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Wie wichtig sind Idealvorstellungen?

15. Oktober 2010 um 8:31

Ein jeder von uns hat wohl so seine Vorstellungen von dem Partner über Aussehen, Charakter, Alter. Doch wie wichtig sind diese eigentlich. Es heißt ja, es kommt doch auf die inneren Werte an, was ich ja auch ganz vernünftig finde, doch sind diese wohl im ersten Moment nicht gleich erkennbar, so dass eben doch das Äußere der erste Eindruck ist, ob man jemanden symphatisch und attraktiv findet.
Ich gehör wohl (leider) zum klassischen Klischee. Er sollte halbwegs attraktiv, älter und größer sein mit dem entsprechenden Charakter (wie gesagt sollte, ergibt sich was anderes - auch gut). Ich habe jedoch die Erfahrung gemacht, dass es wohl durchaus auch anders funktioniert (wenn auch nur kurz). Wir hatten uns wochenlang geschrieben und telefoniert, ich hatte mich in die ruhige Art seiner Stimme und die Art und Weise, wie er schrieb, doch tatsächlich verliebt. Er war eigentlich absolut nicht mein Typ und zudem auch noch etwas jünger. Wir hatten ein paar schöne Momente in der Zeit, die uns blieb. Am Ende hieß es dann, er komme mit der Entfernung nicht zurecht (500 km). Was solls, man hat sich halt umsonst in etwas hineingesteigert oder hätte wohl vorher sein Hirn einschalten sollen.
Also wozu soll man dann auf seine Idealvorstellungen verzichten, wenn es am Ende ja doch nicht funktioniert. Ist mir klar, dass man es nicht pauschalisieren kann, aber besteht nicht wirklich die Gefahr, spätestens wenn in einer Beziehung der Alltag mehr oder weniger einzieht, dass einem diese Dinge, auf die man verzichtet hat, einem dann auf die Füße fallen?

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15. Oktober 2010 um 9:39

Ich will nichts besitzen!
ich klammer mich ja nicht an diesen Vorstellungen, es sind Wünsche und Wünsche werden in den seltensten Fällen erfüllt, soll nicht heißen, dass ich unzufrieden wäre, wenn ein Zukünftiger eben nicht das alles erfüllt. Und besitzen wöllt ich niemanden, jeder ist ein freier Mensch, ich würde niemals jemanden an mich binden wollen, wenn er es selber nicht will. Die Symphatie muss in erster Linie stimmen und alles andere wird man sehen. Für mich spielt die Zeit eine große Rolle und ich denk schon, dass sich auch im Laufe der Zeit etwas entwickeln könnte, wenn das zwischenmenschliche stimmt. Aber ist interessant zu hören, was andere so drüber denken.

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15. Oktober 2010 um 10:20

Kein Traummann
Mir geht es nicht darum, einen Traummann zu finden oder einen schönen Mann zu haben. Schönheit ist relativ und vergänglich und einen schönen Mann hat man eh nicht für sich allein. Ich denke aber, ich möchte meinen Partner attraktiv finden, Attraktivität definiert jeder für sich anders. Anlass zu dem Ganzen hier ist eigentlich ein Film, der vor kurzem im Fernsehen lief und das Thema ganz gut präsentiert hat, wenn auch für meinen Geschmack eben etwas zu heftig. Ein junger Kerl hat ne Gehirnwäsche von nem Psycho-Onkel bekommen, weil er nur aufs Äußere geachtet hat, nur auf gut aussehende Damen aus war und selber keine Schönheit war. Ende war, er sah nur noch die innere Schönheit, obwohl die Damen dann an die 150 kg wogen und entschied sich für eine. Okay, es ist ein Film, aber um dieses Prinzip gehts ja eigentlich. Ich kann mir nicht vorstellen, nur weil einer nen super Charakter hat, dass ich so völlig das Äußere außer acht lassen würde. Andererseits wahrt man aber vielleicht eh den Abstand, wenn es so völlig jenseits der eigenen Vorstellungen ist. Klingt grad saublöd, aber ich kanns nicht anders beschreiben. Na ja, ihr könnt mir ja weiter den Kopf waschen, grins.

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15. Oktober 2010 um 11:45


mein ehemann entspricht in vielen dingen nicht dem, was ich mal haben wollte (ausser optisch....) und ich liebe ihn über alles...weil ich gemerkt habe, wie dumm manche idealvorstellungen sind...

