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Wielange ist Trauer nach einer Trennung normal?

28. Dezember 2018 um 20:13

Hallo zusammen,
ich bin nun schon seit ein paar Monaten stiller Mitleser und konnte hier auch schon einige Tipps bezüglich des Umgangs mit einer Trennung für mich mitnehmen.

Zu mir ich bin männlich 28 Jahre alt und wurde Anfang des Jahres von meiner damaligen Freundin verlassen. (29 Jahre) Dies war meine dritte aber definitiv intensivste Beziehung (im Bezug auf Gefühle, Gemeinsamkeiten etc). Sie dauerte allerdings „nur“ 7 Monate. (Die anderen gingen 2-3 Jahre).
Noch nie habe ich für einen Menschen derartige Gefühle gespürt, noch nie war ich nach einer Beziehung so zerstört wie nach dieser.

Wie sich herausstellte war ich für Sie leider „nur“ ein Trostpflaster und ihre Gefühle galten ihrem Ex Freund. Die beiden hatten sich 3 Monate bevor wir zusammen kamen nach mehreren On/Offs endgültig getrennt. Nachdem ich merkte das irgendetwas mit ihr nicht stimmte, weil sie sehr abweisend wurde redeten wir lange und sie gestand mir dass Sie das mit mir nicht könnte da sie noch etwas für ihn empfindet und beendete es mit uns.
Dabei versicherte Sie mir aber auch unter Tränen, dass Sie während unserer Zeit immer Treu war, aber ihre Gefühle für mich einfach nicht reichen.

Ich denke sie war sich ihrer Gefühle schon etwas länger sicher.

Danach begann das übliche. Kontaktsperre und Ablenkung. Mit einem Unterschied: Mir ging es so dreckig wie noch nie… Ich habe den Sommer über viel Zeit mit Sport und Freunden verbracht, habe versucht abzuschließen und nach vorne zu blicken, nur komme ich auch nach bald fast einem Jahr nicht über Sie und die Beziehung hinweg.

Es gibt kaum einen Tag an dem ich nicht an Sie denke. Oft verfolgt Sie mich noch im Traum. Noch nie habe ich mich so benutzt, weggeworfen und einsam gefühlt.


Der Hauptgrund weshalb ich nun Rat suche ist jetzt folgender: Mittlerweile kommt in mir die Angst auf, dass ich vielleicht in Depressionen verfallen könnte oder schon bin? Ich habe das Gefühl immer noch sehr in der Trauer zuhängen. Sobald Sie ein neues Bild von sich in den sozialen Medien postet könnte man sagen "Ist der Tag gelaufen". Ich glaube manchmal immer noch "Sie überall zu sehen".

Welcher Zeitraum ist nach so einer Trennung "normal" und ab wann sollte ich mir sorgen machen, wenn es nicht mal besser wird? Warum dauert es diesmal soooo lange? Gibt es eventuell noch gute Tipps gegen diesen Schmerz? 


Achja.. vielleicht noch zur Info. Bei meinen anderen Beziehungen war das Thema nach den Trennungen für mich bereits nach maximal zwei Monaten immer komplett abgehakt. Doch in diesem Fall macht mich das noch immer ganz schön fertig…

Vielen Dank an jeden fürs lesen.
Für jeden Ratschlag bin ich euch sehr dankbar!

Schönen Abend noch!
 

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28. Dezember 2018 um 22:46

So ging es mir auch mal... ich habe den Mann abgöttisch geliebt, für mich passte alles. Dennoch wollte er nur eine Affäre und beendete das mit uns still und heimlich, in dem er mit einer anderen Frau eine Beziehung einging. Erfahren habe ich es über Facebook, geänderter Beziehungsstatus 🙄 Unter dieser Trennung litt ich sage und schreibe zwei volle Jahre! Ich konnte nicht abschließen, hab das alles nicht verstanden und er war zu keiner fairen Klärung bereit. Mir ging es lange sehr dreckig. Nichts half. Ich war irgendwann so fixiert auf ihn, dass ich beschloss mir ein Double zu suchen 🤦🏻‍♀️ Also ein Ebenbuld, zumindest charakterlich. Das hat zwei Jahre gedauert. Dann fand ich das Double - nicht optisch, aber vom Rest. Das ging drei Monate gut, dann war der Ofen wieder aus. Wieder litt ich darunter, diesmal aber weniger lang. Ich besorgte mit dennoch Antidepressiva. Mit denen ging es nach vier Wochen wieder bergauf. Ich erkannte, dass das Müll war was ich tat. Ich konnte fortan gut damit leben. Und es dauerte nicht lang, bis ich dann eine vernünftige Beziehung eingehen konnte, die zwei Jahre hielt und nichts mit dem damaligen Mann zu tun hatte. 

