Forum / Liebe & Beziehung

Will mich trennen-übertreibe ich?! (Schuldgefühle & Co.)

Letzte Nachricht: 4. März um 12:17
03.03.21 um 12:49

Hallo zusammen, 

ich habe ein ganz großes Problem und weiß momentan einfach nicht mehr weiter.

Kurz zu den Rahmenbedingungen:
Ich lebe seit ca. 5 Jahren mit meinem Freund in einer Partnerschaft. Vor ca. 2 1/2 Jahren kam seine Tochter noch mit zu uns in die Familie, da die Mama leider im Umgang mit ihr überfordert war. Ich 23, er 28 und die Mini ist jetzt 5. 
Wir leben zusammen bei mir in meinem Elternhaus. Ich mache ein Vollzeit duales Studium, er geht nebenbei arbeiten. Dabei ist seine Arbeitszeit flexibel, mit Minijob vergleichbar (ca. 10 Std. die Woche). Die Mini geht mehr oder weniger regelmäßig in die Kita (Corona).
Momentan besuche ich die Uni von zuhause aus. Bin quasi im Homeschooling und die Mini geht von 8-14 Uhr in die Kita.

Nun zu meinem Problem: 
Ich weiß garnicht genau wo ich anfangen soll, aber seit mehreren Wochen denke ich sehr intensiv über Trennung nach. das Thema Trennung kam bei uns den letzten Jahren immer mal wieder auf, wir haben/hatten teilweise richtig heftige Streits, die von seiner Seite aus immer eskalierten. Mit Worten, er ist nicht handgreiflich geworden, versteht mich nicht falsch. 
Aber es fallen dann immer Schimpfwörter, Beleidigungen etc und grds. bin ich Schuld. Ist der Haushalt mal nicht vernünftig, schlafe ich zu früh ein, da ich einfach platt vom Tag bin, bin ich andauernd schlecht gelaunt, verhalte ich mich wie meine Mutter (die er nicht leiden kann), gehe ich falsch mit seiner Mini um, etc. Die Liste könnte ich ewig so weiter führen.
Ich habe einfach das Gefühl, dass ich ihm nichts recht machen kann.
Ich mache und tue und bekomme dannoch nur A****tritte. 

Ich mache den Haushalt zu 80% allein, koche jeden Tag, da er es nicht kann und gehe komplett alleine einkaufen. 
Dabei kann ich mir dann anhören, das ich ja eh nichts tun würde, das Essen mal was liebevoller zubereiten sollte, ich ja genrell keinen Bock auf nichts habe und vernünftig einkaufen gehe ich ja auch selten. Diese Liste könnte ich eben so ewig weiter führen.
Wenn ich was der Mini gegnüber sage, wird das grds. in Frage gestellt, mir wird vor ihr überd en Mund gefahren.
Ich bin aber gut genug, sie jeden morgen in die Kita zubringen und auch wieder abzuholen, da ich ja eh aufstehen muss und er so weiter schlafen kann (seine Meinung, auch wenn ich vllt. was später anfangen muss kann ich nicht ausschlafen)

Versuche ich mit ihm darüber zu reden, dass ich mich überfordert fühle, mir mehr Hilfe wünsche dann belächelt er mich. Ich solle doch eher mal an mir arbeiten, mich mehr strukturieren, dann würde ich das auch hinbekommen. 
Vllt sogar psy. Hilfe in Erwägung ziehen, aufgrund meiner sich im Kopf befindlichen Überforderung.

Wenn ich mal Freizeit habe, alleine für mich bin, dann kann ich nur daran denken, wie schön es wäre, wenn das immer so wäre. 
Wenn ich einfach ohne zu fragen zu meinen Freunden fahren könnte (ohne die Mini mitzunehmen, da mir sonst ein schlechtes Gewissen gemacht wird). Ich wieder essen könnte was mir schmeckt, auch 3x hintereinander Nudeln wenn ich das mag. Meine Verwandten 600km weit mal besuchen, ohne Angst vor seiner Reaktion haben zu müssen, weil ich dann für 2-3 Tage weg wäre.

Ich sehne mich danach, alleine für mich zu sein und fühle mich schrecklich dabei.
Wie kann ich darüber nachdenken, ihn und seine Tochter (für ihn) aus Heiterem Himmel vor die Tür zu setzen...Denn er müsste ausziehen, jedoch würde ich ihm auch dabei helfen, eine Wohnung zu finden. Würde er wahrscheinlich ablehnen, so wie ich ihn kenne..
ICH reiße seine Tochter aus ihrem Umfeld, ICH beende unser "Familien"leben, was sich für mich nun schn lange nicht mehr so anfühlt.
Meine Schuldgefühle fressen mich innerlich auf. 

Vllt sehe ich alles auch einfach nur zu eng, und stelle mich zu sehr in den Fokus, aber ich merke, dass ich so einfach nicht mehr glücklich bin. 
Ich traue teilweise meinen eigenen Gefühlen nicht mehr, weil ich innerlich so zerrissen bin.
Wir haben so oft schon geredet, sind aber zu keinem Ergebnis gekommen und ich denke wir drehen uns nur im Kreis.

Ich weiß einfach nicht mehr weiter. 
Bin für jeden Ratschlag offen und bedanke mich schon bereits bei euch fürs Lesen.

