Forum / Liebe & Beziehung

Wie wichtig ist Spontanität in der Beziehung?

26. September um 13:28 Letzte Antwort: 3. Oktober um 11:57

Ich sage es geradeheraus: ich bin nicht besonders spontan. Spontanität bedeutet für mich, beim Einkaufen ein Eis mitzunehmen, das nicht auf der Einkaufsliste steht. Nun hab ich einen Freund, der sehr spontan ist. Er will spontan was unternehmen, spontan Sex, spontan auf Urlaub fahren. Ich blocke das jedes Mal ab und dann ist er sauer. Er weiß aber, dass ich eben kein spontaner Mensch bin (ich habe ihm das von Anfang an gesagt) und immer sehr lange brauche, um alles zu planen und zu organisieren. Das mache ich schon wochenlang im Voraus, bei Urlauben schon monatelang. Ich mag es einfach nicht, meinen Tagesablauf umzuwerfen und Veränderungen bringen mich aus dem Konzept. Ich kann schon verstehen, dass das für ihn manchmal mühsam ist, aber muss ich ihm da wirklich entgegenkommen und ihm zuliebe spontaner werden? Immerhin wusste er ja schon von Anfang an, dass ich unspontan bin. Ich habe ihm schon gesagt, dass ich es verstehen würde, wenn er die Beziehung deshalb beendet, aber das will er auch nicht. Trotzdem ist er jedes Mal wieder beleidigt, wenn ich seine spontanen Aktionen nicht mitmache. Er versucht es auch immer wieder. Was würdet ihr tun?

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26. September um 14:02

Ihr passt einfach nicht zusammen langfristig und es wird auf Dauer nicht klappen. Urlaube muss man planen,  sich Monate voraus. Das ist klar. Aber Kleinigkeiten wie ein Eis kaufen oder das Wochenende umgestalten sollten nicht solche Auswirkungen haben. Aber gut, wir sind alle unterschiedlich. Es ist eine Frage der Zeit. 

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26. September um 15:07

Sei spontan!

Ein herrliches Paradoxon der menschlichen Kommunikation...

Wenn du mit ihm mitmachst,  bist du nicht spontan,  sondern folgst ihm. Also so viel dazu. 

Ansonsten würde ich mal hinterfragen, was denn Furchtbares passiert,  wenn mal nicht alles nach Pan läuft. 

Das Leben passiert ja trotzdem. Die vermeintliche Sicherheit ist eine Illusion. Für Menschen wie dich aber Halt gebend und irgendwie ganz oben auf der Liste. 

Ehrlicher weise beneide ich dich ein bisschen drum. Bzw hätte ich dich beneidet vor ein paar Jährchen. 

Bin so meinen eigenen ambitionierten Plänen hinterher gehechelt und konnte den Moment, diese Zehntel Sekunde, in der was wunderschönes, komplett außerplanmäßige passiert, gar nicht genießen. 

Und heute?

Läuft alles. Mal nach Plan, mal nicht. Mal hab ich eine Einkaufsliste, mal keine. Vertraue meinem Instinkt und meiner Erfahrung. 

Mal macht es Spaß, was durchzutakten, mal kann ich es laufen lassen. 

Beispiel. Ich moderiere eine Klausur mit 6 Teilnehmern. Kann man was planen? Ja, zb den Zeitrahmen, die Ziele, die mit dem Geschäftsführer zuvor vereinbart hat, sollte man auch nicht aus den Augen verlieren, aber ich kann nur anleiten, nicht erzwingen, was das rauskommt. 

Ich habe ein Kind. War nicht geplant, hihi.  Mit ihm Planen? Maximal Zeitrahmen. Alles andere ist Management. Planen ist nur ein Teil. Locker in Knie und Hüfte bleiben,  dann werden Ungeplantheiten zumindest elegant genommen. 

Und spontan Sex? Ich weiß gar nicht, wie das anders gehen soll. Also wenn sich Zeit und Raum bietet, was spricht dagegen?? Oder läuft es bei euch nur samstags von 20.15 - 20.45?

Hast du Freude am Leben?

 

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26. September um 15:21
In Antwort auf cathubodura

Ich sage es geradeheraus: ich bin nicht besonders spontan. Spontanität bedeutet für mich, beim Einkaufen ein Eis mitzunehmen, das nicht auf der Einkaufsliste steht. Nun hab ich einen Freund, der sehr spontan ist. Er will spontan was unternehmen, spontan Sex, spontan auf Urlaub fahren. Ich blocke das jedes Mal ab und dann ist er sauer. Er weiß aber, dass ich eben kein spontaner Mensch bin (ich habe ihm das von Anfang an gesagt) und immer sehr lange brauche, um alles zu planen und zu organisieren. Das mache ich schon wochenlang im Voraus, bei Urlauben schon monatelang. Ich mag es einfach nicht, meinen Tagesablauf umzuwerfen und Veränderungen bringen mich aus dem Konzept. Ich kann schon verstehen, dass das für ihn manchmal mühsam ist, aber muss ich ihm da wirklich entgegenkommen und ihm zuliebe spontaner werden? Immerhin wusste er ja schon von Anfang an, dass ich unspontan bin. Ich habe ihm schon gesagt, dass ich es verstehen würde, wenn er die Beziehung deshalb beendet, aber das will er auch nicht. Trotzdem ist er jedes Mal wieder beleidigt, wenn ich seine spontanen Aktionen nicht mitmache. Er versucht es auch immer wieder. Was würdet ihr tun?

Hallo,

möchtest du selber spontaner werden und öfter mal was Ungeplantes tun? Gefällt dir dieser Charakterzug? Dann versuch, deine Beziehung als Möglichkeit zum Lernen und zur Weiterentwicklung zu nutzen, und bitte deinen Freund da ruhig auch um Hilfe.

Oder ist Spontanität für dich eigentlich gar nix Erstrebenswertes (danach hört sich dein Thread für mich eher an, aber vielleicht bist du auch nur momentan frustriert und in ein paar Tagen sieht's wieder anders aus) und du meinst bloß, du müsstest spontaner handeln, damit dein Freund nicht so oft beleidigt ist? Dann lass es, du wirst damit garantiert nicht glücklich. Entweder dein Freund passt sich an, oder ihr verteilt Zuständigkeiten (er "darf" spontan einkaufen, du "darfst" alle Urlaube Monate vorher planen), oder ihr lasst alles so laufen und du legst dir ein dickes Fell gegen seine beleidigte Reaktion zu.
Oder ihr trennt euch. Für eine Beziehung reicht Liebe / Verliebtheit allein halt leider auf Dauer nicht aus, man muss es schon im Alltag auch miteinander aushalten.

lg
cefeu

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26. September um 17:57
In Antwort auf cathubodura

Ich sage es geradeheraus: ich bin nicht besonders spontan. Spontanität bedeutet für mich, beim Einkaufen ein Eis mitzunehmen, das nicht auf der Einkaufsliste steht. Nun hab ich einen Freund, der sehr spontan ist. Er will spontan was unternehmen, spontan Sex, spontan auf Urlaub fahren. Ich blocke das jedes Mal ab und dann ist er sauer. Er weiß aber, dass ich eben kein spontaner Mensch bin (ich habe ihm das von Anfang an gesagt) und immer sehr lange brauche, um alles zu planen und zu organisieren. Das mache ich schon wochenlang im Voraus, bei Urlauben schon monatelang. Ich mag es einfach nicht, meinen Tagesablauf umzuwerfen und Veränderungen bringen mich aus dem Konzept. Ich kann schon verstehen, dass das für ihn manchmal mühsam ist, aber muss ich ihm da wirklich entgegenkommen und ihm zuliebe spontaner werden? Immerhin wusste er ja schon von Anfang an, dass ich unspontan bin. Ich habe ihm schon gesagt, dass ich es verstehen würde, wenn er die Beziehung deshalb beendet, aber das will er auch nicht. Trotzdem ist er jedes Mal wieder beleidigt, wenn ich seine spontanen Aktionen nicht mitmache. Er versucht es auch immer wieder. Was würdet ihr tun?

