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Wie wichtig ist Geld in einer Beziehung???

23. Oktober 2008 um 15:43 Letzte Antwort: 3. Februar 2009 um 13:07

Also folgende Grundsituation: Mein Freund und ich sind jetzt ca 2jahre zusammen, leben noch nicht zusammen, aber da das eine sehr gefestigte Sache mit uns ist denke ich dass das Thema bald aufkommt. Wir sind beide berufstätig und leben von einem 0-8-15 Angestelltengehalt wobei er einen Tick mehr verdient (ca 150 netto denke ich). Jetzt das Problem: Während ich-obwohl ich auf relativ großem Fuß lebe (Reisen,teure Hobbies,shoppen,...)- trotzdem haushalte, genug über habe, verprasst er sein Geld, macht Schulden und Schufa Einträge. Er hat praktisch keine Kontrolle übers Geld, was er gerade hat geht direkt für irgendeinen scheiß weg. Auf der anderen Seite kennt er seine Situation, aber knausert total rum. Da darf beispielsweise immer ich mit meinem Auto durch die Gegend fahren wenn es mal irgendwohin geht und an anderen kleinen Dingen des Lebens merkt man das auch in der Form. Dennoch ist er in normalen Dingen nicht knausrig, lädt mich mal zu ner Cola ein etc.
Gespräche bzgl seines Konsumverhaltens, der schufa Einträge, die ihn nicht kratzen etc haben noch nie was gebracht und werden dem jetzigen Stand nach nie was ändern.

Mein größtes Problem ist dass ich wegen der ganzen Geschichten an einer gemeinsamen Zukunft zweifel denn ich befürchte in seine finanzielle Miseren mithineingezogen zu werden sobald wir zusammen ziehen würden. Denn irgendwie haushaltet man schon zusammen, selbst wenn man ein 3. Konto für gemeinsame Ausgaben hat. Wenn er gerade mal die Miete nicht zahlen kann wäre ich dran. An gemeinsame Anschaffungen (Möbel etc) ist nicht zu denken weil ich derjenige wäre der dann zu zahlen hat, er kann /will nicht (bei sowas wird wieder geknausert). Urlaube gemeinsam sind aus diesen Gründen jetzt schon nicht drin. Er bezeichnet mich als reich weil ich im gegensatz zu ihm noch ein bißchen was nebenbei mache und ziemlich teuren Hobbys und Fernreisen nachgehe. Aus dem Grund würde er wahrscheinlich erwarten dass ich im Falle eines Zusammenziehens ordentlich großzügig bin und einige sachen auf meinen Namen laufen ließe. Das ist aber etwas was ich absolut nicht einsehe, denn a)verdiene ich weniger als er (sei es nur auch einen Tick weniger), b) reicht mein geld gerade mal für mich selber -ich habe nunmal leider einen recht anspruchsvollen Lebensstil- und von daher hört auch die Beziehung in dem falle beim geld auf. Erst recht da ich absolut kein verständnis für seine Geldprobleme habe und nicht darunter leiden will. Ich habe daher absolut schiß wenn es mal an das Thema zusammenziehen geht. Von familie gründen wollen wir mal gar nicht erst reden. Er will unbedingt in 2-3 jahren Familie, ich aus den vorgenannten gründen nicht ein einziges Kind. Habe ihm das schon mehrfach gesagt aber auch das kommt nicht an.

Wollte nur mal hören ob es im www auch noch andere Menschen in so einer Beziehung gibt? wenn ja, wie ist das ausgegangen?Oder seht ihr das toleranter -bin ich ein fieser Geizhals/Egoist?- und lebt trotzdem aus einem Topf? Familie gründen ja trotz allem, denn in unserem Staat muß ja keiner hungern?

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23. Oktober 2008 um 16:08

Geld nicht so wichtig, wichtiger ist wo man seine Prioritäten setzt
Hy apolonia,

Genau so einen Typen hatte ich bis vor kurzem auch, Ok wir sind jung zusammengekommen (beide 18) aber nun mit 25 ging es einfach nicht mehr. Habe mir das lange angesehen und versucht zu helfen und und und aber irgedwie hat es nicht geklappt und wir hatten dann quasi ein 3. Konto mit gemeinsamen Ausgaben und jeder hatte seine Teil darauf einzu zahlen aber meine Freizeit habe ich immer öfter alleine gestaltet und somit haben wir uns über kurz oder lang auseinander gelebt. Nun ja nun muss er alleine klar kommen und es klappt wohl besser also würde ich finanziell nicht für ihn einspringen, dann hat er es ja wieder sehr einfach und bekommt von der Ernsthaftigkeit der Lage garnicht so viel mit. Sag ihm einfach klipp und klar, dass du noch so einiges im Leben vor hast und er entweder mitmacht und sich ändert oder ob er lieber mit ansehen will wie unzufrieden du mit der Situation bist.

lieben Gruß
Sendja

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23. Oktober 2008 um 16:11

Danke für die schnelle antwort.
Die Ursache für die Einträge kenne ich nicht genau, er will darüber auch nicht sprechen, geht mich ja anfürsich nichts an (trotz Freundin Status, ist jedem seine Sache). Das er bösartig oder faul ist ist mit Sicherheit jedoch nicht der Grund. Eher die Schwäche, seine Ausgaben nicht kontrollieren zu können. Es sind jetzt auch nicht Riesensummen á la Privatinsolvenz, einige Dinge haben sich angebl auch schon erledigt aber er kümmert sich nicht um die Löschung der Einträge. Liegt alles im geringeren Rahmen denke ich. Will meine Beziehung ja auch nicht grds von Geld und Schufaeinträgen abhängig machen, das Problem ist nur seine Grundeinstellung, die absolut nicht mit meiner Einstellung übereinstimmt und dass das meinem gefühl nach zwangsläufig zu problemen kommt irgenwann. Wenn das Thema Zusammenziehen aufkommt werde ich ihn auch über meine Bedenken unterrichten, auf die gefahr hin dass das auch nicht ankommt. Alles Mist!

