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Wo endet emotionale "Hilfe" in einer Beziehung?

3. Juni 2010 um 0:32

Hi!

ich habe eine Frage die mich gerade ziemlich beschäftigt.
Vielleicht könnt ihr mir ein wenig helfen, weil ich gerade nicht genau weiß ob ich zu viel verlange oder zu wenig.

Einleitung:

Mein Freund ist Niederländer, ich bin Deutsche. Läuft alles ganz toll und harmonisch.... bis auf ein paar "Kleinigkeiten". Eine dieser "Kleinigkeiten" beschäftigt mich gerade.

Wir haben uns heute "zusammen" (per Telefon) diese Gameshow auf Sat1 angesehen. Währenddessen rief mein Ex mich locker 10 mal an. Wir sind seit August 09 getrennt!!! und ich habe seit Februar - eigentlich - keinen Kontakt mehr zu ihm. Eigentlich sage ich deshalb, weil er hin und wieder den Kontakt sucht. Ich aber nicht. Im März lernte ich halt meinen Freund kennen und ab da habe ich seinen Anrufe auch komplett ignoriert. Wir haben allerdings einen gemeinsamen Kredit laufen, den wir - unabhänging voneinander - abzahlen. Ich habe einen Dauerauftrag eingerichtet der pünktlich bezahlt wird und somit besteht für mich kein Anlass ihn zu kontaktieren. Läuft halt von selbst.

Zur eigentlichen Geschichte: Diese "getarnten" Anrufe machen mich kirre, weil er (mein Ex) mir geschworen hat, so gut er kann in meine Beziehung zu funken. Und ich habe das blöde Gefühl er schafft es sogar.

Jedenfalls war ich etwas "angenervt" (milde ausgedrückt), daß ständig das Telefon klingelte (ich habe ihn, nachdem ich 1 mal rangegangen bin und kapiert habe was er wollte, durchgängig weggedrückt und danach das Handy ausgemacht.). Aber.... ich habe die blöde '(k.A. obs wirklich blöde ist) Angewohnheit drüber reden zu wollen, wenn mich was bedrückt. Mag ja typisch Frau sein, aber ich bin ja auch eine.

Jedenfalls gab mein Süsser mir gerade zu verstehen, daß es ihn nervt, wenn ich so viel rede. Nein, ich habe nicht über den Ex geredet. Ich red dann über alles Mögliche. Aber eben mehr als sonst. Das ist meine Art damit umzugehen. (normalerweise bin ich eher ein stiller Typ, aber eben nicht wenn ich sauer bin). Ergo kommt mein "Redeschwall" nicht allzu häufig vor.

Ich weiß nicht - aber irgendwie hat es mich schon irgendwie bedrückt, daß ihn meine "Probleme" (ich hatte echt nen A***lochtag) so wenig Interessieren. Das er von meinem Ex nichts wissen will kann ich verstehen. Aber da sind halt noch andere Dinge die mich beschäftigen. Ich erzähl es meist kurz und knapp und rede dann nicht länger drüber. Ist halt mein Problem.

Aber manchmal hab ich das Gefühl er mag mich nur lustig und ausgelassen. Auch wenn er was anderes behauptet.

Also mal fernab von "der Ex ruft an"..... redet ihr über persönliche Sorgen mit eurem Freund oder reagieren eure Männer da ähnlich genervt? Ala - "mach deinen Sch**** alleine, ich hab selbst genug Sorgen".

Wie gesagt, "der Ex" war jetzt nur ein Beispiel. Mit dem werde ich fertig. Mir gehts ums Prinzip. Sind meine Sorgen meine, oder sollte man sie teilen dürfen/können/sollen?

Und bevor es falsch verstanden wird: Mein Ex war nur ein Beispiel. Das war einfach mein i-Tüpfelchen. Mein wirkliches Problem ist, daß mein AG nun einen "Gelben Schein" wegen blöden 4 Stunden haben will, ich aber einen vollen Schreibtisch habe und nun wegen eines notgedrungenen Arztganges (ich brauch ja das Attest) morgen mein Kind wegen ner Lapalie zum Arzt schleifen muss, um dieses Attest zu kriegen (normalerweise hätten meine Eltern dann aufgepasst) und deswegen Freitag noch mehr Arbeit haben werde. Dazu hat mein Ex mal wieder den Unterhalt eingestellt. D.h. ich darf bei der Bagis mal wieder um Zuschüsse "betteln" (kotz) , die mir mein Leben sicher nicht erleichtern und wie gesagt, habe ich ein krankes Kind zuhause (die Mütter unter uns wissen was das heißt).