Probier es aus! Sei doch mal mutig und springe über deinen Schatten. Jedoch würde ich an deiner Stelle deinen Freund bitten nicht ständig spontan zu sein. Was anfänglich gut klappt,  kann auch plötzlich kippen und es wird dann um so schwerer fallen.  Vielleicht gibt es Dinge du gerne tun würdest...versucht dies spontan zu machen. 

 

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26. September um 18:56

Ich hatte auch mal so einen Partner und es hat einfach nicht gepasst. Alleine durch meine Kinder oder meinen Job konnte ich eben nicht mal spontan zu diesen Festival oder in den Urlaub und übers WE zum Surfen oder heute dort klettern etc pp. Ich bin abgesehen vom Jib kein Planungsmensch, aber gewisse Sachen gehen bei mir eben auch nicht spontan von jetzt auf gleich. So gern ich ihn auch mochte, aber es hat einfach nicht gepasst. Das gibts eben auch.

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26. September um 23:40

Hmm.. ich seh das nochmal ein bisschen anders^^.

Ihr scheint recht unterschiedlich zu sein.. kann klappen, ist aber natürlich nicht ganz so easy wie eine Beziehung mit jmd der einem mehr gleicht..kann einen aber auch absolut positiv beeinflussen und in seiner menschlichen Entwicklung vorranbringen..!

Ich denke es muss euch beiden Wert sein auf den anderen einzugehen.. heißt für ihn mehr Planung und für dich mehr Spontanität.. keiner von euch beiden sollte sich dabei komplett aufgeben und ihr solltet gucken das ihr euch beide wohlfühlt.. aber wenn man so unterschiedlich ist sind Kompromisse unabdingbar.

Zu sagen nimm mich wie ich bin oder trenn dich ist da wenig hilfreich, bzw wenn das dein Grundgefühl ist, ist es vllt wirklich fairer das ganze zu beenden bevor sich einer verletzt fühlt.. 

Ich denke es macht am meisten Sinn sich zusammenzusetzen und nochmal zu sprechen.. mach dir Gedanken wo du vllt mit Spontanität leben kannst.. (Mal einfach ins Kino oder Essen gehen? Ein Wochenende woanders ohne lange Vorplanung?) und sag ihm wo du dir wünschst, dass er akzeptiert, dass du nicht spontan bist (längerer Urlaub, Begleitung zu einer Familienfeier vllt) und vllt mit dir gemeinsam plant..! 

Er sollte Verständnis haben, dass du offenbar Überraschungen nicht magst.. und schauen das er da vllt mehr Rücksicht nimmt.. und weniger spontan ist in manchen Bereichen und du solltest gucken wo mehr Spontanität möglich wäre, ohne dass du dich völlig verbiegst.. Sex vllt oder was auch immer.. 

Wenn ihr beide das Gefühl habt, ihr seid nicht bereit aufeinander zuzugehen, dann wird das wohl eher nichts mit euch... denn anders müsste entweder er sich komplett ändern oder du.. in solchen Fällen bleibt leider nur die Option beide sind bereit ein Stück von sich zu geben, weil es wichtig genug ist und der Gewinn den die Beziehung bringt größer ist als der Kompromiss den man eingeht oder eben zu akzeptieren, dass man zu verschieden ist.. nicht bereit auf den anderen zuzugehen und dann geht man getrennte Wege. 

Ich wünsch dir wie auch immer du dich entscheidest viel Glück!!

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27. September um 2:12
In Antwort auf frauevi

Sei spontan!

Ein herrliches Paradoxon der menschlichen Kommunikation...

Wenn du mit ihm mitmachst,  bist du nicht spontan,  sondern folgst ihm. Also so viel dazu. 

Ansonsten würde ich mal hinterfragen, was denn Furchtbares passiert,  wenn mal nicht alles nach Pan läuft. 

Das Leben passiert ja trotzdem. Die vermeintliche Sicherheit ist eine Illusion. Für Menschen wie dich aber Halt gebend und irgendwie ganz oben auf der Liste. 

Ehrlicher weise beneide ich dich ein bisschen drum. Bzw hätte ich dich beneidet vor ein paar Jährchen. 

Bin so meinen eigenen ambitionierten Plänen hinterher gehechelt und konnte den Moment, diese Zehntel Sekunde, in der was wunderschönes, komplett außerplanmäßige passiert, gar nicht genießen. 

Und heute?

Läuft alles. Mal nach Plan, mal nicht. Mal hab ich eine Einkaufsliste, mal keine. Vertraue meinem Instinkt und meiner Erfahrung. 

Mal macht es Spaß, was durchzutakten, mal kann ich es laufen lassen. 

Beispiel. Ich moderiere eine Klausur mit 6 Teilnehmern. Kann man was planen? Ja, zb den Zeitrahmen, die Ziele, die mit dem Geschäftsführer zuvor vereinbart hat, sollte man auch nicht aus den Augen verlieren, aber ich kann nur anleiten, nicht erzwingen, was das rauskommt. 

Ich habe ein Kind. War nicht geplant, hihi.  Mit ihm Planen? Maximal Zeitrahmen. Alles andere ist Management. Planen ist nur ein Teil. Locker in Knie und Hüfte bleiben,  dann werden Ungeplantheiten zumindest elegant genommen. 

Und spontan Sex? Ich weiß gar nicht, wie das anders gehen soll. Also wenn sich Zeit und Raum bietet, was spricht dagegen?? Oder läuft es bei euch nur samstags von 20.15 - 20.45?

Hast du Freude am Leben?

 

Ich habe jetzt überlegt, was mich eigentlich genau daran stört.

Es geht mir nicht um Sicherheit oder Halt, sondern darum, dass ich ungern alles stehen und liegen lasse, nur um das zu machen, was mein Freund gerne jetzt machen möchte. Er kommt nämlich immer an und will was machen, wenn ich gerade beschäftigt bin.

Ich habe ihn schon öfter gefragt, ob er nicht sieht, dass ich gerade was mache und dann sagt er: "Aber du machst doch dauernd irgendwas!" Und das stimmt.

Es ist nämlich so: ich verplane meine Zeit ziemlich genau. Wenn ich nicht irgendwas zu erledigen habe, also Arbeit, Hausarbeit, sonstige Pflichten, dann möchte ich lesen, Serien gucken oder halt sonst was machen, das mich interessiert. Wenn mein Freund mir sagt, dass er gerne mal wieder ins Kino gehen möchte oder schwimmen oder sonst was, dann plane ich das mit ein. Sagt er nichts, verplane ich meine Freizeit für mich allein. Und da will ich dann auch nicht gestört werden. 

