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Wo beginnt häusliche Gewalt?

26. Dezember 2016 um 23:14 Letzte Antwort: 27. Dezember 2016 um 22:45

Hallo zusammen,

ich hatte letzthin eine Diskussion mit einer guten Freundin und wir sprachen vertieft darüber, wo beginnt eigentlich häusliche Gewalt. Ich habe ihr von meinem Ex erzählt und was alles geschehen ist - ich habe mich letzten Frühling von ihm getrennt und hatte nie mit jemandem darüber gesprochen während unserer Beziehung, was alles geschehen ist.
Sie war der Meinung, es sei häusliche Gewalt geschehen, aber ich kann dies irgendwie (warum auch immer?) nicht so aussprechen, ich habe dann immer noch das Gefühl ich tue im Unrecht. Sie ist ebenso der Meinung, ich müsse es zuerst "anerkennen" und mir noch Hilfe zur Verarbeitung suchen um im Leben weiter zu kommen, aber wie gesagt, ich habe so wie das Gefühl, bei mir war es nicht "schlimm genug" und ich tue den "echten" Opfern unrecht, wenn ich mich "oute".
Was denkt ihr darüber?

Kurzzusammenfassung meiner Beziehung mit meinem Ex:
- Jung zusammen gekommen, nach einem halben Jahr wollte ich Schluss machen, er hat meine Rippen gequetscht
- Hat meine Freunde / Freundinnen immer mehr von mir isoliert, ebenso die Familie
- hat mir gesagt ich sei dumm, fett, hässlich, ich sei ein Ar***schloch, eine Fot*e, eine Schla*pe, am Ende war dies auf täglicher Basis
- hat mich in unseren 10 gemeinsamen Jahren so ca. einmal pro halbes Jahr geschlagen, jedoch nie ins Gesicht, meist irgendwie an den Oberschenkeln, Oberarmen.
- hat mich täglich angeschrien
- hat mich während der Schwangerschaft so fest geschubst, dass ich auf dem Bauch landete, ist aber sonst nichts passiert
- hat mich auch sonst häufig geschubst, festgeklammert, an Wänder gedrückt, die Hand an den Hals gelegt (aber nicht zugedrückt), mir in die Schulter geklemmt bis ich vor Schmerz nicht mehr konnte
- ich durfte kein Geld ausgeben, auch das eigene nicht
- alles musste nach aussen immer 1A sein, sauber geputztes Haus, perfekte Familie
- eigentlich war ich sowieso an allem Schuld

Aber ja, Blut ist nie geflossen und man konnte es von aussen nicht sehen... Am schlimmsten empfand ich eigentlich sowieso die Beleidigungen, die Schläge waren ja auch nicht soooo stark, gab höchstens einmal eine Beule, aber nicht so gross. Und ich hatte Angst vor ihm, nehme ihn wohl immer noch zu fest in Schutz.

Was denkt ihr darüber? Hilfe suchen und verarbeiten? Wurde die Grenze zu häuslicher Gewalt überschritten?

Danke für eure ehrlichen Meinungen, 
Lg Queenie
 

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27. Dezember 2016 um 0:21

Also zuerst einmal, nein ich bin kein Troll. Stellt euch Mal vor, 10 Jahre eures Lebens so zu verbringen... ich bin jetzt 30. irgendwie weiss ich manchmal gar nicht mehr was "richtig und normal" ist, bzw. wäre. Deshalb auch meine Frage hier und die Bitte um eine Meinung im anonymen Kreis.

Und zweitens, nein, Spass hat es nicht gemacht. Rippen quetschen = er hat mich mit beiden Händen auf meiner Brust auf den Boden gedrückt. Mir blieb fast die Luft weg. Die Rippen schmerzten danach noch Monate lang. Aber so war es danach fast nie mehr, so stark. Schulter quetschen heisst, er klammerte mich und drückte immer fester zu, an der Schulter halt, irgendwann schmerzt es und als ich auch laut wurde, hörte er meistens auf. Spass ist anders...

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27. Dezember 2016 um 0:29

Ja wenn ich das wüsste. Liebe macht blind, Naivität, Glaube an das gute im Menschen...

