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Wie viele Chancen verdient man?

4. November 2018 um 22:37

Guten Abend!
Mich plagt schon seit Tagen ein Problem. Es geht um meinen Freund.
Wir sind seit mehr als 1 Jahr zusammen und am Anfang schien alles zu perfekt.
Leider bemerkte ich jedoch schnell seine Schwachstelle - der Alkohol. 
am Anfang wollte ich es nicht wahr haben, dass er bei Geburtstagsfeiern etc. immer ein bisschen zu tief ins Glas geschaut hat und redete mir ein, dass das nur ein "Ausrutscher" sei. Ein Jahr ist doch lang und so kam es, dass sich diese "Ausrutscher" häuften. Ich muss dazu sagen, dass ee jetzt nicht jedes Wochenende feiern geht, ist er aber mit Freunden mal weg kennt er keine Grenzen. Dass hat schlussendlich dazu geführt, dass mein Vertrauen zu ihm ziemlich geschrumpft ist. Er weiß dass mich dieser übermäßige Alkoholkonsum beim Fortgehen stört, ich gebe ihm auch immer wieder eine Chance (da sind wir beim eigentlichen Thema - wie viele Chancen hat man verdient?), jedoch werde ich immer wieder enttäuscht.
Momentan herrscht totales Chaos, ich habe ihm vor ner Woche ein  Ultimatum gesetzt, er sagte zwar er wird sich jetzt wirklich bessern, jedoch ohne Erfolg.
Gestern (er hatte mir zwar versprochen, dass er diesesmal "nüchtern" bzw. normal bleibt) war wieder das gleiche.
Ich weiß einfach nicht wie viele Chancen es noch braucht, bis jemals Besserung eintritt. Es ist ein hin und her der Gefühle - die Beziehung komplett aufzugeben, will auch nicht so recht in meinen Kopf. 
Momentan bin ich einfach stinksauer. 😑

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4. November 2018 um 23:06

Schluss machen. ......wenn er dich liebt,  ändert er sich,  wenn nicht,  ist er es nicht wert! !!!!

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4. November 2018 um 23:29
In Antwort auf pippi-langstrumpf123

Guten Abend!
Mich plagt schon seit Tagen ein Problem. Es geht um meinen Freund.
Wir sind seit mehr als 1 Jahr zusammen und am Anfang schien alles zu perfekt.
Leider bemerkte ich jedoch schnell seine Schwachstelle - der Alkohol. 
am Anfang wollte ich es nicht wahr haben, dass er bei Geburtstagsfeiern etc. immer ein bisschen zu tief ins Glas geschaut hat und redete mir ein, dass das nur ein "Ausrutscher" sei. Ein Jahr ist doch lang und so kam es, dass sich diese "Ausrutscher" häuften. Ich muss dazu sagen, dass ee jetzt nicht jedes Wochenende feiern geht, ist er aber mit Freunden mal weg kennt er keine Grenzen. Dass hat schlussendlich dazu geführt, dass mein Vertrauen zu ihm ziemlich geschrumpft ist. Er weiß dass mich dieser übermäßige Alkoholkonsum beim Fortgehen stört, ich gebe ihm auch immer wieder eine Chance (da sind wir beim eigentlichen Thema - wie viele Chancen hat man verdient?), jedoch werde ich immer wieder enttäuscht.
Momentan herrscht totales Chaos, ich habe ihm vor ner Woche ein  Ultimatum gesetzt, er sagte zwar er wird sich jetzt wirklich bessern, jedoch ohne Erfolg.
Gestern (er hatte mir zwar versprochen, dass er diesesmal "nüchtern" bzw. normal bleibt) war wieder das gleiche.
Ich weiß einfach nicht wie viele Chancen es noch braucht, bis jemals Besserung eintritt. Es ist ein hin und her der Gefühle - die Beziehung komplett aufzugeben, will auch nicht so recht in meinen Kopf. 
Momentan bin ich einfach stinksauer. 😑

Alkohol ist ein Suchtmittel. Wenn er nicht davon ablässt, obwohl er's dir versprochen hat, dann ist er ein Süchtiger.
Das musst du dir gut überlegen, ob du mit einem Süchtigen zusammen sein willst.