Ich vermute du kannst nicht abschließen. Wenn das nicht geht, dann hängst du in der Schleife fest. Vielleicht stellst du sie unbewusst auf ein Podest (das tat ich damals), hast dich in die Idee verrannt, dass sie so perfekt ist, dass es nur sie sein darf (auch das tat ich). 

Was dagegen hilft? Bei mir damals leider nur Antidepressiva und Zeit.

Ich muss dir allerdings sagen, dass ich auch heute noch, fast 9 Jahre (!) nach der Trennung weiche Knie bekomme, wenn ich mir seine Bilder ansehe... er hat sich in mein Herz gefressen wie Säure, den bekomm ich da nie wieder zu hundert Prozent heraus. Aber es tut nicht mehr weh und ich kann heute dennoch wieder normale Beziehungen führen, die dadurch nicht belastet werden. 

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28. Dezember 2018 um 23:35
In Antwort auf palermo199

Hallo zusammen,
ich bin nun schon seit ein paar Monaten stiller Mitleser und konnte hier auch schon einige Tipps bezüglich des Umgangs mit einer Trennung für mich mitnehmen.

Zu mir ich bin männlich 28 Jahre alt und wurde Anfang des Jahres von meiner damaligen Freundin verlassen. (29 Jahre) Dies war meine dritte aber definitiv intensivste Beziehung (im Bezug auf Gefühle, Gemeinsamkeiten etc). Sie dauerte allerdings „nur“ 7 Monate. (Die anderen gingen 2-3 Jahre).
Noch nie habe ich für einen Menschen derartige Gefühle gespürt, noch nie war ich nach einer Beziehung so zerstört wie nach dieser.

Wie sich herausstellte war ich für Sie leider „nur“ ein Trostpflaster und ihre Gefühle galten ihrem Ex Freund. Die beiden hatten sich 3 Monate bevor wir zusammen kamen nach mehreren On/Offs endgültig getrennt. Nachdem ich merkte das irgendetwas mit ihr nicht stimmte, weil sie sehr abweisend wurde redeten wir lange und sie gestand mir dass Sie das mit mir nicht könnte da sie noch etwas für ihn empfindet und beendete es mit uns.
Dabei versicherte Sie mir aber auch unter Tränen, dass Sie während unserer Zeit immer Treu war, aber ihre Gefühle für mich einfach nicht reichen.

Ich denke sie war sich ihrer Gefühle schon etwas länger sicher.

Danach begann das übliche. Kontaktsperre und Ablenkung. Mit einem Unterschied: Mir ging es so dreckig wie noch nie… Ich habe den Sommer über viel Zeit mit Sport und Freunden verbracht, habe versucht abzuschließen und nach vorne zu blicken, nur komme ich auch nach bald fast einem Jahr nicht über Sie und die Beziehung hinweg.

Es gibt kaum einen Tag an dem ich nicht an Sie denke. Oft verfolgt Sie mich noch im Traum. Noch nie habe ich mich so benutzt, weggeworfen und einsam gefühlt.


Der Hauptgrund weshalb ich nun Rat suche ist jetzt folgender: Mittlerweile kommt in mir die Angst auf, dass ich vielleicht in Depressionen verfallen könnte oder schon bin? Ich habe das Gefühl immer noch sehr in der Trauer zuhängen. Sobald Sie ein neues Bild von sich in den sozialen Medien postet könnte man sagen "Ist der Tag gelaufen". Ich glaube manchmal immer noch "Sie überall zu sehen".

Welcher Zeitraum ist nach so einer Trennung "normal" und ab wann sollte ich mir sorgen machen, wenn es nicht mal besser wird? Warum dauert es diesmal soooo lange? Gibt es eventuell noch gute Tipps gegen diesen Schmerz? 


Achja.. vielleicht noch zur Info. Bei meinen anderen Beziehungen war das Thema nach den Trennungen für mich bereits nach maximal zwei Monaten immer komplett abgehakt. Doch in diesem Fall macht mich das noch immer ganz schön fertig…

Vielen Dank an jeden fürs lesen.
Für jeden Ratschlag bin ich euch sehr dankbar!