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1. Februar 2009 um 16:46

Der Geld verprassende Mann Stiftung Männertest
Ja, mir ist es leider auch so ergangen.
Es macht mich soo traurig, bin heut noch am

An dieser Stelle herzliche Grüße an alle leidensgenossinnen!
mein letzter Freund , die Große Liebe, Beziehungs-basis: Freundschaft, also perfekt, sehr gute Kommunikation (ist mir wichtig). (letztes Jahr hat er Beziehung endgültig beendet, meine Gedanken: er muss seine Kindheit ausleben bis er paar 30 ist, hat er auch zugegeben) Er hat gesagt: Planen macht ihm Angst, und nicht zu planen macht mir angst. Er lebt in der Gegenwart und nicht in der Zukunft.
leider: mit 18 oder so: Taxis, Clubs, hohe Handyrechnungen >> Kreditkarte überzogen, den Kredit hat er nach unserer 4 Jahre langen Beziehung immer noch nicht abbezahlt. Er hat mir es aber erst am Anfang der Beziehung erzählt, dass er Kredit hat. Ok ich dachte, so was kann man doch abbezahlen, und ja, ich bin jemand, dem das Herz wichtig ist, ich werde ihn unterstützen und selbst bin ich ja auch gut im sparen und genügsam.

Letztes Jahr: Er lebt immer noch bei Eltern (ist ja auch gut sonst noch mehr schulden), keinen Füherschein, kein Auto, immer noch party, drinks, konzerte, musik machen, vor allem Filme gucken, er zahlt immer noch brav Zinsen an die bank für den kredit. Er hat gesagt, er hat schon viel Geld an zinsen gezahlt. Anstatt sich mal 4 Monate oder so zusammenzureißen und den kredit aus dem weg zu schaffen, danach könnte er sich ja wieder alles gönnen und sogar jeden Monat was sparen. Aber er muss immer alles ausgeben, jedes Monatsende pleite. Er verdient auch nicht so viel als Graphic designer, realschulabschluß, aber trotzdem. Ich habe ihm dann öfters gesagt, dass ich mich nicht wohlfühle wenn er so viel zinsen zahlt und das geld geht weg für drinks in Clubs, wo er sich ja kaum zurückhält, wie spielgeld. Er weiss auch warum ich so denke*, aber er ist stur und sieht in meinem Bedürfnis für eine gute (aber nicht extrem reiche) Zukunft eine GEWALTIGE Charakterschwäche und es kam immer zum streit, es hat mich immer verletzt. Er sagt der Kredit geht mich nichts an. Auch wenn wir über alles reden können, über ein bisschen sparen, davon will er nix hören. Stur!!! Wenn er nur einen kleinen kompromiss eingehen würde, ich könnte dann genauso entspannt sein wie er mich haben will und mit party machen.

Er hat mir vor einer woche noch gesagt dass er mich immer noch genauso sehr haben will. Aber wir haben schon so viel diskutiert, und uns gegenseitig beleidigt, dass es wirklich niemals, schon gar nicht für eine ehe gut gehen würde. Es zerreißt mir das herz weil er die liebe meines lebens ist und ich seine (soweit), man weiss nicht ob jemand anderes für uns beide vorbestimmt ist, ob es so sein soll dass wir andere leute heiraten.

um mit ihm zusammen sein zu können, müsste ich meine Träume und Bedürfnisse über bord zu werfen. *Aber mir wäre das extrem unangenehm weil: ich hatte eine sehr schwere Kindheit u. Jugend in finanzieller Notlage (Vater tödl. Unfall, Mutter schwerkrank, geringe staatliche Unterstützung, am minimum). Ein bedürfnis: eigentumswohnung, auto, das ist mein Heilmittel, um die unangenehmen Erlebnisse endlich zu vergessen. Und ich könnte meine Kinder nie unter so schlechten fin. Verhältnissen erziehen, ich würde es nicht verkraften. Ich möchte mich auf ein baby mit gutem Geldbeutel freuen können, das ist mein ausgleich zum sch** Leben in der kindheit.
Also wegrennen von der Armut durch bildung. Zum Glück bald mit studium fertig, dass ich endlich aufatmen kann. Aber dass ich auch so viel für die Uni gelernt habe (Prüfungsstress), dazu hat er gesagt, ich sei verliebt in die karriere, bin egoistisch, das stimmt aber nicht, ich mache was andere studentinnen auch machen. Ich habe mich entschuldigt, dass ich so viel lernen musste. Aus seiner sicht natürlich, weil er ja wochenende party, saufen, im bett liegen und filme gucken ist ja normal und nicht lernen.
Alles in allem finde ich das extrem traurig, bin schockiert, ich liebe ihn sehr. Kann nix machen.

Was meint ihr zu so was??

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3. Februar 2009 um 13:07

Wenn du so denkst
bzw. diese situation vorherrscht, sollte er erst mal sein leben in den griff bekommen bevor du dich da mit reinziehen lässt. lass bloß die finger vom zusammen ziehen

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