LG Tatze

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03.03.21 um 12:57

Ich habe keinen Grund gelesen,  weshalb du mit ihm zusammen bleiben solltest. Ihr seid ja schon getrennt. verbinden tut euch nichfs

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03.03.21 um 12:57

Ich habe keinen Grund gelesen,  weshalb du mit ihm zusammen bleiben solltest. Ihr seid ja schon getrennt. verbinden tut euch nichfs

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03.03.21 um 13:02
In Antwort auf

Ich habe keinen Grund gelesen,  weshalb du mit ihm zusammen bleiben solltest. Ihr seid ja schon getrennt. verbinden tut euch nichfs

Vielen lieben dank für deine schnelle Antwort.

So ähnlich denke ich es mir eben auch, aber ich weiß eben einfach nicht ob ich meinen Gefühlen trauen kann.
Innerlich denke ich mir sogar, dass es ihm vllt ähnlich geht aber warum gehen? Ist ja alles bequem zuhause, die "Alte" macht es ja. 
Vorteile habe ich mMn. momentan kaum, in der Bez. zu bleiben, aber ist das nicht vllt. zu egoistisch von mir gedacht? 

Das sind so meine Gedankengänge...

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03.03.21 um 13:03
In Antwort auf

Vielen lieben dank für deine schnelle Antwort.

So ähnlich denke ich es mir eben auch, aber ich weiß eben einfach nicht ob ich meinen Gefühlen trauen kann.
Innerlich denke ich mir sogar, dass es ihm vllt ähnlich geht aber warum gehen? Ist ja alles bequem zuhause, die "Alte" macht es ja. 
Vorteile habe ich mMn. momentan kaum, in der Bez. zu bleiben, aber ist das nicht vllt. zu egoistisch von mir gedacht? 

Das sind so meine Gedankengänge...

Er hat doch Vorteile. Nicht du.

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03.03.21 um 13:03
In Antwort auf

Vielen lieben dank für deine schnelle Antwort.

So ähnlich denke ich es mir eben auch, aber ich weiß eben einfach nicht ob ich meinen Gefühlen trauen kann.
Innerlich denke ich mir sogar, dass es ihm vllt ähnlich geht aber warum gehen? Ist ja alles bequem zuhause, die "Alte" macht es ja. 
Vorteile habe ich mMn. momentan kaum, in der Bez. zu bleiben, aber ist das nicht vllt. zu egoistisch von mir gedacht? 

Das sind so meine Gedankengänge...

Er hat doch Vorteile. Nicht du.

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03.03.21 um 13:06

Moooooment. Er arbeitet 10 Stunden die Woche und Du darfst Haushalt, Kind und ein Studium wuppen? Und dann am besten noch die Hure im Bett und seine Haushälterin spielen?

Zeig ihm mal, wie die Türe von aussen ansieht, damit er sich schon mal an diese Anblick gewöhnen kann.
 

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03.03.21 um 13:08
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Moooooment. Er arbeitet 10 Stunden die Woche und Du darfst Haushalt, Kind und ein Studium wuppen? Und dann am besten noch die Hure im Bett und seine Haushälterin spielen?

Zeig ihm mal, wie die Türe von aussen ansieht, damit er sich schon mal an diese Anblick gewöhnen kann.
 

danke für deine sehr drastische antwort :p

Ja genau, das mit der Hure habe ich im Text mal weggelassen, aber ja...und beschwert sich dann auch noch, wenn ich mal absolut keine Lust aufs Bett habe, weil ich einfach fertig bin.

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03.03.21 um 13:29
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Hallo zusammen, 

ich habe ein ganz großes Problem und weiß momentan einfach nicht mehr weiter.

Kurz zu den Rahmenbedingungen:
Ich lebe seit ca. 5 Jahren mit meinem Freund in einer Partnerschaft. Vor ca. 2 1/2 Jahren kam seine Tochter noch mit zu uns in die Familie, da die Mama leider im Umgang mit ihr überfordert war. Ich 23, er 28 und die Mini ist jetzt 5. 
Wir leben zusammen bei mir in meinem Elternhaus. Ich mache ein Vollzeit duales Studium, er geht nebenbei arbeiten. Dabei ist seine Arbeitszeit flexibel, mit Minijob vergleichbar (ca. 10 Std. die Woche). Die Mini geht mehr oder weniger regelmäßig in die Kita (Corona).
Momentan besuche ich die Uni von zuhause aus. Bin quasi im Homeschooling und die Mini geht von 8-14 Uhr in die Kita.

Nun zu meinem Problem: 
Ich weiß garnicht genau wo ich anfangen soll, aber seit mehreren Wochen denke ich sehr intensiv über Trennung nach. das Thema Trennung kam bei uns den letzten Jahren immer mal wieder auf, wir haben/hatten teilweise richtig heftige Streits, die von seiner Seite aus immer eskalierten. Mit Worten, er ist nicht handgreiflich geworden, versteht mich nicht falsch. 
Aber es fallen dann immer Schimpfwörter, Beleidigungen etc und grds. bin ich Schuld. Ist der Haushalt mal nicht vernünftig, schlafe ich zu früh ein, da ich einfach platt vom Tag bin, bin ich andauernd schlecht gelaunt, verhalte ich mich wie meine Mutter (die er nicht leiden kann), gehe ich falsch mit seiner Mini um, etc. Die Liste könnte ich ewig so weiter führen.
Ich habe einfach das Gefühl, dass ich ihm nichts recht machen kann.
Ich mache und tue und bekomme dannoch nur A****tritte. 