Schönen Abend noch!
 

oweia, liest sich schlimm. Ich habe irgendwo gelesen, dass sich Liebeskummer bis zu zwei Jahren hinziehen kann. Ich habe zwar alle meine Beziehungen beendet, aber ich fand es immer dann am schwierigsten, wenn ich nicht alle Fragen, die zur Trennung führten, für mich richtig aufklären konnte. 

Eine Ursache für deinen außergewöhnlichen Schmerz könnte sein, dass du dich nicht bloss benutzt/verletzt fühlst, sondern du auch (unbewust?) bemerkst bzw. fühlst, dass ihr als Paar eigentlich nie eine reelle Chance hattet, dadurch das sie gefühlmäßig überhaupt nicht verfügbar war. Wer weiß, ob ihr überhaupt zusammen gepasst hättet unter anderen Bedingungen?! Vielleicht wäre sie unter fairen Bedingungen gar nicht dein Typ gewesen. Vielleicht ist deine Illusion von ihr viel perfekter als sie es je war/ist. 

Du schaffst das schon. 


 

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28. Dezember 2018 um 23:38
In Antwort auf palermo199

Hallo zusammen,
ich bin nun schon seit ein paar Monaten stiller Mitleser und konnte hier auch schon einige Tipps bezüglich des Umgangs mit einer Trennung für mich mitnehmen.

Zu mir ich bin männlich 28 Jahre alt und wurde Anfang des Jahres von meiner damaligen Freundin verlassen. (29 Jahre) Dies war meine dritte aber definitiv intensivste Beziehung (im Bezug auf Gefühle, Gemeinsamkeiten etc). Sie dauerte allerdings „nur“ 7 Monate. (Die anderen gingen 2-3 Jahre).
Noch nie habe ich für einen Menschen derartige Gefühle gespürt, noch nie war ich nach einer Beziehung so zerstört wie nach dieser.

Wie sich herausstellte war ich für Sie leider „nur“ ein Trostpflaster und ihre Gefühle galten ihrem Ex Freund. Die beiden hatten sich 3 Monate bevor wir zusammen kamen nach mehreren On/Offs endgültig getrennt. Nachdem ich merkte das irgendetwas mit ihr nicht stimmte, weil sie sehr abweisend wurde redeten wir lange und sie gestand mir dass Sie das mit mir nicht könnte da sie noch etwas für ihn empfindet und beendete es mit uns.
Dabei versicherte Sie mir aber auch unter Tränen, dass Sie während unserer Zeit immer Treu war, aber ihre Gefühle für mich einfach nicht reichen.

Ich denke sie war sich ihrer Gefühle schon etwas länger sicher.

Danach begann das übliche. Kontaktsperre und Ablenkung. Mit einem Unterschied: Mir ging es so dreckig wie noch nie… Ich habe den Sommer über viel Zeit mit Sport und Freunden verbracht, habe versucht abzuschließen und nach vorne zu blicken, nur komme ich auch nach bald fast einem Jahr nicht über Sie und die Beziehung hinweg.

Es gibt kaum einen Tag an dem ich nicht an Sie denke. Oft verfolgt Sie mich noch im Traum. Noch nie habe ich mich so benutzt, weggeworfen und einsam gefühlt.


Der Hauptgrund weshalb ich nun Rat suche ist jetzt folgender: Mittlerweile kommt in mir die Angst auf, dass ich vielleicht in Depressionen verfallen könnte oder schon bin? Ich habe das Gefühl immer noch sehr in der Trauer zuhängen. Sobald Sie ein neues Bild von sich in den sozialen Medien postet könnte man sagen "Ist der Tag gelaufen". Ich glaube manchmal immer noch "Sie überall zu sehen".

Welcher Zeitraum ist nach so einer Trennung "normal" und ab wann sollte ich mir sorgen machen, wenn es nicht mal besser wird? Warum dauert es diesmal soooo lange? Gibt es eventuell noch gute Tipps gegen diesen Schmerz? 


Achja.. vielleicht noch zur Info. Bei meinen anderen Beziehungen war das Thema nach den Trennungen für mich bereits nach maximal zwei Monaten immer komplett abgehakt. Doch in diesem Fall macht mich das noch immer ganz schön fertig…

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Schönen Abend noch!
 

P.S. am besten beobachtest du sie nicht mehr! Hier hilft dir nur noch: aus den Augen aus den Sinn.