Ist es zu viel verlangt einfach mal drüber reden zu wollen? Ich hab jetzt einfach, nett und freundlich (obwohl mir alles andere als nach nett und freundlich war) das Gespräch schnellstmöglich beendet. Mir platzt das Hirn.

Aber es kann doch eigentlich nicht sein, daß ich mir in einem anonymen Forum Luft machen muss oder? Wenn er Sorgen hat bin ich ja auch da. Er soll ja nichts für mich tun, aber eine Meinung bzw. auch "nur" ein Ohr - hätten mir ja gereicht.

Bin iwie gefrustet gerade. Ok - vielleicht bin ich auch gerade empfindlich. Aber es tut schon ein bissl weh wenn man "zu zweit" alleine ist. Hm....

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3. Juni 2010 um 1:01

Danke
Das Problem (noch eins *g*) ist, daß wir zwei unterschiedliche Sprachen spechen und uns größtenteils in - für andere - kaum verständlichem NiederDenglisch unterhalten. Wir haben sozusagen unsere "eigene" Sprache.

Für "echte" Unterhaltungen reicht es einfach nicht. Ich brökel mir da was zusammen in der Hoffnung, daß er versteht was ich meine. Tut er auch oft - aber oftmals eben auch nicht.

Ich bin zwar gerade der Meinung, daß er es einfach nicht hören "will", aber ich bin mir auch nicht ganz sicher. Blöde Lage. Mehr als drüber nachdenken kann ich eh gerade nicht. Aber es beschäftigt mich halt, weil ich mich so nicht wirklich wohl fühle. Keine Ahnung ob das wer nachvollziehen kann.

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3. Juni 2010 um 10:15
In Antwort auf fleance1

Danke
Das Problem (noch eins *g*) ist, daß wir zwei unterschiedliche Sprachen spechen und uns größtenteils in - für andere - kaum verständlichem NiederDenglisch unterhalten. Wir haben sozusagen unsere "eigene" Sprache.

Für "echte" Unterhaltungen reicht es einfach nicht. Ich brökel mir da was zusammen in der Hoffnung, daß er versteht was ich meine. Tut er auch oft - aber oftmals eben auch nicht.

Ich bin zwar gerade der Meinung, daß er es einfach nicht hören "will", aber ich bin mir auch nicht ganz sicher. Blöde Lage. Mehr als drüber nachdenken kann ich eh gerade nicht. Aber es beschäftigt mich halt, weil ich mich so nicht wirklich wohl fühle. Keine Ahnung ob das wer nachvollziehen kann.

Grundsätzlich ist es schwer..
...über eine Sache mit einem Mann zu reden, wenn beide die sprache des anderen nicht wirklich beherrschen.

Ich denke mir, die Missverständnisse kommen natürlich auch davon. Man kann ja seine Gefühle in dem Moment nicht so richtig rüberbringen. Dabei stelle ich mir vor, er versteht es vielleicht nicht aufgrund der Sprachproblme.

Mal davon abgesehen, würde ich jetzt versuchen, mit einer Freundin meines Vertrauens darüber zu reden. Grundsätzlich denke ich mal, so ging es mir jedenfalls meistens, dass es nicht gerade förderlich ist, Probleme aus der Vergangenheit zu besprechen. Und das Kind ist nun mal Deine Vergangenheit.
Eher kurz knapp und einfach erzählen, es gab ein Problem dass ich lösen muss....

Mir hat mal einer erzählt, er fände es unmöglich wenn seine Freundin immer mit Problemen käme...das würde ihn nerven.
Ein anderer sagte mir, es gehört dazu auch mal darüber zu sprechen. Das zeigt mir einfach nur, die Menschen sind da ganz unterschiedlich und man muss mit Feingefühl herausfinden wie jeweils der andere es gerne hätte...ich weiß, da hilft nicht wirklich. Mir ging es nicht mit Kind so, sondern mit dem anstehenden Pflegefall Familie so. Das ist für andere dann nicht nachvollziehbar...zumindest nicht, wenn man eben getrennt wohnt und lebt. Es ändert sich mit dem Zusammenleben ein wenig...je nach Partner.

LG

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