Ich mache den Haushalt zu 80% allein, koche jeden Tag, da er es nicht kann und gehe komplett alleine einkaufen. 
Dabei kann ich mir dann anhören, das ich ja eh nichts tun würde, das Essen mal was liebevoller zubereiten sollte, ich ja genrell keinen Bock auf nichts habe und vernünftig einkaufen gehe ich ja auch selten. Diese Liste könnte ich eben so ewig weiter führen.
Wenn ich was der Mini gegnüber sage, wird das grds. in Frage gestellt, mir wird vor ihr überd en Mund gefahren.
Ich bin aber gut genug, sie jeden morgen in die Kita zubringen und auch wieder abzuholen, da ich ja eh aufstehen muss und er so weiter schlafen kann (seine Meinung, auch wenn ich vllt. was später anfangen muss kann ich nicht ausschlafen)

Versuche ich mit ihm darüber zu reden, dass ich mich überfordert fühle, mir mehr Hilfe wünsche dann belächelt er mich. Ich solle doch eher mal an mir arbeiten, mich mehr strukturieren, dann würde ich das auch hinbekommen. 
Vllt sogar psy. Hilfe in Erwägung ziehen, aufgrund meiner sich im Kopf befindlichen Überforderung.

Wenn ich mal Freizeit habe, alleine für mich bin, dann kann ich nur daran denken, wie schön es wäre, wenn das immer so wäre. 
Wenn ich einfach ohne zu fragen zu meinen Freunden fahren könnte (ohne die Mini mitzunehmen, da mir sonst ein schlechtes Gewissen gemacht wird). Ich wieder essen könnte was mir schmeckt, auch 3x hintereinander Nudeln wenn ich das mag. Meine Verwandten 600km weit mal besuchen, ohne Angst vor seiner Reaktion haben zu müssen, weil ich dann für 2-3 Tage weg wäre.

Ich sehne mich danach, alleine für mich zu sein und fühle mich schrecklich dabei.
Wie kann ich darüber nachdenken, ihn und seine Tochter (für ihn) aus Heiterem Himmel vor die Tür zu setzen...Denn er müsste ausziehen, jedoch würde ich ihm auch dabei helfen, eine Wohnung zu finden. Würde er wahrscheinlich ablehnen, so wie ich ihn kenne..
ICH reiße seine Tochter aus ihrem Umfeld, ICH beende unser "Familien"leben, was sich für mich nun schn lange nicht mehr so anfühlt.
Meine Schuldgefühle fressen mich innerlich auf. 

Vllt sehe ich alles auch einfach nur zu eng, und stelle mich zu sehr in den Fokus, aber ich merke, dass ich so einfach nicht mehr glücklich bin. 
Ich traue teilweise meinen eigenen Gefühlen nicht mehr, weil ich innerlich so zerrissen bin.
Wir haben so oft schon geredet, sind aber zu keinem Ergebnis gekommen und ich denke wir drehen uns nur im Kreis.

Ich weiß einfach nicht mehr weiter. 
Bin für jeden Ratschlag offen und bedanke mich schon bereits bei euch fürs Lesen.

LG Tatze

Du bist 23, studierst und übernimmst nebenbei die Rolle der Mutter, obwohl es nicht dein Kind ist. Ich finde, er sollte dir gegenüber einmal etwas mehr Respekt zeigen, denn das ist keine Selbstverständlichkeit.

Ich glaube einfach, dass es mit eurer Beziehung vorbei ist. Da sind einfach zu viele Unstimmigkeiten vorhanden. Das einzige Problem sehe ich bei der kleinen Maus, die sicher auch schon eine gute Bindung zu dir aufgebaut hat. Das soll aber jetzt kein Grund sein, sich nicht zu trennen. Du hast dein ganzes Leben noch vor dir, und es sicher nicht nötig, dich von deinem Partner (dessen Kind du mitversorgst) runterputzen zu lassen, oder dir anhören zu müssen, dass du nichts tust.

Wenn du sein Töchterchen seiner Meinung nach nicht angemessen behandelst, dann soll doch er die Vaterrolle übernehmen, die Kleine in die KITA bringen und Essen kochen.

Ich finde, wenn man als Stiefmama/papa die Mitverantwortung übernimmt, hat man auch mal das Recht etwas zu sagen. Natürlich kindgerecht. Aber ich lese hier nirgends etwas Negatives raus, was bei vielen Stiefmüttern oft schon der Fall ist, deshalb denke ich, dass du durchaus auch mal Dinge ansprechen darfst, die einfach nicht in Ordnung sind. Du bemühst dich, tust und machst, erntest dafür aber Beleidigungen.
Du muss in erster Linie auf dich achten und tun was dir gut tut. Und diese Beziehung tut dir nicht mehr gut.
LG

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03.03.21 um 14:40
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Hallo zusammen, 

ich habe ein ganz großes Problem und weiß momentan einfach nicht mehr weiter.

Kurz zu den Rahmenbedingungen:
Ich lebe seit ca. 5 Jahren mit meinem Freund in einer Partnerschaft. Vor ca. 2 1/2 Jahren kam seine Tochter noch mit zu uns in die Familie, da die Mama leider im Umgang mit ihr überfordert war. Ich 23, er 28 und die Mini ist jetzt 5. 
Wir leben zusammen bei mir in meinem Elternhaus. Ich mache ein Vollzeit duales Studium, er geht nebenbei arbeiten. Dabei ist seine Arbeitszeit flexibel, mit Minijob vergleichbar (ca. 10 Std. die Woche). Die Mini geht mehr oder weniger regelmäßig in die Kita (Corona).
Momentan besuche ich die Uni von zuhause aus. Bin quasi im Homeschooling und die Mini geht von 8-14 Uhr in die Kita.

