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Wir haben uns festgefahren

23. Oktober 2007 um 11:05

"Frag das doch mal in einem Forum!" - das hat mir mein Freund gestern im Streit gesagt. Und das tue ich nun auch. Ich versuche, beide Sichtweisen gerecht darzustellen, wobei ich zwangsläufig meine logischer finde. Ich würde mir wünschen, dass ihr mir / uns einfach Feedback gebt, wie ihr die verschiedenen Punkte einschätzt, mir ist die objektive Sicht verloren gegangen. Wir sind seit 15 Monaten zusammen, seit April streiten wir sehr oft.

Punkt 1:
"Du fängst immer Streit an"
Sagt er und das stimmt auch. Ich lasse Kommentare ab, frage, sage etwas, woraus sich dann ein Streitgespräch entwickelt.
Seine Sichtweise: Wenn ich nichts sagen würde, keinen Streit anfangen würde, wäre eigentlich alles in ordnung bei uns.
Meine Sichtweise: Wenn es keinen Grund gäbe, würde ich auch nichts sagen. Wenn es gerade schön zwischen uns ist, fange ich auch keinen Streit an. (Wenn wir streiten, dann immer um "große" Themen, nicht diese Kleinstreits wegen der offenen Zahnpastatube.)

Punkt 2:
"Liebe ist ein Scheißwort, ich kann Liebe nicht definieren und dir auch nicht sagen, dass ich dich liebe"
Seine (oben zitierte) Sichtweise: Er muss nicht die berühmten drei Worte sagen. Er sagt lieber "ich empfinde das gleiche für dich wie du für mich". Er zeigt mir seine Liebe anders.
Meine Sichtweise: Für mich gehört es dazu, dass man sich Ich liebe dich sagt und auch bestimmte Anlässe, wie den Jahrestag zelebriert (davon hält er auch nichts, jeder Tag ist gleich), mal eine Rose verschenkt etc. Ich fühle mich schlecht mit dem Gedanken, dass mein Freund nicht sagen kann, dass er mich liebt und ich kann es ihm auch immer weniger glauben, dass ich ihm gleich viel bedeute wie er mir.

Punkt 3:
"Ich will nichts dir zuliebe machen und will nicht, dass du mir zuliebe etwas machst"
Seine Sichtweise: Diese seine Auffassung steht über allem. Ob es um Liebesdinge oder ums Kochen geht. Er möchte nichts tun, was ihm nicht "freiwillig in den Sinn kommt" sozusagen. Wenn ich ihn zwingen würde (könnte), würde ich seinen Charakter ändern wollen.
Meine Sichtweise: Es ist keine Form von Selbstaufgabe, sondern Ausdruck von Liebe, dass man dem anderen zuliebe etwas tut. Ich will nicht seinen Charakter ändern. Ich verstehe nicht, wo das Problem ist, gewisse Dinge, die an sich nicht "schlimm" sind, zu tun, um dem anderen eine Freude zu machen.

Punkt 4:
"Unter Druck kann ich nicht mit dir schlafen." (Wir schlafen, nachdem wir "früher" wunderbaren langen, häufigen, sinnlichen Sex hatten, nur noch selten miteinander.)
Seine Sichtweise: Nach einem Streit braucht er eine gewisse Zeit (im Schnitt 3 Wochen) um wieder auf mich zukommen zu können. Wenn er merkt, dass ich es unbedingt will, kann er es nicht. Er findet seine Einstellung gut, dass er nicht mit mir schlafen will / kann, solange er den Kopf nicht frei hat.
Meine Sichtweise: Auch trotz Streit liebe und begehre ich meinen Freund und sehne mich dann umso mehr nach Nähe. Mir ist die Zeit ohne Intimitäten zu lange, so dass ich mich dann bald wieder verlassen fühle, womit dann die Grundlage für einen neuen Streit geschaffen wäre. Ich verstehe nicht, dass er auch dann nicht zu mir finden kann, wenn es im normalen Umgang schon wieder gut zwischen uns ist. Er differenziert zwischen "normalem Umgang" und Miteinanderschlafen, für mich gehört das zusammen.