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29. Dezember 2018 um 10:23
In Antwort auf palermo199

Hallo zusammen,
ich bin nun schon seit ein paar Monaten stiller Mitleser und konnte hier auch schon einige Tipps bezüglich des Umgangs mit einer Trennung für mich mitnehmen.

Zu mir ich bin männlich 28 Jahre alt und wurde Anfang des Jahres von meiner damaligen Freundin verlassen. (29 Jahre) Dies war meine dritte aber definitiv intensivste Beziehung (im Bezug auf Gefühle, Gemeinsamkeiten etc). Sie dauerte allerdings „nur“ 7 Monate. (Die anderen gingen 2-3 Jahre).
Noch nie habe ich für einen Menschen derartige Gefühle gespürt, noch nie war ich nach einer Beziehung so zerstört wie nach dieser.

Wie sich herausstellte war ich für Sie leider „nur“ ein Trostpflaster und ihre Gefühle galten ihrem Ex Freund. Die beiden hatten sich 3 Monate bevor wir zusammen kamen nach mehreren On/Offs endgültig getrennt. Nachdem ich merkte das irgendetwas mit ihr nicht stimmte, weil sie sehr abweisend wurde redeten wir lange und sie gestand mir dass Sie das mit mir nicht könnte da sie noch etwas für ihn empfindet und beendete es mit uns.
Dabei versicherte Sie mir aber auch unter Tränen, dass Sie während unserer Zeit immer Treu war, aber ihre Gefühle für mich einfach nicht reichen.

Ich denke sie war sich ihrer Gefühle schon etwas länger sicher.

Danach begann das übliche. Kontaktsperre und Ablenkung. Mit einem Unterschied: Mir ging es so dreckig wie noch nie… Ich habe den Sommer über viel Zeit mit Sport und Freunden verbracht, habe versucht abzuschließen und nach vorne zu blicken, nur komme ich auch nach bald fast einem Jahr nicht über Sie und die Beziehung hinweg.

Es gibt kaum einen Tag an dem ich nicht an Sie denke. Oft verfolgt Sie mich noch im Traum. Noch nie habe ich mich so benutzt, weggeworfen und einsam gefühlt.


Der Hauptgrund weshalb ich nun Rat suche ist jetzt folgender: Mittlerweile kommt in mir die Angst auf, dass ich vielleicht in Depressionen verfallen könnte oder schon bin? Ich habe das Gefühl immer noch sehr in der Trauer zuhängen. Sobald Sie ein neues Bild von sich in den sozialen Medien postet könnte man sagen "Ist der Tag gelaufen". Ich glaube manchmal immer noch "Sie überall zu sehen".

Welcher Zeitraum ist nach so einer Trennung "normal" und ab wann sollte ich mir sorgen machen, wenn es nicht mal besser wird? Warum dauert es diesmal soooo lange? Gibt es eventuell noch gute Tipps gegen diesen Schmerz? 


Achja.. vielleicht noch zur Info. Bei meinen anderen Beziehungen war das Thema nach den Trennungen für mich bereits nach maximal zwei Monaten immer komplett abgehakt. Doch in diesem Fall macht mich das noch immer ganz schön fertig…

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Unerwiderte Liebe ist ein Dilemma. 

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30. Dezember 2018 um 6:52
In Antwort auf palermo199

Hallo zusammen,
ich bin nun schon seit ein paar Monaten stiller Mitleser und konnte hier auch schon einige Tipps bezüglich des Umgangs mit einer Trennung für mich mitnehmen.

Zu mir ich bin männlich 28 Jahre alt und wurde Anfang des Jahres von meiner damaligen Freundin verlassen. (29 Jahre) Dies war meine dritte aber definitiv intensivste Beziehung (im Bezug auf Gefühle, Gemeinsamkeiten etc). Sie dauerte allerdings „nur“ 7 Monate. (Die anderen gingen 2-3 Jahre).
Noch nie habe ich für einen Menschen derartige Gefühle gespürt, noch nie war ich nach einer Beziehung so zerstört wie nach dieser.

Wie sich herausstellte war ich für Sie leider „nur“ ein Trostpflaster und ihre Gefühle galten ihrem Ex Freund. Die beiden hatten sich 3 Monate bevor wir zusammen kamen nach mehreren On/Offs endgültig getrennt. Nachdem ich merkte das irgendetwas mit ihr nicht stimmte, weil sie sehr abweisend wurde redeten wir lange und sie gestand mir dass Sie das mit mir nicht könnte da sie noch etwas für ihn empfindet und beendete es mit uns.
Dabei versicherte Sie mir aber auch unter Tränen, dass Sie während unserer Zeit immer Treu war, aber ihre Gefühle für mich einfach nicht reichen.

