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Wir werden uns nicht einig

16. Februar 2015 um 14:58 Letzte Antwort: 19. Februar 2015 um 18:00

Hallo!

Mein Freund und ich sind jetzt fast 4 Jahre zusammen. Seit ca. 2 Jahren wohnen wir zusammen. Die Wohnung befindet sich genau auf der Halbzeit unserer beiden Heimatorte.

Wir möchten gerne ein Haus zusammen bauen, aber seit Monaten besteht die Diskussion, wo wir uns niederlassen. Natürlich ist es unser beider Wunsch, dass jeder in sein Heimatdorf zurückkehren kann. Da das aber nicht geht und ein Kompromiss her muss, habe ich mich dazu entschlossen, auf meine Heimat zu verzichten und mit in seine Region zu gehen. Allerdings mag ich sein Heimatdorf gar nicht und fühle mich dort nicht wohl. Er besteht aber darauf, nur dort zu bauen.

Ich habe schon mehrere Vorschläge gemacht, in nahe liegenden Orten zu bauen, die Möglichkeiten wären vorhanden, aber er lehnt alles ab. Zunächst war er vom Nachbarort auch nicht abgeneigt, aber nachdem es zunächst nicht mit einem Bauplatz geklappt hat, lehnt er dies jetzt wieder ab. Bauplatz wäre nun vorhanden...

Um es kurz zu sagen, wir werden uns einfach nicht einig. Ich möchte nicht in sein Heimatdorf, er nicht in meins. Ich schlage Alternativen vor, die er alle ablehnt. Er kommt mir kein Stück entgegen, was mich sehr traurig macht. Er kann es nicht verstehen, dass ich in den Nachbarort gehen würde, aber eben nicht in sein Heimatorf. Er nimmt es mir nicht ab, dass ich mich dort nicht wohl fühle. Er lässt sich nicht abbringen, auch wenn ich sage, dass ich dann in meine Heimat zurück gehe. Aber er ist auch traurig, wenn ich nicht mitkomme.

Was haltet Ihr davon? Ich weiß nicht mehr, was ich noch tun soll.

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16. Februar 2015 um 15:25

Und warum
Baut ihr nicht da wo ihr jetzt seid? Also genau in der Mitte zwischen euren Heimatdörfern?

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16. Februar 2015 um 15:26
In Antwort auf scott_985689

Und warum
Baut ihr nicht da wo ihr jetzt seid? Also genau in der Mitte zwischen euren Heimatdörfern?

Nein...
...da er unbedingt in seine Heiat zurück will wegen Kumpelfs, Familie und seine Vereine.

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16. Februar 2015 um 16:39

Ich würde
ihn mal fragen warum du sogar deine Heimat aufgibst während er sich so kompromisslos gibt und sogar dein Unglück für irgendwelche Leute in Kauf nehmen würde die er so auch jederzit treffen kann. Mein Freund und ich wohnen (aufgrund der günstigen Umstände) aktuell im Haus meiner Eltern in der Dachwohnung. Sein Heimatort (an dem er sehr hängt) liegt ca 20 km entfernt, dort wohnen auch fast alle seine Freunde und eben auch seine Eltern. Er geht einmal die Woche (öfter geht es wegen der Arbeit nicht) zu seinen Eltern und macht anschliessend etwas mit Freunden. Das ist also (auch ohne Auto und mit nicht dem besten Bahnnetz) durchaus machbar, ich denke er hat dann auch ein Auto und es ist noch besser machbar.

Also es ist alles möglich, die Frage ist nur: Warum ist ihm das egal?

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16. Februar 2015 um 16:59
In Antwort auf tiggi15

Nein...
...da er unbedingt in seine Heiat zurück will wegen Kumpelfs, Familie und seine Vereine.

Also sollst du
Alles aufgeben und er zwingt dich da hin zu ziehen wo du dich nicht wohl fühlst? Na klingt auf jeden Fall nach Gleichberechtigung

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17. Februar 2015 um 7:43

Weiß nicht
Ich habe mich bereits damit abgefunden, nicht mehr in meinem Heimatdorf zu leben, das ist auch ok. Aber ich will einfach nicht in sein Dorf, ich mag es nicht und fühle mich dort unwohl. Da wo wir jetzt sind, will er auch nicht bauen. Hab schon alles mögliche vorgeschlagen...

