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Wie viel Zeit braucht er?

16. November 2017 um 16:21 Letzte Antwort: 17. November 2017 um 17:47

Hallo,

ich habe, wie so viele hier, etwas Schweres auf dem Herzen.
Ich (28) hatte 5 Monate lang eine Affäre mit einem Mann (34).
Er offenbarte mir, dass er sich in mich verliebt hat und hat sich tatsächlich nach 15 Jahren von seiner Ex-Verlobten getrennt. Dies ist nun ca. drei Wochen her. Sie ist bereits ausgezogen und er wohnt alleine in der Wohnung.
Mir offenbarte er nach einer schwierigen Situation zwischen uns Beiden vor zweieinhalb Wochen unter Tränen, dass er gerade das starke Gefühl hat sich nicht so auf mich einlassen zu können wie ich es verdient habe und wie er es gern würde.
Er möchte mich nicht aufs Wartegleis stellen und erbat sich Zeit für sich und trennte sich quasi von mir.

Leider kam es in dieser Zeit (letzten Freitag) zu einem tragischen Vorfall in meiner Familie. Mein Bruder ist nach einem eineinhalb jahrelangen schweren Kampf gegen Krebs gestorben. Ich stand unter Schock und auch immernoch weiß ich nicht ein und nicht aus. Kurz bevor das passiert ist, habe ich es geschafft ihn zu lassen und wir hatten so lose Kontakt, der auch mit von ihm kam. Der Tod meines Bruders hat mich leider aus der Bahn geworfen und ich bat ihn da zu sein. Das war er. Er tat mir richtig richtig gut. Er hat von Freitag auf Samstag bei mir geschlafen und mir auch wieder gesagt wie gern er mich auch hat.

Samstag meinte er dann aber es sei ihm zu schnell zu viel und wir sind gerade noch nicht so weit, dass er einen vollwertigen Partner ersetzen kann. Er kann gerade keine Beziwhung führen, aber es sei ihm ernst mit mir.
Hm ja Danke.

Aktuell fällt es mir sehr schwer ihn zu lassen. Er hat sich nach den zwei Tagen wieder rapide distanziert und eher sehr freundschaftliche Nachrichten geschrieben.

Ich bin momentan überfordert. Lohnt sich das Warten? Soll ich einen endgültigen Schlussstrich ziehen? Hält er mich hin? Soll ich normal mit ihm schreiben? Er erzählt mir von seinem Tag usw. Oder soll ich einfach mal nicht mehr schreiben?
Ich bin aktuell einfach zu durcheinander und weiß überhaupt gar nicht was mir guttut. Ich hätte ihn am liebsten hier, aber ich weiß, dass das nicht geht. Und der viee Kontakt fehlt. Und der Mann, der die letzten Monate so furchtbar toll zu mir war.

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16. November 2017 um 17:34
In Antwort auf user14804

Hallo,

ich habe, wie so viele hier, etwas Schweres auf dem Herzen.
Ich (28) hatte 5 Monate lang eine Affäre mit einem Mann (34).
Er offenbarte mir, dass er sich in mich verliebt hat und hat sich tatsächlich nach 15 Jahren von seiner Ex-Verlobten getrennt. Dies ist nun ca. drei Wochen her. Sie ist bereits ausgezogen und er wohnt alleine in der Wohnung.
Mir offenbarte er nach einer schwierigen Situation zwischen uns Beiden vor zweieinhalb Wochen unter Tränen, dass er gerade das starke Gefühl hat sich nicht so auf mich einlassen zu können wie ich es verdient habe und wie er es gern würde.
Er möchte mich nicht aufs Wartegleis stellen und erbat sich Zeit für sich und trennte sich quasi von mir.

Leider kam es in dieser Zeit (letzten Freitag) zu einem tragischen Vorfall in meiner Familie. Mein Bruder ist nach einem eineinhalb jahrelangen schweren Kampf gegen Krebs gestorben. Ich stand unter Schock und auch immernoch weiß ich nicht ein und nicht aus. Kurz bevor das passiert ist, habe ich es geschafft ihn zu lassen und wir hatten so lose Kontakt, der auch mit von ihm kam. Der Tod meines Bruders hat mich leider aus der Bahn geworfen und ich bat ihn da zu sein. Das war er. Er tat mir richtig richtig gut. Er hat von Freitag auf Samstag bei mir geschlafen und mir auch wieder gesagt wie gern er mich auch hat.

Samstag meinte er dann aber es sei ihm zu schnell zu viel und wir sind gerade noch nicht so weit, dass er einen vollwertigen Partner ersetzen kann. Er kann gerade keine Beziwhung führen, aber es sei ihm ernst mit mir.
Hm ja Danke.