Ich hab jetzt nix gegen Sex, finde ihn auch ganz schön, aber mir sind die Dinge, die meine Freizeitinteressen sind, einfach wichtiger. Mein Freund wusste das aber von Anfang an und war anfangs immer so begeistert, dass ich nicht klammere, nicht anhänglich bin und von ihm nicht fordere, seine Hobbys aufzugeben, um mehr gemeinsame Zeit zu haben. Es hat ihm immer gefallen, dass ich mich allein beschäftigen kann. Er hat früher auch viel mehr mit Freunden oder alleine gemacht, aber jetzt will er auf einmal mehr Zeit mit mir verbringen. Hab ich jetzt auch kein Problem damit, aber er muss er mir halt rechtzeitig sagen, weil ich daran gewöhnt bin, meine Zeit für mich alleine zu planen.

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27. September um 2:17
In Antwort auf cefeu1

Hallo,

möchtest du selber spontaner werden und öfter mal was Ungeplantes tun? Gefällt dir dieser Charakterzug? Dann versuch, deine Beziehung als Möglichkeit zum Lernen und zur Weiterentwicklung zu nutzen, und bitte deinen Freund da ruhig auch um Hilfe.

Oder ist Spontanität für dich eigentlich gar nix Erstrebenswertes (danach hört sich dein Thread für mich eher an, aber vielleicht bist du auch nur momentan frustriert und in ein paar Tagen sieht's wieder anders aus) und du meinst bloß, du müsstest spontaner handeln, damit dein Freund nicht so oft beleidigt ist? Dann lass es, du wirst damit garantiert nicht glücklich. Entweder dein Freund passt sich an, oder ihr verteilt Zuständigkeiten (er "darf" spontan einkaufen, du "darfst" alle Urlaube Monate vorher planen), oder ihr lasst alles so laufen und du legst dir ein dickes Fell gegen seine beleidigte Reaktion zu.
Oder ihr trennt euch. Für eine Beziehung reicht Liebe / Verliebtheit allein halt leider auf Dauer nicht aus, man muss es schon im Alltag auch miteinander aushalten.

lg
cefeu

Du hast das vollkommen richtig erkannt! Ich will überhaupt nicht spontaner sein, weil ich mit meinem Leben so wie es ist, sehr glücklich bin. Es geht mir wirklich nur darum, dass mein Freund nicht dauernd beleidigt ist. Noch lieber wäre mir natürlich, er würde damit aufhören, ständig beleidigt zu sein.

Früher war er das ja auch nicht, da hat er einfach mehr allein unternommen und alles war gut. 

Er darf ja spontan Dinge machen, nur komme ich dann halt nicht mit. Es geht mir ja nicht darum, ihm das zu verbieten. Wenn er spontan einkaufen möchte, dann kann er das ja tun. Ich verstehe nur nicht, wieso er plötzlich von mir Spontanität einfordert und mich bei dem unterbricht, was ich gerade tue, nur weil er was mit mir unternehmen möchte. 

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27. September um 2:19
In Antwort auf jae3

Probier es aus! Sei doch mal mutig und springe über deinen Schatten. Jedoch würde ich an deiner Stelle deinen Freund bitten nicht ständig spontan zu sein. Was anfänglich gut klappt,  kann auch plötzlich kippen und es wird dann um so schwerer fallen.  Vielleicht gibt es Dinge du gerne tun würdest...versucht dies spontan zu machen. 

 

Hab ich schon, aber es nervt mich total. Wie ich schon schrieb, ich muss dann immer alles stehen und liegen lassen, was ich gerade mache und dazu hab ich eigentlich keine Lust.

Wenn ich nur auf der Couch sitzen und in die Luft schauen würde und mir langweilig wäre, dann wäre es ja okay, spontan was zu machen. Nur ist das bei mir nie der Fall, ich bin eigentlich immer beschäftigt. Und das soll ich dann ihm zuliebe unterbrechen. Das irritiert mich irgendwie.

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27. September um 2:21
In Antwort auf lunaluz

Ich hatte auch mal so einen Partner und es hat einfach nicht gepasst. Alleine durch meine Kinder oder meinen Job konnte ich eben nicht mal spontan zu diesen Festival oder in den Urlaub und übers WE zum Surfen oder heute dort klettern etc pp. Ich bin abgesehen vom Jib kein Planungsmensch, aber gewisse Sachen gehen bei mir eben auch nicht spontan von jetzt auf gleich. So gern ich ihn auch mochte, aber es hat einfach nicht gepasst. Das gibts eben auch.

Das kann ich gut verstehen!

Ich bin jetzt ein wenig vor den Kopf gestoßen, weil es ihn früher nie gestört hat, wenn ich nein gesagt habe. Dann hat er halt allein oder mit Freunden was unternommen. Jetzt ist er beleidigt, wenn ich mehrmals hintereinander sage, dass ich keine Lust habe, spontan was zu unternehmen.

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27. September um 2:32
In Antwort auf wunschkind2020

Hmm.. ich seh das nochmal ein bisschen anders^^.

Ihr scheint recht unterschiedlich zu sein.. kann klappen, ist aber natürlich nicht ganz so easy wie eine Beziehung mit jmd der einem mehr gleicht..kann einen aber auch absolut positiv beeinflussen und in seiner menschlichen Entwicklung vorranbringen..!

Ich denke es muss euch beiden Wert sein auf den anderen einzugehen.. heißt für ihn mehr Planung und für dich mehr Spontanität.. keiner von euch beiden sollte sich dabei komplett aufgeben und ihr solltet gucken das ihr euch beide wohlfühlt.. aber wenn man so unterschiedlich ist sind Kompromisse unabdingbar.

Zu sagen nimm mich wie ich bin oder trenn dich ist da wenig hilfreich, bzw wenn das dein Grundgefühl ist, ist es vllt wirklich fairer das ganze zu beenden bevor sich einer verletzt fühlt.. 

Ich denke es macht am meisten Sinn sich zusammenzusetzen und nochmal zu sprechen.. mach dir Gedanken wo du vllt mit Spontanität leben kannst.. (Mal einfach ins Kino oder Essen gehen? Ein Wochenende woanders ohne lange Vorplanung?) und sag ihm wo du dir wünschst, dass er akzeptiert, dass du nicht spontan bist (längerer Urlaub, Begleitung zu einer Familienfeier vllt) und vllt mit dir gemeinsam plant..! 

Er sollte Verständnis haben, dass du offenbar Überraschungen nicht magst.. und schauen das er da vllt mehr Rücksicht nimmt.. und weniger spontan ist in manchen Bereichen und du solltest gucken wo mehr Spontanität möglich wäre, ohne dass du dich völlig verbiegst.. Sex vllt oder was auch immer.. 

Wenn ihr beide das Gefühl habt, ihr seid nicht bereit aufeinander zuzugehen, dann wird das wohl eher nichts mit euch... denn anders müsste entweder er sich komplett ändern oder du.. in solchen Fällen bleibt leider nur die Option beide sind bereit ein Stück von sich zu geben, weil es wichtig genug ist und der Gewinn den die Beziehung bringt größer ist als der Kompromiss den man eingeht oder eben zu akzeptieren, dass man zu verschieden ist.. nicht bereit auf den anderen zuzugehen und dann geht man getrennte Wege. 

Ich wünsch dir wie auch immer du dich entscheidest viel Glück!!

Irgendwie wird mir gerade klar, dass die Spontanität gar nicht das Hauptproblem ist.