Ich denke sie war sich ihrer Gefühle schon etwas länger sicher.

Danach begann das übliche. Kontaktsperre und Ablenkung. Mit einem Unterschied: Mir ging es so dreckig wie noch nie… Ich habe den Sommer über viel Zeit mit Sport und Freunden verbracht, habe versucht abzuschließen und nach vorne zu blicken, nur komme ich auch nach bald fast einem Jahr nicht über Sie und die Beziehung hinweg.

Es gibt kaum einen Tag an dem ich nicht an Sie denke. Oft verfolgt Sie mich noch im Traum. Noch nie habe ich mich so benutzt, weggeworfen und einsam gefühlt.


Der Hauptgrund weshalb ich nun Rat suche ist jetzt folgender: Mittlerweile kommt in mir die Angst auf, dass ich vielleicht in Depressionen verfallen könnte oder schon bin? Ich habe das Gefühl immer noch sehr in der Trauer zuhängen. Sobald Sie ein neues Bild von sich in den sozialen Medien postet könnte man sagen "Ist der Tag gelaufen". Ich glaube manchmal immer noch "Sie überall zu sehen".

Welcher Zeitraum ist nach so einer Trennung "normal" und ab wann sollte ich mir sorgen machen, wenn es nicht mal besser wird? Warum dauert es diesmal soooo lange? Gibt es eventuell noch gute Tipps gegen diesen Schmerz? 


Achja.. vielleicht noch zur Info. Bei meinen anderen Beziehungen war das Thema nach den Trennungen für mich bereits nach maximal zwei Monaten immer komplett abgehakt. Doch in diesem Fall macht mich das noch immer ganz schön fertig…

Vielen Dank an jeden fürs lesen.
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Als erstes wuerde  ich ihr nicht mehr in den sozialen Medien folgen um mir ihre Bilder ansehen. 

Das ist sehr kontraproduktiv. 

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30. Dezember 2018 um 9:36
In Antwort auf palermo199

Hallo zusammen,
ich bin nun schon seit ein paar Monaten stiller Mitleser und konnte hier auch schon einige Tipps bezüglich des Umgangs mit einer Trennung für mich mitnehmen.

Zu mir ich bin männlich 28 Jahre alt und wurde Anfang des Jahres von meiner damaligen Freundin verlassen. (29 Jahre) Dies war meine dritte aber definitiv intensivste Beziehung (im Bezug auf Gefühle, Gemeinsamkeiten etc). Sie dauerte allerdings „nur“ 7 Monate. (Die anderen gingen 2-3 Jahre).
Noch nie habe ich für einen Menschen derartige Gefühle gespürt, noch nie war ich nach einer Beziehung so zerstört wie nach dieser.

Wie sich herausstellte war ich für Sie leider „nur“ ein Trostpflaster und ihre Gefühle galten ihrem Ex Freund. Die beiden hatten sich 3 Monate bevor wir zusammen kamen nach mehreren On/Offs endgültig getrennt. Nachdem ich merkte das irgendetwas mit ihr nicht stimmte, weil sie sehr abweisend wurde redeten wir lange und sie gestand mir dass Sie das mit mir nicht könnte da sie noch etwas für ihn empfindet und beendete es mit uns.
Dabei versicherte Sie mir aber auch unter Tränen, dass Sie während unserer Zeit immer Treu war, aber ihre Gefühle für mich einfach nicht reichen.

Ich denke sie war sich ihrer Gefühle schon etwas länger sicher.

Danach begann das übliche. Kontaktsperre und Ablenkung. Mit einem Unterschied: Mir ging es so dreckig wie noch nie… Ich habe den Sommer über viel Zeit mit Sport und Freunden verbracht, habe versucht abzuschließen und nach vorne zu blicken, nur komme ich auch nach bald fast einem Jahr nicht über Sie und die Beziehung hinweg.

Es gibt kaum einen Tag an dem ich nicht an Sie denke. Oft verfolgt Sie mich noch im Traum. Noch nie habe ich mich so benutzt, weggeworfen und einsam gefühlt.