Du solltest nicht den Fehler machen, zu glauben, du könntest ihn davon schon irgendwann loskriegen. Das wird sehr wahrscheinlich keinen Erfolg haben. Und bis du das einsieht, kann sehr sehr viel schon kaputt gegangen sein. Deine Seele inklusive.

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5. November 2018 um 5:20
In Antwort auf pippi-langstrumpf123

Guten Abend!
Mich plagt schon seit Tagen ein Problem. Es geht um meinen Freund.
Wir sind seit mehr als 1 Jahr zusammen und am Anfang schien alles zu perfekt.
Leider bemerkte ich jedoch schnell seine Schwachstelle - der Alkohol. 
am Anfang wollte ich es nicht wahr haben, dass er bei Geburtstagsfeiern etc. immer ein bisschen zu tief ins Glas geschaut hat und redete mir ein, dass das nur ein "Ausrutscher" sei. Ein Jahr ist doch lang und so kam es, dass sich diese "Ausrutscher" häuften. Ich muss dazu sagen, dass ee jetzt nicht jedes Wochenende feiern geht, ist er aber mit Freunden mal weg kennt er keine Grenzen. Dass hat schlussendlich dazu geführt, dass mein Vertrauen zu ihm ziemlich geschrumpft ist. Er weiß dass mich dieser übermäßige Alkoholkonsum beim Fortgehen stört, ich gebe ihm auch immer wieder eine Chance (da sind wir beim eigentlichen Thema - wie viele Chancen hat man verdient?), jedoch werde ich immer wieder enttäuscht.
Momentan herrscht totales Chaos, ich habe ihm vor ner Woche ein  Ultimatum gesetzt, er sagte zwar er wird sich jetzt wirklich bessern, jedoch ohne Erfolg.
Gestern (er hatte mir zwar versprochen, dass er diesesmal "nüchtern" bzw. normal bleibt) war wieder das gleiche.
Ich weiß einfach nicht wie viele Chancen es noch braucht, bis jemals Besserung eintritt. Es ist ein hin und her der Gefühle - die Beziehung komplett aufzugeben, will auch nicht so recht in meinen Kopf. 
Momentan bin ich einfach stinksauer. 😑

"Ich weiß einfach nicht wie viele Chancen es noch braucht, bis jemals Besserung eintritt."

Das hört sich an wie "Ich koche diese Eier jetzt schon mindestens ne Stunde, und die werden einfach nicht weich"

Will sagen: Wenn du ihm immer weitere "Chancen" gibst, dann verbessern sich die Aussichten auf Besserung nicht, sondern sie verschlechtern sich. Denn dein Freund lernt dadurch nur, dass er überhaupt nix ändern muss - weil du ja nie wirkliche Konsequenzen aus seinem Verhalten ziehst, sondern ihm bloß immer wieder ne neue "Chance" gibst. Und grade wenn Abhängigkeit / Sucht im Spiel ist, ist ne Änderung schließlich sehr aufwändig, da überlegt man sich schon sehr genau, was man durch Entzug und Entwöhnung überhaupt gewinnt (in seinem Fall eben gefühlt: nix).

Abhängige belügen sich im Ernstfall auch lieber selbst und reden sich ein, sie hätten ihren Konsum im Griff.

Also kannst du aus seinem fortdauernden Konsum schließen, dass er den nicht wirklich einschränken will und dich nur beschwichtigen will, wenn er dir das Gegenteil sagt - oder dass er ihn nicht wirklich einschränken kann, weil er schon zu abhängig ist und die Kontrolle verloren hat. Im letzteren Fall wär professionelle Hilfe nötig, und dann müsste er höchstwahrscheinlich komplett mit dem Alkohol aufhören - nur einschränken geht dann nicht mehr.
Und in beiden Fällen bringen immer neue Chancen unter denselben Bedingungen garantiert nix. Sondern die Bedingungen müssen sich ändern - entweder indem er Profis hinzuzieht, um nen Entzug zu machen, oder indem du dich von ihm trennst und er somit durch seinen Konsum wirklich mal was Wichtiges verliert.