Das Hauptproblem ist wohl eher, dass mein Freund sich auf einmal mehr gemeinsame Zeit mit mir wünscht, das aber nicht so sagt. Stattdessen kommt er an und will spontan irgendwas machen und ist beleidigt, wenn ich nein sage, weil er das so versteht, als würde ich ihn abweisen. Möglicherweise denkt er, ich brauche ihn gar nicht (was auch irgendwie stimmt, ich brauche ihn tatsächlich nicht, um mich zu beschäftigen). Ich bin mit ihm zusammen, weil ich ihn liebe, aber ich käme ohne ihn auch klar.

Darüber muss ich mit ihm reden, denn es ist nicht so, dass ich keine Zeit mit ihm verbringen möchte. Ich muss es nur wissen, damit ich mich darauf einstellen kann, weil ich einfach daran gewöhnt bin, Zeit für mich alleine zu planen. Spontan bin ich nunmal nicht, aber eigentlich weiß er das. Vielleicht denkt er, dass ich so beschäftigt bin, dass für ihn gar kein Platz mehr ist in meinem Leben drum reagiert er so. 

Ich hab keine Ahnung, warum er das jetzt plötzlich denkt, aber ich werde ihn fragen. Sonst war er ja auch nie so anhänglich, aber irgendwas hat sich da wohl verändert. 

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27. September um 23:25
In Antwort auf cathubodura

Ich sage es geradeheraus: ich bin nicht besonders spontan. Spontanität bedeutet für mich, beim Einkaufen ein Eis mitzunehmen, das nicht auf der Einkaufsliste steht. Nun hab ich einen Freund, der sehr spontan ist. Er will spontan was unternehmen, spontan Sex, spontan auf Urlaub fahren. Ich blocke das jedes Mal ab und dann ist er sauer. Er weiß aber, dass ich eben kein spontaner Mensch bin (ich habe ihm das von Anfang an gesagt) und immer sehr lange brauche, um alles zu planen und zu organisieren. Das mache ich schon wochenlang im Voraus, bei Urlauben schon monatelang. Ich mag es einfach nicht, meinen Tagesablauf umzuwerfen und Veränderungen bringen mich aus dem Konzept. Ich kann schon verstehen, dass das für ihn manchmal mühsam ist, aber muss ich ihm da wirklich entgegenkommen und ihm zuliebe spontaner werden? Immerhin wusste er ja schon von Anfang an, dass ich unspontan bin. Ich habe ihm schon gesagt, dass ich es verstehen würde, wenn er die Beziehung deshalb beendet, aber das will er auch nicht. Trotzdem ist er jedes Mal wieder beleidigt, wenn ich seine spontanen Aktionen nicht mitmache. Er versucht es auch immer wieder. Was würdet ihr tun?

wow du bist schon ein extrem. von aussen betrachtet lustig.. siehe eis 
sex hat man doch immer spontan?! wie läuft das ab? hat man da ein zeitfenster in stimmung zu kommen und wenn nicht heissts "tja, pech gehabt, jetzt fängt meine serie an" 

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28. September um 10:47
In Antwort auf meamongdesperatehousewives

wow du bist schon ein extrem. von aussen betrachtet lustig.. siehe eis 
sex hat man doch immer spontan?! wie läuft das ab? hat man da ein zeitfenster in stimmung zu kommen und wenn nicht heissts "tja, pech gehabt, jetzt fängt meine serie an" 

Lustig bin ich eigentlich gar nicht. Du aber auch nicht, da helfen auch deine Emojis nicht. 

Dass ich nicht besonders spontan bin, ist sicher nicht so ganz einfach für mein Umfeld, das verstehe ich. 

Dafür hast du aber ganz offensichtlich andere Defizite im zwischenmenschlichen Bereich. Du wirkst sehr boshaft und unfreundlich und machst dich über die Probleme anderer lustig. Das ist nicht sehr sympathisch. Ich denke also nicht, dass du ein großartiges Sozialleben hast und deshalb halte ich dich nicht für besonders qualifiziert, mir Rat zu geben.

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28. September um 10:55

Wenn du meinst, dass Spontanität gar nicht das Hauptproblem an der Sache wär, dann hört sich das für mich aber schon ein wenig nach Machtkampf an - "du hast kein Recht, über mein Leben zu bestimmen und mich spontan ins Kino zu schleppen, ich guck jetzt meine Serie (über nen Streamingdienst, der es mir erlauben würde, diese Serie auch zu jedem beliebigen anderen Zeitpunkt zu gucken)"?
Ich glaub, bei mir als Freund käme da auch an, dass du einfach keinen Bock drauf hast, mit mir was zu machen. Entweder das, oder es ist halt doch das eigentliche Problem, dass da was von deinem geplanten Tagesablauf abweichen soll.

Also, so oder so, der einzig mögliche Weg zur Lösung wird wohl doch wie fast immer "Kommunikation" heißen ... du musst ihm erklären, was dich wirklich so stört an der Sache, und er muss dir erklären, warum er dich (aus deiner Sicht) auf einmal so bedrängt, dann könnt ihr euch hoffentlich gegenseitig eure Sorgen nehmen ...

lg
cefeu

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28. September um 10:59
In Antwort auf meamongdesperatehousewives

wow du bist schon ein extrem. von aussen betrachtet lustig.. siehe eis 
sex hat man doch immer spontan?! wie läuft das ab? hat man da ein zeitfenster in stimmung zu kommen und wenn nicht heissts "tja, pech gehabt, jetzt fängt meine serie an" 

das gibt es halt. wir haben auch keinen spontanen sex.
wir legen zwar kein zeitfenster fest, wie in deinem beispiel, die te bestimmt auch nicht. aber meine frau fragt auch meist ob wir abends sex haben wollen, oder am wochenende.
ist vielleicht nicht die ausgeburt der leidenschaft, aber das braucht auch nicht jeder und ist nicht jedermanns ding.

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28. September um 15:44
In Antwort auf cathubodura

Lustig bin ich eigentlich gar nicht. Du aber auch nicht, da helfen auch deine Emojis nicht. 

Dass ich nicht besonders spontan bin, ist sicher nicht so ganz einfach für mein Umfeld, das verstehe ich. 

Dafür hast du aber ganz offensichtlich andere Defizite im zwischenmenschlichen Bereich. Du wirkst sehr boshaft und unfreundlich und machst dich über die Probleme anderer lustig. Das ist nicht sehr sympathisch. Ich denke also nicht, dass du ein großartiges Sozialleben hast und deshalb halte ich dich nicht für besonders qualifiziert, mir Rat zu geben.

verstehe, die mundwinkel nach oben ziehn muss wohl erst geplant werden. ach, das geht schon. man sucht sich einfach ebenso boshafte, unsympathische menschen. die sind dann auch nicht gleich weinerlich wenn man sie ein bisschen auf den arm nimmt und sehn in defizite lebensfreude.

einen rat hab ich dir gar nicht gegeben, aber wenn ich das richtig verstehe > "machst dich über die Probleme anderer lustig." siehst du in deinem charakter ein problem. da hat dich mein post glatt aus dem konzept geworfen, zu einer spontanen antwort verführt und zur selbsterkenntnis verholfen. bitte gerne. ich hab zwar meine therapielizenz verloren, da ich mich über meine patienten immer lustig mache, aber wenn du mich fragst, hat dein verhalten jegliche grenzen des normbereichs überschritten, und nicht mehr viel mit spontanität oder unspontan zu tun.
 