Aktuell fällt es mir sehr schwer ihn zu lassen. Er hat sich nach den zwei Tagen wieder rapide distanziert und eher sehr freundschaftliche Nachrichten geschrieben.

Ich bin momentan überfordert. Lohnt sich das Warten? Soll ich einen endgültigen Schlussstrich ziehen? Hält er mich hin? Soll ich normal mit ihm schreiben? Er erzählt mir von seinem Tag usw. Oder soll ich einfach mal nicht mehr schreiben?
Ich bin aktuell einfach zu durcheinander und weiß überhaupt gar nicht was mir guttut. Ich hätte ihn am liebsten hier, aber ich weiß, dass das nicht geht. Und der viee Kontakt fehlt. Und der Mann, der die letzten Monate so furchtbar toll zu mir war.

In der Zeit der Trauer bist Du sicher extrem anlehnungsbedürftig - mein aufrichtiges Beileid!

Aber, wenn Du von Deinem Freund sprichst, fällt mir auf, dass es Dir mehr darum geht, dass er DIR nützlich ist. Was gibst Du ihm zurück? Hast Du überhaupt gerade ein Herz für anderes als für Deine Trauer und damit für Dein persönliches Leiden?

Was weißt Du denn darüber, was Deinen Freund gerade so sehr beschäftigt, so dass er momentan so gar keine Form von Beziehung eingehen kann und mag?

Weißt Du, auch andere Menschen haben Sorgen und Kummer. Ein mitfühlender Mensch wird sich eben auch für die Sorgen anderer und besonders für die seines Partners interessieren und zu helfen versuchen. Womit hilfst Du Deinem Freund? Ist es Dir egal, wie es IHM geht?

Vielleicht solltest Du mit Deiner Trauer mit Menschen reden, die Dir eher eine Hilfe sein können? Erkundige Dich mal in Deiner Gegend, was angeboten wird.
Ein Partner darf nicht nur ''gebraucht'' werden - er hat auch seine Bedürfnisse.

Auch eignet sich nicht jeder Partner zum Seelentröster - nicht, weil er nicht will, sondern weil er eventuell nicht kann. Auch das ist zu bedenken. Wenn Du wirklich was übrig hast für diesen Mann, dann halte den gewünschten Abstand ein - besser ist das

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16. November 2017 um 18:39
In Antwort auf gabriela1440

In der Zeit der Trauer bist Du sicher extrem anlehnungsbedürftig - mein aufrichtiges Beileid!

Aber, wenn Du von Deinem Freund sprichst, fällt mir auf, dass es Dir mehr darum geht, dass er DIR nützlich ist. Was gibst Du ihm zurück? Hast Du überhaupt gerade ein Herz für anderes als für Deine Trauer und damit für Dein persönliches Leiden?

Was weißt Du denn darüber, was Deinen Freund gerade so sehr beschäftigt, so dass er momentan so gar keine Form von Beziehung eingehen kann und mag?

Weißt Du, auch andere Menschen haben Sorgen und Kummer. Ein mitfühlender Mensch wird sich eben auch für die Sorgen anderer und besonders für die seines Partners interessieren und zu helfen versuchen. Womit hilfst Du Deinem Freund? Ist es Dir egal, wie es IHM geht?

Vielleicht solltest Du mit Deiner Trauer mit Menschen reden, die Dir eher eine Hilfe sein können? Erkundige Dich mal in Deiner Gegend, was angeboten wird.
Ein Partner darf nicht nur ''gebraucht'' werden - er hat auch seine Bedürfnisse.

Auch eignet sich nicht jeder Partner zum Seelentröster - nicht, weil er nicht will, sondern weil er eventuell nicht kann. Auch das ist zu bedenken. Wenn Du wirklich was übrig hast für diesen Mann, dann halte den gewünschten Abstand ein - besser ist das

Hallo,

Danke für deine Antwort und die Mühe den Text zu lesen.
Ich habe ihn in den letzten Wochen und Monaten bereits sehr viel gegeben. Ich war immer für ihn da wenn er mich gebraucht hat und über die Beweggründe haben wir auch gesprochen.

"Er braucht das gerade für sich", er könne nicht so für mich da sein wie er gern würde, etc. Es sei ihm ernst und er mag mich, aber er kann sich gerade nicht auf mich einlassen. Wie lange das dauert, weiß er nicht....

