Home / Forum / Liebe & Beziehung / Wie viel Freiheit tut Beziehungen gut?

Wie viel Freiheit tut Beziehungen gut?

23. Januar 2009 um 19:51

Hallo ihr Lieben,

ich bin seit 7 Jahren mit meinem Liebsten zusammen, wir haben zwei Kinder und sind eigentlich total glücklich - dabei sind wir uns auch einig. Nun hat aber mein Göttergatte im November angefangen, mit einer guten Freundin von mir zu flirten. Sie haben sich mal zufällig auf dem Weg zur Arbeit getroffen, waren dann mal auf dem Weihnachtsmarkt Glühwein trinken, dann mal im Kino und so weiter - alles innerhalb von etwa 4 Wochen. Dazu kamen massenweise SMS hin und her.

Ich fand das gar nicht lustig, weil ich mehr und mehr gemerkt hatte, wie er anfängt von ihr zu schwärmen. O-Ton: "Sie ist eine totale Bereicherung für mich, das gibt so viele tolle Inputs.." etc. Dazu kamen dann noch so philosophische Gedanken wie: "Warum kann man eigentlich nicht einfach mit allen Menschen ins Bett gehen, die man toll findet." etc.

Ich habe mehrmals gesagt, dass mir das weh tut, weil er diese Freundschaft so pflegt, hatte einmal auch ne ziemliche Krise, weil er mir erst am Tag danach gesagt hat, dass er im Kino mit ihr war und ich einfach das Gefühl hatte, es gibt wohl noch mehr, das er mir nicht eingesteht. Dazu war ich noch schwanger (hatte inzwischen leider eine Fehlgeburt) und war sowieso recht emotional.

Nun, als er am 24.12. Knall auf Fall meinte, sie hätte im gerade ein SMS geschrieben, ob er sich mit ihr auf dem Weihnachtsmarkt treffen will, und dann schwupps, schon abgehauen war, fand ich es total daneben. Ich habe sie angerufen und gefragt, warum wir eigentlich nicht zu dritt treffen können - und dann herausgefunden, dass ER SIE um ein Date gebeten hatte. Lange Story, kurzer Sinn: Ich bin auf den Weihnachtsmarkt und bin dort grad in Tränen ausgebrochen.

Ihr war es total unrecht (er hatte ihr gar nicht erzählt, wie sehr mich das belastet und wie viele Diskussionen wir schon hatten) und meinte, sie würde die ganze Geschichte sofort reduzieren, ihr sei das eigentlich auch schon alles zuviel geworden.

Nun, seit dem haben sie sich noch einmal gesehen und schicken sich hin und wieder ein SMS, aber die ganze Sache scheint sich wirklich beruhigt zu haben. Trotzdem frage ich mich einfach, wie das denn andere in ihren Beziehungen handhaben mit solchen Freundschaften. Gibt es bei euch Spielregeln? Was ist erlaubt? Wie geht ihr um mit Eifersucht und dem Gefühl: Eine andere hat gerade einen wichtigeren Platz in seinem Herzen?

Für mich war das sicher auch so schwierig, weil sowas in unserer ganzen Beziehung nie ein Problem war. Jeder von uns ist hin und wieder mal mit Leuten vom anderen Geschlecht ausgegangen, aber einmal in 6 Monaten oder so.

Und obwohl er jetzt kaum noch Kontakt zu ihr hat, merke ich doch, dass er sich innerlich im Moment ein wenig von mir distanziert hat. Wahrscheinlich fühlt er sich halt zu ihr hingezogen. Ich habe ihn mal gefragt, ob er das Gefühl hätte, ich hätte ihm diese Frau "weggenommen" - er meinte nein, er hätte sich ja selbst dazu entschieden, dass er mir das nicht zumuten will.

Danke für eure Meinungen und vor allem eure Erfahrungen und Spielregeln...


Mehr lesen

23. Januar 2009 um 20:25

Die "Freundin"
Nun ja, das ist so eine Sache. Vertrauen kann ich ihr wohl schon, ihr war die Sache echt unrecht. Vor allem meinte sie, sie hätte ja echt nur ne unkomplizierte Freundschaft gesucht und das, auf was sie garantiert keinen Bock hat, sind Streitereien und Knatsch. Habe sogar mal mit ihrem Mann drüber gesprochen: Der meinte, sie würde mit ihrer offenen Art oft Gefühle in anderen Männern auslösen, deren sie sich nicht bewusst sei. Allerdings muss ich sagen, so "unschuldig" sieht sie für mich nicht aus. Sie hatte ein megaschlechtes Gewissen und meinte, sie hätte wohl schon früher auf die Bremse drücken müssen, hätte aber die Aufmerksamkeiten sehr genossen.

Ausserdem findet sie, ihr Mann müsse ja nicht alles wissen, was so läuft, schliesslich entscheidet sie, ob sie weiss, wo sie zuhause ist oder nicht, und so lange sie das wisse, brauche sie ihren Mann nicht belasten. Das finde ich schlichtweg intransparent und nicht partnerschaftlich (und auch ein wenig feige). Sie hat mir mal erzählt, dass ihre Eltern Hippies waren und fand es supertoll, wie offen die ihre Ehe gelebt hätten. Die Mutter ist früh gestorben und ich habe manchmal den Eindruck, sie will das irgendwie nachleben, nachahmen...

Soweit ich weiss (mein Mann ist grundsätzlich sehr ehrlich) haben sie sich bisher wirklich an die Spielregeln gehalten...

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

Frühere Diskussionen
Du willst nichts mehr verpassen?
facebook

Das könnte dir auch gefallen