Also würd ich an deiner Stelle erstmal genau gucken, wo der Leidensdruck in der Situation ist oder sein könnte - sowohl bei dir als auch bei ihm. Welche Einsicht könnte ihn motivieren, etwas gegen seine (vermutliche) Abhängigkeit zu tun? Riskiert er z.B. seinen Führerschein, wenn er betrunken Auto fährt, oder wird er aggressiv und verletzend zu dir, wenn er getrunken hat? Gibt's eine Chance, ihm zu sagen "Guck mal, wenn du besoffen bist, dann bist du so, wie du nie sein wolltest"? Wenn dich "nur" sein Konsum stört, ohne dass du ihm irgendwelche negativen Folgen aufzeigen kannst, dann hört sich das nur so an, dass dich als "Partnerin" stört, dass er von was anderem kontrolliert wird als von dir.

lg
cefeu

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5. November 2018 um 8:08
In Antwort auf cefeu1

"Ich weiß einfach nicht wie viele Chancen es noch braucht, bis jemals Besserung eintritt."

Das hört sich an wie "Ich koche diese Eier jetzt schon mindestens ne Stunde, und die werden einfach nicht weich"

Will sagen: Wenn du ihm immer weitere "Chancen" gibst, dann verbessern sich die Aussichten auf Besserung nicht, sondern sie verschlechtern sich. Denn dein Freund lernt dadurch nur, dass er überhaupt nix ändern muss - weil du ja nie wirkliche Konsequenzen aus seinem Verhalten ziehst, sondern ihm bloß immer wieder ne neue "Chance" gibst. Und grade wenn Abhängigkeit / Sucht im Spiel ist, ist ne Änderung schließlich sehr aufwändig, da überlegt man sich schon sehr genau, was man durch Entzug und Entwöhnung überhaupt gewinnt (in seinem Fall eben gefühlt: nix).

Abhängige belügen sich im Ernstfall auch lieber selbst und reden sich ein, sie hätten ihren Konsum im Griff.

Also kannst du aus seinem fortdauernden Konsum schließen, dass er den nicht wirklich einschränken will und dich nur beschwichtigen will, wenn er dir das Gegenteil sagt - oder dass er ihn nicht wirklich einschränken kann, weil er schon zu abhängig ist und die Kontrolle verloren hat. Im letzteren Fall wär professionelle Hilfe nötig, und dann müsste er höchstwahrscheinlich komplett mit dem Alkohol aufhören - nur einschränken geht dann nicht mehr.
Und in beiden Fällen bringen immer neue Chancen unter denselben Bedingungen garantiert nix. Sondern die Bedingungen müssen sich ändern - entweder indem er Profis hinzuzieht, um nen Entzug zu machen, oder indem du dich von ihm trennst und er somit durch seinen Konsum wirklich mal was Wichtiges verliert.

Also würd ich an deiner Stelle erstmal genau gucken, wo der Leidensdruck in der Situation ist oder sein könnte - sowohl bei dir als auch bei ihm. Welche Einsicht könnte ihn motivieren, etwas gegen seine (vermutliche) Abhängigkeit zu tun? Riskiert er z.B. seinen Führerschein, wenn er betrunken Auto fährt, oder wird er aggressiv und verletzend zu dir, wenn er getrunken hat? Gibt's eine Chance, ihm zu sagen "Guck mal, wenn du besoffen bist, dann bist du so, wie du nie sein wolltest"? Wenn dich "nur" sein Konsum stört, ohne dass du ihm irgendwelche negativen Folgen aufzeigen kannst, dann hört sich das nur so an, dass dich als "Partnerin" stört, dass er von was anderem kontrolliert wird als von dir.

