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Wie vergeben Kinder ihren Eltern, wenn sie fremdgingen?

12. August 2017 um 18:42 Letzte Antwort: 14. August 2017 um 6:46

Das würde mich mal interessieren. 
Von einer Freundin der Vater ist 6 Jahre lang fremd gegangen. Die Mutter: Sehr konservativ, wirtschaftlich total abhängig von ihm. Das alles ist auch schon lange her. Vielleicht hat sie was gemerkt und verdrängt. Denke es nicht. Als es rauskam war sie total am Ende! War fast in der Klapse. 
Meine Freundin als Tochter war damals auch total fertig. Aber wir waren noch viel zu jung da wirklich tiefgehend drüber zu reden. 
Die Mutter lebt heut noch mit dem Mann zusammen. 

Das gleiche Spiel bei nem Freund von mir. Vater 2 Jahre mit ner 20 Jahre jüngeren ne Affäre gehabt. Dann flog alles auf und er ist dann auch zu der jüngeren, die ihn bis zu seinem Tot gepfegt hat. 

Wie verändert sich das Verhältnis von Kind zu diesen Teilen von Eltern? Was macht das mit dem Verhältnis? Kann es jemals wieder wie vorher sein? Oder vielleicht auch betrogene Lebensgefährten. Kann man sowas jemals vergessen? Verändert es nicht Vieles? 

Kann man so einem Menschen überhaupt noch glauben? Ich fand in beiden Fällen bemerkenswert, dass die Kinder nach wie vor ein relativ normales Verhältnis hegten. Vorstellen kann ich es mir nicht. 

Ich hab mal als Jugendliche n Kondom bei meinem Vater in der Kulturtasche entdeckt, als er alleine in Urlaub fuhr. Für meine Mum hätte es nicht sein können. Die brauchten keine Verhütung. Durch eine Therapeutin habe ich erst viele Jahre später erfahren, dass mich das wirklich ganz ganz massiv in meinem Urvertrauen geschädigt hat. Boh war ich fertig als ich das mit der Dame bearbeitet habe. Was da alles hochkam, unglaublich. 

Deshalb frage  ich mich echt: Was macht das mit Leuten, die von einem ewig langen Vertrauensbruch erfahren? 

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13. August 2017 um 2:20

Kommt drauf an, welchen Reifegrad man als "Kind" erreicht hat, wenn man sowas erfährt.
Als Kind/Jugendliche hätte das mit mir sicher auch was gemacht.
Als Erwachsene weiß ich, dass das nichts mit mir als Tochter zu tun hätte und allein Sache meiner Eltern wäre. 

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13. August 2017 um 9:32
In Antwort auf an0N_1291698699z

Das würde mich mal interessieren. 
Von einer Freundin der Vater ist 6 Jahre lang fremd gegangen. Die Mutter: Sehr konservativ, wirtschaftlich total abhängig von ihm. Das alles ist auch schon lange her. Vielleicht hat sie was gemerkt und verdrängt. Denke es nicht. Als es rauskam war sie total am Ende! War fast in der Klapse. 
Meine Freundin als Tochter war damals auch total fertig. Aber wir waren noch viel zu jung da wirklich tiefgehend drüber zu reden. 
Die Mutter lebt heut noch mit dem Mann zusammen. 

Das gleiche Spiel bei nem Freund von mir. Vater 2 Jahre mit ner 20 Jahre jüngeren ne Affäre gehabt. Dann flog alles auf und er ist dann auch zu der jüngeren, die ihn bis zu seinem Tot gepfegt hat. 

Wie verändert sich das Verhältnis von Kind zu diesen Teilen von Eltern? Was macht das mit dem Verhältnis? Kann es jemals wieder wie vorher sein? Oder vielleicht auch betrogene Lebensgefährten. Kann man sowas jemals vergessen? Verändert es nicht Vieles? 

Kann man so einem Menschen überhaupt noch glauben? Ich fand in beiden Fällen bemerkenswert, dass die Kinder nach wie vor ein relativ normales Verhältnis hegten. Vorstellen kann ich es mir nicht. 