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17. Februar 2015 um 7:44

Das...
... hat er auch vor, wenn ich nicht mitziehe.

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17. Februar 2015 um 7:46

Gefühl
Ich fühle mich dort total unwohl. Allein der Gedanke, dort zu leben... da zieht sich in mir alles zusammen. Ich weiß nicht, woran es liegt, da die Bewohner dort alle sehr nett sind. Es ist so ein Gefühl... Vielleicht sind es aber auch seine Eltern, da der Bauplatz genau hinter deren Grundstück liegt. Das will ich natürlich auch nicht unbedingt. Und der Ort ist einfach nur ein Kaff in der Einöde.

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17. Februar 2015 um 7:48

Ja...
...das sehe ich auch so. Aber er lässt mir die Wahl "Friss oder stirb", da er mir nicht glaubt, dass ich mich da unwohl fühle. Er meint, ich suche nur irgendeinen Grund.

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17. Februar 2015 um 11:43
In Antwort auf tiggi15

Das...
... hat er auch vor, wenn ich nicht mitziehe.

Das wäre für mich
ein Grund ihm auf Nimmerwiedersehen zu sagen und mir jemanden zu suchen mit dem ich eine gemeinsame Zukunft aufbauen kann, denn das geht bei ihm nur, wenn alles nach seiner Nase läuft.

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18. Februar 2015 um 10:14

Gestern...
...hat er zu mir gesagt, er würde zu allen Dingen Kompromisse eingehen, nur bei dieser Entscheidung um den Wohnort nicht.

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18. Februar 2015 um 10:20

Entfernung ist nicht viel
Die Entfernung zwischen unseren beiden Heimatorten beträgt etwa 50 km, also nicht die Welt.
Wir sind beide Mitte 30...
Ich hab mir jetzt mal Termine von ein paar Banken geben lassen zwecks Anschaffung Eigentum bzw. Neubau NUR FÜR MICH. Das weiß er, lässt sich aber trotzdem nicht umstimmen. Es ist also tatsächlich egal, was ich versuche. Ich denke, dann werde ich meinen eigenen Weg gehen müssen.
Habt vielen Dank für die vielen netten Antworten!

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18. Februar 2015 um 18:25

Nicht verheiratet
Nein, wir sind nicht verheiratet. Und das Thema Kinder haben wir auch noch nie wirklich festgelegt. Wenn ich es anspreche, sagt er, er kann es sich schon vorstellen. Macht aber auf mich eher den Eindruck, als wenn er lieber noch eine Weile seine Freiheit genießen möchte. Also uneingeschränkt zum Fussball, zu Konzerten, Veranstaltungen... und was so anfällt an Terminen. Er ist viel unterwegs.
Er hatte aber vorgeschlagen, dass er auf seine Kosten dort baut und ich es mir dann anschauen soll, ob es mir gefällt. Also ob ich dann nicht doch dort mit hinziehen möchte.
Es ist schwierig zu deuten, ob er es wirklich ernst mit mir meint.

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18. Februar 2015 um 19:22

Sein Verhalten
ist lächerlich. Ich bin übrigens ebenfalls in den 30ern.

"Die Entfernung zwischen unseren beiden Heimatorten beträgt etwa 50 km."
Das bedeutet ihr wohnt gerade in der Mitte und jeder hat 25km zum jeweiligen Umfeld. Tut mir leid wenn ich das so sage aber das ist für mich echt lächerlich. Ich bin von meiner Heimat 300km weggezogen allen für den Job, pendle jeden Tag 35km (einfach) vom Wohnort zum Arbeitsort (und es gibt genug Leute die noch wesentlich weiter pendeln). Der Wohnort meiner nächstgelegenen Freunde ist 140km entfernt. Ich sehe sie zwar nicht so oft wie ich es gerne hätte aber wenn beide Seiten willig sind lassen sich diese Freundschaften gut pflegen. Ich habe mir einen neuen Verein suchen müssen und da gibt es auch nett Leute auch wenn ich sie eher als Bekannte denn als Freunde betrachte.

Dein Freund ist aus meiner Sicht absolut unflexibel und stur. Das worum ihr euch streitet sind keine Entfernugen! Da du ja sogar schon bereit bist in seine Gegend zu ziehen würde ich ihm nicht weiter entgegenkommen. Du magst "seinen" Ort nicht und das kann ich verstehen. Man fühlt sich nicht an jedem Ort wohl auch wenn man es nicht an nennbaren Dingen fest machen kann. Auch aus Nachbarorten könnte er täglich seine Freunde besuchen ohne große Wege inkauf nehmen zu müssen. Es gibt keinen Grund außer egoistischer Sturheit auf einem (seinem) Ort zu bestehen.