Nun zu meinem Problem: 
Ich weiß garnicht genau wo ich anfangen soll, aber seit mehreren Wochen denke ich sehr intensiv über Trennung nach. das Thema Trennung kam bei uns den letzten Jahren immer mal wieder auf, wir haben/hatten teilweise richtig heftige Streits, die von seiner Seite aus immer eskalierten. Mit Worten, er ist nicht handgreiflich geworden, versteht mich nicht falsch. 
Aber es fallen dann immer Schimpfwörter, Beleidigungen etc und grds. bin ich Schuld. Ist der Haushalt mal nicht vernünftig, schlafe ich zu früh ein, da ich einfach platt vom Tag bin, bin ich andauernd schlecht gelaunt, verhalte ich mich wie meine Mutter (die er nicht leiden kann), gehe ich falsch mit seiner Mini um, etc. Die Liste könnte ich ewig so weiter führen.
Ich habe einfach das Gefühl, dass ich ihm nichts recht machen kann.
Ich mache und tue und bekomme dannoch nur A****tritte. 

Ich mache den Haushalt zu 80% allein, koche jeden Tag, da er es nicht kann und gehe komplett alleine einkaufen. 
Dabei kann ich mir dann anhören, das ich ja eh nichts tun würde, das Essen mal was liebevoller zubereiten sollte, ich ja genrell keinen Bock auf nichts habe und vernünftig einkaufen gehe ich ja auch selten. Diese Liste könnte ich eben so ewig weiter führen.
Wenn ich was der Mini gegnüber sage, wird das grds. in Frage gestellt, mir wird vor ihr überd en Mund gefahren.
Ich bin aber gut genug, sie jeden morgen in die Kita zubringen und auch wieder abzuholen, da ich ja eh aufstehen muss und er so weiter schlafen kann (seine Meinung, auch wenn ich vllt. was später anfangen muss kann ich nicht ausschlafen)

Versuche ich mit ihm darüber zu reden, dass ich mich überfordert fühle, mir mehr Hilfe wünsche dann belächelt er mich. Ich solle doch eher mal an mir arbeiten, mich mehr strukturieren, dann würde ich das auch hinbekommen. 
Vllt sogar psy. Hilfe in Erwägung ziehen, aufgrund meiner sich im Kopf befindlichen Überforderung.

Wenn ich mal Freizeit habe, alleine für mich bin, dann kann ich nur daran denken, wie schön es wäre, wenn das immer so wäre. 
Wenn ich einfach ohne zu fragen zu meinen Freunden fahren könnte (ohne die Mini mitzunehmen, da mir sonst ein schlechtes Gewissen gemacht wird). Ich wieder essen könnte was mir schmeckt, auch 3x hintereinander Nudeln wenn ich das mag. Meine Verwandten 600km weit mal besuchen, ohne Angst vor seiner Reaktion haben zu müssen, weil ich dann für 2-3 Tage weg wäre.

Ich sehne mich danach, alleine für mich zu sein und fühle mich schrecklich dabei.
Wie kann ich darüber nachdenken, ihn und seine Tochter (für ihn) aus Heiterem Himmel vor die Tür zu setzen...Denn er müsste ausziehen, jedoch würde ich ihm auch dabei helfen, eine Wohnung zu finden. Würde er wahrscheinlich ablehnen, so wie ich ihn kenne..
ICH reiße seine Tochter aus ihrem Umfeld, ICH beende unser "Familien"leben, was sich für mich nun schn lange nicht mehr so anfühlt.
Meine Schuldgefühle fressen mich innerlich auf. 

Vllt sehe ich alles auch einfach nur zu eng, und stelle mich zu sehr in den Fokus, aber ich merke, dass ich so einfach nicht mehr glücklich bin. 
Ich traue teilweise meinen eigenen Gefühlen nicht mehr, weil ich innerlich so zerrissen bin.
Wir haben so oft schon geredet, sind aber zu keinem Ergebnis gekommen und ich denke wir drehen uns nur im Kreis.

Ich weiß einfach nicht mehr weiter. 
Bin für jeden Ratschlag offen und bedanke mich schon bereits bei euch fürs Lesen.

LG Tatze

Lass dir nichts von ihm einreden. Du stemmst eindeutig mehr als er. Machst Haushalt, studierst UND kümmerst dich um SEIN Kind. Und er? Er arbeitet 10 Stunden die Woche und macht sonst nichts. Das ist ja lachhaft. Manche arbeiten das an einem Tag.

Stell ihm ein Ulitmatum. Entweder eure Aufgaben werden gerechter verteilt, das heißt, er übernimmt mehr, und er behandelt dich mit Respekt - oder er fliegt. Du sitzt eindeutig am längeren Hebel. Es ist dein Haus. Wenn er sich nicht benehmen kann und dich angemessne behandelt, dann muss er halt schauen, wo er bleibt. Du kannst ihn jederzeiit vor die Tür setzen. Und wenn die Kleine eine gute Bindung zu dir hat und du sie lieb hast, wer weiß, vielleicht mag sie ja sogar bei dir bleiben. Du kümmerst dich ja anscheinend um sie. Er kann das ja gar nicht.

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03.03.21 um 15:48
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Hallo zusammen, 

ich habe ein ganz großes Problem und weiß momentan einfach nicht mehr weiter.

Kurz zu den Rahmenbedingungen:
Ich lebe seit ca. 5 Jahren mit meinem Freund in einer Partnerschaft. Vor ca. 2 1/2 Jahren kam seine Tochter noch mit zu uns in die Familie, da die Mama leider im Umgang mit ihr überfordert war. Ich 23, er 28 und die Mini ist jetzt 5. 
Wir leben zusammen bei mir in meinem Elternhaus. Ich mache ein Vollzeit duales Studium, er geht nebenbei arbeiten. Dabei ist seine Arbeitszeit flexibel, mit Minijob vergleichbar (ca. 10 Std. die Woche). Die Mini geht mehr oder weniger regelmäßig in die Kita (Corona).
Momentan besuche ich die Uni von zuhause aus. Bin quasi im Homeschooling und die Mini geht von 8-14 Uhr in die Kita.

