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Wo ist die Grenze?

18. Dezember 2015 um 23:10 Letzte Antwort: 12. Januar 2016 um 23:40

Hallo ihr Lieben,
ich hoffe, dass ich hier richtig bin und das ich keinem auf den Schlips trete. Ich habe nämlich bereits im Internet recherchiert und neben den Schicksalen anderer Frauen kommt mir mein Problem so banal vor, aber ich weiß wirklich nicht wohin mit mir in dieser Hinsicht.
Zum Problem selbst muss ich ein wenig ausholen. Wir haben seit Ende meiner Schwangerschaft (vor 3 1/2 Jahren) kein richtiges Sexualleben mehr. Etwa ab dem Moment ab dem mein Mann wegen seinen Schwestern unsere Hochzeit eine Woche vorher abgesagt hat. Diese sind nämlich mit unserer Verbindung, gerade weil ich zu dem Zeitpunkt Schwanger war, nicht einverstanden. Nachdem die Kleine da war und etwa ein viertel bis halbes Jahr später haben wir es nochmal versucht. Wir beide mochten Sex bis dato etwas rauher, da ich dazu aber nicht in Stimmung war hab ich ihn gebeten so zu tun, als wäre es mein Erstes Mal. Seine Reaktion: gar nix. Er hat den Sex so abgezogen wie er es eben gewöhnt war. Dannach haben wir es immer wieder versucht, mit dem Resultat, dass ich nun gar keine Lust mehr auf Sex habe. Ich reagiere regelrecht Panisch wenn das Thema nur irgendwo fällt, geschweigedenn wenn er damit anfängt. Das hat er eine Weile geduldet, mittlerweile "nimmt er mich einfach". Nach dem aufwachen oder oder oder einfach drüber rutschen sozusagen. Vor ein paar Tagen habe ich ein Wein getrunken, etwas mehr als mir gut getan hätte, ich war gut angeschwipst, bin aufs Bett gefallen und wollte einfach nur schlafen. Das Resultat, er hat seine Chance genutzt mit den Worten: Wenn du was getrunken hast reagierst du ja wenigstens.
Heute kam dann der Vorwurf: Ich habe keine Lust mehr dich dauernd zu vergewaltigen, langsam muss auch mal was von dir kommen.
Tja, vergewaltigt fühle ich mich, seit fast drei Jahren, aber das macht die Sache nicht besser, hinsichtlich unseres Sexuallebens. Das er sich dessen bewusst ist hat mich einfach umgehauen, ich dachte bis jetzt immer er versteht es einfach nicht usw. Ich denke seit einer ganzen Weile über Trennung nach, aber sonst ist er wirklich ein Schatz, er wäscht IMMER die Wäsche, arbeitet ohne Ende für uns und versucht mich in meinen Projekten zu unterstützen. Und wenn er gerade nicht arbeitet versucht er jede Sekunde mit uns zu verbringen. Schmust und macht eben alles was ein guter Ehemann eben machen sollte. Die Kleine liebt er abgöttisch und sie ihn. Was auch der größte Grund ist, weshalb ich nicht schon längst meine Koffer gepackt habe. Oder reagiere ich über?
Ich habe einfach keine Lust mehr ständig tagelang Schmerzen nach dem Sex zu haben und sein Kommentar dazu ist: Ich bin halt ein geiler Bock und wir haben eh zu wenig Sex. Gut, mit letzerem hat er recht, aber ich habe wirklich einfach gar keine Lust mehr. Mein Körper reagiert zwar, aber ich fühl einfach nix mehr, ob er jetzt drinn ist, gut klar das dann irgendwann schon aber das Gefühl, das ich früher dabei hatte ist einfach weg und "fürs Vorspiel tue ich ja auch nix", sagt er. Tue ich wirklich nicht. Ich liege ehrlich gesagt einfach nur da und warte bis er fertig ist.
Ich möchte bitte eure ehrliche Meinung, ob ich übertreibe, da ich es einfach nicht mehr selbst einschätzen kann. Und tut mir leid für den Roman...

LG und Danke an alle.

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20. Dezember 2015 um 23:08

Hallo
Was denkst du woran liegt es, das du keine Lust mehr hast? Liegt es am Sex oder an ihm?
Wenn du daran denkst ihn zu verlassen, dann vermute ich das du einfach kein sexuelles Interesse an ihn hast und es nicht am Sex an sich liegt, richtig?
Ich kenne es selber ganz gut, bin mittlerweile seit 15 Monaten Mama und natürlich Habe ich auch kaum/ keine Lust daran aber ich " überwinde" mich doch öfters und am Ende ist es gar nicht so schlecht. Aber deswegen würde ich meinen Partner nicht verlassen, dann eher wenn er mich nicht mehr anziehend finden würde und keinen Sex haben wollen würde.
Sex verbindet ja auch zwei Menschen, es gibt Nähe und Geborgenheit und es macht aus Mann und Frau Geliebten und keinen Bruder und Schwester.
Ich denke das es bei dir einfach der Alltag ist, viele kommen damit nicht klar.Die Lösung wäre den weg zu finden damit umzugehen

Alles gute für dich

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30. Dezember 2015 um 14:26

Danke
Hallo ihr Zwei,
danke für eure wirklich sehr anregenden Antworten.
Von der Seite der Verletzung ihm gegenüber durch die Abweisung habe ich es natürlich nicht ganz so sehr betrachtet.
Vielleicht war ich in der Hinsicht ein wenig egoistisch...? Naja aber ich danke euch beiden auf jeden Fall sehr und werde versuchen mal mit ihm über einen Therapeuten zu sprechen, vielleicht klappt es ja. Ich denke nämlich schon, das ich ihn noch liebe...
LG an euch!

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12. Januar 2016 um 23:40


Also sorry, aber ich wäre abgehauen, nachdem er mich das erste Mal gegen meinen Willen "genommen" hätte

Klar, dass der Alltag mit einem Kleinkind stressig ist und man wenig bis keine Zeit für Zärtlichkeiten hat. Aber so etwas ist ein absolutes No-Go!!!

Vor allem, da er sich dieser Tatsache absolut bewusst ist!

Mein Rat: Schnapp dir Kind und Koffer und verschwinde von da! Die Kleine kommt darüber hinweg, keine Sorge.
Willst du dich wirklich weiter vergewaltigen lassen!? Auch wenn er sonst ein noch so lieber und guter Ehemann ist, ist es das alles wirklich wert!?

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