Ich kann dir nur raten nicht weiter nachzugeben. Du bist ihm schon entgegen gekommen und wenn er sich nicht auch auf dich zu bewegt wie partnerschaftlich und beziehungstauglich kann er wohl sein? Wie sieht das in Zukunft aus? Wird er immer wieder auf stur schalten bei Dingen die euer gemeinsames Leben betrifft und keine Kompromissbereitschaft zeigen? Er ist nun dran zu zeigen, dass seine Priorität darauf liegt mit dir zusammen zu sein und dafür auch manchmal Kompromisse einzugehen bereit ist.

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18. Februar 2015 um 19:25

Sind dir
deine bestehenden Freundschaften so wenig wert, dass du sie einfach gegen neue austauschen kannst? Echte Freunde möchte ich nicht missen und die finde ich eher selten. Bekanntschaften und nette Leute und Vereine finde ich tatsächlich überall. Aber Freunde möchte ich nicht einfach missen und sind auch nicht einfach austauschbar.

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19. Februar 2015 um 17:58
In Antwort auf kuschro

Sein Verhalten
ist lächerlich. Ich bin übrigens ebenfalls in den 30ern.

"Die Entfernung zwischen unseren beiden Heimatorten beträgt etwa 50 km."
Das bedeutet ihr wohnt gerade in der Mitte und jeder hat 25km zum jeweiligen Umfeld. Tut mir leid wenn ich das so sage aber das ist für mich echt lächerlich. Ich bin von meiner Heimat 300km weggezogen allen für den Job, pendle jeden Tag 35km (einfach) vom Wohnort zum Arbeitsort (und es gibt genug Leute die noch wesentlich weiter pendeln). Der Wohnort meiner nächstgelegenen Freunde ist 140km entfernt. Ich sehe sie zwar nicht so oft wie ich es gerne hätte aber wenn beide Seiten willig sind lassen sich diese Freundschaften gut pflegen. Ich habe mir einen neuen Verein suchen müssen und da gibt es auch nett Leute auch wenn ich sie eher als Bekannte denn als Freunde betrachte.

Dein Freund ist aus meiner Sicht absolut unflexibel und stur. Das worum ihr euch streitet sind keine Entfernugen! Da du ja sogar schon bereit bist in seine Gegend zu ziehen würde ich ihm nicht weiter entgegenkommen. Du magst "seinen" Ort nicht und das kann ich verstehen. Man fühlt sich nicht an jedem Ort wohl auch wenn man es nicht an nennbaren Dingen fest machen kann. Auch aus Nachbarorten könnte er täglich seine Freunde besuchen ohne große Wege inkauf nehmen zu müssen. Es gibt keinen Grund außer egoistischer Sturheit auf einem (seinem) Ort zu bestehen.

Ich kann dir nur raten nicht weiter nachzugeben. Du bist ihm schon entgegen gekommen und wenn er sich nicht auch auf dich zu bewegt wie partnerschaftlich und beziehungstauglich kann er wohl sein? Wie sieht das in Zukunft aus? Wird er immer wieder auf stur schalten bei Dingen die euer gemeinsames Leben betrifft und keine Kompromissbereitschaft zeigen? Er ist nun dran zu zeigen, dass seine Priorität darauf liegt mit dir zusammen zu sein und dafür auch manchmal Kompromisse einzugehen bereit ist.

Vor allem...
...wäre der Nachbarort noch besser für ihn, weil dort die meisten seiner Freunde wohnen. Daher verstehe ich es nicht. Erst wollte er da hin, dann doch nicht mehr.
Da gibt es auch noch eine andere Sache, wo er mir nicht entgegenkommen würde. Ich hatte mal gesagt, wenn wir Kinder in die Welt setzen sollten, würde ich mich freuen, wenn er auch etwas Elternzeit nehmen würde. Da hat er mich nur komisch angesehen. Brauen hoch gezogen und nichts gesagt. Der Blick sagte mir, dass er das nicht möchte. Sehr schade.

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19. Februar 2015 um 18:00

So...
...kommt es mir auch vor.

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