Zusammengefasst: Alles, was mir am Herzen liegt, ist für ihn ein Wollen und Drängen meinerseits, was ihn von mir wegtreibt. Er fühlt sich "angeklagt". Ich aus meiner Sicht versuche nur immer wieder aufs Neue ihm klarzumachen, dass er und die frühere Nähe mir unglaublich fehlen und ich mir nichts mehr wünsche, als "früher" wieder zu haben.

Ist ziemlich lang geworden, Danke fürs Lesen!




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23. Oktober 2007 um 11:20

Hallo...
wie lange seid ihr schon zusammen? Wie waren seine vorherigen beziehungen und wie waren deine?

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23. Oktober 2007 um 11:50

...
Jaja, ich wünsche mir, dass alles wird wie früher...

HAHA

Mal ehrlich: Akzeptier es, wie es ist. Anders wird er nicht, auch wenn du dich noch so anstrengst und die Schuld bei dir suchst.
Ich wage die vorsichtige Einschätzung, dass er dich nicht liebt - klar kann er es deshalb nicht sagen!
Überleg dir gut, ob du das auf Dauer willst...
Klar, du liebst und begehrst ihn aber er teilt das nicht mit dir! - ER sieht das als Fickbeziehung, auch, wenn er das nicht soooo direkt - aber wie ich findede, direkt genug ausdrückt...

"unter druck" - oh mann..der Typ hat einen vollschaden!!!!
Er hat keinen Bock, dir eine Freude zu machen..

Wieso gehst du denn nicht einfach? Je mehr du bleibst u je länger du das mitmachst umso mehr wirst du feststellen, dass du deine Würde verlierst - denn du bist genau auf diesem Weg - wenn du sie noch nicht verloren hast...

Geh!

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23. Oktober 2007 um 12:09
In Antwort auf rowena_12161038

Hallo...
wie lange seid ihr schon zusammen? Wie waren seine vorherigen beziehungen und wie waren deine?

Zusammen sind wir
seit Juli letzten Jahres.

Meine vorherigen Beziehungen: Ich bin 29, hatte mit 19 meinen ersten Freund, für 5 1/2 Jahre. Dann noch mal eine Beziehung über ein paar Monate, ansonsten zwei Versuche über wenige Wochen.
Freund 1 war in manchem sehr eigen, hatte sehr konservative Vorstellungen, ist dann aber etwas aus der Spur geraten, sprich, hat in einer rechten Kneipe gejobbt und dann noch einen Job als "Aufpasser" im Bordell angenommen, mich geschlagen, wenn ich weggegangen bin etc. Das war mir dann zu viel *augenverdreh*. Ich hatte bei ihm aber trotz allem keine Sekunde lang das Gefühl, ungeliebt zu sein, er hat mir sehr oft eben gesagt, dass er mich liebt, mir Karten geschrieben, Blumen mitgebracht etc. Es war eine Beziehung, in der wir uns sehr aufeinander konzentriert haben. Vielleicht ist das nicht 100 % empfehlenswert, aber es gibt ein gutes sicheres Gefühl.

Zu den anderen Männern gibt's nicht viel zu sagen, sie waren nett, aber es waren von beiden Seiten nicht genug Gefühle da.

Seine Beziehungen kann ich natürlich nur grob skizzieren (er ist 49). Letzte richtige Partnerin 1 1/2 vor mir, mit ihr 4 Jahre WE-Beziehung, davor sieben Jahre mit einer zusammen - verheiratet - geschieden (nein, keine Kinder). Davor, don't know exactly, aber Mauerblümchen war er sicher keins.

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23. Oktober 2007 um 12:11
In Antwort auf 78poca

Zusammen sind wir
seit Juli letzten Jahres.

Meine vorherigen Beziehungen: Ich bin 29, hatte mit 19 meinen ersten Freund, für 5 1/2 Jahre. Dann noch mal eine Beziehung über ein paar Monate, ansonsten zwei Versuche über wenige Wochen.
Freund 1 war in manchem sehr eigen, hatte sehr konservative Vorstellungen, ist dann aber etwas aus der Spur geraten, sprich, hat in einer rechten Kneipe gejobbt und dann noch einen Job als "Aufpasser" im Bordell angenommen, mich geschlagen, wenn ich weggegangen bin etc. Das war mir dann zu viel *augenverdreh*. Ich hatte bei ihm aber trotz allem keine Sekunde lang das Gefühl, ungeliebt zu sein, er hat mir sehr oft eben gesagt, dass er mich liebt, mir Karten geschrieben, Blumen mitgebracht etc. Es war eine Beziehung, in der wir uns sehr aufeinander konzentriert haben. Vielleicht ist das nicht 100 % empfehlenswert, aber es gibt ein gutes sicheres Gefühl.