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27. Dezember 2016 um 2:34

Ich bin sehr erstaunt, wie blind du bist. Jeder einzelne Punkt, den du aufzählst ist häusliche Gewalt. Wieviel Blut müsste deiner Meinung nach fliessen?
ich bin der gleichen Meinung wie deine Freundin. Du musst es erst einmal anerkennen, dass dir der Mann körperliche und seelische Gewalt angetan hat und du dich nicht gewehrt hast. Bitte suche dir professionelle Hilfe, denn wenn dein Schutzwall zusammen bricht, brauchst du jemanden der dich auffängt. Du hast das zum Überleben verdrängt bzw. verharmlost, aber ohne Aufarbeitung wird es dich lang verfolgen. Ich wünsche dir alles Gute.

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27. Dezember 2016 um 7:01
In Antwort auf queenlike

Hallo zusammen,

ich hatte letzthin eine Diskussion mit einer guten Freundin und wir sprachen vertieft darüber, wo beginnt eigentlich häusliche Gewalt. Ich habe ihr von meinem Ex erzählt und was alles geschehen ist - ich habe mich letzten Frühling von ihm getrennt und hatte nie mit jemandem darüber gesprochen während unserer Beziehung, was alles geschehen ist.
Sie war der Meinung, es sei häusliche Gewalt geschehen, aber ich kann dies irgendwie (warum auch immer?) nicht so aussprechen, ich habe dann immer noch das Gefühl ich tue im Unrecht. Sie ist ebenso der Meinung, ich müsse es zuerst "anerkennen" und mir noch Hilfe zur Verarbeitung suchen um im Leben weiter zu kommen, aber wie gesagt, ich habe so wie das Gefühl, bei mir war es nicht "schlimm genug" und ich tue den "echten" Opfern unrecht, wenn ich mich "oute".
Was denkt ihr darüber?

Kurzzusammenfassung meiner Beziehung mit meinem Ex:
- Jung zusammen gekommen, nach einem halben Jahr wollte ich Schluss machen, er hat meine Rippen gequetscht
- Hat meine Freunde / Freundinnen immer mehr von mir isoliert, ebenso die Familie
- hat mir gesagt ich sei dumm, fett, hässlich, ich sei ein Ar***schloch, eine Fot*e, eine Schla*pe, am Ende war dies auf täglicher Basis
- hat mich in unseren 10 gemeinsamen Jahren so ca. einmal pro halbes Jahr geschlagen, jedoch nie ins Gesicht, meist irgendwie an den Oberschenkeln, Oberarmen.
- hat mich täglich angeschrien
- hat mich während der Schwangerschaft so fest geschubst, dass ich auf dem Bauch landete, ist aber sonst nichts passiert
- hat mich auch sonst häufig geschubst, festgeklammert, an Wänder gedrückt, die Hand an den Hals gelegt (aber nicht zugedrückt), mir in die Schulter geklemmt bis ich vor Schmerz nicht mehr konnte
- ich durfte kein Geld ausgeben, auch das eigene nicht
- alles musste nach aussen immer 1A sein, sauber geputztes Haus, perfekte Familie
- eigentlich war ich sowieso an allem Schuld

Aber ja, Blut ist nie geflossen und man konnte es von aussen nicht sehen... Am schlimmsten empfand ich eigentlich sowieso die Beleidigungen, die Schläge waren ja auch nicht soooo stark, gab höchstens einmal eine Beule, aber nicht so gross. Und ich hatte Angst vor ihm, nehme ihn wohl immer noch zu fest in Schutz.

Was denkt ihr darüber? Hilfe suchen und verarbeiten? Wurde die Grenze zu häuslicher Gewalt überschritten?

Danke für eure ehrlichen Meinungen, 
Lg Queenie
 

du tust das, was viele frauen gewalttätiger männer tun.
du bagatellisierst seine taten und nimmst ihn in schutz.
​er hat dich so konditioniert, dass du ihn eher deckst als ihn anzuklagen.

