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Will keine Beziehung bin aber neidisch

31. März um 14:58

Viele meiner Freunde haben eine Beziehung, und während ich mich auf der einen Seite natürlich für sie freue, bin ich auf der anderen auch ziemlich neidisch.

Und mein Problem dabei ist eigentlich, dass ich selbst keine Beziehung möchte, aber gleichzeitig doch jemand, mit dem ich mein Leben teilen kann, der mich glücklich macht und soweiter. Und ich stecke jetzt in dem Konflikt, dass ich mich ziemlich mies fühle und wie gesagt echt neidisch bin, aber auch keine Lust habe, eine Beziehung einzugehen. 

Ich habe irgendwie das Gefühl, ich würde dann was aufgeben oder verlieren. Weiß jemand Rat? Was ist los mit mir und wie höre ich auf darüber nachzugrübeln? 

 

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31. März um 15:20

"Ich habe irgendwie das Gefühl, ich würde dann was aufgeben oder verlieren."

Dieses "irgendwie" müsstest du genauer identifizieren. Das ist deine Vorstellung von einer Beziehung, die - übertrieben gesagt - einem Gefängnis gleicht. Aber es ist nicht so, dass eine feste Beziehung zu etwas zwingt, das man nicht aus freien Stücken will. Mindestens theoretisch kann man sich auch jederzeit wieder von einem Partner trennen, wenn man feststellt, dass er oder sie nur einengt. In der Praxis ist es meist freilich nicht so einfach, aber das ist die Grundlage.

Auch dieses Gefühl von Neid kannst du dir genauer betrachten. Wann kommt das auf?

Ich denke, du solltest keine zu große Erwartungshaltung an deinen Partner (vermute ich eher, weil du viel über Gefühle schreibst) oder deine Partnerin an den Tag legen. Glückliche Beziehungen/Ehen zeichnen sich durch Gegenseitigkeit aus, nicht Forderungen, die - wieder übertrieben - etwa lauten: Mach mich glücklich. Vielmehr ist man von sich aus daran interessiert, dass es dem anderen gut geht in dieser Beziehung. Liebe macht das.  

Für konkreteren Rat fehlen ein paar Informationen.

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31. März um 17:35
In Antwort auf acryl

Viele meiner Freunde haben eine Beziehung, und während ich mich auf der einen Seite natürlich für sie freue, bin ich auf der anderen auch ziemlich neidisch.

Und mein Problem dabei ist eigentlich, dass ich selbst keine Beziehung möchte, aber gleichzeitig doch jemand, mit dem ich mein Leben teilen kann, der mich glücklich macht und soweiter. Und ich stecke jetzt in dem Konflikt, dass ich mich ziemlich mies fühle und wie gesagt echt neidisch bin, aber auch keine Lust habe, eine Beziehung einzugehen. 

Ich habe irgendwie das Gefühl, ich würde dann was aufgeben oder verlieren. Weiß jemand Rat? Was ist los mit mir und wie höre ich auf darüber nachzugrübeln? 

 

Wie lange steckst du in diesem Konflikt?

Ich hatte auch noch nie ne Beziehung und will das auch nicht. Allerdings steckte ich einmal in genau diesem Konflikt, den du beschreibst - Partnerschaft, gemeinsames Glück, Kinder. 
Das war aber nur ne Phase und ich bin froh, wenn ich mir die alltäglichen Reibereien in den Parterschaften nicht antun muss ...  😆 Es ist schön, die Tür hinter sich schließen zu können und seine Ruhe zu haben. Yesssss !

LG W.

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1. April um 16:52

@madundbad

Danke für deine Antwort. Ich glaube ich grübele generell einfach zu viel, aber ich habe auch sonst nichts, worauf ich mich konzentrieren könnte...

@anne234

Ich weiß auch nicht ganz was ich will und was nicht.

Ich sehne mich zum einen generell nach jemandem, der was mit mir unternimmt und sich für mich interessiert, da meine Freunde oft beschäftigt sind und ich zur Zeit nur noch Sachen allein unternehme, während alle anderen mit ihrem Partner in Urlaub oder sonst wohin fahren (da werde  ich dann neidisch). Ich stelle es mir aber gleichzeitig anstrengend vor, weil man dann ja nicht mehr alles allein entscheiden kann sondern Kompromisse machen muss, so von wegen wohin fahren wir und was machen wir? Ich habe lieber komplett allein das Sagen.

Dann fehlt mir total das Körperliche. Vielleicht klingt das albern, aber oft wenn ich traurig bin oder nicht einschlafen kann, wünsche ich mir dass jemand mich in den Arm nimmt oder so. Und Sex würde mich ja auch interessieren. (auch da bin ich dann neidisch, wenn andere so in meiner Nähe rummachen).