Zu den anderen Männern gibt's nicht viel zu sagen, sie waren nett, aber es waren von beiden Seiten nicht genug Gefühle da.

Seine Beziehungen kann ich natürlich nur grob skizzieren (er ist 49). Letzte richtige Partnerin 1 1/2 vor mir, mit ihr 4 Jahre WE-Beziehung, davor sieben Jahre mit einer zusammen - verheiratet - geschieden (nein, keine Kinder). Davor, don't know exactly, aber Mauerblümchen war er sicher keins.

Danke auch euch beiden anderen
für eure Antworten, die ja nicht sehr Mut machend sind.

Also, dass er es als reine F*ckbeziehung sieht, möchte ich dann doch abstreiten. Er zeigt mir in so manchen Situationen schon, dass ich ihm wichtig bin, es ist nicht so, dass er mich nur mies behandelt.
Aber er macht eben alles nur, wenn es ihm gerade in den Sinn kommt, er kann / will scheinbar keine Rücksicht darauf nehmen, was ich gerade bräuchte oder gerne hätte.

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23. Oktober 2007 um 12:36
In Antwort auf 78poca

Danke auch euch beiden anderen
für eure Antworten, die ja nicht sehr Mut machend sind.

Also, dass er es als reine F*ckbeziehung sieht, möchte ich dann doch abstreiten. Er zeigt mir in so manchen Situationen schon, dass ich ihm wichtig bin, es ist nicht so, dass er mich nur mies behandelt.
Aber er macht eben alles nur, wenn es ihm gerade in den Sinn kommt, er kann / will scheinbar keine Rücksicht darauf nehmen, was ich gerade bräuchte oder gerne hätte.

Hmmm
hast du schon mal an eine paartherapie gedacht? ich weiß, das hört sich immer gleich total heftig an, aber kann wirklich wunder bewirken..

er scheint innere blockaden zu haben, vielleicht auch ängste oder es sind verhaltensmuster aus seiner kindheit (stur sein, trotzig sein, sich ins zimmer einsperren und erst mal mit keinem reden) vielleicht hat er das aber auch von seinen eltern so gesehen und hat es nie anders kennengelernt..?

dein verhalten ist eine natürliche reaktion, denn je mehr er sich entzieht, desto mehr wirst du zu einem "wadenbeisser" und lässt nicht los..

vielleicht solltest du dir mal die zeit nehmen und erst einmal dich selbst wahrnehmen, was spürst du, wenn er dich abblockt? wo lokalisiert sich dieses gefühl und was bewirkt es in dir? wurdest du früher auch einmal abgewiesen und hast dies vllt nie richtig verarbeiten können? daher kommen die ängste, wenn ER es jetzt auch macht und du denkst vllt, ihn verlieren zu können?

Und: versuch großzügig zu sein, erlaube ihm seine "macken", versuche seine unschuld darin zu sehen, versuche zu vertrauen, dass er das nicht mit böser absicht macht oder dich vorsätzlich verletzten will..sein verhalten spiegelt vllt dein inneres Wesen dir ggü wieder? Sprich: vllt hast du selbst auch bedürfnisse, die DU selbst aber auch abblockst und es nicht zulässt? Versuche mal auf DICH zu hören und ihm mal "anders" entgegen zu kommen..und zwar indem du nicht klammerst, rumzickst oder ihm vorwürfe machst, sondern mal dich mit dir beschäftigst und für dich sorgst..denn: nur wenn du funktionierst, kann dein umfeld funktionieren..vllt fühlst du dich selbst auch einwenig von dir vernachlässigt?

ich weiß, das ist alles sehr hochgestochen, aber glaub mir, ich weiß, was du durchmachst..ich kenne all dies und seit ich in therapie bin und dazu dieses wirklich PHÄNOMENALE Buch "liebe dich selbst und freu dich auf dei nächste krise" gelesen habe..geht es mir tag für tag besser...klar habe auch ich rückfälle (siehe meine threads) aber ich weiß, dass auch ich nicht perfekt bin und von meinem ggü nicht immer perfektes verhalten erwarten kann..