Der Hauptgrund weshalb ich nun Rat suche ist jetzt folgender: Mittlerweile kommt in mir die Angst auf, dass ich vielleicht in Depressionen verfallen könnte oder schon bin? Ich habe das Gefühl immer noch sehr in der Trauer zuhängen. Sobald Sie ein neues Bild von sich in den sozialen Medien postet könnte man sagen "Ist der Tag gelaufen". Ich glaube manchmal immer noch "Sie überall zu sehen".

Welcher Zeitraum ist nach so einer Trennung "normal" und ab wann sollte ich mir sorgen machen, wenn es nicht mal besser wird? Warum dauert es diesmal soooo lange? Gibt es eventuell noch gute Tipps gegen diesen Schmerz? 


Achja.. vielleicht noch zur Info. Bei meinen anderen Beziehungen war das Thema nach den Trennungen für mich bereits nach maximal zwei Monaten immer komplett abgehakt. Doch in diesem Fall macht mich das noch immer ganz schön fertig…

Vielen Dank an jeden fürs lesen.
Für jeden Ratschlag bin ich euch sehr dankbar!

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Auch ich habe 2 Beziehungen hinter mir, wovon die erste 10 Jahre dauerte und die zweite 2 Jahre. Dennoch war ich nach der ersten Beziehung nicht so fertig, wie nach der zeiten. Die letzte hielt nur 2,5 Jahre, war aber dennoch meine schoenste und  intensivste. Und auch wenn sie kuerzer war, ich bin danach in teiefste Depressionen gefallen, die fast zum Selbstmord reichten. ich konnte und wollte nicht mehr arbeiten, obwohl ich meinen Job echt geliebt habe. Meine Aerztin wollte mich schon in eine Psychiatrie stecken, aber ich wollte das nicht. Auch ich habe versucht, mich die ganze Zeit abzulenken und so weiter. Aber weisst du, das ist nicht das, was du tun solltest. Jedenfalls nicht mehr. Ich habe meinem Ex noch 2 ganze Jahre hinterher gehangen. Und selbst jetzt denke ich noch an ihn. Aber der Punkt ist, du musst dich damit intensiv beschaeftigen. Wenn du das Gefuehl hast, weinen zu muessen, tu es. Alle Gefuehle, die in dir hochkommen, lass sie zu. Verdraenge sie nicht. Denn dadurch kommt es erst zu den Depressionen. Oder zumindest teilweise. Du musst deine Gefuehle so akzeptieren wie sie sind. Versuche deine Freundin dann immer weiter loszulassen. Jede so intensive Liebe bleibt in deinem Herzen, fuer immer. Man sagt auch, Zeit heilt alle Wunden. Ich halte das fuer Unsinn. Die Zeit kann eine Wunde nur verblassen lassen, aber heilen kannst sie nur du selbst. 
Bei mir gab es dann einen Punkt, an dem ich mir selbst sagte, ich moechte wieder frei sein. Ich habe wieder mit dem angefangen, was mir Spass macht. Und einige Zeit spaeter lernte ich jemanden kennen. Er hat mir in meinem Leben viel geholfen und mich inspiriert. Er hat mir gezeigt, wie schoen das Leben ist und das ich es geniessen sollte. In vollen Zuegen und mit Hingabe. 
Du brauchst Menschen um dich herum, die dich befluegeln und dich inspirieren. Ich lese auch zum Beispiel Selbsthilfebuecher. So bescheuert das auch klingen mag, aber glaub mir, du bekommst auch schon mal einen Aha- Effekt. Hoffe ich konnte dir etwas weiter helfen und dich aufmuntern. 
LG Sanjana

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3. Januar um 11:15

Hallo zusammen,

ersteinmal vielen Dank für die ganzen Antworten hier. Um es klarzustellen: Selbstmordgedanken sind für mich absolut kein Thema.

Ich bekomme "die Tür" nur noch nicht so wirklich zu.
Das mag zu einen daran liegen, dass ich ihr nie sagen konnte wie schmerzhaft die Trennung für mich war (man(n) will ja auch nicht als Weichei rüberkommen) und ich nicht auf alles eine Antwort habe. Ich hatte auch noch bei keinem Beziehungsanfang so ein unbeschreibliches Gefühl für jemanden. Man könnte sagen die Latte liegt nun so hoch, dass ich Angst habe nie wieder soviel für jemanden empfinden zu können.. Ein wenig ist der glaube an die Liebe einfach verloren gegangen.

Trotzdem vielen dank für die Tipps.

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