Mit meinen Freunden - auch wenn sie nicht immer erreichbar sind - ist alles so einfach. Man trifft sich oder nicht, kann alles bereden und machen wie man will, jeder ist ein eigenständiger Mensch. Wenn ich allein das Land verlassen will, sagen sie cool, mach das, wir besuchen dich dann. Mit einem Partner ist das sicher nicht so, da wird irgendwie erwartet man würde alles zusammen, als Paar, machen, und könnte nichts mehr allein. 

Wenn ich mir ansehe, was andere für Probleme haben, dann habe ich den Eindruck, man müsste alles absprechen und sich total nach der anderen Person richten. Der andere erwartet ja früher oder später was von dir, zusammenziehen, heiraten etc. Oder auch nur so kleine Sachen. Aber ich kann in einer festen Beziehung ja nicht meine Sachen packen und sagen, hey heute mache ich das und das, denn der andere will ja dann auch mit oder was auch immer. Und auf der anderen Seite ist der Partner ja dann nicht auf Abruf bereit, wenn ich mal kuscheln will oder so, denn es kommt dann auf seine Stimmung an und soweiter.

Und dann denke ich mir einfach, wenn ich allein bin habe ich mehr Kontrolle und Freiheit, was mir eben sehr wichtig ist, aber dafür entgehen mir dann auch viele Sachen. 

@ingrid1

Erst 19. Aber da viele schon ihre erste Beziehung hatten/in einer sind, fange ich eben auch damit an, darüber nachzudenken.

@wackelzahn

Seit ein paar Jahren bestimmt. Ich lerne jemand kennen, dann klappt's aber nicht, und ich mache mir ewig Gedanken um meine "Unfähigkeit". Irgendwann komme ich drauf klar, lebe einfach mein Leben, und dann verknalle ich mich wieder, grübele wieder und soweiter. Also das ist ein Thema, was mich alle paar Monate wieder beschäftigt.

Ich denke, ich kann mich einfach nicht endgültig für eine Seite entscheiden. 

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1. April um 17:05

Hattest Du denn schon mal eine Beziehung?
Also eine "richtige"?

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1. April um 17:06

Nein, nichts in der Richtung.

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1. April um 17:09

Jede Medaille hat 2 Seiten.

Aber in einer guten Beziehung bekommst Du mehr als Du aufgeben musst.
Natürlich musst Du dann Kompromisse machen, aber die Vorteile überwiegen doch...

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1. April um 17:14

Nun, ich muss ja erstmal eine gute Beziehung finden. Das erscheint mir alles andere als leicht.

Im Moment ist es wie gesagt so, dass ich schon Interesse an anderen habe, aber mich entweder nicht traue weiter zu gehen (weil Angst vor Korb oder einer schlechten Beziehung) oder auf einmal doch wieder das Interesse verliere (unterschwellige Angst?). Und deswegen mache ich irgendwie nichts anderes mehr, als mir darüber den Kopf zu zerbrechen. Als wäre das mein einziger Lebensinhalt

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1. April um 18:49

Hm, das hört sich irgendwie wieder nach der Anstrengung an, von der ich anfangs sprach. Ich will doch jetzt jemand zum kuscheln, und nicht ewig suchen und drauf hin arbeiten.

Ich denke, dann läuft es doch darauf hinaus, dass Beziehungen nichts für mich sind und ich mir lieber eine Ablenkung suchen sollte, als zu träumen.

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3. April um 8:44
In Antwort auf acryl

Nun, ich muss ja erstmal eine gute Beziehung finden. Das erscheint mir alles andere als leicht.

Im Moment ist es wie gesagt so, dass ich schon Interesse an anderen habe, aber mich entweder nicht traue weiter zu gehen (weil Angst vor Korb oder einer schlechten Beziehung) oder auf einmal doch wieder das Interesse verliere (unterschwellige Angst?). Und deswegen mache ich irgendwie nichts anderes mehr, als mir darüber den Kopf zu zerbrechen. Als wäre das mein einziger Lebensinhalt

Wer nicht wagt, der nicht gewinnt.

Enttäuschungen, Liebeskummer und Körbe gehören eben auch zur Lebenserfahrung.

Mit Deiner negaiven Einstellung dürfte sich niemand einen Hund oder eine Katze halten. Denn die werden eher sterben als der Halter. Er weiss also bei der Anschaffung schon, dass er irgendwann traurig sein wird und schafft sich deshalb erst gar keinen an.

Und warum halten die Leute sich trotzdem Tiere?
Weil die Vorteile überwiegen...

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