lg
cefeu

Ich war 8 Jahre in solche einer Beziehung. Wir harmonierten wunderbar,  hatten eine tolle Beziehung auf Augenhöhe und haben uns gemeinsam viel aufgebaut.
Das war so in den meisten Momenten, jedoch gab es dann auch diese Momente in denen er wieder die ganze Nacht nicht heim gekommen ist, das ganze Bad angekotzt hat, Verabredungen abgesagt werden mussten weil er zu fertig vom Vortag war, das ganze Schlafzimmer nach Alk gestunken hat, er betrunken mit dem Auto gefahren ist, nicht mal mehr gerade gehen noch schauen konnte, in mein Auto gekotzt hat usw......! Es gab Monate an denen er nicht getrunken hat und dann immer wieder ein Rückschlag. 
Ich wollte mit keinen Mann zusammen sein bei dem ich das Gefühl hatte auf ihn aufzupassen und mir bei jeder Feier Sorgen machen musste, dass es wieder eskaliert - was auch fast tatsächlich immer der Fall war.
Ich habe ihn nicht mehr als den Mann gesehen in den ich mich verliebt habe und ich konnte diese "Ausrutscher" auch nicht mehr ausblenden. Nach 8 Jahren und den 1000 Versprechen sich zu ändern habe ich einen Schlussstrich gezogen. 
Wir haben uns im Guten getrennt und er ist tief in meinem Herzen als guter Freund! Ich wünsche ihm das Allerbeste für seine Zukunft aber nicht mal wenn er der letzte Mann auf der Erde wäre möchte ich ihn jemals zurück....
ich hoffe für eich er ändert sich tatsächlich aber falls nicht lass nicht so viel Zeit vergehen wie ich....

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5. November 2018 um 9:58

hey also Abhängigkeit ist eine Krankheit.
Das wird ihn ein lebenlang verfolgen. Du kannst nicht von ihm erwarten dass er das ablegt. Im Grunde hat er sehr viele Chancen von dir verdient. Aber du musst das nicht für ihn tun. Wenn du ihn liebst dann darfst du trotzdem noch entscheiden ob du ihn auf dem Weg begleitest. Es gibt Leute die können Hilfe auch einfach nicht abnehemen. 

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5. November 2018 um 12:23

Dein armer Freund kann einem nur leid tun. Du schreibst, er geht nicht jedes Wochenende feiern. Aber wenn er geht, dann lässt er es richtig krachen.  Für mich ist das ein vernünftiger Umgang damit. Wo ist das Problem? Man lebt nur einmal. Geh doch ins Kloster Kamillentee trinken. Kein Mensch hat Lust auf so ne Spaßbremse. Wenn er wenigstens täglich oder jedes Wochenende trinken würde, könnte ich es vielleicht noch verstehen. Aber auch dann fände ich es schäbig wenn man einfach Schluss macht anstatt dem Menschen beizustehen und ihm zu helfen. Die Menschen heutzutage wissen gar nicht mehr, was eine Beziehung eigentlich ist... Für die meisten ist es anscheinend einfach nur ein Zeitvertreib zur Selbstbestätigung und sobald es mal nicht zu 100% nach der eigenen Nase geht, schmeißt man alles hin. 

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6. November 2018 um 18:47

Hi, er ist keinesfalls aggressiv oder dergleichen. Mir tut einfach immer nur die Enttäuschung weh, weil ich jedes mal glaub, heute hält er, was er verspricht 😓 doch leider wird diese Hoffnung nach Besserung jedes mal zunichte gemacht 

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6. November 2018 um 19:06
In Antwort auf pippi-langstrumpf123