​ich setze dir mal einen link, in dem du das ganz gut nachlesen kannst.
​ich würde mir an deiner stelle hilfe suchen, damit du diese erlernten verhaltensmuster niemals wieder anwendest.
alles gute.
https://www.frauen-gegen-gewalt.de/haeusliche-gewalt-phasen-und-dynamik-haeuslicher-gewalt.html
 

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27. Dezember 2016 um 10:26

Danke für die Links. Ich hatte gestern Abend auch gerade einen nicht-klaren Moment, manchmal habe ich halt wieder das Gefühl, es war alles nicht so schlimm und dann schreibe ich in irgendwelche Foren.
Eigentlich weiss ich ja schon, dass es nicht richtig war, aber dann habe ich auch wieder das Gefühl ich übertreibe und tue ihm Unrecht. Dies scheint tatsächlich typisch zu sein und genau dieser Mechanismus hat mich auch so lange bei ihm gehalten.
Heute sehe ich es dank euch doch schon wieder klarer, für eine Therapie habe ich mich jetzt angemeldet.
Ich weiss es ist schwierig zu verstehen das Ganze, aber es ist halt nicht immer alles schwarz-weiss...

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27. Dezember 2016 um 14:04

Das war häusliche Gewalt physisch als auch psychisch und wie so viele Opfer spielst du es herunter und nimmst den Täter in Schutz! 
Du solltest das tatsächlich einem Psychologen aufarbeiten sonst könntest du vielleicht wieder an einen solchen Typen geraten! 
Ich wünsche dir dass du soetwas NIE mehr erleben musst! 

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27. Dezember 2016 um 15:07
In Antwort auf queenlike

Danke für die Links. Ich hatte gestern Abend auch gerade einen nicht-klaren Moment, manchmal habe ich halt wieder das Gefühl, es war alles nicht so schlimm und dann schreibe ich in irgendwelche Foren.
Eigentlich weiss ich ja schon, dass es nicht richtig war, aber dann habe ich auch wieder das Gefühl ich übertreibe und tue ihm Unrecht. Dies scheint tatsächlich typisch zu sein und genau dieser Mechanismus hat mich auch so lange bei ihm gehalten.
Heute sehe ich es dank euch doch schon wieder klarer, für eine Therapie habe ich mich jetzt angemeldet.
Ich weiss es ist schwierig zu verstehen das Ganze, aber es ist halt nicht immer alles schwarz-weiss...

Auch wenn ich dich nicht kenne, bin ich erleichtert, dass du dich in Therapie begibst. Für mich ist es nicht so schwer zu verstehen, vielleicht auch nicht für andere, mehr als man denkt haben Erfahrung mit Gewalt und reden nicht darüber. Oft gibt es auch einen Zusammenhang mit Alkoholsucht, Drogen, seelischer Erkrankung, da fällt es nicht leicht, sich abzugrenzen. Ich habe gute Erfahrung mit einer Beratungsstelle gemacht, die auch Angehörige berät. Das hat mir geholfen, mich zu trennen, bevor die Gewalt mehr eskaliert ist. Sogar bei der Polizei kann man Glück haben, dass sie zu diesem Thema geschult sind.

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27. Dezember 2016 um 22:34

Hallo zusammen,

da ist frau einmal einen halben Tag nicht am Computer und schon überschlagen sich die Posts...
Also nachdem ich nun alles durchgelesen habe, fühle ich mich doch auch ein wenig verletzt.
Weshalb sollte ich meine Geschichte erfinden? Das ist ja wohl echt ein seltsamer Gedanke. Wollte nur ganz harmlos eine neutrale Meinung, wo ich meine vergangene Beziehung einordnen könnte.
Glücklicherweise gibt es auch nette Personen wie xxmoisha, welche sich tatsächlich auch um eine nette Antwort bemühen, welche mir tatsächlich auch weiter hilft. Meine Therapeutin hat bereits beim ersten Telefonkontakt herausgehört, dass es sich bei meinem Ex um einen krassen Narzissten handelt. Ich habe darüber auch schon Literatur gelesen und fühle mich zu 100%  verstanden (z.B. hier: http://wie-schleichendes-gift.ch/headingcontent.php). 