Er hat zuletzt geschrieben. Aber eben eine ganz normale Nachricht und aktuell fällt es mir schwer normal zu sein, obwohl ich mir Normalität wünsche. Es tat einfach gut als er da war. Ich bin niemand der alles auf die Schultern von einer Person ablegt, aber eine Schulter hilft momentan am Mesiten. Habe ihm auch das schlechte Gefühl mir gegenüber genommen, aber ich bin gefühlsmäßig momentan sowieso durcheinander. ich hab einfach Angst davor auch ihn zu verlassen und diese gazen Fragen wie ich mich verhalten soll, quälen mich zusätzlich. EInfach nicht mehr antworten auf seine letzte Nachricht?

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16. November 2017 um 20:49
In Antwort auf user14804

Hallo,

Danke für deine Antwort und die Mühe den Text zu lesen.
Ich habe ihn in den letzten Wochen und Monaten bereits sehr viel gegeben. Ich war immer für ihn da wenn er mich gebraucht hat und über die Beweggründe haben wir auch gesprochen.

"Er braucht das gerade für sich", er könne nicht so für mich da sein wie er gern würde, etc. Es sei ihm ernst und er mag mich, aber er kann sich gerade nicht auf mich einlassen. Wie lange das dauert, weiß er nicht....

Er hat zuletzt geschrieben. Aber eben eine ganz normale Nachricht und aktuell fällt es mir schwer normal zu sein, obwohl ich mir Normalität wünsche. Es tat einfach gut als er da war. Ich bin niemand der alles auf die Schultern von einer Person ablegt, aber eine Schulter hilft momentan am Mesiten. Habe ihm auch das schlechte Gefühl mir gegenüber genommen, aber ich bin gefühlsmäßig momentan sowieso durcheinander. ich hab einfach Angst davor auch ihn zu verlassen und diese gazen Fragen wie ich mich verhalten soll, quälen mich zusätzlich. EInfach nicht mehr antworten auf seine letzte Nachricht?

und eben das ist das Problem - der ''Helfer'' hat ein volles Herz und möchte helfen wo er kann.
Dabei werden ihm knallhart seine Grenzen aufgezeigt. Kennst Du das?

Man weiß nicht, wie man der Partnerin den Schmerz nehmen kann und leidet darunter.

Aber das darf er seiner Partnerin nicht zeigen - aus Angst, sie würde es nicht verstehen. Der Helfer wird selbst zum Hilfsbedürftigen?
Hab Geduld mit Euch

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17. November 2017 um 8:28

Guten Morgen,

das verstehe ich nicht ganz. Den Abstad wollte er bereits bevor das mit meinem Bruder passiert ist. Ich will einfach das alles so ist wie vorher. Er lässt mich gar nicht mehr an sich ran, macht es mit sich aus. Vorher hat mich an allem teilhaben lassen. Beim ganzen Prozess der Trennung. Ich vermisse ihn so sehr. Am meisten seinen Humor.
Ich hab gestern nicht mehr geantwortet, da ich nicht mehr weiß wie. Er hat gefragt wie es mir geht und ich hab nur geschrieben nicht gut. Da hat er gefragt wieso...und ich hab nichts mehr geschrieben.
Ich weiß nicht mehr damit umzugehen. Es tut einfach nur weh .

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17. November 2017 um 12:30

Hallo,

Danke für die Antwort.
Leider kann niemand dazu wirklich sagen wie es in ihm aussieht und was er sich denkt. Vielleicht braucht er wirklich etwas Zeit, vielleicht auch nicht. Ich weiß es selbst nicht. Man dreht sich im Kreis und letztendlich kann ich eh nichts machen. Im Prinzip ist es ja richtig, wenn er sich nach 15 Jahren etwas Zeit für sich nehmen möchte...
Es fällt mir nur so schwer mich abzulenken.
 

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17. November 2017 um 14:34
In Antwort auf user14804

Hallo,

Danke für die Antwort.
Leider kann niemand dazu wirklich sagen wie es in ihm aussieht und was er sich denkt. Vielleicht braucht er wirklich etwas Zeit, vielleicht auch nicht. Ich weiß es selbst nicht. Man dreht sich im Kreis und letztendlich kann ich eh nichts machen. Im Prinzip ist es ja richtig, wenn er sich nach 15 Jahren etwas Zeit für sich nehmen möchte...
Es fällt mir nur so schwer mich abzulenken.
 

sieh mal, Du bist in einer denkbar traurigen Lage.
Zufällig weiß ich aus eigener Erfahrung, dass der liebende Mann an der Seite kaum gut umgehen kann mit einer traurigen Liebsten. Da ist Dein Freund keine Ausnahme.