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28. September um 15:53
In Antwort auf cosmoliner2

das gibt es halt. wir haben auch keinen spontanen sex.
wir legen zwar kein zeitfenster fest, wie in deinem beispiel, die te bestimmt auch nicht. aber meine frau fragt auch meist ob wir abends sex haben wollen, oder am wochenende.
ist vielleicht nicht die ausgeburt der leidenschaft, aber das braucht auch nicht jeder und ist nicht jedermanns ding.

und? gibts am wochenende sex? 

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28. September um 17:20
In Antwort auf meamongdesperatehousewives

und? gibts am wochenende sex? 

Ich gehe mal nicht davon aus.
Das letzt mal ist ja auch erst etwas über 4 Monate her. Da muss man nichts überstürzen 

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28. September um 17:26

Puh. Spontaner Sex ist doch das Beste. Also wenn Sex oder die Partnerschaft nach Stundenplan laufen muss, würd ich auch weglaufen. 

vor allem würd ich mich zurück gewiesen fühlen, wenn dauernd Ausreden (in meinen Augen sind es ausreden) zu Kino, Sex, Wochenendausflug kommen würden. Da würde ich auch denken, dass ich als Mensch und die Partnerschaft nach Serie X, Y und Z und nach der Wäsche irgendwo an xter Stelle kommt. Und eigentlich hat es nicht mit "über Lebenszeit bestimmen" zu tun, sondern mit Wertschätzung dem Partner und der Paarzeit gegenüber zu tun.

Du kannst froh sein, einen (jetzt noch) so verständnisvollen Partner zu haben. Ich wär spätestens nach der dritten Absage weg. Aber ich mag auch keine unflexiblen Menschen die nach Schema F ihr Leben verbringen. 

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28. September um 23:23
In Antwort auf cosmoliner2

Ich gehe mal nicht davon aus.
Das letzt mal ist ja auch erst etwas über 4 Monate her. Da muss man nichts überstürzen 

eben. in der ruhe liegt die kraft. bald ist ja weihnachten 

 

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29. September um 9:32
In Antwort auf meamongdesperatehousewives

eben. in der ruhe liegt die kraft. bald ist ja weihnachten 

 

eben. da wollen wir uns bis dahin nicht stressen

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29. September um 10:17
In Antwort auf cathubodura

Irgendwie wird mir gerade klar, dass die Spontanität gar nicht das Hauptproblem ist.

Das Hauptproblem ist wohl eher, dass mein Freund sich auf einmal mehr gemeinsame Zeit mit mir wünscht, das aber nicht so sagt. Stattdessen kommt er an und will spontan irgendwas machen und ist beleidigt, wenn ich nein sage, weil er das so versteht, als würde ich ihn abweisen. Möglicherweise denkt er, ich brauche ihn gar nicht (was auch irgendwie stimmt, ich brauche ihn tatsächlich nicht, um mich zu beschäftigen). Ich bin mit ihm zusammen, weil ich ihn liebe, aber ich käme ohne ihn auch klar.

Darüber muss ich mit ihm reden, denn es ist nicht so, dass ich keine Zeit mit ihm verbringen möchte. Ich muss es nur wissen, damit ich mich darauf einstellen kann, weil ich einfach daran gewöhnt bin, Zeit für mich alleine zu planen. Spontan bin ich nunmal nicht, aber eigentlich weiß er das. Vielleicht denkt er, dass ich so beschäftigt bin, dass für ihn gar kein Platz mehr ist in meinem Leben drum reagiert er so. 

Ich hab keine Ahnung, warum er das jetzt plötzlich denkt, aber ich werde ihn fragen. Sonst war er ja auch nie so anhänglich, aber irgendwas hat sich da wohl verändert. 

Klingt für mich nach Abgabe von Macht über deine Zeitressourcen.

Und wie Cefeu schon sagt, das muss kommuniziert werden. 

Wenn du gerne planst und dein Freund sich mehr Zeit mit dir wünscht, dann kann ja auch das geplant sein. 

Was wahrscheinlich schön wäre im Sinne des Entgegenkommens: der Zeitrahmen ist fix, der Inhalt darf von beiden gestaltet werden. 

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1. Oktober um 22:43
In Antwort auf cefeu1

Wenn du meinst, dass Spontanität gar nicht das Hauptproblem an der Sache wär, dann hört sich das für mich aber schon ein wenig nach Machtkampf an - "du hast kein Recht, über mein Leben zu bestimmen und mich spontan ins Kino zu schleppen, ich guck jetzt meine Serie (über nen Streamingdienst, der es mir erlauben würde, diese Serie auch zu jedem beliebigen anderen Zeitpunkt zu gucken)"?
Ich glaub, bei mir als Freund käme da auch an, dass du einfach keinen Bock drauf hast, mit mir was zu machen. Entweder das, oder es ist halt doch das eigentliche Problem, dass da was von deinem geplanten Tagesablauf abweichen soll.

Also, so oder so, der einzig mögliche Weg zur Lösung wird wohl doch wie fast immer "Kommunikation" heißen ... du musst ihm erklären, was dich wirklich so stört an der Sache, und er muss dir erklären, warum er dich (aus deiner Sicht) auf einmal so bedrängt, dann könnt ihr euch hoffentlich gegenseitig eure Sorgen nehmen ...

lg
cefeu

Das ist leider das Problem: Kommunikation können wir beide nicht. Ich wurde erst als Erwachsene mit Asperger diagnostiziert, als Kind hat man das nicht erkannt und auch nie getestet.

Das bedeutet, dass ich menschliche Verhaltensweisen nicht wirklich gut verstehe oder nachvollziehen kann. Wenn jemand mir etwas sagen will, dann muss er es klar und deutlich tun, damit ich überhaupt erst bemerke, dass er was von mir will und was das nun genau ist. 

Mein Freund weiß das aber alles und er sagte immer, dass er es super findet, dass ich eben nicht andauernd was mit ihm machen will und ihm so mehr Zeit für seine Hobbys bleibt.  Drum irritiert es mich, dass er es jetzt anscheinend nicht mehr super findet. Ich verstehe nicht, warum und kann überhaupt nicht nachvollziehen, wieso er beleidigt ist, wenn ich alles so mache wie immer und es ihn nie gestört hat. Das habe ich ihm auch so gesagt.

Er meint, dass es ihn stört, dass ich nichts mit ihm unternehmen will. Worauf ich ihm gesagt habe, dass das gar nicht stimmt, ich möchte es nur vorher wissen und planen können. Es stimmt nämlich schon, dass ich ungern von meinem geplanten Tagesablauf abweiche (aber auch das weiß mein Freund, das war ja schon immer so). Wenn ich geplant habe, Serien zu gucken, dann will ich das auch machen und nicht stattdessen Eis essen gehen.  Es stimmt auch, dass ich finde, dass er kein Recht dazu hat, über meine Zeit zu verfügen, nur weil er spontan irgendwas machen möchte. 

Dazu sagt er wieder, dass er nicht schon drei Tage im Voraus weiß, ob er dann Lust auf Eis oder Kino hat, weil das bei ihm spontan kommt. Ich weiß ehrlich gesagt nicht, wie wir das lösen können. Trennen will er sich auch nicht, das hab ich ihm auch vorgeschlagen. 