Ich war nie beim Arzt, auf der Arbeit haben mich Leute einmal auf eine Beule angesprochen (habe dann gesagt, ich sei umgefallen), meinen Freunden / Familie gegenüber war es mir mit der Zeit zu peinlich darüber zu sprechen, habe mich regelrecht geschämt. Alle dachten ich sei eine starke Frau, mir passiert doch sowas nicht.

Wir waren in einer Spirale von Gute Zeit, etwas schlechtere Zeit, dann kam es zum Streit und es knallte. Danach kam grosse Reue von ihm, inkl. Entschuldigungen blablabla.Und dann hatten wir wieder eine gute Zeit usw. Ich dachte immer, dass dieser liebe Mensch von den guten Zeiten doch auch einmal Überhand nehmen könnte, aber es wurde immer schlimmer... So in etwas noch einige Informationen mehr für euch.

Und ja, es braucht 2 dazu, logisch. Sonst würde so ein Typ ja sich selber verletzen. Aber ich denke nicht, dass es wirklich an mir liegt, der wird auch zukünftige Frauen nicht besser behandeln. Dafür hat er eine viel zu patriarchalische Familienkultur.

Es war mir nun aber auf jeden Fall eine Lehre, mein Problem erneut in einem Forum zu besprechen, oder um eine Meinung zu fragen... als Troll (oder Mann mit Fetisch? Hallo?) bezeichnet zu werden, darauf kann ich gerne verzichten. 

Danke an alle, die mir glauben.
 

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27. Dezember 2016 um 22:42
In Antwort auf queenlike

Hallo zusammen,

ich hatte letzthin eine Diskussion mit einer guten Freundin und wir sprachen vertieft darüber, wo beginnt eigentlich häusliche Gewalt. Ich habe ihr von meinem Ex erzählt und was alles geschehen ist - ich habe mich letzten Frühling von ihm getrennt und hatte nie mit jemandem darüber gesprochen während unserer Beziehung, was alles geschehen ist.
Sie war der Meinung, es sei häusliche Gewalt geschehen, aber ich kann dies irgendwie (warum auch immer?) nicht so aussprechen, ich habe dann immer noch das Gefühl ich tue im Unrecht. Sie ist ebenso der Meinung, ich müsse es zuerst "anerkennen" und mir noch Hilfe zur Verarbeitung suchen um im Leben weiter zu kommen, aber wie gesagt, ich habe so wie das Gefühl, bei mir war es nicht "schlimm genug" und ich tue den "echten" Opfern unrecht, wenn ich mich "oute".
Was denkt ihr darüber?

Kurzzusammenfassung meiner Beziehung mit meinem Ex:
- Jung zusammen gekommen, nach einem halben Jahr wollte ich Schluss machen, er hat meine Rippen gequetscht
- Hat meine Freunde / Freundinnen immer mehr von mir isoliert, ebenso die Familie
- hat mir gesagt ich sei dumm, fett, hässlich, ich sei ein Ar***schloch, eine Fot*e, eine Schla*pe, am Ende war dies auf täglicher Basis
- hat mich in unseren 10 gemeinsamen Jahren so ca. einmal pro halbes Jahr geschlagen, jedoch nie ins Gesicht, meist irgendwie an den Oberschenkeln, Oberarmen.
- hat mich täglich angeschrien
- hat mich während der Schwangerschaft so fest geschubst, dass ich auf dem Bauch landete, ist aber sonst nichts passiert
- hat mich auch sonst häufig geschubst, festgeklammert, an Wänder gedrückt, die Hand an den Hals gelegt (aber nicht zugedrückt), mir in die Schulter geklemmt bis ich vor Schmerz nicht mehr konnte
- ich durfte kein Geld ausgeben, auch das eigene nicht
- alles musste nach aussen immer 1A sein, sauber geputztes Haus, perfekte Familie
- eigentlich war ich sowieso an allem Schuld

Aber ja, Blut ist nie geflossen und man konnte es von aussen nicht sehen... Am schlimmsten empfand ich eigentlich sowieso die Beleidigungen, die Schläge waren ja auch nicht soooo stark, gab höchstens einmal eine Beule, aber nicht so gross. Und ich hatte Angst vor ihm, nehme ihn wohl immer noch zu fest in Schutz.