Guten Abend!
Mich plagt schon seit Tagen ein Problem. Es geht um meinen Freund.
Wir sind seit mehr als 1 Jahr zusammen und am Anfang schien alles zu perfekt.
Leider bemerkte ich jedoch schnell seine Schwachstelle - der Alkohol. 
am Anfang wollte ich es nicht wahr haben, dass er bei Geburtstagsfeiern etc. immer ein bisschen zu tief ins Glas geschaut hat und redete mir ein, dass das nur ein "Ausrutscher" sei. Ein Jahr ist doch lang und so kam es, dass sich diese "Ausrutscher" häuften. Ich muss dazu sagen, dass ee jetzt nicht jedes Wochenende feiern geht, ist er aber mit Freunden mal weg kennt er keine Grenzen. Dass hat schlussendlich dazu geführt, dass mein Vertrauen zu ihm ziemlich geschrumpft ist. Er weiß dass mich dieser übermäßige Alkoholkonsum beim Fortgehen stört, ich gebe ihm auch immer wieder eine Chance (da sind wir beim eigentlichen Thema - wie viele Chancen hat man verdient?), jedoch werde ich immer wieder enttäuscht.
Momentan herrscht totales Chaos, ich habe ihm vor ner Woche ein  Ultimatum gesetzt, er sagte zwar er wird sich jetzt wirklich bessern, jedoch ohne Erfolg.
Gestern (er hatte mir zwar versprochen, dass er diesesmal "nüchtern" bzw. normal bleibt) war wieder das gleiche.
Ich weiß einfach nicht wie viele Chancen es noch braucht, bis jemals Besserung eintritt. Es ist ein hin und her der Gefühle - die Beziehung komplett aufzugeben, will auch nicht so recht in meinen Kopf. 
Momentan bin ich einfach stinksauer. 😑

Hallo Du, ich war 2 Jahre lang mit so einem Menschen zusammen. Ich wollte es nicht sehen, nicht wahrhaben das er ein Problem mit Alkohol hatte, vermutlich auch noch hat. 

Es war die reinste Hölle für mich. Jedes Mal, wenn ich Ihn darauf angesprochen habe wurde argumentiert mit "Jaa, du trinkst ja auch Bier." Stimmt - Ich trink ganz gerne mal ein Bier oder mehrere. Nur das ich auch ohne kann! Es gab kein Tag ohne Bier oder generell Alkohol bei ihm. 

Er wurde aggressiv, beleidigte mich und fasste mich auch öfters mal grob an. 

Schlussendlich hab ich mich nach 2 Jahren getrennt. Er hatte viele Chancen, hab ihm auch angeboten zusammen Hilfe zu suchen. Er versprach jedes Mal Änderung, tat es aber nie.
 

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6. November 2018 um 19:18
In Antwort auf pippi-langstrumpf123

Guten Abend!
Mich plagt schon seit Tagen ein Problem. Es geht um meinen Freund.
Wir sind seit mehr als 1 Jahr zusammen und am Anfang schien alles zu perfekt.
Leider bemerkte ich jedoch schnell seine Schwachstelle - der Alkohol. 
am Anfang wollte ich es nicht wahr haben, dass er bei Geburtstagsfeiern etc. immer ein bisschen zu tief ins Glas geschaut hat und redete mir ein, dass das nur ein "Ausrutscher" sei. Ein Jahr ist doch lang und so kam es, dass sich diese "Ausrutscher" häuften. Ich muss dazu sagen, dass ee jetzt nicht jedes Wochenende feiern geht, ist er aber mit Freunden mal weg kennt er keine Grenzen. Dass hat schlussendlich dazu geführt, dass mein Vertrauen zu ihm ziemlich geschrumpft ist. Er weiß dass mich dieser übermäßige Alkoholkonsum beim Fortgehen stört, ich gebe ihm auch immer wieder eine Chance (da sind wir beim eigentlichen Thema - wie viele Chancen hat man verdient?), jedoch werde ich immer wieder enttäuscht.
Momentan herrscht totales Chaos, ich habe ihm vor ner Woche ein  Ultimatum gesetzt, er sagte zwar er wird sich jetzt wirklich bessern, jedoch ohne Erfolg.
Gestern (er hatte mir zwar versprochen, dass er diesesmal "nüchtern" bzw. normal bleibt) war wieder das gleiche.
Ich weiß einfach nicht wie viele Chancen es noch braucht, bis jemals Besserung eintritt. Es ist ein hin und her der Gefühle - die Beziehung komplett aufzugeben, will auch nicht so recht in meinen Kopf. 
Momentan bin ich einfach stinksauer. 😑

Also, er geht nicht jedes we aus und trinkt mehr, wenn er mit Freunden unterwegs ist? Also, wenn er mit dir zusammen ist, ist das anders? Oder auch so? Wenn ja, dann lass ihn, soll er trinken, wenn er ohne dich hin und wieder feiern geht. Dann pennt er auf der Couch den Rausch aus ubd es muss dich nicht tangieren.
Ich würde halt, wenn’s dich arg stört, ihn darum bitten, sich zurückzuhalten, wenn ihr zusammen unterwegs seid. Wenn jeder seine eigenen Wege geht, hat auch jeder ein Stück eigene Entscheidung für Eigenverantwortung verdient, finde ich.
Und bloß, weil er sich hin und wieder die Kante gibt, hat er nicht automatisch ein Alkoholproblem...