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23. Oktober 2007 um 12:42

Dem muss ich teilweise widersprechen
auch ein fünfzigjähriger kann sich noch ändern..
aber du hast recht, konsequenzen müssen da sein und ich finde man muss sich ja nicht gleich "endgültig" trennen aber mal so leben, als sei man getrennt, sprich, für sich leben und mal den kontakt eine zeit lang abbrechen, so dass man sich wieder sortieren kann. das muss ja keine trennung auf immer sein, aber manchmal ist eine beziehungspause wirklich sehr sehr sinnvoll. ich denke, dass er auch vor sich selbst abhaut und sich nicht die zeit nimmt, sich bewusst mit sich zu beschäftigen und zu befassen.
Reden reden reden..auch das bringt manchmal einfach nichts..weil er ja jeden versuch von ihr als vorwurf auffasst und es ist nun einmal so, dass in einem streitgespräch zwei parteien GEGENeinander sprechen..jeder sieht sich im recht..daher sollte man doch mal einen gang runterschalten, jedem einfach seine einstellung lassen und durch die ruhe und die trennung wieder zu einander finden..vergangenes auch mal vergangen sein lassen..

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23. Oktober 2007 um 12:53

Ein Machtkampf
keiner will nach geben....

Süsse, du willst mit dem Kopf durch die Wand... Je weniger er tu, wie du willst, desto mehr strengst du dich an...

Je mehr du dich anstrengst und ihn damit unter Druck setzt, desto mehr wird er sich dagegen sträuben.

Punkt 1. Er will keinen Streit.... Warum kannst du die Sachen nicht netter verpacken...

Es ist ein Unterschied, ob jemand sagt...Du hast schon wieder du tust schon wieder..... Geht es nicht auch so.... Schätzchen hast du gerade Zeit mir zu helfen etc...

Der Ton macht die Musik...Wenn du Druck aufbaust, kommt Gegendruck...


Punkt 2. Liebe ist ein Gefühl und Gefühle kann man in Gesten etc.. ausdrücken.. Wenn du es lieber verbal ausdrückst, gut... Jedem das Seine und jeder wie er es ab besten kann...


Punkt 3. Für ihn ist es ein klarer Fall... Du sollst nichts tun, wozu du keine Lust hast... Er sagt nicht nur er will nichts tun wozu er keine Lust hat. Er bezieht es ganz klar auf beide... Für ihn ist es ausgeglichen...

Du verbindest es schon wieder mit Liebe... Aber Liebe ist ein Gefühl und nicht etwas zu tun was man nicht will... Du kannst gern etwas für ihn tun, wenn du ihm so seine Liebe zeigen kannst, aber man sollte nie Erwartungen in Bezug auf Liebe machen.

Punkt 4. Ein klarer Minus Punkt an deinen Freund... Klar ensteht Sex im Kopf, aber Männer sind visuell veranlangt und wenn es nicht mehr funktioniert, dann soll er Viagra nehmen... Es ist eine strafe von ihm, auch eine Art Machtkampf. Du willst Sex, hast aber erst getritten, ergo kein Sex....

Es gibt auch Versöhnungssex....
------------------
Du sollte deine Erwartungshaltung runter schrauben, und er soll seinen A.... zu dir ins Bett bewegen...

Und denke darüber nach, ob es immer Steit sein muss.... Es geht doch auch sicher anders....

Wenn die Liebe erst mal weg ist, sind die Schmerzen nichts im Vergleich zu dem, was jetzt bei euch los ist....