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1. Oktober um 22:57
In Antwort auf meamongdesperatehousewives

verstehe, die mundwinkel nach oben ziehn muss wohl erst geplant werden. ach, das geht schon. man sucht sich einfach ebenso boshafte, unsympathische menschen. die sind dann auch nicht gleich weinerlich wenn man sie ein bisschen auf den arm nimmt und sehn in defizite lebensfreude.

einen rat hab ich dir gar nicht gegeben, aber wenn ich das richtig verstehe > "machst dich über die Probleme anderer lustig." siehst du in deinem charakter ein problem. da hat dich mein post glatt aus dem konzept geworfen, zu einer spontanen antwort verführt und zur selbsterkenntnis verholfen. bitte gerne. ich hab zwar meine therapielizenz verloren, da ich mich über meine patienten immer lustig mache, aber wenn du mich fragst, hat dein verhalten jegliche grenzen des normbereichs überschritten, und nicht mehr viel mit spontanität oder unspontan zu tun.
 

Mundwinkel nach oben ziehen? Was meinst du damit? Warum sollte man das tun, was bringt das denn? Verkrampft sich da das Gesicht nicht?

Ich brauche nicht mehr Lebensfreude, ich finde mein Leben schön so, wie es ist. Veränderungen bringen mich aus dem Konzept. Antworten, die ich nicht verstehe, bringen mich ebenso aus dem Konzept. Ich bin nicht so gut im zwischen den Zeilen lesen, also wenn du etwas Bestimmtes sagen möchtest, formuliere es bitte präzise. Ironie und Sarkasmus kannst du auch weglassen, das verstehe ich nicht und kommt bei mir auch nicht als solches an.

Man muss da unterscheiden: ich finde meinen Charakter vollkommen in Ordnung, wie er ist. Ich habe damit gar kein Problem und sehe ihn auch nicht als solchen. Ich bemerke aber, dass mein Freund damit ein Problem hat. Mir wäre es ja am liebsten, wenn er keins hätte und alles so wäre wie immer. Früher war er ja auch nicht beleidigt. 

Das Problem ist nicht mein Charakter, sondern dass mein Freund auf einmal damit nicht mehr zurecht kommt, wie ich bin. 

Ja klar weiche ich von der Norm ab, wie gesagt, ich habe Asperger. Das weiß ich noch nicht so lange und ich habe jetzt eine Erklärung, warum ich so bin, wie ich bin. Das hilft mir aber im Alltag auch nicht unbedingt, denn deshalb verstehe ich andere Menschen ja auch nicht besser und verstehe nicht, warum sie ein Problem mit mir haben. 

Ich finde es zum Beispiel erstaunlich, dass in manchen Situationen von mir verlangt wird, zu lügen, um sozial verträglich zu sein. Ich muss dann  beispielsweise sagen, dass mir etwas leid tut und es bestimmt nicht wieder vorkommt, obwohl das gar nicht stimmt und ich das nicht im geringsten vorhabe. Es tut mir  meistens nämlich gar nicht leid und es wird garantiert wieder vorkommen, weil ich noch nicht mal verstehe, was ich gerade Schlimmes gemacht haben soll. 

Ich weiß ja nicht, ob du wirklich mal eine Therapielizenz hattest, aber wenn ich eins im Psychologieunterricht gelernt habe, dann ist es das: Therapeuten werten nicht. Es ist gegen das Berufsethos. Dein "Humor" kommt bei Menschen ganz unterschiedlich an und wenn du mich als extrem bezeichnest, ist das in etwa so, als würdest du einen Schizophrenen als verrückt oder einen Pädophilen als pervers bezeichnen. Das kann man sich als Privatperson denken, in einer Therapie hat das jedoch nichts verloren. 

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1. Oktober um 23:03
In Antwort auf forentussi

Puh. Spontaner Sex ist doch das Beste. Also wenn Sex oder die Partnerschaft nach Stundenplan laufen muss, würd ich auch weglaufen. 

vor allem würd ich mich zurück gewiesen fühlen, wenn dauernd Ausreden (in meinen Augen sind es ausreden) zu Kino, Sex, Wochenendausflug kommen würden. Da würde ich auch denken, dass ich als Mensch und die Partnerschaft nach Serie X, Y und Z und nach der Wäsche irgendwo an xter Stelle kommt. Und eigentlich hat es nicht mit "über Lebenszeit bestimmen" zu tun, sondern mit Wertschätzung dem Partner und der Paarzeit gegenüber zu tun.

Du kannst froh sein, einen (jetzt noch) so verständnisvollen Partner zu haben. Ich wär spätestens nach der dritten Absage weg. Aber ich mag auch keine unflexiblen Menschen die nach Schema F ihr Leben verbringen. 

Ich kann ja verstehen, dass das nicht für jeden was ist. Das ist auch völlig in Ordnung für mich. Ich habe meinem Freund ja gesagt, dass ich das verstehe und es in Ordnung ist, wenn er sich deshalb trennen möchte, aber das will er aus irgendwelchen Gründen nicht.

Ich habe ja nichts gegen Paarzeit, nur möchte ich vorher wissen, wann er die machen möchte. Mein Freund ist mir nicht wichtiger als alles andere, das war er nie und das wird er auch nie sein. Kein Mensch ist das. Soziale Kontakte sind für mich nicht so erstrebenswert oder wichtig, wenn ich keine habe, ist das auch in Ordnung für mich. 

Wenn mein Freund also weg wäre, dann ist das eben so. Ich wäre sicher eine Zeit lang traurig, aber ich komme auch alleine gut zurecht. 

Unflexibel bin ich auf jeden Fall, aber das bin ich ja schon immer. Kann man mögen oder nicht, aber wenn man es nicht mag, warum geht man dann eine Beziehung mit jemandem ein, der unflexibel ist?

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1. Oktober um 23:06
In Antwort auf frauevi

Klingt für mich nach Abgabe von Macht über deine Zeitressourcen.

Und wie Cefeu schon sagt, das muss kommuniziert werden. 

Wenn du gerne planst und dein Freund sich mehr Zeit mit dir wünscht, dann kann ja auch das geplant sein. 

Was wahrscheinlich schön wäre im Sinne des Entgegenkommens: der Zeitrahmen ist fix, der Inhalt darf von beiden gestaltet werden. 

Das halte ich für einen sehr guten Vorschlag, danke dafür!
Ich werde das meinem Freund sagen. Wenn ich ein fixes Zeitfenster einplanen kann, dann nehme ich mir eben in diesem nichts anderes vor. Somit muss ich auch nichts unterbrechen.

Mit der Kommunikation klappt es leider nicht so gut. Mir muss man alles ganz direkt, klar und deutlich sagen, damit ich verstehe, was gemeint ist. Mein Freund schwurbelt aber viel herum und drum verstehe ich oft nicht, was er eigentlich von mir möchte. 

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2. Oktober um 1:38

Liebe Cathubodura,

mein Gesamteindruck ist, daß du mit dem Asperger prima zurechtkommst und es erstaunlich weit gebracht hast. Bravo! In meinem Bekanntenkreis kenne ich leider einige Beispiele, die nicht gut laufen, meines Erachtens wegen des Unverständnisses von Eltern, die sich ein ganz anderes Wunderkind erwarten.

Am Passendsten finde ich den Vorschlag, du mögest einen Zeitrahmen für "spontane Gemeinsamkeit" in deinen Zeitplan vorsehen. Dies würde es nämlich auch deinem Freund ermöglichen, sich auf diesen Zeitrahmen einzustellen und diesen "spontan" zu füllen, ohne deine Kreise zu stören.

Leider kann ich anhand deiner Beiträge nicht herausfinden, ob dein Freund spontan oder chaotisch ist. Im zweiten Fall sehe ich leider wenig Gutes für eure Beziehung.