Nun zu meinem Problem: 
Ich weiß garnicht genau wo ich anfangen soll, aber seit mehreren Wochen denke ich sehr intensiv über Trennung nach. das Thema Trennung kam bei uns den letzten Jahren immer mal wieder auf, wir haben/hatten teilweise richtig heftige Streits, die von seiner Seite aus immer eskalierten. Mit Worten, er ist nicht handgreiflich geworden, versteht mich nicht falsch. 
Aber es fallen dann immer Schimpfwörter, Beleidigungen etc und grds. bin ich Schuld. Ist der Haushalt mal nicht vernünftig, schlafe ich zu früh ein, da ich einfach platt vom Tag bin, bin ich andauernd schlecht gelaunt, verhalte ich mich wie meine Mutter (die er nicht leiden kann), gehe ich falsch mit seiner Mini um, etc. Die Liste könnte ich ewig so weiter führen.
Ich habe einfach das Gefühl, dass ich ihm nichts recht machen kann.
Ich mache und tue und bekomme dannoch nur A****tritte. 

Ich mache den Haushalt zu 80% allein, koche jeden Tag, da er es nicht kann und gehe komplett alleine einkaufen. 
Dabei kann ich mir dann anhören, das ich ja eh nichts tun würde, das Essen mal was liebevoller zubereiten sollte, ich ja genrell keinen Bock auf nichts habe und vernünftig einkaufen gehe ich ja auch selten. Diese Liste könnte ich eben so ewig weiter führen.
Wenn ich was der Mini gegnüber sage, wird das grds. in Frage gestellt, mir wird vor ihr überd en Mund gefahren.
Ich bin aber gut genug, sie jeden morgen in die Kita zubringen und auch wieder abzuholen, da ich ja eh aufstehen muss und er so weiter schlafen kann (seine Meinung, auch wenn ich vllt. was später anfangen muss kann ich nicht ausschlafen)

Versuche ich mit ihm darüber zu reden, dass ich mich überfordert fühle, mir mehr Hilfe wünsche dann belächelt er mich. Ich solle doch eher mal an mir arbeiten, mich mehr strukturieren, dann würde ich das auch hinbekommen. 
Vllt sogar psy. Hilfe in Erwägung ziehen, aufgrund meiner sich im Kopf befindlichen Überforderung.

Wenn ich mal Freizeit habe, alleine für mich bin, dann kann ich nur daran denken, wie schön es wäre, wenn das immer so wäre. 
Wenn ich einfach ohne zu fragen zu meinen Freunden fahren könnte (ohne die Mini mitzunehmen, da mir sonst ein schlechtes Gewissen gemacht wird). Ich wieder essen könnte was mir schmeckt, auch 3x hintereinander Nudeln wenn ich das mag. Meine Verwandten 600km weit mal besuchen, ohne Angst vor seiner Reaktion haben zu müssen, weil ich dann für 2-3 Tage weg wäre.

Ich sehne mich danach, alleine für mich zu sein und fühle mich schrecklich dabei.
Wie kann ich darüber nachdenken, ihn und seine Tochter (für ihn) aus Heiterem Himmel vor die Tür zu setzen...Denn er müsste ausziehen, jedoch würde ich ihm auch dabei helfen, eine Wohnung zu finden. Würde er wahrscheinlich ablehnen, so wie ich ihn kenne..
ICH reiße seine Tochter aus ihrem Umfeld, ICH beende unser "Familien"leben, was sich für mich nun schn lange nicht mehr so anfühlt.
Meine Schuldgefühle fressen mich innerlich auf. 

Vllt sehe ich alles auch einfach nur zu eng, und stelle mich zu sehr in den Fokus, aber ich merke, dass ich so einfach nicht mehr glücklich bin. 
Ich traue teilweise meinen eigenen Gefühlen nicht mehr, weil ich innerlich so zerrissen bin.
Wir haben so oft schon geredet, sind aber zu keinem Ergebnis gekommen und ich denke wir drehen uns nur im Kreis.

Ich weiß einfach nicht mehr weiter. 
Bin für jeden Ratschlag offen und bedanke mich schon bereits bei euch fürs Lesen.

LG Tatze

Ich bin gerade ziemlich fassungslos, wenn ich das hier alles von dir lese.

Abgesehen davon, dass du alles machst und er sozusagen gar nichts: womit finanziert er sein Leben? Bei einer 10 Stunden-Arbeitswoche kann der Lohn ja nicht so riesig sein!

Wohnen die beiden gratis bei dir?

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Kannst du deine Antwort nicht finden?

03.03.21 um 17:58

Vielen lieben dank erstmal für die zahlreichen Antworten.

Also es ist tatsächlich so, dass dadurch dass ich ja Vollzeit arbeite und Geld verdiene die Fixkosten durch mich und Kindergeld etc getragen werden. 

Wir haben quasi "gemeinsames Geld". Sein Lohn dient dazu, wenn wir mal was unternehmen wollen, etwas angeschafft werden muss oder soetwas. Dadurch dass wir in meinem Elternhaus wohnen, zahlen wir an meine Eltern einen kleinen Obulus, bei Weitem aber nicht eine ortsübliche Miete.

Oft komme ich mir wirklich nur vor, wie die Putze, Kindermädchen oder sonst was.