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6. November 2018 um 19:19
In Antwort auf mizzunrockbar

Hallo Du, ich war 2 Jahre lang mit so einem Menschen zusammen. Ich wollte es nicht sehen, nicht wahrhaben das er ein Problem mit Alkohol hatte, vermutlich auch noch hat. 

Es war die reinste Hölle für mich. Jedes Mal, wenn ich Ihn darauf angesprochen habe wurde argumentiert mit "Jaa, du trinkst ja auch Bier." Stimmt - Ich trink ganz gerne mal ein Bier oder mehrere. Nur das ich auch ohne kann! Es gab kein Tag ohne Bier oder generell Alkohol bei ihm. 

Er wurde aggressiv, beleidigte mich und fasste mich auch öfters mal grob an. 

Schlussendlich hab ich mich nach 2 Jahren getrennt. Er hatte viele Chancen, hab ihm auch angeboten zusammen Hilfe zu suchen. Er versprach jedes Mal Änderung, tat es aber nie.
 

Du beschreibst ein anderes Kaliber als die Te😉

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6. November 2018 um 19:22
In Antwort auf schmetterlingaufreisen

Du beschreibst ein anderes Kaliber als die Te😉

Wollte nur mal meine Erfahrungen beitragen.

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6. November 2018 um 23:55
In Antwort auf schmetterlingaufreisen

Also, er geht nicht jedes we aus und trinkt mehr, wenn er mit Freunden unterwegs ist? Also, wenn er mit dir zusammen ist, ist das anders? Oder auch so? Wenn ja, dann lass ihn, soll er trinken, wenn er ohne dich hin und wieder feiern geht. Dann pennt er auf der Couch den Rausch aus ubd es muss dich nicht tangieren.
Ich würde halt, wenn’s dich arg stört, ihn darum bitten, sich zurückzuhalten, wenn ihr zusammen unterwegs seid. Wenn jeder seine eigenen Wege geht, hat auch jeder ein Stück eigene Entscheidung für Eigenverantwortung verdient, finde ich.
Und bloß, weil er sich hin und wieder die Kante gibt, hat er nicht automatisch ein Alkoholproblem...

Vielen lieben Dank für deine Antwort.
Genau, er trinkt nicht unter der Woche und auch nicht jeden Tag. Nur eben auf Feiern und Partys. Mein Problem ist, dass ich ihn bitte, er es zwar verspricht, sich zurückzuhalten, es jedoch trotzdem nicht funktioniert.
Er weiß, dass es mich stört - er sagt er kämpft dagegen an doch leider werde ich immer und immer wieder enttäuscht

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8. November 2018 um 12:31
In Antwort auf pippi-langstrumpf123

Vielen lieben Dank für deine Antwort.
Genau, er trinkt nicht unter der Woche und auch nicht jeden Tag. Nur eben auf Feiern und Partys. Mein Problem ist, dass ich ihn bitte, er es zwar verspricht, sich zurückzuhalten, es jedoch trotzdem nicht funktioniert.
Er weiß, dass es mich stört - er sagt er kämpft dagegen an doch leider werde ich immer und immer wieder enttäuscht

Wenn er dagegen ankämpft und es nicht schafft, klingt es doch sehr nach Sucht.
Könnte aber auch sein, dass er an der Stelle frei sein möchte, aber glaubt, dass du es nicht akzeptierst und deshalb nicht reduziert, oder? Ich persönlich halte wenig davon, den Partner zu stark einzugrenzen, wenn es doch eigentlich nicht schlimm ist, was er tut. Kannst du da nicht lockerer sein? Was ist der Grund für Alkohol-verbot?