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15. Oktober 2010 um 11:57

Kompliziertes Thema
also ich merk schon, ganz so einfach ist das Thema nicht und man könnte wohl ewig darüber diskutieren, aber wie bei dir so auch bei mir, ich denke, egal wie, alles was passiert, erfüllt irgendeinen Zweck, für irgendwas soll es wohl gut sein. Mit diesen ganzen Idealen, keine Ahnung, vielleicht sollte man einfach die zeit spielen lassen und genau gucken, ob der Partner rein vom Menschlichen das ist, was man sich wünscht

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15. Oktober 2010 um 12:04

Kleines Gegenargument
Hab deinen langen Text gelesen und na ja, stimmt zwar einerseits, was du zum Ersten Eindruck schreibst, aber so überbewerten tu ich ihn den nicht, wie es anscheinend rübergekommen ist. Kleines Beispiel, mal sehen, was du davon hälst. Ich bin noch in einem anderen Chat, hab dort ein paar nette Freunde kennengelernt, mit 2 oder 3 schreib ich mich bereits seit über einem Jahr, nicht regelmäßig aber immer wieder. Und das ist dort für mich genau der Reiz, jemanden allein durch das Schreiben kennenzulernen, die Art und Weise, wie er sich ausdrückt, wie lange das Interesse bestehen bleibt, ohne dass - wie viele - man sich sofort treffen muss. Davon halte ich nichts, weil ich den Menschen eben gern auf diese Art erst einmal kennenlernen wöllte. Weiß, das widerspricht sich jetzt wohl dem anderen, was ich zum Teil schon geschrieben hab, aber Aussehen ist nicht das Non plus Ultra für mich, aber es sollte passen. Verstehst du?

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15. Oktober 2010 um 12:12

Am Ende einfach glücklich
Tja mit dem Typen, ja für mich war es eigentlich auch nur eine Ausrede, von wegen die Entfernung, wie du schon sagst, das war von vorn herein bekannt, ich seh es inzwischen auch so, dass er kein Interesse hatte, daran zu arbeiten, irgendetwas zu investieren. Es hat ne Weile ziemlich weh getan, aber jetzt ist es erledigt und aus diesem Grund ne Fernbeziehung - nein danke.
Mich abwerten? Ja vielleicht, dieses Klischee, ich hab es deshalb so geschrieben, weil ich es ehrlich gesagt ja eigentlich selber lächerlich finde und wenn man sich den Text hier mal so durchliest, wird es doch bestätigt. Wie gesagt, ich such mittlerweile nicht wirklich etwas Perfektes, eigentlich such ich gar nicht mehr, auf Krampf bringt es ja doch nix. Was die Wünsche betrifft, ich würde nicht sagen, dass es immer so ist, dass sie nicht erfüllt werden. Man kann nie wissen, was im Leben passiert, man kann sich wohl einfach nur überraschen lassen und sehen, was die Zukunft vielleicht bereit hält

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15. Oktober 2010 um 12:47

Oh na dann
in zwei Wochen hab ich wieder sturmfrei, jipiieee
da werde ich ja sehen, was passiert - lach

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16. Oktober 2010 um 19:26

Idealvorstellungen vom Charakter???
Ich hab die nur von Figur, Haarfarbe, Alter...
Und wenn man nicht gerade bei Beruf oder Hobby jemanden über längere Zeit kennen lernt werden es wohl immer solche Äußerlichkeiten sein die einen ansprechen...
Also ich würd mir 'nen Partner nicht nach inneren Werten und gutem Charakter aussuchen. Erst muß das Äußere stimmen und dann sieht man ob auch der Rest paßt...
Mit der Zeit und intensiverem Kennenlernen tritt das Äußerliche dann in den Hintergrund und die wirklich wichtigen Dinge treten in den Vordergrund, die dann letztendlich darüber entscheiden ob es geht oder nicht...

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16. Oktober 2010 um 19:58

Wie
wichtig so etwas für einen ist, entscheidet doch jeder selbst, indem er solche Idealvorstellungen festlegt, wie oberflächlich sie anderen auch erscheinen mögen.

Ich persönlich kann dazu nur sagen, daß keiner meiner Exfreunde sich vom Aussehen, Alter, Beruf etc. geglichen haben. Mich muß irgendetwas beim Gespräch persönlich ansprechen!

Und wie legst du den entsprechen Charakter fest?

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16. Oktober 2010 um 21:41

So pauschal...
kann man das ja wirklich nicht sagen, zumal du ja auch von Idealvorstellungen in verschiedenen Bereichen sprichst.
Ich glaube, jeder von uns hat einen Typ Mann/Frau, den er bevorzugt und der ihn rein optisch mehr anspricht als andere. Ich mag z.B. eher nordische Typen, also blond, groß, blauäugig. Südländische Typen fallen mir meistens kaum auf. Tatsächlich so ausgesehen hat noch keiner meiner Freunde, dafür kamen 2 von ihnen aus Lateinamerika Also, optische Vorstellungen sind eher unwichtig, wenn es über die Kennenlernphase hinausgeht.
Charakterlich ist das schon anders - ich könnte mit keinem Typen länger zusammen sein, bei dem es an Humor, Schlagfertigkeit, Selbstbewußtsein, Interesse am täglichen Leben (also über die Arbeit und die Videokonsole hinaus und so essentiellen Dingen wie Körperpflege etc. mangelt, weil es dann einfach nicht passen würde, wir würden permanent aneinander vorbei leben und hätten wahrscheinlich auch wenig gemeinsame Interessen. Auch wenn sich Gegensätze angeblich anziehen - für mich ist das nix, das wären halbherzige Kompromisse, die auf Dauer nicht funktionieren.
Alter, Beruf, Vermögen.... Eher unwichtig.
Joa, so seh ich das...

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