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24. Oktober 2007 um 9:39
In Antwort auf rowena_12161038

Hmmm
hast du schon mal an eine paartherapie gedacht? ich weiß, das hört sich immer gleich total heftig an, aber kann wirklich wunder bewirken..

er scheint innere blockaden zu haben, vielleicht auch ängste oder es sind verhaltensmuster aus seiner kindheit (stur sein, trotzig sein, sich ins zimmer einsperren und erst mal mit keinem reden) vielleicht hat er das aber auch von seinen eltern so gesehen und hat es nie anders kennengelernt..?

dein verhalten ist eine natürliche reaktion, denn je mehr er sich entzieht, desto mehr wirst du zu einem "wadenbeisser" und lässt nicht los..

vielleicht solltest du dir mal die zeit nehmen und erst einmal dich selbst wahrnehmen, was spürst du, wenn er dich abblockt? wo lokalisiert sich dieses gefühl und was bewirkt es in dir? wurdest du früher auch einmal abgewiesen und hast dies vllt nie richtig verarbeiten können? daher kommen die ängste, wenn ER es jetzt auch macht und du denkst vllt, ihn verlieren zu können?

Und: versuch großzügig zu sein, erlaube ihm seine "macken", versuche seine unschuld darin zu sehen, versuche zu vertrauen, dass er das nicht mit böser absicht macht oder dich vorsätzlich verletzten will..sein verhalten spiegelt vllt dein inneres Wesen dir ggü wieder? Sprich: vllt hast du selbst auch bedürfnisse, die DU selbst aber auch abblockst und es nicht zulässt? Versuche mal auf DICH zu hören und ihm mal "anders" entgegen zu kommen..und zwar indem du nicht klammerst, rumzickst oder ihm vorwürfe machst, sondern mal dich mit dir beschäftigst und für dich sorgst..denn: nur wenn du funktionierst, kann dein umfeld funktionieren..vllt fühlst du dich selbst auch einwenig von dir vernachlässigt?

ich weiß, das ist alles sehr hochgestochen, aber glaub mir, ich weiß, was du durchmachst..ich kenne all dies und seit ich in therapie bin und dazu dieses wirklich PHÄNOMENALE Buch "liebe dich selbst und freu dich auf dei nächste krise" gelesen habe..geht es mir tag für tag besser...klar habe auch ich rückfälle (siehe meine threads) aber ich weiß, dass auch ich nicht perfekt bin und von meinem ggü nicht immer perfektes verhalten erwarten kann..

Hui, guter Beitrag!
Hallo anyway7,

Paartherapie, weiß nicht. Ich glaube, dass wir während eines Therapiegesprächs gut miteinander reden würden, das insgesamt gut ablaufen würde. Aber letztlich zu Hause sich nicht viel ändern würde. Hier kann ich auch ruhig über alles schreiben, aber wenn ich in der entsprechenden Situation bin, fehlt mir diese Ruhe.

Wadenbeisser ist gut, so fühle ich mich auch ein wenig.

Was spüre ich, wenn er abblockt. Vieles gleichzeitig, am stärksten wohl Verzweiflung.

Ja, sicher wurde ich auch früher schon abgewiesen und ich kam damit noch nie zurecht.


Was du von meinem inneren Wesen und meinen Bedürfnissen geschrieben hast, damit hast du irgendwie "getroffen".
Bevor wir zusammengezogen sind und davor als Single hatte ich wochentags bzw. immer "frei", habe einfach meins gemacht, wie es mir gerade in den Sinn kam, wenn es auch nichts spektakuläres war.
Jetzt habe ich an mich den Anspruch, 7 Tage die Woche perfekt zu sein, für ihn "gut" zu sein. (oh Gott, wenn er das lesen würde, wäre er schon wieder sauer.)

Auch wenn ich gar nicht so viel anders lebe als davor, spüre ich doch immer eine gewisse Anspannung, weil ich ja sozusagen unter Beobachtung stehe. Er macht und kann so viel, da komme ich mir blöd vor, wenn ich einfach nach der Arbeit dasitze und TV glotze. Ich habe früher immer viel Sport unter der Woche gemacht, wenn ich jetzt mal was mache, habe ich immer das Gefühl in Eile zu sein, weil ich an dem Abend noch was von ihm haben will und nicht die ganze Zeit weg sein will. So stehe ich irgendwie immer unter Strom, obwohl das das letzte ist, was er wollte.
Und dann ärgert es mich, wenn ich sehe, dass er das nicht so macht, dass er einfach genau das macht, was ihm gerade in den Sinn kommt, und genauso wie er es machen würde, wenn ich gar nicht da wäre.
Irgendwie beneide ich ihn manchmal um diese "Fähigkeit", dann wieder finde ich es falsch und ich habe das Gefühl, mehr zu geben als er, weil ich mir eben so viel Gedanken mache und er - scheinbar - nicht.