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8. November 2018 um 13:31

Nein, weil er laut seiner eigenen Aussage erfolglos "dagegen ankämpft". Das nennt man Kontrollverlust, und das ist eins der Kriterien für Sucht.
Die anderen Kriterien wären: starker Wunsch nach der Droge (Craving), Unfähigkeit damit aufzuhören (selbst angesichts schwerer Nachteile durch den Konsum), Gewöhnung / Toleranzbildung (man braucht immer mehr Alkohol, um dieselbe Wirkung zu erzielen) und körperliche und/oder psychische Entzugserscheinungen beim Aufhören.

lg
cefeu

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8. November 2018 um 20:12
In Antwort auf pippi-langstrumpf123

Guten Abend!
Mich plagt schon seit Tagen ein Problem. Es geht um meinen Freund.
Wir sind seit mehr als 1 Jahr zusammen und am Anfang schien alles zu perfekt.
Leider bemerkte ich jedoch schnell seine Schwachstelle - der Alkohol. 
am Anfang wollte ich es nicht wahr haben, dass er bei Geburtstagsfeiern etc. immer ein bisschen zu tief ins Glas geschaut hat und redete mir ein, dass das nur ein "Ausrutscher" sei. Ein Jahr ist doch lang und so kam es, dass sich diese "Ausrutscher" häuften. Ich muss dazu sagen, dass ee jetzt nicht jedes Wochenende feiern geht, ist er aber mit Freunden mal weg kennt er keine Grenzen. Dass hat schlussendlich dazu geführt, dass mein Vertrauen zu ihm ziemlich geschrumpft ist. Er weiß dass mich dieser übermäßige Alkoholkonsum beim Fortgehen stört, ich gebe ihm auch immer wieder eine Chance (da sind wir beim eigentlichen Thema - wie viele Chancen hat man verdient?), jedoch werde ich immer wieder enttäuscht.
Momentan herrscht totales Chaos, ich habe ihm vor ner Woche ein  Ultimatum gesetzt, er sagte zwar er wird sich jetzt wirklich bessern, jedoch ohne Erfolg.
Gestern (er hatte mir zwar versprochen, dass er diesesmal "nüchtern" bzw. normal bleibt) war wieder das gleiche.
Ich weiß einfach nicht wie viele Chancen es noch braucht, bis jemals Besserung eintritt. Es ist ein hin und her der Gefühle - die Beziehung komplett aufzugeben, will auch nicht so recht in meinen Kopf. 
Momentan bin ich einfach stinksauer. 😑

Der macht was er will.konsequenzen bekommt er keine 

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9. November 2018 um 10:42

Schon OK - ich hab das mit dem Craving etc. bei dem "Fall" des Freundes der TE auch nicht "diagnostiziert", sondern nur allgemeine Kriterien aufgezählt, ohne zu behaupten, dass die bei ihm zutreffen würden. Meiner Meinung nach schreibt die TE viel zu wenig über ihn, als dass man bzw. ich auch nur ansatzweise beurteilen könnte, ob hier ne Abhängigkeit vorliegt oder nicht - wie ich in meinem ersten Posting im Thread hier geschrieben habe, es kann sein, dass er nicht aufhören kann (also Sucht), oder auch bloß, dass er nicht aufhören will.
Und da die TE sich auch nicht konkret darüber auslässt, was sie genau am Alkoholkonsum ihres Freundes stört (und ob sie überhaupt irgendwas Konkretes daran stört, oder ob's ihr nur ums Grundsätzliche geht), wüsst ich auch nicht, wo man da jetzt noch was zur Problemlösung beitragen könnte

lg
cefeu

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9. November 2018 um 19:10

Du hast meinen Text offensichtlich überflogen. Habe gesagt, es klingt nach Sucht oder, was wahrscheinlicher ist, kämpft er gegen die Einschränkung an und reduziert deshalb nicht. Das ist genau das, was du dann auch geschrieben hast 😉

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