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Wieder in die Stadt? Großwerden Kindheit Stadt versus Land

3. Juli 2014 um 21:07

Wir sind mit Kind (schwanger) aufs Land gezogen. Heute, vier Jahre später haben wir uns kaum eingelebt.
Kaum Kontakte.
Kind ist wegen ganz weniger Kinder im selben Alter im Kindergarten kaum zu Kindern gekommen.

Ich selber fühle mich eher unwohl. Ich bin Akademikerin, finde kaum Leute auf meiner Wellenlänge. Mir fehlt auch einfach ein wenig das Leben, das Bunte, ein wenig Treiben.

Klar gibt es hier einige Vorteile pragmatischer sowie finanzieller Art. Aber: Das Wohlbefinden bleibt aus.

Es ist einfach sehr unlebendig. Nun ein Jahr vor der Einschulung überlegen wir den Schritt in die Stadt zurückzuwagen. Als Nachteile fallen mir ein:

Kind steht vor Straße in der Stadt.
Kosten.

Doch muss ich bei uns zu Hause auch genauso aufpassen. Auch wenn nur selten Verkehr herrscht. Alleine rauslassen kann man Kind auch nicht.

Zum Kostenpunkt: Wäre machbar.

Ich denke kurz vor der Einschulung wäre ein Absprung nochmal möglich und bin gerade hin-, und hergerissen.

Wie fühlt ihr euch mit Kindern in der Stadt, auf dem Land?

Ich denke mittlerweile, dass man den Kindern das Landleben in der Stadt in Form von Ausflügen, vielleicht einer Wohnlage neben einem Wald-, oder Feldgebiet genauso nah bringen kann.

Ich bin eigentlich ein Mensch, der schnell Kontakte schließen kann, aber hier ist es mir in den nun fünf Jahren nicht gelungen. Mir fehlen Gespräche zu gleichgesinnten. Man muss für alles sehr weit fahren.

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6. Juli 2014 um 14:17

Ich kann auf dem Land nicht leben
eine Freundin von mir ist auf dem Land groß geworden, hat sich in Vereinen engagiert etc. und ist allgemein eine sehr "bodenständige" Persönlichkeit - im übrigen aber auch Akademikerin. Trotzdem steht sie auf dieses Leben und mit Leuten, die ein bisschen ab der Norm sind, kann sie kaum was anfangen.

Eine gewisse Ruhe und Naturverbundenheit, die das Landleben so mit sich bringt, würde mich zwar auch ansprechen, grundsätzlich aber schränkt mich die oftmals ausgeprägte Biederkeit der Landbevölkerung eher ab.

Als Kind habe ich eine Weile auf dem Dorf gelebt, das "draußen spielen" war natürlich ganz schön, aber das machen die Kleinen heute ja ohnehin nicht mehr so sehr im großen Stil nehme ich an. Ich hatte immer Freunde, habe dann aber scAnfang der Pubertät gemerkt, dass ich schon anders gestrickt bin, als die meisten anderen dort. Glücklicherweise sind wir dann weggezogen.

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6. Juli 2014 um 21:37
In Antwort auf fuesseimsand

Ich kann auf dem Land nicht leben
eine Freundin von mir ist auf dem Land groß geworden, hat sich in Vereinen engagiert etc. und ist allgemein eine sehr "bodenständige" Persönlichkeit - im übrigen aber auch Akademikerin. Trotzdem steht sie auf dieses Leben und mit Leuten, die ein bisschen ab der Norm sind, kann sie kaum was anfangen.

Eine gewisse Ruhe und Naturverbundenheit, die das Landleben so mit sich bringt, würde mich zwar auch ansprechen, grundsätzlich aber schränkt mich die oftmals ausgeprägte Biederkeit der Landbevölkerung eher ab.

Als Kind habe ich eine Weile auf dem Dorf gelebt, das "draußen spielen" war natürlich ganz schön, aber das machen die Kleinen heute ja ohnehin nicht mehr so sehr im großen Stil nehme ich an. Ich hatte immer Freunde, habe dann aber scAnfang der Pubertät gemerkt, dass ich schon anders gestrickt bin, als die meisten anderen dort. Glücklicherweise sind wir dann weggezogen.

"ausgeprägte Biederkeit der Landbevölkerung"
Sowas nenne ich ausgeprägte Überheblichkeit eines Stadtmenschen.

Ich bin auf dem Land groß geworden und habe es geliebt. Mehr Freiheit kann es für ein Kind nicht geben.
Ich habe studiert und lebe nur der Arbeit wegen in der Stadt, was hoffe ich nicht ewig so sein wird, denn für mich gibt es nichts schöneres als morgens durch das Gezwitscher von Singvögel geweckt zu werden. Ich genieße es aus dem Haus gehen zu können und nicht direkt mit Morgenmuffeln konfrontiert zu werden... Ich liebe es mich an meinem Blumengarten zu erfreuen und ich hasse es, dass ich das nur am Wochenende nach einer 2-stündigen Autofahrt haben kann.

Wenn ich mal Kinder habe, dann garantiert nicht in der Stadt. Ich möchte, dass sie aufwachsen können, wie ich es durfte, mit Kontakt zu Tieren, der Erde, mit täglichen kleinen Entdeckungen, die so simple und zugleich so faszienierend sind, dass man stundenlang zuschauen kann.
Ich möchte das meine Kinder raus an die frisch(!) Luft gehen können und das sie toben können ohne das sich Nachbarn direkt beschweren. Ich möchte, dass sie lernen das es mehr gibt als Fernseher, Computer, Handys und Spielekonsolen...

Ich freue mich immer, wenn ich aus der Stadt raus komme und endlich meine Ruhe genießen kann...

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7. Juli 2014 um 13:34

Stadt ist nicht gleich Stadt
und Land ist nicht gleich Land.

In einer richtigen Großstadt würde ich mich nie lange wohlfühlen, auf dem platten Land wo gar nichts ist aber auch nicht.

Ich bin in einem Doft aufgewachsen das zu einer Kleinstadt gehört. In dem Doft gibt es einen Supermarkt, eine Pizzeria, eine Kneipe und Sportvereine etc.. Also alles was man jeden Tag mal braucht. In der Kleinstadt gibt es dann auch eine richtige Fußgängerzone mit Geschäften und allem. Die Stadt liegt 5min. mit dem Auto und ca. 10 bis 15min mit dem Rad weg, zusätzlich fahren Busse. Die nächstgrößere Stadt ist auch gut erreichbar (20min mit dem Auto 15min mit den Zug). Dort gibt es dann echt alles Geschäfte, Bars, Clubs. Im allgemeinen wohne ich zwar ländlich habe aber eine super Verkehrsanbindung. Ich fand es immer perfekt so und würde nie wo anders hingehen. In so einer Wohnlage kann man alle Vorteile von Stadt und Land nutzen. Noch dazu sind in solchen Gegenden die Jobangebote meistens sehr sind, also bei uns zumindest.

Vielleicht ist das ja einer Alternative für dich

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