Verstehst du, wie ich das meine?

Ich muss dann mal deine Threads suchen gehen...

Schönen Dank jedenfalls für deinen wirklich guten Beitrag!

Liebe Grüße
Poca

Was du von meinem inneren Wesen und meinen Bedürfnissen geschrieben hast, damit hast du irgendwie

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24. Oktober 2007 um 9:44

Hallo coleen41
Ich wüsste gar nicht, welche Konsequenzen ich folgen lassen sollte. Ich meine, alles, was ich sage oder tue ist natürlich letztlich eine Konsequenz, aber ich könnte mir nicht vornehmen, genau so und so zu sein, um das und das bei ihm zu bewirken, ich kann nicht manipulieren oder spielen oder wie immer man das nennen will.

Nein, ändern werde ich ihn sicher nicht mehr.

Hm.

Viele Grüße
Poca

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24. Oktober 2007 um 10:04
In Antwort auf naomh_12744558

Ein Machtkampf
keiner will nach geben....

Süsse, du willst mit dem Kopf durch die Wand... Je weniger er tu, wie du willst, desto mehr strengst du dich an...

Je mehr du dich anstrengst und ihn damit unter Druck setzt, desto mehr wird er sich dagegen sträuben.

Punkt 1. Er will keinen Streit.... Warum kannst du die Sachen nicht netter verpacken...

Es ist ein Unterschied, ob jemand sagt...Du hast schon wieder du tust schon wieder..... Geht es nicht auch so.... Schätzchen hast du gerade Zeit mir zu helfen etc...

Der Ton macht die Musik...Wenn du Druck aufbaust, kommt Gegendruck...


Punkt 2. Liebe ist ein Gefühl und Gefühle kann man in Gesten etc.. ausdrücken.. Wenn du es lieber verbal ausdrückst, gut... Jedem das Seine und jeder wie er es ab besten kann...


Punkt 3. Für ihn ist es ein klarer Fall... Du sollst nichts tun, wozu du keine Lust hast... Er sagt nicht nur er will nichts tun wozu er keine Lust hat. Er bezieht es ganz klar auf beide... Für ihn ist es ausgeglichen...

Du verbindest es schon wieder mit Liebe... Aber Liebe ist ein Gefühl und nicht etwas zu tun was man nicht will... Du kannst gern etwas für ihn tun, wenn du ihm so seine Liebe zeigen kannst, aber man sollte nie Erwartungen in Bezug auf Liebe machen.

Punkt 4. Ein klarer Minus Punkt an deinen Freund... Klar ensteht Sex im Kopf, aber Männer sind visuell veranlangt und wenn es nicht mehr funktioniert, dann soll er Viagra nehmen... Es ist eine strafe von ihm, auch eine Art Machtkampf. Du willst Sex, hast aber erst getritten, ergo kein Sex....

Es gibt auch Versöhnungssex....
------------------
Du sollte deine Erwartungshaltung runter schrauben, und er soll seinen A.... zu dir ins Bett bewegen...

Und denke darüber nach, ob es immer Steit sein muss.... Es geht doch auch sicher anders....

Wenn die Liebe erst mal weg ist, sind die Schmerzen nichts im Vergleich zu dem, was jetzt bei euch los ist....

Hallo saraa33
"Er will keinen Streit.... Warum kannst du die Sachen nicht netter verpacken..."

Äh, das ist eine gute Frage. Ich habe mich das auch schon gefragt. Ich würde es auch gerne so machen, wie du es gesagt hast, weil ich das natürlich auch viel besser fände.
Darauf gibt es im Prinzip zwei Antworten: Bei manchen Punkten, die ich ruhig und nett anbringe, ist es so, dass er das dann zur Kenntnis nimmt, aber keinen "Grund zur Veranlassung" sieht. Ich habe da manchmal das Gefühl, ich muss erst mit ihm schimpfen, damit er merkt, dass ich es ernst meine - und dann fühle ich mich wie die Muddi, die will, dass er seine Hausaufgaben macht, und das ist echt das letzte, was ich will.
Bei anderen Sachen ist es so, dass sie mich entweder gar nicht stören, so dass ich nichts sagen muss oder will, und dann plötzlich finde ich sie auf einmal unerträglich und ich platze damit heraus. Das hängt dann wohl von meiner Grundstimmung ab. Nicht sehr reif, das stimmt.