Ich hab mal als Jugendliche n Kondom bei meinem Vater in der Kulturtasche entdeckt, als er alleine in Urlaub fuhr. Für meine Mum hätte es nicht sein können. Die brauchten keine Verhütung. Durch eine Therapeutin habe ich erst viele Jahre später erfahren, dass mich das wirklich ganz ganz massiv in meinem Urvertrauen geschädigt hat. Boh war ich fertig als ich das mit der Dame bearbeitet habe. Was da alles hochkam, unglaublich. 

Deshalb frage  ich mich echt: Was macht das mit Leuten, die von einem ewig langen Vertrauensbruch erfahren? 

Mein Papa hat meine Mama damals betrogen. Ich habe aber auch festgestellt, dass es einfach schon länger nicht mehr gepasst hat bei den beiden. Klar ist Fremdgehen total daneben aber man muss das Gesamte betrachten. Ich bin meinem Papa nicht böse, warum auch? Es ist eine Sache zwischen meinen Eltern. Die beiden haben sich darauf getrennt über das ich sehr froh bin. Mein Papa hat aus seinen Fehlern über die Jahre gelernt. Meine Mama leider nicht.

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13. August 2017 um 13:34

Ich denke es kommt wirklich darauf an wie weit die Kinder mit rein gezogen werden.
Wir waren schon Mitte/Ende 20. Und ich kann sagen es war für uns Kinder genauso zum kotzen wie für unsere Mutter.
Ständig wurde uns unter die Nase gerieben er habe jetzt eine neue Familie und neue Kinder. Wir sollten uns doch freuen! Ähm ja. Wir haben Anfangs noch guten Willen gezeigt, mittlerweile hat keiner mehr Kontakt mit ihm.
Seine neue Familie und besonders die Frau haben alles dafür getan damit "die Altlast" vergessen werden. Sein erstes Enkelkind war egal weil Zitat: meine waren zuerst da und sind wichtiger für ihn! Naja jedem so wie ers gern hätte 

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13. August 2017 um 13:45

Ich bin ein wenig überrascht über die Antworten. Klar geht die Kinder das Sexleben der Eltern nichts an, aber wenn ein Elternteil dem anderen wehtut hat man auch als Kind da schon eine Meinung zu und das darf man auch. Wenn der Partner meiner besten Freundin fremdgeht würde ich ihm das übel nehmen - wieso stünde mir das als Kind nicht zu? Ich kann mir nicht vorstellen, dass ich den Mann noch so lieben könnte wie vorher, der meiner Mutter sowas antut, auch wenn es sich um meinen Vater handelt. Das würde das Ganze sogar noch schlimmer machen.

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13. August 2017 um 14:49

Aber was ist das für ein Vater, der seine wehrlosen Kinder bei solch einer alkoholabhängigen und psychisch kranken Mutter lässt? Unabhängig davon, ob du dich mit 14 selbst entschieden hast da zu bleiben, so hatte deine jüngere Schwester nicht die Wahl. Und da wäre es die Pflicht deines Vaters gewesen euch da raus zu holen. Warum hat er euch nicht zu sich geholt, sondern euch da gelassen und es soweit kommen lassen, dass die Seele seiner Kinder bricht? 

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13. August 2017 um 15:13

Meine Mutter ist damals fremdgegangen. Mehrfach, immer wieder. Mein Vater war ein schwieriger Mensch, sehr passiv, konservativ, mit Gewalt aufgewachsen. Er hatte immer schlechte Laune, war gefühlskalt, brüllte uns Kinder an, verdrosch meinen Bruder immer wieder, wenn er Mist anstelle. Ich habe mir immer einen anderen Papa gewünscht, hatte zu meinem Vater wenig Bindung. Meine Mutter trennte sich lange nicht, weil sie nie "eine geschiedene Frau" sein wollte und meinte, dass sie diese Gefühlskälte meines Vaters schon irgendwie aushalte. Das ging auch lange gut, insgesamt 16 Jahre. 

Als Kind wusste ich nicht, dass meine Mutter fremd ging. Das erfuhr ich erst, als ich fast volljährig war. Meine Mutter trennte sich irgendwann von meinem Vater und zog aus. Ich war extrem froh darüber, weil dann endlich diese Eiszeit zwischen meinen Eltern ein Ende hatte. Wir Kinder blieben erst beim Vater, irgendwann ertrug ich meinen Vater aber auch nicht mehr und zog dann zu meiner Mutter. Da war ich 16. 

