentlich war ich heute recht gut drauf aber seit heut nachmittag stecke ich wieder mittendrin in diesem schwarzen Loch. Ich wurde zusehends müder, bekam Kopfschmerzen und dann war sie wieder da, die altvertraute Resignation. Ich weiß einfach nicht, was ich vom Leben noch erwarten soll. Scheint mir alles so sinnlos zu sein. Klar, die Jungs werden immer älter und mit jedem Jahr das vergeht rückt meine Freiheit auch ein Stückchen näher aber genauso werde ich auch immer älter. Also, was soll das alles? Meine "besten Jahre" verbringe ich mit diesen kleinen Fußfesseln. Wenn ich wieder einigermaßen selbstständig sein darf bin ich schon jenseits der 40. Was soll ich denn dann noch tun?? Es ist zum heulen. Ich weiß echt nicht, was ich noch zu erwarten habe. Verlieben ist für verheiratete,alte Mütter "verboten", als Globetrotter durch die Lande zu ziehen kann ich mit 50 wohl auch vergessen. Klar, irgendwann werde ich wieder arbeiten, vielleicht kann man dann auch mal weiter weg fahren aber ansonsten?! Echte Highlight's wird's nicht mehr geben. Ich bin eine Gefangene meines (selbstgewählten) Lebens. Traurig! Der Tod als letztes großes Abenteuer??? Scheiß Leben!! Viel zu kompliziert für mich. Die Verantwortung erdrückt mich...nimmt mir die Luft zum Leben. Wie soll ich meine Jungs auf's Leben vorbereiten, wenn ich mein eigenes nicht mal auf die Reihe kriege?? Sie tun mir so leid...mit mir gestraft zu sein. Sie können doch nichts dafür.
Ob es da draußen wohl noch mehr derart depressiver Hausfrauen gibt?? Wie kommen andere damit klar ihr Leben auf Eis zu legen?? Ich möchte so gerne mal mit jemandem darüber reden, der das auch versteht. Wie schrieb E... noch in ihrem letzten Brief..."ich glaube, ich habe mein Lachen verloren..." wann habe ich mich eigentlich das letzte Mal von Herzen lachen hören?? Ist sehr lange her, fürchte ich. Ich glaube, was mir fehlt ist ein Ziel. Irgendetwas wofür sich dieser ganze Mist namens Leben lohnt. Leider fällt mir nichts ein. Ich habe nichts und ich glaube an nichts. Sollte mich vielleicht dem Buddhismus verschreiben, dann bliebe mir wenigstens die Hoffnung im nächsten Leben alles anders und besser machen zu können. Ach ja, jetzt hab ich mich so schön in Frust geschrieben, jetzt könnt ich mir glatt die Kugel geben...wenn ich nicht so feige wäre. Verfluchter Mist!! Im Grunde ist es so einfach...ich will doch bloß LEBEN...aber ich weiß nicht (mehr) wie's geht. Schade! <<

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !
14. September 2005 um 15:44
In Antwort auf an0N_1251575299z

Vielen,vielen Dank euch allen!!!
Ich finde es toll, das ich soviele ernstgemeinte Antworten von euch erhalten habe. Du hast recht, mietnomadin, ich fühlte mich verstanden.
Es war wirklich ein (positiver) Schock als ich mandell's Zeilen las. Da beschrieb ein Mensch, der nichts außer diesem Beitrag über mich wußte, was mit mir los ist...und zwar besser, als ich es mir selber hätte erklären können.
Auch harti's "bis die Seele aufschreit..." war so zutreffend.
Und auch du, mietnomadin, hast mich zum weinen gebracht, denn auch du hast genau erkannt was mich beschäftigt.
Ich möchte gerne meinen TB-Eintrag vom 1.Januar dieses Jahres aufschreiben, denn da habe ich sehr gut beschrieben was (leider immer häufiger) in mir vorgeht:
>> Eigentlich war ich heute recht gut drauf aber seit heut nachmittag stecke ich wieder mittendrin in diesem schwarzen Loch. Ich wurde zusehends müder, bekam Kopfschmerzen und dann war sie wieder da, die altvertraute Resignation. Ich weiß einfach nicht, was ich vom Leben noch erwarten soll. Scheint mir alles so sinnlos zu sein. Klar, die Jungs werden immer älter und mit jedem Jahr das vergeht rückt meine Freiheit auch ein Stückchen näher aber genauso werde ich auch immer älter. Also, was soll das alles? Meine "besten Jahre" verbringe ich mit diesen kleinen Fußfesseln. Wenn ich wieder einigermaßen selbstständig sein darf bin ich schon jenseits der 40. Was soll ich denn dann noch tun?? Es ist zum heulen. Ich weiß echt nicht, was ich noch zu erwarten habe. Verlieben ist für verheiratete,alte Mütter "verboten", als Globetrotter durch die Lande zu ziehen kann ich mit 50 wohl auch vergessen. Klar, irgendwann werde ich wieder arbeiten, vielleicht kann man dann auch mal weiter weg fahren aber ansonsten?! Echte Highlight's wird's nicht mehr geben. Ich bin eine Gefangene meines (selbstgewählten) Lebens. Traurig! Der Tod als letztes großes Abenteuer??? Scheiß Leben!! Viel zu kompliziert für mich. Die Verantwortung erdrückt mich...nimmt mir die Luft zum Leben. Wie soll ich meine Jungs auf's Leben vorbereiten, wenn ich mein eigenes nicht mal auf die Reihe kriege?? Sie tun mir so leid...mit mir gestraft zu sein. Sie können doch nichts dafür.
Ob es da draußen wohl noch mehr derart depressiver Hausfrauen gibt?? Wie kommen andere damit klar ihr Leben auf Eis zu legen?? Ich möchte so gerne mal mit jemandem darüber reden, der das auch versteht. Wie schrieb E... noch in ihrem letzten Brief..."ich glaube, ich habe mein Lachen verloren..." wann habe ich mich eigentlich das letzte Mal von Herzen lachen hören?? Ist sehr lange her, fürchte ich. Ich glaube, was mir fehlt ist ein Ziel. Irgendetwas wofür sich dieser ganze Mist namens Leben lohnt. Leider fällt mir nichts ein. Ich habe nichts und ich glaube an nichts. Sollte mich vielleicht dem Buddhismus verschreiben, dann bliebe mir wenigstens die Hoffnung im nächsten Leben alles anders und besser machen zu können. Ach ja, jetzt hab ich mich so schön in Frust geschrieben, jetzt könnt ich mir glatt die Kugel geben...wenn ich nicht so feige wäre. Verfluchter Mist!! Im Grunde ist es so einfach...ich will doch bloß LEBEN...aber ich weiß nicht (mehr) wie's geht. Schade! <<

Das geht vorüber
wenn du daran arbeitest zappel
undd es gibt auch jenseits der 40 noch jede menge spass und ziele.
komm mal vorbei zum quatschen wenn dir danach ist.
(ernst gemeint)

manndel

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !
Noch mehr Inspiration?
pinterest