Was denkt ihr darüber? Hilfe suchen und verarbeiten? Wurde die Grenze zu häuslicher Gewalt überschritten?

Danke für eure ehrlichen Meinungen, 
Lg Queenie
 

Wenn das von Dir beschriebene für Dich nicht ganz klar Gewalt ist, frage ich mich wo für Dich Gewalt beginnt? Bei bleibenden körperlichen Schäden? Bei Knochenbrüchen? Bei Verstümmelungen? Bei Tod?

Ich kann nicht wirklich glauben, dass in unserer aufgeklärten Welt jemand glauben kann, das Beschriebene sei keine Gewalt. Außer sie will es sich schönreden und lügt sich tagtäglich von neuem an.

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27. Dezember 2016 um 22:45
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Hallo zusammen,

ich hatte letzthin eine Diskussion mit einer guten Freundin und wir sprachen vertieft darüber, wo beginnt eigentlich häusliche Gewalt. Ich habe ihr von meinem Ex erzählt und was alles geschehen ist - ich habe mich letzten Frühling von ihm getrennt und hatte nie mit jemandem darüber gesprochen während unserer Beziehung, was alles geschehen ist.
Sie war der Meinung, es sei häusliche Gewalt geschehen, aber ich kann dies irgendwie (warum auch immer?) nicht so aussprechen, ich habe dann immer noch das Gefühl ich tue im Unrecht. Sie ist ebenso der Meinung, ich müsse es zuerst "anerkennen" und mir noch Hilfe zur Verarbeitung suchen um im Leben weiter zu kommen, aber wie gesagt, ich habe so wie das Gefühl, bei mir war es nicht "schlimm genug" und ich tue den "echten" Opfern unrecht, wenn ich mich "oute".
Was denkt ihr darüber?

Kurzzusammenfassung meiner Beziehung mit meinem Ex:
- Jung zusammen gekommen, nach einem halben Jahr wollte ich Schluss machen, er hat meine Rippen gequetscht
- Hat meine Freunde / Freundinnen immer mehr von mir isoliert, ebenso die Familie
- hat mir gesagt ich sei dumm, fett, hässlich, ich sei ein Ar***schloch, eine Fot*e, eine Schla*pe, am Ende war dies auf täglicher Basis
- hat mich in unseren 10 gemeinsamen Jahren so ca. einmal pro halbes Jahr geschlagen, jedoch nie ins Gesicht, meist irgendwie an den Oberschenkeln, Oberarmen.
- hat mich täglich angeschrien
- hat mich während der Schwangerschaft so fest geschubst, dass ich auf dem Bauch landete, ist aber sonst nichts passiert
- hat mich auch sonst häufig geschubst, festgeklammert, an Wänder gedrückt, die Hand an den Hals gelegt (aber nicht zugedrückt), mir in die Schulter geklemmt bis ich vor Schmerz nicht mehr konnte
- ich durfte kein Geld ausgeben, auch das eigene nicht
- alles musste nach aussen immer 1A sein, sauber geputztes Haus, perfekte Familie
- eigentlich war ich sowieso an allem Schuld

Aber ja, Blut ist nie geflossen und man konnte es von aussen nicht sehen... Am schlimmsten empfand ich eigentlich sowieso die Beleidigungen, die Schläge waren ja auch nicht soooo stark, gab höchstens einmal eine Beule, aber nicht so gross. Und ich hatte Angst vor ihm, nehme ihn wohl immer noch zu fest in Schutz.

Was denkt ihr darüber? Hilfe suchen und verarbeiten? Wurde die Grenze zu häuslicher Gewalt überschritten?

Danke für eure ehrlichen Meinungen, 
Lg Queenie
 

>> Hilfe suchen und verarbeiten?

Ja.

>> Wurde die Grenze zu häuslicher Gewalt überschritten?

Ja.

>> Was denkt ihr darüber?

Ja.

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