Da meine Mutter fast immer zu Hause war und sich um uns Kinder kümmerte, bemerkte ich ihre Fremdgeherei auch nicht. Da sie mich nicht belog und auch stets und ständig Zeit für mich hatte, nahm ich ihr das Fremdgehen nachträglich auch nicht übel. Ich habe eine gute Bindung zu meiner Mutter. Allerdings verurteilte ich es, weil ich es generell falsch finde. 

Letztendlich hat das Karma aber zurück geschlagen. Meine Mutter hat seit der Trennung von meinem Vater keine vernünftige Beziehung mehr auf die Reihe bekommen, schlug sich immer mit windigen Affären herum, obwohl sie sich von Herzen eine Partnerschaft wünscht. Mein Vater dagegen hat sich sehr zum Positiven verändert und hat seit mehr als einem Jahrzehnt wieder eine verlässliche Partnerschaft und ist seit geraumer Zeit auch glücklich mit dieser Frau verheiratet. Und ich gönne es ihm nach der Erfahrung mit meiner Mutter von Herzen! 

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13. August 2017 um 15:37
In Antwort auf fusselbine

Aber was ist das für ein Vater, der seine wehrlosen Kinder bei solch einer alkoholabhängigen und psychisch kranken Mutter lässt? Unabhängig davon, ob du dich mit 14 selbst entschieden hast da zu bleiben, so hatte deine jüngere Schwester nicht die Wahl. Und da wäre es die Pflicht deines Vaters gewesen euch da raus zu holen. Warum hat er euch nicht zu sich geholt, sondern euch da gelassen und es soweit kommen lassen, dass die Seele seiner Kinder bricht? 

Das ist genau das, was ich mich soeben auch gefragt hab.

Wenn die Mutter eine Alkoholikerin ist, die den Kindern enorm schadet, wäre es möglich gewesen, die Kinder dort rauszuholen. Vor allem wenn eines der mündigen Kinder für den Vater einsteht.

Sie und die Schwester, hätten beim Vater sein können. Aber das ist nicht passiert.
Was für mich bedeutet, dass der Vater es nicht versucht hat. Das wiederrum bedeutet für mich, dass er es nicht wollte.
So ein toller Vater kann er also nicht gewesen sein, wenn er die Kinder lieber bei der alkoholkranken Mutter lagert.

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13. August 2017 um 23:14

Auch, wenn ginq es drastisch und mit einigen Schimpfworten ausdrückt, so hat er doch Recht...

Der Vater hatte Affären, statt seine Kinder aus den extrem ungesunden Händen seiner Frau zu retten. War ihm wohl wichtiger. Und das "Kind" hebt den Vater nachträglich in den Himmel, während es die Mutter verurteilt. Gesehen wird aber nicht, dass der Vater sein eigenes Leben bevorzugte, während er seiner Frau die Doppelbelastung mit Krankheit und Kindern überlies und zusah, wie seine Kinder darunter litten. 

Nö, tut mir leid, aber das kann kein toller Papa sein. 

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14. August 2017 um 6:46
In Antwort auf deaetlunn

Ich bin ein wenig überrascht über die Antworten. Klar geht die Kinder das Sexleben der Eltern nichts an, aber wenn ein Elternteil dem anderen wehtut hat man auch als Kind da schon eine Meinung zu und das darf man auch. Wenn der Partner meiner besten Freundin fremdgeht würde ich ihm das übel nehmen - wieso stünde mir das als Kind nicht zu? Ich kann mir nicht vorstellen, dass ich den Mann noch so lieben könnte wie vorher, der meiner Mutter sowas antut, auch wenn es sich um meinen Vater handelt. Das würde das Ganze sogar noch schlimmer machen.

Meiner Meinung nach kommt es immer auf die Umstände an. Hat es vorher schon nicht mehr gepasst, wird das Kind mit reingezogen, werden Kinder und der andere verlassen und und und.
Betrug ist schlimm aber ich glaube, dass es für viele eine Flucht ist, wenn die Beziehung hinten und vorne nicht mehr stimmt. Das soll keine Verteidigung sein. Ich bin selber absolut treu und finde Fremdgehen das letzte.

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