Hinzu kommt, dass ich ihn jetzt so oft heftig angegangen bin, dass ich glaube, wenn ich jetzt etwas lieb und nett sagen würde, er denken würde, dass mir das gar nicht wichtig ist, weil ich ja bei allen mir wichtigen Sachen immer laut werde. Blöd irgendwie.


"Liebe ist ein Gefühl und Gefühle kann man in Gesten etc.. ausdrücken.. Wenn du es lieber verbal ausdrückst, gut... Jedem das Seine und jeder wie er es ab besten kann..."

So habe ich das noch gar nicht gesehen. Das ist ja eigentlich das, was er auch sagt, aber wenn ich es jetzt von dir lese, klingt es einleuchtender. Eigentlich hast du recht.

"Du verbindest es schon wieder mit Liebe... Aber Liebe ist ein Gefühl und nicht etwas zu tun was man nicht will"

Puh, ja, stimmt eigentlich. Aber trotzdem, ich möchte trotzdem, dass er mir zuliebe manches tut. *rotwerd*. Er würde jetzt sagen, das tut er doch auch, und das stimmt. Aber da sind wir vielleicht bei dem Thema, das bei vielen Paaren da ist: Sie möchte von ihm geliebt werden und wünscht sich Blumen. Er will ihr seine Liebe zeigen und repariert das Auto. Er denkt, ich habe ihr meine Liebe gezeigt, warum ist sie so unzufrieden? Und sie denkt: Ist ja nett, das mit dem Auto, aber das hätte ich auch notfalls in die Werkstatt bringen können, Blumen kriege ich von der Werkstatt aber nicht, und leider auch nicht von ihm.

Und ich denke dann, wenn er es nicht weiß, was ich will, okay. Dann muss ich alles andere eben einfach anerkennen, was er für mich tut. Aber wenn ich ihm ja schon klar gesagt habe, worüber ich mich am meisten freuen würde, warum kann er mir das dann nicht MIR ZULIEBE so machen?? Das klingt jetzt so nach Bestellung und Reklamierung, aber leider empfinde ich trotzdem so.

Oh oh, Versöhnungssex mag er gar nicht. Ich auch nicht, aber für mich hieße das, um 7 hören wir auf zu streiten und um halb 8 gehen wir in die Kiste. Das wollte ich auch nicht. Sex zwei Wochen nach dem Streit ist für mich schon lange kein Versöhnungsstreit mehr.

Ich weiß da einfach nicht, wie ich mich verhalten soll. Wenn ich nichts tue, dann denkt er wohl einfach "gut" und agiert nach seinem Gusto, vielleicht denkt er auch "Punkt für mich", Thema Machtkampf. Wenn ich versuche, die Initiative zu ergreifen, sieht er das schon wieder als Druck mit der Konsequenz, dass er noch ne Woche länger braucht, um sich von diesem Druck zu lösen.

Boah, ich hasse dieses Druckding, so was habe ich echt noch nie erlebt. Mir ist es ein Rätsel, wie man alles, was eigentlich gar nicht schlecht gemeint, als Druck auffassen kann. In diesem Punkt bin ich echt einfach sauer auf ihn, nicht nur traurig und verzweifelt.

Danke für deine lange Antwort!

Viele Grüße
Poca


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24. Oktober 2007 um 16:55

Das ist eine lange Liste von Problemen
für eine 15 Monate alte Beziehung! Liebe Poca, ich bin derselben Meinung wie kathi101, d.h. ich sehe nicht viel Zukunft für Euch.

Punkt 1: Wenn er sich über nichts mehr aufregen kann, liegt das sicher auch an seinem Alter (er ist zu alt für Dich!). Ich bin noch ein Jahr älter, aber das Nicht-Aufregen habe ich nie gelernt. Ich schäme mich nicht dafür, denn wer sich aufregen kann, der lebt noch!