Ich wünsche dir alles Gute und eine Verbesserung deiner Situation,

Pi

 

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2. Oktober um 23:15
In Antwort auf cathubodura

Mundwinkel nach oben ziehen? Was meinst du damit? Warum sollte man das tun, was bringt das denn? Verkrampft sich da das Gesicht nicht?

Ich brauche nicht mehr Lebensfreude, ich finde mein Leben schön so, wie es ist. Veränderungen bringen mich aus dem Konzept. Antworten, die ich nicht verstehe, bringen mich ebenso aus dem Konzept. Ich bin nicht so gut im zwischen den Zeilen lesen, also wenn du etwas Bestimmtes sagen möchtest, formuliere es bitte präzise. Ironie und Sarkasmus kannst du auch weglassen, das verstehe ich nicht und kommt bei mir auch nicht als solches an.

Man muss da unterscheiden: ich finde meinen Charakter vollkommen in Ordnung, wie er ist. Ich habe damit gar kein Problem und sehe ihn auch nicht als solchen. Ich bemerke aber, dass mein Freund damit ein Problem hat. Mir wäre es ja am liebsten, wenn er keins hätte und alles so wäre wie immer. Früher war er ja auch nicht beleidigt. 

Das Problem ist nicht mein Charakter, sondern dass mein Freund auf einmal damit nicht mehr zurecht kommt, wie ich bin. 

Ja klar weiche ich von der Norm ab, wie gesagt, ich habe Asperger. Das weiß ich noch nicht so lange und ich habe jetzt eine Erklärung, warum ich so bin, wie ich bin. Das hilft mir aber im Alltag auch nicht unbedingt, denn deshalb verstehe ich andere Menschen ja auch nicht besser und verstehe nicht, warum sie ein Problem mit mir haben. 

Ich finde es zum Beispiel erstaunlich, dass in manchen Situationen von mir verlangt wird, zu lügen, um sozial verträglich zu sein. Ich muss dann  beispielsweise sagen, dass mir etwas leid tut und es bestimmt nicht wieder vorkommt, obwohl das gar nicht stimmt und ich das nicht im geringsten vorhabe. Es tut mir  meistens nämlich gar nicht leid und es wird garantiert wieder vorkommen, weil ich noch nicht mal verstehe, was ich gerade Schlimmes gemacht haben soll. 

Ich weiß ja nicht, ob du wirklich mal eine Therapielizenz hattest, aber wenn ich eins im Psychologieunterricht gelernt habe, dann ist es das: Therapeuten werten nicht. Es ist gegen das Berufsethos. Dein "Humor" kommt bei Menschen ganz unterschiedlich an und wenn du mich als extrem bezeichnest, ist das in etwa so, als würdest du einen Schizophrenen als verrückt oder einen Pädophilen als pervers bezeichnen. Das kann man sich als Privatperson denken, in einer Therapie hat das jedoch nichts verloren. 

zuerst möchte ich mich bei dir entschuldigen. ich hatte eine andere erwartung, dein problem als solches nicht erkannt und mit egoismus verwechselt bzw, das es dir schwer fällt auf veränderungen in deinem tagesablauf flexibler zu reagieren. dein charakter ist toll und ich wünschte es gäbe mehr menschen, die so direkt und ehrlich sind wie du - zumindest ein wenig mehr. auf ein paar fragen von dir geh ich nicht ein. das war einfach nur geschwurbeltes zeug von mir, über das du dir keine gedanken machen musst.

du scheinst ja nur eine milde form von asperger zu haben? vielleicht liegt das problem darin, das dein freund es nicht so richtig wahrhaben möchte oder kann, das es dich aus dem konzept wirft, und deshalb nicht verständnis aufbringen kann? weil du eben doch nicht so anders bist wie man vermuten würde. wie informiert ist er denn über asperger? ich kann mir schon vorstellen, das es für beide nicht einfach ist. er vermisst spontanität während du sie nicht genießen kannst und nur deinen zeitplan durcheinander wirft. 

für manche ist spontanität in einer beziehung wichtig, für andere, wie dich zum beispiel, ist ein geordnetes leben wichtiger. da ein kompromiss zu finden ist schwierig. ich finde er sollte dich so akzeptieren wie du bist. sollte er das nicht können, dann ist es sein problem, denn er wusste worauf er sich eingelassen hat (oder zumindest sollte er es wissen). menschen verändern sich und manchmal ist es schwierig verständnis aufzubringen und seinem verlangen nachzugeben.

"Ich muss dann  beispielsweise sagen, dass mir etwas leid tut und es bestimmt nicht wieder vorkommt, obwohl das gar nicht stimmt und ich das nicht im geringsten vorhabe. Es tut mir  meistens nämlich gar nicht leid und es wird garantiert wieder vorkommen"

ich finde dich super.  ich kenne die konkreten szenarien der vorfälle zwar nicht, aber: die meisten menschen möchten nicht mit der wahrheit konfrontiert werden, die unter umständen beleidigend sein kann. manche sind sich derer bewusst, andere wiederum nicht, verdrängen sie oder haben ein anderes bild von sich. manchmal ist es auch nur eine subjektive wahrnehmung.

sollte ich wieder geschwurbeltes zeug reden, dann tut es mir gar nicht leid.  dann kann ich es einfach nicht besser. aber du darfst mich gerne jeder zeit nach präziseren antworten fragen.
 

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3. Oktober um 11:32
In Antwort auf pi-choo

Liebe Cathubodura,

mein Gesamteindruck ist, daß du mit dem Asperger prima zurechtkommst und es erstaunlich weit gebracht hast. Bravo! In meinem Bekanntenkreis kenne ich leider einige Beispiele, die nicht gut laufen, meines Erachtens wegen des Unverständnisses von Eltern, die sich ein ganz anderes Wunderkind erwarten.

Am Passendsten finde ich den Vorschlag, du mögest einen Zeitrahmen für "spontane Gemeinsamkeit" in deinen Zeitplan vorsehen. Dies würde es nämlich auch deinem Freund ermöglichen, sich auf diesen Zeitrahmen einzustellen und diesen "spontan" zu füllen, ohne deine Kreise zu stören.

Leider kann ich anhand deiner Beiträge nicht herausfinden, ob dein Freund spontan oder chaotisch ist. Im zweiten Fall sehe ich leider wenig Gutes für eure Beziehung.

Ich wünsche dir alles Gute und eine Verbesserung deiner Situation,

Pi

 

Vielen Dank!

Autismus ist ja ein Spektrum und es gibt viele Ausprägungen davon. Meiner scheint nicht ganz so stark zu sein, sodass ein normales Leben möglich ist.

Das liegt vielleicht auch daran, dass meine Eltern gar nicht wussten, dass ich autistisch bin und mich deshalb immer wie ein normales Kind behandelt haben. Auf die Idee, dass ich ein Wunderkind sein könnte, kamen sie erst gar nicht (ich bin auch keins). Dass ich anders bin, haben sie aber natürlich bemerkt. 

Sie wollten einfach, dass ich ein guter Mensch werde und haben mir Hilfsbereitschaft und Rücksichtnahme beigebracht. Das geht ja zum Glück auch mit Logik, mit logischen Erklärungen kam man bei mir immer am weitesten. 

Dass man zum Beispiel für eine alte, gebrechliche Frau in der Straßenbahn aufsteht, weil sie nunmal nicht mehr so gut stehen kann, ist total logisch und nachvollziehbar. Das habe ich mir gemerkt und drum mache ich das auch so (nicht nur bei alten Frauen, sondern natürlich auch bei Männern, bei Schwangeren, Menschen mit Gehbeeinträchtigungen usw.). Auch dass es leichter ist, einen Kinderwagen oder viel Gepäck zu zweit aus dem Zug zu tragen als alleine, leuchtet mir total ein. 

