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Wie verarbeitet man als Betrogene das alles?

29. September 2009 um 14:48

Hallo,

bin neu hier und habe ein Forum gesucht, wo gleichgesinnte sind und auch für den Erfahrungsaustausch, damit ich die Affäre meines Mannes besser verarbeiten kann.

Hier meine Geschichte - Achtung lang:

Es fängt leider schon in meiner Kindheit an. Mein Vater hatte eine Beziehung zu der besten Freundin meiner Mutter. Jetzt sind sie schon viele Jahre miteinander verheiratet. Ich habe den ganzen Scheiß als Kind schon durchlebt.

Die Ex-Geliebte (Antonia) meines Mannes, ist mit mir aufgewachsen und kennt die Geschichte meiner Eltern.

Vor 5 Jahren habe ich die Freundschaft von meiner damaligen Freundin Antonia beendet, weil Sie damals schon was von meinen Ehemann wollte.

Durch meinen Stiefsohn nahm Sie im April heimlich Kontakt zu meinen Ehemann auf. Mein Stiefsohn unterstützte sie dabei.

Wir waren/sind jetzt in einer Ehekrise (sind sein 10 Jahren zusammen und 7 Jahre verheiratet) und das wußte sie durch meinen Stiefsohn.

Antonia weiß ganz genau, wie verheiratete Männer hinzukriegen sind, wenn eben nicht alles in der Ehe super läuft. Sie ist sehr verständnisvoll, hört zu usw......

Und so passierte es, dass mein Mann mit ihr nach einen Monat eine Affäre anfängt.

Nach 3 Monaten Affäre hat er mich sogar verlassen, sie war im 7ten Himmel.

Nur nach einer Woche, wußte er, dass er absolute Scheiße gebaut hat und wollte zu mir zurück. Er hat mir auch ganz schnell von der Affäre von der Antonia erzählt.

Antonia hat natürlich nicht weiter locker gelassen und schrieb weiterhin mit ihm per Internet und Tel mit ihm. Für ihm war klar, dass es keine weitere Affäre mit ihr gibt, sie ließ nicht locker, bis ich darauf kam.

Jetzt ist zur Zeit endgültig der Kontakt abgebrochen und er will auch keinen weiteren Kontakt.

Ich weiß von früher, dass sie nicht so schnell aufgibt, hatte nur Beziehungen zu verheirateten Männer und bei Beendigung gab es Terror von ihr.

Ich bin die erste Ehefrau, die weiß, wer sie ist und wo sie wohnt. Am liebsten würde ich sie töten oder ihr Leben komplett zerstören, so wie sie meines zerstören wollte.

Ich versuche das alles zu verarbeiten und damit klar zu kommen, weil ich meinen Ehemann über alles liebe.

Auch habe ich zur Zeit große Probleme mit meinen Stiefsohn (18 Jahre), weil er glaubt ich habe ihm seinen Vater gestohlen und deswegen Unterstützte er dabei die Antonia, sie war/ist seine Traumstiefmutter. Er haßt mich zu tiefst. Ich muß aber dazu sagen, dass ich meinen Ehemann erst nach der Scheidung damals kennen gelernt habe, die Mutter von ihm ging damals fremd.

Wie verarbeite ich das ganze am besten? Wie gehe ich damit am besten um?

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29. September 2009 um 19:42

@Seestern
@ Seestern

Natürlich bin ich enttäuscht, wütend auf meinen Mann, aber man muß dazu sagen, dass mein Mann krank ist. Er hat durch eine Gehirnblutung eine Gehirnschädigung und somit funkt. hier leider nicht mehr alles korrekt und das wußte sie.

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29. September 2009 um 20:09

Hmm..
hallo qucki,
nun, deine geschichte ist ganz schön schwere kost. aber ich muss mich leider einer posterin hier anschliessen: dein mann hätte nicht zu ihr gehen müssen, hirnschaden hin oer her. schließlich ist er noch in der lage sich zu entscheiden und damal hat er sich gegen dich entschieden.

das war ein fehler. er hätte sich den problemen in der beziehung stellen sollen oder aber konsequent genug sein sollen, einen schlussstrich zu ziehen. dat, das mal nur so am rande.

du hast ihn zurück genommen und ihm somit verziehen. verzeihen an sich ist eine stärke, das kann nicht jeder. ICH könnte einen seitensprung gar eine affäre nicht verzeihen. aber dafür gibt es vielleicht dinge, die ich verzeihen kann, bei denen andere sagen "das könnt ich nie!"

du solltest, wenn du ihm nun wirklich verziehen hast, ihn das auch spüren lassen. du kannst nicht verzeihen und dieses thema immer wieder auf den tisch holen. du standest vor der entscheidung, ihn endgültig zu verabschieden oder eben mit diesem fehltritt wieder auf zu nehmen.

vergiss nicht: verzeihen heißt nicht gutheißen. du kannst das, was er getan hat nach wie vor scheiße finden.

vielleicht solltet ihr ganz offen darüber reden, warum er damals diesen schritt getan hat. wovor wollte er flüchten?

diese antonia spielt meiner meinung nach nur eine untergeordnete rolle. mag ja sein, dass sie dominant und ehrgeizig ist, aber war es das, was deinem mann bei euch gefehlt hat? ich meine, sie hat ihn ja nicht überredet, ER selbst hat sich für sie entschieden. Warum?

daher: klärt erst mal eure probleme und deine frage, wie du das alles verarbeiten sollst:
werde dir klar darüber, dass du für die fehltritte deines vaters keine verantwortung trägst. was dein mann getan hat war auch daneben, aber so wie du selber beschreibst, gab es probleme bei euch. meine meinung ist, dass fremdgehen die feigeste antwort auf probleme darstellt, aber das muss jeder selbst wissen.

werde dir klar, welchen wert du hast: nur wer sich selber liebt, lässt es nicht zu, von anderen verletzt zu werden. arbeite an deinem selbstwert und fall nicht in die rolle der mitleidsträgerin. du brauchst kein mitleid. du bist eine starke frau, die durch das verzeihen eines seitensprungs enorme stärke gezeigt hat.

ER ist nun an der reihe, dir zu zeigen, dass er es verdient hat, dass du ihm verzeihst. denn auch du hättest vor den problemen in die arme eines anderes flüchten können.

und zum stiefsohn: nun, er ist in einem alter, da ist es denk ich mal normal, dass man die neue freundin/ frau des vaters einfach mal ohne grund hasst. warum er diese antonia so unterstützt hat, könnte einfach nur der grund sein, dass er dich verletzen wollte. nicht weil er die antonia so toll findet, sondern weil es hier nur um ihn und um seine "verletzung" ging. das wollte er dir in irgend einer form wieder zurück geben.

kopf hoch, er ist 18.

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