Punkt 2: Das findet sich immer wieder. In seinem Alter sollte man gelernt haben, sich zu einer Beziehung zu bekennen. Meine Vermutung: Er mag es unverbindlich. Und wahrscheinlich mag er auch Abwechslung: Immer mal wieder was Neues (und junges, versteht sich).

Punkt 3: Das ist ja völliger Unsinn, und obendrein wirklich billig. "Ich tu nichts für Dich, Du tust nichts für mich." (siehe Punkt 2, er mag es unverbindlich.) Das gilt auch für Nachbarn, Arbeitskollegen oder Autofahrer, die per Zufall nebeneinander an der Ampel stehen.
Liebe ist nicht nur Schwärmerei oder dumpfes Gefühl, sondern sehr wohl auch Aktion. Simples Beispiel: Er hasst das Meer, aber sie will immer Urlaub am Meer. Wenn nicht einer dem anderen etwas zuliebe tut, werden die beiden nie verreisen. Beispiel aus meiner Erfahrung: Meine Frau schenkt mir eine CD, von der ich genau weiss, das sie ihr wirklich nicht gefällt, aber sie weiss sehr wohl, dass sie sich das ab und zu wird anhören müssen. Ich musste heulen vor lauter Rührung.

Punkt 4: 3 Wochen Sex-Streik wegen eines Streites. Das ist wirklich grotesk. Seine kleine Poca darf nur von ihm naschen, wenn sie mindestens 3 Wochen brav war und bei Fuss gegangen ist. Eingebildet ist er also auch noch.

Vielleicht solltest Du Dich wirklich befreien, Du hast keinen Grund, Dein junges Leben an so einen ältlichen Sonderling zu verschwenden.

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24. Oktober 2007 um 17:26
In Antwort auf fraser_11878638

Das ist eine lange Liste von Problemen
für eine 15 Monate alte Beziehung! Liebe Poca, ich bin derselben Meinung wie kathi101, d.h. ich sehe nicht viel Zukunft für Euch.

Punkt 1: Wenn er sich über nichts mehr aufregen kann, liegt das sicher auch an seinem Alter (er ist zu alt für Dich!). Ich bin noch ein Jahr älter, aber das Nicht-Aufregen habe ich nie gelernt. Ich schäme mich nicht dafür, denn wer sich aufregen kann, der lebt noch!

Punkt 2: Das findet sich immer wieder. In seinem Alter sollte man gelernt haben, sich zu einer Beziehung zu bekennen. Meine Vermutung: Er mag es unverbindlich. Und wahrscheinlich mag er auch Abwechslung: Immer mal wieder was Neues (und junges, versteht sich).

Punkt 3: Das ist ja völliger Unsinn, und obendrein wirklich billig. "Ich tu nichts für Dich, Du tust nichts für mich." (siehe Punkt 2, er mag es unverbindlich.) Das gilt auch für Nachbarn, Arbeitskollegen oder Autofahrer, die per Zufall nebeneinander an der Ampel stehen.
Liebe ist nicht nur Schwärmerei oder dumpfes Gefühl, sondern sehr wohl auch Aktion. Simples Beispiel: Er hasst das Meer, aber sie will immer Urlaub am Meer. Wenn nicht einer dem anderen etwas zuliebe tut, werden die beiden nie verreisen. Beispiel aus meiner Erfahrung: Meine Frau schenkt mir eine CD, von der ich genau weiss, das sie ihr wirklich nicht gefällt, aber sie weiss sehr wohl, dass sie sich das ab und zu wird anhören müssen. Ich musste heulen vor lauter Rührung.

Punkt 4: 3 Wochen Sex-Streik wegen eines Streites. Das ist wirklich grotesk. Seine kleine Poca darf nur von ihm naschen, wenn sie mindestens 3 Wochen brav war und bei Fuss gegangen ist. Eingebildet ist er also auch noch.

Vielleicht solltest Du Dich wirklich befreien, Du hast keinen Grund, Dein junges Leben an so einen ältlichen Sonderling zu verschwenden.

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Schönen Tag noch.

Katharina

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13. Mai 2008 um 16:50
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