Im normalen Alltag bemerkt man wohl gar nicht, dass ich Asperger habe, weil ich gelernt habe, zu kompensieren. Ich habe mir für verschiedene Situationen (zum Beispiel, wenn ein anderer Mensch traurig ist) einfach verschiedene Sätze zurechtgelegt, die ich dann sage. Ich weiß, dass sie diese dann hören möchten und dass es ihnen hilft. Ich habe auch gelernt, dass man manche Dinge einfach besser nicht sagt (zum Beispiel, wenn der Po der Kollegin in der neuen Jeans dick aussieht). Wenn ich mal versehentlich etwas sage und das die Menschen vor den Kopf stößt, sage ich einfach, es sei sarkastisch gemeint gewesen oder ein Witz, dann geht das auch. Ich habe gelernt, dass man manchmal lügen muss, um sozial verträglich zu sein (auch wenn ich das nicht verstehe).

Ich verstehe oft nicht, wieso Menschen so reagieren oder warum wie manchmal so handeln, wie sie es tun, aber ich will ja niemanden verletzen oder vor den Kopf stoßen. Es passiert mir nur manchmal und meist bemerke ich das gar nicht oder erst, wenn es zu spät ist. 

Jedenfalls bin ich in meinem Beruf erfolgreich und mit meinem Leben insgesamt zufrieden. 

 

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3. Oktober um 11:57
In Antwort auf meamongdesperatehousewives

zuerst möchte ich mich bei dir entschuldigen. ich hatte eine andere erwartung, dein problem als solches nicht erkannt und mit egoismus verwechselt bzw, das es dir schwer fällt auf veränderungen in deinem tagesablauf flexibler zu reagieren. dein charakter ist toll und ich wünschte es gäbe mehr menschen, die so direkt und ehrlich sind wie du - zumindest ein wenig mehr. auf ein paar fragen von dir geh ich nicht ein. das war einfach nur geschwurbeltes zeug von mir, über das du dir keine gedanken machen musst.

du scheinst ja nur eine milde form von asperger zu haben? vielleicht liegt das problem darin, das dein freund es nicht so richtig wahrhaben möchte oder kann, das es dich aus dem konzept wirft, und deshalb nicht verständnis aufbringen kann? weil du eben doch nicht so anders bist wie man vermuten würde. wie informiert ist er denn über asperger? ich kann mir schon vorstellen, das es für beide nicht einfach ist. er vermisst spontanität während du sie nicht genießen kannst und nur deinen zeitplan durcheinander wirft. 

für manche ist spontanität in einer beziehung wichtig, für andere, wie dich zum beispiel, ist ein geordnetes leben wichtiger. da ein kompromiss zu finden ist schwierig. ich finde er sollte dich so akzeptieren wie du bist. sollte er das nicht können, dann ist es sein problem, denn er wusste worauf er sich eingelassen hat (oder zumindest sollte er es wissen). menschen verändern sich und manchmal ist es schwierig verständnis aufzubringen und seinem verlangen nachzugeben.

"Ich muss dann  beispielsweise sagen, dass mir etwas leid tut und es bestimmt nicht wieder vorkommt, obwohl das gar nicht stimmt und ich das nicht im geringsten vorhabe. Es tut mir  meistens nämlich gar nicht leid und es wird garantiert wieder vorkommen"

ich finde dich super.  ich kenne die konkreten szenarien der vorfälle zwar nicht, aber: die meisten menschen möchten nicht mit der wahrheit konfrontiert werden, die unter umständen beleidigend sein kann. manche sind sich derer bewusst, andere wiederum nicht, verdrängen sie oder haben ein anderes bild von sich. manchmal ist es auch nur eine subjektive wahrnehmung.

sollte ich wieder geschwurbeltes zeug reden, dann tut es mir gar nicht leid.  dann kann ich es einfach nicht besser. aber du darfst mich gerne jeder zeit nach präziseren antworten fragen.
 

Danke für deine Entschuldigung.

Ich habe kein Problem damit, wenn du geschwurbeltes Zeug redest, ich verstehe dich halt dann nicht. Aber leid tun muss dir das nicht. Für mich reden die meisten Menschen hauptsächlich geschwurbeltes Zeug und meist steige ich dann einfach aus und höre gar nicht mehr richtig zu. 

Das wäre übrigens eine solche Situation: Wenn ich jetzt jemandem sagen würde, dass er nur geschwurbeltes Zeug redet, das ich nicht verstehe und dass ich deshalb nicht mehr zuhöre. Das ist mir schon passiert, dass das jemand vor den Kopf gestoßen hat und von mir eine Entschuldigung verlangt wurde. Sowas passiert mir aber bestimmt wieder, weil die Leute ja auch immer noch geschwurbelt daherreden. So lange sie das tun, wird es auch immer wieder vorkommen. Es ist also total unlogisch und sinnlos, zu versprechen, dass es nicht wieder vorkommen wird. Man belügt sich damit doch nur selbst. Warum Menschen die Wahrheit schlimm finden, ist für mich auch unlogisch. Die Wahrheit geht ja nicht weg, nur weil man sie nicht ausspricht. 

Ja, es ist eine milde Form von Asperger, die sich hauptsächlich auf meine soziale Interaktion auswirkt. Ich kann zwar Mimik lesen, aber menschliche Verhaltensweisen verstehe ich nicht, weil sie nicht immer logisch sind. Ich weiß dann meistens gar nicht, wie ich mich verhalten soll. In manchen Situationen ist mir das klar (zum Beispiel bei Trauer) und da habe ich dann eben ein paar einstudierte Sätze, die ich sagen kann. Das habe ich so gelernt und das funktioniert auch. 

Solche Situationen wie die, dass mein Freund seine Ansicht zu den gemeinsamen Unternehmungen plötzlich ändert, machen mir aber Mühe. Er weiß, dass ich Asperger habe und er hat sich auch zu dem Thema eingelesen. Er hat mir ja schon vor meiner Diagnose immer gesagt, dass ich ihn an den Hauptcharakter Temperance Brennan aus der Serie "Bones" erinnere. Das war dann auch der Grund, wieso ich mich auf Autismus testen ließ, denn es wird zwar in der Serie nie ausgesprochen, dass Brennan Asperger hat, aber wenn man das googelt, findet man sehr wohl diese Ansicht. Ich selbst wäre gar nicht auf die Idee gekommen, aber es ist leichter für Menschen, wenn man ein bestimmtes Verhalten einordnen kann, gewissermaßen eine "Schublade" dafür hat. Das ist ja bei dir auch so gewesen. Als ich erwähnt habe, dass ich Asperger habe, hat sich dein Verhalten mir gegenüber verändert. 

Aber ich war auch vor der Diagnose schon so, wie ich eben bin. Das hat sich dadurch ja nicht verändert. Genau das macht es jetzt so schwierig für mich. Mein Freund war immer schon spontan, er hat es aber nicht übel genommen, wenn ich dann nicht mit wollte, wenn er was unternehmen wollte. Jetzt tut er das aber seit Kurzem schon. 

Die Idee mit den Zeitfenstern, die für spontane Unternehmungen geplant werden, finde ich aber gut, das werde ich ihm vorschlagen. 

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