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Wirklich Liebe oder nur Angst vor Veränderung?

7. April 2014 um 17:33

Hallo ihr Lieben,
dies ist mein erster Foreneintrag und ich hoffe, dass sich der ein oder andere die Zeit nehmen wird ihn sich durchzulesen und mir mit Rat zur Seite zu stehen. Es geht um mich und meinen Freund (23 und 22). Wir sind fast 1 1/2 Jahre zusammen und sind bereits im ersten Monat unserer Beziehung zusammengezogen. Es hat einfach alles perfekt gepasst. Er ist ein toller Mensch..dachte ich zumindest. Jeder mag ihn, schätzt ihn für seine hilfsbereitschaft, seine Freundlichkeit und grundsätzlich habe ich noch nie von jemandem gehört, dass er nicht gut ihm zurechtkommen würde. Dadurch, dass wir so gut wie alles zusammen machen, also wirklich unzertrennlich sind, lernt man einen Menschen natülich besser kennen, als Aussenstehende, die ihn ab und zu mal treffen. Zunächst fiel mir auf, dass er sehr eifersüchtig ist. Das Komische ist, dass er seine Wut dann an mir auslässt, also mich beschimpft oder mich dafür verantwortlich macht, dass mich ein anderer anspricht, anstatt auf gut Deutsch gesagt die Eier in der Hose zu haben und das selbst mit dem Kerl zu klären, oder die in meinen Augen einfach die vernünftigere Alternative: seine Frau in den Arm zu nehmen und so einfach und friedlich dem anderen klar machen, dass er keine Chancen hat. Von Zeit zu Zeit sind mir dann immer mehr Sachen aufgefallen. Ich bin kein einfacher Konfliktpartner. Wenn ich den Höhepunkt an Wut erreicht habe, ziehe ich mich lieber zurück, bzw verstumme für einige Zeit, um einfach runterzufahren, anstatt im Streit emotionsgeladen meinem Partner Dinge an den Kopf zu knallen, die er nicht verdient hat und die ich in dem Moment, in dem ich sie ausgesprochen habe, schon bereuen würde. Damit kommt er überaupt nicht klar, er hasst es zurückgewiesen zu werden, aber wenn er mich im Streit z.B. beschimpft (was immer häufger vorkommt), dann sehe ich es nicht ein ihn kurze Zeit später zu umarmen, ist ja wohl verständlich. Er fing dann häufiger an sehr fest gegen irgendwelche Gegenstände zu schlagen, oder seinen Kopf irgendwo gegenzuhauen und 1 Mal hat er sich den Arm aufgeritzt (was eigentlich überhaupt gar nicht seiner Art und seinem Charakter entspricht). Das mit dem "Ritzen" war für mich ein no-go und das habe ich ihm schnell klar gemacht und er hat es eingesehen, bzw hat sich im Nachhinein total für diese Aktion geschämt. Seine Mutter hat mir erählt, dass er schon als kleiner Junge und dann als Jugendlicher unter Wut gerne mal irgendwelche Gegenstände kaputt gemacht hat. Nun gut, immerhin besser als an anderen Menschen die Wut auszulassen dachte ich mir, von daher stört es mich nicht, wenn er seine Wut so auslässt.....bis zu dem Tag, als er mir ordentlich eine gescheuert hat. Will jetzt nicht drauf rumreiten, wie sich eine Frau fühlt, wenn der Mann die Hand erhebt. Wir haben drüber geredet, ich habe ihn ordentlich provoziert im Streit, in meinen Augen war es ein Ausrutscher seinerseits. Ich bin sehr leicht und zierlich und nach der ersten Backpfeife, hat er mich im Streit immer öfter grob angefasst oder mich einfach gepackt und vom Bett geschmissen etc. Wenn wir uns dann wieder vertragen haben und ich ihn darauf angesprochen habe, dass soetwas nicht geht, streitet er es entweder ab, sowas getan zu haben, oder spielt es völlig runter. Ich liebe ihn wirklich sehr, er kann so toll sein, nur bin ich mir manchmal nicht so sicher, ob ich mir soetwas noch lange bieten lassen kann. In letzter Zeit kam es nicht selten vor, dass ich im Streit wirklich Angst vor ihm hatte, wenn er z.B. schnell auf mich zukam und sich gerade noch so beherrschen konnte die Hand nicht auszufahren (er wiegt ca. 40 kg mehr als ich und ist 20 cm größer). Manchmal frage ich mich auch, ob meine größte Angst mit ihm Schluss zu machen vielleicht nur darin besteht alleine zu sein bzw. die Angst vor der Veränderung? Ich habe noch nie so ein Paar wie mich und meinen Freund kennengelernt, teilweise gehe ich sogar mit in seine Vorlesungen und andersrum, wenn der eine gerade frei hat. Wir fahren zusammen einkaufen, kochen zusammen, räumen zusammen auf, machen die Wäsche zusammen, schlafen jede Nacht zusammen ein, wachen zusammen auf, gehen immer zusammen weg, sei es Disko, Bar oder einfach nur mit Jemandem treffen. Bei so viel Gewohnheit kann es doch gut sein, dass ich Angst habe aufeinmal alles alleine zu machen oder nicht?

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