Das mit der Mini macht mir auch schwer zu schaffen, ich muss zugeben, das beste Verhältnis habeb wir mich, sie sieht mich wohl als unter ihr in der Rangordnung an. Wird ihr aber ja so vorgelebt, ich mache ihr da keinen Vorwurf, sie ist eben auch erst 5. Aber das macht das Verhältnis von meiner Seite eben aus auch schwierig. Gerade weil sie da auch nicht meine leibliche Tochter ist und ich diese Elternbindung wohl auch nie aufbauen würde.

Ich ertappe mich häufiger schon bei den Gedanken, wie toll es wäre, eben nur noch für mich die Verantwortung tragen zu müssen. Wie schön es eben wäre, allein zu sein. Dann bin ich auch häufiger genervt und das tut mir innerlich so wahnsinnig leid und die Schuldgefühle wachsen nur noch mehr, dass es eben doch an mir liegt und ich an mir arbeiten sollte. Ich schaffe es nur einfach nicht.
Die ganze Situation macht mich einfach nur noch mehr fertig, ich bin lieber im Büro/Uni, als zuhause. Das ist doch krank.

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03.03.21 um 18:37

Nochmal: es liegt nicht an Dir!!!

Da hat sich eine Zecke in Deinen Pelz gesetzt, der Dir jegliches Selbstbewusstsein raubt und vom Geld will ich mal gar nicht reden.

Du bist zu jung um Dein Leben jetzt schon an so eine Made zu verschenken. Made deshalb, weil er lebt bei / mit Dir wie die Made im Speck und muss nicht mal seinen Hintern hochkriegen. Und DU zweifelst an Dir?

Mädl, Du hast was besseres verdient. Du hast Ziele, Du darfst ein eigenes Leben haben - ohne schlechtes Gewissen. Leg Dir mal eine gesunde Portion Egoismus zu. 
 

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03.03.21 um 18:38
In Antwort auf

Vielen lieben dank erstmal für die zahlreichen Antworten.

Also es ist tatsächlich so, dass dadurch dass ich ja Vollzeit arbeite und Geld verdiene die Fixkosten durch mich und Kindergeld etc getragen werden. 

Wir haben quasi "gemeinsames Geld". Sein Lohn dient dazu, wenn wir mal was unternehmen wollen, etwas angeschafft werden muss oder soetwas. Dadurch dass wir in meinem Elternhaus wohnen, zahlen wir an meine Eltern einen kleinen Obulus, bei Weitem aber nicht eine ortsübliche Miete.

Oft komme ich mir wirklich nur vor, wie die Putze, Kindermädchen oder sonst was.

Das mit der Mini macht mir auch schwer zu schaffen, ich muss zugeben, das beste Verhältnis habeb wir mich, sie sieht mich wohl als unter ihr in der Rangordnung an. Wird ihr aber ja so vorgelebt, ich mache ihr da keinen Vorwurf, sie ist eben auch erst 5. Aber das macht das Verhältnis von meiner Seite eben aus auch schwierig. Gerade weil sie da auch nicht meine leibliche Tochter ist und ich diese Elternbindung wohl auch nie aufbauen würde.

Ich ertappe mich häufiger schon bei den Gedanken, wie toll es wäre, eben nur noch für mich die Verantwortung tragen zu müssen. Wie schön es eben wäre, allein zu sein. Dann bin ich auch häufiger genervt und das tut mir innerlich so wahnsinnig leid und die Schuldgefühle wachsen nur noch mehr, dass es eben doch an mir liegt und ich an mir arbeiten sollte. Ich schaffe es nur einfach nicht.
Die ganze Situation macht mich einfach nur noch mehr fertig, ich bin lieber im Büro/Uni, als zuhause. Das ist doch krank.

Da hast du dir ein schönes Parasit ins Haus geholt! 

Ehrlich, die Situation würde mich auch überfordern! Aber du musst die zwei los werden! Das ist ja kein Leben für dich!

Nur: wie findet er eine neue Bleibe mit so wenig Einkommen?

Ich kann Dir keinen Rat geben. So leid es mir tut! 😟
 

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03.03.21 um 18:44

@funnygirlnew 
Du hast es treffend formuliert und auf den Punkt gebracht! 👍🏻

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03.03.21 um 18:45
In Antwort auf

@funnygirlnew 
Du hast es treffend formuliert und auf den Punkt gebracht! 👍🏻

Da hatten wir den gleichen Gedanken bei dem Typ 

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04.03.21 um 8:18

Du bist völlig überfordert in der Situation. Von den Energien, die du gibst, kommt nichts zurück. Deshalb bist du so fertig. Es ist traurig wegen dem Kind, aber du brauchst eine räumliche Trennung. Es wird immer schwerer für dich. Besser jetzt, als das es eskaliert. 

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04.03.21 um 9:16

Du solltest unbedingt besser auf Dich schauen, lass Dir durch den Kopf gehen wie es so weit kommen konnte und warum Du Dir das alles so lange gefallen hast lassen!
Schau jetzt auf Dich und triff die Entscheidung die immer stärker aus Deinem Unterbewusstsein nach oben kommt.
Vermeide aber in Zukunft Dich nach Strich und Faden ausnutzen zu lassen, Wehre den Anfängen

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04.03.21 um 10:36
In Antwort auf

Hallo zusammen, 

ich habe ein ganz großes Problem und weiß momentan einfach nicht mehr weiter.