Da ist es tatsächlich aufbauender, sich an die liebe Oma oder einen anderen nahen Verwandten zu halten - nicht gerade an den Partner, mit dem man ja nicht einmal eine Wohnung teilt, wo jeder noch sein ganz eignes Leben führt.

Auch Dein Freund braucht jemanden an der Seite, der ihm gut tut - ansonsten zieht Ihr einander gegenseitig nur weiter runter...

ja...und dann ?

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17. November 2017 um 14:35
In Antwort auf user14804

Hallo,

Danke für die Antwort.
Leider kann niemand dazu wirklich sagen wie es in ihm aussieht und was er sich denkt. Vielleicht braucht er wirklich etwas Zeit, vielleicht auch nicht. Ich weiß es selbst nicht. Man dreht sich im Kreis und letztendlich kann ich eh nichts machen. Im Prinzip ist es ja richtig, wenn er sich nach 15 Jahren etwas Zeit für sich nehmen möchte...
Es fällt mir nur so schwer mich abzulenken.
 

sieh mal, Du bist in einer denkbar traurigen Lage.
Zufällig weiß ich aus eigener Erfahrung, dass der liebende Mann an der Seite kaum gut umgehen kann mit einer traurigen Liebsten. Da ist Dein Freund keine Ausnahme.

Da ist es tatsächlich aufbauender, sich an die liebe Oma oder einen anderen nahen Verwandten zu halten - nicht gerade an den Partner, mit dem man ja nicht einmal eine Wohnung teilt, wo jeder noch sein ganz eignes Leben führt.

Auch Dein Freund braucht jemanden an der Seite, der ihm gut tut - ansonsten zieht Ihr einander gegenseitig nur weiter runter...

ja...und dann ?

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17. November 2017 um 16:34

Liebe Gabriele,
es tut gut deine lieben Worte zu lesen. Durchaus bin ich momentan sehr durch den Wind und weiß nicht richtig weiter. Man weiß ja, dass alles besser wird, aber die Zeit in der es schlecht ist ist unerträglich. Mit Liebeskummer bin ich schon fertig geworden, aber mit dem Verlust eines jungen Familienmitgliedes noch nicht. All das zusammen ist zu viel.

Da fällt es mir so schwer ihn loszulassen. Es stand alles am Anfang bei uns. Nach dem er sich getrennt hat, dachte ich: jetzt kommt unsere Zeit und ich habe mich so sehr gefreut, dass er gesagt hat, dass er da ist. Er fehlt und es tut sehr weh, dass alles zu verstehen. Der Kontakt zu ihm ist so kalt. ALs würde ich mit einem Bekannten schreiben. Alle sagen, ich soll mich zurückziehen und ihn kommen lassen. Ja, ich weiß, dass das richtig ist. Schließlich hat er sich in die unabhängige und smarte Frau verliebt. Gerade bin ich eher abhängig und liebebedürftig. Es ist schwer stark zu sein. Ich brauche Halt und Sicherheit.

Gibt es wirklich noch eine Chance oder wird er das alleine sein genießen?
Bis wann gebe ich ihm Zeit. Das war doch alles zusammen recht viel in letzter Zeit. Die Beerdigung ist auch erst in einer Woche. Mein Kopf explodiert bald und ich suche nach dem alten ich von mir. Dem fröhlichen, der zeitweise auch gern alleine war. Momentan fühle ich mich nur noch allein. es war so schön als er da war. Wir teilen denselben Humor, dieselben Vorlieben. Er selbst hat gesagt, dass wir gut zusammen passen und das etwas Besonderes ist. Vom Sex brauch ich gar nicht erst anzufangen. Da harmonieren wir mehr als nur ein bisschen. Das hat sich alles so richtig angefühlt....

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17. November 2017 um 16:40

Ich habe ihm vorgeschlagen es langsam angehen zu lassen. Selbst das wollte er nicht...Zuvor sagte er, er möchte mein Partner sein und ich solle mich fallen lassen. Vielleicht habe ich das zu schnell zu viel getan. Ich bin aber auch über drei Jahre allein. Da bin ich nach 4-5 Monaten dazu bereit weiterzugehen. Meinst du ich war wirklich nur eine Ablenkung und ich habe etwas falsch gemacht? Habe ich zu viel verlangt?

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17. November 2017 um 17:47

Danke für deine Hilfe Lana.

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17. November 2017 um 17:47

such dir am besten ganz viele sachen die dich ablenken. wenn er dich sehr lieben würde, wäre er jede sekunde bei dir. von daher..... frag ihn doch mal wie du dich verhalten sollst. 

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Ich weiß nicht weiter
Von: mercy1307
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17. November 2017 um 15:56
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