Kurz zu den Rahmenbedingungen:
Ich lebe seit ca. 5 Jahren mit meinem Freund in einer Partnerschaft. Vor ca. 2 1/2 Jahren kam seine Tochter noch mit zu uns in die Familie, da die Mama leider im Umgang mit ihr überfordert war. Ich 23, er 28 und die Mini ist jetzt 5. 
Wir leben zusammen bei mir in meinem Elternhaus. Ich mache ein Vollzeit duales Studium, er geht nebenbei arbeiten. Dabei ist seine Arbeitszeit flexibel, mit Minijob vergleichbar (ca. 10 Std. die Woche). Die Mini geht mehr oder weniger regelmäßig in die Kita (Corona).
Momentan besuche ich die Uni von zuhause aus. Bin quasi im Homeschooling und die Mini geht von 8-14 Uhr in die Kita.

Nun zu meinem Problem: 
Ich weiß garnicht genau wo ich anfangen soll, aber seit mehreren Wochen denke ich sehr intensiv über Trennung nach. das Thema Trennung kam bei uns den letzten Jahren immer mal wieder auf, wir haben/hatten teilweise richtig heftige Streits, die von seiner Seite aus immer eskalierten. Mit Worten, er ist nicht handgreiflich geworden, versteht mich nicht falsch. 
Aber es fallen dann immer Schimpfwörter, Beleidigungen etc und grds. bin ich Schuld. Ist der Haushalt mal nicht vernünftig, schlafe ich zu früh ein, da ich einfach platt vom Tag bin, bin ich andauernd schlecht gelaunt, verhalte ich mich wie meine Mutter (die er nicht leiden kann), gehe ich falsch mit seiner Mini um, etc. Die Liste könnte ich ewig so weiter führen.
Ich habe einfach das Gefühl, dass ich ihm nichts recht machen kann.
Ich mache und tue und bekomme dannoch nur A****tritte. 

Ich mache den Haushalt zu 80% allein, koche jeden Tag, da er es nicht kann und gehe komplett alleine einkaufen. 
Dabei kann ich mir dann anhören, das ich ja eh nichts tun würde, das Essen mal was liebevoller zubereiten sollte, ich ja genrell keinen Bock auf nichts habe und vernünftig einkaufen gehe ich ja auch selten. Diese Liste könnte ich eben so ewig weiter führen.
Wenn ich was der Mini gegnüber sage, wird das grds. in Frage gestellt, mir wird vor ihr überd en Mund gefahren.
Ich bin aber gut genug, sie jeden morgen in die Kita zubringen und auch wieder abzuholen, da ich ja eh aufstehen muss und er so weiter schlafen kann (seine Meinung, auch wenn ich vllt. was später anfangen muss kann ich nicht ausschlafen)

Versuche ich mit ihm darüber zu reden, dass ich mich überfordert fühle, mir mehr Hilfe wünsche dann belächelt er mich. Ich solle doch eher mal an mir arbeiten, mich mehr strukturieren, dann würde ich das auch hinbekommen. 
Vllt sogar psy. Hilfe in Erwägung ziehen, aufgrund meiner sich im Kopf befindlichen Überforderung.

Wenn ich mal Freizeit habe, alleine für mich bin, dann kann ich nur daran denken, wie schön es wäre, wenn das immer so wäre. 
Wenn ich einfach ohne zu fragen zu meinen Freunden fahren könnte (ohne die Mini mitzunehmen, da mir sonst ein schlechtes Gewissen gemacht wird). Ich wieder essen könnte was mir schmeckt, auch 3x hintereinander Nudeln wenn ich das mag. Meine Verwandten 600km weit mal besuchen, ohne Angst vor seiner Reaktion haben zu müssen, weil ich dann für 2-3 Tage weg wäre.

Ich sehne mich danach, alleine für mich zu sein und fühle mich schrecklich dabei.
Wie kann ich darüber nachdenken, ihn und seine Tochter (für ihn) aus Heiterem Himmel vor die Tür zu setzen...Denn er müsste ausziehen, jedoch würde ich ihm auch dabei helfen, eine Wohnung zu finden. Würde er wahrscheinlich ablehnen, so wie ich ihn kenne..
ICH reiße seine Tochter aus ihrem Umfeld, ICH beende unser "Familien"leben, was sich für mich nun schn lange nicht mehr so anfühlt.
Meine Schuldgefühle fressen mich innerlich auf. 

Vllt sehe ich alles auch einfach nur zu eng, und stelle mich zu sehr in den Fokus, aber ich merke, dass ich so einfach nicht mehr glücklich bin. 
Ich traue teilweise meinen eigenen Gefühlen nicht mehr, weil ich innerlich so zerrissen bin.
Wir haben so oft schon geredet, sind aber zu keinem Ergebnis gekommen und ich denke wir drehen uns nur im Kreis.

Ich weiß einfach nicht mehr weiter. 
Bin für jeden Ratschlag offen und bedanke mich schon bereits bei euch fürs Lesen.

LG Tatze

Zu erst einmal Hut ab was du da leistet, gerade weil es nicht deine Tochter ist.

Du bist zu sehr in die Mutterrolle gerutscht glaube ich, da wieder raus zu kommen ist schwer. Gerade weil du die kleine unheimlich magst.
Du schreibst ja selbst, dass du nach einer Trenung um eine Wohnung für die beiden kümmern würdest. Für was ist eigenlich dein Partner da?

Wenn du es nicht mit ihm besprechen kannst, dann solltest du selbst was unternehmen, in erster Linie ist es dein Leben und du musst entscheiden wie es weiter gehen soll.
Die Gedanke du dir machst sind völlig nachzuvollziehen und logisch.
Dafür brauscht du kein schlechtes Gewissen zu haben.
 

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04.03.21 um 12:17
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Hallo zusammen, 

ich habe ein ganz großes Problem und weiß momentan einfach nicht mehr weiter.

Kurz zu den Rahmenbedingungen:
Ich lebe seit ca. 5 Jahren mit meinem Freund in einer Partnerschaft. Vor ca. 2 1/2 Jahren kam seine Tochter noch mit zu uns in die Familie, da die Mama leider im Umgang mit ihr überfordert war. Ich 23, er 28 und die Mini ist jetzt 5. 
Wir leben zusammen bei mir in meinem Elternhaus. Ich mache ein Vollzeit duales Studium, er geht nebenbei arbeiten. Dabei ist seine Arbeitszeit flexibel, mit Minijob vergleichbar (ca. 10 Std. die Woche). Die Mini geht mehr oder weniger regelmäßig in die Kita (Corona).
Momentan besuche ich die Uni von zuhause aus. Bin quasi im Homeschooling und die Mini geht von 8-14 Uhr in die Kita.

Nun zu meinem Problem: 
Ich weiß garnicht genau wo ich anfangen soll, aber seit mehreren Wochen denke ich sehr intensiv über Trennung nach. das Thema Trennung kam bei uns den letzten Jahren immer mal wieder auf, wir haben/hatten teilweise richtig heftige Streits, die von seiner Seite aus immer eskalierten. Mit Worten, er ist nicht handgreiflich geworden, versteht mich nicht falsch. 
Aber es fallen dann immer Schimpfwörter, Beleidigungen etc und grds. bin ich Schuld. Ist der Haushalt mal nicht vernünftig, schlafe ich zu früh ein, da ich einfach platt vom Tag bin, bin ich andauernd schlecht gelaunt, verhalte ich mich wie meine Mutter (die er nicht leiden kann), gehe ich falsch mit seiner Mini um, etc. Die Liste könnte ich ewig so weiter führen.
Ich habe einfach das Gefühl, dass ich ihm nichts recht machen kann.
Ich mache und tue und bekomme dannoch nur A****tritte. 

Ich mache den Haushalt zu 80% allein, koche jeden Tag, da er es nicht kann und gehe komplett alleine einkaufen. 
Dabei kann ich mir dann anhören, das ich ja eh nichts tun würde, das Essen mal was liebevoller zubereiten sollte, ich ja genrell keinen Bock auf nichts habe und vernünftig einkaufen gehe ich ja auch selten. Diese Liste könnte ich eben so ewig weiter führen.
Wenn ich was der Mini gegnüber sage, wird das grds. in Frage gestellt, mir wird vor ihr überd en Mund gefahren.
Ich bin aber gut genug, sie jeden morgen in die Kita zubringen und auch wieder abzuholen, da ich ja eh aufstehen muss und er so weiter schlafen kann (seine Meinung, auch wenn ich vllt. was später anfangen muss kann ich nicht ausschlafen)

Versuche ich mit ihm darüber zu reden, dass ich mich überfordert fühle, mir mehr Hilfe wünsche dann belächelt er mich. Ich solle doch eher mal an mir arbeiten, mich mehr strukturieren, dann würde ich das auch hinbekommen. 
Vllt sogar psy. Hilfe in Erwägung ziehen, aufgrund meiner sich im Kopf befindlichen Überforderung.

Wenn ich mal Freizeit habe, alleine für mich bin, dann kann ich nur daran denken, wie schön es wäre, wenn das immer so wäre. 
Wenn ich einfach ohne zu fragen zu meinen Freunden fahren könnte (ohne die Mini mitzunehmen, da mir sonst ein schlechtes Gewissen gemacht wird). Ich wieder essen könnte was mir schmeckt, auch 3x hintereinander Nudeln wenn ich das mag. Meine Verwandten 600km weit mal besuchen, ohne Angst vor seiner Reaktion haben zu müssen, weil ich dann für 2-3 Tage weg wäre.

Ich sehne mich danach, alleine für mich zu sein und fühle mich schrecklich dabei.
Wie kann ich darüber nachdenken, ihn und seine Tochter (für ihn) aus Heiterem Himmel vor die Tür zu setzen...Denn er müsste ausziehen, jedoch würde ich ihm auch dabei helfen, eine Wohnung zu finden. Würde er wahrscheinlich ablehnen, so wie ich ihn kenne..
ICH reiße seine Tochter aus ihrem Umfeld, ICH beende unser "Familien"leben, was sich für mich nun schn lange nicht mehr so anfühlt.
Meine Schuldgefühle fressen mich innerlich auf. 

Vllt sehe ich alles auch einfach nur zu eng, und stelle mich zu sehr in den Fokus, aber ich merke, dass ich so einfach nicht mehr glücklich bin. 
Ich traue teilweise meinen eigenen Gefühlen nicht mehr, weil ich innerlich so zerrissen bin.
Wir haben so oft schon geredet, sind aber zu keinem Ergebnis gekommen und ich denke wir drehen uns nur im Kreis.

Ich weiß einfach nicht mehr weiter. 
Bin für jeden Ratschlag offen und bedanke mich schon bereits bei euch fürs Lesen.

LG Tatze

Hut ab vor deinem Tagewerk. Mit Fassungslosigkeit lese ich, dass du dafür keine Dankbarkeit erfährst, von einem Mann, der nicht einmal einem Bruchteil deiner Arbeitslast bestreitet, der mit seinem Kind sehr günstig, fast gratis bei dir wohnt. Es ist schade, dass das Kind durch den Vater vorgelebt so wenig Respekt vor dir hat, und es ist schlimm, dass du als Ersatzmutter voll in die Pflicht genommen wirst, aber keine Rechte hast. Ich glaube, dass die Trennung das Beste ist, denn wenn dein Freund bis jetzt nicht kapiert hat, wie es dir geht, wird es wohl nicht mehr passieren.

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